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Fuldaer Zeitung

erscheint täglich mtt klurnayme Oer Sonn- und Selerfage. Giertet.' ISHrlicher Bezugspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld In Hulda fo®te auswärts 1.50 ITlark. •••• RotationsDru* und Oerlag der - - Huldaer flctien6ru*erei In Hulda. Zernlprecher Nr. S. : S

2 s Wotfjen-Beilage: s s i z z Monats-Beilage: z 5 Illustrierte Sonntagszeitung ! Zuldaer Seschichtsblätter

S Ziehungslisten der preußisch-süddeutsche, Ktoffen-totterie. — staldjShrlich Laschenfahrplan. k

nnjelgen: Der Raum einer einspaltigen relaneheNe, 4t m »reit, »astet HDfg, Reklamen: Der Raum einer Colonelleite, 74 ne Breit, kastei 40 Dfg. Sei WleOerholungen Rabatt. $ür Ofiert- und fluskunflcnjeigen 20 Pf. extra. 3* Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig. frfCltungsort für bas 6»- klagen non Sortierungen ist Zu Iba. flntelgen-finnahme bis JO Uhr vormittags, tt tt Ordfiere flnteloen erbitten wir uns tags vorher. - a

nr. 166,

Montag den 2l. 3ull 1913,

40. Jahrgang.

• facyverstanotgen Zuläffiqkeit der icht. Zweifellos

I wirtschaftlichen Produkte sind umfangreiche statistische Erhebungen in die Wege geleitet.

)( Ein Wechsel in den oberen Hoistellungen. Wie man in Potsdam wissen will, stehl der schon lange angekündigte Wechsel in der Leitung des kaiserlichen Hofhaltes sür den Herbst bestimmt bevor. Der Ober« j Hof» und Hausmarschall Graf August z u E u l e n b u r g wird seine anderen Aemter niederlegen und nur den Posten des Ministers des königlichen Hauses, den er seit dem Rücktritt des Grafen Wedel-Ptesdorff ver- trelungeweise verwaltet hat, definitiv übernehmen. Auch der Hausmarschall Freiherr v. Lyncker will von seinem Amt zurücklreten und das weniger arbeits­reiche Amt des Chefs der königlichen Hofgarten-Jnten- dantur übernehmen.

(•) Die Tagegelder im preußischen Abgeordnetenhaus. Die Tagegelderfrage und die Frage der Frenahrlkarten während der Legislaturperiode des Landtages sollten auf Aufforderung des Landtagsausschusses entsprechend den gefaßten Beschlüssen noch im Laufe der letzten Tagung des Parlaments von der Siaatsregierung einer Neuregelung unterzogen werden, was nicht ge­schehen ist. Tie Angelegenheit dürite auch weiter im neuen Landtage verfolgt werden. Emer Neuregelung, wie sie nach den Ausichußbeschlünen gewünscht wird, stehen aber nicht unerhebliche Bedenken gegenüber, so daß man, nach Berliner Blättermeldungen, mit der Einbringung von entsprechenden Regierung-Vor­schlägen zunächst wohl nicht rechnen kann.

+ Ter kaiserliche Gnadenerlaß vom 16. Juni ist vielfach falsch dahingehend ausgelegt worden, daß es sich dabei um eine völlige Streichung der davon be­rührten Strafen im Perfonalregister handelt. Dies ift nicht der Fall. Nur die Vollstreckung der Straw oder des noch nicht verbüßten Teils ist damit erlassen worden. Die Strafe an sich ist nickt zu löschen, außer im Falle der im Urteil gegen Jugendliche ausge­sprochenen bedingten Begnadigung. Für das Heer und Die Flotte bleibt sogar die Verfügung von Arrest- strafen im Disziplinarwege bestehen. Sie werden in die Strafbücher, die schwereren Strafen auch in die Entlassungspapiere der Reservisten eingetragen, und zwar mit dem Vermerk, daß ihre Vollstreckung oder em Teil davon durch den Allerhöchsten Gnadenerlaß betroffen worden ist.

oeutsche§ Reich.

i Berlin, 20. Juli 1913. Aus Balestrand wird gemeldet: Ter Kaiser unternahm Sonntag vor­mittag einen Spaziergang und nahm später Vor- trage entgegen. Nachmittags arbeitete der Kaiser allein und hörte gegen Abend kriegsgeschichtlichen Vortrag. Am Vormittag wurde Gottesdienst abge- — ®*e Vorbereitungen für den deutsch.

