verbunden mit den frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition am H. Geistpsörtchen, SchlachthauSgasse 21.)
Ro. 17.
Donnerstag den 21. Januar
1875.
Aeberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, den 21. Januar.
DerBundesrath und die vereinigten Ausschüsse desselben für das Landheer und die Festungen und für Rechnungswesen, sowie der Ausschuß für Rechnungswesen hielten gestern Sitzungen.
Wien. (Proceß Ofenheim.) Entsprechend den Anträgen der Vertheidigung werden Sachverständige bez. des Collaudi- mngsprotocölls, ferner der ehemalige Ministerpräsident Potocki, Statthalter Pino und Handelsminister Banhans als Zeugen vorgeladen, dagegen andere von der Vertheidigung gewünschte Zeugen, darunter der ehemalige Minister Plener und Statthalter Goluchowski, abgelehnt.
Pest. Unter dem Vorsitz des Kaisers fand ein Mini- Mrath wegen der Finanzangelegenheit statt. Die Regierung s trotz der Opposition des Finanzausschusses daran fest, daß die Hälfte des diesjährigen Deficits (12 Millionen) durch Steuer- erhöhungen , die andere Hälfte aus der letzten An^-M gedeckt ^de, da nur in diesem Falle ëiné ' Herstes » 7^ Gleichgewichts für 1876 möglich sei.
Paris. Dte-^Äqence Sanas“ erfährt. Delegirte des Londoner Carlisten-ComitkS^hätten sich in ms Hauptquartier öon Don Carlos begeben, da"1m«^cnMMglischen Capitalisten bestehende Consortium, welches Don^Earlos eine Anleihe ge- wahrte, die Verabfolgung weiterer Zahlungen ablehnte
Paris. Dem Vernehmen nach beharrt die Rechte darauf, die Vertagung der Berathung der coiistitutionellcn Ge- wutlDürfe bis nach der Reconstruktion des Ministeriums zu beantragen. — Der neue Municipalrath von Marseille ist in Folge einer Dimension gegen die von der Nationalversammlung bewilligte städtische Anleihe suspendirt.
. London. Ueber den Zustand des Prinzen Leopold ver- ""»mt man daß der Blutsturz sich wiederholt und den Prm- neuerdings sehr geschwächt hat. Im Uebrigen soll der Zustand des Kranken nicht wesentlich verändert sein.
London. „Reuters Bureau" meldet aus Montevideo
18. Januar, daß dortselbst neuerdings Ruhestörungen vor- gkwmmen seien und die Befürchtung einer neuen Revolution ÖW werde, weshalb die Geschäfte wieder stockten.
Madrid. Der König reift nach Saragossa und von da , Logronv ab, woselbst er Mittivoch eintreffen wird. Derselbe
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wird sich von dort nach Tafalla begeben und eine Truppen« revue abhalten. — Betavides ist zum Gesandten in Rom ernannt. — Die Regierung hat beschloisen, gegen Larauz vorzugeheu. — Castelar wird die Annahme eines Deputirtenmandates ablehnen, falls die Ableistung eines Eides gefordert werden sollte.
Frankfurt, den 21. Januar.
Endlich ist es gelungen, auch des zweiten Bürschlein habhaft zu werden, der zahlreiche Diebstähle in der Weise verübt hat, daß er sich ein Logis miethete, welches noch andere Arbeiter bewohnten, eine Nacht darin zubrachte und am andern Morgen, nachdem er an sich genommen, was er erlangen konnte, verschwand. Ovwohl der Polizei bekannt, wußte er sich doch früherer Festnahme dadurch zu entziehen, daß er nur Abends seine Gange machte, am Tage sich aber in einem Privatlogis in Bockenheim aufhielt. Nur durch die mühevolle Arbeit, daß alle Logisgeber, welche in den Zeitungen Logis offcrirten, von der Polizei benachrichtigt wurden, Bes schließlich, dieses Burschen und seines Genossen zu werden. Mit Hülfe der Mütze eines Eisenbahn- m, die sich dieser gefährliche Gauner beigelegt hatte, war es ihm, indem er sich für einen Bahnbediensteten ausgab, überall leicht geworden, Logis zu finden.
Am 19. d. M. trat das Comite der beiden hiesigen stenographischen Körperschaften zusammen um über die diesjährige, Mitte Februar cr. im großen Sagle des Kaufmännischen Vereins stattfindende Gabelsberg-Feier Beschluß zu fassen. Das entworfene Programm ist in jeder Hinsicht em ausgewähltes, sodaß Wi im Voraus einen genußreichen Abend versprechen können.
Am Samstag den 23. d. M. wird, wie wir vernehmen, der Redacteur des „Frankfurter Journals", Herr Alfred Koch, sich vor der Strafkammer wegen Majcstätsbeleidigung zu verantworten haben.
Es dürfte auch hier in weiteren Kreisen interessiren, daß nach der „Post- der Präsident des königl. Appellationsgerichts zu Greifswald, Herr Dr. Albrecht, zum Präsidenten des kgl. App-llationsgerichts zu Wiesbaden ernannt werden soll.
Wie uns mitgetheilt wird, hat Herr Barnay um seine Entlassung für sich und seine Frau gebeten. Diesem Gesuche sei mit dem Wunsche Folge gegeben worden, daß auch in der Zukunft Herr B. dem hiesigen Publikum bm Genuß seiner Misteileistungen, weun auch nicht als ständiges Mitglied, so doch als ständiger Gast ermöglichen werde. Heir B. habe (je*