Zuldaer Zeitun
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S NehungsNfien der preutzisch-siidSeuffche» Klassen-Lotterie. — halbjährlich Taschenfahrplan, s
40. Zahrgang.
Montag den 23. Juni 1913
fir. 142.
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Erschein! tSgssch mit Ausnahme der Sonn- und Zeiertage. viertel. lShrUcher Bezugspreis ohne Bringer lohn und veflellgetd tn Zulda sowie auswärts I JO Mord. Rototionsbrudt und Verlag der - - zuldaer fletien6ru*erei tn Zvlda. $emfpred)er Nr. g. ss
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Illustrierte Sonntagszeihing
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Zuldaer SeschichtsblLtter
Abg. Mumm (SB. S?.): Die Sozialdemokratie muh anders betrachtet werden. Sie ist nicht eine Partei wie die andern, sondern eine Weltanschauung, ein« Religion. Die Grenze gegen die Sozialdemokratie mutz klar gezogen werden. Die Arbeiterturnvereine find durchaus politisch.
Dienstag: 1. kurze Anfrage; 2. Wehrvorlage (Forts.); 3. Wahlprüfungen. Die ausgesetzten Abstimmungen sollen am Dienstag um 5 Uhr erfolgen.
rr Die Berständigrmg über die Deckung.
Die B e r st ä n d i g n n g über die finanzielle Deckung be« Militärvorlag« ist nach Meldungen, die unS aus Berlin zugehen, am Samstag im wesentlichen soweit vollendet, daß eine Mehrheit im Reichstage zur Verabschiedung der Gesetze bereitfteht. Der Bundes- rat wird in seiner Mehrheit, vielleicht sogar mit der dort beliebten Einstimmigkeit, den Reichstagsbeschlüssen seine Zustimmung geben.
In manchen noch strittigen Fragen muß noch eine Verständigung gesucht werden. Vor allem soll bte Grundwertzuwach ssteuer, deren Beseitigung tn der ersten Lesung bekanntlich noch abgelehnt wurde, in zweiter Lesung endgiltig beseitigt werden. ES heißt, daß hierfür eine Mehrheit schon vorhanden sei.
DaS Hauptergebnis der Besprechungen vom Samstag ist die Verständigung über die Heranziehung der Einkommen zum Wehrbeitrag. Das Einkommen soll jetzt nicht mehr kapitalisiert werden, wie in der ersten Lesung beschlossen worden ist, sondern es soll für drei Jahre eine reine Reichseinkommensteuer erhoben werden, die bei einem Einkommen von 5000 Mark beginnt und von 1 bis 8 Prozent gestaffelt wird. Vor der Veranlagung werden vom Einkommen 5 Prozent des bereits besteuerten Ver- mögens in Abzug gebracht. Nach dieser neuen Rege- lung wird da» Einkommen erheblich weniger herangezogrn als bei der frühe: vorgesehenen Kapi- tallsierung des Einkommens.
Die Verständigung bezieht sich natürlich in erster Linie auf die Vermögenszuwachssteuer. Es ist kein Zweifel, daß der BundeSrat auch dieser Steuer seine Zustimmung geben wird, wenn auch die sächsische Regierung durch ihre offiziösen Organe wiederholt ihren ablehnenden Standpunkt kundgegeben Hal. Man darf die konservative ,Kreuzzeilung', die noch immer sachliche Bedenken gegen die Besteuerung I des Vermögenszuwachses hak, als unparteiischen Gutachter über das Vorgehen der sächsischen Regierung gelten laflen. Sie bemerkt mit Recht,
die einzelstaatlichen Regierungen müßten in der Vertretung ihrer Sonderinterefsen sich in Rücksicht auf die notwendige Verständigung zwischen den gesetzgebenden Faktoren die gebotene Zurückhaltung auferlegen. Nachdem der Bundesrat seine Vorlagen eingebracht, konnte e» nur die Zirkel deS Reichskanzlers stören, wenn die sächsische Regierung in ihrer offiziösem Presse immer wieder die Erbansallstener als di« ideale Lösung der | Deckungsfrage hinstellt. .Ebenso', sagt das konservative
s. Das Reichsstempelgesetz in der Kommission
Die Budgetkommfffion des Reichstages setzte am Samstag die Beratung des Reichsstempelgesetzes fort. Im großen und ganzen blieben die Be. stimmungen der Vorlage unverändert. Nur einige Ermäßigungen bezw. Streichungen wurden vorgenommen. So wurde der Stempel für Feuerversicherung auf unbewegliche Gegenstände und für Unfall- und Haftpflichtversicherungen ganz gestrichen. Sämtliche Versicherungen mit einer Versiche- rungssumme von unter 3000 Mk. bleiben frei. Den Bundesstaaten soll nur die in den letzten drei Jahren erzielte Durchschnittseinnahme der Stempelabgabe ver. gütet werden, die jetzt dort durch den Reichsstempel in Wegfall kommen. Aus nationalliberalen Antrag wurde die Aufhebung des Scheck st empels beschlossen, gegen die Stimmen der Konservativen und trotz des Widerspruchs des Reichsschatzsekretärs, der auf die erheblichen Ausfälle durch die Streichungen, für die neue Deckung gesucht werden müsse, hinwies. Damit war die erste Lesung der Deckungsvorlage er. l e d i g t.
