Einzelbild herunterladen
 

gesorgt.

handelt.

** Kaiscrmauöver.

Au§ -em Nachbargebiete

um.

* Hünfeld, 13. Sept. 1912. Dem Bürgermeister Johannes .Becker zu WetzloS im Kreise Hünfeld wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.

* Schlitz, 11. Sept. 1912. Die Firma „Schützer Textilwerke", Inhaber Philipp Frank und Oskar Woelm, feierte dieser Tage ihr lOOjähriges

* Gelnhausen, 12. Sept. 1912. Zur Reno­vation des Hexenturms ist seitens des Regie­rungspräsidenten und des Landeshauptmanns in

+ Todesfall. In Würzburg verschied am 9. September d. Js. tm 54. Lebensjahre der Saunt, lehr« Wolfgang Richard Fischer. Mit ihm M nicht nur ein tüchtiger Schulmann, edler Charakters und treuer Sohn der Kirche dahingegangen, sondern, auch ein hervorragender Freund und Kenner des Rhöngrbirges. In seinen Musestunden hat sich Fischer mit viel Talent der Landschaftsmalerei ge- widmet, und die Rhön gerade war eS, die seinem Griffel und Pinsel die entsprechendsten Motive ge- geben hat. Wie sehr « sich zu diesem Bergland hingezogen fühlte, erhellt schon daraus, daß er Heuer zum zweiunddreißigsten Male im lieblichen- Brückenau verweilt hatte. In seinem Bekannten» i kreis« wurde er deshalb auch nur „der Rhön-' malet' genannt.

O Patenterteilung. Laut »Reichsanzeiger- ist dem Ingenieur Ferd. Schneider Hierselbst das deutsche > Reichspatent Nr. 252489 auf einen Quecksilber- kontakt erteilt worden. Durch ein besonderes Ver- fahren ist es dem Erfinder gelun gen, das Queck» filber oxydsrei zu erhalten, trotzdem es bei häufiger Kontaktgebung der freien Luft ausgesetzt ist. Der Kontakt findet Verwendung bei der Funken- telegraphie und dient zur Auslösung von Hochspan, nungsstromkreisen, wie solche namentlich für die hiesige drahtlose Ührenzentrale benutzt werden sollen.

* Bildung von zwei Landwehr-Regimentern. Am 30. September werden im Bereich des 18. Armee­korps 5000 Landwehrleute einer 14tägigen Hebung auffdeni Truppen-Uebungsplatze Griesheim zusammen» gezogrn; aus diesen Mannschaften werden 2 kriegs­starke Landwehrregimenter gebildet, die sowohl Ge- sicht- als Manöver-Uebangen ausführen werden. Eine gleich große Zahl von Landwehrleuten wird das 11. Armeekorps zusammenziehen.

Hk. Die Handelskammer zu Hanau macht darauf aufmerksam, daß die bevorstehenden Wahlen der Vertrauensmänner für die Angestellten-Ver- sicherung die weitestgehendste Aufmerksamkeit der beitragspflichtigen Firmen des Handelskammerbezirks sowie deren versicherungspflichtigen Angestellten ver­dient. Gleichzeitig gibt sie bekannt, daß Dr. H. I. Thissen, Referent bet der Reichsversicherungsanstalt sür Ängestellte in Berlin-Wilmersdorf, am Donners-

^"m«r schloß sich diesen Worten an und legte' ben Abiturienten liebevoll ans Herz, allzeit ihrem'

2Iu$ Uirche unö Schule.

* Weyhers, 13. Sept. 1912. Der Hochwür- digste Herr Bischof hat vom 1. Oktober d. I. ab die durch den Tod erledigte Pfarrei Weyhers dem Pfarrer Dr. theol. et philos. Joseph Flügel in Mitteikalbach kanonisch übertragen.

Kaffel eine Summe von 600 Mark bewilligt worden, die bereits an die hiesige Stadtkasse bezahlt worden ist. Der Hexenlurm ist, wie viele alte Gebäude unserer Siädt, in das Register älterer Baudenk­mäler in Kurhessen eingetragen worden.

