M 2(5.
eioHtag N- r-ptcmdrr 1912. M. letwewg.
Zeitung
2. Natt.
vk«ck nutz Verlag der Mdaer Setteadnttkerei tx Süll«.
der Milzbrand einen langsameren Verlauf nehme»
Wenn sich die Anschwellungen an den Gliedmaße»
tholizismu? allein unduldsam, ferner: unduldsam
I. Äifttnanv, A<u!ichdrg»d, Wttv- n-d Binders nL<-.
Der Milzbrand ist eine ansteckende, durch
_____- . . . , 1 V , _ — hnv AU-
Ser Milzbrand isl etwe ansteaenoe, duluj w*. vuv.|u uhv jujuuu-ji uiucc re; yaui ^uiuegeiveoe, ’jkusici*
den VlilzbrandbazilluZ verursachte, schnell verlau-. Scheinen wird vielfach eine em-oder doppelseitige fleisch) sind mit blutiger Flüssigkeit getränkt, die - J ° - < - ■ v irttS /mW HTtA nPC? X>fl I ) cä. vrt t i «mS IMflänlAwn ml kftib «** Kn«*
Tie Erscheinungen des Milzbran-
Der Rauschbrand ist in den meisten Fällen durch
„Wahrscheinlich für ein halbes Jahr. Aber es können auch Umstände eintreten, dir schon eher eine Rückkehr hierher ermöglichen. Den Umzug laß Dir weiter keine Sorge machen. Du kannst ein paar Tage bei Hunters wohnen — bis alles in Ordnung ist Eins wenigstens wird Dich fteum: Dr. Wade kommt auch mit."
man außer den bereits geschilderten Kraukheitscr- stbeinungen rasche Abmagerung, fortschreitenden Verfall der Kräfte und zuweilen Kolikschmerzeu; bei
। öwiv-iiKii uuci fiuttei, uiii ädiui gejuut uno ! dann bläulich-rot und etwas größer als unter gewöhnlichen Verhältnissen. Endlich finden sich Blu- tungen in verschiedenen Organen. Das Blut ist, im Gegensätze zum Milzbrand, geronnen.
dem Tode. Dre Haut über den Rauschbrandanschwellungen kann trocken, pcrgamentartig sein. Die Weichteile unter der Haut (Bindegewebe, Muskcl-
subakute Form beobachtet. Die akute Form des Milzbrandes dauert beim Schafe in der Regel nur 1—2 Stunden, häufig noch erheblich kürzere Zeit. Das Pferd erkrankt gewöhnlich an akutem oder subakuiem Milzbrände. Beim Schweine ko,mut außer akutem oder subakutem Milzbrand auch sogenannter lokaler Milzbrand zur Beobachtung, bei dem die Milzbrandansteckung sich auf einzelne Teile (Darm und Gekrösdrüsen) beschränken und auffällige Kranlheitserscheinungen fehlen können. Bei toten milzbrandkranken Tieren findet man folgende Veränderungen, die einzeln oder gleichzeitig nebeneinander bestehen können- blutige Abgänge aus dem After, Schwellung und schwarzrote Färbung de- ganzen oder eines Teiles der Milz, ungeronnene, teeartige Beschaffenheit des Blutes, blaurote Verfärbung eines Abschnitts oder des ganzen Dünndarmes, Schwellung der Gekrösdrüsen und anderer Lhmphdrüsengruppen, Blutungen in den Lymphdrüsen, unter dem Bauch- und Brustfell und namentlich unter dem Herzüberzuge sowie im Herzen, blutig-wässerige Ergießungen an verschiedenen Körperstetten, gallertige Beschaffenheit der um den Eingang in den Kehlkopf oder in der ganzen Umgebung des Kehlkopfes gelegenen Weichteile. Letzteres ist insbesondere bei Schweinen der Fall und nicht selten die einzige in die Augen fallende Veränderung.
