Leitung
" fuldaer
von mehr als 200000 Mark bis
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Einkommen
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diesen Stufen war die
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Reklamen* «nd Nuzelgeuteil.
Zahn-Creme
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des armen
Hände.
108.90
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160,000 „ „
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Bei Vermögen
Di« Steuer mehr als
noch eine Fuhre zu erwischen, die sonst in den Regen käme und nicht zu haben wäre, wodurch gar oftmals die Zinsen für das Anlagekapital herausgeholt werden können (von den Ersparnissen der Arbeitskraft, der bequemen Arbeit ganz abgesehen). .Ist der Ballen hochgezogen, was ungefähr 6 Minuten dauert, so wird derselbe der „Hauptkatze" — einer Rolle, die in einer Eisenschiene läuft — übergeben und spielend leicht au seine Steve befördert, mit entern kurzen Ruck wird der Stift, der unten die Einlage zusammenhält, herausgezogen, und der Ballen liegt auf seinem Platz. Nun wird die Laufkatze zurückgezogen, Einlage und Ketten werden ab- genonnnen, um sie sofort wieder zu verwenden. Zu der Anlage, die auch in schon vorhandenen Scheunen einznbauen ist, kann man vom Erfinder Zeichnung und Photographie zum Selbstkostenpreis beziehen.
in der Mitte vom Heubunde ein, t „ _
und die ganze Ladung hebt sich nach oben. Innerhalb 3 Minuten ist der Wagen leer. In Eilfällen kann man nun den Ballen hangen lasten, um schnell
21,000
23,000
29,000
82,000
84,000
74,000
Bisher wurde» erhoben:
Befriedigt nickt Edward Morrison vor sich hin. Er hat sich nicht getmtscht. Der alte Rüste ist wieder mt ..... ' “ ' * ‘ “ - --
Besitz des Raubes und die „Ehrenschuld" ien Ortanbn Eampanelli wandert in seine
20 Mk.
28 „
36 „
40 „
60 „
80 „
100 „
120 „
bis 104000 Mark die Steuer 5000 Mark beträgt, dagegen früher nut 4000 Mark.
7 Für Gesellschaften m. d. H. ist dir Steuer für die unteren Einiommen bis 1200 Mark auf dem alten Satz grlasten, in den Stufen darüber aber in steigendem Maße erhöht worden. Sie de* trägt beispielsweise nach dem neuen Tarif für Einkommen von 6500 bis einschl. 7000 Mk. 280 Mk., jtad) dem bisherigen Tarif dagegen 200 Mk. Bet Einkommen von mehr als 100000 Mk. bis einschl. :104000 Mk. beträgt die Steuer 6440 Mk. (bisher M00 Mk.) und steigt bei höheren Einkommen in Stufen von je 4000 Mk. um je 252 Mk. (bisher J80 Mk.).
Für die ErgänzungSsteuer ist ebenfalls ein .neuer Tarif ausgestellt worden. Danach soll die .ErgänzungSsteuer betragen bei einem steuerbaren Vermöge« von mehr alS:
einschl. 220000 Mark soll die Steuer 132 Mark betragen und steigen bei höherem Vermögen für jede angefangene 20000 Mark um je 13.20 Mark.
Amt Geisa und Umgebung.
♦ Bacha, 18. Januar 1912. In d.r letzten hier ftaftgefunöeneu Bteuenzüchler-Verwmmlung wurden 8 verschiedene Kommissionen gewählt, die die Vorarbeiten zu der vom 28 —31. Juli hier statlfinden- den Bienenausstellung im »Deutschen Haus" vornehmen sollen. Aus ganz Thüringen liegen heute schon zahlreiche Anmeldungen zu der Aas- stellung vor.
♦ Ostheiu,, 17. Jan. 1912 Im Konkursverfahren über das Vermögen des ehemaligen Stadllämmcrers Winzer soll die Schlußocrtetluna statifinden. Zu berücksichtigen find hierbet 31596 Mark. Die verfügbare Masse beträgt 4169 Mark.
