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«Deutscher? s Isögnac

der wichtigen Wäbrfal$e wegen — auch Nüsse in gro­ßer Menge zu verzehren Manche halten dieselbe» zwar für schwer verdaulich; dieS sind sie aber nur.

für einen ganz schwachen Magen und auch nur alt.

zur nächsten Versammlung unvermählt zu bleiben.

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,Schön«

toilo; Die meyr im ouoea, in u|iu.

heißen Lambcrtnüsse, d. h. langbartige, und geben Bananen und Feigen sind angekommen; ^avam, das feinste Nußöl. Die größten und schönsten Hasel- - - - Kostproben gratisP stJ.i'tj

nüsse versendet Spanien Leider wisfm nur die gratis? Dann geben Sre mir mal rmer. Stuhls

Vegetarier, dak die Nüsse. aller Art eigentlich eine

ist gehalten, sich noch im Laufe des Jahres zu ver­heiraten, während die anderen schwören müssen, bif

Für das Mitglied, welches die schwarze Bohne g& zogen hat, übernimmt die Kasse des Klubs nicht

drei Wochen.

— Ullteknehmungslustig- Kaufmann:

Nachtisch. Hauptsache ist, die Nüsse tüchtig zu lauen;! dann bilden sre nicht nur eine wirklich: Nahrung, sondern auch ein leicht abführende Mittel, wie es jedermann tagtäglich gebrauchen sollte. hf

— Der Klub der „Schwarzen Bohne". In New. York existiert ein Klub der Heiratskandidaten. der sich Klub der „Schwarzen Bohne" nennt. Bor kur­zem ist nun auch in London ein Klub ins Leben ge» treten, der Namen und Organisation b:m Newyorker Klub entlehnt bat. Die Mitgliederzahl des eigen­artigen Klubs ist auf vierzig Personen beschränkt, die 200 Mark Eintrittsgeld zu zah'»n haben. Ihr« geheimen Versammlungm sinden alljährlich nur einmal statt. Während der Sitzung läßt der Präsi­dent ein Säckclchen herumgehen, das 39 weiße und eine schwarze Bohn: enthält. Wer die letztere zieht.

Aus Gberhessen u. -en Hess. Remtern.

ZS Marburg, 5. Olt. 1912. Drei Handwerks­burschen fanden hier an einer gerade durch die Stadt ziehenden studentischen Fäßchenpartie Gefallen, so daß sie den Zug bis zum Ziel begleiteten und dort Gelegenheit zum „Nassauern" sanden. Abends zogen sie in sideier Stimmung wieder hinter dem Lam- pionzug mit in die Stadt zurück, dann hatte das Vergnügen ein Ende. Ta sie keine Unterkunft für die Nacht hatten, brachen sie in eine kleine Som­mervilla ein, wo sie es sich bequem machten unb nebenbei eine Anzahl Zigarren, sowie ein Paar Schube entwendeten. Das Gericht verurteilte gestern den ältesten der drei Wanderer zu zwei und seine beiden Genossen zu je einem Monat Gefängnis.

* Kirchhain, 5. Okt. 1912. Die Bauarbeiten an der Wohratalbahn schreiten rüsttg vorwärts, sodaß der Rohbau bis zum 1. April 1913 fertig ge­stellt sein wiid. Tie Betriebseröffnung ist jedoch vor den: 1. Oktober 1913 nicht zu erwarten. Bei Kirchhain unb der Harlshauser Mühle bereiten die Arbeiten große Schwierigkeiten, da hier große Tämmc erbaut werden müssen. Kurz vor Kirchhain wird eine große Ueberführung über die Main-Weser- Bahn gebaut. Durch die neue Bahn wird eine direkte Verbindung über Kirchhain mit Marburg geschaffen. Jetzt muß man den Umweg über Jesberg-Zimmers- rode machen.