§§ Kassel, 12. Sept. 1912. Eine heute abend abgehaltene, überaus zahlreich besuchte öffent­liche Handwerkerversammlung, die vom Jnnungsausschuß einberufen worden war, be­schäftigte sich mit der Fleischteuerung. Die Fleischerinnung hatte ihren Obermeister als Referen­ten gestellt. Obermeister Schnell begründete dte gegenwärtige Ursache der Fleischteuerung nut dem Mangel an schlachtreifem Vieh. In einer Resolu­tion erklärte man sich mit der Einftihr von Gefrier- und Kuhfleisch einverstanden, unterdrückt icdoch nicht die Befürchtung, daß der Verschleiß dieses Geftier- fleisches unter Ausschaltung der Fleischermeister in die Hände der Warenhäuser übergehen würde. Dem solle der Magistrat vorbeugen.

* Darmstadt, 12. Sept. 1912. Ter am Dienstag in der Gersprenz bei Uederau ertrunkene Ulan Jatob Krieg aus Wöl;t,eim, von der 2. Schwadron des 6. Utanenregiments, wurde heute bei der durch die Schwadron unter Führung ihres Rittmeisters und der Gendamerie fortgesetzten Durchsuchung der Ger­sprenz unterhalb der Etzenbahnbrücke bei Weinheim als Leiche a u sg e s u n d e n.

* Darmstadt, 12. Sept. 1912. Auf dem Truppen- Übungsplatz Griesheim ist gestern abend ein Mann der 8. Kompagnie des dort zusammen«

23. Eucharistischer Kongreß.

cpc Wien, 12. Sept. 1912.

Heute hat sich der gestern so trübe Himmel ge­klärt. Ein frischer klarer Herbstmorgen begünstigt die heute beginnenden Sektionsberatungen. In der Frühe schon wurde in vielen Kirchen Wiens der Gottesdienst, dem die Gläubigen zahlreich bei­wohnten, abgehalten. Im Stefansdom zelebrierte der Erzbischof von Westminster, Kardinal B o u r n e, ein feierliches Pontifikalamt, und gleichzeitig feierte der Generalabt der Metiaristen, Erzbischof Dr. Gre­gor von Govrik, in der Kirche „Am Hof" ein Ponti­fikalamt nach armenischem Ritus.

Um 10 Uhr begannen die Sektionsberatungen, in denen die in der gestrigen Programmrede Swo­bodas mitgeteilten Grundgedanken über den Eucha­ristischen Kongreß eingehende Vertiefung und Be­leuchtung erfuhren. In geschichtlicher und dogma­tischer Hinsicht soll diese Aufgabe gelöst werden. Es oll dargelegt werden, daß das allerheiligste Altars­akrament die tiefste und einzigste Quelle des Glau­benslebens, des Glückes und Friedens auf Erden und int Himmel ist. Wenngleich das allerheiligste Altars- äkrament in die Geschichte der Menschheit einge- reten ist, so war es doch der Beginn und die Fülle der segensvollsten Entwickelung.

In der ersten Sektion sprach zunächst der be­kannte Historiker Dr. Kirsch, Unioersitätsprofessor in Freiburg (Schweiz) über den Gedanken, daß das hochheilige Sakrament ein eigenes Entwickelungs- Produkt und nicht aus dem Juden- oder Heiden- tume hervorgegangen sei. Erzbischof Dr. Netz- Hamer (Bukarest) behandelte dann die Geschichte der Aufbewahrung des Allerheiligsten, während Dr. B o e e i a n, Rektor des griechisch-katholisch Semi­nars in Lemberg, eine Anregung gab, wie eine um­fassende Konkordanz des lateinischen und griechischen Ritus zu bearbeiten sei.

