Montas 26. Stbruar W2 39. AHrzarrg.
* Maer W Leitung
2. Blatt.
Mei Mkb Verlag ter Zaldaer Aetieutrnckerci in Zulda.
fasten-IZlrtenbrlek.
Joseph Damian, durch Gottes ®rbarnnnig imir die Gnade des heiligen ApoitMscheil Ztuhtrs Difchsf von Fulda, tnibirlet der hochmürdizen Geisilichbeit und den Gläubigen der Kistumr Lruß und Legen im Herrn.
In Christo geliebte Diözesanen!
:e ergreifend ist doch jener Augenblicks da der Heiland ermüdet und dürstend sich am Jakobsbrunnen nieder. 4/läßt und die Samariterin um einen Trunk WafserZ bittet! Cs naht sich, von Seelendurst getrieben, die Güte und Menschenfreundlichkeit des Gott-Erlösers; er naht sich seinem Volke, das an irdischen Wasserquellen sitzend, nur mit irdischer Labsal seine für Gott geschaffene Seele zu sättigen vermag; Jesus naht, um die himmlischen Quellen der Gnade auf die Erde zu letten.
Und wie nimmt chn die Mmschheit auf? O betrübender Anblick! Schon daß der Heiland überhaupt vom Himmel zu ihr kommt, versteht sie nicht. „Wie kommt es, daß du mich anredest, wo doch Feindschaft zwischen uns 6e« steht?" fragt erstaunt die Samariterin. Die irdisch gesinnte Welt will in ihrer Selbstgenügsamkeit vom Himmlischen nichts wissen, von Jesus nichts erfahren und nichts empfangen.
Doch gröser als ihre Gleichgültigkeit und Unempfängllchkeit ist der Seelendurst des Herzens Jesu. Immer und immer wieder weist der Heiland durch sein Wort und Beispiel in der hl. Schrift und durch die Lehrverkündigimg seiner Kirche die Menschheit hin auf die übernatürlichen, segenspendenden Wasser» quellen seiner Gnade: „Wenn du die Gabe erkänniefl", sagt er zur Smuarttrein, „und wer der ist, der zu dir spricht: gich mir zu trinken, so würdest du ihn ge» eten haben, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben . . . Wer nämlich von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürften in Ewig keil"z).
Tas Weib hört diese Red«, versteht sie aber nicht oder will sie nicht verstehen; chr Sinn ist nur auf das Irdische gerichtet. So hört auch die Welt die Lehren des Christentums, aber sie findet keinen Geschmack an ihnen.
Da überwältigt der Herr das Weib durch die Offenbarung seiner Gottheit, seiner göttlichen Allwissenheit, mit der Eröffnung ihres GewifftnsMstandes und ihres Sündenlebens. Auch der Welt offenbart sich Christus fort und fort durch die Ermesse seiner Gottheit. Er tut es durch das allmächtig Wirten seiner Gnade in den Menschen herz en, durch die Hervorbringung van Heilige« in der Kirche, re tut es durch Wunder, die er durch sein« Heiligen oder an den Gnsdenorteu der katholischen Kirche wirkt.
Di« Samariterin widerst^ der Offenbarung der göttlichen Allwissenheit Christi nicht, fit öffnet ihr Herz dem Glaube» und der Gnade. O möchte di« Welt doch ebenso handeln!
