Einzelbild herunterladen
 

2. Blatt

Zuldaer Leitung

ereilt

->kuü oct Sulbaer Acticndntücrci in 8x16a.

Aiittwoch 4. Ium 1915.

\ber

v>

kirche.

a.

1.70

alle Veröffentl. d. Ver. f. h. G.] 1912.

Besseres finden als diese Zubereitung, welche

i

en

[2994

Haupt- fischofs- Lnlräge

Ng Cut« lbeud. iligung ind.

ml»

la).

iui er..

>4— L5— .9,50

7— 1,75 7— 9,75 7,50 2ri>

»/» i i»

frische mmer- Pfg..

federt (3157 raße.

Amt Geisa und Umgebung.

* Geisa, 3. Juni 1913. Die Lehrer des Groß« Herzogtums sind angewiesen worden, besonders auch im Fortbildungsschulunterricht auf die Bestrebungen der Tierschutzvereinigungen hinzuweisen und solche Stoffe in die Lehrpläne aufzunehmen, die ge­eignet sind, den Sinn für den Tierschutz zu erwecken, namentlich bei solche» Schülern, die infolge ihres Berufes mit den Tieren in Berührung kommen, z. B. Fleischerlehrlinge, Lehrlinge in landwirtschaftlichen Betrieben usw.

* Tiefenort, 2. Juni 1913. Der Gemeinderat beschloß die Hauptverkehrsstraße einschl. Marktplatz zu pflastern und das hierfür auszunehmende Darlehn möglichst nur mit 1 Proz. zu amortisieren. Ferner wurde beschloffen, zur Bestreitung der Kosten des Schulneubaues bei der Landeskreditanstalt ein Darlehn von 70 000 Mk. gegen 41/« Proz. Verzinsung, 1. Proz. Tilgung und Tragung des Kursverlustes aufzunehmen.

begonnen. Das Gras ist, begünstigt von den Nieder­schlägen der letzten Wochen, reichlich, dicht und hoch gewachsen, und die Heuernte verspricht, falls die Witterung gutes Trocknen und Einbringen ermöglicht, eine sehr gute zu werden. Weniger günstig sind die Aussichten auf eine gute Apselernte. Leider sind in den meisten Oberweserorten die Blüten durch Schädlinge (Apfelwickler und Apfelblütenstecher) zerstört.

* Gießen, 3. Juni 1913. Die Strafkammer ver­kündete heute das Urteil in dem Strafverfahren wegen Betrugs und Betrugsversuch gegen den Direktor der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft für die Pro- vinz Oberheffen in Friedberg Amandus Männel. Männel wurde von der Anklage der Schädigung des Reichspostfiskus durch ungenügende Frankatur von Briessendungen und wegen eines Betrugsversuchs, ebenfalls begangen an dem Reichspostfiskus freige­sprochen. Das Verfahren wegen Schädigung des Kornhauses Hanau und der Saar- und Mosel-Berg­werksgesellschaft in Karlingen, sowie der Firma Cornelius Hey! in Worms wurde abgetrennt, um weitere Erhebungen anzustellen.

* Heiligenstadt, 2. Juni 1913. Staatlicherseits ist der Ankauf des Schloßgutes Gleichenstein ge­plant. Die großen, zumeist wenig ertragreichen Ländereien sollen aufgeforstet werden. — In P oh ld e wurden heute durch Großfeuer sechsWohnhänser und zahlreicheNebengebäude eingeäschert.

