Einzelbild herunterladen
 

z. Blatt.

druck der zuldaer Actiendruöerei in $n!6a.

--- Zuldaer Leitung. «•

Reklame«, und Auzekgenkekl.

Beim Antomobilsporl, beim Rennfport irud vielen anderen SportsarLen hängt der Erfolg und oft das Leben von der ruhiger, und sicheren Hand und von höch­ster körperlicher Leistungsfähigkeit ab. Da das Coffein Herz, Nerven und son­stige Organe schwächt, so bevorzugen wiffende Sportsleute den coffeinfreien Kaffee Hag.

_ Der Kinder bester Schutz gegen Krankheit ist außer' Sauberkeit und Abhärtung eine einfache regelmäißge Ernährung. Zu letzterer wählt eine kluge Mutter das Nestlehche Kindermehl, eine naturgemäße, leicht verdau­liche und gern genommene Nahrung, welche die Kleinen vor Darm- und Magenkatarrhen schützt und das Ent­wöhnen der Säuglinge bedeutend erleichtert. Probedose aralts durch Nestle.Gesellschaft, Berlin SB. ö"

I und ihre Bedeutung für die n e r v e n l e i- I dende Menschhei t" sprach gestern abend int I Giesels Saal vor etwa 200 Personen Herr Lehrer I Leube aus Gera. — Redner besprach die Wärme I in den verschiedensten Formen, als Heil- und Ge- sundhcitsfaktoren, die schon im Altertum und im Mittelalter angewcndet. während einiger Jahrhun­derte infolge kriegerischer Wirren itfto. vernachlässigt wurden und erst seit Ende des 18. Jahrhunderts bei uns wieder in den Vordergrund traten. In der Pflege der Wärmekultnr sind wir lange nicht so weit, I wie die Japaner, die seit Jahrhunderten eine Warm- I badekultur besitzen und damit große Widerstands­fähigkeit gegen Gesundheitsschädiguugen vcrschicden- I ster Art erzielen. Neuerdings hat ein Berliner Arzt, Herr Dr. mcd. Winsch, die verschiedenen Erschei- nungs- und Kurformen der Wärme in seiner Praxis mit bestem Erfolg zur Anwendung gebracht und auch ein Buch darüber geschrieben, das bereits in mehre­ren Auslagcit erschienen ist. — Der Redner beleuch­tete die Arbeiten und Erfolge dieses Arztes auf dem erwähnten Gebiete in außerordentlich interessanten, lehrreichen Ausführungen. Daneben schilderte er in der ihm eigenen bumorvolleu, frischen und anschau­lichen, freilich auch etwas selbstbewußten Vortrags- wetsc persönliche Erfahrungen, namentlich solche in Bezug auf die modernste oller Krankheiten, die Ner­venleiden. Die gespannt folgenden Zuhörer vanktcn wtederholt durch starken Beifall.

! Strllenanzeiger für dir Arbkiterversicheruttg. Der Minister für Handel und Gewerbe bat das Ober« versicherunasamt Groß - Berlin in Charlotienburg, Berliner Str. Nr. 1 mit der Herausgabe eines Slellenanzeigers für die Arbeiterversichernng beauf- tragt, der nach Bedarf erscheint. In dem Anzeiger sollen alle Stellengesuche und Stellenangebote ver- öffcntltcht werden, die sich auf die Beschäftigung im Geschäftsbetriebe der Krankenkassen, Berufsgenossen, schäften und Versicherungsämter beziehen, soweit es sich nicht um Stellen handelt, deren Besetzung durch Beamte erfolgt. Der Veröffcntlichungspreis beträgt für Stellenangebote die 48 mm breite Zeile 25 Pfg., für Stellengesuche 10 Pfennige. Alle Gesuche um Aufnahme von Anzeigen sind ausschließlich an das Oberverncherungsaml Groß-Berlin, alle Geldsendungen an die Firma Karl Heymanns Verlag Berlin W 8 zu richten, die die Drucklegung des Anzeigers besorgt. Einzelne Nummern werden gegen Einsendung von 10 Pfennigen postfrei zngesandt. Der Stellenanzeiger erscheint vorläufig als Beilage des Ministerialsblatts der Handels und Gewerbeverwaltung.

