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Zntelligenz-Blatt der Stadt Frankfurt a. Ä., verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

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Ns. 206 Donnerstag KZ« 3 September 1874,

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AederbUck der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 3. September. Die Mittheilungen, welche in den letzten Tagen bezüglich des neu zu begründen« den Reichs-JnstizamLs durch die Messe gingen, werden von gut unterrichteter Seite bestätigt, und zwar können wir diese Mittheilungen dahin noch ergänzen, daß schon bei Auf­stellung des nächsten ReichSetats auf diese neue Re^chsbehörde Rücksicht genommen werden wird. Dieselbe wird in die näm­liche Kategorie von Verwaltungsbehörden zu treten haben, zu der dâs im vorigen Jahr begründete Reichseisenbahnamt gr« rechnet werden muß; sie würde ein Certralpunkt für die Ju- stizangslegenheitsn LeS Reichs werde«, fäne jedoch die gleiche Selbstständigkeit zu besitzen, welche den Reichsministerien ein» geräumt wrd und wie sie z. B. bei den ReichSbrhSrde« die Reichs- Mariurverwaltang besitzt. Auch dem neuen Reichs- Jußizsmt wird ein Präsident Vorsteher?, sr'ne Arbeite« werden wie die des Michs - Eise-batznamtes, dem Reich^kanzreramt

überwiesen, welchem der Character einer obersten ReichS- behörde die über alle sklordinirt-« Behörden gesetzt ist, er- halten bleiben soll- Dies ist der Plan, wie er für die Bil­dung dieses neuen ReichSamtes in Aussicht aenommea ist. Manche politische Kreise erheben gegen dieses System gewich­tige Bedenken, und man will sich Mit der Errichtung dieser Art von RrichZbehörden nur dann befreunden, wenn man sie, als ein Uedergangè stadiam für die später daraus zu ent* wickelnden ReichSmiNifttrtew ansiehL.

Wie man mittßeilt, ist es fest beschlossene Sache, daß die Reichsjustizgesetz^ dem Reichstag zusammen vorgelegt wilden; zu diesem Behufe wird auch der Entwurf der Con- eursordnung durch bett Bundesrsth in nächster Zeit fest- gestellt werde«. EK liegt im Plane, die R-ichStsgSsession nicht zu lange suszudehnm und unter allen Umständen eine Kollision des Reichstags mit dem preußischen Landtage zu vermeiden. Man hat daher, und zwar gerade mit Rücksicht auf die Justizgesetze, in Aussicht genommen, den Reichstag Wit Weihnachten zu schließen und nach drei Monate« zu einer kurzen Nachsession im Frühjahr 1875 noch einmal ein« zuberufen, während der £ " " ' " ~ - durch eine ständige 6om„......

Es würde diese Commission auS 30 Mitgliedern bestehen und

I Frühjahr 1875 noch einmal ein« Zwischenzeit aber die Justizgesetze; mmission vorbereiten zu lassen.

, - aus 30 Mitgliedern bestehen und ’

«Wei Seedom zerfallen, deren jede 12 Mitglieder zählen âde, während 6 Mitglieder beiden Geetiorren zugleich ange« hören und als Referenten fungiren sollen. Die» sind die

Grundzüge eines Planes, welcher der Erwägung unterliegt dessen Ausführung aber sehr zweifelhaft erscheint, zumal wen« wir Bebenden, daß im Reichstage eine lebhafte Abneigung ge­gen Frühjrhrs-Gesfiouen besteht, außerdem möchte auch die Frist von drei Monaten zur Borberathang der Justizgesetz« durch eine Reichs tagScommisston zu kurz bemessen sei«. Die Arbeite« für daS deutsche Civilgesetzwch find gleichfalls von der Entwickelung der Berathung über die Justizgesetze ab­hängig. Seren Förderung bester im allseitigen Jnieresse liegt.

Aus der Skâhe.

au, 2. September. DaS Convict zu Ha- stattgehabter Revision seitens der StaatS-

* AuS Raff damar wurde «ach 1 WW

behörde als eine solche Aastalt anerkannt, Gesetz vom 11. Mai v. I. keine Aawendun deshalb diese Anstalt ihre« ga«M Umfange t stehe«.

* Wiesbaden, 1. September. Die Vorbereitungen für den 8. deutschen Prytestantentag Beben begonnen. Der­selbe wird nach dem von de« geschäftSfährende» Ausschüsse zu

Rundschreiben an den 3 letzte« > Der Kirchen«

: welche das st ES wird noch fortbe-

Heideloerg kürzlich erlassenen Rundschreiben , Tagen d. MtS. Hier in Wiesbaden stattfinden. _ .

Vorstand hat mit Zustimmung seines Vorsitzende«, des Sonst* storialrath» Ohly, die schöne Stadtkirche zur Abhaltung der Beben FestgotteSdienste verwilligt. Die Predigt des Tages hat Diaconus Döring aus Breslau, die des zweite«, Deca» Zittel aus Karlsruhe übernommen.

* Thalheim, 2. September. An der hiesigen Gemar­kung, nahe bei de« projectirten Bahnhof der jetzt i« Bau be­griffenen Westerwaldbahn, sind in einem Grubenfelde in Ha« damar große «aterirdisch« Räume in Raiffeisen entdeckt wor­den, worin sich viele Versteinerungen, Tropfsteine, alte Scher­ben und dgl. befinden, was vielleicht für Naturforscher von besonderem Interesse sein könnte; auch haben sich in den Kalk- steinbrüche« bei Hadamar außerordentlich große Knochen an» der Mammuthzeit, alte Urnen u. dgl. gefunden.

* Kempten, 2. September. Dieser Tage fand hier i Generalversammlung per deutsch Werreichsschen Alpen- Vereins unter sehr zahlreicher Betheilignsg aus allen Theilen Deutsch­lands und Oesterreichs statt.» Die Dtvatte gestaltete sich sehr lebhaft und interessant. Frankfurt wurde einstimmig zum Borort gewählt. Die nächste Jahresversammlung findet in Innsbruck statt. .

aud hier die

Generalverso