In der zweiten Sektion sprach der Sekretär der Jndexkongregation, P. Esser (Dominikaner) über die „Stellung des heiligen Thomas von Aquin zum allerheiligsten Altarssakrament". Ueber das Vater­unser sprach sodann P. B o ck 8. 7. (Sarajewo). Er behandelte ausführlich die einzelnen Bitten des Va­terunsers, insbesondere die Brotbitte, deren euchari-

volkswirtschaftlicher und Soziales.

— Entwickelung bet deutschen Lebensversiche­rung. Trotz mannigfacher Hemmungen hat die deutsche Lebensversicherung sich zu einer blühenden Entwickelung durchgerungen. Die bedeutenden Re­sultate des abgelaufenen Jahres 1911 geben davon ein beredtes Zeugnis. Von den 44 deutschen Le­bensversicherungsgesellschaften (16 Gegenseitigkeits­anstalten, 27 Aktiengesellschaften und 1 Anstalt des Verbandes öffentlicher Lebensversicherungsgesell- chaften „Ostpreußische) wurden in der eigentlichen Lebensversicherung 1,4 Milliarden Mk. neu abgeschlossen, d. h. um 211 Millionen Mark mehr als im Jahre 1910. Der Gesamtbestand an regulären Kapitalversicherungen erhöhte sich von 12,2

f Milliarden Mark Ende 1910 auf 13,1 Milliarden Mark Ende 1911. An Prämien nahmen die Gesell­schaften int abgelaufenen Jahre 1911 ein 524,1 Mil­lionen Mark, an Zinsen und Sonstiges 193,8 Mil­lionen Mark. Der durchschnittliche Zinsertrag der Vermögensbestände belief sich auf 4,0 Proz bis 4,4 Proz. Unter den Ausgaben stehen an erster Stelle die Zahlungen an die Versicherten (durch Tod ober bei Erleben fällige Versicherungssumme, Abgangsent­schädigungen) int Betrage von ca. 292 Millionen Mark. Die Zurückstellungen in die Prämienreserven erforderten 214,4 Millionen Mark. Diese Zurück- : tellungen, die durch Reichsgesetz vorgeschrieben sind, ind notwendig, damit die Gesellschaften mit den päteren Leistungen der Versicherten die übernom­menen Verpflichtungen voll und pünktlich erfüllen können. Für Verwaltungskosten verbrauchten die Gesellschaften int Durchschnitt 10,5 Proz. der Jah­reseinnahmen (int Durchschnitt bei den 16 Gegen- feitigkeitsanstalten 7,6 Proz., bei den 27 Aktien­gesellschaften 12,7 Proz., bei der Verbandsanstalt „Ostpreußische" 50,1 Proz.). An Ueberschuß erzielten alle Gesellschaften zusammen 126,7 Millionen Mk.

Rücksicht auf die frühere Zulassung bet SRitgliebet der deutschen EinMandtage soll«, diejenigen, welche sich gegenwärtig in dies« Laa: befinden, auch weit« «ugelaffen werden. Herr Professor Dr. Philipp Zorn (Sonn), d« Vertreter Deutschlands auf der Haag« Frietzchiskonserenz, wird ein Referat über Internationales Schiedsgericht halten. Die deutsche Reichsregierung bringt der Tätigkeit der Konferenz größtes Jntereffe entgegen, was sie durch Bewilli- gung von jährlich 5000 Mark zu den Ausgaben zu erteilten gegebe.t hat.

--- Unruhen in Ren-Guinea. Nach einet Mel­dung des Bezirksamts Friedrich-Wilhelms-Hafen in Neu-Guinea sind dort Unruhen auSgebrochen. Die Polizeitruppen nahmen die Rädelsführer gefangen und stellten ohne Blutvergießen di« Ruhe wieder h«. Die Meldung ist am 8. September in Jap (West­karolinen) telegraphisch aufgegeben, ist also an- scheinend mit dem am 4. September von Friedrich« Wilhelms-Hafen abgegangenen Dampf« abgesandt worden. — Man wird in d« Annahme nicht fehl- gehen, daß es sich bei den Unruhen wie schon oft um Ueberfälle ausrühretischer Berg» ftämme auf die Küstenbewohner Neu-Guineas

Wales.

