Erklärung.
Der „Vorstand der gemeinnützigen Baugesellschaft" firht sich in Rücksicht auf das Vertrauen, welches eine derartige öffentliche Anstalt »-meßen muß, wie in Rücksicht auf die Beruhigung ihrer Miether veranlaßt, wohl auch einmal auf einen Ze^ungsartckel zu antworten.
Die „Frankfurter Zeitung" vom 21. d. enthält einen Artikel, P. unterzeichnet, worin behauptet wird, daß bei Gelegenheit d r Reichstagswahl der Verwalter unserer Familien- Häustr, Herr Wunderlich, vö-higmfalls unter Bedrohung mit Kündigung eine Pression auf unsere Miether ausgeübt habe und daß die Leute aus An^st vor der Miethkündigung nach dessen Willen gestimmt hätten.
Wir erwidern hierauf Folgendes:
1. Kein Mitglied des Vorstandes hat mit dem Verwalter oder mit irgend einem der Miether in Setreff der Reichstagswahl gesprochen.
2. Wir haben von Herrn P. völlig verschiedene Begriffe von dem Recht und der Freiheit jedes einzelnen Bürgers, sowohl unserer Miether, als unserer Beamten. Wir gestehen Jedem derselben das Recht zu, einer politischen Partei oder einem Vereine anzugehörcu, abzustimmen und sich über ihre Abstimmungen zu bespreche«, wie sie wollen und »Hue uns um GlNchmigmig zu frage«, — in Bettest unserer Beamte« allerdings unter der Beschränkung, daß ihrerseits nicht eine unerlaubte Einwirkung auf die Miether versucht werde.
3. Herr Wunderlich konnte nicht mit Miethkündigung drohen, da unsere Miether sehr wohl wissen, daß nicht er, sondern ein bestimmtes Mitglied des Vorstandes die Miethen abschließt und kündigt, — ein Verhältniß, welches gerade Herrn P. wohl schwerlich unbekannt ist.
4. Wir haben Herrn W. in Betreff der gegen ihn vorgc- brochteu Beschuldigung vernommen und ton ihm in ausführlichster und glaubwürdigster Weise gehört, daß und mit wem er in Betreff der Abst mmung gesprochen hat, sowie daß dabei nicht die entfernteste Drohung untergelaufen ist, ja, daß er sogar, um jeden Schein der Pression zu vermeiden, überhaupt mit keinem derjenigen Miether gesprochen hat, welche mit ihrer Miethezahlung im Rückstände sind.
Wir erklären sonach die Angaben des Herrn P. für unwahr und erwarten, ob derselbe den Muth haben wird, aus dem Versteck, von wo ans er unsere Beamten beschuldigte, hrrvorzutretm mb irgend einen angeblich Bedrohten uns namhaft zu machen.
Wir haben an dem Verfahren unseres Beamten nichts zu tadeln, benutzen vielmehr gerne die durch Herrn P. provocirte Gelegenheit, öffentlich auszusprechen, daß wir Herrn Wun- derlrch in den 14 Jahren, während welcher er Hausverwalter
Gesellschaft ist, bei jeder Gelegenheit sowohl als einen höchst pflichttreuen und für unsere Gesellschaft höchst wrrth- TSt Tb « $ ^ einen höflichen und tcclvvllcn Beamten erprobt haben. 4Q33t
Frankfurt a. M., den 24. Januar 1877.
Der Vorstand
der Frankfurter gemeinnützigen Baugesellschaft
Ladenschrärt- mit Elas, Comptoirpulie, WirthschaftSrinrick- tungen, alle Sotten Rohrstühle, Secr-M-, «ÄS
234g A- G-Mrffn,9 W*
Für die Hinterbliebenen des am 5. Dezbr. a. p.'hier im Main ertrunkenen SchiffSknechteS Michael Höfli«g aus Lohr sind infolge Aufrufes vom 21. Dezember folgende weitere Liebesgaben eingegangen:
Bei Herrn Pfarrer Wehrtes: Von A. D. 6 M.; Ungenannt 50 Pf.; Frau du Fay 10 M.; Langenbach 2 M.; B. C. 50 Pf.; F.J. 3 M.; E. ö. d. Heyden 5 M.; Gebr. Sulzbach 20 M.; LouiS Rühl 10 M.; aus der Goldenen Lust 4 M.; ungenannt 3 M.; Sabastig-Mevi 3 M.; Wam 2 M.; H. H. 2 M.; E. 5 M.; D. B. 10 M.; August Ehinger 20 M.; N. N. 4 M.; B. und C. C. 2 M.; Frau S. Passavant 6 M.; A. W. 5 M.; v. Santen 5 M.; M. S. 5 M.; F. M. 5M. C- G. 1 M.; H. V. 3 M.; Frau H. 3 M.; F. S. M. 3 M.
Bei Herrn Direcèor Bernhard: A. Ochs 4 M.; Jos. Pfaff 10 M.; Dr. Odrell 8M.; Frau L. Wolf3 M.; Ungenannt 6 M.
Bei Herrn F. Heuer: Bon 8. B. 3 M.; E. 1 M.; I. S. 1 M.; S. B. 3 M.; von dem Wetternclvb 5 M.; J. Friederich, Hotelier, Michelstadt, 2 M.; Ungenannt 2 M.; Georg Rittner 10 M.; H. 2 M.; S. 2 M.; I. B. 8M.; I. S. 1 M.; E. R. 3 M.
Bei Herrn Dr. Brüuiug: Bon Sophie's und M»- thilde'S Erspartem 1 M. 50 Ps.; Robert Propach 5 M.; Frau D. L. 20 M.; Herr D. «. L. 10 M.
Bei Herr« Leupold Tsuue««»»: von Fra» Lius Mainzer, Darmstadt, 2M.; H. Budge 3 M.; Jos. Schmitt Nürnberg 10 M.; M. F. 5 M.; F. B. 5 M.; Madame Adolfine Hecht 10 M.; Frau Leopold Höchberg Wwe. 5 M.; Ungenannt W. 5 M.; von einer fidelen Gesellschaft zusammengewürfelt, von Corpsstudenten und Philistern und Golchen, die eins von beiden werden wollen, für vierzehn 20 Pf.,
zusammen 20 M.; Scharff-Stark 5 M.
Bei Herrn I. Wirth: N. N. 3 M.; N. N. 2 M.; N. N. 1 M.; N. N. 50 Pf.; N. N. 3 M.; Dr. Friedleben 3 M.; RothschUd 5 M.; N. N. 1 M.; Franz Mülln 2M.; v. N. 2 M. 50 Pf.
Indem wir den edlen Gebern im Namen der bedrängten Wittwe mit ihren vier Waisen den wärmsten Dank aussprechen, bitten wir bei der großen Noth derselben, um gütige Zuwendung fernerer Gaben.
Pfarrer Wehner, kl. Hirschgraben.
Director Bernhard, Liebfrauenstraße.
F. Heuer, Roßmarkt 1.
Dr. Brüuiug, Mainzer Landstr. 80.
Leopold Touneman«.
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