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4. Blatt.
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Die Klan und ihre Folge.
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e von Jos. Hr. Berlenbach-
der Messe wie üblich
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wartete auf sein Mädchen.
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— Die GksamtqaSerznrgmq M städtische« GaS« wtrfe? ja Fulda betrug, wie ro t dem Jahresbericht der Handelskammer entnehmen, im Berichtsjahr« 1910/11 — 1399350 Kubikmeter gegen 1313000 Kubikmeter im Vorjahre. Die Erzeugung erforderte an Rohmaterial 4749 Tonne« Ruhr- und englischen Kohle«. Zur Abgabe gelangten 1899700 Kubikmeter Gas,das folgende Verwendeng fand: öffentliche Beleuchtung 852624 Kubikmeter; Privater
st. Fußball. Richt aut der Bleiche, sondern auf dem Borusfia-Spmtplatz am Wallweg tritt die erste Mamsschaft der Ersten Fuldaer Fußballklubs Boruffia kommenden Sonntag zu einem Wellspiel an und zwar «egen die verstärkte erste Mannschaft des Königl. Gymnasiums. — Morgen nachmittag treffen stch aus dem Exerzierplatz die ersten Mamrschaftm des Fuldaer
Aur Mrche unö Schule.
* Würzburg, 15. März 1912. Auf das in dem Würzburger Domkapitel erledigte achte Kanonikat wurde dec K. Geistl. Rat bei St. Marien in Aschaffenburg Thaddäus Stehler berufen.
agd in Morddorf wurde diel belacht, erzählte sie damals wahrheitsgetreu nwv w!Xi
Preußischer Landtag.
Algeo^netenlmnr.
Sitzung vorn Id. März 1912.
Bei der Fvrtletzmra der zweiten Beratung Etat» der ZeMralsenasseuschaftstaffe nimmt
«lb, nicht kannte. — am folgenden Sonntag Verla« der Pfarrer unter den Weaufgeboten auch die Ra-
»kasper und Amiche", — Ja — her KlauL! —
Abg. Dr. Fatzöeuder rAlr.s die Preußenkaffe gege" den Borwurf in SchuW. sie arbeite auf ernt Bersiaaf licbung des Äeuossenschasreweten« hin. Bezüglich des Zu Lnunenschlnffes der Ernzelgeuoffenschasten über einen gewissen Punkt hmauszugehen, wäre durchaus verfehlt. Der Dezeirkralisationsgedmile ist ein eminent Staff« eisen'sch er Gedanke. Auch hinsichtlich der Fraze der Äiqmlit&l eerbirat eine Reihe von Einzelkaffen den Borzug vor einer Zeniratksffe.
Ädg. «etzenlchei» ftonf.) lehnt es ab, auf den Streit zwischen der Zenüslgenosienschajtskakse und der Zeutraldarlehuskasje eiuzuzehen. Das entspreche nicht dem Interesse der Sache.
Präsident der Zentralgenoffenschaftskaffe ^eiligen« Seit weist den gestern vom Abg. Crueqer erhabenen ■orroitrf der Herrschgelüfte wegen der Forderung der AuSfchkip-blichkeiirerklärung als imberechttgk zurück und schliesst sich, war die Frage der DezenirakifatikM an« belangt, deu Ansführmrgen des Abg. Faßbender an.
Abg. lZtr.) fsthrl Stage über die Schwierigkeit für die Land«irle, sich 'Lersonalkredit zu verschaffen.
Abg. Grnnenberg «Ztr.s Nagt darüber, daß die Kreditverhällniffe des Handwerker- und Mittelstandes von der Preußenkasse nicht genügend berücksichtigt würden.
Der Etat wird bewilligt. Es folgt die Beratung de? Kultusrrals.
