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druck der kniest: l'ciitntrpt frei in SnlU.

** Zuldaer Zeitung. -

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Monlaq 20 Oktober I9t5.

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starkem Nebel abgebrochen werden.

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Kleines Feuilleton

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20. Oklsb« im.

I Wie Fulda den 105. Jahrestag von Leipzig beging.

Als in der Mittagsstunde des 18. Oktober die I Glocken der Lonisatiusstodt anhoben, ihren dröhnen- I den Tankesruf zu dem strahlenden Herbschimmel I cmporzusenden, da trugen schon allenthalben die Straßen der Stadt Festgepränge, lieblichen | Sonnenschein wehten Fahnen und Standarten und bald belebten sich die Wege mit festlich gestimmten Menschen. Und wie nun der ?lbend herabstieg und allmählich der ftmkclnde Glutschein der sinkenden Sonne am westlichen Himmel verglomm, da zog Jung und Alt aus dem Weichbild der Stadt hinaus, | der beherrschenden Höhe im Nordosten zu. Ein un- I vergeßlich schönes Bild enthüllte sich dem Blicke der Wanderer. Richteten sie ihn vorwärts, so sunkelten I ihm von dort oben zahllose Lampionflammen ent- I gegen, kehrte er sich zurück, so lag die Stadt da im | Reize festlichen LichterglanzeS. Als hatte eine ziel- ! bewußte Künstlerhand den Plan gefertigt, so anmutig und dennoch mit zielbewußter Strenge streben alle Linien dem Frauenberge zu, auf den sie den Blick hinleiten und dort zu Ruhe kommen lassen. Doch schon zeigt sich am schwarzen Horizont Feuerschein. Glutflecken deuten an, wo auf dem Schulzenberg und auf sonstigen fernen Punkten Freudenfeuer entfacht worden sind. Jetzt lodert auch der haushohe Reisigstoß auf, den die Fuldaer Kriegervereine ge­türmt haben und fast gleichzeitig zuckt auf dem Rücken des Aschenberges eine Flamme zum Himmel empor. Taghell ist der Platz am Watschet beleuchtet. Dichte Menschenmauern, zunächst die Jugend der Bolks>- I schulen und höher» Lehranstalten mit ihren Lehrer», I umgürten die Feuerstelle. Feierlich klingt die Weise eines Chorals durch die wechevolle Stille, dann dringt ein markiges Mahnwort an unser Ohr, da? der Bor- - ' sitzende des Kreiskriegerverbandes Fulda, Rechtsan- , walt Dr. Pfeiffer, an die Versammelten richtet. Er j lenkt den Blick zurück auf die eiferne Zeit vor 100 Jahren und er ruft die Jugend von heute auf, der ; glorreichen Taten der Jugend von 1813 und. ihrer Treue zum Baterlande eingedenk zu sein immerdar. Und als nun der Blick die lohenden Fanale der Volks­genossen im weiten Hessenlande grüßt, hfnabschweift zur traulich-schönen DoNifatiuSstadt, die Heimatliebe sich mächtiger regt als sonst und die Erinnerung an die Zeit deutscher Heldentaten Gefühle berechtigten Stolzes hervorlockt, da entquillt Tausenden jugend­licher Kehlen das brausende Treuelied: Deutschland, Deutschland über alles.

. . . Der Mond" steigt strahlend am Oskhimmel empor und besiegt den erlöschenden Glanz deS Freu­denfeuers: Zu Tale zieht unter schmetternden Klän­gen zweier Musik- und zweier Trommlerkorps ein langer Zug von Lampions und Fackeln. Er nimmt seinen Weg durch, die Leipzigerstraße. Am Kurfürstendamm treffen wir ihn wieder. Ein mär- | chenhaftes Bild gewährt er, wie er so die sch»ur- :......... - r r in - -ch, - -\