sichen Handelsvertrag haben in der letzten Zeit in Petersburg weitere Fortschritte gemacht. Auf .Erzielung günstiger Ausfuhrbedingungen für K-rPZl . soll bet dem Handelsvertrag ganz o sonders Gewicht gelegt werden. Deutschland hat ""s^^angenen Jahr für 156 Millionen Rubel ruimches eingeführt. In Bezug auf bis wird«

I LeichenverbrennungS - „Andacht" von der „Flamme" I behauptet, es sei das erstemal, daß ein katholischer Geistlicher bei einer solchen Gelegenheit amtiert habe, worauf wir dann gegen Die Verquickung von „alt- lalholisch* mit katholisch entichieden Verwahrung ein- legien. Nun teilt der Vorsitzende des Feuerbestattungs­vereins in St. Gallen der Flamme mit, daß dort „Die altkatholische Geistlichkeit sich durchweg sehr entgegenkommend gegenüber der Feuerbestattung gezeigt und sie in Wort und Schrift unterstützt habe. Im St. Galler Krematorium haben altkatholische Geistliche in bisher 78 Fällen bei Einäscherungen den Trauergottesdienst abgehalten.* Ferner' wird der Flamme mitgeteilt, daß auch im Krematorium zu Frankiur! am Main schon ein „altkatholischer" Geist­licher Geistlicher amtiert habe. — So ists recht. Die „allkalholijchen" Geistlichen bezeugen es auf diese Weste selbst, Daß sie von der katholischen Kirche sehr weit abgerückt sind.

** Auf eine merkwürdige Erscheinung weift die Essener Volksztg/ hin. Nach der Nachweisung im diesjährigen Handelskammerbericht über die staatliche Ergänzungs steuer ist der Betrag derselben von 411452 Mark im Jahre 1911 auf 403262 Mark im Jahre 1912 zurückgegangen. Danach ist, da die Ergänzungssteuer gleichmäßig Vs pro 1000 Mark Vermögen beträgt, das Vermögen der Bevölkerung um genau 16 380000 M. zurückgegangen. Im Jahre 1911 betrug dasselbe 822 904000 M. 1912 berech- nete es sich auf 806 524000 M. Ist das Der- mögen tatsächlich abgewandert, vielleicht ins Ausland, oder sind die Vermögenswerte vermindert worden? Das ist die interessante Frage. Der Be­trag der Einkommensteuer ist dagegen von 4654339 M. in 1911 auf 5169315 M. in 1912 gestiegen. Welches Gesamteinkommen dieser Steuer zugrunde liegt, läßt sich bei den steigenden Zuschlägen nach der Höhe des Einkommens nicht berechnen.

--Weimar, 20. Juli 1913. Der Hauptvoran. schlag des Groß erzogtums Sachsen für die Finanz­periode 19.4 1916 ist mit bei. vom Landtag ge­troffenen Abänderungen genehmigt worden. Er schließt in Einnahme und Ausgabe mit 14263 043 Mk. ab. Tie gesamten Aenderungen des Landtags zeigen eine Höhe von 23000 Mark. Die Beteiligung am Kali­bergbau (ZöngeS und Heiligenrodas erforderte die Aufnahme einer Anleihe von 5000000 Mk., eine Summe, die in etwa zehn Jahren getilgt sein wird. Die gesamte Staatsfchutd, die durchschnittlich mit 3,49 Prozent zu verünsen ist, beläuft sich auf 1672620,82 Mark, das Barvermögen aber auf 12 364235,20 Mark. Das Barvermögen beträgt also nach Abzug der Schulden 10691614,38 Mk. Im Jahre 1851 betrug die liquide Staatsschuld 19735 677 Mk. Die Lage des Großberzogtums Sachsen hat sich demnach sehr wesentlich gebessert.

r^™ U^.-ZwischenM E gewisse Lückenfül- wng zu haben, rst man auf den Gedanken gekommen, ^Rekruten ern Jahr früher auszu^ iq Vjp $ort°n sollen die jungen Leute schon mit ausgemustert und mit 20 Jahren einge- Eme „Verjüngung der Armee", die

gezwungen hatte. Man wagte nicht die älteren Jahrgange, dte auf Entlastung nach' -wei gerechnet hatten, noch ein & S, in Ä

Fall kommt das franz Seer' hS? -tm Lunstrgen der zweite ^abraann Im November

mee, die fu Mt zwei Drrh?° ^^^ng einer Ar- SÄ

glaube nie_5rt

Anska^d.

