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’ der Stadt Frankfurt a. M.,
, verbunden mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. ^^ *'
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(Expedition am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 81.)
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No. 82 Donnerstag den 9. April 1874»
Aeberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und mattrielten Interessen.
Frankfurt 9. April. Der Kanzler bei dem ReichS- Geseralcousitlat in New-Ank. Dr. Muchlberg, ist zum Biceeonsul de» Deutschen R-rche» in London vom Kaiser ernannt und gleichzeitig für alle Mrl zum Stellvertreter de» kaiserlichen Reichr-Generalcousal», Dr. jur. v. Boj rnowskt daselbst, in Abwesmheits- und BehiaderuagSfälle« eingesetzt und ihm auf Grund deS §. 20 de» GrsetzsA von 8. Rov. 1867 die allgemeine Ermächugunz zrr Abhörung von Zeugen und zuö Abnahme von Tiden ertheilt worden. Ebe» so hat der kaiserliche ReichSconsul Dr. Krauel in Futscheu (China) für seinen Amtsbezirk die allgemeine Ermächtigung erhalten, bürgerlich gültige Eheschließungen von Deutsches vorzunehm-u und die Geburten- Heimchen und Sterbesälle Deutscher zu beurkunden. — Laut amtlicher N chweisung der Einnahmen an Zölle» und gemeinschaftlichen Steuer» so wie ander Einnahme« im Deutschen Reiche für die Zeit vom 1. Januar bis zum Schlüsse de» Monats Februar d. I. blieben an GingangSzoll 5,882,518 Thlr. oder 1,917,934 Thlr. weniger all in demselben Zeitraum des Vorjahre», wo allerdings der AuSgangszoll zur Erhebung kam, an Rübenzuckersteuer 4,247,350 oder 551,699 Thlr. wehr, an Salzsteuer 1,864,503 Thlr. oder 27,971 Thlr. mehr, an Tabaksteuer 92,801 Thlr oder 55 486 Thlr. mehr, an Branntweinsteuer 2,383,370 Thlr. oder 18,787 mehr, an UebergangS Abgaben von Branntwei» 8193 Thlr. oder 5744 mehr, an Brausteuer 1,192,113 Thlr. vd:r 139,314 Thlr. mehr, an UebergangS« abgaben vo« Bier 48,9)6 Thlr. oder 1317 Thlr. mehr, an Wechselstempelsteuer 406,796 Thlr. oder 30 854 Thlr. weniger, an Post- und ZestungS-Berwaltung 5,031,278 Thlr. oder 313,951 Tblr. mehr, an Telegraphrnverwaliuug 540,745 Thlr. oder23. 973 Thlr. weniger, an Reichs - Eisenbahnvervaltung 1,246,825 Thlr. oder 66)2 Thlr. mehr. — Da» Bundesamt für HetmatSwese« hat stch dahin ausgesprochen, daß Beamte den UvtcrstützuugS-Wohsstd an dem Otte erwerbe«, wo sie thatsächlich wohnen, wenngleich sie an einem anderen Orte angestellt find. Ferner daß rach den Grundsätzen des preußischen Armenpfleaege- setzrSvom 31. December 184 i die im damaligen Auslande, b H. außerhalb deS preußischen StaateS, gewährte Armenunterstütz- u«g nicht geeignet sei, den Ablaus der dreijährigen Frist bei § * jener Gesetzes aufzuhalten. — Die Eisenbahn zwischen Schmalkalden und WermShausen ist am 2. d». Mts. eröffnet Word« und wird seitdem zur Befördrrusg von Postsendungen
jeder Art unter Begleituug von Postschaffner« benutzt. — Drr Handels-Minister hatte dem Lomitb für den Bau einer Eisenbahn von Wriez«« a. d. O. »ach Cottbus die Genehmigung zur Anfertigung der allgemeine« Vorarbeiten bis zum 1. Jul 1874 unter der Bedingung ertheilt, daß von dem Comitâ die Vergütn«- der an Gruudeigenthum etwa vorkommende« Beschädigungen durch Deponirung einer angemessenen Egutio» sichergestellt wird. Da» Saucami'é hat nunmehr dieser Vorbedingung genügt, so daß die Arbeite» beginne». — 3m eben abgelaufene« erste« Vierteljahre 1874 sind innerhalb d:s deutsche« ReichS-PostgebieteS 30 Postanstalten neu eingerichtet und 2 aufgehoben worden. Von den neu eingerichtete« sind 26 allein in Preußen, 2 in Baden und 2 in Oldenburg. Van den beide« aufgehobenen Anstalten gehört eine dem Bezirke BreSla« und eine de« Bezirk« Oppeln an. — Die Berufung des Regierungraths Anders aus Breslau in das Sivileabtaet bei Kaiser» und König» hat zu der irrigen Annahme Veranlassung gegeben, daß der erste Geh. CabinetSrath v. Wilmowtki in den Ruhestand trete« wolle. Wie schon auS dem Etat hervorgeht, findet lediglich eine Berstärkupg bei Personals in dem Cabtuet Statt.
Aus der srshe.
* Amt Usiugeu, 4 April. Die Zucht der französischen Lapin» wird bei unS ernstlich beabsichtigt. Die Fruchtbarkeit dieser Thiere» ist erstaunlich; eine Znchthäsin wirft im Jahre 50 und noch mehr Junge, die ihrerseits schon nach einem halben Jahre wieder zur Nachzucht schreiten. Da» Fleisch ist dem der Feldhase« an Güte gle ch. Die Zucht ist nachdrücklichst zu rmpsehleu.
-Würzburg, 6. April. Die hiesigen Blätter e«t- halten eine« Aufruf zur Gründung eines BerschSuerungS- vereiu».
* Kiss in gen, 4. April. I« Laufe deS gestrige« TageS ist bereit» der erste Kurgast — ein Ruffe — hier eingetrof- fe». Ander« russische Herrschaften sind «»gemeldet.
- Kassel, S. April. Wie aus Witten mitgetheilt wird, ist auf dem dortigen Bahnhöfe gestern eia abermaliger Unfall vorgekomme«. In Folge falscher Weichenstellunz rannte ein einfahreuder Persouenzug gegen einen Güterzug, wobei ein Schaffner sofort getödtet, mehrere Beamt« und Passagiere aber theil» schver, theil» leicht verwundet wurden. Einzelne Wagen beider Züge sind zertrümmert.
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