Ter R a u s ch b r a n d ist eine ansteckende, durch den 3iauschbrandbazillns verursachte, schnell verlaufende Krankheit des Rindviehs. Hauptsächlich erkranken Rinder im Alter von V4 bis zu vier Jahren Durch Impfung läßt sich die Krankheit auf die Stege und das Schaf übertragen. Ihr Vorkommen beim Pferde ,st noch nicht sicher festgestellt. Der Mensch ,st für den Rauschbrand nicht empfänglich Der Rauschbrand stimmt mit dem Milzbrand darin überein, daß er unter natürlichen Verhältnissen nicht unmittelbar von Tier zu Tier übertragen wird, und daß sei, Vorkommen an bestimmte Oertlichkeiten (Rauschbrauddistriktel gebunden ist. Der Bazillus des Rauschbrandes bildet wie der Bazillus des Milzbrandes Sporen und vermag sich unter ähnlichen Verhältnissen wie dieser im Freien zu erhalten. Die Erkrankung der Rinder erfolgt hauptsächlich auf der Weide. Das einmalige Ueberstehen des Rauschbrandes schützt gegen eine wiederholte Ansteckung.
»« Tiere ohne nachweisbare Ursache plötzlich große Mattigkeit, Benommenheit, MuskelMern, gesträuo- :es Haar, Appetitmangel, fehlendes Wiederkauen, guweilen Leibschmerzen, leichtes Ausblähen und im vetteren Verlauf oft blutigen Durchfall oder blutige llusfluss« aus den natürlichen Körperöffnungen Tch Körperwärme der Tiere ist fieberhaft gesteigert: ha Kühen versiegt die Milch plötzlich. Endlich kann
Amt Geisa und Umgebung.
* Geisa, 16. Sept. 1912. In den Städten deS Großherzogtums beginnen m diesem Jahre fc;e vierzehntägigen Herbstferien in den Schulanstatten am 21. September. Die Ferien dauern ,n den Volksschulen bis zum 7. Oktober und in den höheren Lehranstalten bis zum 8. Oktober. In den ländlichen Gemeinden beginnen die Schulferien erst später, da dort Rücksicht auf die Kartoffelernte zu nehmen ist. Vor Beginn der Herbstfcricn ein alten sämtlich« Schüler auch die Zeugnisse für ihrt Leistungen im ersten Schulhalbjahr.
* Ostheim, 16. Sept. 1912. In der hiesigen Schuhfabrik wurde der Schuhmacher Trabert von der Transmission ersaßt und dreimal mit hrrumgeschleudert. Im Krankenhause in Mcmiugen mußte dem Bedauernswerten, der auch schwere Verletzungen am Kopf« erlitten hat, ein Arm abger.om- men werden.
* Gerstungen, 16.Sept. 1912. BeimZwetschen« pflücken stürzt« ein hier zum Besuch weilender elfjähriger Knabe vom Baum und brach em Handgelenk. Der Jung« mußt« sich in ärztliche Behandlung begeben.
nung hier zu verlassen, wird uns sauer ankommen. Für wie lange sollst Du denn fort?"
Die Haut über starken Anschwellungen kann in der Mitte auffällig kühl' und unempfindlich werden (Brand). Die Rauschbrandanschwellungen treten an den Oberschenkeln, am Halse, an der Schulter, unter der Brust und in der Lenden- und Kreuzbeingegcnd aus. Entweder gleichzeitig mit den Anschwellungen ober schon vor ihrem Auftreten zeigen die Tiere die Erfcheinungen einer schweren Allgemeinerkrankung: Appetitmangel, Aufhören des Wiederkauens und Mattigkeit.
ri ** • fr Xx m on jjvii.jvvuriv wiv» »unyiummn wuuuj iic^iiivu -u>elin hu) uic rill ^Weitungen an ven vyiieumayen
l! IseiNeittsMjlithe UvCc ult£ x,st nach 2 bis 7 Tagen zum Tode fuhren ijub- entwickeln, gehen die Tiere lahm. Die Krankhett
Die 1ÄttICldeoiliAt bet Viehseuchen, akuter Milzbrand«. Bei diesem Verlaufe beobachtet endigt in der Regel nach 24 bis 72 Stunden mit Mt/iH n111:ör ho« FiavaUa .«nf Ai_____• i 2 Ss _ ix. i ___ v op . ..rxt < .