X Ter Kampf gegen das Zigkuneruiiwrsttt. Wie die ^Braunschweigische Landeszeilung' aus zuverlässiger Quelle erfährt, ging dem Bund es rat ein Antrag Preußens über reichsgesetzliche Bekämpfung des tjtgeunerunwesens zu.

Amt Geisa und Umgebung.

* Vacha, 7. Olt. 1913. Dem Lokomotivführer totb hier wurde wegen ver bewiesenen Aufmerk­samkeit und Entschlossenheit bei Verhütung eines Eisenbahnun'alles von der Eisenbahndircktion eine besondere Belohnung gewährt.

-I Buttlar, 7. Oft. 1913. Nach dem ,Berl. Börfenkurier' findet morgen eine Vorstandssitzung der Gewerkschaft Buttlar statt, in ver die Zukunft der Gewerkschaft erörtert werden soll. Die Kurse wurden gestern an der Essener Börse in einer Ver­steigerung zu 2 Mk. pro Stück erworben.

* Dorndorf, 6. Okt. 1913. Der Gemeinderat be­schloß, im Ortsbezirke Elektrizität zu Licht- und Kraftzwecken cinzuführen. Die Lieferung des Stromes erfolgt durch die Kaliwerke Großherzoq von Sachsen, A.-G, DietlaS.

* Ostheim v. d. Rh, 7. Okt. 1913. Gräfin 3nt ^ippe traf heute zum Besuche ihrer Land­pflegeschule hier ein. Auf dem Grundstücke derselben tst bereits die Bauhütte für das dort zu erbauende Schwesternhaus ausgestellt.

Lokales.

Fulda, 8. Oktober 1913.

# Eisenbahn-Personalien. Der Stationsverwal­ter Lehmann in Schlitz wurde an das Maschinen­amt Fulda, der Gütervorsteher H o s e n f e l d - Wächtersbach als Bahnhofsvorsteher nach Schlitz verhetzt.

* Tie Weihe der Wallfahrtskirche Kleinheiligkreuz. Wie wir bereits mitgeteilt haben, wird her Hoch- würdigste Herr Bischof Joseph.Damian am nächsten Sonntag, den 12. d. Mts. die feierliche Konsekration der neuhergerichteten Wallfahrtskirche Kleinheiligkreuz vornehmen. Die Konsekration beginnt um 8 Uhr, daran schließt sich gegen 10 Uhr das feierliche Hoch- amt an. Am Schlüsse findet Tedeum und Segen mit der hl. Kreuzpartikel statt. Voraussichtlich wird am nächsten Sonntag, wie wir wünschen, daS Wetter günstig ist, die traute Waldkapelle in ihrem neuen Schmucke das Ziel vieler Wanderer und Wallfahrer sein, namentlich aus den umliegenden katholischen Ortschaften des Vogelsbergs und aus dem übrigen Fuldaer Lande.

Aus Oberhessen u. den Hess. Aemlern.

A Marburg, 7. Ott 1913. Unsere an histori- fchen Erinnerungen so reiche Stadt soll nun auch ein neues Gedenken an die heilige Elisabeth und an die Kämpfe des siebenjährigen Krieges er­halten. Auf Anregung des Verschönerungs-Vereins gaben btc Stadtverordneten dazu ihre Zustimmung, mer ^"gange zum Wehrdaerweg befindlichen Eltjabethbrunnen mit einem Schutzhäuschen zu ver- fe9en. Im Brunnengebäude soll die Inschrift „St. Elisabeth. Brunnen" angebracht werden, außerdem soll die dem Eintretenden zugewandte Rückseite des Brunnens direkt über dem Brunnenbecken eine Marmortafel mit dem landgräflich - thüringischen Wappen und der Inschrift erhalten: „Aus diesem ältesten Brunnen dec Stadt schöpfte einst Erquickung, die edelste Fr-n Marburgs, die Wohltäterin ihrer Mitmenschen die Ahnfrau des Hessischen Fürsten­hauses Elisabeth, Landgräfin von Thüringen in den Jahren 1229—1231". An der der Stadtseite gegen­überliegenden inneren Seilenwand soll eine kleinere Marmortalel mit dem vom Breitenbach'fchLN Famisien-