Fulda, den 13. September 1912.

** Eine regelmäßige Sitzung der Stadlverordneten- Versammlung findet am Montag, 16. September 1912 abends 71/* Uhr statt mit folgender Tages­ordnung: 1) Mitteilung von Eingängen. 2) Be­willigung der Kosten sür eine Gaswanderausstellung (Weber). 3) Herstellung einer Wasserablaufleitung vom unteren Teich am Kalvarienberg bis zum Schacht an der Bellevue und Bewilligung der Kosten (Fritz). 4) Formelle Zustimmung zu einer Grundstücksoeräußerung (Jestädt). 5) Löschungs­urkunden (Singer). 6) Feststellung der Gaswerks­rechnung sür das Jahr 1910 und Entlastung des Rechnmigssührers (Dr. Schulte). 7) Wahl der Mit­glied« der Elnkommensteuer-Voreinschätzuugs-Kom- miision und deren Stellvertreter (Kapp). 8) Ein-

Oschatz, 12. S.'pt. 1912. Die blaue 5. Armee beabsichtigte heute, den roten nördl. Flügel umfassend, anzugreifen und zu diesem Zweck um 5 Uhr morgens die Linie Schloß Hubertusburg—Deutsch-Luppa— Dahlem zu überschreiten. Rot wollte den Vormarsch fortsetzen und mit feinem starken linken Flügel sei­nerseits die gegenüberstehenden blauen Kräfte an­greifen. Die Front der Gegner, die bisher ein­ander westöstlich gegenüberstanden, dürfte sich also nordsüdlich verschiebe. Blau hat nach ungeheuren Märschen seine Truppen an den Feind gebracht und es scheint, daß die Umfassung von Nor'dwesten und Norden her geglückt ist. Bei Liebschütz nördlich von Oschatz entwickelte sich ein heftiges Gefecht aller Waffengattungen. Das blaue 4. Korps drängte hier das rote Kavalleriekorps und die rote Infante­rie von der 6. Division des 3. Korps nach Süden zurück. Auf dem Liebschützer Berg waren auch der Kaiser und der König von Sachsen längere Zeit an­wesend. Luftschiffe und Flugzeuge sind in Tätigkeit. Das Wett« ist schön. Der Kais« stattete mittags dem König von Sachsen auf dessen Jagdschloß WernSdorf bei Hubertusburg einen Besuch ab. —■ Nm Nachmittag waren der südliche Flügel der roten !weiten und bet blauen fünften Armee, bie beiden ächsischen Korps, das 12. auf der roten und und das 19. auf bet blauen Snte aufeinander geraten und kämpften im Süden des Hubevtusburger Forstes, wo es um 4 Uhr zum Sturmangriff kam.

cpc Wien, 12. Sept. 1912. Die heutige F e ft« Versammlung in der Rotunde, zu der ein un-

stattfand, war von einer großen I verantwortungsvollen Stand« und'der^katknkis^ Zahl Bischöfe, fünf Kardinalen und den Erzherzöqen Kirche Ehre »u macken hur* «riieftunn k.» ct t?! Franz und Eugen Salvator besucht. An den Hl. in christLmÄ«545?'Ä. toS&E? Vater wurde folgendes Telegram'^ gerichtet: Lebenswandel. Sein Hoch Md-Mn.iLLK'.

Zehn Kardmäle, 150 Bijchöfe unö eine ungezählte I Hur eine iröblicke Unterau., * °en . Abiturienten. Menge Priester und Laien, zum Eucharistischen Kon-f fröhliche Unterhaltung war tu jebet Weise

greß unter dem hohen Protektorat- Er. Majenät deS Kaisers Fran, Joseph versammelt, lauschen den Worten deS hl. Vaters und geloben Gehorsam dem in der hl. Eucharistie verborgenen Erlöser. Sie bitten inständig, daß Ew. Heiligkeit noch lange dem kacholischen Volke erhalten und der hl. Vater nicht in die Hände seiner Feinde überliefert werde. Für den erhabenen Proiek- lor und fein kaiserliches Haus, sowie für alle Kongreß­teilnehmer erbitten den päpstlichen Segen.

