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Intelligenz-Blatt

â der Stabt Frankfuü a. M.,

Wkbnnden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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^^E-è»^ (Expedition am H. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

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Ns. 98 Dienstag den 28. April 1874.

UeberbUck der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

FimnSfnrt, den 28. April. DieT. Z." theilt ein Schreibe« des @rQfen Arnim auS Paris an den Stifts- Propst Dr. v. Döllinger in München mit, durch nelcheS die Frage, ob die zuerst von der WienerPresst vttöffest- sichitn Concilk-Dkeiimmte des Grafen Arnim echt seien in be­jahendem Sinne erledigt worden ist. Dieses Sch eiben lautet: Paris, den 2l. April 1874. HoLwürdigstr Herr! DieNordd. Allg. Zrg - bat oje einige« Tagen einen Bericht von mir aus dem Mai 1869 veiLffmtlicht, Bet Ihrer Auf­merksamkeit nicht entgangen fein w-rd. Zit. meinem Bedauern bat die Rücksicht auf den Zweck, zu welchem diese Berst ffent- lichuNg erfolgt zu fern scheint. nicht gestattet, die Stellen zu unterdrücken, an welchen Ew. Hochwürden Name erwähnt wird. Ich sehe mich daher gezwungen, Ew. Hochwürden u« Entschuldigung zu bitim, daß ich im Mai deS Jahres 18^9 Ihre Person incidenier in einet Weise erwähnt habe, welche nicht deutlich genug die Verehrung suSdrückt, mit welcher ich Ew. Hochwürdcn ergeben bür. Sie werden wir um so eher die Bitte um Nachsicht mit meiner damaligen Ausdrucksweise gewähren, als Sie sich erinnern dürste», daß ich im Mai 18ö9 noch nicht die Ei,re hatte, von Ihren grkrvst zu sein. Der jüngst veröffentlichte Bericht vom Mai 1869 soll einen Widerspruch zwischen meinen osmaligen Nuffchunze» und den- jenigt« tonftatttes, welche ich in einem Promemoria resumtrt hatte, dessen Veröffentlrchqng in der WienerPresse" stattgr- funden hat. Ich semette bei dieser Gelegenheit, drß ich jene Veröffentlichung nicht veranlaßt habe. Bon hem Promemoria habe ich eine Atschr st, welche in Einzeln eiten vsu dem ver- öffenil chten Actenslâck- abweicht. Es würde indeß nur Gil- b-nstecherei f-iv, wenn ich die publicirie Pidc? für apokryph erklären wollte. Die Aenderungen sind offenbar von dem E-nseuder gemaât worden, sm Persönlichkeitin zu schonen. Was aber den Widerspruch zwischen meines Auffassungen vom Mai 1869 und denen vom Juni 1870 betrifft, so ist derselbe an und für sich nicht erheblich. Auch im Juni 1870 kam eS mir we­niger auf das Dogma an als auf die Art, wie es gemacht werden sollte. te» die deutschen Bischöfe vom ersten Sugenbl ck an die Jnfull bllität für eine Theorie erklärt, deren Annahme s lbftver« standlich und daher auchprectisch gleichgültig sei die Regie­rungen hätten wahrlich nicht in dieser Frage intervenireu küssen. Aber das Verhalten der deutsch-österreichischen Bi- !4üse im Herbste 1869 und während des Concils belehrt«

mich über die Tragweite der päpstlichen Urternehmevs. Ich mußte mich überzeugen, daß d e Jsf-ll:bilität nicht blos ein kostbares, aber le-reS Gefäß sein sollte bestmnt de» Vatica« zu ziere», sondern eine Pandora-Büchse, aus welcher eventuell sehr gefährliche Jugredientien über die christliche Welt aüSgeschâttet werden konnten. Sollte mir also «--Bor- wurf daraus gemacht werden, daß ich vom Mai 1869 bis zum Juli 1870 an der Hrad der Erfahrung meine Meinung berichtigt habe, so ist dies ein Vorwurf, oen ich mit nicht ungeru machen lasse. Wenn ich in bisset Zeit etwas gelernt habe, so verdanke ich es wesentlich des deutschen Bischöfen, die mich über die Eonseäzruzen des Do mas auèznkl »ren di« Güte gehabt habe». Es ist bei dieser Gelegenheit auch der ganz unfruchtbare Streit darüber Ausgenommen worden, ob die Absendung eines Botschafters zu» Concil den Singen eine andere Wendung gegeben haben würde. Wer will das heute noch entscheiden? Ich meinerseits beharre beb ei, daß die Unternehmer der Campagne ^ wenn verfahre» worden wäre, wie ich et im Sinne hatte an den Helden erinnert haben würden, der auszog. diè Welt zu erobern, und nach Hanfs ging, well et regnete infectare colla trombe al sacco. Am freisten bebaute ich, daß die durch den Fürsten Hohenlohe angeregten Berathungen nicht den Anlaß M ein« geheuderen Verhandlungen gegeben haben. Wenn es gelungen wär«, die Wucherpflavz n, welch« auf dem Lor cil groß gezo­gen worden find, im Keime zu ersticken, würden wir nvS heute nicht i« de« »nbegreifi chr» Wirre« btfi iben, die so ziemlich Aller in Frage stellen, waS seit langer Zeit Gemei»- gut der Crrist'nhett geworden zu sei» schien. Genehmige« Ew. Hochwürden bei diesem Anlaß den erneuerte» Ausdruck ehrerbietiger Hochachtung, mit der ich die Ezre habe za fein Ihr Hst ergebener Arnim."

Nu» der srLtze.

"Aschaffenburg, 25. April. Wie verlautet, wird die Trauung des Herzogs Karl Theodor von Bay rn mit der Prinzessin Maria Josepha von Braganza am 28. d. zu Klein- ^kuöach ftotifinbco*

Pforzoeim, 25. April. Eine hier abgehalieu' social­demokratische Versammlung wmde, weil die auf-retrnden R:d- ner sich belastende Angriffe auf den Richterstasd und die , ReichSgesetzgebuvg erlaubten, ausgelöst.