Reichsschatzsekretär Kühn gab nun einen Ueberblick über die durch die bisherigen Beschlüsse zu erwartenden neuen Einnahmen. Für die Zett nach 1917 seien zu erwarten: AuS dem VermögenS-Zuwachssteuergesetz 100 Millionen, von der Zuckersteuer 40 Millionen, wovon aber 3 Millionen für den gestrichenen Scheckstempel abgehen. Die Vermögenszuwachssteuer vermindert sich zuerst um 10 Millionen, und später um 5 Millionen Mark, bleiben also 90 bezw. 95 Millionen Mark. Von den Stempelsteuern gehen ab die gestrichenen 3 Millionen für den Scheckstempel, bleiben also für den Behar- rungszustand rund 172 Millionen. Diesen Einnahmen stehen Ausgaben in Höhe von 185 Millionen Mark gegenüber, so daß ein Ausfall von 13 Millionen Mark sich ergibt, der durch den Ertrag aus dem Erbrecht des Staates gedeckt werden soll.
Sodann begann die zweite Beratung des WehrbeitrageS. Zu dieser Beratung haben bte Konservativen eine ganze Flut von Anträgen gestellt. Der Reichsschatzsekretär empfahl, sich wieder mehr der Vorlage zu nähern, während Zentrum, Sozialdemo, kraten, Fortschrittler und Polen für die Beschlüsse erster Lesung eintraten. Unter Zurückstellung der Frage der Heranziehung der Einkommen zum Wehrbertrag hmt» den auch die §§ 1—11 unverändert angenommen. § 12, der die Beitragspflicht für die Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften regelt, wurde nach emem konservativen Antrag in folgender Fassung angenommene Beitragspflichtig sind Aktiengesellschaften und Komman. ditgesellschaften auf Aktien, wenn sie 1. rtn Jnlande ihren Sitz haben, mit dem in der Bilanz des letzten Betriebsjahres aufgeführten wirklichen Reservekouten zuzüglich etwaiger Gewinnvorträge, abzüglich der Fonds für Wohlfahrtszwecke; 2. wenn sie im Jnlande ketnen Sitz haben, mit ihrem inländischen Grund- und Be. triebSvermögen. Neu eingefügt wurde die Befreiung deutscher Gesellschaften, welche im Durchschmtt der letzten fünf Jahre weniger als 3 Proz. Gewinn verteilt haben, und bei denen der KurS- oder Derkaufswert 80 Prozent des eingezahlten Kapitals nicht überstetgt.
Darauf vertagte sich die Komunssion btS Montag. Weiterberatung und Reichsvermögenszuwachssteuergesetz.
flmria«: »er Reum «hier «tafpottlgen CokmefjeHe. 47 mm breit, »ostet JJPfa. Reklamen: Per Raum einer Coloneltelle, 74 mm breit, »ostet 40 Pfg. Bet Wieberholunaen Rabatt $ür Ofiert- und fluskunftonttipen 20 Pf. extra. 3n KonbursfäUen wirb ber bewilligte Rabatt hinfällig. Crfultunpsort für bas Cin- Maaen oon iorberungen ist Suita. flnteigen-flnnabtne bis 10 U oormittags. - 8- 3 größere flntelgen erbitten wir uns tags vorher. :: 3
Deutscher Reichstag.
Sitzung vom 21. Juni 1913. ,
Die Wehrvorlage
wird weiterberaten bei Art. li (Reform deS Mi. I litürstrafgesetzbucheS).
