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rnittwsch 18. September 1-12.

59. Zatzrgasg.

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Abendbrot göanen?

w-eg- Da- ist so ein Aberglaube." '

.. Jd) tvill ihn nicht", sagte Wilson, „beim ich kann mir ja gar keinen Anteil daran zuschreiben, da uh ihr nicht einmal getroffen habe."

Richards dachte ebenso, und so übersetzen sie die Bentr de« Eingeborenen und »achten sich nach dem

Aus Oberhessen u. den Hess. Aemtern.

* Marburg, 17. Sept. 1912. Herrn Geheimrat Prof. Dr. Co hen, der Ende September von seinem Amte zurücktritt, wurde der Rote Aolerorden dritter Klasse mit der Schleife, Herrn Prof. Dr. Ost« mann von der medizinischen Fakultät der Rote Adlerordcn vierter Klasse verliehen.

* Kirchhain, 17. Sept. 1912. Die Polizei fahndet eifrig nach dem Lehrling eines hiesigen Geschäfts« manne-, der unter Mitnahme eines Fahrrades das Weite gcsucht bat

* Frankenb-rg, 17. Sept. 1912. Zur Ratio- nal-Flngspende konnten 186 Mk. abgesührt werden, die als Reinertrag von einem eigens zu diesem Zwecke veranstalteten Konzerte des hiesigen Königl. Lehrerseminars übrig geblieben waren.

* Bauerbach, 17. Sept. 1912. Der Verkauf unseres Gemeindeobstes brachte einen Erlös von 3760 Mark.

* Fritzlar, 17. Sept. 1912. Von der mit Rück­sicht auf das ungünstige Erntewetter gegebenen Er» laubnis, auch am Sonntag Erntetuhren machen zu dürfen, hat man hier und in der Umgegend vielfach Gebrauch gemacht und so ist es gestern und an den beiden vorhergehenden regenfreien Tagen gelungen, wenigstens einen großen Teil des Hafers einzu­bringen oder im Felde auf großen Haufen aufzu­setzen. Allerdings trocken war er nicht und aus- gewachsen auch zum Teil, aber er ist doch einiger­maßen dreichreif. Ist das Ernteergebnis auch nicht annähernd so groß, als man zu hoffen berechtigt war, so ist doch noch vieles gerettet worden, was man verloren gab. Auch die Kartoffelernte

«Tie Aermsten", sagte der Doktor, „wochenlang hab« sie in beständiger Angst gelebt. Sie müssen

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' inl i> 1t: Jalö. Jl|.‘sicherem erfolg

Das ist doch wahrhaftig nicht schwer —-..... zu begreifen! —

Ans dem NaKbaraehiete.

* Wltzenhansen, 17. Sept. 1912. In den Tälern der Werra beginnt man schon vereinzelt mit dem Ausmachen der .Kartoffeln, da die Pflanzen schon vollständig abgestorben sind. Die Knollen sind recht schön und auch gesund, die Erträge infolgedessen gut.

* Eschwege, 17. Sept. 1912. Der Verein zur Schiffbarmachung der Werra, der in erster Lmie die Errichtung von Talsperren in den Nebentälern des Werratales anstrebt, um der Werra auch in wasserarmen Zeiten stets gleiche Mengen Wasser zusühren zu können, hat setzt wiederum drei Tal- iperrenprojekte ansarbeiten lassen und ist nun bemüht, daß diese Projekte baldigst zur Ausführung gelangen. Die erste Talsperre, die Haseltalsperre, bei Ellingshausen, soll durch eine 17 Meter hohe Stau- mauer 23 Millionen Kubikmeter Wasser aufspeichern, d e Kosten der Erbauung sind auf 4 Millionen M; veranschlagt. Für die Schönautalsperre oberhalb Schwarza, die sich in das Schönau- und Cmisteial erstreckt, belaufen sih die Baukosten auf 8500000 Mark. Diese Talsperre muß eine Staumauer von 40 Metern Höhe erhallen; dadurch können 23 Millionen Kubikmeter Wasser an gespeichert werden. Die Schlcusetalsperre oberhalb Kloster Veßra bei Themar wird bei einem Kostenaufwand von 6 Millionen Mark etwa 18 Millionen Kubikmeter aussveichern durch eine 12 Meter hohe Staumauer. Zusammen werden also die drei Talsperren 70 Mrllioneu Kubikmeter Wasser au speichern.

* Heringen a. W., 17. Sept. 1912. Hier ist ein Brietträger mit 150 Mmck gefllll' 'et.