□ Bad Ems, 3. Juli 1913. Die Vorbereitungen für die Ems-Nassauer Stein-Festspiele sind nun soweit gediehen, daß sich ein Bild von den geplanten Veran­staltungen entwerfen läßt. Am Sonntag, den 6. Juli wird die erste Aufführung des Weihefestspieles «Am Nornenstein*, das Hein, Gorrenz verfaßt hat, stattstnden. Direktor Dr. Rauch, der bekannte Leiter der S®eill'urfltr Tausendjahrfeier, hat sich bereit erklärt, seine künstlerischen Erfahrungen und feine wertvolle Kraft in den Dienst des Spieles zu stellen, das die ersten Kräfte seines Wies­badener Residenz-TheaterS, ergänzt durch bekannte Mit­glieder des königlichen Hoftheaters, beschäftigen wird und ungefähr 120 einheimischen Darstellern zur Mit­wirkung Gelegenheit gibt. Für die einzelnen Veranstal­tungen sind hervorragende Männer als Festredner ge­wonnen. Da auch die Spitzen der staatlichen und mili­tärischen Behörden, ferner die Rettoren der benachbarten Hochschulen usw. ihre Unterstützung dem großen Plane leihen, dürste die Veranstaltung nicht nur eine würdige Gedächtnisfeier zu Ehren des großen Freiherrn vom tntb zum Stein darstellen, sondern sich zu einem eindrucks­vollen nationalen Weihefeste gestalten.

Aus dem Nachbargebiete.

* Brückenau, 3. Juni 1913. Die letzten Tage örachten dem Bezirke Brückenau heftige Gewitter und stellenweise starke Hagelschläge. In Bad Brückenau schlug der Blitz in die Marienlinde und beschädigte diese stark. — Die Kurliste des Mineral- bades Brückenau weist bls 28. Mai 593 Kurgäste auf.

* Gackenhof, Kr. Gersfeld, 2. Juni 1913. Dieser Tage fiel das 2^4jährige Söhnchen des Landwirts Damian Gunkel zu Neuwart in den Brun­nen und ertrank.

* Hersfeld, 3. Juni 1913. Gestern nachmittag ertrank der acht Jahre alte Enkel des Sattlers Mantz in der Fulda. In einem unbewachten Augen­blick ist er auf einen der ins Wasser hineingebauten Waschstege gelaufen und in den Fluß gestürzt. Die in der "Nähe beschäftigten Frauen waren außer Stande, dem armen Jungen zu Hilfe zu kommen, da sie Fulda an dieser Stelle mehrere Meter tief ist. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden.

* Hanau, 3. Juni 1913. Der Direktor der Gioth- schen Seifenfabrik Schroer wurde gestern nachmittag von der Transmission erfaßt, wodurch er einen Rippenbruch und einen Wadenbeinbruch mit Blut­erguß erlitt. Der Verletzte wurde ins Landkranken­baus verbracht. — Dort sand auch ein auswärtiger Mann Ausnahme, der einen Hitzschlag erlitten hatte.

* Von der Weser, 2. Juni 1913. Auf einigen Weserwiesen hat man bereits mit der Heuernte

)te»8 e

19,40 13,80

10— 36,25 53,10

>5,60 9,90 5,20

♦) Aufgenommen sind sämtliche durch Kauf, ausser­dem viele durch Tausch erworbene Bücher. Zum An­kauf standen rund 2200 Mk. zur Verfügung. Die Titel sind möglichst gekürzt Einheitlichkeit in der Fassung ist nicht, beabsichtigt.

/.16t al S(M) e".

gestimmt fand.

ost" lmg.

3: cstands-

ihnen alle Vorteile des Lebertrans bringt und sich in der warmen Jahreszeit ebenso kgut nehmen läßt wie in der kalten. Also auch im Sommer befördert sie die Entwicklung kräftiger Muskeln und vor allem den Auf- bau fester Knochen. Wer ScottS Emulsion — doch nur die echte — gebraucht, der wird auch im Sommer nur die allerbesten Erfahrungen mit ihr machen.

Beftanbteite: feinster Medizinal.Lebartrar 160,0, prima fflltiietin 50,0, unterwhcLvhoriaiaurer «all 4A unterphorphor,«. saures Natron 2,0, pulv. Trabant 3,0, lewster arab. (Summt puls. 2,0, destill. Waßer 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aroinatttche Smulston mit Zimt-, Mandel- und Gaultheriaöl je 2 Stopfen, L , — , ■' ■— > ■

Verzeichnis von Neuanschaffungen der Landesbibliothek zu Fulda

aus dem Jahre 1912/13. *)

I. Allgem. Wissenschaftskunde — Buchwesen.

Bibliographie der deutschen Zeitschriften-Litera- tur. Hrsg, von F. Dietrich. L. 4°. — Bd. 29 u. 30. 1912.