. . „ . Kardinal van Ross um.

In d« Versammlung sprachen: 1. Statthalterei­rat Dr. Joseph Bugatto (Gradiska): Zur Er­innerung an P. Marco d'Aviano (12. Sept. 1863). 2. Msgr. Joseph Rainer, Generalvikar der Erzdiözese Milwaukee (Amerika): Das Konzil von Trient. 3. Superior P. Karl Anblau Z. J. (Wien): Die hl. Eucharistie und das Haus Habsburg. 4. Dom­prediger Dr. Adolf D o n d e rs (Münster): Das himmlische und das irdische Brot des Arbeiters. Nm I 8 Uhr predigte im Stephansdome Fürstbischof Dr. Michael Napotnik von Lavant: Meßerklärung, 2. Vom Offertorium bis zur Wandlung, Sakra­mentaler Segen,

tag, ben_ 26. September er., 8 Uhr abends im großen Saal des Saalbaues in Frankfurt a. M. einen Vortrag halten wird über »Die Mitwirkung der Versicherten und ihrer Arbeitgeb« bei d« Durchführung des Versicherungs-Gesetzes sür An­gestellte/' Der Vortrag ist öffentlich. Im Anschluß an den Vortrag wird sich Gelegenheit bieten, durch Fragen weitere Aufklärungen Über das Gesetz zu erhalten.

+ Manöver des 11. Armeekorps. Am heutigen Tage haben die Manöver der beiden Divisionen des 11. Korps ihren Anfang genommen. Sie dauern bis zum 17. September. Bei dem einge« tretenen schönen Herbstwetter dürften sie einen inte­ressanten Verlauf nehmen. Das Manöverfeld der 22. Division bildet das Gelände zwischen Hünfeld, Hersfeld, Berka a. d. Werra, Eisenach. Es nehmen daran die gesamten Truppenlörper der 22. Division mit Ausnahme des Dragoner-Regiments Nr. 5 (Hof­geismar), teil, da dieses Regiment an den Divisions- Manövern der 38. Infanterie-Division teilnimmt. | Tas Manöver der 38. Division spielt sich vom 13. bis einschließlich 17. September im Gelände zwischen Gotha und Arnstadt ab. Unter der Leitung des kommandierenden Generals des 11. Armeekorps v. Scheffer»Boyadel werden dann die Korps- Manöver in den Tagen vom 19., 20. und 21. September in dem Gelände zwischen Eisenach-Langen­salza und Gotha stattfinden. Außer den sämtlichen Truppenkörpern des 11. Armeekorps werden auch vier Batterien des Schweren Fußartillerie-Regiments Nr. 3 per Eisenbahn aus dem Standorte Mainz im Manövergelände am 16. September eintreffen. Noch am Abend des 21. September erfolgt per Eisenbahn der Rücktransport der Truppen.

<P Spaßvögel leisten sich feit kurzem allabendlich den .Scherz", die bevorstehende Ankunft eines .Zeppelins" anzukündiaen. Interessant dabei ist zu beobachten, daß sich tn der Tat Leute finden, die erhöhte Punkte, so den Pfarrkirchturm und den Frauenberg «klimmen, um nach dem Luftschiff — natürlich erfolglos — Ausschau zu hallen. Es ist das wenigstens ein gutes Zeichen dafür, daß daS platonische Interesse der Fuldaer für das Luftschiff- fahrtswefen groß ist.