Es war nämlich der Tag der feierlichen Ein- s e tz u n g des A l l e r h e i l i g st e u in unsere neue Kirche. Festgeläute am Tage vorher und am Morgen des 18. Oktober kündeten den hohen Tag an. Das Innere und das Aeußere des Gotteshauses war präch­tig geschmückt. Die Feier begann um y29 Uhr mit der Festpredigt des Herrn Pfarrverwesers Ramb von DieterSbausen; er behandelte das Thema: Die hl. Eucharistie, ein Gegenstand des Glaubens, der Hoff­nung und der Liebe. Dann folgte das Hochamt, das derselbe Herr hielt unter Mitwirkung des hochw. Herrn Nüchier von Dipperz. Während des Hochamtes fand Generallammunion für die Gemeinde Friesen- hausen und Nachbargemeinde Dörmbach statt, deren Angehörige vollzählig erschienen waren Am Schlüsse des Hochamtes war Tedenm und sakramentaler Se­gen. Mit enter Ansprache des Herrn Pfarrverwesers Ramb schloß die erhebende und schöne Feier. Lange Zeit wird Friesenhausen sich dieses schönen Tages erinnern.

-4- Hünfeld, 20. Olt. 1913. Ter Verkauf des Obstbehanges an den Landstraßen des Kreises Hünfeld hatte in diesem Jahre folgendes Ergebnis: Hünfeld-Hersfelder Straße 799,70 Mark, Hanau- Vachaer Straße 65,60 Mark, Summa 865,30 Mark

Burgham«, 19. Okt. 1913. Dem Hegemeister Sfty tc zu Rothenkirchen in der Obersörsterci Burg- ' mut ist vom 1. Dezember d. I. ab die Försterstelle Cappel, Obersörsterci Fritzlar, übertragen worden. Die Försterstclle Rothenkirchen, Obersörsterei Burg­haun, ist vom 1. Dezember 1913 ab zn besetzen.

b. Friedberg, 19. Okt. 1913. Aus Anlaß der Ueberführung der Fahne des hier neuerrichteten Bataillons von Darmstadt nach Friedberg fand stoischen dem Kaiser und 6cm Großherzog ein herz­licher Depeichenwcchscl statt. Die Staat hatte bei der Einholung der Fahne reichen Flaaeen;chmack angelegt.

* Wetzlar, 19. Okt. 1913. Dec Provin-ial- Parteitag der fortschrittlichen Volkspartei für Hessen-Nassau ist heute hier zusammengetreten.

Ami Geisa und Umgebung.

Erhaltet die Nhöuirachl!

Q Geisa, '2. Oft. 1913 Der Großh. Bezirks- dstcklor erläßt in der letzten Nummer des Verord­nungsblattes folgende Verordnung an die C-enrcrnde- vorstände: Ten Gemeindevorständen wird empföhlet:, die Pflege der von den Vätern überkommenen R h u :>- tracht in ihren Gemeinden nicht außer Augen zu lassen, die ein jeder Rhöner und jede Nhöneri»- be­sitzen sollte. Die Bevölkerung des Eisenacher Ober­landes kann auf ihre ebenso schöne, als malerische, übrigens auch dem R önklima so angepaßte 'Jintioitixb frau, die ja der in der ganzen Welt rübmlichst vo kannten Tiroler Volkstracht um nichts Nachsicht, st ost ein. Das Eisenacher Oberland, das bet «einer land- tchastbchen Schönheit wohlgeeignet ist, den großen Reiieverlehr auf sich zu lenken, würde gewißlich eine noch größere Anziehungskraft usübeit, wenn die Bevölkerung, wie dies in Tirol der Fall ist, an ihrer schönen Nationaltracht wieder in erhöhtem Maße, als m den letzten Fahren geschehen, sesthalten würde.

ie es ein Werk­st nd ihr tragt, alles, iva- ihr

im k? rt Oktober ist au2 der Reihe gefallen und ge hort einem bedeutend größeren Schriftmuster an.

Friefeichausen, 18. Okt. 1913. Ein großer Feiertag war der 18. Oktober für unsere Gemeinde.

gelten. Denn eine Tasche ja such feine Verlängerung der Hand, w zeug ist, sondern eine E.ttlasticno, wie Rosegger eS Io hübsch verspottet, ...... nntnehmt, in dec Hand vor euch her: den gtifecn

Bei Lebensversicherungen und ähn­lichen Versicherungen, z. B. Rentenversicherun­gen, Aussteuer- und Militärdienstversicherung V> Prozent der Barprämie.

