Wasgau,
ihres Einkommens ziehen.
Also gerade
deren Interessenvertretung die
verbunden ist.
Reklame»- nnd Anzeigenteil
Als der Doktor schwieg, ihrem Anliegen Wege» des A
zu« Schmucke der
Arrangements der Blu-
nien heraus.
„Mit Vergnügen, Fräulein Hannah!" rief er. i ist ein Jammer, wie man die armen Dinger
«zer
ihm spreche», £W; abrr er ist
Ass üem klachbargebiete.
-■’«* ssrkb, 10. Sept. 1912. In einem Hanse
Amt Geisa und Umgebung.
--- Geisa, 9. Sept. 1912. Man schreibt uns: Wie die Bedeutung der Titel fich im Laufe der Zeit ändern kann, möge ein Beispiel aus unserer Stadt zeigen. Schon von jeher hatte der erste Lehrer in Geisa den Titel Rektor, was allerdings nicht bedeutet Rektor scholae sondern Rektor chori, zu deutsch: Leiter des Kirchenchors, und der zweite Lehrer wurde allgemein Kantor genannt, was wiederum nicht mit der Schule, sondern mit seinen kirchlichen Funktionen zusammenhängt. Das lateinische Wort cantare heißt hell tönen, spielen, blasen. Kantor ist also ein Mann, der die Orgel hell ertönen läßt, also die Orgel spielt. Wir hatten also in Geisa bereits einen Rektor, lange bevor cs im heutigen schultechnischen Sinne einen Rektor gab. Run wurde aber dem vorigen Herrn Rektor Trabert von der Regierung der Titel Rektor verliehen, somit war er also Rektor chori und Rektor scholae Diese Verleihung des Rektor itels durch die Regierung scheint aber bei manchen die Erinnerung an Die eigentliche Bedeutung des Rektortitels ausgelöscht zu haben. Wir müssen immer im Auge behalten, saß der erste Lehrer an der katholischen Volksschule von alters her den Titel Rektor führt, ohne daß der
Sozialdemokratie sonst immer im Munde fuhrt, sind unsere eigentlichen Biehkirferanten. Was aber tut die Sozaldemokralie? In der unglaublichsten und unbegründetsten Weise betreibt sie fortwährend eine wüste Hetze gegen diese Viehlieferanten. Fortwährend läuft sie Sturm gegen einen angemessenen Schutz, der diesen die Viehproduktiou erst ermöglicht. Das altes aber geniert die Sozialdemokratie durchaus nicht, sich nachher wieder in der dreistesten Weise als die Partei aller kleinen Leute aufzuspir- len Ja die Dreistigkeit geht sogar so weit, daß dieselben Agitatoren nachher auf dem Lande mit der größten Seelenruhe behaupten, die Sozialdemokratie täte den Bauern nichts zuleide und wäre überhaupt die einzige wirklich bauernfreundliche Partei. Die Landlevte aber werden wissen, was sie von diesen heuchlerischen und doppelzüngigen Agitatoren, die sich überall eine andere Maske vorbinden, zu halten haben.
Ans Gberhessen « den Hess. Armier».
A Marburg, 10. Sept. 1912. Mit der Anlage oes »Oberbürgermeister Schüler-Parks", der im sog. Ortenberg-Gelände am Fuße des Kaiser- Wilhelmsturms unterhalb des Hauptbahnhofs zu liegen kommt, soll nunmehr Ernst gemacht werden. Fn einer gestern abgehaltenen Stadtverorbnelen- sitzung wurde beschlossen, zu dem vom verstorbenen Gutsbesitzer Hofmann anläßlich des 70. Geburtstages unseres Alt-Oberbürgermeisters Schüler zu diesem Zwecke kostenlos zur Verfügung gestellten Gelände noch weitere 6000 Quadratmeter hinzu- zukaufen, damit der Parkentwurf des Sachverständigen Baurats Encke aus Köln voll nnd ganz verwirklicht werden kann. Mit der Anlage dieses Parks wird unsere Stadt um eine neue Zierde bereichert. Die Anlage des Parts erfordert ohne diesen Geländeerwerb rund 30000 Mark. — Ferner wurde ein Dringlichkeitsantrag angenommen, daß
dessen Beistand erbitten. Der ist «roß' in solchen „ES ist ein Jammer, wie mau die armen Dir Dingen. Im Kasino muß et bei festlichen Ver- oft sinnlos zusammengepfercht sieht! Ihr aai jÄSTÄZS—uni'äm!° *•**■**» *
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Haudet mit» Jv-rrfirre.