♦ Sinina, 18. Jan. 1912. Der Schreinergeselle Schlotz Hauer von hier verunglückte an einer Hobelmaschine im Betriebe des Herrn Lyding in Vacha, infolgedessen ihm zw i Finger der linken Hand abgenommen werden mußten.
ewschl. 8000 Mk. i
♦ Bischhausen (Schwalm), 18. Jan. 1912. Die Schwalm ist seit gestern zugesroreu. Der seck?- sährige Sohn eines hieügen Einwohners tummelte sich mit noch mehreren alcichaiiriaen Knaben ans dem Este, als eS v ötzlich ein brach. Einem 12jährigen Knaben aelana es, ibn iu retten.
21000 „
23.060 „
29,000 „
32,000 „
34/ 00 „
74,000 „
100,000 „
Rur dem Nachbargebiete.
4- Vom Lande, 18. Jan. 1912. Ein jeder Landwirt, der im Begriffe steht, eine neue Scheune zu bauen oder über dem Stalle einen Heuboden zu errichten, tut gut, sich zugleich eine S ch n e l l a b - ladevorrichtung anzulegen. Das Ablade« von Heu, Klee, Grummet, Erbsen, Wicken, Getreide und dergleichen ist von jeher eine zeitraubende und schweißtreibende Arbeit gewesen. Dabei sind ost recht viele Arbeitskräfte notig. Bei dem neuen Verfahren sind blos zwei Mann erforderlich und in ein paar Minuten ist der Wagen leer. Der Barren kann dabei beliebig lang sein, 20—30 Meter und länger, ja in den meisten Fällen kann ein Mann ohne Mühe das Abladen allein besorgen. Diese
4200 4510
5000 5500 6000 6500
7000 7500 8000
8500 9000 9500
JVfi 16.
Zahltag 20. Januar M2
59. Jahrgang.
In drr Genksungszeit
ist die zweckmäßige Ernährung von höchstem Werte. Unterstützt man sie durch eine Kur mit CcottS Emulsion, so wird sie noch bester ausgenützt, und
die ttörperkräste heben sich schneller und sicherer.
Auch die Lebensgeister, Schaffensfreude und Unternehmungslust werden sich dann bald wieder einstellen.
' 6(100 Mk. dü A 8600 „ „
500 Mk. 1000 „ 1000 „ 1000 ,.
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Z. Blatt.
druck vnb Verlag der Zuldaer Aetlend ttflr
>, 8*16«.
110,000 112,000 i 14,000 i 16,000 [18,000 [80,000
22,000 ■ 24,000 198,000 :82,000
86.000 740,000 144,000 ■48^00 .52,000
66,000 60,000 .70,000 .80,000 ,90,000 >100,000 *110,0 0 120,000 130,CCO •'140,600
150,0.0
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folgender fein:
ES werden erhoben tn den Ein« kommenfteuerstufen von
900 biS 1050 „ 1200 „ 1350 „ 1503 „ 1650 „ 1800 „ 2100 „ 2400 „ 2700 „ 3000 „ 3800 „ 3600 „ 3800 „
steigt bet höheren in Stufen »o» um je
„ Steigerung bisher
^0?. Die Abstände im allen und int neuen werden mit steigender Skala größer, so daß jetzt bei Einkommen von mehr als 100000 Mark
Schnell-Abladevorrichtung ist auf längere Zeit gesetzlich geschützt intb kann deshalb nur von dem Erfinder, dem Bauer Adalbert Will in Lange n b e r g bei Bieberstein bezogen werden. Derselbe ist bereit, allen Interessenten die nötige Aufklärung zu geben und auf Wunsch je am Montag die Sache praktisch vorzuführen. Die Kosten der Anlage schwanken zwischen 400 und 500 Mark. Da Reparaturen und Abnutzung fast ausgeschlossen sind, so handelt es sich um einen jährlichen Zinsaufwand von ungefähr 20 Mark. Landarbeiter, die neben* beigesagt zur Zeit der Ernte schwer oder gar nicht zu haben sind — ein Umstand, der die Schnellabladevorrichtung wertvoll macht —, würden für 20 Mark nicht lange arbeiten können. Und oft sind viele Hände nötig, das Heu 20 und mehr Meter weit fort zu schaffen. Mit dem Schnellablader geht das aber spielend leicht. Wenn der Heuwagen geladen werden soll, kommt zuerst die „Einlage" in die Letter hinein, es sind dies 6 Stricke, welche in der Mitte an einer Kette gekuppelt sind. Die Kette ist durch einen Stift verbunden, wodurch sie festgehalten wird. Sobald der Wagen voll geladen ist, werden statt des Heubaumes die Ketten verwendet; eine
Aus Gberhesien u. den Hess. Remtern.
