Basco ) «I t Hr. Weber
Pedro ) - - . - - Hr. «. Beck
Graf Otto, deutscher Ritter . . . Hr. Roth
Ein Alcade.
Höflinge. Pagen. Jäger. Hirten und Hirtinnen.
Die neue Decoration deS 2. Akts ist von Herrn Waldemar Knoll an gefertigt.
Hierauf: Saltarello. Komisches Ballet in 1 Akt, ar ran- girt vom Balletmeister Ambrogio. Mufik von Beldeve;.
Saltarello......Herr Anthonis
Malteo, Pächter . . . . Herr Prior Gianctta. seine Tochter . . . Frl. S. Culie Pietro, GianettaS Bräutigam . . Frl. Foldüre Bauern und Bäuerinnen. Fischer und Fischerinnen.
Borkommende Tänze:
1) Entrée Dansent, getanzt von Fräulein S. Culii
2) La Sicilienne, getanzt v. den Damem vom CorpS de Ballet.
3) Pas de Bouquet, getanzt v. Frl. S. LuliL u. Frl. Foldüre.
4) Große Tanz-Scene, ausgeführt von Herrn Anthonis.
5) La Tavemtella-Napolitana, getanzt von Frl. ®. Culie.
6) La Taveintella-Frenatica, getanzt von dem Damen vom CorpS de Ballet.
7) 11 Saltarello, passo comico, auSgeführt von Hrn. AnthoniS. Anfang halb 7 Uhr. Ende Legen halb 10 Uhr. Caffer- Oeffnuvg 6 Uhr.
Freitag den 28. Februar 1879: Ein kleiner Dämon, Lustspiel iu 3 Akten nach dem Französischen von A. Bahn. Cecilie: Fräulein Blitz auS Wien als Gast. Vorher: Ein Knopf. Lustspiel in 1 Akt aon J. Rosen. Abonuc- ment A, 91. Vorstellung.
An die Herren AetiouSre der Neue« Theater-Actien-Gesellschaft.
Der ergebens Unterzeichnete beehrt sich, die Mittheilung zu machen, daß Herr G. Fay die Güte gehabt hat, den großen Saal seines
' Hotel zum Schwaneu
Sonntag den S. März, Nachmittags »'/, Uhr, \ zum Zweck einer vertraulichen Besprechung der Theater-Angelegenheit zur Verfügung zu stellen.
Die Lösung der für daS Gemeinwesen Frankfurts so wich- tigen Theatcrfroge wird jedem Betheiligteu erwünscht sein ' und schwerlich durch anonyme Artikel in den Blätter er- h^retcht werden.
Eine Generalversammlung wird um so leichter ein befriedigendes Resultat ergeben, wenn eine Verständigung über daS zu Erstrebende vorhergegangen ist.
Es soll bei diesen Besprechungen jedem Aktionär Gelegenheit geboten werden, in zwangloser Weise seine Ansichten vorzubringen und zu begründen, und wird deshalb im Interesse der Sache um zahlreiche BetheUigung an diesen Berathungen gebeten.
4172h__S. Michel Suche«.