* Berlin, 10. Sept. 1912. Die Börse ist lustlos Die Spekulation ist zurückhaltend, das Angebot reichlicher als die Nachfrage; bei geringen Umsätzen gingen infolgedi sfen die Kurse zurück. Privatdiskont ging auf 3,38 Prozent zurück.
der MaMstrat sich den Maßnahmen anderer Städte tut Bekämpfung der Fleischteuerung anschließt.
ZS Marburg, 10. Sept. 1912. Bei der heute hier abgehobenen Herdst-Pferdemarkl-Lot» terie fielen die Hauptgewinne auf folgende Rum- mern: L 7621, 2. 12865, 3. 14309, 4. 14980, 5. 11316, 6. 12111, 1. 12574, 8. 12235, 9. 13051, 10. 8941, 1L 10 439, 12. 13 641, 13. 4112, 14. 9929, 15. 12258. Auf dem Pferdemarkle waren 160 Pferde, darunter 40 Fohlen, aufgestellt.
A Gladenbach, 10 Sept. 1912. In Wolzhausen wurde das gesamte Gehöft des Landwirts Heinrich Hartmann durch ein Großfeuer eingeäschert.
A Rodheim (Kr. Biedenkopf), 10. Sept. 1912. Der Bergman Steinmüller von hier geriet auf dem Heimwege von der Arbeit auf der Landstraße in der Dunkelheit auf das Geleise dec Biebertalbahn und wurde vom Zuge überfahren. Der Tod trat sofort ein. In diesem Jahre sind auf dieser Bahn, die meist neben der Landstraße herläuft, schon mehrere tödliche Unfälle passiert.
oer Regierung nicht verliehen wird, sondern dem Amt anhaftet. Wir können also in Geisa ohne uns Gewissensbisse machen mit vollem Recht die Ti tt „Rektor* und „Kantor" anwenden.
• Dermbach, 10. Sept. 1912. Postassistent Stück aus Salzungen ist ab heute an das hiesige Postamt versetzt worden.
* Dankmarshausen a. Werra, 10. Sept. 1912. Gestern ertönte in unserem Orte Feueralarm. Auf bisher unaufgeklärte Weise war ein Holzschuppen des Landwirts Keßler in der Herzoafte in Brand geraten. Dank unserer Wasserleitung war es möglich, das verheerende Element auf seinen Herd zu beschränken.
Ja, ja, das tue ich gern. — men selbst taufen?*
Titel verliehen ist, denn den Titel Rektor in der eigentlichen Bedeutung kann keine Regierung verleihen, da er unmittelbar mit dem Amt des Trägers wie ja auch der Titel Kantor von
die „kleinen Leute",
der letzte, den ich mir in Verbindung mit Blumen und buntem Schmuck gedacht hätte."
„Er ist sehr vielseit^, Kind. Er matt ausgezeichnet und hat einen auserlesenen Geschmack. Dir Damen hier find mit einer neuen Toilette erst dann zufrieden, wenn sic auch dem Doktor gefällt."
„Ja, ich erinnere micht jetzt", lachte Isabella, „daß « auf dem Schiffe öfter sarkasttsche Bemerkungen über den Anzug mancher Leute machte, und ich mußte ihm im Grunde immer beistimmen."
Eine Stunde später sprach der Dokwr vor, und der Major sagte zu ihm:
„Wenn Sie doch in den vier Tagen des Rennenz bei uns speisen wollten. Wir etioarten Gäste von auswärts, und da Isabella noch niemand van chnen i kennt, so wird es chr das erste Mal ent wenig schwer fallen, dir Wirtin zu spielen. Da wären Sie die beste Hilfe, weil Sie mit aller Welt bekannt sind. Komme» Sie wenigstens am ersten Tage, Doktor"
„Sehr gern, Maior. Aber Sie müßen erlauben, daß ich Bathurst mitbringe, der dann bei mir logieren wird." »
„Natürlich! Den mag ich zudem sehr gern lei. den."
Am nächsten Morgen kam der Major mit einem offenen Briefe in der Hand z» Isabella:
„Hunter mit seiner Frau und zwei Töchtern werden zu uns kommen. Das wird Dir wohl Un- ruhe machen, mein Kind. Aber da sie auch sonst ledes J-hr hier waren, konnte ich eine Einladung diesmal nicht out unterlaßen."
t . "SeI unbesorgt, Onkel, es geht ganz gut. Die berden.rftaujcnt Hunter wohnen in meinem Zimmer' tch selbst brauche wenig Platz."