" Usingen, 17. Sept. 1912. Auf Veranlassung der Landwirtschaftskantmer sollen im kommenden Winter in zahlreichen Orten des Kreises Molke­rei-Lehrgänge für junge Mädchen abgehalten werden. In den Kursen wird in erster Linie Ge­wicht auf eine zweckmäßigere Verwertung der Milch Geräte aT j/,<tnM,abunp bcr milchwirtschaftlichen

* ©ifutf, 17. Sept. 1912. Eine „feine" f v V e Ul von hrer zu verzeichnen. Zu dem Kon­kurse der Lederhandlung Blick u. Hoffmann berichtet der Konkursverwalter, daß ungefähr 70 000 Mark

„Einmal fürchteten wir schon, der Tiger brach« in den Käufig ein; wir hörten ihn auf dem Dach« herumwirtschaften, und es dauerte so lange, bis Si« wieder feuerten."

„Ja, weil das Weib, als der Tiger heranssprang, sich flach an den Boden warf — gerade auf mein zweites Gewehr. Und als ich sie wegschieben wollte, dachte sie, der Tiger hätte sie schon in den Klauen und zeterte los wie beseffen. Als ich sie endlich mit Gewalt beiseite geschoben hatte, mußte sch mich schleunigst aus den Rücken legen, um nach oben zie­len zu können. 9<a, gnt. Wenn einer von Euch d« Kopf zum Rndmken haben will, möge er es nur gleich sagen; die Eingeborenen sengen ihm sonst di« Barthaare weg. DaS ift so ein Aberalanbe."

Handel ««> Industrie.

* Berlin, 17. Sept. 1912. Da die befürchtet« Diskonterhöhung der Neichsbank nicht ein getreten ist, atmet die Börse auf; sie wähnt sich vor einem neuen glänzenden Zeitabschnitt. Auch heute standen Montau- und Schiffahrtswerte im Vordergrund« des Interesses. Phönixaktien stiegen um zwei Prozent; dir heimischen Anleihe» gewannen ebenfalls etwas. Ultimogelb kostete sieben Prozent. Di« Seehandlung bot Geld vom 20. September bi8 20. Dezember zu fünf Prozent an. Privatdiskont vierdrnachtel Prozent.

Amt Geisa und Umgebung.

* Dermbach, 17. Sept. 1912. Der Termin für die Wahl eines Bürgermeisters ist auf Freitag, 27. September d. Js. festgesetzt worden.

* Dachn, 17. Sept. 1912. Am Montag, den 23. September wird hier ein Kram-, Vieh- und S ch w e i n e m a r k t abgehalten.

* Zella, 17. Sept. 1912. An den Folgen einer Operation starb gestern in Fulda der frühere Bürgermkister Rochus Protzmann im 54. Lebens­jahre. Der Verstorbene hat in unserem Orte längere Zeit das Amt eines Bürgermeisters bekleidet und war hier allgemein beliebt

* Tiefenort, 17. Sept. 1912. Die Fertigstellung der Kanalisation, die von höchster Bedeutung für unseren Ort ist, dürfte in Kürze erfolgen und damit die eubgiltige Abnahme der gesamten Anlage. — Infolge des stetig sich steigernden Verkehrs er­weisen sich die Räumlichkeiten des Postamtes als nnzulängllch, und man beschloß die Errichtung eines neuen Gebäudes. Dieses, in der Karl Simon« straße gelegen, dürfte am 1. Oktober dem Verkehr übergeben werden. — Im Schachte der Gewerkschaft .Dönges" brach der Bergmann Ehr. Weber ans K'.esclbach infolge Umkippens eines Wagens ein Bein.

Schlachten, Abhäutr« und Verscharre» von Milz- brandtodw. ern beschäftigt waren. In der Regel bringen die hn Blute der mil .brandkranken Tiere enthaltenen Bazillen durch verletzte Hautstellen 'ein. Außerdem scheint aber beim Abhauten der Kadaver eine Uebrctragung der Bazillen auch beiunver- letzter Haut stattfinden zu können. Deshalb sind die Verbote der Schlachtung und des Abhäutens mrlzbrandkranker oder der Seuche verdächtiger Tiere schon wegen der für Brensche» bestehenden Ansteckungsgefahr streng zu beachten. Ferner ist beim Transport und beim Verscharren von Milz­brandkadavern die größte Vorsicht anzuwenden.