. ■ ■ ...
nur die Abfälle ynn Protestantismus, sondern auch zum „Altlathokz^muS" und pan Judentum hierunter mit erubegriffe» find. Diese Tatsachen bekümmern, wie gesagt, die teure» Bundesbrüder gar sehr. Selbst da» glänzende Resultat" von WarnS- dorf kann sie nicht tröste». I» Warnsdorf fiel nämlich der Sozialdmnokrat gegen den gemeinsamen Kandidaten der deutschbürgerlichen Parteien bei der ReichSratÄvahl durch, worauf die Arbeiterschaft, unter liebevoller Unterstützung der „LoS von Rom- Leute^, von den „Genossen" terrorifmrt wurde, auS der katholischen Kirche auszutreten. Der Erfolg waren 448 Austritte, von denen 248 Ausgetretene sich alS konfessionslos erklärte», 151 „Altkatholi- ken" wurden, und nur 47 zum Protestantismus abfielen. §)ie ^8oS von Rom"«Beweguug ist aber natürlich trotzdem eine rein religiös« (!) Angelegenheit. Wäre es dem Evangelische« Bund wirklich um di« Verbreitung christlicher Besinnung zu tun, so würden ihm die d e u t s ch e n protestantischen Gegenden ein reiches Werbefekd bieten, in denen diese Gesinnung von Jahr zu Jahr abaeschwächt wird Aber in Wahrheit will er nichts anderes, als überall eine» fanatischen Haß gegen „Rom" erregen und den konfessionellen Frreden systematisch und ftrupelloS untergraben!
Am Schluffe deS Jahre« waren im Betriebe 72 Motor« mit 270 Pferdestärke, diese fanden in der Hauptsache m Fleischerei-, Druckerei-, Schreinerei-, Schlosserei«. re. Betrieben und zur Erzeugung von elektrischem Licht Verwendung. Der Preis deS Leuchtgases ist St Pfg., der deS Industrie-, Koch, und Heizgases 14 Pfg. pro Shtbtfmeter. GaSmeffer waren am Schlüsse de» Elatsjahres 2695 Blesfer mit 24352 Flammen an das Rohrnetz angeschloffen. Für Leuchizwecke waren 13332 Flammen in Gebrauch.
So etwas war dem Kasper lange nicht mehr passiert, er hatte heitte Amiche beim Kirchgang verpaßt und gerade heute pressierte ein Zusammentreffen, da er große Neuigkeiten ausrichten mußte. Die brannten ihm auf der Seele. Gestern war der Pfarrer ihm begegnet und hatte so hintenrum — vielleicht verstand ihn der Kasper nicht gut — gesprochen mch dabei viel Liebes und Versöhnliches gesagt. „Ob dä Her Pfarrer net mol foihle tooC; sue Maa brengt mit anem Woert mieh ferdig wir e ganz Gemaa," der Kasper dachte nicht dumm. Zn Amiche mußte er aber heute noch kommen, mochte eS geben was es wolle. Scheu wie ein Dieb, schlich er sich des Mends in Scholze Hof und versteckt sich in der Ohl
totales.
Kulda, den 16. März 1912,
△ Die diesjährige GesellenprSsusg für die Lehrlinge deS Steimnetzhaudwerks für di« Kreise Fulda, Hersfeld, Hünfeld und Gersfeld findet Mittwoch, oen 10. April statt. Gesuche um Zulassung zur Prüfung sind spätestens bis zum 26. März an den Vorsitzenden, Herrn Bildhauer und Steinmetzmeifte» Engelbert Stock in Fulda, zu richten.
li scheu Kirche gtije e8 hi Preußen besser als anderswo. Die Schule sei Sache des Staates und nicht der Kirche, an diese« Grundsatz halte seine Partei fest. Die Klagen de» Abg. Drttrich über Mangel an kathr» i lischen Schulen in einzelnen Gegenden seien nicht berechtigt. Der Ministerpräsident stellte in Aussicht, daß Geistliche, die de» Antimodernisteneid geleistet hätten (lebh. LHI Ahl im Ztr.), künftig für Deutsch und Geschichte nicht mehr angestellt werden sollen. Wird nach diesem Grundsatz verfahrens Fnrn Schluß kommt Redner noch auf die Fälle Jatho und Traub zu sprechen.
Abg. Frhr. 6. Zedlitz streik.): Der Besuch der Universitäten geht weit über da» Bedürfnis hinan». So entsteht ein wissenschaftliches Proletariat, au» dem die Sozialdemokratie ihre besten Kraft« nimmt. Wir müssen mehr zu einer realistischen Vorbildung über- gehen. Der Mangel an Lehrern scheint sich allmählich zu beheben. Gleichwohl find wir von dem Ziele, auf die Klasse nicht mehr aö 45 Kinder, noch weit entfernt Möge der frische Geist im Ministerium sich doll geltend machen, damit die Schüler zu guten Christen, zu guten Bürger» und Patrioten erzogen werden. (Beifall.)