. । ,Tie kleine Garnison war über diesen Zuwachs I das Dach bildeten starke Latten, welche kleine Zwi« aus Cawnpore hocherfreut, und es entspann sich so- schenräume frei ließen. Zuerst wollte sich niemand .. O I TflTT nOY __rill I k . p. v . r A Ä '
! Milzbrandes, vereinzelte Fälle von schlagartigem , ßerk, zuweilen aber stärker mit Blut gefüllt und Verkaufe vor. Auffallenderweife werden vom schlag- k‘ " * artigen Milzbrand hauptsächlich sehr gut genährte Tiere betroffen. Beim Schafe wird am häufigsten der schlagartige Milzbrand, dagegen sehr selten die
Einige Tage nach ihrer Ankunft wurde erzählt, daß der berüchtigte Tiger, der eine Zeit lang sich in einem anderen Teile der Umgegend aufgehalten hatte, wieder znrückgekchrt sei und auch schon zwei Hirten getötet habe.
Der Dottor beschloß sogleich eine Jagd und der» abredete mit Wilson und Richards, die chn begleiten wollten, die Stunde des Aufbruchs. Schon am nächsten Tage ritten sie nach Narkit, Sem Dorfe, :n welchem die getöteten Hirten gewohnt hatten. Diese waren beide fast an derselben Stelle überfallen wor- den, und die Dörfler hatten die Spur des Tigers bis zum Dschungel zurück verfolgen können.
Der Doktor fand, daß in Narkft und anderen nahen Dörfern schon vielfache Versuche gemacht worden waren, den Tigcr zu überlisten: aber immer vergeblich. Alle Fallen und Lockspeisen hatten ihn nicht unschädlich zu machen vermocht.
„Augenscheinlich hat es die Bestie nur auf Menschen abgesehen", sagte der Doktor. ,Fühe und Zie- gen locken sie nicht, — so wird nichts weiter übrig bleiben, als daß ich niich selbst zum Köder hergebe.
„Aber wie wollen Sre das machen, Doktor?"
„Ich baue eine Art Käfig nahe der Stelle, wo der Tiger zweimal aus dem Dschungel gebrochen ist. Dann nehme ich ein Mädchen aus dem Dorf: mtt hinein, und das muß hin und wieder laut schreien. Ta wird die Kanaille Vorkommen, um zu sehen, wer da ist. Stark muß der Käsig sein, sonst will niemand mit mir gehen; und man kann ja auch nicht wisien, ob es mir in der Nacht gleich mit dem ersten Schufte gelingt, den Tiger zu töten."
Di« Dorfleute mußten also einen starken Käfig bauen, acht Fuß im Quadrat und vier Fuß hoch. Dicke Balken wurden zu dem Zweck immer sechs Zoll auseinander in den Boden eingeramml. und
Ausland.
* Wer ist unduldsam? Der protestantische Be- amte Hagunan von der Zeche „Draje Nassau" in Heer len (Holland) wollte zur katholischen Kirche übertreten. Sein freisinniger Direktor Wilh. Wouter Hooreman stellt ihn vor die Wohl: Entweder nicht katholisch ober hinaus. Das holländische Blatt „Nieuwe Limb. Courier" bemerkt dazu: „So ge- scheben in Heerlen 1912. Ich habe mir immer erzählen lassen, der Freisinn fei duldsam, der Ka-
381 Schlitze des Zauberers,
lös Engttsch-indiskper Roman von E. A. Heniy.