* ürantenberg, 5 Okt. 1912. Zum Nachfolger des >n den Ruhestand versetzten Geh. Regierungs- rales Mühlmann an der kal. Regierung in der Ab. teilung für Streben« und Schulwesen ist der bisherige Direktor des hiesigen Lehrerteminars, Regierungs und Schulrat Tr. Ltete ernannt worden.

* Treysa, 5. Okt. 1912. D e Stadtkasse Hal den kalten Frühjahrsnächten und den Anguststürmen einen Einnahmcaussall von 1350 2)L zu verdanken, oa der Erlös für ftadtitckes Obst tn diesem Jahre nur 1423 Mk. gegen 2772 Mk. im vorigen Jahre behttn.

* Nerrstadk, 5. Okt. 1912. In der Wurstfabrik Reichenbach wurde ein Schwein geschlachtet, das le b e n d 6 3 0 Pfund wog. Das Borstentier war iy, Jahre alt, gehörte der hannoverschen Rasse an und war aus Hof Angersbach bei Spangenberg ge- züchtet.

* Böhl, 5 Okt. 1912. Der Förster Blonigen in Asel ist zum 1. Dezember nach Altenbrunslar versetzt.

Amt Eeisa und Umgebung.

* Vacha, 5. Okt. 1912. Tie hiesige städtische Sparkasse hat in der Zeit chres 4jahrigen Be- stehens einen Einlagebestand von über 114 Millio­nen Mark erreicht. Mit dem 1. Oktober ist die tägliche Verzinsung aller Spareinlagen eingeführt.

* Dermbach, 4. Okt. 1912. Am Donnerstag fand in der hiesigen Oberförsterei die feierliche Ein-

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Jdealnahrung darstellen. Sie enthalten viel mehr! Fett als z. B. Flusch, ferner in größter Menge da» noch wertvollere Eiweiß und endlich auch in hervov- ragendem Maße die unserem Körper ebenfalls ganz unentbehrliche Stärke. Bon Rüsten allein könnt» man sein Leben stiften, und man ersieht daraus, wie vorteilhaft es ist, neben anderem Obst — diessl

aus französischen Weinen Hervorragendes Erzeugnis! der Cognacbrennerei« X Landauer a Macholl Heilbronn

Rw echt mit der Hammer-Schutzmarke. Überall erhälthcJL

bogen bilden eine zierliche Galerie; und das Ganz: krönt ein romanischer Fries Tie Bemalung und Vergoldung der sechs Felder sowie der übrigen Ornamente und Friese hat in entgegenkommender, uneigennützigster Weise der Faßmaler Ruedorf- fer aus München ausgejührt.

Besondere Erwähnung verdient noch der Taber­nakel-Einsatz. Dieser ist aus der Werkstätte des Kuustschloisers Schick in Fulda hervorgegangen. Er ist ganz aus Stahl gefertigt, feuerfest und diebes­sicher. Die Ausführung ist hochedel und überaus gelungen. Außer den stilgerecht gefaßten Halbedel­steinen, die die Vordnsläche umrahmen, sind be» sonders bemerkenswert die iu Email ausgcführten Symbole aus den Katakomben, die sich auf die hei­lig: Eucharistie beziehen: die Taube mit dem Oel- zweig und dem Ankerkreuz, das Lamm mit dem Milchgefäß, der Fisch mit den Broten, und der Baum des Lebens mit seinen Früchten; dazwischen die Buchstaben Alpha und Omega in romanischer Form.

Betrachten wir von der vsttte der Kirche au» noch einmal das Ganze, so sehen wir, daß der neue Hochaltar von Dipperz in Form und Große in der innigsten Harmonie zum Stole der Kirche steht. Wir haben hier ein Kunstwerk, da», soweit Menschengeist und Menschenkräfte es vermögen, des hier thronen- den und sich opfernden Gottes würdig ist, das unsere volle Bewunderung verdient, und das gewiß eines Besuches aller Kunstfreunde wert ist. £r.

Der neue Hochaltar in Dipperz.