DaS Eise« als Blutbilder im Dienste der
M-diei«. 4171o
Welche große Bedeutung das Eisen in seinen chemischen Lösungen bei den viel verbreiteten Krankheiten als Bleichsucht, Blutarmuth, Schwäche u. s. w. einnimmt, ist bereits selbst zur praktischen Ansicht deS Volkes geworden. Allein das Eisen muß, um überhaupt von Wirkung zu sein, durch die Verdauungssäfte ausgelöst werden, um in das Blut
übergehen zu können. Da indeffen die Bleichsüchtigen und Blutarmen in beinahe allen Fällen an schwacher Verdauung leiden, so erweist sich daS Eisen, falls nicht die Natur im Organismus nachhilft, wirkungslos und verursacht überdies heftige Magen- und Verdauungsbeschwerden. — Die Eiseulösungen, denen sich die heutige Medicin, als kohlensaures, milchsaures und salzsaures Eisen bedient, ersteres zumeist in den Mineralwäffern, haben alle die genannten Folgen gemein, und Kranke, die bereits Eisen nehmen mußten, werden wehr oder weniger jene Uebelstäude kennen gelernt haben. — Es würde den Zweck dieser Zeilen verfehlen, eine wiffenschaftliche Deduktion über die verschiedenen Eisenpräparate und deren Wirkungen aus den Organismus zu geben, da solche in daS Gebiet der speciellen Medicin und Pharmacie gehören, allein eS sei hier auf das dyalifirte Eise«, welches unter dem Namen Fer Bravais in den meisten Apotheken zu erhalten ist, besonders aufmerksam gemacht, weil eS anerkanntermaßen und auch durch drei Patente legalifirt, das vollständig reinste, säurefreie Eisen - Protoxyd ist, welches jeder Patient ohne Gefahr oben geschilderte Unpäßlichkeiten zu erleiden, leicht mit sicheren Erfolgen nehme» kann.
Wenn auch von Seiten vieler Aerzte dieses durchaus cmpfehleuSwerthe Eisenpräparat ausschließlich schon verordnet wird, so ist dasselbe doch noch nicht so allgemein bekannt, daß diese Worte, die lediglich bezwecken, dieses vortreffliche und wichtige Eisenmedicament im Interesse der Bleichsüchtigen und Blutarmen den ärztlichen Kreisen, sowie dem Publikum hervorzuheben, ihre Beachtung sicher finden werden.
In einem hiesigen Blatte findet sich ein kleiner Artikel, worin bemerkt wird, daß die Aufforderung deS Hrn. Michel- Kuchen, „eine Besprechung der leider so verwickelten Theater- Angelegenheit zu veranlassen" mit Freuten begrüßt wurde. Hiergegen läßt sich nichts einwenden, allein wenn ferner gesagt wird, daß in Betreff der Kapellmeistcrstelle der Auf- sichtSrath, als Herr Frank seine Demission eingereicht, denselben hätte bewegen sollen, den Posten noch so lange zu behalten, bis ein „Ersatz" gefunden, so ist dies eine Ansicht, vernicht unbedingt zugestimwt werden dürfte. WaS soll überhaupt mit ditsem „Ersatz" gemeint sein, etwa daß man Kops über Hals einen neuen Kapellmeister mit entsprechend hoher Gage rugagirt? Damit hat eS denn doch noch alle Zeit und muß vor jeder Ueberstürzung dringend gewarnt werden. Sollte wirklich daS Bedürfniß vorhanden sein, einen neuen Kapellmeister anzustellen — was aber entschieden verneint werden muß, da Herr Goltermann seiner Aufgabe vollkommen gewachsen ist und in den letzten Jahren, während Herr Lachner noch als erster Kapellmeister fungirte, die meisten neuen Opern mit großem Fleiß und Verständniß einstudirte und dirigirte — so könnte diese Anstellung füglich erst dann erfolgen, wenn daS neue „Opernhaus" einmal wirklich eröffnet wird, worüber indeffen noch Jahr und Tag verstreichen dürfte. In unserer an Geld, so armen, an Musik und Dirigenten dagegen so
reichen Zeit ist es nicht nothwendig, sich jetzt schon der Befürchtung hinzugebe», eS könnte alsdann eine paffende Per- sönlichkeit vielleicht nicht gefunden werden.________________551k
V-rleger: I. <6 Holtzwart'S Nachfolger, H. Minjon.
Verantwortlich für die Redaction; H. Minjon.
Drucker Feodor Körber. Sämmtlich in Frankfurt a. M.
Mit hem heutigen J«teM>e»z-Bl»ttZünd «-gegeben worden: 6 Beilaaen und die Frankfurter Nachrichten Nr 48 vwie das Amtsblatt Nr. 11 und der Oeffentliche Anzeiger Nr. 17.