Dec Major behielt fürs erfte Recht. Der Rajah jatte Frau Crvmarth und die meisten anderen Damen vom Regiment eingeladen. Nach dem luxuriösen frühstück führte er seine Gäste im Palast umher und wies ihnen alle Kostbarkesten in Haus, Garten und L-tällen. Seine Äusmerksamkeiteu wurden heute ' taktvoll unter alle verteilt, daß Isabella keinen
!nd zum Tadel fand. Auf der Heimfahrt mußte ihrem Onkel zugeben, daß der Rajah die Ma- _ .eien eines vollkommenen Gentlemen habe. „Aber", e rle »lne'ne Ansicht, daß er ein anderer Onfel" Ct toeuien toiU- bleibt dennoch bestehen,
„Nun, gegen die Vorurtelle der Frauen ist nichts zu machen , rief dieser etwas ärgerlich; „es ist des- halo besser, ton lasten das Thema fallen."__
Nach der bewegten Zeit der Rennen ging es in Cawnpore nun um so stiller zu. Es trat eine ge» wisse Reaktion ein; aber an Gesprächsstoff fehlte es trotzdem nicht. Die Gerüchte von den Unruhen innerhalb der Truppen gewannen immer mehr Um- [ang; und wenn auch niemand an irgend eine ernst- ndK Gefahr dachte, so war der Gegenstand doch wichtig genug, um immer wieder verhandelt zu werden, wo sich Leute zusammenfanden.
fende Krankheit. Er kommt bei den Haustieren und beim Wilde (Rot- und Damwild), ferner bei wilden Tieren (Menagericticren) vor und kann von den Tieren Mich aus den Menschen übertragen toerben. Am bäufiqften erkranken am Milzbrand von den
Aus Gberhefsen u. -en Hess. Aemtern.
* Marburg, 16. Sept. 1912. Auch in diesem Jahre wird brr vom Landwirtschaftlichen Kreisver- ein eingerichtete Ob ft Verkaufs -Vermittlungsstelle in Tätigkeit treten und zwar am Mstüvoch, den 18 , am Donnerstag den 19. uub am Samstag, den 21. September, jedesmal vormittags von 10 bis 12 Uhr Da in diesem Jahre in hiesiger Gegend die Aepfel-, Birnen- und Zwetfthen- enrte nichts zu wünschen übrig läßt, dürste jede 'Nachfrage befriedigt werden. — Der Verlauf oes städtischen Obst«S bracht« in diesem Jahre insgesamt 2100 Mark ein, gegen 885 Mark im Vorjahr und 1715 Mark in 1910. Trotz der reichen Apfelernte wurde der Kord gewöhnliche Straßenäpfel mit durchschnittlich 2,50 — 3,00 Mark bezahlt. — Der a. o. Profeflor Dr. meb. Alfred Biel« s ch o w S k y in Leipzig bat einen Ruf an die hiesige Universität als ordentlicher Profeflor und Direktor der Augenklinik an Stelle von Geheimrat Professor L. Bach erhalten und angenommen. Er wird fein neues Lehramt zu Beginn des bevorstehenden Wintersemesters antreten.
A Marburg, 16. Sept. 1912. Zum Urnenfund bei dem Dorfe Kernbach im hiesigen Kreis« wird mitgeteilt, daß eS sich um ein Brandgrab auS dem 4. Jahrhundert vor Christi Geburt handelt. Die bombensörmige Urne ist mit der Hand geformt, sie hat einen Umfang von 40 Zentimeter und ist 12 Zentimeter hoch. Es ist nicht ausgeschlossen.
Deutsches Reich.