Dsiler M TellnähmL tzemeLL Die Könferen' jtonb sich u. a. befassen mit Vorschlägen über Er­weiterung b« Ziele btt Konferenz und Abänderung btt Bedmgungen bett. Aufnahme ter parlamenta-

chill aufzugeben. Nach den ht England geltenden Regeln kann irgendein Lebewesen mit einer Adresse versehen und durch die Post toerfanbt werden. Miß ClunaS erschien im Postamt von Dundee mit einer Poftpaketadreste um den HalS gebunden, die abge­stempelt wurde, worauf sie gegen Entrichtung einer Spezialgebühr von 25 Pf. von einem Postboten in die Wohnung Mr. Churchills abgeliefert wurde. Der Privatsekretär des Ersten Lords der Admiralität er» Härte jedoch dem Postboten, daß er die Sendung, obwohl sie vom Postamt des Königs abgestempelt sei, im Namen des Ministers ablehnen muffe. Das menschliche Postpaket war durch diese schnöde Be­handlung sichtlich ernüchtert und lief, ohne aus die „Einsprüche" des Postboten zu warten, der es als „unbestellbar" nach dem Amte zurückbringen wollte, schleunigst davon.

*♦ Marokko. General Lyautey verlangt weitete drei Bataillone, um Marrakesch und Umgebung gegen Ueberfälle der noch nicht unterworfenen Stämme zu sichern. — Ueber den Einzug der Kolonne Mangin in Marrakesch wird aus Mazagan ge- meldet: Eine fliegende Kolonne unter dem Obersten Mangin zog am 7. September früh 8 Uhr in die Stadt ein und drang sogleich bis zum Dar el Wachsen vor, wo El Glaui und M'tugie die Ge­fangenen, die bei guter Gesundheit waren, über- gaben. El Hiba gelang es, in Verkleidung zu entkommen. Die Hauptmacht der Kolonne langte am Nachmittag an und lagerte sich im Weichbild von Marrakesch zwei Kilometer von der Stadt auf einer die Umgebung beherrschenden Anhöhe. Die Einwohner waren ihr entgegengezogen, um ihre Unterwerfung an.uzeigen.

** China. In der Nord-Mongolei haben chine­sische Truppen ein schreckliches Gemetzel ungerichtet. Nachdem die Mongolen auf Taonanfu zu mar­schiert sind, haben die Chinesen gaize Dörfer verbrannt und Frauen und Kind« grausam niedergemetzelt. Die Regierung bild-t aus Leuten der Provinzen Anhui und Hupeh Truppen, die gegen die Mongolen marschieren sollen. — Ein Teil der chinesischen Schutz trupp en in dem süd­lichen Vororte meuterte, du der Sold nicht aus­gezahlt wurde. Der Ausstand wurde jedoch unter­drückt. Ein Teil der 20. Division wurde zur Auf­rechterhaltung der Ordnung in die Stadt gelegt.

stische Bedeutung er barlegte. Domprälat Dr. Mül- l e r zu St. Stephan (Wien) verbreitete sich über bie Sorgfalt be§ Priesters um bie hl. Eucharistie; ebenso der Benebiktinerabt Gregor Zeller (Seckau). Ein weiteres Referat befaßte sich mit ber Jngenbseelforge, wobei bie oftmalige Kom­munion ber Jugenb behanbelt würbe. In derselben Sektion sprachen noch Dr. Karl Mayer, Koopera­tor in Wien, Propst Knoche (Magdeburg) und Dr. R i 11 i g (Agram). — Zugleich führte in der Aus­stellung für kirchliche Kunst Erzbischof Dr. Joseph von Bilschewski von Lemberg den geschichtlichen Be­weis der heiligen Eucharistie an der Hand von rö­mischen Katakombenbildern vor. Konservator Dr. Egger (Brixen) sprach sodann über den Altar als das Herz des Kirchenbaues. Durch die vorzüglichen Projektionen wurden die anregenden Vorträge be­lebender und interessanter gestaltet.

