verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. ---- ■— o —
(Expedition am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M. 204
Dienstas drm 1 September
1874,
Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
F«mkf«rt, den 1. September. Die Weigerung Rußlands, die spanische Republik aVzuerkenne», beschäftigt die engli- scheu Blätter nach immer sehr angelegentlich. Der „Standard- bemerkt in einem Artikel darüber, daß er ein amüsanter Com- »entar auf. das Neue entente cordiale, von dem man nach der Dreikaisèrzufammenkanft im Septemrer 1872 so viel hört«, sei, daß das allererste europäische Teeigniß, das eine echte SchwieriaLeit darbiete, dasselSe straff gespannt und gebrochen habe. Rußland weigere sich, Spanier, anzue^kemen, obwohl der Borschlsg zur Arre-kennung direkt von Berlin auSging, während Oesterreich zaudernd sich auf die Seite Deutschlands «eigt und der Führung des Fürsten Bismarck folgt. D-e Episode mag nicht eine von großem unmittelbarem Jutereffe sei», aber sie diene al» Semas de ea, was leine vernÜNft' -e P-r- so» je bezweifelte, daß allgemeine UebereirckLnfte zwischen Rationen und selbst zwischen Monarch«« und Staarsmäneer« vo^ geringem Werthe sind, da sie, wenn die Gelegenheit entsteht, all« selber urtheilen wolle«, ob fi« wirklich iu den Bereich ihrer gemeinsamen Berstäodigung g hört. „Mr argwöhnen scharfsichtig- — süzt das Tory - Blatt hinzu — „daß der vergebliche Congreß, der in Byksfel iapte, niemals ahgehalte« werden würde, wenn nicht Rnßlknd den Vorschlag zu dessen Abhaltung gemacht hätte, und daß Preußen und Oesterreich nicht sehen tonnten, wie Betheiligung an demseibe« vereinbar wit de« im September 1872 ringesangmen Ser»
und dringendes Motiv in seinem Verhalten gegen Spanien beeiuflußi gewesen iS.*
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Aus der Nähe.
* Hasan, den 29. August. Ein theures Schläfchen im Eisenbahn-Cous« 2t Classe von Frankfurt nach hier, hielt dieser Hrge ein Holzhäudler, melch-A auf M bis jetzt noch nicht KMeWte Weiss eine neben sich gelegte Geldtasche mit ca. 500 fl. abhanden kam.
* Hanau, den 30. August, wird der Kaiser den 12. Sèptem Tage in unserer Stadt verweilen.
er
Abhaltung gemacht hätt«, und daß Preußen und Oesterreich nicht sehen konnten, wie Betheiligung an demseibeu vereinbar alt de« im September 1872 ringegangmen Ser» bindlichkeiten zu verweigern sei. Man glaubt indeß, daß Fürst Gortschakoff keineswegs zufrieden ist mit den Instruktionen, die den preuß scheu Bevollmächtigte» ertheilt wurde«, und es gibt Solche, die argwöhne», daß die Weigerung seines kaiserlichen Gebieter-, die Regierung des Marschalls Serrano anzverkenne«, aus einem dadurch erzeugten Gefühle der Unzufriedenheit entsprang. Wir bezweifeln nicht die Weis- heit des Hofes von St. Petersburg in dem Verfahren, das er befolgt hat, und man sollte sich erinnern, daß es strikt vereinbar mit den Trab tione« des Hauses Romanoff ist. Rußland war die letzte Großmacht, die Napoleon ist. â- kaunte, und keineswegs dE â das Königreich Italien zu begrüße». EL isi wahrscheinlich, daß fei« Widerwille ossizielle Beziehungen mü nner solche-, uafesten und unbefriedigten Regierung, als die des Marschalls Serrauo, eivzugehen, vor-' her wohl bekannt war. Das dient nur zur Bestätig»«« der
im „Hotel Carlsberg- absteige«.
* Wiesbaden, 30. «uzust. Me wir aus guter Quelle j», wird das Schullehrers-minar zu Fulda mit dem nächsten Schuljahre mit j-urm zu Montabaur vr«i«igt. — Die Präsaraadenschrr!« zu Herborn wurde am 18, d. MonatS mit 22 Zöglingen eröffnet. Die Anstalt hat einen simultanen Charseter.
♦Som Main, 30. August. Die günstig gelegene und mit guten Verkehrsmittel» versehene Stadt Höchst, welche ea. 3500 Einwohner zählt, nimmt unter den Febrikstädten am Mam eine nicht unbedeutende Stelle ein. Die Stadt zählt eben 25 Fabrik««, welche 1200 Arbeiter« ständige« und gute« Verdienst gewährte«. Die industrielle Entwickelung der Stadt dürfte «ach Vollendung der projeetirte« Main - Lahnbahu zu de« bestes Hoffnungen berechtige«. — Aa ländlichen Arbeitern ist Heuer weniger Mangel als in den letzte« Jahre«.
* Marburg, 29 August. Dieser Tage fand die Beer-
der?
dtgmg der zu den s. g. Renitenten zählenden Pfarrerin L., uad »war ohne Begleitung eines Beistrichen und ohne das übliche Kirchengeläute, statt. In einer vom Söhne der Brr» ewigten am Grabe qei der Leicheszug der amtl halb ermangle, weil sei___________ ______ ,
treu geblieben sei. Das unterlassene Grabgèlâute «ar durch die musikalische Ausführung einiger Choräle vomThm« herab
ersetzt.
* Me tage« der «r« za
daß des- «ben
29. August. Am 18. d. M., als den Jahres» la»Tour und Gravrlotte, ka- meist in der Absicht, die aig n zu besuchen. Auch aus dem atten sich viele Besucher eingefunde».