** Ter verteuernde Zwischenhandel. Der ,Frank. furter Ztg/ Nr. 254, 3. Blatt, wird von einem Landwirt geschrieben:
Dah bet lange Weg zwischen Landwirt und Verbrauchet: durch Ankäufer, Kommissionär, Großschlächter — jeder will verdienen, und dazu kommen dann noch fünftens die Schlachthofgebühren — tatsächlich das Fleisch sehr verteuert und dringend einer Aenderung bedarf, wird hoffentlich jetzt den maß- gebenden Stellen genügend zur Einsicht kommen und nicht bloß akadeniisch und theoretisch behandelt werden. Folgendes ist doch immer wieder bemerkenswert: Vor emem Jahre sind die Preise der fetten Schweine in den Erzeugungsgebieten so niedrig gewesen, daß die Mast nicht mehr lohnte, da hierfür jetzt vorzugsweise die teure russiiche Gerste verwendet wird. Ferkel waren ganz unverkäuflich, weshalb eine Menge Landwirte in Hannover und Oldenburg, welche vorzugsweise für die ©labte in Rheinland, Westfalen und Heffen-Nassau liefern, entweder die Schweinehaltung ganz aufgaben ober, wesentlich einschränkten. Dieser Zustand hat fast IV» Jahre gedauert — erst im März dieses JahreS fingen die Einkaufspreise bei den Landwirten allmählich an zu steigen, aber von keiner Stadt in Westdeutschland hat man in diesen Vit Iahten gehört, daß die Preise des Schweinefleisches ermäßigt worden mären — wohl ist das in Berlin der Fall gewesen, wo im Kleinverkauf, sowohl bei den Metzgern wie in Markthallen und Warenhäusern frischer Schweinebraten zu 75 und 80 Pfg. lange Zeit zu haben war. Uederall sonst war der Preis 1 Mark. Auch ein anderer Punkt gehört hierher: Dies ist heutzutage fast überall, selbst in kleinen Städten die üblich gewordene luxuriöse und direkt üppige Au Sstattung der Ber. kaufsläoen. Reinlichkeit und Sauberkeit ist gewiß in jedem Lebensmittelgeschäft eine Haupttugend, aber ist diese nur dadurch zu erfüllen, daß sämtliche Wände bis zur Decke mit den fetniten Majolika-Platten belegt sind? Der Berkaufslisch auch aus feinster Majolika hergestetll ist? Und so die Inneneinrichtung eines Metzgerlabens mäßiger Größe gleich viele taufend Mark kostet? Das alles muß doch vom kaufenden Publikum bezahlt werden!
Das sind Dinge, die nicht bestritten werden lönnen, die mau aber schon längst kennt, ohne daß bisher Abhilfe geschaffen wurde." ES ist allerdings zuzugeben, daß es nicht leicht ist, hier beflernd einzugreisen. Ob der Staat den Zwischenhandel überhaupt einschränken kann, ist fraglich. Dagegen müßte das landwirtschaftliche und gewerbliche Ge- nosfenschaftswesen sich allmählich so organisieren, daß der Zwischenhandel auf ein Mindestmaß be« schränkt würde. Daß dies geschieht, daraus könnte auch staatlicherseitS hingearbeitet werden.
fort der ungezwungenste Verkehr. Bon Formalitäten sah man hier gänzlich ab, und so fühlte sich Isabella frei wie ein Vogel. Ihre Vormittage brachte sie oft plaudernd und mit einer Handarbeit beschäftigt bei Hunters, Frau Doolan ober einer dw übrigen Damen, die mtt übergefieMt teuren, zu.
dazu verstehen, mit dem Doktor in diesem Raume die Nacht zuztibringen. Aber endlich ließ sich di« Witwe des einen Getöteten gegen eine Belohnung von fünfundzwanzig Rupien bereit finden, mit ihrem vierjährigen Kinde den unheimlichen Aufenthalt deS Doktors zu teilen.
In der Nahe war mit ein Baum, der sich als Versteck für die anderen Teilnehmer eignete. Die beiden Leutnants sollten sich dort verbergen, und der Doktor gab ihnen folgende Verhaltungsmaßreg-- geln:
,^Wirklich? Tas fft schön, Onkel! Wenn er uns begleitet und Hunters in der Nähe sind, werden wir kaum noch das Gefühl haben, an einem fremden Ort zu fein. Und wann sollen wir fort?"