Abg. van Calker (natL) tritt für eine Reform beS I Militarftra fgesetzbuches ein, da unter anderem die I Etrafminima viel zu hoch seien. Für Mißhandlungen I allerdings muß eine Strafverschärfung eintreten. Die I Gründung einer Militärakademie erscheint uns notwen« I big, ebenso die Reform des Militärstrafrechts.
Abg. v. Brockhausen (kons.): Die Resolutionen der I Sttziaäemokraten wollen die Kommandogewalt des Kai» I ftrS durch die parlamentarische ersetzen. Im allgemei- I nen ist die Behandlung int Heere durchaus loyal und I human. Eine Reform des Militärrechts wird kounnen, I wenn daS Zivilrecht reformiert wird. Notwendige Aen- I derungen im DiSziplinarwesen werden vom Kaiser ohne I ein Zutun vorgenommen werden. Auch die Resolution I der Immission müssen wir ablehnen.
Abg. Müller-Meiningen (Bpt.): Die sozialdematra- I tischen Anträge find meist garnicht ernst zuneh. men, namentlich der auf Straffreiheit sofort erwider» I ter Mißhandlungen und Beleidigungen. Die Kommis. I fiousresolutionen verlangen Recht anstelle der Willkür I im Verhältnis zwischen Offizieren und Mannschaften. I
Abg. ftutiert (Soz.): Daß unsere Anträge nicht ernst I *a neunten sind, weise ich enffchieden zurück. ES ist eine I freche Schamlosigkeit, wenn gewffse scharfmacherische I Maturen das Volk als Packesel betrachten, dem sie alles I aufbürden können. (Präsident Kämpf rügt den AuS- I druck.) Das Notwehrrecht ist doch das Mindeste, waS I dem Soldaten zugestanden werden mutz. Das bestehende I Militärrecht ist kein Recht, sondern ein Schandmal des I Rechts. (Viz^räfident Dove ruft den Redner zur O r d- n u n g.)
Oberst Langermaun v. Erleeamp: Die Mißhandlun- I gen find zurückgegangen. Die Forderung der Straffrei. I heit bei Erwiderungen von Beleidigungen steht ntcht I nur im Widerspruch mit der militärischen Unterord» I mmg, sondern mich mit jeder Rechtsordnung. I
Abg. Peus (Soz.): Selbst bei Amnestieerlässen fühlt I man sich veranlaßt, die Soldatenschinder auszuschließen. I Ich kenne aus meiner Militärzeit noch Offiziere und I Unteroffiziere, die niederträchtige Bestien waren. Die I von uns gewünschten Reformen werden schneller kom- I men als Sie (nach rechts) es wünschen. (Lachen rechts.) I Wir stellen unsere Forderungen nicht aus Agitations- I bedürfniS, sondern wegen der Sache. (Lachen und Zu. I ruft rechts.) Der Kaiser hat jetzt einen Dankerlaß ver- I öffenthält,'in dem er einen noch bescheideneren Ton an. I schlägt, als bisher. (Präsident Kämpf rügt den Aus- I druck.) Auch daS ist eine Folge unseres Auftretens. I
Kriegsminister v. Heeringen: DaS Regterungsjubt. kaum des Kaiser» ist mit warmer Anteilnahme des gan- I »en deutschen Volkes gefeiert worden, auch außerhalb I der Grenzen des Reiches. DaS Volk ist schmerzlich be. I rührt, wenn der Dank des Kaisers tn dieser Wetse I quittiert wird. (Bravo! rechts.) Die Sozialdemo- I kraten brauchen unseren Soldaten nicht zu helfen; was I not tut, werden die Vorgesetzten schon wissen. (Sehr gut! rechts. — Widerspruch und Lachen bei den ®o= I zialdemokraten.) Die Sozialdemokraten fordern, daß ein Unterschied zwischen Vorgesetzten und Untergebenen I im StrafgeseÄuch nicht walten soll. Es existtert kerne Armee, too ein solcher Unterschied nicht vorhanden wäre. Die Zahl der Soldatenm iß Handlungen ist i tatsächlich zurück«egangem Wenn Sie (zu den Sozialdemokraten) auch die Armee herunterrertzen, wer. I den Sie doch dem Volke nicht den Glauben an bte Armee nehmen. (Beifall rechts.)