Aber was sehen wir statt dessen? Wir sehen Kampf gegen das Christentum oder doch wenigstens immer mehr um sich greifende Ausschaltung des christlichen Geistes auf allen Gebieten des Lebens. Unb der tiefere Grund für diese beklagenswerte Erscheinung? Es istd« Geringschätzung und Mißachtung des Uebernatürlichen, des Glaubens und der Gnade, es ist das völlige Aufgehen des heutigen Menschen in der rein natürlichen Welt des Geistes und der Materie: es ist der Naturalismus und die Diesscitskultur. Man hat sich die gewiß lobenswerte und auch von der katholischen Kirche stets geförderte Aufgabe gesetzt, die Merrschen emporzuheben zu einer immer höheren Stufe des Glückes und der Vollendung, aber nur menschliches Glück, nm- irdisch en Fortschritt erstrebt man, mit bewußter Beiseiteschr'ebrmz jener Erhebung und Vollendung, die nach dem Willen Gottes doch die erste und eigentliche Lebensaufgabe des Menschen ist, und ohne die auch der materielle und geistige natürliche Fort» schritt der Menschheit nicht nur Stückwerk bleibt, sondern auch der Dauer Md L.ch^rhett entbehrt. Man vermag die schweren sozialen und ptttichen Schäden nicht zu leugnen, an denen unsere Gesellschaft krankt, aber statt an erster Stelle die überlegenen Heilmittel des Christentums heranzuziehen, will man sie hetten einzig durch das, was Natur und Mensch eng eist $0 bieten vermögen, und man weist die helfende Gnade Christi zurück.
Laßt Euch, geliebte Diözesanen, durch diese Bestrebungen und Irrungen d«s Zeitgefftes nicht verwirrens sondern befestigt Euch vielmehr in der Wertschätzung vor allem der göttliche» durch Christus uns zufließenden Gnade! Habet gewiß auch Sorge um das Zeitliche: es ist ja Euere Gewissmspflicht; aber bei aff Emrem auf das Irdische gerichtetes Tun lenket de» BLck höher hinauf, laßt Euch an erster Stelle die Pflege des übernatürlichen Glaubens» unb Gnabenlebens am Herzen liegen! Das ist die rechte Welt- und Lebens- anschauung auch für unsere Zeit. Um Euch in derselben zu bestärken, erwäget mit mir einmal hie Notwendigkeit und hohe Vedeutunz ©nate Satter für dar menschliche Leben.
I.
Geliebte Diözesanen!
Durch die ursprünglich« Gerechtigkeit, mit der Gott sie auS freier Güte ausgestattet hatte, waren die ersten Menschen zur Kmdfchaft Gottes erhoben; durch die nämliche erst« Gnaden-
‘) Ioh. 4, 5 ff. — *) Joh. 4, 10. 14.
auSstattung waren in ihnen die niederen Neigungm und Triebe niedergrhalten, soweit sie zur Sünde reizen konnten. Auch der Geist war in seiner klaren Erkenntnis Gottes und der religiösen und sittlichen Wahrheiten nicht gettübt durch irgendwelche ungeordnete Regungen der Leidenschaft. O herrliche Gnade, die den Menschen in der Erkenntnis der höchsten Wahrheiten und in der Beobachtung der Gebote Gottes s o zu fördern geeignet war, und die seine Seele zu einer Stätte heiligen Friedens machte! O seliger Zustand, der auch unser Anteil geworden wäre, wenn das Haupt der Menschheit durch seine persönliche Uebertretung nicht mtt der Schuld auch den Fluch der Begierlichkeit auf seine Nachkommen vererbt hätte.
Und nun betrachtet die Folgen der durch den Sündenfall Adams i» der Menschhett mächtig gewordenen Begierlichkett. — Wohl ist der menschliche Geist durch seine natürliche Erkenntniskraft imstande, einzelne religiöse und sittliche Wahrheiten zu erkenne». Gott hat sich ja in der sichtbaren Schöpfung jedem aufrichtig Suchenden hinlänglich zu erkennsn gegeben; und die Stimme im Innern des Menschen vrekündet ihm, daß es über ihm eine sittliche, alles beherrschende Macht gibt, der er sich nicht entziehen kann: aber gleichwohl reichen jene natürlich«, Fähig- kejtm nicht hin, daß das ganze Gebiet der uatürlichen Gotteslehre und der sittlichen Pflichten von allen Menschen von Jugend auf, ohne Irrtum und mit voller Gewißheit erkannt werde. — Es ist ferner nicht zu leugnen, daß der menschliche Wille, auch ohne den Beistand der übernatürlichen Gnade, durch seine natürlich« Anlage zum Guten die Kraft besitzt, leichtere Versuchungen zu überwinden, natürlich gute Werke zu verrichten: aber nicht vermag er aus eigener Kraft allein über alle Versuchungen, auch die heftigen, zu siegen, sich von jeder schweren SLrde auf die Dauer frei zu hatten Md das ganze Sittengesetz zu erfülle». So groß ist die Macht der Begierlichkett, die den Verstand verdunkelt unb den Willen schwächt.