Blätter für Volksbibliotheken und LesehaUen. Hrsg, von A. Graesei. L. 8°. — Jg. 13, 1912.

Centralblatt für Bibliothekswesen hrsg. von Schwenke. L. 8°. — Bd. 29, 1912 u. Beih. 40 u. 41. 1912.

Centralblatt, Literarisches, für Deutschland [nebst: Schöne Literatur]. Hrsg, von E. Zarncke. L. 4°. — Jg. 63, 1912.

Hinrichs Halbjahrskatalog der im deutschen Buchhandel erschienenen Bücher. L. 8* — Fortsetz. 227—28. 1912.

Hochland. Monatsschrift für alle Gebiete des Wissens, der Literatur u. Kunst Hrsg, von K. Muth. Münch, u. Kempten. 8°. — Jg. 9, II u. 10, I. 1912—13,

Aus Oberheffen u. -en heff. Aemtern.

△ Marburg, 3. Juni 1913. Die Zahl der im- matrikulierlen Studierenden > beträgt 2404, darunter 163 Frauen. Dazu kommen noch 22 Hörer und 5 Hörerinnen, sodaß die Gesamtzahl der Besucher 2433 beträgt. Es studieren 243 Theologie, 379 Jurisprudenz, 546 (darunter 24 Frauen) Medizin und 1238 (darunter 139 Frauen) Philosophie. Der Heimat nach stammen 1862 Studierende aus Preußen (oarunter 656 aus Heffen-Naffau), 493 auS den übrigen deutschen Staaten, 66 aus den anderen euro- päischen Ländern und 12 aus überseeischen Ländern.

* Marburg, 3. Juni 1913. Die 74jährige Gattin des Oekonomierats W. stürzte heute nacht aus dem Fen st er ihrer im zweiten Stock des Hauses Frankfurterstraße Str. 4 belegenen Wohnung und er­litt dabei derart schwere innere Verletzungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Vermutlich ist der Sturz eine Folge Plötzlich eingetretener geisttger Umnach­tung. — Der Studentenausschuß hat eine Eingabe an die städtischen Behörden beschlossen, worin ersucht werden soll, die für ein Altertumsmuseum be- reitgestcllten 35 000 Mark für ein V 0 l k s b a d zu verwenden.

* Allendorf, 3. Juni 1913. Der 10jährige Sohn des Bahnwärters H. schlug beim Spielen dem 6jähr. Sohn des Handelsmannes A. H. mit einem Beil einen Finger der rechten Hand ab und verletzte zwei andere Finger derart, daß sie jedenfalls amputiert werden müssen. Der Kleine mußte in die Klinik nach Marburg gebracht werden. Der Verletzte hat im Alter von 2 Jahren durch eine Halskrankheit die Sprache verloren.

* Viermünden, 2. Juni 1913. Auf dem sog. Schlagfeld stürzte der Landwitt Groll aus Friedrichs- Hausen, als er einen Brautwagen nach Friedrichshau- fen gekettete, vom Pferd und erlitt einen Oberkiefer­bruch. Der Verunglückte kam in die Klinik nach Marburg.

* Fritzlar, 2. Juni 1913. In unserer alten Edder- stadt tagte gestern die 28. Mitgliederversammlung des Niederhessischen Touristenvereins. Aus dem geschäftlichen Verhandlungen sei angeführt, daß die Milgliederzahl des Vereins im abgelaufenen Jahre um 121 aus 3261 gestiegen ist. Die Unterhaltung der Ruine Falkenstein, die nach dem Kostenanschlag 600 Mark betragen sollte, erforderte in Wirklichkeit 1450 Mark. 1000 Mark der Kosten wurden bereits aufgebracht. Der Verein gab ein Sommersrischen- verzeichnis und den „Führer durch Hessen* heraus. Auch die einheitlichen Bezeichnungsvorschriften für alle nachgeschaffenen Wege sind in einem Verzeichnis zusammengestellt worden. Das Bundesfest soll im nächsten Jahre bei Arolsen abgehalten werden. Die Zahl der Schülerherbergen beträgt jetzt 299 gegen 186 im Vorjahre. Die Jahresrechnung verzeichnet eine Einnahme von 3789,36 Mark und eine Ausgabe von 3649,13 Mark. Der Voranschlag wurde in Ein­nahme und Ausgabe mit 3266,33 Mark festgestellt. Zur Erlangung eines Grundstockes für weitere not­wendige Ausgaben beschloß die Versammlung, eine Lotterie zu veranstalten. Als Ort der nächsten Mit­gliederversammlung wurde Oberkaufungen gewählt.

Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken. Hrsg, vom Verein deutscher Bibliothekare. Jg. 1—9. 1902—11. 8°.

Jahresbericht der Gutenberg-Gesellschaft zu Mainz. Mainz. 8°. — 11 für 1911, 1912.

Kayser, Chr. G.: Vollständiges Bücher-Lexikon ... L. 4°. — Bd. 35—36. Register. 1912.

Ladewig, P.: Politik der Bücherei. L. 1912. 8°.

Leidinger, G.: Verzeichnis d. wicht. Miniaturen- Handschr. der Hof- u. Staatsbibi. München. Münch. 1912. 8°.

Ratgeber, Literarischer, hrsg. durch Ferd. Avena- rius vom Dürerbund. Münch. 1912. 8°.

Zeitschrift des Oesterr. Vereines für Bibliotheks­wesen. Wien. 8°. Jg. 3. 1913.

II. Geschichte, Vorgeschichte, Biographien.

Abert, A.: Franken. Eine kulturgeschichtliche Skizze. Münnerstadt 1893. 8°.

Archiv für Anthropologie. Zeitschrift für Natur­geschichte u. Urgeschichte des Menschen ... Brannschw. 4°. — Bd. 39. 1912.

Kaiserin Augusta. Aus dem Literat. Nachlas: der Kaiserin Augusta. B. 8°. Bd. 1. 1912.

Bericht (der Röm. German. Kommission) über die Fortschritte der Römisch-Germanischen Forschung. Frkt a. M. 8°. — Bd. 5 für das Jahr 1909. 1911.

Bibliothek deutscher Geschichte . . . hrsg. von H. v. Zwiedineck-Südenhorst. Stuttg. 8°. — Bd. 6, II. 1912.

Biedermann, K.: Deutschland im 18. Jhd. L. 8°. — Bd.l u. 2, I. 1854—58.

Biographie, Allgemeine Deutsche. L. 8°. — General-Register 1912.

Brandenburg, E.t Die deutsche Revolution 1848 L. 1912. 8°.

Chronik, Hessische. Monatsschrift für Familien- u. Ortsgesch. in Hessen u. Hessen-Nassau. Darmstadt 8°. — Jg. 1. 1912.

Dragendorff, H.: Westdeutschland zur Römerzeit L. 1912. 8°.

Dürckheim, Graf E.: Erinnerungen alter u. neuer Zeit. 4. Aufl. Stuttg. 1910. 8°.

Erläuterungen u. Ergänzungen zu Janssens Geschichte des deutsch. Volkes. Hrsg, von L. Rastor. Freib. 8». — Bd. 8 u. 9. 1912—13.

Friedländer, L.: Darstellungen aus der Sitten­geschichte Roms. 8. Aufl. L. 8°. Bd. 1—4. 1910. j

Geschichte der europäischen Staaten. Hrsg, vop Lamprecht. Gotha. 8°. — Jorga: Osman. Reich 5. -* Blök: Niederlande 5. — Brückner: Russland 2. 1912.

Geschichtsblätter, Deutsche, hrsg. v. Tille. Gotha. 8°. — Bd. 13, 1912.

Geschichtsblätter für den Kreis Lauterbach Lauterbach. 8 °. Jg. 1. 1911/12. <

Geschichte-Kalender, Schulthess’Europäischer, N. F. Münch. 8°. — Jg. 27, 1911. 1912.