Abg. Kopfch (Bp.): Wir halten die geistliche Schul- aufficht für überflüssig. Wir beklagen die Verquickung von Kultu» und Unterricht in demselben Ministerium. Die Lehrerschaft ist sich einig in der Ablehnung der Stichen Schulaufsicht Warum öffnet man den ern nicht die Universität? Wir wiederhole» die Forderung auf Errichtung eine« besonderen Unterrichtsministerium». Wenn Lehrer sich bei der Stichwahl der Stimme enthielten, traten Maßregelungen ein. Das ist ein Eingriff in ihre staatsbürgerlichen Rechte. E» bringt den Minister in den Verdacht, er treibe einseitige Parteipolitik. Wer in der Stichwahl für einen Sozialdemokraten eintritt, wird deshalb noch kein Sozialdemokrat
SamStag: KultuSetat vorher kleinere Vorlagen.
Aber abgesehen von solcher plötzlichen auffälligen Ber- mehrung werden die Engländer gut mn, die gegenwärtige Lage all die Nachwirkung der früheren Rwali- iät anzuftden und unverzagt die Bemühungen fortzu- setzen. ött Beziehungen der beiden Länder zu verbessern.'
Wem« von einer plötzlichen auffälligen Vermehrung einer Flotte geredet weckten kann, so würde daS höchsten- auf die englische zutreffen. Die eng- lisch« Regierung hatte früher eine Beschränkung der englischen Flottenrüftung in Aussicht gestellt und eS hat bei dem Bekanntwerden deS neuen englischen Flottenetats gerade in der englischen Presse nicht an Stimmen gefehlt, die ihre Ueberraschung über diese erneute starke Vermehrung der englischen Flotte Ausdruck gab. Bon einer „plötzlichen ausfÄigen Vermehrung" deS deutschen Flottenetats kann unter keinen Umständen gesprochen werden. Die Vermehrung der Flotte, die unser Etat bringen wird, bewegt sich nach den bisher bekannt gewordenen Mitettlungen in durchaus mäßigem Umfange und fie war schon längst vor dem Besuch Haldanes eine beschlossene Sache. Wir wollen nicht soweit gehen, wie die fteikonservative „Post" eS tut, die die Auslassung der Westminster Gazette alS einen Beweis dafür ansieht, daß die deutsch-englischen Verhandlungen bereit» auf dem toten Punkte angelangt find. Aber das fft jedenfalls ficher, daß durch solche offiziöfen Auslassungen die Annäherungsbestrebungen keine Förderung erfahre« könne»
jo leicht, ein Hausstand ohne Geld vcchte niA «tth eS Smu, und d« Mutter hatte den «ater v^ t; btt hielt die Hand ass den Bertel. Jtofon et woher», ui Meck kimmt noch," He# mußte Kasper oftowl# tote».
Der war xum Glück geduldig und ßeriHfc •—
gßor zu gut «ernte, und wenn, hekmtvar« do« dfi grausige Geschichte do» dem Raubmörder SlmiS W-LtZ?' " stemütkich auf dem Wagen. Da» durchs Dmf und bracht« eine ungeheure «ufremnta *"* ** kinT, f° kmmnt gleich «rter He de» der Bösewicht sollt« He ih« was an. Und so eben Gegend mache». Die SchofteaNmerai war jungen Iah« teftb kW- te einer “ *.....
fTlciinl ItTiMrp Cm t▲ ■ . v «w . ' . — »
Abg. Tr. v. Somtze (nati.) meint, es wäre doch nicht notig gewesen, sÄch prinzipielle Ausführungen M machen, tote e8 der Vorredner getan habe. Der katholischen Kirche aeichebe bei UNS vollauf (Menüni».