W« ohnmächtig fürwahr der gefallene Mensch ohne das Licht und die Kraft der göttlichen Gnade geworden ist, zeigt uns ein Blick in die Heidenwelt mit ihrem geistige», sittlichen und sozialen Elend.
Da sehen wir den Geist befangen in schweren Irrtümern gegenüber bett höchsten religiösen Wahrheiten: „die Herrlichkeit de- unvergänglichen Gottes" verdrängt durch das Götzenbikd, dem göttlich« Ehre erwiesen wird; die sittlichen Grundsätze über Tugend und Laster, über das höchste Gut und das letzte Ziel des Menschen verkannt oder in ihr Gegenteil verkehrt: überhaupt „Die Wahrheit Gottes in Ungerechtigkeit niedregchalten" *). — Da sehen wir „das mwerständige Herz", beherrscht von ungezügelten Leidenschaften, die es fortreißen zu jegkicher Art von Sünde, zu den schmachvollsten Verirrungen; da sehen wir die Familie, in dre die väterliche Gewalt bis zur Tyrannei gesteigert, die Frau zur Sklavin herabgewürdigt, die heiligsten Bande der Ehe verachtet find; da sehen wir endlich eine Gesellschaft durch Gegensätze zerklüftet, ans dre einen Seite Millionen von Sklaven, die äks rechtlose Sache behandelt werden, auf der andern Seite Despoten voll Grausamkeit unb Willkür. Welch' tiefes, viekgestaltigeS Elend, das auch eine gefeierte Wissenschaft, eine klassische Literatur, eine hochentwickelte Kultur, eine machtvolle Gesetzgebung nicht zu heilen vermochten! Denn mächtiger als alles dies erwies sich stets die in dem Herzen jedes Einzelnen hrerfchende Begierlichkett. Es ist nur der Schmerzensschrei dre gesamten, unter dem Joche dre Sünde schmachtenden Menschheit, wenn der Völkerapostel seufzt*): „Ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, daS-dem Gesetze meines Geistes widerstreitet und mich gefangen hält unter de» Gesetze der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes" — d. h. roer wird mich frei machen von der zum Seelentode, zur Sünde, fort und fort treibenden Begierlichkeit, die in meinem Innern herrscht? Doch wie lautet die Antwort auf die angstvolle Frage? Freudig ruft sie St. Paulus in die kranke Welt hinein: „Die Gnade Gottes durch Jesum Christum": sie ist es, welche die Begierlichkett in uns besiegt; denn sie bringt Licht, sie bringt Heilung «nd Kraft
Hören wir die nämliche trostoolle Botschaft auch auS dem Munde deS Heilandes selbst!
Es war eine dre feierlichsten Stunden im Leben des Herrn. Zum reflenmale nach dem Beginn seiner öffentlichen Wirksamkeit betrat re die Synagoge seiner Vaterstadt Nazareth am Sabbat, um dort zu kehren. Er ließ sich von dem Diener die Schriftrolle reichen, entfaltete sie und las die Stelle ans dem Propheten Jfaias vor: „Der Geist deS Herrn ist über mir; darum hat er mich gesalbt, den Armen das Eoan» gelium zu verkünden, zu heilen die zerknirschten Herzens find . . . den Blinden daS Licht anzu- kündigen, die Zerschlagenen frei zu machen"*). Darauf setzte er sich niedre auf den Lehrstuhl und erklärte die Worte deS Propheten, indem « zeigte, daß die Weissagung von ihm. gelte und durch ihn erfüllt werde. „Und es wunderten sich alle, die ihn hörten, über die Rede, die voll Anmut von feinen Lippen floß".
