Intelligenz-Blatt
der Stadt Frankfurt a. M.,
verbunden mit den Frankfurter Jkachrichte« als Extrabeilagen " "^ ^
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(Expedition am H. Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
No. 74 Samstag den 28. März 1874»
Urberdlick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 28. März. Die Ansprache des Kaisers an seine Generale bildet noch immer den Gegenstand ernster Besprechung. Wie man erfährt, hat sich der Kaiser au^ sührlicher und noch ausdrücklicher über das Militärgesetz ans- gesprochen, als in den mittels Telegraphen kund gemachte« Worten. Die Gache liegt tent Kaiser offenbar am Herzen und unsere Abgeordneten werden wohl thun, nicht so optimistisch, wie Manche bisher gethan, aus eine im Grundsätze weitersehen.de Nachgiebigkeit der Regierung zu rechnen. Buch der Trost eines Berliner vationalliberalen Blätter der „N. Ztg.", der Kaiser werde wohl über die Lage der Sache nicht, genau. «Verrichtet gewesen fein», ist unzulässig p besonders da-man weiß, daß er noch dieser Tage ent dem Kriegsminister von Komeke und den übrigen höchsten militärische» Autoritäten über d«S Militârgesetz konferirt hat. Die Stimmung des politisch mündigen Kenis brr Bevölkerung im Deutschen Reiche wird wohl ziemlich allgemein die sei«, daß bet Reichstag Das nicht verweigern kann, was die Regierung als unbedingt nothwevdig für dke Sicherheit des Reiches beze'chnet. Die Regierung hat freilich, so viel die Zahl deS § 1 ««geht, selbst ihr letztes Wort noch nicht bestimmt ausgesprochen. Daß sie den § 1 unverändert mit der rockten Ziffer 401,000 durchbringen werde, hat sie wohl selbst von Anfang an nicht erwartet. Bereits ist regierungsseitig eir geräumt worden, daß neben jeser Maxtmalziffrr &» WÄ Ä« M«ÖÄ Ä"SÄ to„Ln I Daß dieses Resultat noch vor Ostern werde erreicht werden könn°v, ° ist jetzt schon vollständig dem Mbstte der Wahrscheinlichkeit entrückt. B-S Gleiche gilt auch für das ReichSpreßgesetz.
3m BundeSrathe wird vor dem Feste nur noch eine Menarfibuna staètfinde«, in welcher möglicherweise bereits eine Verständigung über die Stellung desselben zu den Beschlössen deS Reicht«'es über das Preßgesetz zu erwarten steht Wie man hört, haben sich die Bevollmächtigten zum
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April und Mai «och umfangreichen und wichtigen Arbeiten des BundeSratheS entgegen, welche sich zum Theil auf die Abwickelung der ReichStagSarbeite«, zum Theil auch schon auf die Herbstsesfio« beziehen. Schon jetzt gilt es als zweifellos, daß die Hauptaufgabe der letzteren in der Berathung des ReichShauShaltes bestehen wird. Freilich wird derselbe diesmal um so größere Arbett erfordern, weil de« Reichstage der Militär-Siat zum ersten Male vorgelegt werden wird.
Aus der Nähe.
* Offenbach, 26. März. Wie der „Fr. Ztg." geschrieben wird, wurde am letzten "SonNâg in der evangelischen Stadtkirche zu Offenbach der erste altkatholische Gottesdienst im Großherzogchnm abgehalte«. Es war dazu der altkatho- lische Pfarrer Dr Riek« au« Heidelberg erschienen, welch-m glnchz^itig die Seelsorge über die altkatholischen Gemeinden zu Offenbach und Mannheim Übertrage« ist.
* Mainz, 23. März. Au» Aalaß de» gestrigen Geburtstages des deutschen Kaisers waren die Kasernen geschmückt, die '^S4WM®^s würde von gestern ab durch die Köln-Düsseldorfer Dampsschiff-
* Wiesbaden. 26. März. Dieser Tags Nachmittags brach èn dem Walddistrikt Lichelsgarten Feuer aus und stad es. 4-5 Morgèu Waldffnq abgebrannt.
* Würzburg, 26. Ueber das Schicksal der uuterfeänk« feahsTÄ dieselben, sowie die Versendung der vü« da stammende» Mineralwasser nebst allem weiteren Zugehör âufs' Neue verpachtet werden solle«, da der Pacht-Lermin im Jahre 1874 und erst in der Aenderung der feil weitere Verpacht«
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erigen Pächter werden sonach unter wie bisher im Besitz verbleiben, en Finanz Periode 1876 soll eine Verhältnisse eistrete»; ob durch Verkauf, bleibt einstweilen eine
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