Damit schließt die Debatte. Dre Abstrmmung wrrd in der nächsten Sitzung erfolgen. Ein sozialdemokrati- I scher Vertagungsantrag wurde abgelehnt.
ES folgt Art. 3, der die Dienst Prämie von 1600 Mk. auf 3000 Mk. erhöht. Der Zivilversor- gungSschein soll erlöschen, sobald der Inhaber zum aktiven Offizier oder Deckoffizier befördert wird oder aus dem Zivildienst mit einer Pension tn den Ruhestand triff
Abg. Lieschmg (Bp.) beantragt Stmichung dieses letzten Satzes und folgenden neuen Absatz: Wird der Saintukmt nach einer mehr als 12jährigen Dienstzeit aui dem aktiven Militärdienst entlassen, so wtrd thm außer den 3000 Mk. für jedes die 12iahrtge Dtenstzett übersteigende Dienstjahr 4 Proz. aus dem Kapitalbetrag gleichzeitig mit diesem ausbezahlt.
Oberst Longermam» v. Erlencmnp: In dteser v?as- ftmg ist ber Antrag nicht günstig für dte Kapttulmtwn, da« muh eine Ungerechtigkeit für bte früher Entlasse- n<3l@torf®tttreter be» Reichsschatzamtes bittet aus fi- nanziellen Gründen um Ablehnung des ArftragS.
Aba. Erzberg« (Z.) bittet, es bet den KommtssionS- ! beschKs^lch belass Dem neuen Zusahantrage des Ab^ Liesäfing stehe ich im Prmztp ntcht ablehnend aeammber. Der Ktnegsminister hat zugesagt, daß etne ZLreaeluug der Dienstprämie wahrscheinlich im nach, »en Kchre erfolge« werde, wonach Unteroffiziere nach ^«r geringeren alS ILjährtgen Dtenstzett tn bett ®e- «aß einer verkürzten Dienstprämie kommen sollen. Sam triefe Vorlage an den Reichstag herantrttt, konnte auch He ftraaeaetegelt werden, in wieweit «ne Verzinsung fi- bi-»*«;«
den Unteroffiziere zu gewahren rst Deshalb bitte t^ auch den Abg. Liesching, seinen An rag zuruckzuztehem
Generalleutnant v. Wandel erklärt, daß von der Militärverwaltung bereits Schritte zur anderweitigen Regelung der Dienstprämien ,n die Wege geleitet feien.
Abg. Liesching zieht darauf.seinen Antrag zuruck. Die Abstimmung wird auf Dienstag vertagt.
Zu Art. 3a (Körperliche Jugenderz,e. «uhu) beantragt die Kommission a) dafür sorgen zu sollen in allen deutschen Bundesstaaten, bte Wehr- fähigkeft b« Jugend zu heben, b) alle Verbände, bte ber Üblichen Erziehung der Jugend sich widmen, in ihren ^Mbg.^Mumm (W.^V^^beantragt einen Zusatz, wonach bte Unterstützung nur solchen Korporationen zuteil toerbe, die auf dem Boden der gegenwärtigen StaatS- Oti>5 Müller-Meiningen (Dp.) ist gegen den Antrag Mumm wegen des parteipolitischen Hinterzrunoes unö beantragt seinerseits, die Militärverwaltung i°lle sich des
Heine^^So'z.) beantragt, alle Vorschriften auf. zuheben, durch die die Erteilung des Turnunterrichts von der- polftischen oder reliKwsen Innung deS Leh- rers ober 8e§ Schülers abhängig gemacht wird. Auch die Beschränkung der Gemeinden bei ber Vergebung ber Turnhallen soll aufgehoben werden. Die Arbeiterturn- vereine find nicht politisch, dagegen ist es der Jun^ deutschlandbund; allerdings ist er ein Werkzeug des
Blatt weiter, .heißt es auch jetzt, Stellungnahme de« , eme Auskunftsstelle emgenchtet, bte dazu bestimmt ist Bundesrats präjudizieren, wenn in der Oeffentlichkeit mit staatlichen und städtischen Behörden sowie auch dem aller Schärfe gegen das Kompromiß Stellung genommen weiteren Publikum auf Wunsch über die Angelegenwird. Wir sagen daS, »dwohl uns das Kompromiß I heftet! des Schulwesens Auskunft zu erteilen, keineswegs sympathisch ist. Solche Meinungsverschieden» I * out Regelung der Kaliabwässersrage. Gegen« heiten werden bester hinter den Kulissen ausgetragen . I rogxtlfl .chweden nach Blältermeldungen zwischen der
Der sächsischen Regierung, bte auch tn anbei« I ReichSreaierung unb den Regierungen bet Bundes- D?ge"' ^-'N ^r Jchlltensrage, gern als unbe- Verhandlungen über bte Schaffung einer
rufener Chorführer auftritt, tft btefe Mahnung recht I Reichsinstanz, deren Aufgabe es fein soll, die Frage gesund. Im vorliegenden Fall scheint sie freilich zu I ögt Agljabwäffer für alle Flußläuse zu regeln, welche [cnetc Kraft zu gehören, die stets daS Bose will und i ^^biete mehrerer Bundesstaaten durchlaufen, das Gute schafft. Denn der zähe Hinweis aus bte I * Dresden, 21, Juni 1913. Der sozialdemokratische Erbanfallsteuer hat daS seinige dazu beigetragen, um I ReichStagSabgeordnete Raben, ber Kassierer der tn entscheidenden Kreisen deS Reichstags dte Er- I ctia(tio„ ist gestorben. Er vertrat seit 1898 Pen kenntnis durchbrechen zu lasten, daß man sich auf der DreSden-Neustadt im Reichstag.