Befreit sind Unfall- und Haftpflichtversiche­rungen, Hagel- und Viehversicherungen, Ärbeitslosen- und Krankenversicherungen, soweit letztere nicht unter die Lebensversicherungen fallen, Versicherungen von Bediensteten und Arbeitern gegen Todesfall oder Körperverletzung int Gewerbebetrieb, Versicherungen, welche auf Reichsgesetz beruhen (also die ganze so­ziale Versicherung), einschließlich der Versicherung der Knappschaftskassen und Rückversicherungen. Frei bleiben auch alle Versicherungen, bei denen die Ver­sicherungssumme 3000 Mark nicht übersteigt. Hat sich jemand aber bei verschiedenen Gesellschaften ver­sichern lassen, so wird die Gesamtversicherungssumme m Anrechnung gebracht.

Für den Regterungsentwurf waren wesentlich höhere Sätze vorgesehen, auch wollte die Regierung noch einige andere Bersicheruitgsarten, die' bisher steuerfrei blieben, steuerlich erfassen. Damit aber auch diese Steuer nicht die untern Volksschichten be­lastet, hat vor allem das Zentrum darauf gedrungen, daß die Versicherungen, deren Wert 3000 Mark nicht übersteigt, samt und sonders frei bleiben. Die we­niger bemittelten Leute fchließen Lebens- und Ren­tenversicherungen, Aussteuer- und Militärdienstver- sichernngen^und dergleichen meist nicht über hohe Be­trüge ab. Selbst der untere Mittelstand, die Bauern, Handwerker und Kaufleute gehen Verficherungen über große Summen nicht ein. Sie sind kehr froh, wenn sie die Prämien für Versicherungen über 2000 Rs,3000 Mark aufbriugen können.

Für diejenigen aber, welche soviel erübrigen, daß sie die Prämien zahlen können, für Bersichernngs- iummen über 20 000, 50 000 und noch mehr Mark, iedentet dte jetzige Steuer keine Belastung. Auch )ie Besteuerung der Versicherungsverträge weist fo- aach den Charakter einer eignen Besitz steuer auf: sie wird in der Hauptsache von den Wohlhabenden und Reichen getragen, die große Masse des Volkes dagegen '-»leibt frei. Freilich hat die Herabsetzung der von der Regierung vorgeschlagenen Sätze, sowie die Frcilas-

, 1008, wo er in den wohlverdienten Ruhestand trat I war er in unserer Stadt stationiert. Für die Tüchtig- I leit, die der Verstorbene in 31 jäh iger Dienstzet.

bewiesen, zeugen die z hlreichcn Auszeichnungen oit I ihm zu teil wurden. Er belaß die Dicnstausze'.ch- mtngtn 1., 2. und 3. Klasse, die Erinnerungs-Medaille, I die Kriegsdenkmünze von 1870/71. Auch der Osfizier- I Säbel wurde ihm verliehen.

(!) Tie Turchfchnitttp.kise für Fourage. Im Monat Oktober 1913 sind |ür die Vergütung vecabrrichter I Fourage folgende Preise maßgebend: m den Kreisen | Fulde!, Hünfeld, Gersfeld und Schlüchtern für den Zentner Hascr 8,66 Mk Hcn 2,89 Mk., Stroh 2,10 Mk.: in den Kreisen Marburg, Kirchham und Frankenberg für den Zentner Hafer 9,98 Ml., Her 3,68 Mk., Stroh 3,15 Mark.

~ 'litiiv JuSiistiie. Die Flamme'sche Fabrik am Horaierwcg, die vor einigen Jahren durch ein ver­heerendes Groß feuer vollständig ein geäschert wurde, kommt wieder in Betrieb. Es soll darin die Fabri­kation elektrotechnischer Bedarfsartikel betrieben werden. Wüt die Einrichtung find bereits eine größere Anzahl | Hchwerer Arbeit-mcuchinen eingcttcffen mit deren Anf- i uellung inan z. Zt. beschäftigt ist.