Die nach dem Brande vom Jahre 1892 neu erbaute romanische Kirche in Dipperz hat vor kurzem ihren Hochaltar erhalten. Er ist in weißem, grau durchzogenem Marmor nach dem Entwurf des Re­gierungsbaumeisters H e u s ch - Fulda in kräftigen Formen, tote der romanische Stil sie verlangt, aus- geführt * nb aus der Werkstätte des Bildhauers I i n a in Koblenz hervorgegangen. Die Altarplatte ruht vorne an d:u beiden Ecken auf je einem zier­lichen Säulenpaar aus grünlichem Marmor und tn der Mitte auf einem mit bunten Marmorplättchen eingelegten Vorsprung. Der Altarausbau ist, ent- sprechend der romanischen Abside, in halbrunder Form gehalten und durch einen Umgang von der äußern Wand getrennt, lieber dem Tabernakel steigert vier goldgelbe Sät.en aus Siöna-Marmor empor und bilden mit der zierlich durchbrochenen Kuppel den Baldachin, der das kräfttge, aus schnee­weißem, zart gesprenkeltem Marmor gefertigte Al­tarkreuz deckt. Zur rechten und linken Seite des Altars stehen auf ?>*|tern die Schutzpatrone der Kirche, St. Antonius der Einsiedler und St. Plazi- dus, gleichsam als Ehrenwache und Hüter des Hei- ltgtums. Tie Figuren sind aus französischem Kalk- stem gefertigt und überaus edel gehalten. Sie steh°n mcht Tret, sondern sind mit Sockel, Nische und Bal- ,auS. e™em und demselben Stein heraus- getn bettet, t» Wahrheit zwei ritterliche Schutzherren Tn Brüchen Wachttürmen. Tie beidersetti- gen Flachen zwischen dem Tabernakel und den Kir­chenpatronen und unten in je drei Felder abgeteilt, von denen auf vieren in Goldgrund die lateinischen Kirchenlehrer tn halberha^ner Arbeit daraestellt sind. Zwischen je zweien der Kirchenlehrer zeigen sich uns ans den beiden übrigen Feldern die Mono­gramme Jesus und Christus, in romanischen Cha­rakteren ausgeführt und mit entsprechenden Orna­menten umrahmt. Ter obere Teil der Flächen ist durchbrochen. Je vier grüne Säulchen mit Rund-

•» -zerre Wege in ver Mittelstands Politik.

So verschiedenartig auch dto. der^in

die Zweckmäßigkeit und Durchführbar Braunschweig aus dem -w^tcn man

standstage erhobenen iio^rungens^^ ^tische sich doch einig darüber M daß 'die

Presse macht dmm ö(,n Reichsdeutschm

al« eine Macht gezeigt habe, ^^? u, gnkunft gcrcchnet werden muß.

«wßzSgiakett und die praktische Tendenz, ^ie wichtigstn. Mittelstands-Probleme in «-m-nfebroeiq behandelt wurden, eröffneten zum äkm fie toieber auf dem Gebiete der Mttel- itaitdSpolitik bertthigettde Ausblicke in die Zukunft. Bisher wollt- es den Mittelstands-Bestiebungen nicht recht gelingen, Vertrauen für ihre Ziele zu erwecken. Man hielt vielfach den gewerblichen Mtt- telstand für verloren. Daneben schlich die bange Sorge, daß schließlich die Ansprüche des Kranken so groß werden könnten, daß man die Gewährung seiner Wünsche der Allgememhett gegenüber mcht mehr verantworten könnte. Besonders den mitteti standssr-undlichen Parteien machte die Tatsache, daß das wüste Durcheinander der unzähligen emander widersprechenden Mittelstandsforderungen ern be­freiende» Endziel nicht erkennen tiefe, vrel Kops $ ' ^ebt beginnt sich der Meinuugswrrrwarr aü- mälllich abznklären. Zum ersten Male werden jur die moßen Massen des Mittelstandes fest umgrenzte ru^IrrtichbareZieke sichtbar, Ziele, um dte es sich

