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Extraordinairer Anhang zu den Franckfurrischen Fragend Anzeigungs/

Nachrichten Nro. 27. samstags den/. April, ^nno 1749-

Avertissement.

Den Montag in der nächstkommenden zweyten Meeß« Woche, wird seyn der 14. April und* folgende Täge soll auf Hoch - Obrigkeitliche Verordnung ein ansehnliches Waaren Unterpfand , be­stehend aus in circa soo. Sluck allerhand Sorten feiner Sächsischer courranter Barchent, unter den neuen Kramen allhier neben Hrn. Eapitain Rinckleffs Behaussung gegen gleich baare Bezahlung l» ßutem Wechsrlmasigetn Geld an den Meistbietenden öffentlich verkauft und loßgeschlagen werde«. ^ul-NcLMm den 5. April 1749.

Avertissement.

Die von des Römischen Kaysers Caroli Vli. Glorwürdigsten Andenckens sowohl, als fetzt- rtgierendenKayserökK^czsciMaiestatallergnadigstprlvilegirte und examimrte Doctorin,Maria Francisca Gehringin, welche inFranckfurt am Mayn schon über 7.Jahre wohnet, und in Zukunft auch allda verbleibet, hat ehedem auf der Zeil gewöhn«, anjetzv aber am Roß-Marckl unter den neuen Hä«, sern bey Herrn Ary logiret, (wie man in hiesigen Reichs und Journals - Zeitung öffters wird gelesew haben,) thut hiermit zu wissen: Was gestalt sie viele Arcana oder Geheimnisse besitze / wodurch sie so­wohl innere als äusserliche Gebrechen und Kranckheiten, als zum Exempel allerhand Blindheit der Augen, wann siegleich $. io. n. und mehl «re Jahre gewähret, und solche Staaren und Hirnfall,auch sogar von Mutter Leib an gehabt hätten, ingletchem Kinder, so zerspaltene Lefzen oder Haaftn-Schar- ken, item alle Mängel der Augen und Ohren, so von Flüssen herrühren, Melanlolie und schwere Noth, «De kalte Fieber, wie sie Namen haben, innerhalb;. Lagen aus dem Fundament, den Lenden-Nieren- und Blasen Stein, Krebs, alle Art der Fisteln und um M fressende Schäden, ohne Schnitt, deßgleiche« «ufeine gantz besondere neue Art, vermittelst wohl zugerichteter Bandage und guter Artzeney, die, s» mit unlerschiedlichcn Brüchen, Rupturen und Karnüsten beladen sind, alle weibliche Zufall«, Unfrucht­karkeiten, und andere gebrechliche Zustände und Kranckheiten., sie mögen Namewhaben wie sie wollen, zc. in Geschwindigkeit und auf eine subtile Art gründlich curir«. Auch besitzet sie eine unbetrüglicheS Geheimniß gegen alle Venerische Kranckheiten, so alt und sehr sie auch ringewurtzelt seyn mögen, imma^ se« sie dieselbe in Zeit re. »o. bis 30 Lagen ohne Salivation oder Aussper-en und eckelhaffte Holtz, , Tränckezu trincken, sondern durch sehr geringe Stuhlgänge, Transpiration und Urin, gemächlichst ant dem Grund vollkommen und beständig enrrir«, und zwar auf solche neue Methode, daß der Patient nicht die gerinstc Jncotnmodilât oder Schmertzen spüret, mithin das Bett bey Tage noch dasZimmee zu Hüten nicht nöthig hat, sondern in die Lufft gehen, reuten, und seinen Geschäfften ohngehindert nach« sommenkan. Denen abwesenden oder weit entfernten Patienten aber dienet zur Nachricht, daß sie ob- ernannte venerische Kranckheiten, wann dieselbe chr Alter, Temperament und Zustand einberichterr, durch Ubermachitng der Medicin eben sowohl aus dem Fundament curirrt, mithin durch ihre appro- dirte Medicinische Wissenschafft und Geschicklichkeit bereits nächst GOtl viele Preßhaffte bekannter­massen curir«, und sich so berühmt gemacht, daß sie allschon vorgebaumen Jahren auch ein gnädigste» Privilegium über das gantze Herzogchum Würtenberg und Hoch-Fürstlich «DaadeN'Daadifche Land erhal'enhat. Der günstigekefer beliebe sich seines Zustandes zu erinneren, und so er einige Gobreche» «n sich hatte / die allhier nicht erwehnet , solche in ihrem Losament Muzeige»/ daselbst solle nach der