* Frankenberg, 19. Jan. 1912. Im Eisenbahn- etat tft für Erweiterung der Gleisanlagen aus hiesigem Bahnhof eine Forderung von 71 000 Mk. eingestellt. Die von der Geschäftswelt schon lange erhoffte Erwetterung des Güterbahnhofs, welcher den hiesigen Berkehrsverhällttisien längst nicht mehr entspricht, dürste nunmehr ihrer Verwirklichung entgegengehen.
* Frankenau, 19. Jan. 1912. Bei der vorgenommenen Bürgermestterwahl wurde der bisherige Bürgermeister Heinze wiedergewählt.
[:] Neustadt, 19. Jan. 1912. Die schultechnische Beaufsichtigung unserer ländlichen Aortbildungs- fchule wurde vom Herrn Regierungspräsidenten dem Herrn Pfarrer Schlitt-Mardorf übertragen. — Unsere Fahrpost, welche den postalischen Verkehr zwischen Als seid und Neustadt vermittelt, scheint wieder in finanziellen Nöten zu liegen, nach- denr dieselbe schon vor einigen Jahren eine ähnliche Krisis überwunden hat. Die Oberpostdirektion Hai an beit hiesigen Magistrat das Ersuchen gerichtet, zum Unterhalt obiger Fahrpost einen jährliche« Beitrag von 100 Mark zu leisten, widrigenfalls sie
„Man wird nickt danach fragen, ob Sie Ihrem Sohn mit Recht Ihre Hilft verweigern. Mau Wick» gh einfach zutnscheln, daß das Parlamentsmitglied carcheft Silvio Eampanelli aus Sparfamkeitsrück- stchtcn sich weigert, die Ehrenschuld seines einzigen Sohne- zu bezahlen, dafür aber gestattet, daß besten Gemo.ylrn öffentlich cn,stritt, um Geld zu verdienen!"
Der Marchese ist fthr blaß geworden. Edward Morrison Hal den stolzen Mann bei feiner wunden Stelle getroffen.
„Bedenken Sie —" fährt der Makler immer lebhafter und eindringlicher fort —> „welche Handhabe Sie damit Ihren politischen Feinden geben würden. Welche Vorteile die Skandalpresse daraus schlagen würde? Ersticken Sie die ganze Sache im Äetm! Niemand außer mir weiß bis fetzt davon, und kein Mensch wird von mir ein Wort erfahren. Geben Sie tnem Sohn die Summe!"
Finster schüttelt bet Marchese den Kops.
„Nein. Mein Sohn muß seine Strafe für feine Torheit haben."
„Gewiß. Dock retten Si« feine und damit Ihre «ßenc Ehre! — Ihr Sohn teilte mir mit, daß [em kommen fünftausend Franken beträgt STiefc Luinmo erhält er vermutlich von Ihnen? — ; • o Franken Rente repräsentieren
em ..ictpttal von hundortsünfunvzwanzig Tausend Franken. Geben «eie ihm die ganze Summe auf emmnl — unter ber Bedingung, daß die Rente aufhort'. Den Reft von fun,undsiebzrg Taufend Franken verpflichte ick »uck, gegen einen von Ihnen anerkannten Schuldlchein ,,hres Sohnes zu beschaffen. Um die Zinsen für diese 75000 Franken zahlen Und dabei seinen Haushalt beitreiten zu können, wird er tm Schweiße setaes Angesichts arbeiten müf-
Zur Einkommensteuer-Novelle.
