Intelligenz-Blau
der Stadt FrMkfurt a. M,
verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
(Expedition am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
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No. 30
Donnerstag den 5. Februar
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1874.
UeberbiiiK der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, den 5. Februar. Nach einer Zusammen - sârg der Reichstags wählen stellt sich ungefähr sol- mdeè Verhältniß heraus. ES find gewählt worden: von M Soeialdemokra en 9 gegen 2, welche in der letzten Session dm Reichstag angrhörten; von der Fortschrittspartei 42 ge- gtn 43 bet letzten Sessid»; von dem CentrUw 93 geqen 63 der srüherèü Session; ein Däne aus der früheren Session ist mH süc tiefe Zessia» verblieben, so daß sich die gesammte twaigè Opposition, wenn man »och die Polen, welche in der gleichen Stärke von 13 Mitgliedern, wie früher, ihre Plätze M»p et haben, hi-izurechnet, auf 158 Stimmen beschränken wird, Bon den anderen Parteien sind die Nationalliberalen do» 114 auf 141 gestiegen. Die liberale Reichspartei von N ous 13 Herahgesnuken; die deutsche Reichspar ei ist auf der We« HSHe W verblieben, den« während sie in der vorigen Session über 28 Stimmen verfügte, zählt sie jetzt 27; die Cmsrrvativen dagegen, welche im letzten Reichstag noch über &0 « ümwn geboten, find auf die Zahl von 23 herabgedrückt Wien, ob die è ahl der „Wilden" d. h. solcher Abgrordne tm, welche — ' " ' r •
«och in der
nachdem sie sich einmal auf demselben festgenagelt haben, nicht wieder verlassen kLvney Md sie werden sich dadurch der Gefahr aujsetzech zum .ZweAe^. der Wahrung dieser ihrer Auffassung auch gegen solche Vorlagen und Ankäge stimmen zu mâsien, welche im wohlverstandenen Jntereffe von Elsaß- Lothringen eingebracht werden. Ihre Declaranteu-Posttion wird ihnen verbieten, auch Wohlthaten a«zunehn»en, wenn sie ans der Hand -e-jeuiSen kommen, den sie einmal für ihre» unbedingten Feind erklärt haßen."
Die ö sterreichischew Blätter widmen dem Tode deS General-
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i Tode des General-
sich keiner Fraction anseschlossen haben, und die letzten S^sion sich auf 29 belief, beträgt gegen- ». Im Großen und Ganzen dürfte also die Ma«
_ , üthige Betrachtungen.
„Die Nachricht"; schreibt, du . „Presse^, „von dem tragischen ^nde bei Generals Gablenz wird von jedem Oesterreicher mit schmerzbewegtem Herzen vernommen. Außerhalb unserer Grenzmarken aber wird die Kunde die peinlichste Sensation erregen, daß einer der namhaftesten Feldherren .unseres Lande- ein Opfer der finanziellen Wirren geworden, unter denen seit dem Mai de- vergangenen Jahres so mancher stolze Bau zu- sammeugebrochen. Hätte ein ähnlicher Fall sich in den ersten Schrcckenswoche« der BLrsenderoute ereignet, man hätte ihn »»di» viele« »huWes Katastrophe« eingerechnet und die Gesammtsnmmß.wäp« .dadurch nicht unheimlicher angeschwollen. Aber jetzt, nachdem der O^kkan stch wieder zu verziehen begönne» und Sie öffentliche Meinung über die Dinge in Oesterreich sich zu beruhigen angefanae« hat, gewinnt daS Ende des Generals ein besonderes Relief und muß geradezu als ein Unfall für unser Land bezeichnet werde«. — Familienverbindungen — Baron Gablenz war mit einer Baronin ESktles, einer Tochter bei bekannten Banquiers, vermählt — brachten ihn, seit er in den DiSposttion-stand getreten, mit unserer Finanzwelt auch in geschäftliche Verbindungen. Diese führten zu einer langen Kette von Unfällen und Verwickelungen, welche schwer auf dem alternden Feldherrn gelastet, den in besseren Tage» die Glücksgöttin auf die Stirne geküßt und der eine Popularität getragen hat, wie wenige der Feldherren unsere- Heeres."
dem Mai der vergangenen Jahres so manch sammrugebrochen. Hätte ein ähnlicher Fall Schnckenswoche« der BLrsenderoute ereigne
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^**8 «ur 9. Im Großen und Ganzen dürfte also die Ma« Imitat des Reichstages auf Seite der Regierung stehen.
^^ darauf oufmerks >m, wie wenig die Glut deutsch femdltche Stellung der kün ftigen elsässischen Abgeordneten zum Reichstag dem Rstchsland selbst Bor- tosen werbe. „Es liegt in der Natur der Dinge" — 8-Ä^âLlatt — „daß, wenn die Vertreter von Elsaß- 21^ d tm Reichstage entgegenkommend verhalten, sie Mich die SyDpathieen der Majorität gewinnen, wWend, Absolut verneinend und feindselig auftreken, der M°g «ne weit geringere Neigung zeigen wird, auf wir "^^°?ialen Wünsche und Anträge einzugehen, »„L ” hinter denselben Fallstricke und verdächtige vermuthet. Die Schicksale der neuen Reichslande ^ »«.«'" vorzugsweise von dem Verhalten ihrer Vertreter »Ml» â ^die letzteren von vornherein auf den Stand« ««»n^^i^stilität, so haben sie eine Förderung ihrer kifoffim»^ V erwarten und die Gesetzgebung, sowie die !! unrm^^c^ Eonstltuirung der Reichslande wird darun- Äl^ÄÄ^^ ^^^n. Alsässische Abgeordnete von dieser I ue|.v„w W1 «iMeuhert werden überhaupt ihren Protest-Standpuukc, dienst folgte.
An» der SkSye.
\ , Markth eidenfeld, 4. Februar. Vorigen Sonntag und Montag feierte der hiesige Krieger-Verein sein Stiftungsfest^ mit Zug vom Lokale zum Frühgottesdienst, Umzug am Sonntag R «chmittag durch die Stadt und Abend- Fèstbail mit Feuermerk, dem am Montag ein Trauergottes-