’ wird er auch'^nh mtt Rochbarweiber wollt« »ttstrlich
btt ihr, h»$ige<*«** tttta HW mit teu tttaaf
-ite» heiraten? —. ’» ain« hn* *<** k— m k-lii* _k_
Adg. Lüttich fgtLj weist darauf hin, daß e5 sich bei den KLurpfen der Gegenwart auf den verschiedenen Gebieten, dem staatlichen, sozialen, wirtschaftlichen, literarischen, im tiefsten Grunde um einen Weltan- schouungskampf handle. Unser Staatswesen ist heute, arimdsätzlich weritgstenS, ein christliche», und da mutz der Staat der Kirche zum mindeste« volle Be» tätig ungSfreiheit garantieren. Und zwar nicht nur für die Verfassung der Kirche, sondern auch für die Orden gut Pflege der Charitas, deS Unter- richte» usw. Bor allem aber ist der konfeffio- nelle Charakter der Volksschule zu wah- ren. Die Erziehung mutz auf der altbewährten Grundlage der christlichen Lehre vor sich gehen. Im speziellen beklage ich den unMähigen Zudrang zu ‘ boheren Schulen und Hochschulen. Wer Talent zum Studieren Bat, sollte nicht studieren. Man kann wechl sagen, dost die materielle Lage der Ele- ^!s„".^"^!^ss^ehrer jetzt eine befriedigende ist. 1908 ist gesetzlich der konfessionelle Charakter der Volk», schule festgelegt worden. Seiber kommen die Verwaltungsbehörden de» Absichten des Gesetze» nicht immer genügend nach. ES ist $n bedauern, daß nicht selten katholische MirroritSto» der Wohltat einer lonfeffirniel- len Schule entbehren. Ich möchte wünschen, daß die vorwiegend evangelischen Städte in dieser Beziehung ebenso liberal find tote die katholischen. Wir wünschen die Erhaltrng der BokkSschnIe auf der alten bewährten Grundlage de» Christentum». DaS Verhältnis zwi- scheu Staat u. Kirche fand bisher feinen prägnantesten Ausdruck in der geistlichen Schulaufsicht Seiber erfolgt hierin eine Abschwächung nach der andern. Die geist- lichen Kreisschulinspektoren scheinen ja im Prinzip abgelehnt zu fein, totr wollen darauf nicht mehr em. geben, dagegen ist wiederholt versichert worden, baß Sie geistlichen OrtSschuIiuspektoren noch er- halten blewen solle». Wir haben den Wunsch, daß ihnen di« Möglichkeit ist, ihr Aufsichtsamt in wirksamer Werse ” machen. WaS die Jugend- pflege anbelangt so find Etat Mittel bereit gestellt, unseres Erachtens jedoch zn geringe. Meine Freunde haben den Wunsche daß »eben der Pflege des Leibe», auf die in der Denkschrift große» Gewicht gelegt wird, bie. Pflege de» Geiste» nicht vernachlässigt wird. (Lebh.
4- Wie stehts mit der englisch- deutschen Berständignngsaktiou?
Es kann «richt Wunder nehmen, daß über den Gang der gegenwäckig zwischen England und Deutschland schwebenden Berhandluirgen, die zu einer Annäherung beider Länder führen sollen, nichts verlmttet.
Die ganze Annäherung muß erfolglos bleiben, wenn sie sich nur auf Einzelheiten beschränkt. Roch viel weniger Artssicht kann fie aber haben, toenn fie sich lediglich auf Rüstungsbeschränkungen beziehen sollte.