Der ReScutsche Mittelstands-Verband erwar­tet mchtS von gesetzlichen Verboten, die der naturge- 'etzlichen Entwicklung unierer wirtschaftlichen Ver­hältnisse Zwang antun. Er will vrelmehr rm gro­ßen versuchen, den gewerblichen Mittelstand tüchtrg zu machen zur Aufnahme des Wettbewerbs mit sei­nen Konkurrenten, die die wirtschaftliche Kraft, die die Konzentration verleiht, bisher mit beängstigen- dem Erfolge zur Verdrängung des gewerblichen Mittelstandes aus feinen altgewohnten Arbeitsge­bieten gebrauchten. Die Anerkennung des Grund­satzes vom angemesienen Preise wird den Mittel­stand vor ungerechtem Preisdruck schützen und ferne Arbeit wieder lohnender gestalten. Submifsions- 2( ent ter und Lieferungs-Verbände eröffnen die Aus­sicht auf eine Wiedergeburt de- Handwerks. Die bereits vorliegenden bisherigen Erfahrungen auf die­sen Gebieten berechtigen zu der Annahme, daß das Handwerk durch diese Mittel tatsächlich in der Sage ist, wieder große Arbeiten zu übernehmen und ver­loren geaangene Arbeitsgebiete zurück zu erobern. Tie Regelung der Kreditfrage in der von Dr. Eberle auf dem Mittelstandstag vorgeschlagenen Weife er- öfinet sowohl für das Handwerk wie für den Detail­handel Aussichten in eine bessere Zukunft. Plan­mäßig kann dann daS Borg-Unwesen bekämpft, der Einkauf für die verschiedenen mittelständischen Er- werbszweigr über das ganze Reichsgebiet geregelt uni die Versorgung mit Kleln-Motoren und Ma-- fchinen in einer den Bedürfnissen entsprechenden Weife durchgeführt werden. Hier eröffnen sich un­geahnte Aussichten. Der feste wirtschaftliche Zu­sammenschluß über das ganze Reichsgebiet würde dem gewerblichen Mittelstände eine Macht verleihen, die auf die wirtschaftliche Entwicklung einen Einfluß von Bedeutung aiiSznüben vermöchte. Kartelle und Syndikate deS Großkapitals, die ihm bisher die Rohstoffe in bedrohlicher Weife verteuerten, würden dann für ihn die Schrecken verlieren, weil er die Macht hätte, wirksamen Einfluß aus die Preispolitik zu nehmen. Aber auch der Detailhandel wird eine ganz andere Position gegenüber Warenhäusern und Konsumvereinen aller Art erlangen, wenn die Ein- kaussverhältnisse in großzügiger Weise über ganz Deutschland organisiert sind.

Das Gelingen wird davon abhängen, daß alle Mittelstandskreise die nme Sachlage erfassen und daß Regierungen und Gemeindebehörden die Durch­führung im ganzen Reichsgebiete nach einem wohl- dttrchdachten Plan» nicht beeinträchtigen. Regionale und örtliche Sonderbestrckungen nach dieser Rich­tung, die den Zusammenhang mit dem großen Gan­zen ablehnen, dürfen unter keinen Umständen durch d'e Behörden irgendwie gefördert werden, weil die Erfahrung bis heute gezeigt hat, daß auf diese Weise

führung des Obersörsters EnderS durch Forst« rat Schmidt-Burgk aus Weimar statt.

i firanluden, 5. Okt. 1912. Eine als Wilddieb bekannte Person von hier wurde vor einigen Tagen dabei betroffen, wie sie im sogenannten Borschertale in eine Hecke schlich und sich aus einer Schlinge einen gefangenen Hasen holte.