Personen, die sich mit Milzbrand an gesteckt haben (Auftreten von Anschwellungen an den Händen, Armen und'im Gesichte), müssen sich unverzüg­lich in ärztliche Behandlung begeben. Denn bei rechtzeitig eingeleiteter ärztlicher Behand­lung kann der Milzbrand beim Menschen einen noch günstigen Verlauf nehmen. Die Ettrankung eines Menschen an Milzbrand sowie seder Fall, der den Verdacht dieser Rankheit erweckt, ift gemäß Be­kanntmachung des Reichskanzlers vom 28. Septem­ber 1909, die aus Grund des § Abs. 2 des Reichs­gesetzes, betreffend die Bekämpfung gxmeingefähr- licher Krankheiten, vom 30. Juni" 1900 ergangen ist, unverzüglich der Polizeibehörde anzuzeigen.

Passiva vorhanden sind, denen nur 700 Mk. Aktiva in Gestalt von Außenständen gegenüberstehen. Das geringe Lager im Taxwerte von etwa 400 Mark ist 17 Tage vor dem Konkurse gepfändet worden. Da die im ersten Kläubigertermin persönlich anwesen­den Gläubiger den zur Durchführung des Konkurses erforderlichen Kostendorfchuh nicht zahlen wollten, und da auch, selbst wenn dieses geschehen wäre, irgend eine Quote nicht zu erwarten war, so hat der Konkursverwalter die Aufhebung des Konkurses be­antragt, was vom amtierenden Richter bestätigt wurde. Das Konkursverfahren ist demnach aus Mangel an Masse aufgehoben wyrden. Sämtliche Gläubiger gehen leer aus. Ter Konkursverwalter berichtete, daß die Bücher sehr mangelhaft geführt seien, und daß seit Begründung des Geschäftes, d h. seit dem Jahre 1906, überhaupt keine Bilanzen ge­zogen worden seien. Es find ferner, wie die Fachzei­tung „Häute u. Leder" zeigt, W e ch sr ls ch i e b u n- g c n vorgekommen, wodurch de - Konkursverwalter sich veranlaßt gesehen hat, die Sache der Staatsan­waltschaft zu übergeben. Verschiedene der Gläubiger haben durch eine Reche derartiger Wechselschiebun­gen erhebliche Verluste erlitten.

fällt besser aus, als 'man nach der langen Regent periode erwarten konnte.

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vermischtes.

*♦ Di« Nationalflugspende hat, wie die „Sanbtifc ztg. für beide Mecklenburg" aus bester Quelle zu melden weiß, bisher rund 6150 000 Mark ergeben; damit ist die französische Flugspende, die nur 2 136 708 Mark ergeben hat, etwa um das Dreifach« übertroffen.

* Tas Elend mancher Grotzstadtkindrr, deren Dasein wenig Heller Sonnenschem warmer Men­schenliebe beschieden ist, wurde soeben wieder in zwei Verhandlungen vor der Strafkammer in B e rl in grell beleuchtet. Ein Kohlenarbesterehepaar hatte ihr neunjähriges Kind derart mißhandelt, daß di« Haut dos Aussehen von Baumrinde hatte. Wieder­holt wurde das bedauernswerte Kind an den Haa­ren den Fußboden entlang geschleift, Mann und Fran lösten sich beim Prügeln gegenseitig ab, wenn einem von ihnen der Ann lahm wurde. Das herz- wse Ehepaar kam mit der milden Strafe von j« zwei Monaten Gefängnis davon. Drei Monate Gr- fänguis erhielt ein Sattler, der seinen neunjährigen Sohn berart mit einem dicken Rohrstock mißhandelt hatte, daß das Kind etwa 50 blutunterlaufene Strie­men auf wies. '

— Des Fleischers Sohn. Lehrer: „Wenn Du ein Stück Fleisch in zwei gleiche Teile teilst, waS er« hälft Du?" — Schüler: Hälften." — „Und wenn Du die ebenso teilst?" — „Viertel." — „Und dann?" — „Achtel." — „Dann?" — „Sechzehntel." —< „Und werter?" — „Dann gibt es Gehacktes."

— Rach btt Hochzeit. „Siebe Emma, ich finde, daß unser Frühstückskaffee mit jedem Tage dünner wird." — Mein Gott, Paul, ich glaube. Du machst noch dieselben Ansprüche, cüs ob wir noch verlobt ären."