a. Die Kinder und die Kraftwagen. Bekanntlich I ist durch das unvorsichtige Verhalten von Kindern gegenüber fahrenden Kraftwagen schon manches Un- I glück erstanden. Ans Anlaß eines neuerdings wie- I der tödlich verlaufenen, selbstverschuldeten Unglücks- I falles eines schulpflichtigen Knaben hat jetzt die I Kasseler Regierung, Abteilung für Kirchen- und I Schulwesen, unter Bezugnahme auf einen ähnlichen Erlaß des preußischen Kultusministers eine Ber- I fügung erlassen, wodurch die Kreisschulinspektoren I dringend angewiesen werden, darauf zu halten, daß die Schulkinder wirksam über die Gefahren belehrt I werden, die mit der unvorsichtigen An­näherung au Kraftwagen und Stra- I ßeiibahi! ei: verbunden sind. Auch sollen die I Schulkinder dazu ermahnt werden, kleinere, noch nicht schulpflichtige Kinder vor solchen Gefahren be- wahren zu helfen. Schulleiter und Lehrer sollen I ferner auf die Eltern in geeigneter Weise einwirken, I damit sie das Verhalten ihrer Kinder in dieser Be- | ziehung sorgsamer überwachen. Diese Einwirkung I soll eventuell durch Besprechung des Gegenstandes an sogen. Elternabenden erfolgen. Nach einer wei­teren kürzlich erlassenen Verfügung der Kasseler Re- I gierung an die Kreisschulinspektoren ist dafür Sorge zu trägen, daß die Schuljugend eindringlich davor I gewarnt wird, nach Kraftwagen mit Sand, I Steinen und anderen Gegen st änden zu werfen.

Ans dem Nachbargeöiete.

* Lauterbach (Oberhessen), 6. Okt. 1913. Gestern I wurden zwischen Altekmrg und Hartmannshain große i Steine auf den Schienen vorgefunden. Es liegt ohne Zweifel Bahnfrevel vor, um den fälligen Zug, der 51/» Uhr in Stockheim ankommt, zum Ent- gleisen zu bringen. Das hiesige Betriebsamt setzte eine angemessene Belohnung auf die Entdeckung dec Täter nu«.

-r- Schlüchtern, 7. Okt. 1913. Gestern wurden die ersten Wagen voll Kartoffel n aus den Nach­barorten des Kreises Fitlda hier zum Verkauf ge­bracht. Die durchweg schöne Ware gelangte zum Preise von 2 Mk. pro Zentner frei Keller zum Ver­kauf.

O Schlüchtern, 7. Okt. 1913. Die Bemühungen der Kreisverwaltung, die allen freundlichen Fach­werkbauten bei notwendig werdenden Reparaturen von Verputz und Tünche zu befreien, wemit diese Häuser seit etwa zwei Jahrzehnten mehr und mehr verklebt worden sind, um einen „massiven" Eindruck nt erzielen, haben einige weitere Erfolge gezeitigt. Namentlich bat sich, wie der Verwaltungsbericht des Kreisausschusses hervorhebt, die Stadt Steinau hierin hervorgetan. — Zu den Ordnungen gegen die Verunstaltung des Ortsbildes, welche die Städte Steinau und Salmünster und die Land­gemeinde Sterbfritz erlassen hatten, ist auch eine solche je für Elm und Soden hinzugetreten. Da- I gegen hat eine soll e Ordnung in der Stadt Schlüch­tern noch nicht zusiände tommen können.

* Wiesbaden, 7. Okt. 1913. Eine hier verstorbene I Rentnerin hat der Frau des Schreinergehilfen Gib- ner, die jahrelang bei ihr als Aufwärterin tätig war, I IV» Millionen Mark vermacht. Tas Testament ist unanfechtbar. Der Bruder der Verstorbenen ist mit einer Su nme von 300000 Mark abgefunden worden.

