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gesund, munter und geistig frisch sich ent- ■ wickeln sehen wollen, fo geben Eie ihm Dr. ■ Hammel'« Haematogen. Warnung! Ma» S verlang« ausdrücklich den Namen Vk- Bentinri 8

auf, und nun soll nten \ . gehen. Rur der wirkliche Sch!

Haudek nnb Industrie.

♦♦ Berlin, 29. März 1912. An der heutigen Börse machte die AuswärtSbeivegung Fortschritte im beschleunigten Tempo. Bankenmarkt ruhig bet 0,5 Prozent Preisverbesserungen. Montanwerke zogen bis 2 Prozent an; Elektrizitätswerte stiegen sogar di« 4 Prozent. Schiffahrtsaktien ruhig.

Ami Geisa und Umgebung.

* Bach«, 28. März 1912. Die hiesige Ortsgruppe de« Deutschnationalen HandlungsgehilsenverbandeS

o Liberale Intoleranz.

V„„ parlamcntarisckier Seite wird uns geschrte-

vermischter.

* lieber die Düsseldorfer Städtebau-Ausstellung hat Prinz August Wilhelm von Preußen das Protek-

Au§ Uirche und Zchuie.

* Paderborn, 29. März 1912. Der hochbetagte Weihbttchof Dr. August Gockel ist schwer erkrankt.

♦ Würzburg, 28. März 1912. Bischof Dr. v. Schlör feiert in diesem Jahre sem goldenes Priesterjubiläum. DaS Domkaprtel hat infolge, dessen an den Klerus ein Schreiben gerichtet, die nötigen Sckritt« in die Wege zu leiten, um als bleibendes Denkmal sür dieses Fest m der ganzen Diözese entweder Bonifatius- oder Lubwig-Mttsions- vereine (zur Unterstützung der Diasporagegenden) zu gründen oder neu zu beleben.

4. Blatt.

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wisienSzwang gleichkommt.

♦* 3« Rußland ist eben alle» möglich! Sogar heile Kanonen mit allem Zubehör werden dort gestohlenl AuS der Peter-Paul-Festung in Peters­burg siiid fünf Kanonen nebst zahlreichem, kupsernen Geschützzubehör verschwunden. D-r Chef des Artillerie- depots Schestakow hat die eingehendste Untersuchung angeordnet, die aber bisher ergebnislos verlief. Bei der strengen Bewachung der Festung ist das Bet- chwinden der Geschütze ganz rätselhaft.

sichtig. Mau kann nachher, wenn die Katholrkm ein Mandat fordern, ihnen sagen, „wir können nicht ander» mehr, wir haben unS schon festgelegt! „Konfesiionelle und politische Fragen kommen ja im Provinziallandtag kaum in Betracht , sagen die Duisburger Liberalen, aber sie denken dabei nicht an die seltsame Logik, die sie dabei anwendcn, wenn sie Leute der katholischen Konfession systema. tisch von den Abgeordnetenmandaten aus schalten. Das „liberale Prinzip" hat dre liberale Duisburger Stadwerordnetenmehrheit noch­mals glücklich gerettet. Aber gleichzeitig hat sie da­mit aufs neue wieder den klarsten Beweis für die Wahrheit des bekannten Ausspruchs geliefert „Je liberaler eine Stadwerordnetenversammlung, desto illiberaler ist sie in ihren Handlungen und Beschlüssen".

Aus dem Nachbargebiete.