„Nächsten Montag schon. Ich werde die Leute zum Packen auf Freitag bestellen. Dann können sie samt der Dienerschaft ganz gut Montau früh in Sin- nugghur fein. Wir selbst werden zwei Tage zur I Reise brauchen, können also bei unserer Ankunft dort schon manches eingerichtet finden."
„Und too werden wir unterwegs schlafen o"
»In Zelte», mein Kind. Das wird Dir sehr ge. sEn-, Rumzan reift nut uns und sorgt dafür, daß wir keine Bequemlichkeit vermissen. Tas ftett- Sj“ 1U 9‘- 'höchstes Jahr, in der kühleren wollen wir einmal einen größeren Ausflug ".ft^rfttchlnen, von dem Du bann gewiß ganz ent« Zuckt fern wirst. Bei Euch zu Häufe hat man gar keine Ahnung von der Vollkommenheit ber hiesigen Zett: unb ihrer Emnctflungen — und von den An- nehmlichkettrn, die sie bieten.
»So habe ich wohl nichts weiter zu tun beiter Onkel, als Abschiedsbesuche zu machen?" '
„Nichts weiter, Kind. Dort in jener Schublade wirst Tu Karten von mit finden; die könntest Du nittnehmen unb überall, wo Tu hinkommst eine in ben Kasten an ber Tür stecken." —
V „ a Ä t T *. 3 *M V'UU|U.)UIUHV 1|1 Hl vciv meinen ivanen OUTO)
v" an den lebenden Tieren sind verschieden jr nach das Auftreten von A n s ch w e l l u n a e n aekenn- dem Berlanse ber Krankheit Die Tiere können plötz- zeichnet, bie unter ber Haut liegen, gashaltig sind Uch. k£r Welbr oder während der Ar- i und deshalb beim Darüberstreichen mit den Fingern
beit schwer errfanten und schon nach wenigen Minu- knistern („rauschen"). Die Anschwellungen sind zu- ten wie vom schlage getroffen zugrunde gehen j erst klein und sehr schmerzhaft, breiten sich jedoch ,1 ct; ia garti ger M11 z br and). In anderen j rasch aus und können in wenigen Stunden einen Fallen bauert b^r Milzbrand mehrere Stunden bis starken Umfang erreichen. Die Haut über starken ju einem Tage (akuter Milzbrand) Hierbei zeigen Anschwellungen kann in der Mitte auffällig kühl'
Achtes Kapitel.
^ue unangenehme Nachricht, Jsa- bet »nn e er -ines Morgens von
vier vnm^anbamut Surückkam. „Du weißt, baß fon i„ ^ 9n’entton frer bestimmt finb, bie Garni- Sribte ^^ugghur abzulösen. Ich soll nun mit W“ . General halt es für nötig, daß bei bott’ w9 \etlDa! unsicheren Sage ein Stabsoffizier P es ai-^ 1° -r "ich dazu bestimmt. Mir Die fl£^;cuab?r.,toa§ lugst Du zu diesem Tausch? »ine Garnison dort gegen Cawnpore!" nirftf« großen Stadt mache ich mir gar
S Onkel! Im Gegenteil, ich würde ei “ ’9
Aber der Umzuc rchwerlich fein; unb unser« reizend
Zehn Tage später war bas Truppen-Detache- ment nt Dinnugghur vollständig eingerichtet. Die Soldaten kampierten meist in Zelten, denn feste Quartiere gab es dort nur für eine Compagnie. I Dir beiden Leutnants bewohnten zusammen ein großes Zett, während bie anberen brei Offiziere von den noch vorhandenen drei Bunaalotos Besitz ergriffen. Der Tottor hatte fein eignes Zett.