Ja, geliebte Diözesanen, freuen wir uns, daß wir in Christi Gnade das Licht besitzen gegen die Verdunkelung des Geistes, und die heilende Kraft für die Wunden und Schwachheiten unserer Seelen!
Ist nicht Christus in der Tat durch feine äußere Erleuchtungsgnade, nämlich durch seine Lehre und Offenbarung, „das Licht der Wett, das jeden der ihm folgt, nicht in Finsternis wandeln läßt"*), «ährend jene, die sich im Gegensatz zu ihm als Lehrer aufwerfen, „blind sind und Führer von Blinden" °)? Höret doch,
ss RL«. 1, 18. — •) Rüm. 7, 23 ff. - >) Luk. 4, 16 ff. — e> Iah. 8, 12. - •) Matth. 15,14.
wie re uns belehrt über die Größe, Weishett und liebende Vorsehung des himmlischen Vaters, dre Sorge trägt für die Lilien des Feldes und den Sperling aus dem Dache'); rote er das Gebot dre allgemeine«, opferbereiten Nächstenliebe auch dem Feind« und dem Fremdling gegenüber in dem Gleichnisse vom barmherzigen Samarttan verkündet^); wie re die Einheit und Unauslöslichkett der Ehe als ihr ursprüngliches, gottgewolltes, ewig gültiges Grundgesetz in Schutz nimmt3); wie re den Wert einer einzigen unsterblichen Seele wett über den Besitz der ganzen Welt erhebt3). — O lichter Glanz dre Gnade Christi, ergieße auch über uns deinen Hellen Schein und bewahre uns vor der Nacht des Irrtums, des Unglaubens und der Zweifelsucht, in der Tausende und Tausende in der heutigen Zeit besangen sind!
Christi Gnade ist aber nicht bloß Licht und Leuchte für den Verstand, sie ist auch Kraft und Stärke für den Willen; denn nach der oben angeführten Voraussagung des Propheten ist Christus auch gekommen, jene „die zerknirschten Herzens sind", d. h. die kranke« und schwachen Seelen durch seine Gnade zu heilen.
Ja, der Heiland richtet auf den schwachen und niedergebeugten Willen sowohl durch die anregende Kraft feiner himmlischen Lehren, als auch ganz besonders durch sein Beispiel, indem er jegliche Tugend und vor allem jene Tugenden übt, die dem Menschen so hart ankommen: die Demut, de» Gehorsam, die Sanftmut, die Geduld, die Entsagung. Wie viele Seelen haben in der Gnade des Beispiels Christi es zustande gebracht, auch jene Tugenden zu üben!
Und hier möchte ich Euch, geliebte Diözesanen, daran erinnern, daß gerade die Herz-Jesu-Andacht, die «s sich zur besonderen Aufgabe stellt, die Tugenden des Heilandes und feine inneren Gesinnungen und heiligen Absichten immer besser kennen zu lernen und sie im Lebe«, im ganzen Sinnen und Denken nachzubiiden, eine gar reich« Gnadenquelle ist; denn sie leitet de» erleuchtenden und heilenden Gnadeneinfluß des Beispiels Christi fort und fort in die gläubigen Seelen hinein und ist darum überaus geeignet, die mannigfachen Schwachen und Krarrlhetten der Seele, unter denen so viele gerade in unserer Zeit seufzen, auf eine leichte Art zu hellen. „Nehmet mein Joch auf euch und lernet von mir . . ... so werdet ihr Ruhe finden für euere Seelen"»).