y Bad Salzschlirf, 29. März 1912. Aus dem Jahresabschluß der hiesigen Orts­krankenkasse entnehmen wir folgendes: Die Einnahmen betrugen 8381,39 ©it, ^ Ausgaben i146,32 Mk., als Bestand verbleiben: 1235,07 Mk. Jem Reservefonds wurden 732,45 Mark L"geschrie- ben, sodaß die Kasse am 31. Dezember 1912 em Vermögen von 7941,44 Mk. besitzt. Die reme Jah­resansgabe der drei letzten. Jahr- betrug 14 614,/0 Mark. Die Zahl der Mitglieder betrug m den Som­mermonaten durchschnittlich 600. Die hiesige Orts­krankenkasse dürfte, fo schreibt man jms, der am 1. Januar 1913 zu gründenden Krels-Landkranken- kasie nicht einverleibt werden können, da ihre Exi- stensfähigkeit gesichert ist und auch die Bestimmun­gen für die Selbstverwaltung nach dem neuen Reichsversicheruugsgesetz bei ihr bezüglich der Mtt- alietarzahl und des Reservefonds erfüllt sind 9 ♦ Burghaun, 28. März 1912. Die m Mergent- heim verstorben« Witwe deS Herrn^ A. Braun- schweiget von hier, die nach dem Tod« ihres Mannes von hwr verzog, hat der israelitischen Gemeinde em Senat oon 500 Mark vermacht.

* Gelnhausen, 29. März 1912. Dem Fabri­kanten Friedrich M aehler dahier wurde der Kgl. Kronenorden 4. Klasse verliehen. m ... ,

» Rotenburg, 29. März 1912. Einem Beschluß de» Magistrats entsprechend, bewilligten die Stadt­verordneten in ihrer letzten Sitzung ^OVOO Mark >ur Errichtung de» Gebäude» und Maschinenhauses ür da» städtische Elektrizitätswerk. Der Bau der Gebäude soll bis znn, Oktober vollendet sein, um den erforderlichen Sirom tm nächsten Winter liefern zu können. _.

c Witzeuhaustu (Werra), 29. März 1912. Die hiesige deutsche Kolonialschule hat gestern ihr diesjähriges Wintersemester beendet. Zur Ent­lassung kamen dreizehn Schüler, von dennr sieben das Diplomzeugnis erhielten. Di« größere Anzahl der Schüler will zunächst erst ihrer mrUtarsschen Dienstpflicht genügen; die übrigen fiedeln so,ort nach unseren Kolonien über.

6 Großburschla (Werra), 29. März 1912. Don den vorgestern hier emgetroffenen polnischen Land­arbeitern deS Gutsbesitzers Kornelius ist heute eine Frau an den schwarzen Pocken erkrankt. Sie wurde dem LandkrankenhauS m Efchwege zuge- führt. Die übrigen Arbeiter erhielte» Schutz­impfungen und wurden isoliert.

♦ Hildesheim, 29. März 1912. Das Reich-gcricht verwarf die Revision des BiehivärterS Esser, der vom Schwurgericht Hildesheim am 12. Februar wegen Mordes und schweren Randes zum Tode verurteilt worden war.

Au§ Gderhesien u. Öen hesi. Aemtern.

♦ Marburg, 29. Atärz 1912. Zu Ehren des lang­jährigen Leiters der katholischen Schule, Herrn Hauptlehrer Born, der, tote gemeldet, mit Schluß dieses Schuljahres seine lange verdienswolle Wirk- ämkeit als Jugendlehre-, und Erzieher an dieser Anstalt einstellt und in den verdienten Ruhestand tritt, sand dort heute eine kleine AbschiedZfeier statt. Anwesend waren u. a. Oberbürgermeister Troje so­wie Mitglieder der Stadtschul-Depntation. Anspra­chen hielten außer ersterem Pfarrer Dr. Weber und der Amtsnachfolger des Hauptlehrers Born, Lehrer Gruß. Oberbürgermeister Troje überreichte dem in den Ruhestand tretenden Schulmann den ihm vom Kaiser verliehenen Kronenorden 4. Klasse.

* Neustadt, 28. März 1912. Heute geriet bei dem Bauunternehmer Aut. Bomschloß ein Teerfaß in Brand, wodurch die Stallräume mit großen Oualmmassen angefüllt wurden Das Faß wurde schnell gelöscht. Die am Platz erschienene Feuerwehr brauchte nicht in Aktion zu treten.