Gur litt, L.: Der Deutsche und sein Vaterland B. 1912. k

Handbuch der mittelalterlichen u. neueren Ge­schichte. Hrsg, von G. v. Below u. Fr. Meinecke. Münch; u. B. 8°. — Wahl: Europ. Staatensystem von 1789 bis 1815. 1912. {

Heimat, Unsere. Mitteilungen des Heimatbundei im Kreise Schlüchtern. Schlücht. 4°. — Jg. 4, Nr 18—20 u. Jg. 5, 1-3. 1912—13. j

Heimatland, Mein. Monatl. Beil. z. Hersf. Ztg f. Gesch.-, Volks- u. Heimatskunde. Hersf. 4°. — Bd.2 Nr. 14—24. 1912—13.

Her re, P.: Deutsche Kultur des Mittelalters. L 1912. 8°. -i

Hertel, L.: Neue Landeskunde des Herzogtum» Sachsen-Meiningen H. 12. [Geschichte]: Die Nebenlinien Henneberg. Gesch. Hildburgh. 1905. 8°.

Hoernes, M.: Kultur der Urzeit L. 8°. 1—3. 1912

Jahre, Elfhundert, Schützer Geschichte. Festschi: hrsg. von Schmidt. 2. Aufl. Schütz 1912. 8°.

Jahresberichte der Geschichtswissenschaft i. A der histor. Gesellsch. Berlin hrsg. B. 8°. — Jg. 3? (1910). 1912. 1 '

Kos er, R.: Festrede [über Friedrich d. Grossen.] B. (1912.) 8°.

Lehmann-Haupt: Die historische Semirami^ Tüb. 1910. 8°.

Lindenschmit, L.: Die Altertümer unserer hei du Vorzeit. Mainz. 4°. — 4, XII. 1912. j

Luise von Preussen, Fürstin Anton Radziwill 45 Jahre aus meinem Leben . . . Brannschw. 1912. 8*J

Matschoss: Friedrich d. Grosse als Beförderer deu; Gewerbefleisses. B. 1912. 4°. Ä

Mitteilungen an die Mitglieder des Vereins für, hessische Geschichte. Kassel. 8 °. Jg. 1911—12. J912,

Monumenta Germaniae Historica . . . Ed. So-' cietas aper, fontibus German, medii aevi. B. 4’. EpistoLl, Aev. Carol. 4, H, 1. u. 7, I. 1912. •

Nuntiaturberichte aus Deutschland nebst er­gänzenden Aktenstücken. B. 8 °. — Abt. 1, VH. 1912.

Pesch, J.: Geschichte der Germanen bis zum Tode Caesars. Paderb. 1911. 8®. !

Preuss,G. F.: Friedrich d. Grosse. Bresl. 1912. 8°.

Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Hrsg, von J. Hoops. Strassb. 8°. — Bd. 1, HI—IV, 1912—13. '

Rohrbach, P.: Der deutsche Gedanke in der Wdt; Düsseld. u. L. o. J. 8°.

Sapper, A.: Frau Pauline Brater. 2.Aufl. Münch, 1909 80

Schäfer, D.: Deutsche Geschichte. 2. Aufl. Jena. 8°. Bd. 1—2. 1912.

Schulze, F.: 1813—1815, Die deutschen Befrei ungskriege in zeitgemäss. Schilderung. L. (1912.) 8°. '

Trenck, Friedrich Frhr.: Merkwürdige Lebens­geschichte des Fr. Frhrn. v. d. Trenck. Stuttg. o. J. 8°.

Vogt, E.: Regesten der Erzbischöfe von Mainz. von 1289-1396. L. 4°. — Lfg. 11—13. 1912. 4

Weltgeschichte in Karakterbildem hrsg. von' Kämpers. Mainz. 4®. — Landmann: Moltke. — Rothes? Michelangelo. 1912. Ä

Zeitschrift, Historische ... Hrsg, von Meinecke. Münch, u. L. N. F. Bd. 13. 1912. .

Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte.' Kassel. 8®. Bd. 46 u. Systemat Inhaltsverzeichn. [über:

BD, sie,,

Soleies.

Fulda, 4. Juni 1913.

*** Bonifatiussest. Morgen, am Feste des hl. Bonifatius, ist um 9 Uhr im Dom Kathedralamt mit Bischöflicher Assistenz und Predigt. Der Chor singt die Missa in honorem 8. Servatii für vier­stimmigen Männerchor mit Orgelbegleitung von Bartholomaeus, das Credo aus der Missa de cruce für vierstimmigen Männerchor von Mitterer.