Man hätte annehmen sollen, daß gerade im ge- genwärttaen Augenblick, wo die BerHandlungen über eine deutsch-englische Annäherung schweben, in England mehr Zurückhaltung beobachtet würde. England hat sich aber durch die angebahnte Berstäudi- gungsaktion nicht abhalten lassen, seine Flotte auch in dem neuen Etat wieder ganz beträchtlich zu verstärken. Der englische Flottenetat für das laufende Jahr fordert 4 neue Schlachtschiffe und 8 Pauzerkreuzer. Umsomehr muß es auffallen, wenn die der englischen Regierung nahestehende „Westminster Gazette" in einer Weise die deutschen Flottenbaupläne bespricht, die intt der von englischer Seite angestrebten Annäherung kaum in Einklang gebracht werden kann. Das offiziöse englische Blatt schreibt:
„Es ist unvermeidlich, baß diejenigen, dir bessere autwärtige Brziedungen erhoffen, mit Besorgnis auf den englischen und den kommenden deutschen Flotlen- etat blicken. . .. Wie können uns natürlich nicht verhehlen, daß durch eine plötzliche auffällige Vermehrung des deutschen Flotteuetäts eine ungünstige Atmosphäre geschaffen werden würde, da sie mtt Reckt oder llnrecht sowohl hier alS auch in Kuropa als die Antwott der deutschen Regierung auf die Mission
ha krmmt! „Chrischien, denk' on us Kenner!" „Pttter, bet hei, hos de meich da net es besche gern?" So schrte und greinte es durcheinander. Mitten im Hofe stand der Kasper mit wildrollenden Augen: 'N den Händen hielt er den schon erwähnten Knüp- Pel. Neben ihm stolziert der Dorfschmied mit einer Mistgabel auf und ab. „Etzt kreire bet--Laad!"
An die . . . -Türe aber wagte sich keiner der Helden heran. Der Kasper sprang mehrere Male näher: doch dann schne das Ämich wie wahnfinnia seilten Namen, — und er ging schnell wieder zurück. End- nch trat der mehr kuragiette Schmied mit seiner Mistgabel näher vor. „Kerl, wenn de . . mit arofter Behendigkeit stieß er die Gabe' durch den oberhalb der . . . -Tür« befindlichen Spalt. Mtt einem Schreckenslout sprang er zurück. — „Hä eS brenn, eich hon en getroste, et war su ebbes waaches ....!" Nun kam der alt« Bürgermeister, mtt chm der gestrenge Polizeidiener. „Staus, mach de Dier off- sei berninftig/' — Niemand gab Antwort. ,-Klaus, heerste, etzt mächste su grob off, sos gieret d'r scheecht!" — Keine Antwort. — Verzweifelt wandte sich der Bürgermestter zu feinem Polizeidio- net. „Philipp, mtt müsse den Schandorm hole, eich ka weiter naut mache: drem Kerl es net ze traue. — So wartete man noch eine halbe Stunde, dann mirschte ein strammer Schritt über den Hof. Der Gendarm mußte Wohl oder übel der Menge glauben —, also, den Revolver heraus — und:-„Jm Namen otf Gesetzes, Klaus, machen Sie die Türe auf! Witds bald? — Im Namen ufto.", — dreimal hallte der Befehl. — Keine Stimme gab Antwort, kein KlauS ließ sich sehen. „Türe einschlogen!" BumS — brrmS — die Türe lag in Splittet, — der Raum war--leer! Ein tiefes Aufatmen ging durch den
Menschenschwarm und dann — ein herzliches Lachen, in da» alles, schließlich auch der ernste Gendarm mtt schnurrbättiget Miene mtt einstimmte. Di« KlauSfurcht hatte wieder einmal einen Triumph gefeiert. Ehe man sich umsah, waren die Zuschauer der Komödie verschwunden; zuletzt standen nut noch der Gendarm mit dem Bürgermeister auf dem Platze und an der Gartenmauer der Kasper mit feinem Amiche und deren Eltern. Die letzteren hatten sich anscheinend viel zu erzählen, da» Wundersamste aber war, Kasper hatte «mich«« Hand fest in der seinen aü wollte et sie nimmer lo«lassen. —
ein Sommer um den anderen schwand, die beiderseitige Treue erwies sich als unerschütterlich.--
Eine- Sonntags, — man rüstete zum Kirchgang —> fing die Scholzeallmerai das alte Gezeter wieder an. „Amiche, sei e donnn Maadche, loaß deich doch bu dem Schlappes, biem faule Michel; nomm doch Vernunft on, denk jo, sei- bal siewenenzwanzig — —„Marne," greint« das Amiche, „Marne, eich dounet nu net, d« waaß,. . . bau mächs aanem noch ganz leibmonig —,* unb sie weinte, tote schon so oft, baß ihre Augen noch in der Kirche verräterisch glänzten. —
Ausland.