* Oechsen, 4. Okt. 1912. Die Gewerkschaft Hei­ligenmühle will eine zweite elektrische Stärk­st r o m I e i tu n g von Hattorf nach hier legen. Die geplante Leitung berührt die Fluren Vacha, Völ­kershausen, Sünna, Deicheroda, Mosbach, Marien- gart und Oechsen. Zwecks Gewinnung des nötigen Bodens zur Ausstellung der Masten hat die Gewerk- e das Enteignungsverfahren beantragt. DaS „amt hat die Enteignungstermine bereits auf den 8. und 9. Okt. festgesetzt.

in der Person eines berüchtigte» Wilderer« ver­haftet toetbät konnte. '

* TragipheS Ende eine« deutschen Konsuls. I« Lemberg, der Hauptstadt von Galizien, gab bet bärtige deutsche Konsul Ido von Reden einen Revolverfchuß auf feine Braut, die Modistin- Elisabeth Ptrfchke aus Charlottenburg, ab und ver« letzte sie tödlich. Tann richtete er die Waffe gegen sich selbst und tötete sich durch einen Schuß in beit Kopf. Das Motiv zu der Tat ist in unüberwind-' lichen Ehehinbernisskn zu sinden. Frl. Ptrfchke wart erst vor einigen Tagen nach Lemberg gekommen- Konsul von Reden hat einen Brief hinterlassen, in dem er Lebensüberdruß als Molto der Tat angibt- v. Reden hatte eben eine telegraphische Nachricht oom Berliner Auswärtigen Amt erhalten, wonach- er zum Gesandten, nach einer anderen glaubwürdigen Version zum Konsul in einem exot ticken Erdteil er» nannt worden fern soll. Dies scheint zu seinem Entschluß, aus dem Leden zu scheiden, beigetragen zu haben. Herr von Reden war 47 Jahre alt, teine Geliebte stand erst im 25. Lebensjahre. ®te soll die Tochter eines Beamten in Charlottenburg fein.;

weh- und mehr nach Ruhe. Er bestellt zwar noch sein Feld, er sorgt für die Seinen, denn er weiß- Ein Lebenssrühling wird ihm nimmer wieder blühen. Immer rascker geht es abwärts mit dem Jahreslauf und mit dem Menschenleben. Doch die Hoffnung gebt nicht unter, und es ist gut, daß jegliche Zukunft Verschleiert vor uns liegt! mo-

— Die letzten Fruchte, die uns ein Jahreslauf beschert, find die Walnüsie und die Haselnüsse. Der stattliche Waluußbaum stammt aus Persien, wan­derte aber schon im Altertum nach Westen, aus und wird gegenwärtig im ganzen südlichen und mitt- i ' leren Europa angebaut. Die Römer nannten die Walnuß „Jupiter--Eichel". In Deutschland sindet man den Baum am meisten in den südlichen Rhein- ländern, sonst nur vereinzelt. Die Steinnuß, klei- v , --------- - ..

ner und mit härterer Schale, die Pferdenuß, von nur die Kosten für die Hochzeit, sondern der Klub mehr als doppelter Größe, die Blutnufe, mit teil- I kauft ihm auch die Möbel und bezahlt sogar dkl weise blutrotem Kern u. v. a. sind nur Varietäten Kosten für eine Hochzeitsreise iu der Dauer doch der Walnuß. Tie Haselnuß wächst in ganz Europa toilt); die mehr im Süden, in Italien usw. heimischen

— Der Mensch und der Herbst. Man vergleicht oft das Menschenleben mit einem Jahreslauf. Der Frühling ist die holde Kindheit; da wird gehegt und gepflegt, iebe_ Blüte erfreut das Herz, und die Hoffmtng des Gärtners ist auf gute Früchte ge­richtet. Sommer ist die Zeir des Frohsinns, der Arbeit, des Genießens, des Wanderns; die Früchte zeigen schon, wes Art sie find, was sie versprechen, es geht alles der Reife entgegen, das Herz preist jüf) glücklich sibex b.ie_.toonniße Zeft, _Dann kommt.

.... M 229.

