Intelligenz-Blatt
der Stadt Frankfurt a. M.,
verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage
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(Expedition am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
No. 154 Samstag den 4 Juli £874.
Neberblick der Ereignisse im Gedirtr der pMischen «nd Materiellen Interessen.
Krankfurt, des 4. Juli. Die „Provinzial-Csrresp." schreibt: „Wenn «ach dem Schlüsse der Fuldaer Konferenzen verlautet, d ß die friedlichen Erwägungen zu übrrwtegenSrr S ltuug gelenzt seien, so wird j d-r deutsche Patriot, f »wie S' )er besonnene Freund der Strebe diese Botschaft, insofern sie een Thatsachen Bestätigung ft bet, mit aufrichtiger Freude begrüßen. — Aber die Frredenebstsch ist bat nur Sana einen ernsten Sin« und eine thatsächliche Bedeutung, wenn die FrieVenSstimmung der Bischöfe auf denjen gen Boroursetzungen v»d Aru dlageu bersht. auf welchen eCo von Fr L^u die Rede s in ka«n. Die BerfäsfuNgSdestimmunnen und die darauf begründeten Gesetze, weche mit Zustimmung der Reich * Vertretung und der preußischen Laad S« Vertret sog festgestrllt worden sind, bübes den Boden, auf welchem oH-in m« Beziehungen zwischen Staat und Küche siü webet entwickeln können, auf welchem all in ein erneutes friedliches Sinnet» nehmen fortan möglich ist. — Je'er FriedenSversuch, welche? nicht von dieser unbediagt feststehendm Thatsache auSgeht, muß von vornherein all eitel und fru tloS angesehrs werden. — Allerdings liegt es, wie schon jüngst angedeutet wurde, in der Macht der Bischöfe, die tief einschneidenden neuestes Maigrsetze thatsächl ch »-wirksam za machen; denn die Geltung derselben tritt überhaupt nur ein, wen« die vorjähri» SW Ktrchevgesetze mißachtet und verletzt We d n Sobald ie Geistlichkeit die staatlichen Forderungen, welchen sie sich i« anderen Länder« gefügt hat, auch in Preußen erfüllt, werben eUe die Zwavg befugntffe, welche der Staat in Den weiteren Gesetzen seine« Behör eu gesichert hat. von selbst wirfaaflHo». — Die Regierung wird sich gewiß mit Freude« der N thwendig» seit uvertoben sehen, so» b?n scharfe» Waffe« der neu sten Gesetz« Gebrauch zu mache«, so Mb dir katholische Geistlichkeit sich lüat'äHlich auf den Booen bet Achtung ob Befolgung der StoatSüesetze stellt uvd de» Anspruch aufgibt, eine fremde Souverän,rät neben der StastS-Souoeränetat aulzurichten in Dir zerr, die mit dem inneren Glaubeu-lebe« und mit ben Lestsaufgabeu der Kirche nichts zu thun haben. — Die Re« Sterup hat während bei ganzes Verlaufs bei jetzigen !»mxfeS immer und immer wieder betont, daß sie durch Feststellung der Stengen zwischen dem staatliche« und reirkuch
sichen Gebiete vor «U m das künftige friedliche Rrbeueiv ander» ' schüssen erledigt s iw and werde es vsnn möglich sein bis zum Atzen and erftrittzilchr Wirken der beiden von Gott gesetzten 8. Juli die Badgetarbeitw an die ReichSrathSkammrr hinüber- EewMschaftw ficher» wolle. Rögm die Bischöfe je ehre je zugebw.
lieber wirklich -m vefrffungSwäßlg und gesetzlich gegebenen Boden bei ete«, aas welchem allein die Lermsttklung der that» sachlichen Wirre« zu erreichen ist."
«n» der NWe.
Selkhei« bei Gode«, 1. Juli. Die Nachricht von einem entschlichen Morde durchläuft unser Dorf, weiche große Aufreguuz verursacht. ES wurde sächlich ein Mâdchea» w l» cheS bei einem hiesiger Feldbackstemsrwnerei« Besitz r arbeitete nnb in Fröschinghansen bei Friedberg gebüxttgt, erst 21 Sabre alt ist, unweit unserer Dorfes in einem Komackn todt auf» gefluden. Bei näherer Ustersuchung fand sich e N Dolchstoß tu da« Hwlck. Hoffentlich wirb der Mördèr seiner Strafe nicht entgehe«. Schon ist ein der That dringens verdächtiges Individuum in dem nahe gelegenen Münster verhaftet worben unb soll ein Geständnis gemacht haben. Die Motive dieser That sind biS jetzt »sch unbekannt.
♦ @ml, 1. Sät Zum Besuche der ShiferS Wilhelm iß der Pinz Friedrich der Riederlasde hier eini troffen.
♦ Darmstadt, 29. Juni Bor einiges Tage« fand in dem Landerhospikal Hofheim unter Sethsiligusg der Beamte«, einer größeres Anzahl von Pfleglingen und vss Freunden der Anstalt, die Einweihung der in der unmittelbares Nähe der letzteren hergerichete« neuen Anluqs« ft^tt. Die Nn- wrsenheit der allgemei« beliebten and um die Anstalt hochverdiente», in weniges Tagm aus seinem seichuig >, W ikun s- kreise scheidenden Prosinzial«Direeror«, Herrn Ge reimrath« Goldmann, gestaltete die Semiten zu einem erhebenden Ab- schiedsfest.
♦ Darmstadt, 30. Juni, Die Angelegenheit des da» hier zu errichtenden LaudeS-Denkma-r ist nunmehr in ein euischeideadèr Stadium getreten. Die iffenckiche Ausstellung der ia Folge bei Eo eurreuz-Auss Äreiveus eingelangte« und noch täglich tialaugende« Modelle wird wahrscheinlich 14 Tage laug vom 15.—16. Juli d. J. in der Säumen der Iralbau'S ftat sieben, und die deßfallfig« Beks st«ach«ng in Kürze zu erwarten sein. Hieran wird sich am 19. und 20. Juli bte Begutachtung der Preislich er und die B-schlußsas- sung de« Central'Somit& anschlier ea.
* München, 29. Juni. In der Abgeord?eten^m«er, erklärte der Präsident v. Stauffenberg, el könne jetzt an jede« Tage eine Sitzung statt haben, da alle Referate von den AuS-