Schwellung des Halses mit Atemnot unb schnarchen- Gasblasen enthält; oft finben sich in ben Weichteilen dem Atemgeräusch beobachtet. Beränberungen an große Spalten, bie mit Gas unb blutiger Flüssigkeit ber äußeren Haut können fehlen. Anderseits können gefüllt sind. Tas betroffene Muskelfieisch ist schwaez- sich auch Anschwellungen in der Haut (sogenannte i rot unb brüchig. Die Lymphdrüsen, die in ber Milzbrandkarbunkel) entwickeln, die anfänglich heiß Rcchbarfchast der Raufchbrandanfchwellungen ihren
„Daß keiner von Euch feuert, ehe Ihr meinen Schuß gehört habt! Auch dürft Ihr selbst nur dann einen Schuß abgeben, toenn die Bestie ein gutes Stück vom Käfig entfernt ist — sonst schießt Ihr in ber Aufregung mich am Ende tot. Ihr werbet einen eingeborenen Schikari bei Euch im Baume haben, der Euch ben Tiger zeigt; benn Ihr habt nicht halb solche Augen, wie biefe Kerle hier. Drittens bürst Ihr kein Wort reden. — Wenn ber Tiger überhaupt kommt, wirb er wohl einige Male um ben Käfig herumgehen unb Euch babei möglicherweise ziemlich nahe kommen. Aber feuert auf keinen Fall. Denn wenn er nur verwunbet unb nicht getötet wirb, ent* wischt er sicher in das Dschungel, unb alle Mühe ist umsonst. Auch rauchen bürst Ihr nicht etwa — das würbe ber Tiger eine halbe Meile wett riechen."
Spät am Nachmittag nahm ber Doktor ben Bau in Augenschein unb äußerte sich befriedigt darüber. Kiirz vor Beginn der Nacht begab er sich mit ber Witwe unb ihrem Kinde hinein, unb bie Oeffnung im Dache, durch bie sie hatten steigen muffen, würbe bon den Leuten sorgfältig verschlossen. Wilson unb Richards erkletterten den Baum unb setzten sich etwa zwölf Fuß über dem Boden auf zwei Aesten ziemlich dicht neben einander zurecht. Der Schikari, der mit ihnen wachen sollte, hieb mit einer Axt einige Zweige ab, sodaß ein freier Ausblick geschaffen wurde. Si« konnten nun den Käfig mit feiner ganzen Umgebung übersehen. Die Torfleute entfeinten sich unb bie Wacht begann.
(Fortsetzung folgt)
Au§ dem Nachbarqebkie.
* Bad Soden, 16. Sept. 1912. Zum weiteren Ausbau des WasserleitungSnetzes bewilligte bie Gemeindevertretung di e Summe von 40 000 Mark. Die Ausführung der Arbeiten geschieht nach ben Plänen von Baurat Schmick-München.
* Frankfurt a. M., 15. Sept. 1912. Im Srodt- toalb erhängte sich der 72iährige Pfrünbner Delg- mann, ber vor einigen Tagen aus b’m Versorgungs- Haus entlasten worden foar.
♦ Ans dem Taunus, 16. Sept. 1912. Der n e u « S ü ß e, der bisher aus diesjährigen Aepfeln herge- strllt wurde, erfreut sich beim Publikum nicht allzu starken Zuspruchs, da er nicht besonders zuckerreich sei. Es erklärt sich dieser Umstand daraus, daß bie Aepfel wegen des mangelnden Sonnenscheins nicht genug Zucker bilden konnten.