V Kaninchenzucht. Am Sonntag abend wurde in der Wirtschaft »Viktoria" ein neuer Kaninchenzüchter- verein gegründet. Zweck desselben ist, in der Ka­ninchenzucht besonders die Fleisch Produktion zu fördern, indem meistens große Rassen wie Belgische Riesen, Deutsche Schecken und Widder gezüchtet werden. Ter neue Verein, der den Namen »Einig­keit" tragt, hat zurzeit einen Tierbestand von 285 Stück. D'e nächste Versammlung findet am dritten Sonntag im November statt. Mitglieder, die bis dahin beitreten, werden unentgeltlich aufgenommen.

& Dars die Amsel geschossen werden ? Diese Frage Hal den hiesigen Gartenbauverein in einer seiner letzten Sitzungen beschäftigt. Auch schon vor­her wurde Über die Untugenden dieses Vogels, de> früher sehr beliebt war, vielfach geklagt. Interessant ist nun, wie die Frage, ob die Amsel unter die schädlichen Singvögeln zu rechnen ist, die man ab» schießen darf, dieser.Tage vor der Strafkammer in Darmstadt behandelt wurde. Der dortige Rechts­anwalt Dr. B. war vom Schöffengericht zu 8 Üülart Geldstrafe verurteilt worden, weil er in seinem Hose eine Amsel geschossen hatte, die ihm die Kirschen vom Saume stahl und auch sonst lästig wurde. In der Berufungs-Verhandlung wies der Vorsitzende daraus hin, daß im Vogelschuhgesetz die Amsel nicht «l§ schädlicher Vogel bezeichnet sei und daß nur diese Bestimmung in Frage käme. Deshalb wurde die Berufung des Rechtsanwalts verworfen. In Garten- bankrelsen wird eine Aenderung des iLogelschutzge- setzes gewünscht.

;; Prämiiert. Bei der gestern in Essen-Ruhr Der« .nnftalteten 6. Internationalen Hundeausstellung, ver­bunden mit Spezia'.ausstellung des Deutschen Teckel- tlubs, erhielt in starker Konkurrenz die tote Teckel­hündin Madel von der Haide, Besitzer Herr Dentist Aug. Walter hier, in der offenen Klasse einen I. Ehrenpreis und wurde mit dem Prädikat »Vor­züglich" bewertet.

<? Fußdalljpoii. Tas einzige Spiel, welches gestern im hessischen Kreise stattfand, das zwischen Kasseler Fußballverein und der dortigen Eintracht, endete mit dem Siege des ersteren und zwar mit 3 : 2. DaS Spiel mußte aber 20 Minuten vor Schluß

Die Besteuerung der Versicherungen beträgt nach >en: nunmehr geltender-. Gesetze:

1. Bei Mobiliar-Feuerversicherung 15 Pfg. für 1000 Mk. Versicherungssumme jährlich, bei kürzerer Dover der Versicherung lyö Pfg. für 1000 Mark Versicherungssumme monatlich;

2. Bei I m m v b i 1 i a r - Feuerversicherung 5 Pfg. für 1000 Mk. Versicherungssumme jährlich, bet kürzerer Tauer % Pfg. für 1000 Mk. monatlich; Bei Gin br u chsdiebstcihl und Glas Ver­sicherung 10 Prozent der gezahlten Barprämie; Bei Transportversicherung 1 Prozent, in gewissen Fällen (bei der Kasko- und Baurisiken- versichernng) bloß i/2 Prozent der gezahlten Barprämie;

nicht mehr. Ich sehe tun ne erhoben, die kleine unb

\ Muff, den Schirm, das Päckchen und das Buch. Ta­schentuch,-Geldtasche, Riechfläschchen, Spiegel. Bürste, , Notizbuch und was weiß ich, stopft ihr in die Hand­tasche, Haus-, Dohnungs- und Schrankschlüffel nicht