* Fritzlar, 27. März 1912. lieber einen gewal­tigen Andrang zum Lehrerberuf, der bei dem bis vor kurzem vorhandenen Lehrermangel recht ans- sichtsvoll und bei der heutigen besseren Bezahlung auch recht verlockend ist, konnte man im vorigen Jahre berichten, indem sich zur Aufnahme in die hiesige Präparandenanstalt 64 junge Leute meldeten; die Hälfte mußte wegen Platz­mangels zurückgewiesen werden. Die jetzigen toem* «er günstigen Anstellungsaussichten scheinen auch einen Umschwung in dem Streben nach dem Lehrer­beruf hervorgebracht zu hoben. In diesem Jahre haben sich nämlich nur die Hälfte vom letzten Jahre, 32, angemeldet.

entgegen der liberalen Parole.

Nebenbei bemerkt, hoben die Duisburger Rat- haitÄiberalen bisher ein recht eigentümliches Ver­fahren geübt. Bei der letzten Ersatzwahl zum Pro- vinj'.allandtag, dir vor zwei Jahren stattsand, haben sie bereits im Voraus den liberalen Kandidaten für das fünfte Mandat, das erst jetzt geschaffen wurde, nominiert. Von dieser Wahl habe» sie wieder ver­sucht, in einer Vorbesprechung einen liberalen Kan­didaten für d-as 6. Mandat, das demnächst hinzu­kommen wird, festzulegen. Der Zweck ist durch-

,enkrasses Beispiel von Unduldsamkeit hat die 1 liberale Majorität des SiadwerokdnetenkollegmmS ■ S "Duisburg ist eine^derjenigen rheinischen Städte, wo ^r intolerante Rathausliberaltsmu» aut ungeniertesten und brutalsten auftrrtt. Unter den etwa 237 000 Einwohnern der Stadt Duisburg befinden sich mindestens 130 000 Katholiken, diese bilden also eine recht erhebliche Mehrheit. .Leider sind sie infolge des öffentlichen und des Klassen­wahlrechts nicht ihrer Stärke entsprechend m der Kommunalvertretung vertreten. Der bltaralwmus suchte stets die Katholiken von den stadtrschen Aem- tent zurückzudrängen. Bis zum 1. Januar 190 waren unter 66 Stadtverordneten nur ganze s u n f katholisch. Im Herbst 1907 gelang es, m der dritten Abteilung noch ewige Mandate zu erobern, auch 1909 war in einem Verort em kleiner Zuw achs hinzugekommen. Im vorigen Herbst Wurde von liberaler Seite ein Kompromiß angeboten das von der Zentt umsPartei angenommen wurde. Hter- durch erhielten die Katholiken erneu wetteren Zu­wachs von 3 Mandaten, soday letzt von den 66 Stadwerordneten im ganzen 14 katholisch sind. L soll damit aber nicht gesagt sem, daß alle 14 ohne Ausnahme etwa waschechte Zentrumsleute seren, das kommt hier nicht in Betracht. Für das rm vo­rigen Herbst von liberaler Seite gemachte Ko mpro- mißangebot war Wohl die nackte und kalt berechnete Tatsache maßgebend, daß die Reichstagsw ah- 1 e n dicht bevorstanden. Im Herbst 1909 hatten die Liberalen die dritte Abteilung nur mit sozial­demokratischer Hilfe halten können. Diesmal hingen ihnen die Trauben zu hoch oder sie waren ihnen zu sauer, denn sie mußten gegen die Sozialdemokraten ihre Hauptstoßkrast wenden, um das 1907 verlorene Reichstagsmandat von diesen zurück zu gewinnen. Dazu war die H i l s e d e s Z e n t r u m s notwen­dig, deshalb auch jenes Kompromißangebot an dre Leitung der Duisburger Zentrumspartei.

Als das Rkichstagsmandat mit Zentrums- Hilfe glänzend zurückerobert war, versprach der liberale Führer Dr. Liebreich, dies solle den Zentrumsleuten nicht vergessen werden. Eine Ge­legenheit, Gerechtigkeitsgesühl und Toleranz zu zet- gen, war nun am 26. März den Duisburger Libe­ralen gegeben. Es sand eine Neuwahl zum Pro» vinziallandtag statt. Die überwiegend ka- tholische Stadt Duisburg hatte bisher vier Pnwrn- ziallandtaasabacordnete, darunter war kein Ka­tholik. "Maßgebend sür die Wählbarkeit war aber der Duisburger Rathausmehrheit stets die Zrrge- hörigseit zur liberalen Partei und nichtkatholisches Glaubensbekenntnis. Auf Gruno der gestiegenen Einwohiierzahl wurde diesmal noch ein s an ft c r Abgeordneter für den Provinziallandtag gewählt.