„An den betreffenden vier Taaen müssen wir auf em Mittagessen für etwa zwölf Personen ein- gerichtet sein." Hier schaute Isabella etwas ängst- lich barem; aber der Major fuhr fort: „Rumzan wrrd schon für alle« soraen; er hat er ja imme.- aus das beste getan. Auch nimmt man es bei sol- chen Gelegenheiten nicht so genau, wie bei regelrechte Diners. Sorge Dir tmr, daß viel: Blumen
* Aus Waldeck, 10. Sept. 1912. Der Begründer, Verleger und Redakteur der .Waldeckischen Landes- zeitung'(vormals ,Cordacher Zeitung') Buchdruckereibesitzer Wilhelm Bing ist hier nach längerem Leiden im Alter von erst 54 Jahren gestorben. Er wurde unter ungewöhnlich zahlreicher Beteiligung aus Stadt und Land zur letzten Ruhe bestattet.
* Schweinfurt, 10. Sept. 1912. Der Armenhäusler Baumann erhielt gegen Schlaflosig» leit ein Gläschen Morphium verschrieben, wovon er in bestimmten Zeiträumen einige Tropfen nehmen sollte. Um dem liebel gründlich abzuhelfen, trank er das Gläschen auf einmal aus, was zur Folge hatte, daß er überhaupt nicht mehr auf- wach t e.
* Aschaffenburg, 10. Sept. 1912. Erschossen hat sich in Augsburg, wo er seit vierzehn Tagen weilte, der Gastwirt I. Büttner von hier. Er war mit Aktien an einem dortigen Brauereiunternehmen beteiligt und hielt sich vermutlich deswegen in Augsburg auf.
Literarisches.
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Deutscher Reich.
— Ti« Sozialdemokratie «Id Freund des kleine« Cannes. Bei jeder Gelegenheit stellt sich dre > » zialdemokratie als die Partei der kleinen Seute, • Ifflen kleinen Leuten will sie helfen, mogen sie m der Stadt oder auf dem Lande, m der : objc in der Landwirtschaft bLichaftlgi sem. Was es mit hi-'for (Mmfalbrecbctei in -Zbii'Hidjfcit (Ulf sich 9^# ä M, k», w?-d-r -mm-i mit g-nüg-nd-I Setf. S-i! b/d"m di-
teueruna A« den allerscharssten Tonarten sucht drr Sozioldemokratie das Volk gegen den „Fletschwucher der Agrarier" auszuhetzen. Mit dem verhetzenden Schlagwort „Agrarier" sucht die Sozialdemokratie ihren Leuten die Meinung bttzubringen, als wenn die Großgrundbesitzer und Großbauern die eigentlichen Biehlieftranten wären, um nachher desto besser losschlagen zu können. Tiefe Augenverblendung des Volkes verdient einmal gebührend gebrandmarkt zu werden. Tenn es ist hinlänglich bekannt, und auch die sonst in landwirtschaftlichen Dingen so unwissende Sozialdemokratie muß es wissen, daß der bei weitem größte Teil alles Vieh von den Mittlern und Heinern Bauern herangezogen wird. Selbst der Oberbonze der Sozialdemokratie, Karl Kautsky, sah sich in der „Neuen Zeit" seinerzeit (1906=07, 18) zu dem Geständnis gezwungen: „Die Teuerung trifft vor allem sterische Produtte; das sind aber gerade jene, aus denen die kleinen Bauern m der Regel den größten Teil
„Selbstverständlich", sagte der Major, „Sie haben freie Hand."
„Nun, dann zeigen Sie mir noch Ihre Service, wegen der Farben, wissen Sie, — und die Basen, die uns zur Verfügung stehen."
„Kommen Sie nur, bitte, morgen nach dem Frühstück; da können Sie auch gleich ein Wort mit Rumzan und dem Koch reden."
„Abgemacht!" rief der Doktor und verabschiedete sich für heute.
Sechstes Kapitel.
Arn Abend vor dem Rennen sah man das Klub- lokal in Cawnpore gedrängt voll Menschen. Bis elf Uhr hatten die Räume ziemlich leer gestanden, denn bis dahin lvar fast in jedem Bungalow eine kleine Mittagsgesellschaft versammelt gewesen. Aber nach elf füllten sich die Säle mit Gästen, und jeder neue Ankömmling wurde lebhaft begrüßt. Durch das Rufen, Lachen und Eläserttingen hörte man von oben her das Geräusch der Billardkugeln. Dort hielten sich zumeist die jüngeren Leute bei allerhand Spielen auf, während die älteren unten saßen, tranken, rauchten und plauderten. An einem der Tische hier hatten sich auch Dr. Wade und Bathurst niedergelassen.