. zu vergessen, und haltet außerdem den vom Wind er* griffenen Riesenhut a,tf dem Kopse fest, und die Lorg­nette vor der Nase. Wenn ihr euer Taschentuch ge­brauchen" wollt, seid ihr eigentlich gezwungen, alles vor euch aufs Pflaster zu legen und einen Taschen­dieb zu bitten, euch so lange die Tasche zu halten. Es ist ein jammervoller Zustand, aber ohne Murren und mit rührender Geduld unterwerft ihr euch dem Machtgebote So machen sie's alle. Meinen Schwe­stern, die es nicht besser haben wollen, ist natürlich nicht zu raten, denen aber, die Vernunft-walten lasse«, mache schleichen Vorschlag, näht in eure Röcke keine Taschen, sie sind nichts nühc und tragen nur auf. Macht euch aber mehrere lose'Taschen aus waschbarem Stoff, damit ihr sie waschen und wechseln könnt. Das ist gesundheitlich nicht zu verachten. Steckt sie am Gurt des Unkerrocks vorn in der Mitte mit zwei starken Sicherheitsnadeln fest. Die vorn tief herib- hängende Tasche trägt keine Spur auf und wird durch einen Schlitz, im .Kleiderrock in der Naht des Vorder- blattes Jederzeit leicht erreicht. Außerdem gehören in jede Jacke, in jeden kurzen oder langen Mantel tiefe Brusttaschen recht, oder, links, am' besten auf beiden Seiten im Futter, wje bei hen. Männern. Da steckt.das Held auch am sichersten Dann, Scbwe- ftern, werdet ihr eine Hände wieder für euch haben''.

Australische Butter. Australien hat den Stand seiner Viehweiden durch künstliche Bewässerung der­maßen gehoben, daß es die Zahl seiner Milchkühe int letzten Jahrzehnt verdoppeln und von einer auf über zwei Millionen erhöhen konnte. Ta es selbst nur zwei Millionen erhöhen konnte. Da es selbst nur einen geringen Bedarf hat, so'versendet es jährlich fast 200 Millionen englische Pfund Butter int Werte von etwa 70 Millionen Mark an das Mutterland Da der volle Frachtpreis nur; 15 Pfennige für daS Pfund beträgt, so gelangt England dank der Tätig- ' feit seiner australischen Kolonie in den Besitz billiger ( Butter'. Wenn' diese Butter auch unter dem langen i Transport an Geschmack verloren hat. so ist sie doch 1 beste Naturbutter und zum Braten und Kochen vor- , zngsich verwendbar.

I gerade Etueße hcrauszicht. Namentlich die einheit- I lich gefärbten Papieelaternen, wie sie die Oberreal- | 1 schiller zumeist gewählt hatten, wirkten vorzüglich.

I Wo der Zug seinen Weg nimmt, ist zum Teil p r ä ch- 1 t i g illuminiert. Ilm nicht ungerecht gegen I andere zu fein, verzichten wir daraus, besonders schön I beleuchtete, Häuser namhaft zu machen und gedenken | nur der Einzigartigkeit wegen der elektrischen «Beleuchtungskörper des Hauses Fricdrich- I straße 2 (H. Backes). Am Kaiser-Friedrichsdenkmal I fand ein sinnvoller Festakt statt. Am Tomplatz löste I I sich der Zug, dessen musterhafte Organisation, ebenso !

Wie die Gestaltung der Feier auf dem Watschet den tze r - i n i g i e n K r i e g e r v e r e i u e n Fuldas und

I der SanitätSkolonne hoch anzurechnen ist, in bester I Ordnung auf.

I Zu einem Festkomma r s, der gleichzeitig der I I Geburtstagsfeier der Kaiserin und als 40zähriges I I Stistungssest des Kriegervereins Fulda galt, füllte ] sich alsbald der stolze Stadtsaal bis auf den letzten I Plstz. AlS der schmetternde Fansarenmarsch ver­klungen war, konnte der Leiter des Kommerses, RechtSaitwalt Dr. Pfeiffer, den Kommandeur I pnfereS Feldartillerieregiments, Oberstleutnant Lan- I dauer, daS hiesige Offizierkorps, zahlreiche Reserve- I und Landwehroffiziere, ferner den Vertreter des Herrn | Landrats, Mitglieder des Magistrats, der Stadtver- I »rdneteM'ersammlung unb Vertreter vieler sonstiger I Behörden begrüßen. Er dankte gleichzeitig der ge­samten Bevölkerung Fuldas für ihre Teilnahme an I dieser vaterländischen Veranstaltung tind hob beson-

