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Intelligenz- Vl litt

der Stadt Frankfurt a. M

° verbunden mit den Frankfurter achrichtöK als Exira-GÄW^

(Expedition am H. Geistpförtchen, Schlachthansgaffe 21.)

Nr. 81. Samstag den 8.Ustril" 1876

__________ Bekanntmachungen. p^TSi

Gegen die Berlegung der Schulzeit

Einwohner Frankfurts I

Der Magistrat beschloß in seiner Sitzung vom 31. März d. I., daß er sich durch die Gründe, die in einer von 84V Personen unterzeichneten Petition gegen die versuchsweise Verlegung des gesammten Schulunterrichts auf die Vor­mittagsstunden geltend gemacht wurden, nicht veranlaßt finden könnte, diesem Beschluß des Schulcuratariums seine Zu­stimmung zu versagen! Ebensowenig hat das Curatorium durch diese Eingabe sich bewogen gefunden, jenen Beschluß zmückzmlthmen! 'C3

Die Petenten sind infolge dessen leider genöthigt, ihre Bitte bei den oberen Schulbehörde« in Cassel uns Berlin zu erneuern, da diese Schulzeitumänderung nach ihrer Ueberzeugung ebenso «achtheilig auf die Kinder wirk:», wie störend in die örtlichen Verhältnisse Frankfurts eingreifen würde. Die Ober-Schulbehörde hat die Umänderung weder verlangt, noch war ihr überhaupt vorher Kenntniß davon gegeben worden. ,

. Falsch ist, daß in Cassel und in aller» norddeutschen Städten die Unterrichtsstunden nur Bormittags seien, m Cassel ist dies nicht der Fall.

Ebenso wenig auf den Universitäten!

Unseres Wissens besteht diese Einrichtung nur in Hamburg und Berlin, zwei Städten, in dmen Verhältnisse obwalten, die von den hiesigen vollständig verschieden find.

Die Obere Schulbehörde stellt deshalb an die Betheiligten das Verlange«, ihr durch Ginsendung der Dramen der Eltern und durch Angabe der Anzahl der Kinder, welche diese 5 höheren Schulen besuchen, zu beweism, daß die Mehrzahl der Betheiligten gegen diese Neuerung ist, um dadurch veranlaßt zu werden, der von dem Frankfurter Schuicuratorrum ohne die Zustimmung der Eltern und ohne Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse beichloflenen Neuerung die Genehmigung eventl. zu versagen, mithin auch dir versuchsweise Einführung nicht zu gestatten.

Es werden deßhalb alle Eltern und Bormünder, welche Kinder in die folgenden 5 Schulen, nâmlich : Musterschule, Wöhlerschule, höhere Bürgerschule, Seleetenschnle und Gymnasium gehen lassen, und gegen diese Neuerung sind, hiermit aufgefordert, -

nochmals

ihre Namen nebst Angabe der Schulen nnd Anzahl der Kinder Urscht ^"^ "eu bei den Unterzeichneten aufgelegte« Listen ein-

Wir zweifeln nicht, daß diese Anzahl sich als eine so bedeutende herausstellen wird, daß die Obere» Schul- sich dadurch veranlaßt finden werden, den bekannten Beschluß anfzuheben.

S""l"" tiiujL, vup wqc vryerren sich dadurch veranlaßt finden ivnum, , Einzeichnungslisten liegen auf bei: Friedrich Bauer, Schulstr. 20, Sachsenhausen,. Georg Bräutigam, Schnurgasse 15, Albert Cramer, Fahrthor 6, Heinrich. Dietz, Hanauer Landstraße 1, Fh. C Dietz, Hanauer Landstraße 45, ?^bk Dronol, Friedbergergasse, Joh. Val. Drill, Markt 11, Jacoby s Hâtel, Stiftstraße,

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