** Ein Putschversuch in Lissabon. Aus Lissabon I wird vom 20. Juli gemeldet: Die Polizei war seit mehreren Tagen unterrichtet, daß für eine der näch- I sten Nächte ein Angriff mit Bomben auf verschie- I bene Punkte Lissabons vorbereitet wurde. Heute mor- I gen begannen tatsächlich einige verdächtige Automobile herumzufahren, die die Polizei an- I halten ließ. Gleichzeitig erschienen kleine Gruppen verdächtiger Personen in der Umgebung einiger Ka­sernen. Als ein Automobil in der Straße Tcmvi- cente von der Bürgergarde angehalten wurde, wurde aus einer in der Nähe stehenden Gruppe eine Bombe geworfen, wodurch ein Bürgergardist getötet wurde. Die Insassen des Automobils wur­den verhaftet. Ein Zivilist, der Matrosenuniform übergezogen hatte, war mit einer Bombe in die Marinekaserne eingedrungen. Bor der Kaserne des zweiten Infanterie-Regiments schoß ein Manifestant auf den Posten, der schwer verletzt wurde, auch Wert der Kaserne des ersten Infanterie-Regiment- «nd der Pioniere wurden Gruppen Verdächtiger verhaftet. ! Bei Tagesanbruch nahm die Stadt ihr gewohntes Aussehen an. Im Innern der festgehaltenen Auto­mobile wurden Körbe mit Bomben gefunden. Die Polizei konnte, da sie rechtzeitig benachrichtigt wurde, den Versuch der Unruheistfter vollständig zum Schei­ter« bringen.

| * Tie mexikanischen Rebellen sprengten einen

Zug mit Bundestruppen bei Lampazos in die Luft. Die Verluste an Menschenleben sind schwer.

• Die Revolution in China. Daß ds sich bei der Ausstandsbewegung in China vor allem um die Be­seitigung Juanschikais handelt, wirb durch eine Kund­gebung der aufständischen Truppen beftätigt. Nach Meldungen aus Peking haben die Truppen Süd- chinas erklärt, sie hätten nicht die Absicht, nach Norden vorzudringen, sondern forderten nur die Ab­dankung des Präsidenten I u a n s ch i k a i, der entgegen seinem Versprechen die Nordtruppen habe nach dem Süden marschieren lassen. Sie sagen, daß nur die Abdankung Juanschikais eine Bürgschaft für Ruhe und Ordnung bieten und einen blutigen Bür­gerkrieg verhindern "könne. Die Nordtruppen treffen Vorbereitungen zu einer großen Schlacht bei Kiukiang. Der Präsident befindet sich in einer üblen Lage, da 60 000 Mann seiner besten Truppen in der Mongolei stehen, um die aufrührerischen Tschungtschusen in Schach zu halten. Auch drohen die monarchistisch gesinnten Anhänger der Manschu-Par- tei mit Aufruhr. Die Regierungunsparteicn versu­chen, im Parlament einen Beschurß gegen die radi­kalen Parteien herbeizuführen. — Wie die chinesische Presse ferner aus Hongkong meldet, hat der Gene­ralgouverneur von Kanton eite Prokla­mation erlassen, in der er erklärt, der Provinzial­rat habe ihn zum Oberbes hlshaber der Truppen er­nannt, die er gegen Juanschikai führen werde- da dieser mit seiner Handlungsweise die Republik ins Verderben bringe. Die Proklamation sagt den Schutz des Eigentums in der Provinz zu und spricht oie Trennung Kantons von der Zentralregie­

aX Das französische Heeresgesetz angenommen.

Am Samstag hat die französische Kammer endlich das Gesetz über die Wiedereinführung der dreijährigen Dien st zeit angenom- m e n. Die Annahme erfolgte mit 358 gegen 204 Stimmen.

. Diese Mehrheit wäre stattlich, wenn es sich um em gewöhnliches Gesetz handelte; aber hier war die unbedingte Ncotwendigkeit des Gesetzes für die Sicher­heit des Staates aufs schärfste betont und die natio- nalen Leidenschaften gegenüber Deutschland aufs hllchste angestachelt worden, und wenn trotz alledem nicht bloß die sozialistische Gefolgschaft des Herrn Jaurös, sondern über 200 Abgeordnete mit Nein r^m£vrr i französische Eintracht und

Opferwilligkett nicht tm besten Lichte.