„Haben Sie nicht Lust zu einer Partie Whist oder Billard, Bathurst?" fragte ersterer.
„Ich spiele keines von beiden. Kartenspiele haben keinen Reiz für mich und Billard kann ich nicht erlernen, so oft ich es auch schon versuchte. Ich bin zu nervös dazu. Selbst die leichtesten Stöße kann ich vor innerer Unruhe nicht ausführen, vielleicht gerade weil ich mir sagen muß, daß bei ihnen rin Mißlingen lächerlich wäre." '
„Sie „machen aber ergentlich keinen nervöse«
„Und doch bin ich eS im höchsten Grade! I» Geschäftsfachen — in moralischer Hinsicht so zul sagen — allerdings gar nicht; aber physisch. WaS gäbe ich nicht darum, wenn ich mich davon defreietz tonnte! Aber eS liegt in meiner Konstitution,"
(Fvrtjrtzunfi folgt.)
„Etwas lehr Angenehmes fft doch hierzulande, daß man immer »--Wetters sicher ist; MM kann ohne ©argen fein hellstes, leichtestes Kleid anziehen.
wird das erste Fest sein, das Sie in Indien mitmachen, -rraulem Hannah?" v
auch viele Eingeborene?"
„O gewiß. Ganz Cawnpore wird maeaew i->i» nnd viele Talukdars itnh ____ .K? i
vermischter.
♦ Kinos nnd „Schundliteratur". Den Kampf gegen die „Schundliteratur" der Kinos haben dir Stuttgarter Kinematographenbesitzer selbst zu übernehmen erklärt. Sie haben sich freiwillig unter hohen Konventionalstrafen verpflichtet, nur Films vorzuführen, di: von der Polizeibehörde München oder Berlin zugelassen seien, und Kindern den Eintritt zu allen Vorstellungen, die nicht „Kindervor- stellüngen" sind zu verweigern. In den Kindervorstellungen sollen ebenfalls nur ^itm», die von der Münchener oder Berstner Polizei für derartige Vorstellungen genehmigt sind, gezeigt werden. Mit der tatsächlichen Durchführung dieser Versyrechun- gen hapert es aber sehr. Aus einem Bericht eines Polizeiamtmanns, der die Kinos besuchte, geht hervor, daß ein Film, der in Berlin vollständig, auch für Erwachsene, verboten wurde, und der die gräßlichsten Szenen enthätt, nicht nur vor Erwachsenen, sondern sogar vor Kindern vorgesührt wurde. „Das Stück hat, wie viele andere in Berlin und München ganz oder bedingt verbotene Films, int August die hiesigen Kinos durchwandert". Bei zwei Stichkontrvllen wurde festgestellt, daß nachmittags in sämtlichen Kim>s der Stadt Kinder unter 16 Jahren waren, insgesamt etwa 400. In einer Reihe von Kinos wurden in Anwesenheit von 2 bis 50 Kindern unter 16 Jahren Stücke gegeben, die in Berlin zenfiiert und mit Kinderverbot (!) belegt sind. In Anwesenheit von Kindern unter 16 Jahren wurden bei der Nachmittagskontrolle in einem der Kinotheater ein Drama, dessen drei Akte in Berlin für Kinder, einer davon selbst für Erwachsene, verboten sind, desgleichen in einem anderen zwei Drameit, beide auch für Erwachsene ganz verboten, ausgesühtt. Die Abendvorstellungen um 7 Uhr mit gleichem Programm wie nachmittags waren in 13 Theatern ebenfalls, wenn auch weniger stark von Kindern unter 16 Jahren, immerhin in der Zahl von 8, 10, 18, 20, 39 und 50 Kindern besucht. Die Zuschrift des Polizeidirektors schließt: „Wenn mit den bei der Vereinbarung ausgemachten Konventionalstrafen von den Kinobesitzern Ernst gemacht würde, so wären heute schon sehr erheblich:, in die Millionen gehende Summen fällig." Nack diestn Feststellungen dürfen die Stuttgarter Kinematographenbesitzer nicht erwarten, daß ihren Versprechungen, Ernst mit der Reinigung ihrer Vorstellungen von allem Schund zu machen, noch Glauben geschenkt werd.
