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der Stadt Frankfurt a. M

verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage » o...

(Expedition am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.) "

No. 862

Dienstag Mn 14 JM

1874.

Neberblick der Ereignisse im Gebiete der psWschen und materiellen Interessen.

^ranffutt, den 14. Juli. Die Nordd. Allg. Ztg. eck- hält nachstehende Mittheilung:Seit einiger Zeit macht eine Erzählung von Differenzen, in welche bei Gelegenheit der Entlassung Nubar Paschas der Khedive mit dem deutsche« Seueral-Eonsul v. JaSmund gerathen sein soll, die Runde durch die Presse. Ohne auf die Sache selbst eingehen oder untersuchen zu woll «, ob die SchildecuiU eine? solchen Her­ganges diplomatisch genau wiedergezeSen wird (was wir be­zweifeln), dürfen wir mit Sicherheit annehmen, daß, falls Herr v. Jasmund Schritte der bezeichneten Art gethan, dies nur in der an und für sich gute« und löblichen Absicht geschehe« sein wird, von einer ihm bedenklich erscheinenden Wen­dung der Politik des Khedive zu warnen. Dir Absicht würde es erklärlich machen, wenn Herr v. Iasmund, der während feiner dortige« Funktionen sich stet» als tüchtiger und wür- 1 diger Vertreter aller Interessen des Deutschen Reiches und zugleich als Freund Aegyptens bewährt und der stets in den besten Bez'ehungen zu dem Khedive gestanden hat, sich vor Antritt eines längeren Urlaubs veranlaßt gefunden hätte, über ein so bedeutsame» Ereigniß, wie Nubar Pascha» Entlassung, dem Bicekösig seine Ansicht auszusprechen. Auf speciellen In- structionen seiner Regierung werde« diese Warnungen schwer­lich beruht haben.

Der Sultan hat am 25. Juni, wie gewöhnlich, das Fest seiner Thronbesteigung (1861) gefeiert. Der Khedive hatte dazu ein großartiges Feuerwerk besorgt und ist dafür mit einer sehr verbindlichen Einladung zu einem aber­maligen Besuch in Konstantwopel beehrt worden. Ein beson­dere» Handschreiben de» Sultan» hat das zwischen Souverain «nd Vasallen bestehende gute Einvernehmen besiegelt und vollste Befriedigung ansgedrückt. Raschid Pascha, bis vor Kurzem Minister de» Auswärtigen, ist jetzt zum Botschafter in Wien ernannt. Der neue Botschafter deS Deutschen Reichs bei der Pforte, Freiherr von Werther, ist in Konstantinopel auf seinem Posten eingetroffen und hat seinen Vorgänger, Herrn von Eich­man«, abgelöst. Der armeuisch-unirte Patriarch Küpelia« hat von der Pforte die de« Hassunisten abgenommene Patriarchal- kirche in Galata überwiesen erhalten. Serbien hat .seine« fäll gen Tribut an die Pforte entrichtet. Fürst Milan, der neulich beim Sultan gewesen, begibt sich jetzt auch nach Wien, resp, nach Ischl, um den Kaiser Franz Joseph zu begrüße«.

General Haffner hat dem bilden, auch nicht entsprech

NUR auch ihr J dem Verkehr ü undiwanzigste in Kopenhagen

- Das dänische,Ministerium ist noch immer im,S«te, weil sich biß »er gefunden haben, weicht die Rachfch

rolsteinborg seine Män-

Auftrage, ein neuer Labmet zu eu können. Die Insel Laaland hat ) erhalten; dasselbe ist am 80. Juni

oorde». Sm 6. d. wurde der fünf* der Schlacht bei Friderieia dort und tlgâ. . « âiI

Der Kaiser von ußlaud ist von Jugenheim, wo die Kaiserin noch bi» 26. d. verweilen wird, über Dresden nach Warschau gereist. Wâhread seiner Aswesenheit sollen dort große Manöver stattfiadeu. Seit dem polnische« Aust stände von 1863 waren auS dem Telegraphen- und Eisenbahn- ÄW&mÄW^M^ worden ; jetzt ist diese damals, wohl begründete Mißtrauens«

maßregel zurückgenommen worden, so das «eutL Pole» wieder Anstellung finde«.

* Mannheim, 12. Äali. Die Frage, auf welche Weise ^ar, welche sich derzeit in mög«

der Schifffahrt auf dem RA.....

lichst trauriger Lrge befindet, indem die Schiffer, von einer Berzivsung und Amortistraug ihre» ohnehin nicht bedeutenden Anlage! apital» zu schweigen, kau« auf ihre Auslagen kom­men, hat sich zu einer ganz brennenden gestaltet. Im An­schlusse an die im Wesentlichen übereinstimmenden Gutachten der HH. v. Marten», Honsell und Bellingrath spricht sich der Stadtschultheiß Wüst von Heilbronn in einer Denkschrift Einführung der Kettenschifffahrt auf dem Neckar" mit großer Entschiedenheit für die Einführung dieses Beförderungsmittel» im Aegeusatz zur Tauerei aas, welche durch die getinge Tiefe des Fahrwassers widerrathe» werde.

* Straßburg, 11. Juli. Nachdem schon seit einiger Zeit auf dem rechte« Rüeinufer die Ringbahn zur Heraa- schaffung des Material» für die FortSbauten fertig gestellt und mit dem Bahnhof Kehl in Verbindung erbracht war, ist

nunmehr auch die Entscheidung über die betreffe»de« Baute« vom KritgsministeriM ergänze«..: Nach derselben solle« drei größere Fort«, und zwar bet den Dörfern Auenherm, Neu­mühl und Gundheim angelegt werde« und sollen dem Ver­nehme« «ach die Arbeiten »och in diesem Jahre beginnen. Die drei Forts Nr. 10, 11 und 12 erhalten die Namen Bose, Kirchbach and Blumenthal; für deren Fertigstellung ist vor­läufig eine vierjährige Bauzeit festgesetzt.