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4. Beilage, Frankfurter Intelligenz-Blatt Nr. 8, Tonntag, den 7» Januar 1877. -Mhler-Versammlung im hMni'schti Seal in Sachsenhausen

Montag, den 8. Januar, Abends 8 Uhr.

Tagesordnung:

Referat des Candidate« für den Reichstag Herrn Cari HaUhof.

Um zahlreiches Erscheinen bittet

ta WchlcMö der kirtMfN Kartei.

d. Namen:

Dr. Koh. Rössler.

Leopold Sonne®ann.

4019s Martin May.

Zur Stellung der Ps-teien!

Es dürste zur Aufklärung mancher Parteioerhältnisse nichts schaden, wenn die Wähler nochmals einen in der „Frankfurter Zeitung" vom 4. September d. I. abgedruckten Brief des Socialdemokraten Bebel in aufmerksame Erwägung zögen. Derselbe lautet:

Frankfurt a. 4, September.

Vom Tag.

In dem Jnseratentheil des „Leipziger Tageblattes" findet sich folgende Erklärung:

„Die fortgesetzten Nörgeleien der gegnerischen presse bez. meines Verhältnisses zu dem Reichstagsabgeordneten für Frankfurt a. M., Herrn Sonnemann, veranlassen mich hier kurz Folgendes zu erklären:

Ich kenne Herrn S. infolge seiner früherm Thätigkeit in der Arbeiterbewegung seit mehr als 13 Jahren und wir find seit länger als 10 Jahren Duzfreunde, und obgleich wir seit dem Ende der sechziger in unseren socialen Anschau­ungen mehr und mehr auSeinandergingen, so lag doch kein Grund vor, das persönliche FreundschastSverhSltniß zwischen uns zu lösen.

Voriges Frühjahr aus dem Gefängniß entlassen, ergab sich für mich die Nothwendigkeit, geschäftliche Verände­rungen vorzunehmen, zu denen die Mittel fehlten. Auf mein Ansuchen gewährte mir Herr S. ein Darlehen, daS unter den üblichen geschäftlichen CaMelen abgeschlossen wurde, wofür die schriftlichen Beweise vorliegen

Die rei« geschäftliche Angelegenheit ist von persönlichen Gegnern in èmdmz öser Weise breitgetretm worden und wird jetzt von politischen Gegnern zu benutzen versucht, um meinen Charokèer zu verdächtigen.

Ich weise diese Berdächtigimgsversnche als eise gesamte zmück.

Behauptet ein Theil meiner Frankfurter Parteigenossen: ich befinde mich in einem „Abhängizkeitsverhättniß" zu Herrn G., so ist dies eine Behauptung, für die Nicht der geringste Beweis vorliegt, die Jeder, der mich näher kennt, als blödsinnig bezeichnen muß und die durch meine ganze bisherige öffentliche Thätigkeit widerlegt wird.

Auch ich kann es nur billigen, wenn die Parteigenossen ihre sog. Führer genau coniroliren und mit unsauberen Elementen „tabula rasa“ machen, hoffe aber, daß die Frankfurter Parteigenossen diesen löblichen Grundsatz auch am eigenen Platze auwenden. Bis jetzt hat ihr „Führer", Herr Frohme, wie kein Anderer „für d n König von Preußen gearbeitet", wofür ihm die verdiente Anerkennung seitens der Feinde der Socialdemokratie bere ls zu Theil wurde, die letztere selbst aber ihm alles Andere, nur keinen Dank schuldet.

Leipzig, den 1. September 1876.

Bebel."

Die Nutzanwendung überlassen wir dem Leser.

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