Durch die Novelle zum Einkommensteuergesetz wird, wie bereit- gemeldet, eine neue Einteilung des Tarifs und der Einardeilung der bisherigen Zuschläge herbeigeführt. Der Tarif der Einkommensteuer für physische Personen soll in Zukunft
fett — eine fast zu große Strafe für eine vielleicht verzeihliche Torbeit."
Der Marchese steht auf und geht ein paarmal nachdenklich auf und ab. Dann streckt er dem Mak- ler mit bei ihm nngewohnter Herzlichkett die Hand entgegen
„Ich danke Ihnen, Signor Morrison! Noch heute spreche ich nut meinem Anwalt. Sie haben wie ein guter Freund gehandelt Nochmals Dank!"
Als der Makler in seinem Weißen Automobil nach seinem Büro auf der Piazza Venezia zurückkehrt, finde! er die Antwort feines Geschästsfteun- des Goldstein aus Hamburg vor:
„Diamant bereits verkauft. Käufer reiste heute früh Exptoßzug hier ab. Route München, Zürich, Mailand"
* Aus Thüringen, 18. Jan. 1912. Der Ge- meinderat in Jena nahm ein Ortsgesetz an, durch das in Handel und Gewerbe die vollkommene Sonntags ruhe eingeführt wtrd. Jena ist die erste Stadt Thüringens, die die Sonntagsarbeit im Handelsstadn völlig befestigt — Beim Bahnhof in H e r ms d o r f wurde ein reisender Handwerksbursche erfroren aufgefunden. — In Hohndorf wurde aus dem Dachboden der Kirche ein wertvoller Schnitzaltar entdeckt. — Der Herzog von Meiningen stellte dem Magistrat von Meiningen 2000 Mark zur Anschaffung von Heizvorräten für Stadtacme zur Verfügung.
M TMr KerbmM.
18] Roman von Adele Böttcher.
Etwas wie Betroffenheit malt sich in den übet*
volkswirtschaftliches und Soziales.
□ Bericht über di« Lag« des ArbettSmarktes in SU«, Hessen-Rassim und Waldeck tat Dez. 191L r Beschäftigungsgrad pflegt im Dezember in der Regel stark herunter zu gehen, so daß Vergleiche mit dem vorhergehenden Monat unzulässig sind. Die in den meisten Betrieben aufgenommenen Inventuren haben zur Folge, daß mit Aufträgen zurückgebalten toirb. Wir müssen deshalb den Dezember des Vorjahres als Vergleich heranziehen und da ergibt sich dann, daß der Beschäftigungsgrad als durchaus günstig zu bezeichnen ist Das gilt zunächst wieder von der Metallindustrie. Die Nachfrage nach tüdjtigen älteren Bauschlossern war bei der Städt. ArbeitsnachweiSftelle in Frankfurt a. M. so stark, daß ein Teil der Unternehmer auch mit jüngeren Leuten vorlieb nahm oder den Auftrag durch Annoncen erledigte. Der Metallarbeiterverband teilt mit, daß alle Zweige der Industrie noch voll beschäftigt sind. Ans der Papierindustrie wird berichtet, daß die Buchbinder bis Mitte Dezember gut beschäftigt gewesen seien, daß dagegen zu Weihnachten eine größer« Anzahl Entlassungen vorgenommen wurden. Nach Sattlern und Tapezierern war die Nachftage bei der Arbeitsnachweisstelle Frankfurt a. M. ebenso wie im Vormonat gering. Aus der Industrie der Hclz- uud Schnitz st off« wird folaendes vermerkt: Für Schreiner war in Frankfurt a. M. etwas weniger Arbeitsgelegenbeit vorhanden. Für Glaser und Rabmenmacher, Wagner und Küfer war jedoch reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden. Für Schreiner auf Kundschaftsarbeit war der Beschäftigungsgrad in der ersten Hälfte des Monats günstiger als in der zweiten. Der Arbeitsnachweis der Holzarbeiter in Frankfurt a. M. teilt mit, daß gegen den Vormonat die Zahl der offenen Stellen etwas zurückaegangen, der Andrang von