Zwei oder drei Dturnten lang sahen und hörten sie nichts dann zeigte der Schikari an ihnen vorbei, und da sahen sie richtig den Tiger, der dicht unter . 'hnen Nllgeschllchen fein mußte, ohne daß sie ihn bemerkt hatten, ^etzt war er wieder an seinem ersten Ausgangspunkte. Meder ertönte der Schrei, doch diesmal kqe, klagend. Der Tiger ging jetzt rascher Vor, bog aber noch em mal seitwärts ab — zur Be- frtetoguug der jungen Leute, die schon gefürchtet hat- ten er werde feinen Angriff von einer Seite her zachen, nach der pe nicht feuern konnten, ohne die Insassen des Käfigs zu gefährden. y

SBinon unb Richards saßen mit den Gewehren an der schultet, obgleich sie in der Dunk-lheit alles mir verfchwommen iahen. Atemlos laufchwn sie °.6 * * der Doktor nicht schießen würde. Da! richtig' ein ohb und Knall. Fast zu gleicher Zeit vernah- men sie em Schmerzensgeheul und sahen wie der Tiger hoch m die Luft sprang dann zur Erde rrieher fiel und sich dort mehrmals überschU

„Er ist nicht tot", rief der Sckil^i- . wieder aufsteht, so feuert " $ ’ "toenn er

Mt erhöb et sich und eilte in groß« Svrünaen aUf^’'rVU^$^ittn9cn Leutt drückten"^ Gewehre ab; aber die raschen Bewe-mnaen <r£

^^mDunkeln so schwer zu S%e»en,^ sie gar nicht wußten, ob fu getroffen hatten. Ä I sich erklang von neuem ent lauter Schrei - ganz an. ders, als ine vorherigen langgezogenen Klagerufe, d^wKn horte man ein Geräusch wie Schien uno 'nunein.

„Er reißt den Käsig ein", schrie Richards, wäh- er und Mkson m zitternder Hast ihn Ge- wehre luden. „Wir müssen an Ort und Stelle dem helstntommtk" Aber ehe er feine Absicht auSfuhre» konnte, ertönte abermals ent Schuß, und dann trat lautlose Stille ein. — Nach etlichen Se­kunden ließ sich des Dokwrs Stimme vernchmen:

„Ihr ba, bleibt noch ans eurem vaume! Ich i

[1 Gemei«?«tzliche Belehrung über die Anzeigepflicht bei Brehfencheu. H. Milzbrand, Ranfchbrand, Wild- und Rindkrsruche.

Wenn ein Tier unter EZcheinungen be§ Milz­brandes, Rauschbrandes oder der Wild- und Rin- derseiiche cder unter Erscheinungen, die den Aus­bruch einer dieser Seuchen befürchten lassen, er­krankt, so ist unverzüglich der Polizeibe­hörde Anzeige zu machen, auch sind die kranken und verdächtigen Tiere von Otten, an denen die Gefahr der Ansteckung fremder Tiere besteht, sernzuhrlim. Da. gleich ho- zu geschehen, wenn die Krarckheitsm- fiuab des Milzbrandes, Rousch- brandes oder der Wito und Rinderfeuche oder die Merkmale des Verdachts einer dieser Seuchen b-t einem gefallenen ober getöteten Tiere gefunden wer­den ivergl. §5- 9, 10 des Viehsenckengesetzes). Die­ses Gesetz und die hierzu vom Bundesras erlassenen Ausführungsvorlcbriften schreiben ferner folgendes vor: Tiere, die an Milzbrand, Rauschbrand oder Wild- und Rinderseuche erkrankt cder einer dieser Seuchen verdächtig sind, dürfen nichtgeschlach- t e t werden. Als Schlachtung gilt in diesen Fällen jede Tötung, bei der eine Blutentziehung stattfindet. Heiluersuch ' an Milzbrand-, rausthbrand- oder wild- und rinderseuch Kranken oder einer dieser Seuchen verdächstgen Tieren dürfen nur von Tierärzten vor­genommen werden. Auch die Vornahme blutiger Operationen an solchen Tieren ist nur Tierärzten gestattet und darf erst nach der Absonderung der Tiere stailftnden. Für stuchenkranke oder einer der Seuchen verdächtige Tiere sind tunlichst eigene Wär- ter zu bestellen und besondere Futter- und Tränk- geschirre sowie besondere Stallgerätschaften zu ver­wenden. Zur Wartung milzbrandkranker oder der Seucke verdächttger Tiere dürfen Personen, die Verletzungen an den Händen oder an anderen unbe­deckten Körpetteilen haben, nicht verwendet werden Auch dürfen die Räumlichkeiten, in denen sich solche Tiere befinden, von Mkrfonen mit bloßen Füßen nicht betreten werden. Das Abhäuten der Kadaver gefallener Milzbrand-, rauschbrand- oder tvild- und end) er Dbc t einer bicfei* (tScucfyen be**» dachtiger Tiere ift verboten. Beim Rauschbrand kann das Abyanten mit behördlicher Genehmigung unter bestimmten Bedingungen gestattet werden. Eme Oeffnung der Kadaver darf ohne polizeiliche Erlaubnis nur von Tierärzten oder unter deren «ettung vorgenommen werden. Bis zu ihrer amt- lich anzuordnenden niffchädlichen Befestigiing sind die Kadaver und Kadaverteile dicht zu verdecken und tunlichst unter sicherem Verschlüsse so aufzube­wahren, oaß ihre Berührung durch Tiere oder Mcnichennnd eine anderweittge Berfchleppung von Kra "u>en nach Nlöglichkeit vermieden wird.