* Mainz, 7. Okt. lt)13. Der 33jährige Heizer Karl Wilhelm Kofel aus Berlin wollte Nachts nach dem am Kaiserlor vor Anker liegenden Schiff .Feudel 21* mit einem Nachen übersetzen. Beim Besteigen des Schiffes verlor er das Gleichgewicht, pel rücklings in den Rhein und ertrank. Die I sofort angestellten Rettungsversuche blieben ohne I Erfolg.

p. Eppstein, 7. Okt. 1913. Ilm dem immer fühl- I barer werkenden Mangel an Grundstücken für den Kleingartenbau zu begegnen, hat die evan­gelische Kirchengemeinde einen Teil ihrer umfangreichen I Ländereien aufgeteilt und die neugeschaffeiten Parzellen an Liebhaber zu billigen Preisen abgegeben.

* Winkel im Nheingau, 7. Okt. 1913. Gestern fand man in dem Graben des Schlosses Vollrads den 26jährigen Diener des Hauses, Ernst, tot vor. ®ie Untersuchung gab als Todesursache Genickbruch I an. E. wollte wahrscheinlich in der Nacht die Mauer überklettern und hatte hierbei das Unglück, von derselben ab'u kürzen, wobei er das Genick brach.

I Volkes fort. Uhlands Andenken verdient lebendig I gehalten zu werden, vor allem in einer Zeit, in der I die Ideale zu schwinden beginnen. Reichen Beifall I lohnte den Redner für seine poetisch warmen Aus- I führungen. Der Vorsitzende dankte dem Redner und I gab bet Hoffnung Raum, daß es dem verehrten Herrn noch recht oft vergönnt sein möge, im K. K. V. Vorträge zu halten.

I ! Fulda, die alte Bonisatiusstadt, unter diesem Titel I hat soeben eine neue Publikation die Druckpresse ver- I lassen, die in jeder Hinsicht geeignet ist, die Aufmerk- I samkeit weiter Kreise auf unsere Stadt zu lenken. I Tas geschmackvoll ausgestatlete Heft ist bear« I beitet und herausgegeben vom Fremdenver- I kehrsverein Fulda und von der Fuldaer Actien- I druckerei hergestellt. Ein warmherziges Vorwort von Fräulein Josephine Grau leitet das Schriftchen ein.

I Es folgen Abhandlungen über das geschichtliche und I über das heutige Fulda. Weiterhin werden die Vor­züge, die Fulda als Wohnsitz für Rentner und

I Pensionäre besitzt, bargelegt unb alles sonstige I Wissenswerte über Fulda zusammengestellt. Den Schluß des Textteiles bildet ein Aufsatz von Dr. G. Schneider über ..Fuldas Sage und Umgebung."

I Einen Hauptvorzug dieser Veröffentlichung bildet die I zum Teil ganz neuartigen Ansichten, die dafür be« schafft worden sind unb in geschmackvoller Weise wiedergegeben werden. Möge das Schriftchen den

I Zweck erfüllen, für Fulda überall die richtige Wert­schätzung hervorzurufen.