Zuwachssteuer einigen müffe, um daS größere Nebel _
bet .Witwen- und Warsensteuer" zu verhindern. I
Sonderbarer Weise rohb nun auch in agrarischen I HUSlOltö.
Zeitungen und landwirtschaftlichen Vereinigungen I ...
vielfach die Behauptung aufgestellt, die Gefahr bet * Erhöhung der osterretthisch-ungatischen Wehr- Erbanfallsteuer sei gar nicht so groß. Zum .Beweise- macht, Im osterreichtschen Krtegsmtntstertum finden führt man u. a. an, daß die Linksmehthett des fett längerer Zett Verhandlungen statt, bte auf bte Reichstag», wenn sie auch die Erbanfallsteuer mit Erhöhung der österreichischen Wehrmacht abzrelem Es etwa 80 Millionen bewilligen wollte, doch wegen der ist geplant, das Rekrutenkontmgent um 15 000 Mann weiteren 100 Millionen nicht einig werden könne, also zu erhöhen. Außeichem sollen die osterreichl)che uni ein Steuergroßblock nicht zu fürchten sei. Eine die ungarische Landwehr je 5000 Mann neuer Manw trügerische Rechnung! Wenn jetzt kein Kompromiß I schäften erhalten. Gleichzeitig plant mau auch bte unter den bürgerlichen Parteien zustande kommt, so I Durchführung ente3 neuen Marinegrogr amms. An wich die Deckungsfrage verschoben und von der I Stelle ber alten Monarchenklasse (Schiffe von 6o00 Wehrvorlage abgesondert. Späterhin wird das Steuer- I Tonnen) sollen Dreadnoughts bc.t je 26 000 Tonnen bukett in einzelne Teile zerlegt. Wenn dann die I Inhalt treten. ™ ,
Linksmehrheit aus der Erbanfallsteuer 80 Millionen ** Die Wiener Universität geschloffen. Wegen der präsentiert, was hindert dann den Bundesrat, zuzu- Ueberfälle der ,chetrtsch-naftonalen^Studenten auf bte «reife«? Der Bundesrat war ja schon 1909 für diese I jüdischen Studenten hatte das Rektorat der Unwerzi- Steuer. Die alte Vorliebe bet sächsischen und geistes- töt in Wien Ausnahmeverfugungen erlaffen wonach verwandten Regierungen und das Verlockende der I der Eintritt in die Universität nur durch bte kleine Summe würden dann zusammen dahin wirken, daß I Tür und gegen Vorweisung der Legitimationskarten der Reichskanzler das Angebot der LinkSmehrheit I gestattet wird. Um hiergegen zu protestieren, besetz- annähme. Die weiteren 100 Millionen würde er ten am Samstag bte deutsch-nationalen Studenten dann von einer anderen Mehrheit nachschießen die Eingänge zur Universität und hinderten die [ahen I übrigen Studenten, tn bte Vorlesungen zu gehen.
