der Stadt Frankfurt a. M.,
verbunden mit bett Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition am H. Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
Ns. 53. Donnerstag den 4. März 1875.
Aeberdlick der Ercignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
München. (Abgeordnetenkammer.) Auf Interpellationen der Abgeordneten Jacob und Hafenbrädl bezüglich der Einlösung resp. Außercourssetzung süddeutscher Münzen, ant wortete der Finanzminister: die ab geschliffenen Landes-Scheide münzen werden eingelöst; hierzu gehören aber nicht die österreichischen fünf und drei Kreuzerstücke, die in Österreich selbst schon längst außer Cours sind. Die sogenannten „Knopfsechser" und „Knopfgroschen" werden eingelöst je nach Befinden des einzelnen Falles; die durchlöcherten oder sonst beschädigten werden nicht eingelöst. Die Frage über die Außercourssetzung unterliege der Schlußentscheidung des Bundesraths; sie muß 4 Monate vorher angekündigt und wird auf jede» Fall ein längerer Einziehungstermin gegeben werden.
München. Es wurde der Gesetzentwurf über die Rechtsverhältnisse der Militärbeamten, welcher 162 Artikel umfaßt, bis Artikel 46 discutirt. Gegen den Entwurf sprachen Dr. Freitag und Schüttinger, für denselben Marquardsen, Franken- burg und der Kriegsminister. Artikel 1 wurde mit 71 gegen 62 'Stimmen, die übrigen Artikel mit ungefähr demselben
Ob Hein seine Befugnisse überschritten, darüber habe der hierfür bestellte Senat des obersten Gerichtshofes zu entscheiden, dessen Ausspruch herbeizuführen die Regierung nicht gesäumt habe.
Wien. Die „Oesterr. Corresp." meldet, daß der Hofrath Weber, technischer Consulent im Handelsministerium, mit dem Ablauf seines Vertrages am 31. Mai d. I. aus seiner Stellung ausscheiden wird.
Wien. Dem „Correspondenzbureau" wird aus Con- stantinopel gemeldet, daß die Veröffentlichung des Budget- demnächst zu erwarten sei. Das Deficit betrage 6 bis 7 Millionen.
Pest. DaS abtretende Ministerium wurde vom Kaiser in einer Abschiedsaudienz empfangen. Der Kaiser empfing sodann das neue Ministerium, dessen neu eintretende Mitglieder den Eid ablegtrn.
Pest. Im Amtsblatt wird die Enthebung des bisherigen und die Ernennung des neuen Ministeriums veröffentlicht. ... v. Btto und Pauler wird das Großkreuz des Leopoldordens ' verliehen. Ein kaiserliches Handschreiben an Ghiczy hebt dessen aufopfernde Thätigkeit hervor und ersucht um seine fernere Mitwirkung. Zichy, Szapary und Bartal drückt der König
seine Anerkennung aus.
London. Delegirte der Minenarbeiter in «Schottland beschlossen zur Unterstützung der Kohlengrubenarbeiter in Wales von dem Tagelohn jedes Arbeiters 6 Peace abzugebeii.
Versailles. Die „Agence Havas" meldet: Die Meldungen der Journale über die Unterredung Buffets mit dem Marschall Mac Mahon sind als vollständig ungenau zu bezeichnen. Es herrscht zwischen dem Marschall-Präsidenten und Buffet bezüglich des Programms sowohl als der PerMen früge wie Uebereinstimmung. Buffet äußerte, er könnte den Austrag zur Neubildung des Cabmets nicht aun-hmen um halte für zweckmäßiger, Präsident der Natwnalversannmm zu bleiben; er würde indessen mit mehreren Person ichkeiten conferiren, um die Cabinetsbitdnng zu fördern und bleibe der Hoffnung, nicht selber in dasselbe eintretcn zu dürfen Buffet ist am Abend zum Marschall nicht zurückgekehrt, letzterer empfing keine andere politische Persönlichkeit.
Versailles. Buffet hatte gestern eine lange Unür- 'cdllng mit dem Präsidenten und conferirte sodann Wt Brpgüe
Stimmenverhältnisse angenommen. .
Wien. Auf Wunsch der Regierung fand eine Conferenz der Minister und mehrerer Abgeordneten statt. Dem „Corre- spondenz-Büreau" zufolge wurde darin erörtert, welche Vorlagen in der gegenwärtigen Session noch zu erledigen seren. Aus politischer Opportunität und auf Wunsch der Regierung wurde ein Aufschub des Waldauer'schen Antrages, betreffs Abänderung des Schulaufsichts Gesetzes, für zweckmäßig befunden. In der dreistündigen Conferenz mamfestirte sich überhaupt die erfreulichste Uebereinstimmung Ulschem Abgeordneten und Vertretern. der Regierung. — ®« ^^ung verschiedener Blätter, daß Hofrath Schwege! als Handelsmmrster in Aussicht genommen sei, ist unbegründet.
Wien. (Abgeordnetenhaus.) Der Justizminister beantwortet die Interpellation wegen des Schreibens des Ober-| landesgerichts-Präsidenten Hein an den Baron Wittmann., _ ~ „ Das Schreiben sei ein vertrauliches Pnvwschrel.en gewesen,,un «^ Angesichts der andauernden Unterbrechung welches keine Rüge enthielt. Der Vater Wittmanns habe ge^ Fâhrs beräth die Kammer einen Gesetzentwurf, betreffs SÄ »ÄÄTÄÄ kW...............
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