! ders hervor, die geradezu , glänzende Beleuchtung der I ^.Häuser habe auf8 neue gezeigt, von welch Patrio - I bischer Gesinnung die hiesige Einwohnerschaft I erfüllt sei. Dann brachte der Redner dem Kaiser ein I dreimaliges Hurra. Zur Festrede erhob sich später I das Vorstandsmitglied des Kriegervereins Fulda, I Bankier K. Knips, Leutnant d. Res. Er beschwor I die Ereignisse von 1813, die Kämpfe vor Leipzigs I Toren, in packender, durch eine geradezu glänzende Sprechkunst gehobene, Schilderung herauf und be- I geisterte die Versaminlung zu einem donnernden I Treuegruß an das Vaterland. Für das Offiziers­korps sprach Öberftleutnant Landauer warme I Dankesworte, auftefie de§ verhinderten Oberbürger- i meifters ergriff für den Magistrat der Stadt Fulda | Staotrat Richard Schmitt das Wort, um den guten I Beziehungen zwischen Militär und Bevölkerullg in I Fulda freudigen Ausdruck zu verleihen. Eine herz- I liche Geburtstagsrede auf die deutsche Kaiserin hielt Dr. med. Schneider. Weiterhin wurde zu Ehren I der Veteranen und der Jübilare des Kriegervereins I gesprochen. Von letzteren wurde Fabrikant Karl I Kramer, Restaurateur Hainke, E. Liebich und Witt- I mann durch Denkmünzen ausgezeichnet. Das übrige I Festprogramm, Musikstücke, Gesangvorträge des evan­gelischen Arbeitervereins, gemeinsame Lieder, war I vortrefflich gewählt und ließ bei allen Teilnehmern I die Erinnerung an eine schöne vaterländische Feier I zurück. - Dr. I. K. |

# Sie Stadkslafelte, welche gestern auB Anlaß ! bet Jahrhnndertjeier vom Fuldaer Fußballverein | Deianftaliet winde, war mit sieben Stafetten besetzt, j

Sn bet ersten Abteilung (Teilnehvier über 17 Jahre) ftstte.'ert vier und in bet .ttigenb' afette drei. In beiden siegten die Mannschaften deSKgl. Gy nasjuiB». Ihnen folgten ist Abteilung I das Feld- Krlillerie-RoFstNent Nr. 47, hie Oberrealschnle und Fckldaet Fnßballveretn. In Abteilung II: 1. Gym- mifium, 2. Oberrnalschule und 3. Turn- und Fecht- tttib. V.ne, große Zuschauermenge hatte sich sowohl äfft Start beim Rtfegttoenffttal alS auch am Ziel bei der iMrer-etvgestmderi.

4« Die iicncii Liempelsteuerrr.

Bei der die<ft.ähr'.gen Finanzreform zur Decku.ua der Kosten der Wehrvorlage wurden nicht nur der Wehrbetträg und eine Besitzstencr bewilligt, sondern es wurden auch verschiedene neue Stempelsteuern ringe führt und bestehende Stempelsteuern erhöht. Die Erhöhung und Umgestaltung bezieht sich aus die so­genannten B 0 r s e n st c u c r n, neu eingcsührt ivur- ben für das Reich der V e r s i ch c r n n g s st e m p e l. Diese Srempe!steuern sind am 1. Ok­tober in Kraft getreten.

Was den Vecsicherungsstcmpel angcht, so ist dar­über solgendes 51t sagen. Schon bisher wurden Ver­sicherungsverträge einer Steuer unterworfen, aber nicht durch t> Reich, sondern durch die Einzelstaaten. Jeder Einzelstaat hatte das Recht, die Versicherungen mit einer Besteuerung zu belegen. Unb von diesem Rechte haben die meisten Einzelstaaten Gebrauch ge­macht. Da jedoch jeder Bundesstaat b:c Steuer nach eignem Belteben gestalten fonntc. so bestand auf die­sem Gebiet eine große Mannigsaitikgeit in der Art und. Hohe der Besteuerung. Das Versicherungswesen selbst aber ist rechtlich durch das Reich einheitlich ge­regelt in deut Gesetze votu 12. Mat 1901 über die Beaufsichtigung der Privalverficherungen und durch das Gesetz vom 30. Mai 1908 über den Versicherungs­vertrag. Es lag darum nahe, auch die Besteuerung der Verficherungsverträge einheitlich für das ganze Reich zu regeln. Das ist nunmehr geschehen. Tie Besteuerung der Versicherungsverträge ist den Eiu- zelftaateu geuomtnen und einheitlich für das ganze deutsche Reich gestaltet worden.