-y- Feuer. Gestern abend gegen 1/sll Uhr war im Hause Angel 9 eine brennende Kerze umgefallen und batte die Tischdecke und den Tisch in Brand gesetzt. Nachbarslcute erstickten den Brand noch vor Ein­treffen der Feuerwehr.

= In das Hanauer Untersuchungsgefängnis überfuhrt wurden noch gestern nachmittag die beiden am Morgen hier eingelieferten Knechte aus Großenlüder, die in der Uebersallaffäre sich als Täter selbst bezichtigt harten.

-r- Viktoria Luise. Heute morgen kurz nach lOVa Uhr kündete starkes Propellersurren schon von weitem das Nahen des Luftschiffes Viktoria Luise an. Majestätisch schwebte das schöne, schlanke Fahrzeug in nicht allzu großer Höhe mitten über unsere Stadt dahin. Wie uns gestern von der Delag gemeldet wurde, sollte die Fahrt, die bekanntlich von Frank- surt ausgeht, schon in den früheren Morgenstunden erfolgen, wird aber durch Einholung von Wetter­nachrichten verzögert worden sein. Führer des Luft­schiffes ist Kapitän Blew, an Bord befanden sich außerdem eine Anzahl Passagiere. Die Fahrt geht nach Potsdam, wo das Luftschiff stationiert werden soll, und an die Stelle der .Hansa* tritt, die die Halle in Hamburg auf 4—6 Wochen bezieht. Für die Viktoria Luise war in Magdeburg eine Zwischen­landung vorgesehen. Anstelle der Viktoria Luise wird in Frankfurt das dritte neue Delag-Luftschiff „L. Z. 17*, bis jetzt in Baden-Oos, treten, das später in seine Halle nach Leipzig geführt werden wird, wo es end- giltig auf den Namen „Sachsen* getauft werden soll.

** Regierungs-Zubiläums-Markeu. Die Reichspost. Verwaltung beabsichtigte, zum bevorstehenden Regie- rungs-Jubiläum des Kaisers eine besondere Serie von Jubiläums-Marken herauszugeben, und alle Welt, besonders natürlich das Heer der Sammler, glaubte aus diesem Anlaß statt der unschönen jetzigen Germania- Serie eine schönere und der Leistungsfähigkett der deutschen graphischen Kunst entsprechende Markenserie erwarten zu dürfen. Dieser Plan ist, wie jetzt feststeht, aus „staatsrechtlichen Gründen* aufgegeben worden. Dagegen sind sehr hübsche und künstlerisch ausgeführte Jubiläums-Karten und Couverts mit offiziellen ein­geprägten Wertstempeln erschienen, die für Sammler eine schöne Erinnerung an die kommenden Festtage bilden werden.

-0- Verpsäiidung eines gestohlenen Fahrrades. Vor einiger Zeit wurde einem hiesigen Werkmeister sein Fahrrad, das er einige Augenblicke auf der Straße hatte stehen lassen, gestohlen. Eia Bekannter des Fahrradbesitzers sah es kürzlich im Pfandhause. Der Dieb hatte es für 20 Mark verpfändet. Nach Hinter- legung von 22 Mark kam der Eigentümer wieder zu seinem Fahrrad.

Hals-, n i$e IS. et sich

3

vermischter.