Tie katholischen Stadwerordneten waren sich darin einig, daß man die vier ausscheidenden Herren wieder wühlen lvolle, aber als neu zu wählenden solle man an fünfter Stelle doch endlich ernmak dre Mehrheit der städtischen Bevölkeriing, die K a t h o - Itfeit berücksichtigen und einen Herrn die­ser Konfessio« zum Abgeordneten Wahlen Sie chluqen einen Herrn vor, der sich ziemlich allgemei­ner Beliebtheit erfreut, nie parteipolitisch hervorge- trete>i ist, aus kommunalpolitischem Gebiete über eingehende Kenntnisse verfügt, den akademischen Ständen angehört und em katholisches Glaubensbe­kenntnis hat. Tas letztere reichte hm, um ihn s a 1 - len zu lassen. Bon 53 abgegebenen Stimmen entfielen 35 auf einen protestantischen und liberalen Kommerzienrat, zwei zersplitterten sich und 16 be­kam der Katholik. Außer den aiiwesenden kacho- lischen haben nur drei protestantische Stadtverordnete den Katholiken gewählt,

— Eine Wettfahrt zwischen Auto und Blitzzug. Im letzten Winter waren auch die amerikanischen Flüsse und Ströme fest zugefroren. Dies benutzte der amerikanische Sportsmann FrÄ» König zum Auslrag einer Wette, die er mit dem Direktor der Eisenbahngeseüschaft „Towentieh Ceuturh" abge- Keu hatte. Er hatte sich erboten, die schnellste

tottve mst seinem Automobil zu schlagen. Uttb stoat wollte er als Fahrstraße die glatte feste Eis- tafle des Hudson benutzen, an dessen Rande, zwischen Neuvork und Tarrhtown, die Gleise der „Twentieth Century" liegen. Zur verabredeten Zeit standen die beiden Kontrahenten bereit. Auf dem Lande qualmte eine Riesenmaschine neuesten Modells. Und auf dem Eise hirtalte König fernen Motor an. Un­ter tau Klängen der amerikauiscksen Nationalhymne ging der Wettlauf auf Leben und Tod los. An­fangs schienen sich Automobil itnb Lokomotive nutzt von einander lösen zu können. Kein« gewann dem andern auch nur einen Fuß breit ab. _ Aber dann schob sich daS Automobil langsam vorwärts, die Lo­komotive wurde, ttotztam ihre Kessel zu springen drohten, überholt, der Zwil-tauraum tourta großer und größer und aus der Endstatstm Tarrhtown mußte sich tat Eisenbahndirektor, um 100 Meter geschlagen, MM Berlust der Wette belenuen. Das Automobil hatte dank dem glatten Eise über den Blitzzug' ge­siegt- th

— Die Ananas, die delikateste Frucht der Jetzt- E stammt ursprünglich aus Brasilien, von wo

nach Ostindien, nm» Jahr 1700 nach Holland, er nach England und Deutschland eingesührt Wurde. In Europa wird jetzt bte Ananas in ta* sonderen Treibhäusern, deren Temperatur nie unter §0 Grad Reaumur sinken darf gezücht«, wa» jedoch

torat übernommen.