Nachmittags wurden die Sektionsberatungen fortgesetzt. Der Musikpädagoge Dr. Mathias (Straßburg) führte die technische Basis der Kirchen­musik vor, während der Redemptoristenpater W e i- mann (Wien) die seelsorgerliche Bedeutung der Meß- und Sakramentslieder behandelte. Ueber Instrumentalmusik beim Gottesdienst sprach Dr. Ri­chard von Kralik (Wien), und Benediktinerpater Horn gab praktische Anregungen über Hebung der Kirchen­musik in Oesterreich. Mit Hilfsorganisationen der Seelsorge beschäftigte sich eine andere Sektion. Uni« versitätsprofessor Dr. Seipel (Salzburg) verbreitete sich hi« über die heilige Eucharistie und das Innen­leben der katholischen Vereine. Außttdem sprachen noch Direktor Dr. Giese (Wien) über die „Vereins­tätigkeit nach außen und Eucharistie" und Gemeinde­rat Dr. Stich über „Druckschriften im Dienste der heiligen Eucharistie".

In der Kirche „Am Hof" sprach zu gleicher Zeit der bekannte Dominikanerpater Dr. Albert M. Weiß (Freiburg) in der akademischen Sektion über die hohe Bedeutung der heiligen Eucharistie für die tndentische Jugend, insbesondtte für die Theologie- beflissenen. „Die heilige Eucharistie als Strahlpunkt katholisch« Erziehungsweisheit" behandelte Uniber» itätsprofestor Dr. Willmann (Lettmeritz), wäh­rend der Weltpriester Rudolf (Wien) über »Theo­logie in der Studentensürforge" sprach.

Wilhelwstraße, das Abtstor, die Kronhosstraße, die Hinterburg und den Horaserweg, hinsichtlich der nach Horas zu führenden Straßen (Adam).

* Ende der Gerichtsserien. Am nächsten Sonn­tag, 15. September, «reichen die Gerichtsferien ihr Ende.

❖ Gewählt wurde zum Sekretär der Mariani- chen Bürger- und Junggesellen-Sodalität Herr Wein­großhändler Ed. Schmitt. Durch die Wahl des bisherigen Sekretärs zum Assistenten war die Er- ;änzung des Vorstandes notwendig geworden, die rtzungsgemäß durch den engeren Vorstand erfolgt ist. Das Diitglieder-Verzeichnis der Sodalität, das 990 Namen nachweift, davon 855 in Fulda woh­nend, ist heute nebst der Gottesdienstordnung ver­ausgabt worden uns wird den Sodalen durch die Konferenz-Vorsteher übermittelt.

L Eine Absthiedsfeier der Abiturienten des Kgl. Lehrerseminars wurde gestern abend im Gesellen­vereinshause gehalten. Die Herren Lehr« der Stadt und Umgegend und andere dem Lehrerstand nahestehenden Personen hatten sich so zahlreich ein« gefunden, daß der große Saal dis auf das letzte i Kätzchen besetzt war. Im Namen der Abiturienten ielt Herr Stark-Momberg die Abschiedsrede. Herr Lehr« Ritzel verband seinen Tank für die Einladung zu diesem frohen Feste mit einem herz­lichen Glückwunsch namens ferner Kollegen für die Erreichung des hohen Zieles. Als Vorsitzender des : Ätholischen Lehrerverems in der Diözese Fulda lud der Redner die angehenden Kollegen zum späteren Eintritt in die katholischen Standesvereine herzlich und dringend ein. Herr Seminar»Oberlehrer

quarticrungsstatut (I. Berichterstatter Singer, II. Berichterstatter Vollmer). In geheimer Sitzung: 9) Erhöhung der Vergütung für den Kreistierarzt für Beaufsichtigung der Schwcinemärkte (Simmir). 10) Käufliche Uebernahme des Militärlazaretts auf die Stadt und Vermietung an den Fiskus (Dux). 11) Fluchtlinienplan üb« den Gemarkuugsteil, t>er begrenzt wird durch den Lichtweg, die Marienstraße, I Woelm, feierte biefi die Straße ,Am Frauenberg", die Leipzigerstraße, f Geschäftsjubitä die Pauluspromenade, die Kastanienallee, die

Ausland.