_ Die 204 Neins fallen umso mehr auf, als die Kammer am Samstag nachmittag, in letzter Stunde »och. eme Entscheidung fällte, die das Gesetz ganz er- heblich mildert. Die Kammer hat nämlich einen der die rückwirkende §I^es Gefetzes ausschlreßt. Der Jahrgang 1910, S fnrr „ zwetiahrtge Dienstzeit abgemacht werd!»" "a V em drittes Jahr zurückgehalten ?912 nnr S S" bte Abgänge 1911 und S^re dienen. Danach würde die Erhöhung des Präfenzstan- des also erst nach drei Jahren, im Jahre "15, etntreten, anstatt, daß man sie wie 5^. dw Regierung bisher energisch forderte mit ge­wissermaßen rückwirkender Kraft durch Ein'behaltuna durchsetzt ^m>E"tlafsung kommenden Mannschaften K-HÄ bte,er, Hmausschiebung wird der

)( Erledigte Reichstagsmandate. Im Reichstag find zurzeit vier Mandaie erledigt: Landshut durch den Tod des Freiherrn v. Mafien-Waldkirch (Zentr.) seit I 16. Juni, Dresden-Neustadt durch den Tod des I Abo. Kaden (SozO seit 21. Juni, Ragnitt-Ptll- I fallen durch Den Tod des Äbg. Grafen Kanttz (kons.) I seit 30. Juni, Neumarkt durch den Tod des Abq. I KohlgZtr.) feit 9. Juli. Sämtliche Niandate sind sicherer Besitzstand der betreffenden Parteien, Ueberraschungen

I sind bei dielen Ersatzwablen nicht zu erwarten.

)C Tas Erfurter Urteil und das Milttärstrasgesetz- I buch. Die vom Reichstag unter dem Eindruck des I Erfurter Urteils verabschiedete Novelle zum Militär- I strafgesetzbuch ist in der letzten Plenarsitzung des Bundesrat, die vor den großen Ferien stattgefunden hat, an die bereinigten Ausschüsse für Justiz und Landesverteidigung überwiesen worden. Diese Aus- I schüsse treten Mitte September wieder zusammen und werden den Entwurf in Beratung ziehen. An feiner I Annahme ist nicht zu zweifeln, da die vier deutschen Kriegsverwaltungen Einwendungen gegen die be- I schwssenen Abänderungen nicht erhoben haben. Der Gesetzentwurf dürfte zu Anfang Oktober an das Bundesratsplenum gelangen und noch im Oktober endgültig Gesetz werden. An maßgebender Stelle wird erwogen, den Erfurter Verurteilten die Wohltaten des gemilderten Mili- tärstrafgefetzes, trotzdem die Bestimmungen erst im Herbst Gesetz werden dürften, für alle Fälle angedeihm zu lassen. Die Möglichkeit ist ohne wei­teres gegeben, da es dem Gerichtsherrn freisteht, den Termin für die Verhandlungen vor dem Oberkriegs­gericht, an das die Verurteilten Berufung eingelegt haben, so festzusetzen, daß er auf einen Zeitpunkt fällt, an dem die neuen gesetzlichen Bestimmungen schon in Kraft getreten sind. — Im Zusammenhang mit dem Erfurter Urteil und der vom Reichstag an- genommenen Novelle zum Militärstrafgesetz, wird I von der linksstehenden Presse gefordert, daß die R e- f er bi ft en am Tage der Kontrollversamm­lungen nicht mehr der militärischen, sondern der bürgerlichen Gerichtsbarkeit unterstellt werden sollen. , Es handelt sich hier um eine Bestimmung des Reichsmilitärgesetzes, die vom Reichsgericht und Reichsmilitärgericht übereinstimmend aufgelegt wurde. Doch steht die Mehrheit der Verbündeten Regierungen auf dem Standpunkt, daß im Interesse der militärischen Disziplin ein Abweichen von diesen Bestimmungen nicht in Frage kommen kann.

* Der blamierte „Vorwärts". Ein erheiterndes Malheur ift dem .Vorwärts* passiert. Unter der Ueberschrift: „Wann endlich tritt bas Unterstützungs« I wohnsitzgesetz für Bayern in Kraft* greift er einen I Fall auf, ber die Härte des bayerischen Heimatgesetzes illustrieren soll und schreibt dazu:

„In ter letzten Selston ist endlich die Ausdehnung I des Reichsu n terst ütz ung sw ohn iitzqesetzes auf I Bayern vom Bundesrat und Reichstag beschiessen worden Mil Inkrafttreten des Gesetzes wird enolich der - ch i - I kanierung von Arbeitern durch das bayerische Heimat­gesetz ein Riegel vorgeschoben.'