Tuich Zmpsnng mit bestimmten Impfstof­fen können Tiere gegen die Erkrankung an Milz­brand und an Rauschbrand geschützt werden. Nach näherer Anordnung der Landesregierung kann die ^mpsung der für Milzbr-and oder Rauschbrand empfänglichen Stere, für die eine besondere Seuchen- 8^ Erliegt, polizeilich arigeordnet werden. Solche ^sMvfungen find vom beamteten Tierarzt auszuftihren. Schutzimpfungen, die nicht auf poli- zeinche Anordnung erfolgen, dürfen nur von Tier­ärzten vorgenommen teerben und sind von diesen alsbald der Polizeibehörde anzuzttaen. Mst an­steckungsfähigen Erregern des Milzbrandes geimpfte Tiere dürren während einer Woche nach der Jntpsung nur mit Polizeilicher Genehmigung aus- gefuhtt ober, abgesehen von Notfällen, geschlackrtet werden.

Ter Milzbrand kann auf den Men­schen durch unvorsichtigen Umgang mit milzbrand- kranken Tieren oder deren Kadavern überlcagen werden. T^efvnders gefährdet sind Personen, die Derletzungei!, und seien sie auch noch so geringfügig, an den Händen oder an anderen unbedeckten Kör- £^t-i * * * *lIe?Jo6c.n tber die mit bloßen Füßen gehen. Alljährlich erkranken zahlreiche Personen an Blilz- braiid nameirtlid) infolge mivm sichtigen Umganges mit ill'ilzbraiidkadavern. Im deutschen Reiche ha­ben sich in den Jahre» 1901 bis 1910 auf diese Weise nach ben Berichten der beamteten Tierärzte Uber 1200 Menschen mit Milzbrand angesteckt, : weift Fleischer und andere Pessone», die beim i

3m Zchutze des Zauberers.

16] EnMchrtnbischer Roman von E. A. Henty.

„Berbammt!" flüstette Richards feinem Gesähr- *e» »; „es ist ja so finster, baß ich ben Käsig kaum »och unterscheiden kann."

„Wir werden uns schon daran gewöhnen", ent« Segnet» Wilson.

r” ~ "ach einer Stunde hatten sich chre Augen so an bte Dunkelheit gewöhnt, daß si- den r£ ’i"0 ^umgebende Buschwerk ganz deut­lich wahrnehmen tonnten. Plötzlich ertönte ein lang« Rogener, lauter Klageschrei, sodaß beide znsammeil-

Jiann das Weib schreien", murmelte Wilson. «,St! machte der Schikatt letfe. — So vergingen einige Stunden, während welcher sich nur von sseit ?u Zeit die Schreie wiederholten, bei denen Wilson jedesmal vor Schreck fast herunterfiel. Nach aber­mals einer Stunde flüsterte er:

»Das Untier kommt ja doch nicht! Ich kann schon gar nicht mehr sitzen auf diesem verwünschten Aste, und die VLugen tun mir von dem Starren weh."

~ biefem Am^nblick berührte der Schikatt feine Schulter und hauchte das Wott „Tiger!" ind-m er ^^"^^esnmmten Punkte hinwies. Dasselbe tat er mit ntuhards.

