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Intelligenz-Blatt

der Stadt Frankfurt a. M.,

verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Ro. 283 Donnerstag dm 3. December 1814»

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Werblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Nos»rf««t, den 3. December. In Ungarn droht eilte Krise hereimâechen. Die Deakpartei bat sich abgenutzt usb die staatsrechtliche Oppasiti'N möchte auch einmal regiern Kolomau Tisza und Een-y y werde« als die Häupter der kânftige« Regierung bezeichnet. »Eise solche E s Heilung zügt uvS, daß man in Ugar« mit dem ® nße der L-g« kokrttirt, ohne ihn voll begriffen zu haben, ohne ihn voll- siS'idig zu erkennen, ohne von demselben erfüllt zu sein. Richt ein Miaisterwechsil, nicht eine neue Parteibildung ist es, was Ungarn ooththnt, sonder« die Erfüllung der staatsbürgerlichen Pfl chte» durch s-me Bürger. Fast gewinnt es den »«schein, als ob dir Abgeordneten des ungarischen Bölke» das Parla- ^>e»t «ehr als Rennbahn für de« Sport deS Ehrgeizes unb bt« Äachistnbens, den« als Feld für die Uebuoa setbstver- üug«ender Pfl cht betrachten.* So schreibt die »Reu« Freie Preise . Er drängt sich uuS hierbei der Eindruck auf, als der ParlamentariSmss zur Befriedigung p-rsön- lHe» Ehrgeizes verhalten süß, wie man das in manchen namentlich in solchen romanischer Zuage, wahr- Mmt, der Constituüo^aÜsmuS eher eine Ges rhr alt ein seil l«n?c" ^aat ist. Wir pflichten der »Neuen Freien Presse* VE»«««» bei, wenn sie sagt: »Man muß nicht Minister ina, um sn der Rettung des B terlandrs erfolgreich mitmit- ^i’ l^ ^""lob stad wir voi der leicheu Gefahren m »wfwwnb noch ziemlich weit entfernt.

ka.u.. katholische Lord Acton hat sich di« Heraus- E#?J des Erzbischofs Manning, seine Behauptungen, o.L. u ^uramontaue« in England und an^erSwo dem z.eseu von Königen und Königinnen uachgeftellt, durch Be- ^/.LW »rbSrten, nicht wiederholen lassen. De heutige bringt die gewünschten Quellenangaben in einer K;Tdt M Ausführlichkeit, vor der es d n Prälè a,»°?"âner Färbung, die hauptsächlich in energischen M ^ ?m “^ Hirtenbriefe» n 6, päpstlichem Muster stark M«'i»! n?E°ßrn schwindeln dürfte. An hem Beispiele der Ö N'sèrh beweist Lord Acton Roms mörd-rifche Mn« «C;tt8 Jeaei Z it dokumentarisch; Lord Acton hat in S^v?^aH r>â!N Rameu »Unser Döllinger* erhalten. — ^^"boner Blitt räth dem Fürsten Bismarck, den Brief

Sfcinn>» ;»em , *âth dem Fürsten Bismarck, den Brief ' «' klärt, werden die Etat-positionen für das RetchSjastizamt, tu l-«k.». Deutsche übertragen und massenhaft verbreiten sowie sämmtliche Positionen bei Etats für dasRrich-kanzler- 1 derselbe werde eine außerordentliche unb überze». * gyt bis Titel 15 bewilligt.

gende Wirkung hervorbringen. Immer deutlicher tritt in England die erfreuliche Erscheinung zu Tage, daß die dorti­gen U'tramonm in Folge der Gladstone'schen Broschüre in zwei Lager gelpalte» worden sind.

Don Alfonso scheint wirklich nach Spanien zurück- gekehrt zu sei« und sich mit seinem Bruder auSgesâhut zu haben. Der kürzlich geführte Schlag am Berge San

Marcos hat die entzweiten Brüder wieder bereinigt, und wahrscheinlich hat jetzt Don Carlos seinem Bruder Vollmacht gegeben, die »Intriguen mit der Wurzel ouSzuroiten* wie dir« letzterer in seinem AdschiedSbefehl zu wollen erklärte, Mau darf also bar mf gefaßt sein, daß bei den Carltst«» nächsten« ein bischen füsilirt wird.

* Berlin, 2. Dec. (Reichstag). Ls folgt die zweite Berathung des Reichshaushr-tsetat» und zw r der Mariae» Verwaltung, welcher eber falls der Budget co »Mission üb rwieseu wird. Bei der darauf folgenden Berath««« - es Etats des Reichskanzleramtes fragt Lasker an, in wie weit daS den « sichtiste Reichsjustizamt eine selbstständige B««örde sein werde und wünscht die Klarstellung der Bertr Wag des ReichSkanz- lers durch das Reich kanzlerawt Nachdem D Ibiül als Hauptaufgabe de» RrichSjastizamteS die Borbereiturrg der Ersitz Hebung bezeichnet hat, die nur in engste Verbindung mit de« Reichskanzleramt gelöst werden könne, erklärt der Reichskanzler Fürst BiSmarck: Er fei zwar »ichr für alle Einzelheiten, aber dafür verantwortlich, naß an der Spitze der ve schiedenen Berwaltaugen Personen stehen, die für die boBiSntttge AuSfühung des Polens bärgen. DaS ihm gegen Maßnahmen oder Personen zustrheude Beto ^einträchtige nicht fre Selbstständigkeit der einzelnen Astseilungeu d-S Reichrkanzlerawte». E'rnfo sei die Selbstständigkeit des R-ich»justizamteS zweifellos. Freilich werde vielleicht ein Beamter nicht immer cB'in die P'äfidialgeschäfte des Reichr- kanzleramter unter Leitung verschiedener Präsidenten verlesen kennen, für die Berbältutsie des Reiche» aber werde die Be­schaffung vom ReichSwioisterium nicht thunlich fein. Nachdem Äiudthorü gegen Lasker für Bewilligung der âtatspositionen für das Reichejnstizamt gesprochen, wobei Letzterer seine Be- sorgniffe von einer so beschränkte« Selbstständigkeit vesJustrz- amtes durch die Ausführung«« de»R«chSlazlerS für gehoben -