* Die Finanzen Spaniens. Je^i gibt sogar die spanische liberale Presse zu, daß die finanziellen Verhältnisse Spaniens so zerfahren seien, wie nie zuvor. DaS Luzerner „Baterkand" läßt sich aus Madrid berichten: Die Konservativen schicken ihren früheren Finanzminister Besada vor, um an der liberalen Finauzwirtfchast Kritik zu üben, und der liberale „Jmpareia" gesteht, daß er sehr viele Daten vorbrachte, die ihren Eindruck nicht verfehtt hätten. Man könne nicht bestreiten, daß dieFinanzlageSpa- niens so zerfahren sei wie noch nie zuvor. Freilich behauptet das liberale Blatt, die Ereignisse, die unabwendbar waren, hätten sie dazu gemacht. Bei einer konservativen Regierung hätte sich das gleiche trostlose Bild ergeben. Was den Riffi Feldzug anlangt, oer so große Kosten verschlungen, ist das entschieden unrichtig. Canalejas, der sich als Pazifikator aufspielen wollte, zog die letzten Truppen ans dem Riff zurück. Die Eingeborenen nützten das aus, und infolgedessen mußten mehr Truppen nach dem Riff geworfen werden, als man je geglaubt, mit
Der »Mar«»" ton im Land, und die Polizei im Berein mit den Ortsbehörden Boten alles auf, um ben gefährlichen Raubmörder dingfest zu machen. Die Erirmernng cm jene scheußliche Tat des 93er- wedjei* cm der Königsteiner Larrdstraß« wird Wohl Noch vielen im Gedächtnis sein. Unser Ländchen Wurde damals, wen» ich mich nicht irre 1902, von ben Stcherhettsbehörden geradezu gesperrt. Trotz- hem gelang es nicht, des Mordbuben habhaft zu werden, eS hieß späterhin, «S sei chm gelungen, nach Dlmerika zu euttommen. Eicher fft dieses nicht, nut Mite Mutmaßung. Um He Persönlichkeit des Klaus Wuchs bald eine Men« von Anekdoten und Erzäh- lungen herum, die viü an die bekannten Schinder- bannesgeschuhten erinnern; jedenfalls müßte Klau« schon ein zweiter Dr. FaustuS mit dem Teufel im Bunde gewesen fein, um das alles zu vollbringen, 615 man ihm nach sagte. Namentlich unser« Frauwelt machte in allzugroßer Aengstlichkett von Klau» din Aufheben, das manchmal anS Lächerlichfie streifte
m ™ 7;..1 tou- ^iuvu^.u nurnv» m Myvlze .pof und versteckt sich in der Ohl „Dau hos geheult, Annche? flustette er chr fragend (Spalte zwischen Scheune und Stallung). Hier kam
zu, „wot es? „De Mome Hot . ... mehr brachte Amiche sicher noch einmal vorüber; sonst wollte er
^"«4- nicht «uS derKehle. Betrübt und stumm sie in ber Haustüre anrusen. Da - er hörte schkür-
gingen decke bfe Dorffttaße hinunter, und betrübt sende Schritte — kam die Scholzeallmerai gegen den
und ftunan nahmen sie am Rohrbrunnen Abschied Stall. Man hörte ein leises Klinken und Rütteln, bonetnanber bl» zum nächsten Wiedersehen. — eben aber mußte der Kasper in ber dicht daneben
, Di« Statt im Dorfi hatten mtt dem unglücklichen befindlichen Ohl nrkrastig niesen —, bann schrie eine
Pärchen Mttleck, nebenbei gesagt, Amiche war auch Frauenstimme gellend auf: „DS Klaus; jesses da
... . . .__•_ r---r— tht fieundlich-qesallige» Mädchen unb Kasper ein Klaus! Fauer! Helft!" Amiche hatte in der Haus-
knyrtt, weiche durch ihr« unfrei- herzensguter Mensch, ber keinem Hinkel WaS zuleide tüte gestanden; — jetzt, wo die Mutter so bezweifelt
mte^noch viel velachk werden. KlauS tat. Berwarckte, Bekannte, Vettern, Basen, OnkelS, schrie, packte auch sie eine unbeschreibliche Angst. Man
jKr9 alle«, wa« mtt Amiche» Eltern st sagt gern: „Wovon daS Herz voll ist, davon geht ber
uti b/llcht- hielt, hatten schon ein gute« Wort ein; >r Mund über"; — bei Amiche traf diese Wahrheit
saufen Ta U®? T “W, dfi Alten Hieben fest. Amicken bekam glänzend zu, {te rief in ihrer Herzensangst in allen
rübmfin« ■ a 8hrfn ”” Dutz«d seiner Partien angeboten, „mock dt Kerl Tönen:^Kasper, Kasper, komm, h«lf!" Kasper stand
ro iuujux .ilan-^ftgbett Jngtng, will vorliegende« net, — fie Hieb ihrem Kasper treu. Da« verhält- in ber Ohl, ebenfalls zu Tod erschrocken; dfi Angst-
i u Onfhor f» mth t-nt, kJIZ’S T?h?nb'. E>tt alte Dorffchäfer, welcher rufe seine» Mädchen» summten chm in den Obren.