* Der Koblenzer Automatenbetrugsprozetz schwebt nun fast einen ganzen Monat und das Ende ist noch gar nicht abzusehen. Er wird von der Sttaflammer in Koblenz geführt. Die Anklage richtet sich, wie schon früher gemeldet, gegen die Inhaber und eine große Zahl Reisender der Automatenvertriebsfirmen Kosmos" und Davidsohn und Co. in Nürnberg- Fürth. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einer großen Zahl von Witten ntetft auf dem Lande als unerfahre­nen Bestellern Automaten aufgeredet zu haben. Bisher sind ungefähr 200 Zeugen vernom­men worden, die die Staatsanwaltschaft aus allen Gegenden Deutschlands vorgeladen hat. Die Zeugen bekunden fast übereinstimmend, daß die Reisenden der beiden Automatenfirmen ihnen über den Inhalt des von ihnen unterschriebenen Bestellscheines unwahre Angaben gemacht und sie im Unklaren darüber ge- laffen haben, daß sie verpflichtet seien, auf Grund chrer Unterschttst bis zu 16 000 Pack Schokolade ab­zunehmen. Die Anflagebehörde, die wegen des Um­fanges der Sache durch zwei Staatsanwälte ver­treten wird, versucht, aus der Uebereinsttmmung aller dieser Zeugenaussagen den Beweis zu erbttngen, daß die Firmeninhaber das betrügerische Vorgehen ihrer Reisenden gekannt und gebilligt haben. Die Ver­teidiger der Firmeninhaber haben eine Anzahl von Handelssachverständigen zum Beweise dafür geladen, daß ein Versandgeschäst, das mit einer so großen Zahl von Reffenden arbetttt, immer mtt einem gro­ßen Prozentsatz von Reklamationen rechnen muß. Dir Angeklagten sind soweit sie in Unter­suchungshaft saßen, auf Anttag der Vetteidigung aus der Untersuchungshaft entlaffen worden. Dem Aus­gang der Verhandlung sieht man in den btteiligten Kreisen der Automatenfabriken mtt Spannung ent­gegen. Der als Sachverständiger vernommene Pro­kurist der Firma Stollwerck aus Köln bekundete, daß der Verdienst der beiden Fürther Firmen als über­mäßig nicht angesehen werden könne, und daß jedes Geschäft, das Schokoladenautomaten vertreibe, mit viel Reklamationen rechnen müsse.

* In einem Kessel erstickt. In einem Betttebe der Badischen Anilin- und Srchafabrik in Lud­wigshafen ersttckten bei der Reinigung eines Kessels die beiden verheirateten Arbetter Ott- Weil (44 Jahre alt) und Schwarz (28 Jahre alt). Die Arbetter, die den Boden eines geschlossenen großen eisernen Kastens, der am oberen Deckel ein Mannloch hat, mittels eines Schlauches aussptteßen sollten, sind entgegen der Vorschttst und dem ausdrücklichen Ver­bot durch das Mannloch in den Kasten hineingestie- gen. Da der Kasten als Reservoir für verdünn­ten Spiritus gedient hatte, so wurden die Leute offenbar durch die Spiritusdämpfe enthaltende Lust betäubt.

* In zwei Stunden 59 Minuten von Hannover nach Berlin. .Im neuen Sommerfahrplan ist der Schnellzug D 15 von Köln nach Berlin so gelegt und beschleunigt, daß er von Hannover 3 Uhr 1 Min. nachmittags abfähtt und schon um 6 Uhr in Berlin (Zoologischer Gatten), also nach zwei Stunden und 59 Minuten, cintrifst. Dabei entwickelt er strecken­weise eine Geschwindigkeit von 95 bis 110 Kilometer in der Stunde. Noch vor gar nicht zu langer Zett betrug die Reisedauer der schnellsten Züge zwischen Hannover und Berlin vier Stunden; nun ist sie so­gar kürzer geworden, als die Fahrzeit zwischen Ham­burg und Berlin, da diese Strecke vom schnellsten Zuge in drei Stunden 14 Minuten befahren wird.

* Räuberischer Ueberfall. Unweit Trzebinia an der schlesisch-galizischen Grenze wurde der Schicht­meister Sliwinsky von drei Banditen im Walde über­fallen und einer Summe von sechstausend Kronen beraubt. Die Räuber, anscheinend russische Ueber- läufer, entkamen. Sie verloren auf der Flucht 1600 Kronen, die später gesunden wurden.

* Eisenbahnzusammenstoh. Ein bei Gent mit einer rangierenden Maschine zusammengestoßener Personen­zug war völlig mit Gewerbetreibenden und Arbeitern besetzt. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurden eine ganze Reihe Wagen dritter Klaffe zertrümmert. Die Verletzungen von über 30 Passagieren bestehen außer Arm- und Beinbrüchen in Quetschungen an Beinen und Armen und an der Brust. Auch die beiden Lokomotivführer des Zuges und der Rangier­maschine zählen zu den Verletzten.