eien dumme, kurzsichtige Menschen. Nun hätte ich chließen muffen: die Katholiken sind dumme, kurz« ichtige Menschen. Aber bas konnte ich nicht. Unb etzt erst recht nicht. Wohl glaube ich noch immer, laß nur dumme, kurzsichtige Menschen unduldsam ind. Aber Frechett und Kurzsichttgkeit gehen doch nicht zusammen' Wer hilft mir, bie Frage lösen?*
Haussieren das Rind und das Schaf, seltener sind ‘ und schmerzhaft, später aber kalt und schmerzlos sind. Sitz haben, sind groß, weich und auf dem Durch-
SäU« beim Pferde, beim Schweine, bei der Ziege und Tas Rind erkrankt in der Regel an akutem Milz- schnitt dunketrot. In der Bauchhöhle, den Brust-
beim Hunde. Die Milzbrandbazillen sind im Blute brande. Außerdem kommen aber beim Rinde, be« fellsäcken und dem Herzbeutel findet sich blutige
ber erkrankten Tiere enthalten. Sie können aus- sonders im Beginne des seuchenartig auftretenben Flüssigkeit. Die Milz ist m ber Regel nicht bergt5=
nahmsteeise von Tier zu Tier durch ben Gebrauch 1 ‘ " rv'"' 1 H
gort Instrumenten, mit benen blutige Operationen oorgenommen würben (z. B. Aberlaßinstrumenten), ferner durch die Aufnahme von Fleisch ober Blut Sschlachtetet ober verendeter Tiere ober auf ähnliche ’ife übertraten toerben. Gewöhnlich erfolgt aber »ie Weiterverbreitung nicht von Tier zu Tier, fon= bent durch Zwischemräger (Futter, Streu ufto.), bie mit den Tauerformen ber Rttlzbranberreger, ben Milzbranbfporen, behaftet finb. Die außerordentlich anberstanbsfähigen Milzbrandsporen können sich im Freien aus Milzbrandbazillen entwickeln, die aus bum Körper lebender oder toter milzbrandkranker Tiere mit blutigen Abgängen nach außen gelangten. Aus biefem Grunde müssen nicht nur bie Kadaver niilzbranbkranker Tiere, sondern auch die blutigen Abgänge sowie Gegenstände, die durch sie beschmutzt wurden, einschließlich des beschmutzten Bodens, mit Sorgfalt unschädlich beseitigt werden. Es gibt ganze Gegenden und einzelne Wiesen und Weiden, wo sich die Milzbranderreger im Boden zu erhalten und zu vermehren vermögen (Milzbranddistrikte, Blilz- brandweiden). Solchen Oertlichkeiten ist gemeinsam, daß sie infolge sumpfiger Beschaffenheit ober häufiger Neberschwemmungen dauernd feucht sind ober einen hohen Grundwasserstand besitzen. Tie Beseitigung der Milzbrandgefahr ist hier durch Entwässerung und durch Bach- oder Flußreguliermig möglich.
Außer durch die blutigen Abgänge milzbrand- kranker Tiere können Milzbranberreger auf Wiesen unb Weiden durch das Abwasser und andere Abgänge aus Gerbereien, in denen sogenannte Wild- häut. verarbeitet werden, und durch Knochen- und Haarbünger verschleppt werden, der aus Ländern ohne geregelte Beterinarpolizei stammt. Untersuchungen haben gezeigt, daß an den genannten Häuten imh an dem Knochen- und Haarbünger ber bezeichneten Herkunft Milzbranbfporen haften können. Durch Futter von Oertlichkeiteu, auf denen sich Milzbranberreger befinben, kann ber Milzbrand übertragen werden. Die Uebertwgung kamt auch ftattfinben, wenn ben bestehenden Vorschriften zuwider Kartoffeln ober Rüben an Stellen eingemietet toerben, an benen Milzbranbkabaver, unb sei es auch vor Jahren, verscharrt wurden, ober wenn Erde, Sand ober Kies von solchen Kabaververscharrungs- Platzen in Ställe, auf Hosräume ober Wege gebracht toerben. Endlich ist der Milzbrand auch schon durch Körnerfrüchte (Hafer), Kler-, Oelkuchcn und andere aus dem Ausland stammende Futtermittel ver- schlchipt worden. Der Milzbrand tritt in einem Bestand entweder tereimelt oder gehäuft (seuchenartig) aus.