^^lvehren und blickt-n angestrengt nach der bezeichneten Richtung, konnten aber zunächst nichts entdecke». Mmählich unter” sch'tdnr Instand gerabe auf bet

entgegengesetzten Sette des offenen Raume,- schien noch gestaltlos und unbeweglich. Wieder er* Sct^^beaarnt^irtraX«^^roue geräuschlos

Der Schikatt preßte die Arme der beib£, nm fi? m Absolutem Schweige» pt «rmahue». Sir wagten , kaum zu atmen. ■

I „Nein, meine Freunbe; Ihr habt gefehlt. Abe, I das ist keine Schande. Wie soll man in finstere, Nacht sicher taffen, toenn man kaum ben Laus bei eigenen Gewehres sieht? Nun, ich freue mich, daß dieses gefährliche Tier erlegt ist und kein Unhell mehr anttchten tonn."

„ßin mächtiges Exemplar. Aber das Fell scheint rächt viel teert zu fein; an vielen Stelle» fehlen bU Haare", sagte Wilson.

»DaS ist meist so bei alten Tigern, die haupt­sächlich den Menschen nach stellen, weil sie für Ochsen nnb derartige Beute schon zu schwach find. Vielleicht bekommt ihnen Menschmsleisch nicht; sie haben fast immer die fcäube "

Ans Mrche und

J Rom, 17. Sept. 1912. Der Papst empfing ein Telegramm Kaiser Franz Josephs, das die Freude des Monarchen über das Gelingen des eucharistischen Kongresses, seinen Dank für die Dele­gierung des Kurienkardinals van Stoff um und feine Wünsche für die Erfolge des religiösen Reform­werkes des Papstes ausspricht. — Der Papst dankte dem Kaiser telegraphisch in sehr bewegten Worten und rühmte die Verdienste des Kaiserhauses um den Kongreß und die katholische Religion.

"ZZT1 Daß die Sodener Heilquellen vortrefflich sind, das ß gebe»» Sie doch zu, nicht wahr? Na also! Warum SE? tollen dann Fays Sovener Pastillen, in denen all« U wirksamen Bestandteile der Quellen vollständig ent« halten sind, nicht ähnlich und um der konzentrierten

■J5J1 Form willen nur prompter wirken als die Quellen? «jy Wie die Quellen, so sind auch die Pastillen ein Re- medium gegen alle Affektionen der Luftwege, nur sind sie überall zu baden, bequem zu benützen, und sie versagen in der Tat eigentlich nie. Di« Schachlel kostet dabei nur 85 Psg. Nachahmungen werfe man zurück.

i Es folgte eine kleine Baust — noch ein Schuß . — und der Doktor rief ihnen zu:

»Alles in Ordnung! er ist mausetot. Gebt bei dem Herabklettern auf die Gewehre acht!"

„Nein, was das für ein Mann ist, gleich wieder an uns zu denken, wenn er eben einen Tiger erlegt hat", sagte Wilson. 9 9

Der Schikari stieg zuerst ab und nahm, sobald er unten angelangt war, ihre Gewehre an sich Mit einiger Mühe folgten sie ihm. Vorsichtig näherten sie sich ben Buschen —

«Ist er auch ganz gewiß tot, Doktor?"

«Na natürlich!" denkt Ihr, daß ich das nicht be­urteilen kann? I'tzt ist nichts zu umchen, bis bte Dorfleute mit Fackeln kommen."

Es dauerte auch nicht lange, so tauchte» Lichter in einiger Entfernung auf; der Schikari hatte feines Genossen durch Zuruf ein Zeichen gegeben. Auf­geregt durcheinander sprechend kamen sie herbei, und mit ihnen traten Wilson und Richard« an den Sofia Auf dem Dache desselben lag der Tiger toi« schlch. send. Sie leuchteten ihm in die Augen — er war tot. 9hm rollten sie ihn hinab und lösten die Taue und Nägel, mit denen die Oeffnung im Dach der- sichert war. UeberaH sah man hier die Spuren von de» Klauen des Raubtteres. Als der Doktor wieder im Freien war, sagte er:

«Ich bin froh, daß ich es hinter mir habe; denn sechs Stunden mit einer Frau und einem schreien­den Kinde in einem solchen Kasten zu fitem, ist wahr- sich fein Spaß."

..Sie blähen den Tiger ben die Eingeborenen mit Fluche» und Verwünschungen traktiert«, »u» genauer.

„S3tt viele runden bat er denn?- fragte» die Offnere bat Softer, der die Frage dem Sc^katt m ferne Sprache übersetzte.

«Drei! eine in der Brust, die allem tätlich ge­wesen wäre r- und zwei zwischen den Rippe», n-che dem Herzen."

„Weiter keine?" meinten fit enttäuscht. Der Doktor sah selber nach, W