* Feuer auf einem Dampfer. Im Lagerraum des italienischen Dampfers „Coucession" im Triester Hafen brach am Montag ein Brand aus. Zahlreiche Baumwollballen wurden vernichtet. Der Schaden beträgt 200 000 Mark.

* Ein Gewittersturm hat in Elizondo und Um­gebung (Spanien) beträchtlichen Schaden verursacht. Mehrere Häuser sind zerstört worden. Die Zahl der verunglückten Personen soll erheblich sein; vier Tote sind bereits sestgestellt worden.

* Die New-Dorker Polizeiskandale. Die Unter- suchungskommission, die mit der Untersuchung der be­kannten Spielaffäre Rosenthal in New-Dork beauf­tragt ist, hat nunmehr Bericht erstattet. Aus diesem Bericht geht hervor, daß die ganze Mißwirtschaft in der New-Iorker Polizei auf die Charakterlosigkeit und Unfähigkeit des Polizeichefs Waldow zurückzu­führen ist. Die Stadtverordneten forderten deshalb die Absetzung des Polizeipräsidenten, weil er verkom­mene Polizeibeamte schütze und die Verfolgung der Verbrecher verhindere.

Gerade im Sommer

haben viele Kinder ein Stärkungsmittel nötig, gerade im Sommer erweist sich Scotts Emul­sion als eine Wohltat; denn sie können nichts t

sc Das Arbeiterheer der deutschen Industrie.

Unter dem Zeichen der 1879 eingeführten Polittk des Schutzes der nationalen Arbeit hat die deutsche Industrie einen ungeahnten Aufschwung genommen.

Ihr Wachstum ergibt sich am besten aus der Zahl der Versicherten in den gewerblichen Berufsgenossenschaften. Diese betrug in Millionen: 1886 3,8; 1890 5,4; 1895 5,9; 1900 7,5; 1905 8,8; 1910 9,8. Interessant ist auch folgende Uebersicht auf Gründ der Berufszählungen von 1882 und 1907, die das Anschwellen der Arbeiterziffcrn für die ein- K'nen Berufsgruppen ergibt. Es waren be- äftigt 1907 in Bergbau, Hütten- und Salinen­wesen 860 903 (430134) — die eingeklammerten Ziffer bedeutet hier wie im folgenden die Ziffer für 1882 — Industrie der Steine und Erden 770 563 [349196), Metallverarbeitung 937 020 (459 713), Maschinenindustrie 1120 282 (356 089), chemische Industrie und Industrie der Leuchtstoffe usw. 265 451 (114 482), Textilindustrie 1088 280 (910 089), Pa­pierindustrie 230 925 (100156), Lederindustrie 206 9-6 (121532), Holzindustrie 771059 (469 695), Nahrungs- und Genußmittelindustrie 1239 945 (743 881), Bekleidungsgewerbe 1 303 853 (1119 605), Reinigungsgewerbe 254 995 (140 186), Baugewerbe 1 563 594 (533 511), Druckerei, künstlerische Gewerbe usw. 239 030 (85 394).

In Vorstehendem haben wir es nur mit den direkt in der Industrie Beschäftigten zu tun; dazu kommen noch die zu Millionen zählenden Ange­hörigen, Frauen, Kinder usw. Daß diese große Be­völkerungsschicht gesund und leistungsfähig bleibt, um Deutschlands Industrie ihren wettern Ausstieg zu sichern, liegt in unser aller höchsten Interesse! Und da soll die Fortführung unserer Sozialpolitik, die diese Aufgabe zu erfüllen hat, beute überflüssig sein, wie man wohl behaupten Höri?!

95,25 15— 08,10 14,25 12,60 78,90

31 25 37,30 57,75 33— 37,80 13-

>1,25

12,75

10—

ng des : Mitt- unde in Lehrer- darauf er-zeier n Sonn» t wird, cträgen, re.

. Jedey -r Fah- .ch recht nt Fa-, er Ab- lächsten Uhr.

kl