Die „Bayerische liberale Landtagskorrespondenz* bemerkt hierzu:

»Daß der „Vorwärts" in diesem Zusammenhang noch | weiter von der „Ausbeutung des Elends" als einem I „bayerischen Reservatrecht" spricht, gehört zu der Würze, die er der Behandlung solcher Fälle zu geben pflegt. Aber er war diesmal doch sehr übel beraten; denn nie I einzige Partei, die im bayerischen Landtag geschlossen ! gegen den Unterstützungswohnsitz stimmte, war Die — I sozialdemokratische. Man kann sich daher denken, I daß die Münchener „Post* den Schrei nach dem Unter- I stützungswohnfitz, den der „Vorwärts* ausftößt, mit sehr I gemischten Gefühlen vernommen hat und ihn nur mit I einem Irrtum des Zentralorgans zu entschuldigen vermag." I

* Die Leichenv-rbrenmmg und der .Altkatholizismus". Neulich wurde aus Anlaß einer von einem „alt« I katholischen" Geistlichen in Breslau abgehaltenen |

pflicht wftd" aff/auf zwei aber^re^^9^' schoben. Aber wen» • 1 3ahre hmausge-

eingestellt werden, in ihr drttws^R^^' die jetzt dann Zufriedenheit ^hr treten, wird

herrschen? S fcS? den Kasernen die Wiederverlängerung der DwnkÄ?Segen H«re. selbst bernLklich^rnachek?^" M aud> m

D« Franzosen müssen selber leben t •

Dtenst noch Weiber ausbauen Ift d'e persönliche Belastung verhält- §°3e"uber der riesigen Mehrlast, die A^Eeich sich durch, dte Rückkehr zur allgemeinen dreisahrrgen Drenstzeit auferlegt. Was die Geld- opfer anlangt, so sind die in Frankreich noch grö- ^.er' oIr§ d« uns, und die Franzosen wissen noch nicht einmal, wglche neue Steuern ihnen bevorstehen wahrend bet uns auch die Steuerfrage schon gekost ist' . Wollen wtr tauschen? Taz« werden nicht etnmal die etngeschrtebens» Sozialdemokraten Lust haben.

rung aus. Der Geschäftsverkehr mtt Kanton swckt vollständig.

X Der Krieg auf dem Balkan.

Das Vorgehen der Türkei.

Die Türkei fährt fort, ihre Truppen vor Adrianopel zu schicken.

Dadurch überträgt sich die Verwirrung, die man so lange am liebsten dem Balkan überlassen wollte, auf die Großmächte. Denn der Schritt alarmiert Rußland, das für diesen Fall bekanntlich mit einem Einmarsch in Armenien gedroht hat. Es scheint fast, als solle es nicht bei der Drohung bleiben, vielmehr ist es jetzt bereit, diese Warnung in die Wirklichkeit umzusetzen. Damit würde sich Rußland aus der Gesamtheit der Mächte heraus- heben und einen eigenen Weg gehen, dessen Folge» unübersehbar sind. Ist es noch Zeit, solche Vorgänge zu verhindern? Mtt brennendem Eifer arbeiten bte Diplomaten, und der Dreiverband macht der Türkei Vorstellung, die Drohungen nicht sehr unähnlich sind. Dort hat aber zurzeit wieder die jungtürkische Partei die Oberhand, die zum Kriege schürt. Zudem hat der Einmarsch der türkischen Truppen in Thrazien, dem vor kurzem noch türkischen Gebiete, die Kriegs­luft gesteigert, sodaß es für die türkische Regierung abermals innere Verwicklungen schaffen könnte, wenn sie die Truppen zurückrust. Trotzdem darf man die Hoffnung nicht aufgeben, daß es den Großstaaten jetzt mit der Bedingung der Aufvechterhaltung der Linre Midia—Enos nicht ebenso ergeht, wie ehemals mit dem „Statusquo".

* Konstantinopel, 20. Juli 1913. Freitag Mit­ternacht ist die vorgeschickte türkische Heereskavallerie in den Bereich der Festung Adrianopel gekommen. Tie Regierung hat der Armee befohlen, Thrazien und Adrianopel zu besetzen. In einer Note an die Mächte schiebt die Regierung die Verantwortung für etwaige Feindseligkeiten Bulgarien zu.

