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verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition am ^ Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

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Ro, 27. Dienstag den 2. Februar 1875,

Ukberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 2. Februar.

Dem preußischen Abgeordnetenhause ist jetzt auch der Ge­setzentwurf über die Verfassung und Verwaltung der Provinz Berlin zugegangèu. Der Entwurf reproducirt im Großen und Ganzen die Paragraphen der allgemeinen Provinzialordnuug jedoch bedingen die eigenthümlichen Verhältnisse einer Provinz, die nur ans drei Kreisen, Stadt- und Landkreis Berlin und Stadtkreis Charlottenburg besteht, besondere Bestimmungen und Bedürfnisse. Die Stadt Berlin hatte 1871 807,738 Ein­wohner, der künftige Landkreis Berlin zählt 45,559, die Stadt Charlottenburg 19,518 Einwohner. Es wird für die Pro­vinz Berlin kein besonderer Ober-Präsident ernannt, sondern der Ober-Präsident der Provinz Brandenburg übernimmt zu­gleich jenes Amt. Von besonderer praktischer Wichtigkeit ist, daß die landespolizeilichen Befugnisse, welche bisher zur Ge- schciftsführung der Potsdamer Regierung gehörten, auf den Polizei-Präsidenten von Berlin übergehen.

Nach dem Münzplan ist angenommen, daß im Jahre 5^" stimmen nur das Centrum geschlossen, einzelne Con- 1875 zur Ausmünzung kommen werden: 50 Mill. Mark urvatlve und Tellkampf, Banks und Duncker. Die vom Ab- Goldmünzen, worunter für 10 Mill. Zehnmarkstücke: 66 Mill, ^rsiswten Fruhauf eingebrachte Resolution wegen Errichtung ™ * ----- ■• - ------ 1 - 22 Mill "wächst vieler Zwerganstalten der Bank wurde zurückgezogen,

wer Aus- nachdem Delbrück möglichste Berücksichtigung in Aussicht ge- Wstätten lteUt.^eine bcstia nite Zusage zu geben aber abgelehnt hatte.

I Die Wahl Keuny's wird für gültig erklärt. Forkenbeck gibt . die gewöhnliche Uebersicht der erledigten Arbeiten. Denzin : dankt Namens des Hauses dem Präsidenten Forkenbeck für seine Geschäftsleitung, worauf der Präsident des Reichskanzler- amtes Delbrück die Botschaft des Kaisers verliest, worin der­selbe ^>em Reichstage für seine hingebende Thätigkeit dankt und den Schluß der Session ausspricht. Die Sitzung wird dann mit einem vom Präsidenten Forkenbeck auf Se. Majestät deck Kaiser ausgebrachten dreifachen Hoch ge chloffen.

München. Durch ein königliches Rescript sind die Kammern auf Montag, den 15. Februar, wieder einberufen.

Wien. Sicherem Vernehmen nach ist das Beglau­bigungsschreiben für den Grafen Ludolf als austro-ungarischen Gesandten bei dem Könige Alfons bereits nach Madrid abge­gangen. Die Anerkennung Alfons Seitens Oesterreichs ist als vollzogen zu betrachten.

Wien. Die „Wiener Ztg." m ldet, daß der Finanz­minister auf Grund des Gesetzes vom 13. December 1873 zum Zwecke der Förderung des Eisenbahnbaues eine schwebend«

Mark Silbermünzen, nämlich 40 Mill. Fünfmark-, ! «Eiiimark- und 4 Mill. Zwanzigpfennigstücke. Von einer

Prägung von Zweimarkstücken ist bei preußischen Münzstätten für jetzt nicht die Rede. An Nickelmnnzen sollen 1,625,000 Mark zur Ausprägung kommen, worunter 600,000 Mark Zehnpfennigstücke; in Kupfermünzen 1,400.000 Mark. Alles m Allem also 119,025,000 Mark.

[ Die Festungen Minden, Erfurt, Wittenberg, Cosel, Grau- denz, Colberg und Str lsuud sollen eingehen. Die hierdurch für die Militärverwaltung entbehrlich werdenden Grundstücke | sind an den preußischen Staat zurückzugeben, wogegen dieser i gleichzeitig dem Reiche die Kosten der Einebnungs-Arbeiten (mit 900,000 Mark zu erstatten hat. Voraussichtlich werden s die Einebnungs-Arbeiten bei sämmtlichen eingehenden Festungen zur Mitte d. I. vollendet sein.

DaS Kanonenboot „Nautilus" traf von Pasiages am jvamstag in Santander ein, wo nun das deutsche Geschwader, bestehend aus „Nautilus", „Albatros" und der Corvette iâgusta" vereinigt ist. Von einer weiteren Verstärkung des sGeschwaders wird einstweilen abgesehen. — Die Corvette „Ariadne" löst „Elisabeth" ab in Ostasien und geht zunächst

i nach China. „Elisabeth" wird Anfang April d. Js. in Kiel erwartet.

Berlin. (Reichstag.) Miquel theilt den Anschluß der ständigen Justizcommisfiou mit, von der Wahl von Stellver­tretern abzusehen, ferner jedem Mitgliede des Reichstages die Einleitung formulirter Anträge aiiheiinzustellen, über welche durch i ie Commission berathen und abgestimmt werden soll. tierauf folgt die dritte Lesung des Bankgesetzes. In der eneraldiscussion bekämpft der Berichterstatter Bamberger einen Antrag Schröder'» (Lippstadt) auf Streichung des § 14 und weist die Angriffe des Antragstellers zurück. Bei derSpec-al- debatte wird die vom Abgeordneten von Minnigerode zu § 9 beantragte Wiederherstellung der einprocentigen Steuer abge­lehnt. Der Präsident des Bundesrathes, Delbrück, erklärte, der Bundesrath stimme vollkommen den Beschlüssen der zweiten Lesung zu. § 44 wird mit einem neuen Anträge Lasker's, wonast der Bundesrath discretionäre Befugniß erhält, einzelne von den verbotenen Formen der Creditertheilung den Banken ze tweilig oder widerruflich zu gestatten, mit großer Majorität angenommen. Alles Uebrige wurde nach den Beschlüssen der zweiten Lesung unverändert, hierauf das ganze Gesetz in der Schlußabstimmung mit großer Majorität -angenommen. Da-