-y- Submission. Bei der gestrigen Verdingung der Arbeiten zum Neubau der Turnhalle mit "Diener­wohnung der dompfarrlichen Volksschule wurden folgende Angebote abgegeben: 1. Dachdecker­arbeiten: Israel Wittwe hier 4043,71 Mk., Scheel und Latsch-Kassel 4009,99 Mk., Heim Witwe hier 3976,21 Mk., Wegener unb Trabert hier 3942,91 Mk., I Diegelmann unb Hau hier 3741,69 Mark. 2. Spenglerarbeiten: a) Ausführung in Kupfer: Herrmann, Jos. Kalb, Kobel und A. Hasenpflug fen. hier zusammen 2571,23 Mk., Waider u. Dannemauu hier zusammen 1946.09 Mk. und A. Hasenpflug jun. 1927,66 Mk. b) Ausführung in Zink: Herrmann, Jos. Kalb, Kobel und A. Hasenpflug sen. hier zu­sammen 645,65 Mk., Waider und Danuemann hier zusammen 563,48 Mk. unb A. Hafenpflug jun. hier 468,84 Mk. 3. Innenputz ar beit en, einschließlich Herstellung des Gewölbes: Jos, Schnell-Großenlüder 1004,12 Ml. (Rapitzdecke 1200 Mk.) G. A. Schnell- Großenlüder 1019,64 Mk. (1200 Mk), Brähler unb Nüchter-Fulba 1121,53 Mk. (Rapitzdecke 1120 Mk.: Msricrdecke 1500 Mk.), H. Rommel-Fulda 1123,15 Mk. (1700 u. 2000 Mk.), H. Hoves-Fulda 1181,28 Mk. (1500 und 1900 Mk.), Ernst Kramer - Fulda 1209,68 Mk. (2200 unb 3200), Wendelin Rützel- Fulba 1220,59 Mk. (1180 u. 1240), Jos. Brähler- Fulba 1242,42 Mk. (1250 Mk.). 4. Außenputz- arbeiten: Jos. Brähler-Fulba 2338,58 Mk., G. A. Schnell-Großenlüder 2467 Mk., Jos. Scknell-Großen- lüber 2637,31 Mk. unb Brähler u. Nüchter - Fulba 2732,36 Mk.

& Streik. Die zahlreichen beim Bahnhoserweite- rungsbau Fulda beschäftigten, von auswärts heran» gezogenen Arbeiter der Firma Weys unb Freitag siub gestern roege t Lohnstreitigkeiten in ben Ausstand getreten. Die Kolonne war bei den Brückenbauten beschäftigt.

△ Dir Polizeihunde, die von den Gendarmen und I Polizisten geführt werden, dürfen nach einer neuer­lichen Verfügung nichtzu anderen Arbeiten I also als Zugtiere, Jagdhunde usw., verwendet wer­den, da sie sich dabei Untugenden angewöhnen, wo­durch die Dressur verpfuscht wird.

$*$ Tas Schöffengericht halte sich gestern mit drei hiesigen Einwohnern zu befassen, die wegen unent- I schuldigten Fernbleibens von einer Reserve-Feuerwehr- I Übung mit polizeilichen Strafbefehlen bedacht worden waren unb gerichtliche Entscheidung beantragt hatten. I Die drei wurden freigesprochen, dagegen zwei Zeugen, die ohne genügende Entschuldigung nicht I erschienen waren, in eine Geldstrafe von je 3 Mark öcrurteilf.

? Naturheilverein, lieber Wärmekultur

§ Besichtigung. Auf dem Hofe der hiesigen Ar- tillerie-Kaserne fand heute vormittag im Beisein des Chefs der Landgendarmerie, Exzellenz von Western- Hagen, des Brigade- unb Distrikts-Offiziers, des Adjutanten der Landgendarmerie unb des 'Majors von Baumbach eine Besichtigung der Gendarmen der 11. Gendarmeriebrigade, Distrikt Fulda, ratf.