W Sofia, 20. Juli 1913. Zwei Divisionen tür­kischer Kavallerie und eine Diviswn türkischer In­fanterie sind in Lüleburgas angekommen. Ge­neral Welchew, Kommandant der bulgarischen Streit­kräfte in Adrianopel, rüstet sich zur Verteidi­gung Adrianopels.

*♦ Konstantinopel, 19. Juli 1913. Der russische Botschafter hat die Pforte in aller Form davon ttt Kenntnis gesetzt, daß Rußland unter keine« Umständen eilte andere Grenze als die in London von den Mächten festgesetzte anerkennen wird. . In den leitenden türkischen Kreisen zeigt sich bisher wenig Neigung, sich durch die rusiische Erklä­rung beirren zu lasten. Man rechnet daher mtt der Möglichkeit eines russisch-türkischen Konflikts und dem Einmarsch rusiffcher Truppen in Arme­nien.

Ein Waffenersolg der Rumänen.

Die Türken vor Adrianopel, die Rumänen in Vratscka, nur noch etwa 65 Kilometer vor Sofia — so stellt sich heute den Bulgaren die für sie überaus Demütigende Lage bar. Dazu kommt, daß eine bul» garische Brigade sich einer rumänischen Truppenab­teilung ergeben mußte: schwere Schläge für den bul­garischen Waffenstolz!

W. Bukarest, 19. Juli 19 3. Eine fliegende Ko­lonne rumänischer Kavallerie und reitende Artillerie stieß gestern bei Ferdinandowo, zwischen Som Palanka und Sofia, mit einer Brigade der 9. bul­garischen Division zusammen, die den Rückzug der Division des Generals Kutnftschew decken wollte. Nach kurzem Kampfe ergab sich die bulgarische Brigade mit dem General und 12 Geschützen. Die rumänischen Truppen auf dem östlichen Kriegsschau­platz, »eiche die Linie Tuturkai—Battschik besetzten, schicken Erkundigungsabteilungen nach Süden und Südosten vor.

totales.

Fulda, 21. Juli 1913.

# Personalien. Ernannt wurde der ev. Hilsr- pforrer Ernst zu Gersfeld zum Pfarrer in Wohra- Gemünden (Klaffe Rauschenberg). — Der VermeffungS« asststent Via Ion in Limburg wurde in das geo­dätisch-technische Bureau der Kgl. Generalkommission Kassel, der Regierungs-Landmester Grede in Lim­burg nack Homberg a. d. Esze versetzt. — Den Ver« mestungs-Diätaren Bremer und Kaiser in Raffel und Kehr in Hanau wurde eine etatsmäßige Ver- mefsungs-Asststentenstelle verliehen. — Der Bureau- Vorsteher ber Spezialkommission in Hünfeld, Ober­sekretär Jenisch, würbe in den Ruhestand versetzt. — Dem Postseketär Holthaus aus Köln wurde die Verwaltung einer Oberpostsekretärstelle in Bebra übertragen.

# Verliehen wurde dem Oberhofmeister der Groß­herzogin von H ssen, Kammerherrn Dr. Freiherrn v. Leonhardt, der Rote Adlerorden 2. Klaffe, dem Staatsrat Dr. jur. Schambach zu Eisenach der Kronenorden 2. Rleffe, dem Spezialkommissions- burea.i-Vorsteher, Obersekretär Jenisch, bisher in Hünfeld, jetzt in Frankenberg, der Kronenorden 4. Klasse.

Ss Die Mariauische Bürger- und Jnuggeselleu- Sodalttät nahm bei ihrem gestrigen Gottesdienste die Neuwahl des Vorstandes vor. Es wurden Die Herren Banldireklor Goebel als Präsekt, Geschäftsführer Parzeller und Stadtprobator Wohlgemuth als Assistenten wiedergewählt.

w. Ebender, der Mörder des Försters RomanuS, soll sich vergangene Woche wieder in ber Umgegend von Fulda aufgehalten haben, wenigstens wollen Bewohner von Giesel am Freitag nachmittag in einem ihnen begegnenden Zigeuner einen ber Ge­brüder Ebender mit Sicherheit erkannt haben. Tie Ebender sind dort allgemein bekannt, da sie sich vor- ber Mordtat in jener Gegend öfters aushielten. Der- leide Zigeuner wurde auch von Kindern im WatdH