* Der Unrichtige erschossen. In Düsseldorf wurde die Ehefrau Portwig aus Werden an der Ruhr von dem Arbeiter Wirtz auf der Straße erschossen. Wirtz wollte den Schuß auf den Bruder der Frau abgeben. Er traf außerdem einen unbeteiligten Mann, der schwer verletzt wurde. Der Täter wurde verhaftet.
* Trichinöses Schweinefleisch. Gestern wurden im Zollamts in Dortmund sechs aus Amerika geschickte Speckseiten mit Beschlag belegt, da sie große Mengen Trichinen enthielten.
. * Die Klage wegen der zerstörten „Schwaben". Tie Klage, welche die „Tclag" wegen der am 28. ' Juli in Düsseldorf durch Feuer zerstörten „Schwaben" gegen die englischen Versicherungsgesellschaften
3m 5chvtze öe$ Zauberers.
10] Englisch-indischer Roman von E. A. Henty.
„Ich hörte schon vom Doktor, daß Du solche Ideen hegst", sagte der Major lächelnd. „Nun, ich will wünschen, daß Tu recht lange diese Auffassung behatten und, wenn sie doch einmal schwinden sollt:, ■eine redjt gute Wahl treffen mögest."
Es unterlag keinem Zweifel, daß Isabella das Regiment in Ausruhr versetzte. Richards und Wl- Sn, die jüngsten Leutnants, verliebten sich sofort rmaßen in sie, daß die bisherige Freundschaft der becken m wütenden Haß nmschlug. Und unter den Damen war es in erster Reihe Frau Doolan, die sich schwärmerisch an sie anschloß.
Etwa drei Wochen nach Isabellas Einzug in Cawnpore sollten die großen Wettrennen stattfinden Zu diesem berfammelte sich alljährlich die ganze Umgegend, Meilen wett her. Lttcknow, Agra, Alla- habda, und viele kleinere Otte entsandten ihre Teilnehmer, und alle Bungalows waren voll von Gästen.
Mehrere Offiziere des 103. Regiments waren mit ihren Pferden an dem Unternehmen beteiligt Am zweiten Tage des Rennens sollt: ein Ball im Klub arrangiert werden und am ersten Tage ei» großes Gartenfest beim General.
a- NiA* lange zuvor saßen eines Nachmittags Frau ^.oalan und einige ander: Damen plaudernd f gte™611-' QS ""ch Isabella zu ihnen trat. Erstere
reiten verständen. Auch der Rajah von Btthur kommt, eine höchst wichtige Persönlichkeit Er spricht brillant englisch und gibt glänzende Feste. Frau Prothero, ich höre, daß Ihr Mann Aussicht hat, bei dem Rennen mit den Arabern zu gewinnen?" 0 ö
„Ja, Seito hat inniges Jahr den Sieg errungen. Aber settdenr hat Nma Sahib das Pferd erworben, welches letzthin in Poona den Preis davontrug. ES soll eines der besten in ganz Indien sein und wurde von Bombay herübergebracht. Wir hoffen jedoch, daß er es von einem Eingeborenen reiten läßt, und daun wäre für die Unseren keine Gefahr, denn jene Leute sind zu hitzig, um zu siegen."
hoffen wir cs! sonst hatte das Regiment allzu wenig Aussicht, einigen Ruhm zu ernten."
schueidemaschine zu schaffen. Hierbei wurden einem fünffShttaen Knaben zwei Finger nbae Anifti-n.
♦ Hanau, Iss. Sept. 1912. Im Frühjahr dieses Jahres wurde von einer Hanauer Firma bei dem Postamte ein Wertpaket mit über 5000 Mark Gold- wareu nach Südamerika aufgegeben. Die Goldwaren sind aber nicht angekommen, und jetzt hat sich heransg^tellt, daß sie von dem Steuermann Grüneberg am Dampfer in Hamburg gestohlen worden find. Grüneberg ist bereits verhaftet worden und hat dir Tat emgestanden. Die Goldwaren find fast alle wieder zur Stell: geschafft.