F Die Allgemeine Ortskrankenkasse Fnlda-Land nimmt am Sonntag den 12. Oktober die Wahl der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den Ausschuß bei: Kasse vor. Die Arbeitnehmer wählen von 2—5 Uhr nachmittags im Gasthaus zum Ritter in Fulda, Kanalstraße 20. Wahlberechtigt sind alle volljährigen Mitglieder der Kasse und die am 1. Januar 1914 neu in die Versicherungspflicht eintretenben Personen. Es sind das hauptsächlich die in der Landwirtschaft des Amtsgerichtsbezirks Fulda beschäftigten männlichen und weiblichen Dienstboten. Die im Bezirke der Stadt Fulda und der Gemeinde und Gutsbezirke Allmns, Armenhof, Dipperz, El­ters, Finkenhaiu, Friesenhausen, Hofbieber, Langen- bieber, Niederbieber, Rödergrund, Egelmes Steens Traisbach, Wiesen, Wittges, Welferts, Bieberstein, Thiergarten und Weiershof landwirtschaftlich be­schäftigten Arbeiter und Dienstboten dürfen nicht mit« wählen. Für die Wahl der Arbeitnehmer sind zwei Wahlvorschläge eingegangen und zwar vom Kassen­vorstand und vom Sozialen Ausschuß für Fulda und Umgebung. Die Stimmenabgabe ist an diese Wahl- vorfchlage gebunden. Der Wahlvorschlag des So­zialen Ausschusses hat die Ordnungsnummer 2: des­sen Stimmzettel trägt demnach die Ziffer 2. Alle wahlberechtigten Arbeiter, Arbeiterinnen, männliche «nd weibliche Dienstboten wollen sich eifrig an der Wahl beteiligen.. Da die Wahl an einem Sonntage stattfindet, so wird es allen möglich fein, ihr Wahl­recht auszuuben. Von dem Ausfall der Wahl hängt es ab, ob tüchtige Männer unb Frauen in den Aus- Auß und Vorstand der Kasse einziehen, welche deren festen der beteiligten Kreise zu lenken gewillt sind. Der Soziale Ausschuß für Fulda und Umgegend, j)Em jo katholische Standesvereine ange­schloffen sind hat sich der Muhe unterzogen, befähigte “n£ zuverlässige Personen auszuwählen und aufzu- steuen. Es gilt nun mit Begeisterung feinen Wahl« Vorschlag durch eifrige Wahlbeteiligung und Abgabe eines Stimmzettels mit der Ziffer 2 tatkräftig zu unterstützen. Wer nicht wählt, hat auch keinen Grund Soweit die Stimmzettel den Wäh- stnd fnirhn Ausschuß zugestellt werden,

Ä ? J Wahllokale zu haben. Dort wird auch ein Kuvert verabreicht, in welches der Wähler seinen Stimmzettel vor der Abgabe hineinstecken muß. Das nicht zugeklebt werden, da sonst der Stimmzettel ungültig sein kann. Mögen Ale Wahlberechtigten wählen und die Dienstherrn chnen die Zeit dazu geben. -nen,iyerrn

Kriegersanitätskolonnc vom Roten Kreuz Anzeigenteil d. Bl. die Eröffnung eines 8skurfits zur Ausbildung in der ersten Hilfeleistung bet Unglücksfällen usw. bekannt. An dem Kursus kann jeder unentgeltlich teilnehmen wenn er auch nicht beabsichtigt, der Kolonne aktiv bei5 ie ^hr anerkennenswert; denn

dustrw (?ew<>>5^^^«' Maschinenbetriebe in In- 6“„ "te”,10™11"11 6“6*«™ SerfrtrSmiM, $1 9 c « « g Kräfte zur Ausübung des lln- LEnn7^5?/^ stellt werben AieSaw- besitzt zwar einen alten Stamm von _ nÄ- CU etner ist schon 30 Jahre Mitglied rf Trt ßi h'e "Holsten Anforderungen, die an sie ac- MWWMM iWWUMW K Sc für'

«äs

,Aus dem kathol. kaufmännischen m,«,:- j M-l-hn- 'cäSSifiwf i m ph'l' Hohmann, sprach am aeftriaen 2. Vortragsabend über Ludwig Uhlanb den L genoffen des großen Freiheitskawpfes, beffen50iäbrtaer Todestag im November vorigen Jahres beaann^n mürbe. Er schilderte ihn als den guten Patrioten der mit seinen Liedern die Erhebung des Volkes be« i#-l^rLUnb cnQd)I,e,: als charakterfester Mann ohne ^u^sicht auf Fürstengunst „das gute, alte Reckt ‘ ^^»^ und seine ganze Persönlickkeit in den Dienst der Emheiksbeivegung stellte. Als guter Christ ver- ^str sich Uhlanb in die Schönheiten des Glaubens. Großes Verständnis zeigte er für den religiösen

* Mittelalters. Ergreifend ist seine Sehn- luchl nach, der „verlorenen Kirche". WaS ben Sohn lAwahischen Erbe unsterblich machte, war ferne Dichtkunst. Aus Himmelsblau und Waldes- ef, feine entzückenden Naturlieber.