Der Hansabund, der jetzt auch gegen die Zu- I Rektorat verfügte nunmehr die Aushebung der wachssteuet agitiert und soeben eine großmächtige Er- I Vorlesungen und sperrte bte Universität bis auf wer- kläruna in den ihm gefügigen Blättern losläßt, ist I teres. .
bekanntlich ein begeisterter und zäher Anhänger der I ** Die holländische Küstenvertetdigungsvorlage Witwen- und Waisensteuer. Er handelt folgerichtig I wurde am Samstag von der Ersten Kammer nut 21 unb zielbewußt; denn gerade die Zuwachssteuer I Stimmen der Rechten gegen 9 Stimmen der Linken würde die Auferstehung der Erbanfallsteuer vereiteln. I angenommen. ,
Wenn aber Vorkämpfer der Landwirtschaft, wie ** Suffragetten-Taten. Der önlrche Flügel des der rheinische Bauernverein in bietet Frage mit dem I Laboratoriums der Universität tn St. Andrews Hansabund an einem Strange ziehen, so befinden fie (Schottland) ist durch etne ^u°rsbrunst zerstort war- sich in sehr bedenklicher Gesellschaft. Sre helfen un- I den. Nach sicheren Anzeichen ist der Braud dos Werk willkürlich der Erbanfallsteuer die Wege bereiten, von Anhängerinnen des Frauen - Stimmrechts. Am Nun maa ja die Zuwachssteuer recht viele Mängel | Samstag früh wurde em Anschlag auf bte St. Jo h an - und Schattenseiten haben; doch über allen Zweifel I niskirche in South end on Sea entdeckt. Em steht eSfest und klar, daß fie ein viel kleineres I großer Haufen Streichhölzer, über dem 30 Patronen Hebel ist, als die Witwen, unb Waisensteuer. I ausgebreitet waren, wurde im Orgelraume aufgefun»
Wir stehen jetzt tatsächlich in einer engeren Wahl: I den. Ein Streichholz war angejunbet, aber anschet- enttoeber roirb bie Zuwachssteuer von einem I nend durch einen Windzug wieder ausgelo)cht worden. Bürgerblock gemacht, ober wir bekommen die Erb- I Am Tatorte wurden Druckschnften für das Frauen- anfallsteuervoneinemRotblock. Wer unbefangen I Stimmrecht aufgefunden.
und ruhig prüft, wird nicht im Zweifel fein, was | ♦* Der Prozeß gegen bte SWorber des türkischen
ben Vorzug verdient. I Großwesirs Mahmud ^^et ist sormtag früH
8 ° | i Uhr zu Ende gegangen. Die Verurteilten werden
r I heute gehängt.
Deutscher Reich. ** Die Lage auf dem Balkan
_ t . ... I bat sich bedenklich verschärft. Im selben Maße,
«-suche deS Katserpaares. I b« Heere der ehemaligen „Verbündeten*
** Hannover, 22. Juni 1913. Am Samstag fuhr I ^xen Aufmarsch vollenden, folgen sich die gegen« der Kaiser aus Hannover zur Besichtigung seines I ftiftg ablehnenden Noten der Diplomaten. Der Ab- Königs-Ulanen-Regiments nach der Vahrenwalder I ,sistungSvorschlag Bulgariens ist, wie vorauszw Heide. Dort begannen sofort die militärischen Uebungen. I fth^ war, von Serbien abgelehnt worden. Di, Leider herrschte heftiges Regenwet-er. Die Kaiserin I Konferenz der vier Verbündeten in Petersburg ist traf, von Berlin kommend, in Hannover ein. Trotz I verschoben worden. Gleichzeitig wird aus Sofia des Regenwetters fuhr bas Kaiserpaar im Automobil I behauptet, die Beziehungen Bulgariens zu Serbien nach Hamburg. I seien bereits abgebrochen, während die Beziehungen
♦* Hamburg, 22. Juni 1913. Samstag nachmittag I Bulgariens zu Griechenland kaum noch etwas an- kurz nach 4 Uhr trafen der Kaiser und die Kaiserin I betc§ sind, als Kriegszustand. — In Serbien hat im Automobil hier ein. Die Majestäten wurden I Kabinett Paschitsch abermals seine De- überall lebhaft begrüßt. Sie nahmen an Bord ber I Mission eingereicht.