große, dicke und dünne, schwarze unb bunte, lederne» seidene, gestickte, bcperb.r sitvc» oder goidnmschige, zlegantc und schöbtae Taschen schwenken. Da sind sie a, unsere Taschen! Rein, hebe Schwestern, diese Rariu.aren auf das. was eine Tasche ist. laß ich nicht

Taschen. In der reichhaltigen Zeitschrift:Nene Frauenkletditng und Frauenkultur" veröffentlicht K. v. Doering (Eharlottenburgi folgende sehr berechtigte Standrede:Als unsere Urmütter, liebe Schwestern noch int Urwald in Höhlen, wohnten und sehr wenig anzuzieheu hatten, es fei denn ein Fell, da gebrach es ihnen an Taschen, gerade wie auch heute In dieser Hinsicht habt ihr nichts gelernt und noch dazit vergeßen. Denn die bittere Notwendigkeit zwang un­sere Ahnen, sich Beutel zu flechwn ober zu nähen, um Beeren, Wurzelm Samen darin zu sammeln und fortzu tragen.. Noch heute geht der Buschtnann im asrt- kanischen Urwald nackt, aber er trägt eine Tasche um Hüften oder Schuller befestigt, ine moderne ' Frau aber, die auf uug-ahnwu Kulturhöhen umberste gl, scheint praktisch noch nicht wieder so weit wie dieser Naturmensch und Ur-1 die Urmütter. Die Taschen haben, wie auch die Fraueitklcidung sich verändert im Laufe der. Zeiten, ungewöhnlich selten dem entspro­chen, was der Natur einer Tasche entsprechen sollte: nämlich: erstens daß sie da ist, zweitens daß man sie fiiidet, drittens daß man etwas hincintun kann. In ritte Fraueniascbe kann man überhaupt so gut wie nichts tun, und selbst dann sieht sie giftgeschwollen aus. Finden konnte man sie bis jetzt nur mit großen Mühett. einigem Zeitverlust, Verrenken des Oberkör­pers, heftigem Errötet: und leichten Kniefällen vor sich selbst. ' Bald saß sie im Unterrock, bald im Un­terkleid, bald hinten im Schlitz, bald ganz unten über dem Saum in der Wadengegend. So vollendet idiotisch sie auch mtaebtawl war, wenigstens halte

fung sämtlicher Versicherungen, die über nicht mehr al§ 3000 Mark lauten, dazu geführt, daß jetzt aus dieser Steuer geringere Beträge erfliegen, als die Regierung nach ihrem Entwurf erwartet hatte. Wäre es nach dem^Willen der Regierung gegangen, so wäre aus diesem Steuergesetz ein Ertrag von 36 Millionen Mark aufjitbringctt gewesen: indem aber der Reichs­tag die Steuer milderte, sind nur 22 Millionen davon zu erwarten.

Die sonstigen Aendernngen im Reichsstempelgeseh betreffen nur die großen Kapitalgesellschaften, sie be­rühren darum die große Allgemeinheit nicht. So sind unter Aufhebung Der landeSrechtlichen Steuern 'die Aktiengesellschaften einer fiärfern Besteuerung unter­worfen worden. Desgleichen müssen nunmehr auch die Gesellschaften nt. b. H. bej der Begründung oder bei der Erhöhung des Grundkapitals eine Steuer von 3 Prozent des Kapitalbetrags ans Reich entrichten und die sonstigen Kapitalgesellschaften haben gleich­falls bei Abschluß der sie begründenden Verträge eine Stempelsteuer an das Reich zu zahlen. Diese Sieuerveräitdekung und -erhöhung wird beim Volke allgemein als gerecht empfunden, da die großen Ka- piialgesellschaften int allgemeinen erhebliche Gewinn- erzielen. Darum wurde diese Vorlage vom Reichs­tag apch ohtte Aenderung angenommen. Das Reich wird daraus eine Mehreinnahme von 28 Mil­lionen Mark ziehen.