** Die Schulden ernt 1870/71 machen noch manchen französischen Gemeinden schwere Sorgen. An der lothringischen Grenze gibt eS noch neun französische Gemeinden, welche Schulden au8 dem letzten Kriege abzuzahlen haben. ES wäre schon lange eine Ehren­pflicht deS französischen Staates gewesen, diese Schulden auf sich zu nehmen, weil sie zum Teil auf die deutsch.feindliche Haltung zurückzuführen sind, welche die Bevölkerung im Kriege beobachtet hat. Der Generalrat von Meurthe-et-Moselle hat schon dreimal in den letzten Jahren diesen Wunsch ausgesprochen, einmal sogar auf den Antrag des jetzigen Kolonialministers Lebrun, aber bis jetzt war dies« Wunsch erfolglos. Die bedeutendste dieser neun Gemeinden wird durch das Städtchen Pont-L- Mouffon gebildet, aber hier ist die Lage Verhältnis- mäßig günstig, denn von 158000 Franken Schulden bleiten heute nur noch 7000 übrig, bie in den nächsten Jahren daS Budget der Stadl nicht mehr belasten werden. In großer Verlegenheit befindet sich dagegen Champey, ein Dorf von 184 Einwohnern, bas noch immer 6500 Franken schuldet und dafür noch lange Jahre einen Steuerzuschlag bezahlen muß, wenn der Staat nicht eingreift.

* Besuch Graf BerchtoldS in Italien. Wie das ,ÜBiener Fremdenblattt meldet, wird der österreichisch­ungarische Minister des Aeußeren Gras Berchtold int Oktober nach Italien reisen, um sich dem König Viktor Emanuel vorzustellen und den Minister des A iswärtigen de San Giuliano zu besuchen.

** Ter Krieg um Tripolis. In Tripolis ist der italienische Fliegerhauptmann Moizo nach einet Landung infolge einer Motorpanne von den Türken g« langen genommen worden.

* Neueste Verrücktheit einer Frauenrechtlerin. D e englische Frauenrechtlerin Miß Lina C l un a s, be: ber Zutritt zu Churchills Versammlung im D inbee abgeschlagen worben war, verfiel auf bie I' ee, sich als Postpaket an den Minister Chur- pr wiantiert unb tragen zehn bis fünfzehn, zuweilen auch fünfzig Mann an Borb. Gegen Mai begeben sie sich nach ben Stellen, wo reichlicher Fang zu erwarten ist, unb verweilen dort bis September, wenn bie Temperatur des Meeresgrundes bas Tau­chen unmöglich macht. Sobalb bas Boot befestigt ist, bereitet sich ein Taucher, in den Gegenden ge­wöhnlich ein fast nackter Sklave, vor, um in die Tiefe zu gehen. Er befestigt harte lederne Schilder Über die Fingerspitzen, um diese vor Verletzungen zu schützen, verschlietzt sich die Ohren mit Wachs- Pfropfen und reibt den Körper mit Oel ein, um dem Einfluß des Waffers bester widerstehen zu können, .hängt sich um den Hals einen Korb, in den er die gesammelten Muschän legt, und läßt sich bann, von einem Nein beschwert, in die Tiefe hinab. Mit der Oberfläche bleibt er nur durch einen Kabel, den er Mm die Lenden gelegt hat, in Verbindung. Unten M gekommen, sammelt er in all« Geschwindigkeit was er kann, und wenn er wegen Mangels an Luft nicht länger unten bleiben tarnt, zieht er an tem Kabel, d« ihn toieber in die Höhe bringt. Der Taucher mutz aber unten bleiben, ohne atmen zu Lunar. Je nach der Hebung kann er diesen Zustand tht bis drei Minuten aushalten, und er kann zehn­tes zwölfmal in d« Stunde Wied« untertauchen. Jährlich kommen viele Unfälle bor; die unglücklichen Menschen sind natürlich den Angriffen ber Haie aus- oesetzt, und ost ertrinken sie, ober sie kommen furcht­bar berftümmelt an die Oberfläche zurück. Die Persin und das Pttlmtttter werden sogleich von eu­ropäische« Händlern, die chre Vertreter dort haben, ttngrfauft und nach Europa gebracht. Die besten Perlen geben fast ausschließlich nach Paris. tf