Sanel«» x» - »“«Ht IW-

39. Jahrgang.

Handel und Industrie. _

§§ Kassel, 5. Okt. 1912. In bet gestrigen SitzunS des Auistchtsrats bei hessischen Ban kv"-tn»^ A.-G. wurde der Abschluß für daS am Sv. Jun» 1912 beendete Geschäftsjahr vorgelegt. Der Reinge­winn beträgt 467949 M. (im Borjadr 466735 M.)ck Es wurde beschlossen, der am 24. Oktober bi. JL« ftatlfiobenden Generalversammlung die SBerteitune einer Dividende von 7 Prozent auf 5 Mill. Maro eingezahlter Aktienkapital (rote im Borjahr) vorzm schlagen.

Berlin, 4. Okt. 1912. Infolge der günstiges Wendung in der Politik ist der Ansturm der B rkävser einem Andrang bet Käufer gewichen^ daher besonders an angs weitere erhebliche Preis­steigerungen, namentlich in Montanpapiereu. St» zogen etroa 3 Prozent an, im Vordergründe stand.« Phönixakiien. Sreigende Kurse hatten alle Balkan« werte. Am Kaflaindusttiematkte kam ei zu geradezu riesenhaften Geschälten.

Vermischtes.

* Ein Leichenwagen als Futterkarren. Mehrere rheinische Blätter hatten gerügt, daß in Köln ein Leichenwagen als Gemüsekarren benutzt wurde. Der in Waldbroel wohnende Eigentümer des Leichen­wagens {trennte Klage wegen Beleidigung gegen den verantwortlichen Redakteur und dey Verleger deS „Rheinischen Merkur" an. In der Verhandlung vor dem Waldbroeler Schöfsengericht erkannte dieses auf Freisprechung, da es als erwiesen erscheine, daß mit Pferdefutter gefüllte Säcke durch den Leichen- wagen nach Waldbroel transportiert wurden. ES liege hier jedenfalls eine Ungehörigkeit vor, die zu rügen die Zeitung berechtigt gewesen sei.

* Von einem Wilderer erschossen. In der Nähe von G r o t t o w i tz bei Mährisch-Budwitz wurde

Forstadjunkt Plischek erschaffen aufgefunben. Ein Polizeihund verfolgte die Spur des Mörders, der der Herbst. Nun wird geerntet, was man gesät hat; kühler wird die Luft, rauher der Wind, die Natur entkleidet sich ihrer Schönheiten, unb der Mensch empfindet so etwas wie Enttäuschung. Er konnte es ja kaum glauben, daß dir wonnige Zeit ein Ende nimmt, daß so manche Mühe vergeblich war, so manche Frucht verderben würde! Auch bas herbst- liche Menschenh'rz wirb nachdenklich. Wohl war die Kindheit golden, wohl war dre Jugend schön, unb doch, nun man im ersten Alter auf die vergangene Zeit zurückschaut: Wie bittere Erfahrungen hat man trotz alledem qrmacht, wieviele Sorgen durchlebt, wie schlechie Menschen kennen gelernt! Was hat man alles ertragen: Viele Freuden gab's, aber auch «eiben. Leiden und Schmerzen. Deshalb sehnt sich nun der A.keusch, der im herbstlichen Alter ftebt.

3. Blatt. .,.

vkllck »ad Verlag der 8«ldaer Sctienbntdetei M $*!♦«.

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Literarisches.

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Unsummen von Geld nutzlos verloren gehen, die bei planmäßiger Verwendung im Dienste einer gro­ßen Idee viel zur Festigung und Gesundung unserer Volkswirtschaft im allgemeinen und des gewerb­lichen Bürgertums im besonderen beitragen könnten.

Alle diese Bestrebungen sind für unsere wirt­schaftliche und soziale Entwicklung von größter Wich­tigkeit. Sie bnngen einer unentbehrlichen großen Bevölkerungsschicht Hilfe und benachteiligen keine andere vorhandene Wirtschaftsgruvpe; ferner nun* dern sie die wirtschaftlichen und sozialen Gegensätze und beschränken ine Parteien des Klaffenkampfes auf einen immer enger werdenden Raum.

