Intelligenz Blatt
der Stadt Frankfurt a. M.,
verbunden mit den Frankfurter Nachrichte« als Extrabeilage.
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(Expedition am H. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
Rs. 262 Samstag hm 7, November 1874»
Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
z Laufbahn begann 1867 im norddeutschen Reichstage und im preußischen Abgeordnetenhaus-, In der deutsche« Fortschritts^ Partei hat er sich in Kurzem eise sehr geachtete Stellung erworben, ebenso in der Wissenschaft durch juristische und staatsrechtliche Schriften.
Frattksttrt, den 7.November. (Die Präsidenten des deutsches Reichstags). Max V. Forckenbeck war 1848 als 27jähriger ObergerichtSassessor zwar schon als Demokrat thätiß, er war 1849 such Borfitzr«der einer Wahl« «SnnerverssmwlMg, die seinen Vater, den demoiratisch gesinnten Präsidenten des AppellstionsgerichtS zu Groß-Glrrgau in die erste Kammer wählte; seine parlamentarische Thätig- keit begann aber erst 1858, wo er als Vertreter vo« Preuß.» Holland.-Motzrunge» i« das preußische AbgeordnetenhEvS trat, - Nachdem der mißliebige Affessor 1850 Mi Rcchtssn- ^â «ach Mohruuzes aesch'ckt war. Forckenbeck war einer der MstbsgruNder der FsvsÄrittZparèei im Joni 1861 und eta« der Hsuptfüßrer derselbe« uns der gauzen Opposièio« während der Kor,flckèszest. Erst nachdem er 1866 zum erstes Male zum Präsidenten deL preußische« Abgeordnetenhauses erwählt war, trat er mit Twesten, Lasker, von Unruh auS der Fraktion WZ, um die nationalliTersls Partei zu stiften. Mu eig«tliches besoldetes StLsisKWt hat er nie bekleidet, sem Asel rührt her von seinem Großvster einem ausgezeichnete«, vWGteèn sehr gelMm Müssterländische« Beamte».
Der Freiherr Franz Schenk von Staufen berg, einem «rasten sAwahischen Ndelsgrschlschte entsprossen, ist erst 1834 geboren und hat iu Bsy-rn die gewöhnliche Zuriste«- eanisre emgeschlagW Im Mai 1866 Gtastsanwalt in âg?b«tg, schied er aus U-zffrisde«heit mit der Politik feinet o ^^^ °^ dem Staatsdienst aus. Seine parlamentarische LMsdahn begann er in der bayerischen AsgeMdneieNkammer als ein emsriges Mtglèed der Soyerischin Fortschrittspartei erst M Oktober 1866. Zm ersten Reichstage trat er in die MtMal.lirersle Bspei, in welcher er zum LaZker'sche« Flügel gerechnet wird; auch tu der Milüârsrage war Mrr von dem kleinen „Fähkleis-, welches antet Lasker» Wmng erklärte, nicht im Stü de zu sein, für des naner» werten § 1 zu stimmen, und Deßhalb den Kompromiß auf das Septennat erwöglichte-
i8«,r?^E Hänel endlich 1833 zu Leipzig geboren, trat s.^-^. Professor zu KömMerg und 1863 als Professor
V Ktel in siZ psliüschs Agitatw«, in Schleswig-Holstein ZshezvorragâL Mitglied b?r LandeSHartri und nach der Nmaxws als Mitbzgründ« der von der alten LaudrSpartci NH lss^agtsdert liberalen Partei. Seine parlamentarische
auf allen preußischen ____
Partei. Seine parlamentarische klaffen bei den Personenwagen auch äußerlich durch
Frankfurt, den 7. November 1874.
Durch einen bei Gelegenheit der Feststellung der Be» dürfnißstande» pro 1874 von der Stadtverordneten-Bersamnw lang gestellten Antrag, Auskunft über die „Freischulstell es", am Gymnasium zu geben, sah sich der Magistrat zu einer Rückantwort veranlaßt, aus welcher hervorgeht, daß 12 derartige Stellen am Gymnasium begeben. Aus dem Schriftstück ergibt sich ferner, daß die Kinder der Lehrer am Gymnasium durch einen Beschluß der Co«fistorien in Uebereinstimmung mit dem Senate vo« Schulgeld befreit sind. An anderen Schulen bestehen Freistelle« als solche nicht; dagegen wird durch Beschluß des Toeffstoriums vom 16. Mai 1824 aus Billigkeitsgründen den Kindern der an den evangelische« und katholische« Schulen augestellten Lehrer und Pedellen die Bezahluag der Schulgeldes nachgesehe«. Auch wurde vs« dem Confistoriu« unter de« 26. April 1859 und durch GenatSbeschluß als Grundsatz anerkannt, daß die an den Bürgerschulen verwendete» Lehrer für ihre Kinder, falls sie eine höhere Schule, mit Ausnahme der SymnafiumS, besuche«, die Differenz des Schulgeldes, die zwische» dem der Volksschule und demjenigen der höheren Schule besteht, bezahle«.
Die Commission der Stadtverordneten beantragte Ber- willigung von fl. 14,000 für Pflasterung und Nivellirung der Haasengaffe, soweit dieselbe dermalen ausführbar.
Sester« Abend fand im „Ssalbau" die Begrüßung bei H'N. Weyvrecht statt. Alle Räume des großrn Saale» waren bis zum letzten Platze von einem Publikum aus allen Stände«, Damen und Herren, gefüllt. Das „Deutsche Lied- eröffnete die Feier, worauf der Präsident der Frankfurter geographischen Gesellschaft deü Gefeierten, welcher bei seinem Erscheinen von den Anwesenden herzlich begrüßt wurde, will- koMMö« hieß und ihm den Dank für sein Erscheine« aus- drückte. Hr. Weyprecht gab hierauf eine Erzählung seiner
Damen
Erlebnisse
Das..
Berlin hatte angeordnet, daß