* Fischbach t. Taunus, 10. Sept. 1912. Gestern nachmittag führte in Fischbach ein Dienssmäüchen den Hund feinet Herrschaft spazieren. Plötzlich sprang btefer in den Kinderwagen des Schreiners Jak. Schleich« von Fffchbach, riß das ungefähr zwei Jahre alte Kind heraus und zeiflesscile es derartig, daß daS arme Würmchen kurz daraus starb. Dem Dienstmädchen gelang es nicht, den Hund zurückzureißen; zufällig kam ein Fuhrmann ju Hilfe, sonst wäre daS Mädchen von der schrecklichen Bestie ebenfalls noch zerrissen worden. So trug eS nur erhebliche Verletzungen davon
♦ Griesheim b. Darmstadt, 9 Sept. 1912. Der Truppenübungsplatz wird mü Kanattsa- tion und zugleich auch mit einer Wasserleitung versehen. Die Abwässer konimen aus die Rieselfelderanlagen der Gemeinde Ettesheim.
angestrengt hat, soll erst nach dem ersten Oktober eingereicht werden. Das zuständige Gericht beftnoet sich in London. Die „Delag" wird in der Klage etwa 370 000 Mark fordern.
* Den höchsten Butterpreis in ganz Schlesien hat wohl Ratibor erreicht. Dott wurden aus dem letzten Wochenmarkt für das Pfund Landbutter 1,80 Mart verlangt.
* Wegen Belästigung Arbeitswilliger beim Streikpostenftehen erhielt dieser Tage der Maurer P. vom Schöffengericht Sorau in Schlesien e i ne n Monat Gefängnis zudiktiert. Während des Maur.rftreikS in Sorau hatte der Angeklagte zwei arbeitswillige Maurer, die aus Fahrrädern vorüber- fuhren, angehaltcn und bdäftigt.
♦ Forderungen der englischen Blinden. Vorgestern mcirfckfierten die Blinden Londons durch die Straßen nach dem Trafalgar Sguare, wo dann Reden gegen die „Blindheit der Behörden" gehalten wurden, welche die Leiden fc.-r Blinden nicht sehen wollten.' Die blinden Männer, Frauen und Kinder gingen mit verschlungenen Armen, in deren Mitte je em Sehender führte. Natürlich wurde der Zug durch Bcrivandte und Freunde, die das Augenlicht nicht verloren hatten, bedeutend verstärkt. Unter den Rednern waren auch zwei Blinde. Sie for- betten die Errichtung von technischen Schulen für Blinde und deren Beschäftigung in besonders für sie Ungerichteten staatlichen oder städtischen Wetten. Auch machten die Redner geltend, daß die Altersversorgung für Blinde höher fein sollte als für Sehende.
* Ein deutsch« Dampfer in Brand. Der Flensburger Dampfer „Fiducia" war auf der Fahtt von Finnland nach Holland wegen Sturmwetter in der Elbmündung vor Anker gegangen. Dort ist jetzt on Bord Feuer ausgebrochen. Die Spritzen- dampfer, die sich neben die „Fiducia" legten, können jedoch das Feuer nicht löschen, bevor nicht das D:ck des Dampfers anfgebrochcn ist.
* Ein durchgebranntcs Torpedogeschoß. Die Insassen eines Lotsenbootes aus Calais entdeckten vorgestern ungefähr zwei Seemeilen vom Hafen entfernt ein automatisches T«pedogeschoß, das mif sie zuschwamm. Der Lotse fischte mit Hilfe eines Netzes das Geschoß auf und suchte cs an Bord zu hissen. Dadurch bekam es einen Stoß, d« den automatischen Propeller in Tättgkeit versetzte, sodaß das Geschoß wieeinPseildurchdieWellen schoß, das Boot hinter sich herziehend. Glücklicherweise ttß das Seil, an dem das Netz befestigt war und der Torpedo setzte seinen Weg allein fort, sonst wäre das Lotsenboot wohl rettungslos verloren gewesen. Das Geschoß dürfte von einem Unterseeboot während der Manöver verloren worden sein.
Sorge Tu mir, daß viel: Blumen ... _i Tafel vorhanden find. Und wen» Du feine Hebung im Ordnen derselben hast, so rate ick Dir, Dich an bett Doktor zu wenden und
„Ja, es steckt etwas in ihm. Wenn er nur nicht so übermenschlich arbeitete. Die Sprache der Eingeborenen Hal er schon so vollkommen inne, wie di: Kerle selbst, und diese kennt er so genau, daß si- nicht wagen, ihn zu belügen — das höchste - Zeichen von Respekt, daß sie einem Weißen geben können. Diesmal habe ich ihm förmlick mit Gewalt das Versprechen abttngen müssen, sich ein paar Ruhetage zu gönnen und hierher zu kommen."
v “ rückte Isabella mit
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Zeitung
Vrfick is» Verlag der Mdaer Attiertt nullte! in 8nlda.