Die Lehren und das Tugendbeispiel Christi find die äußeren Gnaden, die uns dre Heiland vom Himmel gebracht hat. Ihr wißt es aber alle, geliebte Diözesanen, daß dre Herr hierbei nicht stehen bleibt, daß er vielmehr Tag für Tag auch im Innern unserer Seele übernatürliche Erleuchtungen und hellsame Bewegungen hervorbringt, sowohl durch den inneren unmittelbaren Gnadenbeistand, wie auch durch die heiligen Sakra- mente und sonstigen Gnademnittel, welche innere Gnade in uns bewirken. Denket z. B. an die hellige Firmung, die den Zweck hat, den Getauften die übernatürliche Kraft wider die Feinde des Helles, Feftigkett gegen ihre Angriffe und gegen die Reize der Verführung zu verleihen. Denket en das heilige Bußsakrament, das ein so mächtiges Gnadenmittel ist nicht bloß zur Sündenvergebung, sondern auch zur größeren Selbsterkenntnis' größeren Wachsamkeit und größeren Gewissenhaftigkeit in Erfüllung unserer Pflichten. Denket an das hl. Sakrament der Ehe, das fernen Empfängern ein Anrecht gibt auf bett ständigen Beistand Gottes in den schweren Pflichten unb zu den manchmal hekdemnütigen Opfern, die der Ehestand avfrelezt. — Vielleicht achtet man bisweilen zu wenig auf diese erleuchtende und heilende Wirkung der Sakramente, hat darum auch geringeres Vrekangen nach ihnen, empfängt sie seltener oder begnügt sich mit einer allzu schwachen, wenn auch zur Gültigkeit hinreichenden Vorbereitung. Daher kommt sicherlich auch zum Teil dre geringere Erfolg, den wir vom Empfange der hl. Sakramente ernten.
Geliebte Diözesanen! Wie vielseitig und segensreich ist somtt dre erleuchtende und heilende Einfluß der Gnade! Warum wird sie von so vielen nicht geschätzt, ja geradezu verachtet? Man jagt: Die Gnade hat für das menschliche fiebert, für den materiellen Fortschritt und die irdische Wohlfahrt des Einzelnen wie der Geselkschaft gar keinen Wert und keine Bebrettung. — Verhängnisvoller Irrtum! Wie sah es den» im fiebea der Völker, der Staate«, der Familien und der Einzelmeuschen aus im Heidentum, wo Christi Gnade fehlte? War nicht gerade auch das häusliche, das bürgerliche, das staatliche, kurzum das ganze irdische Leben bis ins Innerste zerrissen, krank und siech? — Und find denn materieller Wohlstand unb materieller Genuß die ein* zigen Güter des Menschen? Sicht nicht höher die Befriedigung jeiner geistigen und sittlichen Bedürfnisse, die er nun einmal hat und die nach Erfüllung schreie»? Daß aber ohne die Gnade Christi gerade diese Bedürfnisse der besseren Menschenseele ungestillt verbleiben, würde uns die Schwäche dre menschlichen Natur mit Bestimmtheit voraussagen, wenn es uns die Geschichte aller vergangenen Zeiten nicht schon gezeigt hatte, und die Gegenwart nicht fortwährend lehrte. — Und schließlich: ist der Mensch nicht auch für ein übernatürliches Zitt erschaffen, dergestalt, daß er es nach Gottes Befehl erreichen muß, wenn er nicht ewiges Unglück ernten will? „Was nützt e5. dem Mensch en, wenn er die ganzeWelt gewänne, aberSchaden litte an seiner Seele?" E)
Darum kann und darf die Menschhett an der Gnade Christi nicht'gleichgültig ober gar verachtungsvoll vorübergehen. Christi Offenbarung, Christi Tugendbeispiel müssen den Weg finden in alle menschlichen Verhältnisse, in die Fanulie und die Schule, in das soziale und gesellschaftliche Leben, um dort ihren natürlich und übernatürlich erhellenden und heilenden Einfluß auszuüben. Und was in öffentlichen Einrichtungen nicht geschehen kann, das muß dre einzelne Christ ergänzen: er muß sich die Gnadenmittel
*) Matth. 6, 28 ff.; 10, 29. — •) Sui. 10, 30 ff. - •) Matth. 19, 3 ff. - 5 Dtatth. 16, 26. - •) Matth. 11, 29. - ') Mach. 16, 26.