ZnrelltgenzBlatt
der Stadt Frankfurt a. M, -
verbürgen mit den Wrankfuk t«r NachriGISRialS Extrabeilage.
(Expedition am h. Meistpförtchen, Schlachthausgasse 21.) ■ .-rsLk-^s^' ?^?;*
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No. 60 Donnerstag den 12. März 1874.
Aeberblick -er Ereignisse im Gebiete der Mischen und materiellen Interessen.
gtanffuet, 12. März. Der Pariser Correspondent der Times bespricht die Abberufung deS Grafen Harry Arn ß aber nicht viel Erhebliches anzuführe». Er
nptsäLlich von den persönlichen Gründen, die dem Botschafter den Aufenthalt in Paris verleidete« untt
.wäre, wem die österreichischen Provinzen mit i uns kommen wollte», im Stande, deßhalb einen Genugthuung staatsmännisch in Oesterreich Rochwendigkeit
sagte er, „i Gewalt zu
des!
Ihn schon vor längerer Zeit den Wunsch hegen ließen, wieder »ach Rom versetzt zu werden. Dann betont der Correspondent des Lod einer hoffnungsvollen Tochter, der allein hingereicht habe, um dem Grafen den Aufenthalt in Paris zu verleiden. »»»»^
fer. In deutschen Blättern wird mancherlei darüber erzählt, J. B. Graf Arnim habe sich durch den Sturz von Thiers am 24. Mai 18<3 überraschen lassen; er habe Partei für Mac Mâhon ergriffe«, obgleich der Reichskanzler die Regierung do« Thiers für diejenige gehalten habe, die dem Deutschen Reiche am besten passe: er habe leaitimische Neigungen für Hemrich V, verrathen, also für diejenige Lösung, welche in dnsen nltramontanrn Zeiten Bismarck am wenigsten conve- airtè u. s. w. Wir lassen Alles dies dahingestellt. Die eigentliche Ursache, weßhalb der Reichskanzler mit seinem Bot- schâfter nicht ganz zufrieden war, glauben wir richtig angege-
zu haben, nämlich dessen Neigung, Politik auf eigene Hand zu treiben, wie das zu Ludwig's XV. Zeiten Mode Var. Bismarck ist ein selbstherrlicher Charakter, der i» so MW Recht auf seiner Seite hat, als er eine streng einheitliche Politik verlangt, die er als Kopf zu leiten hat. «am ein Glied willkâhrlich? Bewegungen macht, so kann man auf einen kranken Körper schließen.
Jokai/W^eWchSltln Hk-kâ-MEelieKter Herrscher in Ungarn an ihn schließen sich in Treue alle Bölkerstämm« an. Seien Sie davon überzeugt, daß diese Uebereinstimmung, auf welcher ihre Zukunft beruht, durch keinerlei äußeren Ein- %Ä«7^ staden “ Jokai kam auf die orientalische Frage und da» Treiben der Dipwmate« am türkischen Hof. »Wie ein Gesandter nach Konstantinopel geht, so wird er allsogleich unter den übrige» verrückt; diese hadern fortwährend unter einander, zanke», intriguiren und machen die europäische Politik, als wenn sie ihnen übertragen wäre, an» purer gegenseitiger Antipathie, bis sie abberufe« werden' Almau auf die russische Politik, deren Freundlichkeit zum Deutsche« Reiche zu sprechen käm und als Jokai ein leiser Bedenken für den Fall eines Wechsels in der Person des Herrschers äußerteentgegttete Pisumrck: »Glauben Sie mir, der russische Thronerbe wird die Politik deS gegenwärtige« Kaisers fortsetzen. Se ist el» biederer, Ruhe und Friede« liebender Familienvater, dem es gar nicht einfällt, Tamerlanische
Aus der Nähe.
Ä»-« »äs« I” ^l#“8® Besuch beim Fürsten B i S m a rck erzählt, «r berichtet über eine Reihe von politischen Enthüllungen; °Llaterer ihm gemacht hätte. â kann unsere Aufgabe S» die zu» Theil recht geschmacklose Darstellung hier Artlich $ reproduciten, da jedoch wie in der,Nat.-Z." zu lese», Artikel in Ungarn selbst eine politische Wirkung gehabt W, malle« wir einige der angeblichen Aeußerungen deS ?Wka«zlrrs hier folgen laffen. Auf das nachdrücklichste «llte derselbe nach Jokai jede Absicht in Abrede, lüstern zu W« nach österreichischem Gebiete. .Ich für mein Th«il,"
* Mainz, 11.März. Den im 3< storbenen deutschen Soldaten wird «ach
1870 hier »et* lß der Samm- der Friedhofes rba« ruhenden
l««ge« ein Denkmal âf de« n^en 5 verrichtet werde«. Auf einem auf hohem Bosast-Block, welcher die Namen der in Folge der Wunden u. s w. Hier beerdigten Krieger tragen wird, soll ei« colossaler Löwe in Bronce-Guß, dem Rauch'schen Modell des sterbenden LSwe« nachgebildet, ruhe« Der Äemetnde-Rath hat de« »üthigen Raum auf dem Friedhaf unentgeltlich abgetreten. — „wierige Frage der Besetzung des Direetoriums de» Gymnasiums ist erledigt. Hr. Dr. Löhbach, Rector deS ProgymuastumS zu Andernach, wird der Nachfolger unsere» unvergeßliche« Bone werde«.
Die