Arbeitslosen dagegen stärker geworden sei. Für S ch u h m a- ch«r und Schneider wird ans Mainz Mangel an offenen Stellen berichtet, nur ein größeres Konfektionsgeschäft und Schuhfabriken suchten durch Annoncen Arbeiter. Aus Offenbach a. M. wird mitgeteilt, daß in den Schuhfabriken durch die Fertigstellung der im Frühjahre lieferbaren Aufträge stark gearbeitet werde und der Beschäftigungsgrad kehr gut sei. Aus Frankfurt a. M. wird vom Fri- feurgehilftnverband noch gemeldet, daß für die Samstage und Sonntage 64 Aushilfen verlangt worden feiert, die auch besetzt werden konnten. Das Baugewerbe hatte, der Jahreszeit entsprechend, natürlich einen geringeren Beschäftigungsgrad zu verzeichnen. Kassel berichtet, daß die Bautättgkeit, der Jahreszeit entsprechend, bedeutend nachgelassen habe, daß jedoch teilweise noch Erdarbeiten und Kanalarbeiten ausgeführt würden. Mainz meldet, daß im Baugewerbe alle Berufe, mit Ausnahme der Maler und Tüncher, genügend Arbeit hatten. In Offenbach a. M. war die Bautätigkeit ziemlich schwach; ebenso in Wildlingen, wo nur ein größerer Hotelbau seiner Vollendung entgegengeht. In Worms waren für Maschinisten, Heizer und Fabrikarbeiter nur wenige offene Stellen gemeldet. Auch für HauSbursche n, Taglöh* neruudErdarbeiter ging die Zahl der offenen Stellen zurück, allerdings auch die Zahl der Arbettsuchenden. Mainz berichtet, daß fiir tüchtige Erdarbeiter dauernd Befchästignng vorhanden gewesen sei. In Kassel herrschte großer Andrang von ungelernten Arbeitern Im Gaftwirtsgewerbe war der verflossene Monat flau. AuS dem weiblichen Arbeitsmarkt tft zu berichten, daß in Mainz gegen Weihnachten die Nachfrage nach Putzfrauen :richt gedeckt werden konnte. Worms teilt mit, daß der Mangel an tüchtigem weiblichen Kochpersonal sich empfindlich bemerkbar mache. Kassel berichtet von einem Mangel an Arbeitsangebot von Fabrikarbeiterinnen.
10,500 Mk. MS einschl. 20,000 Mk.
20,000 ---
diesmal sollst du dich getäuscht haben, du alter Gauner!" murmelt der Makler ingrimmig. ,^Ich werde jemanden auf dich hetzen, der dir gewachsen ist, und dann euck ganze Räuberbande zum Narren halten. Heidi, soll das ein Spaß werden!"
An demselben Abend noch erhalt daS Ehepaar Lungo folgende merkwürdige anonyme Depesche im Verorecherjargon:
„Der blinde Kalte tft auf dem Steg, den Elefant an Eampanelli zu versauft«, der alles heiß. Kreist sofort Orvieto und erwartet kalten Dust Expreßflug Hat den Staub bei sich. Seid aus Eurer Hut! Es frißt unsere letzte Lanze."
23.
Ju der weiten Bahnhofshalle zu Orvieto herrscht Leben und Bewegung, wie stets vor Einlaufen des Südrxprcßzuges: auf und ab promierende Reisende, Kosserträger, Bahnbedienstete — ein wirres Durcheinander.
Auch das Ehepaar Lungo befindet sich unter tbneit, lebhaft gestikulierend und ungeduldige Blicke
nach der Richtung schlendernd, von wo der Zug ein* fahren soll.
„Wenn es nur wahr ist!" knurrt Bernardo aufgeregt „Wenn nicht irgend ein Hund uns zum Besten hielt und wir das Geld für die Reift un- itätig vergeudeten!"
„Hilt den Schnabel, Hasenfuß!" fpottet die liebevolle Ehehälfte. „Wer weiß denn was von der ganzen Diamanteugeschichte außer unfern Kompli- zen von damals? Und wem wird es einsallen, im Verbrecherjargon zu schreiben? Muß einer von unserer Zunft sein, der uns den Wink gab. Vielleicht der „Gehülft des Optikers" — hahaha!"