Amiche hMe den Kasper so lieb und sollte Hwch Klughett und trefseicke AuSdruckstoeifi seiner „Dunnerkeil on zugenäht," — ihn packte eine Wut,
fbu doch um alle Welt mcht betjaten, weil der ^fi Rede Mt« Ansehen aenaß, sagte ein über« ander- „da Klau«, — etzt atoer In«!" Der Knüppel war
(ter 6^' f° Surret ka mieh; bei nicht Hein, den er drohend in ben Händen schwang.
®bta$' toam M h-tr°te, »Amiche, ton e» HS, hm? ton?" Furchtbar, brüllte Knopp Hot HS en der Buch», e fauler Schlappe« lacht d r Himmel." der Kasver, — Amiche heulte kant auf vor Freude
tt HL, su Muß «wer im Buch sticht." Ja» schmchifi — —-------— ---und Ueberraschung; die Mutter rang die ^änbe.
Denn Kasper nicht schnell hmzuqesprungen wäre und fie anfgefimgen hätte . . . JSkmt, de» de do beS, Kasper." Da» erste, versteckte Lob für ben Kasper war gefallen. Amiche preßte bie Hände auf He Brust: „O Kottche, • Gottche!"
Mittlerweile kamen von allen Seiten bie Nach
einer gewaltigen Erschütterung ber Finanzen. Heute traut man sich auch nicht mehr die leiseste Rednttion .. -----------, _________
vorzunehmen. — Man begreift nicht, weshalb sich Leuchtgas 505594 Kubikmeter, Heizgas 365 362 Spanien außer den kirchenfeindlichen Streichen des Kubikmeter, MotorengaS 139264 Kubikmeter, Auto- Herrn Canalejas auch noch dieses finanzielle Elend matengaS 19774 Kubikmeter, Selbftoerbrauch intt gefallen lasse» muß. Der Ministerpräsident scheint Mottw 24 9^9 Kubikmeter, Verlust 98 163 Kubikmeter, außerordentlich fest hu Sattel zu sitzen. Früher, “ wenn die Zustände nur halb so schlimm waren, erfolgte sofort ein Kabinettssturz.
* Das Abflauen ber „Los von Rom-Bewegung" erfüllt mit bitterer Trübsal und grimmem Zorn die Herzen der Zionswächter des Evangelischen Bundes. Von Jahr zu Jahr vermindern sich nämlich, trotz der maßlosen Angriffe und einer völlig skruppcllosen Agitation, die Austritte aus der katholischen Kirche, dagegen mehren sich die Rücktritte zu ihr von Bbge- fallenen von Jahr zu Jahr. In Böhmen kehrten 1911 in den verschiedenen Diözesen in den Schoß der .Kirche zurück 793, 1910 waren es 585. Die Austritte aus der Kirche sind in den gleichen Jahren 1910 2400; 1911: 1245; sie sind also im Fallen begriffen. Es ist hierbei zu bemerken, daß nicht etwa
SSorretoer getan habe. Der Haldanes angetthen werden würve,emeÄntwort dieaeaeu- wtholnchm Kirche geschehe bei uns vollauf Genüge.. fettige Zugeständnisse verbindern und weitere 83er» ffciue doch sogar der Papst einmal gesagt, der katho»! st är tun gen der Rüstungen bewirten würde.