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. btit gewährt wird. Nach der Versicherung der Vertreter Born­heims ist nur sehr selten der Fall eingetreten, daß aus Ge- : Bindemitteln ein Zuschuß für die Verpflegung der Dienstboten im heil. Geistspital gewährt werden mußte. Den Hypotheken­schuldnern der Gemeinde werden die geliehenen Pfandkapitalien von Seiten der Stadt nicht vor Ablauf der nächsten zehn I Jahre, vom 1. Januar 1875 an, gekündigt werden. Dieflni- gm Bornheimer Bürger, welche Gemeinde-Alimente in Nutz- i nießung besitzen, bleiben in ungestörtem Genusse, gleichwie die Successionsbefugniß derjenigen anerkannt wird, welche vor i ton Jahre 1850 Ortsbürger Bornheims geworden sind. Den ! Bediensteten der Gemeinde, welche in der städtischen Verwal- : tag keine ihrer bisherigen Stellung entsprechende Verwendung mden können, wird eine Entschädigung zugesichert. Born­heim wird auf städtische Kosten gepflastert und kanali- sllt. Es wird hiebei ausdrücklich bemerkt, daß zum mindestens die Haupt-Straßen Bornheims, nämlich die Gelnhäuserstraße bis zur Fallthorstraße, Arnsburgerstraße, Löbersgasse bis zur Weidebornstraße, sowie das neue Viertel zwischen der Taunus- und Bleichstraße, den Fortbestand ruhi­ger Zeiten vorausgesetzt, innerhalb der nächsten 5 Jahre cana- lifirt werden sollen. Die Quellwasserleitung soll in 2 Jahren angeführt nnd müssen 35 öffentliche Brunnen und 35 Feuer- irahnen errichtet werden

Am verflossenen Samstag feierte die Gartenbau-Gesellschaft in ihrem festlich mit Pflanzen und Guirlanden geschmückten Vereinslocale ihr alljährliches Stiftungsfest, welches mit den Alchen Toasten, sowie mit heiteren und ernsten Vorträgen rinen recht gemüthlichen Verlauf nahm. Einen sehr bemerkens- Merthen Moment bildete die Ansprache des Hrn. Präsidenten m die Versammelten über die Zwecke und die Bedeutung der Gesellschaft für Frankfurt, deren Leistungen und Ziele; ferner der Ausdruck des Dankes, welchen derselbe dem in diesem Jahre abgegangenen langjährigen eifrigen und unermüdlichen Bicepräsidenten, Hrn. Adlung, unter besonderer Hervorhebung der bedeutenden Verdienste um die Zwecke und die Bestrebun­gen der Gesellschaft, aussprach. Mit herzlicher Freude wurde euch noch ein dem ehrwürdigen Nestor der hiesigen Gärtner Md Mitstifter der früheren Gartenbau-Gesellschaft „Flora", Hrn. Larenz Reder, ausgebrachter Trinkspruch begrüßt und mit donnerndem „Hochrufen" begleitet.

Behufs abermaliger Eröffnung eines Lehr-Cyclns imner Schreib-Mèthode ist Herr Gander, Schreib- taer aus Mainz, wieder in unserer Stadt eingetroffen. Die Effectiü überraschendsten Erfolge, welche derselbe mittelst seiner rationellen Handschriften-Verbesserungs-Lehrmethode, gelegent- ta seines früheren Aufenthaltes dahier, erzielte, sind zur Ge- m>ge bekannt.

Kunst-, Literatur- und Theater-Notizen.

Offenbach arbeitet gegenwärtig in Nizza, aber nicht an Operette, sondern an einer — Messe, welche am Tage der Mzeit seiner Tochter Sofie Blanca mit dem Wechsel-Agenten Mn Tournal gesungen werden soll. Es ist dies die zweite Mee des Meisters, welche sich vermählt. Die erste heirathete

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6 Mari80Wte' ^^ Director des Theaters der Bonffes ParisienS

Wie aus Genua geschrieben wird, arbeitet Verdi an einer neuen Oper, deren Stoff Shakespeare'« „König Pear* entlehnt ist.

Die berühmte Tragödin Clara Ziegler wird im März d. J. auch auf dem Wiesbadener Theater gastiren.

Webers „Oberon" errang in Bordeaux bei seiner ersten Aufführung am 6. Januar einen eklatanten Erfolg. Die Darstellung war ausgezeichnet und die Sänger wurden öfters gerufen. Der Saal war gedrückt voll und das Publikmn äußerte vom Anfang bis zum Ende seinen Enthusiasmus.

AuS der Nähe.

Nassau. Der Communallandtag des Regierungsbezirk» Kassel hat der Jdiotenanstalt in Schmer« ein Geschenk von 600 Reichsmark bewilligt.

Ems. Eine große Felsenmasse, welche sich in Folg« der anhaltenden Regengüsse der letzten Wochen vom Gebirge ad« mälig losgelöst hatte, stürzte, trotz aller gemachten Anstren- gungen,. es zu verhüten, am 26. d., Nachmittags, plötzlich herunter'und zertrümmerte einen Theil der Hintèrgebäüd'e deS „Schützenhofes". Die Detonation war weithin vernehmbar und der durch den Felssturz hervorgerufene Luftdruck so be­deutend, daß die Fensterscheiben an den Gebäuden des Hofes zum Theil eingedruckt wurden. Zum Glück befand sich in dem gefährlichen Augenblicke Niemand an dieser Stelle.

MannichfattigeS.

Der Magistrat von Detmold macht im fürstlich Lippe« schen „Reg.- und Anzeigebl." bekannt, daß nach der ihm von Seiten des Vereins für das Hermanns-Denkmal gemachten Mittheilung im Laufe des Sommers, vermuthlich im Juli dieses Jahres, das Fest der Enthüllung des HermannS-Denk« mals auf d r Grotenburg stattfinden wird.

Die Ergänzung einer SchwurgerichtShofes in Folge des Nichterscheinens einzelner Geschworener nach Eröffnung der Sitzungsperiode, hat nach einem Erkenntniß der Ober-Tribunals stets aus der Ergänzungslifte durch daS Loos zu erfolgen. Eine Ergänzung hingegen der fehlenden Zahl durch eine Aus- Wahl aus den in der Hauptliste genannten Personen hat die Ungültigkeit des Hauptverfahrens zur Folge, gleichviel, ob die in bie-er Weise einberufenen ErgänzunaSgèschworenen thatsäch­lich nachher als Geschworene mltgewirkt haben oder nicht.

Zur Warnung. Am Mittwoch ist in Berlin ein junger Eisenbahn-Beamter beerdigt worden, dessen durch einen unglück­lichen Zufall herbeigeführter Tod große Theilnahme erregt. Der Mann zündete sich einige Tage vor seinem Tode nach dem Abend- essen eine Cigarre an. Dabei sprang etwas Phosphor von dem Streichholz ab und nahm seinen Weg in eine kaum nennenswerthe Fingerwunde des jungen Diannes. Obgleich er sofort die Wunde nach Kräften reinigte und auszusaugen versuchte, so schwoll das Glied doch bedeutend an. TagS darauf war Hand und Arm ^odb aufgeschwollen und am dritten Tage nahm den unglücklichen jun­gen Mann eine Kranken-Anstalt auf. Er war nicht zu retten, selbst eine Amputation wäre vergeblich und nur angethan gewesen, seine Pein zu vergrößern, und er starb.