.e Klange entlockte er seiner Dichterharfe zum Lob- prerS keuscher Minne. Die Gestalte» der deutschen I Vergangenheit, die Helden der Vorzeit, die Ritter des I Dmtelatters konnten, umstrahlt von »Freiheit, Männer - würde. Treu und Heiligkeit", durch seine Gesänge ime frohe Auferstehung feiern. Viele Lieder, welche inspruchslos m der Form die zartesten Regungen )er Memchenseele behanbeln. leben im Munde des I

I wappen und der folgenden Inschrift angebracht werben: „Im Kampfe um unser Marburg, das in

I ber Franzosen Hanb war, starb am 14. Februar 1761: an ber Spitze der hessischen Regimenter bei diesem

I Brunnen ben Helbentot der Generalleutnant der alliierten Arme, Ludwig Johann Karl Reichsfreiherr von Breitenbach zu Breitenstein. Ehre seinem Andenken!" Die Mittel, zirka 3000 Mk., wurden durch den Verschönerungsverein und durch die Stadt, sowie durch Beihilfe des Landgrafen v. Hessen

I zu Philippstal und des Freiherrn v. Breitenbach zu! I Breitenstein (Kreis Biedenkopf) aufgebracht.

g. Marburg, 7. Olt. 1913. In der Zeit vom 11J I bis 13. Oktober wird in der städtischen Festhalle da- I hier die 5. hessische Junggeflügc! -chau ab-, I gehalten.

;; Kirchhain, 6. Okt. 1913. Die von Dr. Sonnen­schein in den Osterferien 1913 gegründete soziale FerienvereinigungfürO der hessenkonstituierte! sich Mitte September zum erstenmale in Kirchhain.^ Es wurde mit dieser Zusammenkunft zugleich eine: Besichtigung des dortigen Kornhauses unter fach-

I kundiger Führung verbunden. Diese erste Veranstaltung: ging von ber Erwägung aus, daß das Kornhaus nicht nur an sich vieles Interessante für jeden bietet/ sondern gerade für die sozialen Verhältnisse unseres

I fast ausschließlich ländlichen Bezirkes besonders! charakteristisch unb wichtig ist. Die Aufbewahrung, Verarbeitung und ber Umsatz des Getreibes und der landwirtschaftliche'- Düngemittel, die Bestrebungen der Raiffeisenvci. -, Darlehnskaffen unb der 58er«

I kaufsgenoffenschast Hessenland, das sind die wichtigsten wirtschaftlichen unb sozialen Fragen, bie unseren Be­zirk angeben. Dazu haben die fachmännischen Er­läuterungen jeden Teilnehmer anregen müssen, sich eingehender mit diesen Fragen zu beschäftigen und nach der zweiten Forderung unseres Programms Vorträgen und Unterrichtskursen zu Grunde zu legen. Sicher wird bie Behanblung solcher Fragen unsere ländliche Bevölkerung am meisten interessieren und Verständnis und Anerkennung unserer Bestrebungen bringen. Die zweite Veranstaltung ber sozialen Ferien-

I Vereinigung bestaub in ber Besichtigung ber Anstal t Hephata bei Treysa am 6. Oktober unter der sreunblichen Führung ihres zweiten Leiters, Herrn Pfarrers Happich. Die Pflege und ber Unterricht ber in ber Rettungsanstalt untergebrachten Knaben, der Idioten unb Ber schwachsinnigen Kinber, der in seiner Entwickelung anschaulich vorgeführt würbe, zugleich erläutert burch statistisches Material, bot allen großes Interesse. Leiber war die Beteiligung bei ber Be­sichtigung ber Anstalt, die wie kaum etwas anberes! das soziale Gcwiffen in jedem wecken muß, nur gering.1

Handel und Industrie.

-S? Berlin, 7. Okt. 1913. Die Börse zeigte zunächst eine freundliche Tendenz. Dann aber gewannen die dauernd trüben Situationsberickte aus der Industrie

I wieder maßgebenden Einfluß. Die Gelbteuerung unb I das Ausbleiben der erwarteten größeren Erleichterung vermehrten den Druck. Der Privatdiskont stellte sich für beide Sichten auf 45/s Prozent. Von deutschen Anleihen gaben 3proz. unb 3steproz. Reichsanleihe sowie 3l/sproz. Konsols 0,20 Prozent nach.