♦ Ein Drama aus der Bogelwelt. Inmitten bewohnter .Häuser und viel begangener Wege liegt in Jülich im Rheinland ein kleiner Teich, auf dem die Stadt außer sonstigem Wassergeflügel zur Freude der Spaziergänger zwei Schwäne hall. Vor einigen Tagen um die Mittagszeit sahen Spa­ziergänger, wie ein größerer, mövenartiger Bogel über dem Blasser kreiste und auf einen der Schwäne nietarstieß. Er setzte sich auf ihn und zerhackte ihm trotz heftiger Gegenwehr den Kops, sodaß der große Schwan Unter den Schnabelhieben des viel kleineren Gegners v er e nd e t e. Der fremd« Bogel wäre wohl nunmehr auch dem zweiten Schwan verderblich ge­worden, wenn ihn nicht ein herbeigeholter Jäger durch ehren glücklichen Schuß zur Strecke gebracht hätte. Es war eine Raubseefchwalbe, auch Wimmermöve ober Krerschmöve genannt, ein mö­venartiger Bogel von 52 Zentimeter Länge und 130 Zentimeter Breite. Die Seeschwaltan kehren unt diese Zeit von ihrenr afrikanischen Winteraufenthalt zu den dänischen und schwedischen Küsten und nach Sylt, wo sie nisten, zurück, wobei sich bisweilen einer dieser Vögel ins Binnenland verirrt. Die kampflustigen, vorttefflich fliegenden Bögel nähren sich hauptsächlich voir Fischen, jagen aber auch auf Strand- und Wasservögel. Trotzdent dürfte es un­gemein selten sein, daß eine Seeschwalbe auf einem kleinen, von Wohnhäusern umgebenen Teich im Bm- nenlanta angesichts vieler Zuschauer einen starken Schwan tötet, der mehr tote einmal attackierende Hunde in die Flucht getrieben hat.

* I« «Her von 113 Jahren ist im Dorfe Reisko in Posen vor einigen Tage« der Aus­züger Franz Grobelny gestorben. Das Atter ist durch staatliche Urkunden genau belegt. Grobelny war zweifellos der älteste Einwohner der Provinz Posen und bis zum Tode gesund und rüstig.

* Schwäbisches Eisenbahn-Idyll. Als dieser Tage in T ü r k h e i m im bayerischen Schwaben der Früh­zug nach Wörishosen abdampfen wollte, kam noch im letzten Augenblick atemlos ein Fahrgast gelaufen. Er war nur mit Hosen, Hemd und Strümpfen be­kleidet. Die Schuhe trug er in den Händen und die übrige Gewandung aus dem Arm. In Hast be- fticg er den Zug, um dann, froh des erreichten An­schlusses und unbekümmett um das Gelächter tat Mitreisenden, seine etwas dürftige Toilette in Gs- mittsruhe zu vollenden.

im Frühjahr die liebe Sonne doch ganz von selbst zum Frühaufstehen. Ob man der Lockung solgt, ist freilich eine entart Frage. Biele sind wahrend tat kalten Jahreszeit die 8angfd)läferet so gewohnt qetoortan, daß sie sich nur mit einem bestimmten Maß von Energie von den Fesseln dieser Gewohn­heit wieder befreien können. Das ist natnrttch tarn liebel, denn der Mensch soll sich jederzett beherrschen können. Hat man genug geschlafen, so wacht man frischweg an fern Tagewerk acum. w. .......che Schlaf ist gesund, das

bloße Jmtattliegen aber nicht, sofern man ntcht gerade krank oder kränklich sst. Ausschlafen muß der Mensch auf alle Fälle; reichts aber am Morgen nicht zu, dann gehe et des Abend» zeitiger schlafen. Im übrigen haben die Gelehrten nachgetmefen, day man im Sommer weniger Schlaf braucht als nn Winter. Man zwinge sich also, täglich zehn Mmu- ten früher aufzustehen, als am vorhergehenden Tag«, denn gewaltsam soll man die Angewohnheit ja auch nicht vertreiben, d. h. man soll nicht plotzttch um 4 oder 5 Uhr aufftehen, wenn man e» bisher jtoei Stunden später tat. Das Frübausstehen allem ist aber nicht genügend, man muß die gewonnene Zett auch vorteilhaft verwenden, ganz besonders zu einem Spaziergang. In früher Morgenfttmta sieht dre Natur ganz anders aus als am Tage. Man fühlt die würzige Frisch« tat Morgenlust, ba$u ist der Geist munter und froh, der Arm kräftig und ar- taitsfreudig, das Gemüt volltasriedigt, tat Lebens­genuß ein tieferer. Daß Morgenstunde Gold im Munde hat, weiß jeder; aber wie wenige wenden biete uralte Weisheit praktisch an! Man versuche es einmal, recht früh am MorEi hinaus in Feld und Wald zu gehen, und mau wird entzückt sem über die unendliche Schönheit der Gottesnatur ge­rade in diesen Stunden! »k