,.Hast recht, Nina! Bist wirklich ein kapitales Weib:" Und fwlz blickt Bernardo auf seine Pfiffig lachende Frau.
Ein scharfer Ostwind bläst daher. Zusammenschauernd schlägt Nina ihr Kopftuch über dem rot* •gefrorenen Gesicht zusammen während ihr Mann den Rockkragen hochgeklappt und den Kopf einzieht, wie ein ängstlicher Haft.
,^>orch! Er kommt!"
Ninal lockert ihr Kopftuch. Beide fpähen, zitternd vor Erwartung, dem heranbrausenden Zuge entgegen
„Örtnetoi — Zehn Minuten Aufenthalt!" brüllt dre Stimme des Bahnbeamten
Sofort postieren die Lungos sich in der Nähe des Waggons 1 Klasse. Gleich darauf das gewohnte Gewimmel: hastiges Aus- und Einfteigen, Schwatzen, Schimpfen, Gestikulieren.
Inspizier di» Coupees!" raunt Rina ihrem Manne zu. „Ich bleib' hier draußen auf dem Posten."
Geschmeidig wie ein Aal schlüpft Bernardo zwischen dem Menschengewühl hindurch und steigt in bei: Waggon 1 Klasse.
Als er bald darnach wieder auf den Bahnsteig springt, ist sein Gesicht bunteitot vor Aerger.
„Nichts gefunden?"
„Nichts."
„Dacht' es mir! Aber ich hab' was entdeckt. Dort vorn ist noch ein Einzelcoupee 1. Klasse!"
Rasch schlangeln sich beide nach vorn. Sie kommen gerade zur Zeit. Soeben öffnet sich die Tür des bezeichneten Coupes. Ein junger Mann, tn der Hand zwei Briefe, springt heraus, ruft noch ein Paar Worte zurück ins Coups und schließt die Tur wieder hinter sich. Doch die wenigen Sekunden genügen, um Ninas scharfe Augen einen Blick hinein* werfen zu lassen.
Krampfhaft packt sie ihren Mann beim Arm.
„Bernardo, Bernardo! Er ist'S!"
„Wo?"
„Da drinnen!"
Und ihre knöckerne Hand deutet auf daS geschlossene Coupe.
„Hast du dich nicht geirrt?"
„Bah! Den alten Schuft kenn' ich aus Millionen heraus! — Nun mach' deine Schaft gut!"
„Unbesorgt! Auch du weißt, was du zu tun hast?"
„Na und ob! Addio!"
Und fort eilt Nina Lungo, dem jungen Manne nach, der gerade die beiden Briefe in den Kaste« am Bahnhofsgebäude wirft und dann, nach einem flüchtigen Blick auf die Uhr, im Wartesaal 2. Klasse verschwindet.
Lautlos klettert Bernardo auf das Trittbrett und späht zum offenen Fenster hinein in bas CoupS- Kaum daß er einen Freudenschrei zurückhalten kann.
Dort, nonchalant' mit dem einen Arm auf die Lehne des Polsters gestützt, sitzt der alte Russe. Und — das Coups ist leer, außer diesem einzigen Passagier!!!
Wie eine Schi-dwache promeniert Bernardo vor dem Coups auf und ab — zitternd vor Aufregung, es könne noch jemand anders einsteigen. Wie Stunden schleichen ihm die Minuten dahrn.
Endlich ertönt der Ruf des Kondukteurs:
„Einsiergen, Signori!"
Noch rasch einen Blick nach rechts und links -* dann reißt Bernardo die Tür zu dem Ernzelcoupt ersten Klasse auf und steigt em. (Forts, folgt.)
WDMIZDMLkTSWL
Öen 2 L/en haft angrenzenden Darmstädter Land in lebhaften ®e» SaUgefdnrr mit dem Lacken I fchäftsverbindungen stehen und diesen Verkehr nicht
nach oben Bitner* 9««e missen würden.
einschl. 1050 Mark
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