. ** VMerschlachlseirru sind auch in allen Städten und Dörfern der Umgegend am Samstag und Sonn­tag begangen worden und haben überall ohne Mißwn einen erhebenden Verlaus genommen.

k Sie VölkerschlachtsjuMäUmrtniinze, nicht zu verwechseln mit der Jahrhundertdenkmünze (Der König rief und alle, alle kamen"), ist durch das Reichsschatzamt soeben zur Verteilung ge­langt. Auf Preußen sollen nur etwa 200 000 Mk. entfallen. Der BundeSrat hat aber die Ausprägung weiterer ErinneruugSmünzen genehmigt, die voraus­sichtlich im Dezember zur Ausgabe, gelangen werben. Wir haben schon bei früheren Gelegenheiten beklagt, daß man bei der Ausprägung solcher Erinnerungs- münzen außerordentlich sparsam ist, obwohl zu solcher Sparsamkeit kein Grund vorliegt. Es besteht in der Bevölkerung eine besondere Vorliebe für Erinne­rungsmünzen. Die Ausprägung macht keine Kosten, im Gegenteile, sie bringt dem Reiche Geld ein. Es ist sonach nicht zu begreifen, weshalb man immer und immer wieder so wenige Erinnerungsmüitzen ausprägen läßt, daß der Nachfrage nicht im mindesten entsprochen werden kann. Das neue Geldstück wurde von der Dresdener Münze geprägt. Während die Rückseite mit dem deutschen Reichsadler und der UnterschriftDeutsches Reich" 1913 3 Mark" die übliche scharfe Prägung aufweist, ist die Ansichtsseite leider plastisch vollständig verfehlt. Tas Bölkerschlacht- de'nkmäl, das die ganze Ansichisseite einnimmt, tft derart flach unb auch undeutlich gearbeitet, daß man glauben könnte die Stücke seien schon jahrelang im Verkehr und daher abgegriffen. Auch die Unterschrift

Vom ^czirksansschuß. Ter Regi rungsrat Dr Reuter m Kastel wurde zum Stellvertreter des zweiten Mirgliedes des Bezirksausschusses in Kassel auf die Tauer seines Hauptamtes am Sitze des Be- zirkSanSfchiffses ernannt.

4- Hk. 'Niffiött tft der STOTt Fltkda hat pesinn chreft Anfang «enommib. Am SämS ag ist die Nr. 4 bet Mission^zeitung: .Wahrheit und Leben' auS- (itieben worden. Gleichzeitig gelängte ein besonderes Ötrtenl dir eiben des Hochw. Herrn BückofS, das »gr regen Bcieiligüng an der Mission aufforbert, zur $ctfeiireRp.

§ Tich'Ssnll Nach kurzem aber schwerem Leiden 41 cev Svmetag abend der bcritte-c Gendarmerie. ®Mttlfteiner n D. Julius Albert He.nlin hier MMevtn. Er war durch seine 22 jährige Dienst- fflwtt im Fuldaer Lände eine weitbekannte Perlöv. kichkcft unb »egen seines freundlichen Wesens all- «ttrasin beliebt Geburm am 20. Nov. 1845 zu TrintzHmp, KrS. Neüstettin, hat er ein After von 68 Zahnen errrichi. Bitz November 1877 diente et iU »en'.schey Heeke, zuftM alS Seroeant im Dragoner- ^teümcnt Dir. 11. Im Kriege 1870 71 kämpfte er gegem Frankreich. Sein erster Amtssitz als Geudarmerie^Lachtmeister war Steinau a. d. Kinzig, vorn 1. OftoTre 1881 bis Dezember 1885 wirkte er in GerSselb (N>8»i und vom 1..lan. 1886 brtz 1. Jan.