Einzelbild herunterladen
 

4« Beilage Frankfurter JuteMgerrz-Blatt No. 7, Freitag den 9. Januar 1874»

Xi. Wahlbezirk.

Bethmannstr., gr. BoSenheimerflr. 1—11 ungr. Nrn., Friedenstr., gr. Gallstsstr., kl. Gallusstr, Götheplatz unar Nrn gr. Hirschgraben unger. Nrn., Junghofstr. ungr. Nrn. und 2—4 gr. Nrn., Kaiserstr., Kirchnerstr., neue Mainzerstraße 1—45 ungr. und LO— 48 gr. Nrn., Roßmarkt 17—23 ungr. Nrn. und 16—20 gr. Nrn., alte Rothhofstr. ar Nrn am Sarzyaus unger. Nrn., alte Schlesingergasse, r eue Schl-singergasse, Taunusthor, Untermainquai 6—11, hinter dem Weißfrauenstraße, Untermainquai, grade Nummern.

Wahllocat t »Bätet «tu IVord^*

Mitbâ*««»!

Wenn Euch das Gesammtinteresse des deutschen Volkes, sowie dasjenige Eurer Vaterstadt wahrhaft am Bersten liegen, so wird es Euch gewiß nicht schwer fallen die Entscheidung zu treffen, für „welchen" Cau- didaten Ihr bei der am LE- «k M., stattfindenden Reichstagswahl Euere Stimme abzugeben haben werdet.

Ihr werdet sie demjenigen geben, der, „getreu* den demokratischen Grundsätzen, sein Programm klar und deutlich vor Euch entrollte und der sich stets als einer der freisinnigsten und besten Pa rioteir bewährte, (wenn auch von nationalen Düstern manchmal kritisirt, und kritisiren ist bekanntlich weit leichter, wie besser machen) der zugleich als -Bürger Frankfurts", mit dessen Verhältnissen bis ins Kleinste vrrtraut auch nach dieser Richtung hin, seine Thätigkeit, wie bisher, stets für Euer Wohl entfalten wird. - * ' '

Erfüllet also E ece Pflicht und gebet für

Hem Leopold Sonnemann

am Wahltage Eure Stimme ab.

1419 —_____ Das Comité.

Zur Wahl!

Herr Sonnemann sagt man solle keine» Fremden wählen! Ei, schämt sich denn Herr Sonnemann seines Ge- bartsörtchens , daß er es so verläugnet und thut, als reiche fein Ahuengeschlecht in Fravkfurt Jahrhunderte zurück? Und ist denn sei« Gedächtniß so schwach und alt geworden, daß er nicht mehr weiß wie er selbst vor mehreren Jabren erst Herrn Guido Weiß in Berlin zum Abgeordneten hat wählen lassen? Wie er damals auch Herrn Eugen Richter und neulich Herrn Kolb als Abgeordneter vorgeschlagen hat? Hält er denn die Wähler für so dumm zu glauben, unsere ©tobt könne durch einen Richtfrankfurter im Reichstag nicht vertreten sein, während Jedweder weiß, daß es im Reichstag Nichts Fraukfurtisches zu verhandeln gibt, im Landtag aber unsere Interessen durch Schrader und LaSker recht gut vertreten sind? ES iS wirklich weit gekommen mit der politischen Gauklerer! 1419

Lasker

hat sich neuerdiugs für die Einführung der Börsensteuer ausgesprochen. Für unsere Vaterstadt wäre gerade diese Steuer die verderblichste. Der freie Verkehr des Capitals gestattet dessen vielseitige Transactionen und dadurch wird unser Markt belebt. Die Erhaltung des Börsenverkehrs ist unsere Lebensfrage. Wer also diesen uns erhalten will, der wähle unsern bewährten, im Handel erfahrenen

Leopold Sonuemarm.

Mitbürger!!

DaS Lasker-Comite hat vor Erscheinen des Aufrufes der demokratischen Partei dazu aufaefordert die Namen auf den beiden Aufrufen zu vergleichen. Icht nach­dem der Aufruf der Demokraten erschienen ist, sagen auch wir: Mitbürger, vergleicht die Name».

UM Mete Wühler.