— Tas Richtig« getroffen. V.: -Ach, getan Sw mir mst Ihrer Ansicht Über daS Rauchern Ich hatte e» für ein Laster und rauche schon seit Jahren nicht mehr!' — B. : „So langt find Sie schon xxx.

fleischiger, bis 5 Zentimeter dicker und bis 60 Zen­timeter hoher blaßgrüner Stengel hervorkommt, an welchem ziemlich oben einige Blätter stehen. Gleich darüber zeigt sich tat Stengel zunächst angeschwollen und schraubenförmig mit zahlreichen kleinen Knöll­chen versehen. AuS jedem Knöllchen wächst ein Blüt- chen, dessen blutroter Kelch dreieckig, einblätterig, steif und an tat Spitze in drei Zacken geteilt ist. Ttte Blüte selbst ist blau, etwas langer als bet Kelch, fleischig, gerade und innen im Grunde mft einem Honiggefäß berschen. Aus diesem entwickelt sich eine Beere, und alle Beeren wachsen später zu etuer gemeinsamen, tannenzapfenartig aussehentan Frucht zusammen. Jche Wurzel treibt nur einen Stengel und stirbt dann ab; allein rund um sie herum kom­men au» cht Schößlinge hervor, woraus die nächst­jährigen Pflanzen entstehen, die wieder nur je eine Frucht hervorbtingen. Es gibt gegen 50 verschie­dene Sorten der Ananasfrucht. hf

— Hochzeitsreisen im Unterseeboot. Nach bet Heirat im Aeroplan kommt die Hochzeitsreffe im Unterseeboot als neueste Neuigkeft. Oberst Free- ming, em reichet Amerikaner, tat soeben Miß Edith Glover geheiratet hat, eine nicht minder reiche Ame­rikanerin, hat sich ein Unterseeboot bauen lassen, um feine Flitterwochen in den Tiefen des Stoßen Ozean» zu verbringen. Dieses Schiff, da» „MystertonS" (Geheimnisvoll) getauft worden ist,.kann 15 Men­schen aufnehmen, den Eigentümer und ferne Gattin, sechs Freunde und sechs Diener. Die Wohnräume bestehen au» einem Schlafzimmer, Eßsaal, Salon, Rauchsalon, Bibliothek und Badezimmer, weitere« drei Zimmern für Bekannte mit Badezimmern und drei Zimmer für den Arzt, den Kapitän und den Äeuermaml. Amerikanische Zeitungen, die das Schiff beschreiben, betraten, daß es 4 800 000 Mark kostet, daß e» Fenster besitzt, die erlauben, den Mee­resgrund zu beobachten, und elektrffche Scheinwerfer, um ihn zu erleuchten. th

. — Dm Frühaufstehen. Die Tage find nun wieder länger geworden, und wenn man im Winter auch gern möglichit Iona« im Bette blieb, so lockt

"k«-bkommt. fahren einzurichten. In tat Eingabe ist darauf

! angewiesen, daß die steigende Anteilnahme der Alad- chen an fast allen Erwerbsgebieten eine gründliche hauswirtschaftttche Unterweisung aus Gründen der Bolkstoohlfahrt dringend erforderlich mache.

* Dermbach, 29. März 1912. Da in letzter Zett in der Geisaet Straße (sog. Hohle) in Derm­bach nur durch Glücksumstände Unglücksfalle durch chnelles Abwärtsfahre.l von Geschirren verhütet worden sind, ist seitens tat Behörde an der Schloß mauet eine Tafel mit tat Aufschrift „Langsa m atzten" angebracht worden.

