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Intelligenz Blatt

der Stadt Frankfurt n M.,

verbunden mit den ^tatttfuti« Nachrichten als Extrabeilage.

(Expeditton am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

No. 8

Samstag den 10. Januar

1874.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 10. Januar. Das vielbesprochene Schreiben des CultusministerS an die französischen Bi­schöfe lautet nach der „Times" wie folgt: „Paris, 26. December >873. Monseigneur! Einige Ihrer ehrwürdigen Amtsbrüder haben, die gegenwärtige Lage Europas prüfend und die jüngsten Ereignisse nach ihren Beziehungen zur katho-

Aussprüche finden, die nicht verfehlen konnten, in einigen Puskten die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich zu ziehen. 3« der That konnten dieselben geeignet scheinen, im Anslands «chlichkeiten zu erregen, die zu wecken fidS verdrießlich ist.

he» Prälaten, die an die Gläubigen ihrer Diöcese die bezügltLen Briefe gerichtet haben, würden vor Allem solche, ihre» Absichten schnurstracks züwiderlaufeude Folge« bedauern. Dafür birgt mir die erprobte Vaterlandsliebe, von der das französische Episeopat beständig so Helle und ruhmreiche Be­weise abgelegt hat. Trotzdem konnte dir Regierung bei sol­chen Thatsachen nicht gleichgültig bleiben, und sie wünscht lebhaft, daß dieselben sich nicht wiederholen. Em. bischöfliche Gnaden wissen wohl, mit welcher Theilnahme sie Regierung der Kirche und dem Heil. Studie ergeben ist Sie versteht wohl die Beunruhigung der katholischen Gewissen und die Schmerzen zu windigen, als beten Wortführer die Bischöfe in diesem Augenblicke auftreten. Aber solche Empfindungen können mit aller gebührenden Freiheit und Kraft Mègedmckt werden, ohne^daß man zu ihrer Kuabgebsng zu Angriffen ichreitet, über die sich die Regierungen benachbarter Staaten beunruhige» können. Zwischen den Staaten bestehen gegen- sèitige RückstchtSnahm-n, di man nicht vergessen darf. Mr müßen überall die Achtung vor den bestehenden Gewalten bekenne», wie wir diejelde unsererseits für die Regierung ver- lüigen, die in unserem Lande durch den souveränen Willen b'r Rationalversammlusg aufgrrichtet ist. Ist es noch nöthig, Hinzumfügen, Monseigneur, daß die Bischöfe inmitten der schwere» Conflicte, die heute die Welt beunruhigen, haupt­sächlich durch Mäßigung den legitimen «Waß ihres Wortes bei mehren und wirksamer zujenem Werke der Be uhigung mib des Friedens beitragen können, das der Gegenstand unserer gemeia- sameuBeruhigung sein muß ? Ich würde es mir selbst zumBorwurfe rechnen, wenn ich Betrachtungen weiter auSführen wollte, die sich von selbst der Beachtung Ew. Gnade« empfehle«. Außer-

dem halte ich mich versichert, daß Sie sich nicht über die Denkweise täuschen werden, die mir diesen Brief eingegebe« hat, dessen Inhalt ich Ihrer Mastcht anempfehle. Genehmige» u. s. w. De Fourton."

Ans der Nähe

* Worms, 9. 3»i »WM

Map: MW hiesigen Fuhrmanns ctz und HK best Bemühungen, dasselbe r Eigenthümer unter die Räder des ; über den Leib gingen. Der Unglück« adurH erhaltenen inneren Verletzungen

* Wiesbaden, 8. Januar. In dem Holländische« Hofe dahier wurde dieser Tage die AeneralversamAluuq der Nas- säuische« Fischerel-Actien- Gesellschaft abgehalten und die Di« vidende für vaS abgelaufene Geschäftsjahr ans 3 pLt. festge«

leset Tage die Äeneralversam

-el-Actien-Gesellschaft abgehalt

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setzt. Der Termin zur Auszahlung soll durch öffentliches AnSschreibeu der Vorstandes bekannt gemacht werden. Ueber Erweiterung, Eurichtung und Geschäftsbetrieb der Restaura­tion in hiesiger Fischzucht-Anstalt war eine längere Discussio» entstanden, und eS ist nach den gefaßtenOeschlüssen ten, daß in der nächsten Saison den Ansprüchen kums bestens entsprochen werden wird.

* Klingenberg, 7. Jan. Frau Louise Mack, Gatti« des kgl. Landrichters Mack dahier, erhielt als Vorsteherin des hiesigen Frauenvereins in Anerkennung ihres rastlosen Eifers u^d hervorragender Leistungen bei der Sorge für die Bedürf­nisse Verwundeter und Kranker während des Feldzuges 1870 —71 die von dem deutsche« Kais-r gestiftete Kriegsdenkmünze am Nichtkombattautenbande vsrliehen.

* Nürnberg, 8. Jan. Dieser Ta^e Abends 6 Uhr ist der Hilfswechselwärter Scheller im Staatsbahnhof dadurch verunglückt, daß er beim Uebels ^teilen der Geleise mit dem Fuße zwischen den Schienen häuqeu^lieb und von einer da­herfahrenden Maschine erfaßt und iom beide Beine abgefahren wurde. Nach Verlauf einer Sunde war der Verunglückte eine Leiche.

en zu erwar-

des Publi-

* Kissingen, 8. Januar. Der hiesige Banquier Jac. Schwed hat seine Zahlungen MMllt und ist spurlos ver, schwunde«. Börse» führt haben, dessen Gulden erreichen

gen eingestellt und ist spurlos ver, ' llen de» Sturz herbeige- die Summe von 2J0,00Q

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