Rus dem Nachbaraebiete.

* Hettenhausen, 5. Okt. 1912 Das Gehöft des Hüttners Ochs wurde ein Raub der Flammen.

* Siaatinrt, 4. Okt. 1912. Vor merzelm Tagen hörte 6er Inhaber einer Firma der Zigaretten- brauche, daß Waren seiner Firma von unbekannter Seite zu Schleuderpreisen verkauft würben. Er ging der Sache auf den Grund unb ermittelte, daß der Detkäufer ein bet ihm beschäftigter Hausbursche sei. Auf Vorlialten gestand dieser, daß er seit 18 Rio- naien sich wöchentlich etwa 500—1000 Zigaretten anaeeignet habe, unb baß es insgesamt etwa 150000 Stück gewesen sein könnten. Für^ bie ge» No.lene Ware hatte er etroa 4000 M gelöst. Der $teb wurde sosort entlassen. — Hier starb in feiner Pllla der durch literartsche, philantroplsche und loziale Bestrebungen weithin bekannte Dr. Arthur Psungst an einem Sck'aaantall.

* Auerbach, 5. Okt. 1912. Das Ministeriurn hat gegen sämtliche Zeitungen, die vor einigen Ta­gen unter der Spitzmarke „Tot geprügelt" eine Mit­teilung brachten, wonach in der hiesigen Volksschule ein Lehrer einen Schüler derart gezüchtigt habe, daß er am nächsten Tage gestorben sei, bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Strafantrag wegen übler Nachrede gestellt. Auch der beleidigte LeHrer hat sich dem Strafantrag angefchlossen.

* Sobernheim, 4. Okt. 1912. In einer hier ab­gehaltenen Gläubiger-Versammlung wurde mitge- teilt, daß sich die Passiva im Konkurs der S o b e r n- heime'r Ringosen-Ziegelwerke auf 463 000 Mk. stellen. Hiervon sind 240 000 Mk. Hyphtbekensorderungen Tie Taxe für die belasteten Grundstücke, Gebäude usw. beläuft sich aus 140 000 Mk., so daß etwa 100 000 Mk. Hypothekenforde­rungen ausfallen werden. An sonstigen Vermögens- werten sind etwa 14 000 Mk. vorhanden. Es ent­fällt somit aus je 100 Mk. Forderungen weniger als 1 Mk.

* Obe riebe», 4. Okt. 1912. Bei der Durchfahrt eines Güterzuges streifte am Donnerstag morgen eine Ladung Kranteile die tin Tunnel aufgestellten Gerüstböcke, welche nachgaben und die D u r ch f a hrt für einige Stunden sperrten. Der Personen- verkehr wurde durch Umsteigen aufrechterhalten.

* Hachenburg, 5. Okt. 1912. Ter Fuhrmann Hennrich von Liebenscheid fiel bei Willingen vom Wagen und geriet unter die Räder, die über ihn gingen. Er starb auf dem Transporte nach feinem Hause.

♦ Darmstadt, 4. Okt. 1912. Die Ausstellung ,Der Men ich" wird noch den ganzen Ottober tjinbmd) geöffnet fein.

* Von bet Lahn, 4. Okt. 1912. Von der Wasser- qefefefontmilfton des Abgeordnetenhan es ro> t beichlosfen worden, die Lahn oberhalb Ems |üt nicht im Schiffabrtsintereffe umethattungsbedürttig zu erlläten. Vom Lahnkcmalverem wurde daraut m einer Eingabe an den Minister der off ent luter arbeiten auf Die ungeheuren Folgen dieses Beschlüsse lingewiesen. Tie Komnnssion bat nun, hierdurch ver­anlaßt, die U terhaltungspflicht des Staates hm- ucktt tch der Schiffbar kett Oer Lahn bis zur heisijchen Landcsgrenze anertaunt.