Verschlechterung am Maschinenmarkt. Die Sagt ber Maschinenfabriken hat sich entschieden verschlech­tert. Tie Maschinenfabriken sind es ja, bie bie Folge ber Konjunkturverschlechterung am ersten zu kosten bekommen. Die Anfragen auf große Anlagen gehen spärlicher ein, unb bei Aufträgen, die auch stark nach lassen finb bie Preise niedriger.

Märkte.

I * Frankfurter Getreidemarltberkcht vom 6. Okt. 1913 Am heutigen Markt war dos Angebot in Landwari äußerlt stark und der Verkauf dementsprechend äußerst schwierig. Fremde Weizen waren gleichfalls flau. Gerste sehr still. Hafer in guten Qualitäten besser beachtet. Mais unverändert. Mehl stetig. Futterartikel matt. — Es notierten nach Qualität: Weizen, hiesiger u. Wetterauer 19.50—19.60 Mark, auf dem Lande abgeholt 19.00 bis 19.15 Mark, kurhessischer 19.50—19.60 Mark, nord- deutscher 19.75—00.00 Mark, Manitoba 22.50 bis 23.00 M., Kansas 22.75—23.00 M., russischer Nieolasefj 22.75-23.15 Mark, Saxonska 22.75—23.00 Mark, Ulfa 22.50-23.00 Mark, Azima 23.25-22.75 M., La Plata 22.50-23.00 Mark, rumän. 22.75-23.50 Mark, Sa- mara 22.50—23.00 M. — Roggen: hiesiger, 16.56 bis 16.60 M., auf dem Lande abgeholt 16.00—16.15 kurhessischer 16.65—16.75 Mk., nordd. 16.90-17.10 Mk.» russischer 17.50-18.00 M., Amerikaner 00.00-60.00 M^ Walla Walla 00.00-60.00M. — Gerste: hiesige 17.00 bis 17.35 Mark, Pfälzer 17.25-17.75 M., fränkische 17.25—17.50 M., Riedgerste 17.15—17.50 M., ungarische 24.00—24.50 M. — Hafer: hiej. u. Wetterauer 16.25 bis 17.00M.,kurhess. 16.50-17.25 M.,bayer. 16.75—17.25 M.. La Plata 17.00 — 17.50 M-, russischer 18.50—18.75 Mark. — Mais (Mixeds 15.00-15.10 Mark, Donau, »mis 14.75-15.00 M-, La Plata 14.80—14.90 Mark, Cmqanlin 18.50-19.00 M., russischer 00.00—00.00 Mark. — Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier. — M ehl: ft e t i g. — Es notieren nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 0 31.50—31.75 Mark, südd. Nr. 0 00.00—00.00 M., hiesiges Nr. 1 29.50 —29.75 M., süddeutsches Nr. 1 00.00 — 00.00 M., hiesiges Nr. 3 26.50-26.75 B!., süddeutsches Nr. 3 00.00—00.00 M., hiesiges Nr. 4 22.50-22.75 Mark, süddeutsches Nr. 4- 00.00— 00.00 M. — Roggen inehl, hiesiges, Nr. 0 25.50 26.10 M., do. Nr. 01 24.50—25.00 M., do. Nr. 1 23.50—24.00 M. Alles per 100 Kilo inklusive Sacr loko hier. — Futterartikel: stetig. Weizenschalen 9-75—10.00 Mk., Weizenkleie 9.00—9.25 Mark, Roggen- tleie 10.90—^1.15 M., Weizen»Futtermehl 14.00 bis 14.50 M., Biertreber, getrocknet, 12.75—13.00 M., Malz­keime 11.75—12.00 M., Rapskuchen 13.50—14.00 Mk., Palmkuchen 14.75—15.00 Mark, Futtergerste 13.75 bis. 14.00 Mark. Weizenschale und Weizenkleie inklusiv Sack. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier bei Abnahme von 10900 Kilo.