.Hohenzollern" Wohnung. Die Majestäten, welche I —---------
in Celle bas Schloß und in Lüneburg den Dom I .
besichtigt hatten, sind auf der ganzen Fahrt durch I LOlUlrS.
die Lüneburger Heide überall mit großer Begeisterung I ^ulda 23. Juni 1913
stattttm°sich"?tt^Beg^üßungskundgebungen°^ den I -d. Die Rationalspende bet Diözesi Fulda Mgunstm beiden genannten Städten. Der Kaiserin wurde eine I der katholischen Riisstonen m ben deutschen Schutz- ungewöhnlich große Zahl von Blumensttäußen über- gebieten ergab folgendes Resultat:
reicht. — Sonntag nachmittag wohnte das Kaiser- a) durch das Blschöfl Generalvikariat 6690,86 M
paar dem Rennen in Horn bei. Die Kaiserin reifte I b) durch Geheimrat v. Sachs (Kassel) 2297,26 „
abends nach Wildparkstation. Der Kaiser geleitete e) direkt nach Limburg gesandt. . . 261,— ,
die Kaiserin zum Zuge. d) nachträglich gespendet . ... • w-- .
- I Mithin nn ganzen 9259,12 M.
• Berlin, 22. Juni 1913. Der Kaiser hat dem I Lk. Feldprimiienmge«. DieLandwirtschastskammer Verein .Naturschutzpark* aus dem DiSpositionS- I zu Kaffei verteilte die für gelöpranuterung jur Versands 50000 Mk. für die beiden in Deutschland ge< I sügung stehenden Mittel von 1000 Mark m bei planten tftaturschuhparke bewilligt. - Auf Anregung Weise, daß für bte ^pramueiung m Sann unb bet preußischen Regierung schweben Beratungen nut I Frankenberg je 350 Mark und für ben Kreis den beiden mecklenburgischen Regierungen über den Hers selb 300 Mark ausgefetztwerden.Mrdie Ausbau der oberen Havel und andere damit zu- Feldpramnerung sollen durch die Ackerdaukommifflon iommenbänaenbe ftraaen I feste Grundsätze aufgestellt werden, damit von 1914
(*) Die Heeresverwaltung hat nach Berliner Blät- ab die Prämiierung auf breiterer Grundlage durch- tem in der Zuvei sicht, daß bis zum 1. Juli die geführt werden kann.
Wehr vor läge verabschiedet ist, bereits Vor- = Patent-Erteilung. Am 20. d. Mts. fand 'n bereitunaen für die vermehrte Aushebung Berlin ein Verhandlungstermin am Patentamt statt von Jungmannschäften getroffen. Da bekanntlich | zwischen ben Großgesellschaften ber drahtlosen Tele- nach der Wehrvoflage zum 1. Oktober bs. IS. eine graphie unb dem Ingenieur Ferd. Schnetder-Fulda. bedeutende Mehreinstellung von Rekruten notwendig Letzterer hat ein Patent angemeldet auf eme wird und das AuShebungsgefchäst für diesen Termin Empfangsvorrichtung ür bte vrahtlo,e ^legraphie,
bis zum 1. August spätestens beendet sein muß, so welche es ermöglicht, vaß nicht allem das Telegramm
sind beiben biesjährigen Frühjahrsmusterungen abgehört werden kat.n, iondern auch durch einen bereits über den bisherigen Bedarf hinaus Militär- I Morseschreiber schriftlich fixiert wird. Um bieu ter- pflichtige als tauglich auSgehoben worden. Diese findung gegen bte Großges-llschaften genugenb> ju pflichtigen sind vorläufig provisorisch für den Herbst I schützen, hat der Elfii.der einen sehr umfangreichen ausgehoben; sobald die Wehrvorlage Gesetz ist, werden Patentanspruch eingereicht, der vom Patentamt an- fie bestimmten Bescheid erhalten. Die Heeresverwal- uandsloS bewilligt wurde. Dte Teieiunken-Geiell- tung glaubt nach diesen Vorbereitungen alle notwen- schasl, sowie die Hrchfrequenz-Aktlen-Geselftchait m
digen Neusormationen zum 1. Oktober auffteken zu Berlin haben in allen Instanzen Etnlpruche gegen
zSnnen. die Erteilung des Patents erhoben. In de u Instanzen-
)( ÄuSkuustSstelle für das Schulwesen. Die prmßische weg obsiegte Schneider, sodaß der Erfinder nunlnehr Unterrichtsverwaltung Heck mit dem 1. April d. I. | gegen idgendwolche Lra^mungen tn vollem Umfange