* Tiefenort, 29. März 1912. Wir berichteten kürzlich über einen Unfall des Maurermeisters Schanz, dem ein Sandkörnchen ins Auge gesprungen wat Man hatte in der Klinik zu Meiningen immer noch Hoffnung, das verletzte Auge zu erhalten. In- des wat dies doch nicht möglich. Das Auge nuitzte

Ausland. <

* Di« Veräußerung tat Kirchengüiet in Portu- ' gal. Eine Gesellschaft englischer Kunsthändler ver- bautalt mit der portugiesischen Regierung wegen der , Erwerbung einer großen Anzahl von kirchlichen Kuustwetken, die durch da» Trennungsgesetz, d. h. durch gewaltsame Wegnahme, in den Besitz des Staates übergegangen sind. Es handelt sich um Gemälde und Statuen von hohem Werte, aber auch um goldene und silberne Gefäße für den Kultus. Seitens einer Gruppe kolonialer Deputierter, die sich immer deutlicher als die Vertreter konservativer und religiöser Interessen erweisen, wird ein Antrag ge­stellt werden, die „Ausfuhr" der Kunstwerke nach England zu verhindern. Die schwindsüchtige Staats­kasse muß sich dann allerdings nach anderen Ein­nahmen umsehen.

** Der Raub an tat Kindesseele. Bekanntlich bildet die Einführung der sogen. Laienschule bei vollständiger Nnterdrückung des Religionsunterrich­tes einen toesentlichen Bestandteil im Schulpro- Sramm bet kircheuseindlicheu Verwaltung der Stadt t o m. Nach der letzten Zählung find über 60 000 Kinder schulpflichtig in Rom. Von diesen können aber aus Mangel an geeigneten Schulräumen nut 30000 bis 35000 zum Unterricht zugelassen wer­den: der große übrige Teil der Jugend würde ohne jede Erziehung bleiben, wenn die Kinder nicht in freien, katholischen Schulen Ausnahme fänden. Der liberale und kirchenfeindliche Stadtrat Professor Orano hat selbst in öffentlicher Sitzung erklärt, die Kommunalverwaltung müsse den Katho­liken Roms für ihre ergänzende Hilfe dank­bar sein, da ohne biefelta mehr als 20000 Kinder ohne jeden Unterricht auf» wüchsen. Nm alle die Schulpflichtigen unterzu- briitgen, müßten weitere 20 Schulgebäude in tat Stadt selbst und 40 tm Umkreise Roms errichtet werden, was einem Kostenaufwand von 40 Millio­nen gleichkärne. Wie man sieht, so bemerkt hierzu die „Köln. BoUsztg.", handelt es sich hier um eine sehr wichtiae Frage, hauptsächlich wenn man in Betracht zieht, daß heute die große Mehrheit, mor­gen die Gesanttheit von einer Kommunalverwaltung abhängig sind, die von einem Freimaurer und kir- chcnfetnblichen Beigeordneten geleitet und aus Stadträten zusammengesetzt fft, welche alle auf da, Prinzip der Laienschme geeicht sind. Gelegentliö der Debatte über das Schulbudgct griff sogar der kirchenfemdliche Professor Orano den Sindaeo Na­than an, indem et ihn beschuldigte, in den Schulen den Theismus tat italienischen Revolutionäre ein- führen zu wollen. Wenn einmal ein Gott in der Schule vorhanden sein soll — sagte der Stadtrat — so soll es nicht tat Mazziuis ober Garibaldis sein, ontarn tat des Heiligen Thomas von Aquin, bet nur allein vom römischen Volke verstanden wird. So lauteten die Worte des kirchenfeindttchen Profes­sors. Orano beschitttzigte auch die Freunde der Laienschule, den Religionsunterricht abgeschafft zu haben, ohne etwas Passendes an dessen Stelle ju setze». So wat wenigstens Orano aufrichtig, wäh­rend Nathan und tat für da» Unterrichtswesen ein- ee Beigeordnete Canti sich grotesk benahmen.

neftere leugnete einfach, in den Elementarschu­len Roms den Gott Maonis einführen zu wollen; nach seiner Meinung müsse die Schule nicht gerade ‘ atheistisch sein, sie müsse sich einfach von jedem bog« malischen Zwang fernhalten. Also um dies in die Tat umzusetzen, hatte dos katholische Kind in Rom