Einzelbild herunterladen
 

Fuldaer Zeitung

60. General-BersMMlUg

Her Katholiken ZeutWaM zu Meh

(17.-21. fluguft J913)

Lolalkomitee zur Vorbereitung -er 60. Generalversammlung -er KaL.o.iUn örutjchlan-r

Metz, 20. Mai 1913.

Vorstand des Lokattomttees:

3.

3.

Ehrenpräsident:

Willibrord Benzler, Mschof von Metz.

Vertreter -er hochwürdigen Geistlichkeit:

1» Dr. Ermann, Domkapit lar. 2. Dr. Louis, Domkapitular. 3. Erzpriester Aman, Stadtpsarrer. 4. Ehrendomherr Errpriester Delles, Ztadtpfarrer. 5. Ehrendomherr Erzpriester Müller Stadlpfarrer.

1. Rednerkommission: 1. Vorsitzender: Dr. Pelt, Generalvikar. 2. Vorsitzender: Peter Broichmann, RegierungS- und Schulrat. 2. Presse« wmmrssion: 1. Vorsitzender: Dr. Bour, Professor am Priesterseminar. 2. Vorsitzender: Nik Houpert, Chefredakteur. 3. Vorsitzender: Emil Brueder, Redakteur. 3. Werbekommission: 1. Vorsitzender: Ehrendomherr H. D. Collin. 2. Vorsitzender: Georq Tilly, Hausgeistlrcher. 4. Finanz» und Anmeldekommission: 1. Vorsi^ender: Karl Reumont, Bankier. 2. Vorsitzender: Albert Charpantier - Mortrier, Fabrikant. 5 Wohnungs­kommission: 1. Vorsitzender: Balthasar Konrath, Rentner, Beigeordneter der Stadt Metz. 2. Vorsitzender: Ernst Bour, Holchändler. 6. Baukommission: 1. Vorsitzender: Gustav Druxes, Kaiserl. Hochbauspektor. 2. Vorsitzender: Dipl. Ing. Collin, Archiielt. 7. Ansschmiickungskommission: 1. Vor- m t.n ■ er* ®eng, Rechtsanwalt. 2. Vorsitzender: Herm. Demet, Stadtarchit.kt. 8. Ordnungskommission: 1. Vorsitzender: K. W. Wobmann, imb Forstrat. 2. Vorsitzender: Dr. Schwamm, prakt. Arzt. 9. Allarkommission: 1. Vorsitzender: Ehrendomherr Erzpriester Müller, Stadtpsarrer. 2. Vorsitzender: Ehrendomherr Jung, Direktor der „Lothringer Volkssümme". 10. Festzugskommission: 1. Vorsitzender: Astons Hamma. Bezrrksverwalter der Gothaer Lebensversicherungsbank. 2. Vorsitzender: Eduard Darschler, Oberlehrer. 11. Verkehrskommission: 1. Vorsitzender: Franz ' v°ft^tte“0r- 2. Vorsitzender: Wilhelm Custodis, Regierungsbaumeister. 12. Festkommission: 1. Vorsitzender: Dr. Kahl, Oderforstmeister.

2- Borsitzender: Anton Bisinger, Champagnerfabrikant. 13. Kunstkommission: 1. Vorsitzender: Ehrendomherr Dr. Benoit, Bischöfl. Generalsekretär. 2. Vorsitzender: Prof. Keune, Direktor des Städtischen Museums.

wochen-Run-schau.

sts Fulda, 30. Mai 1913.

Der M o « a r ch e n b e g e g n u n g, die aus Anlaß der Bermählungsfeier des Herzogs Ernst August von Braunschweig und Lüneburg mit der Prinzessin Vik­toria Luise von Preußen in Berlin stattgefunden hat, wird offiziell jeder politische Charakter abgesprochen. Feierliche Trinksprüche, wie sie sonst bei Besuchen fremder Staatsoberhäupter ausgebracht zu werden Pflegen, hat man denn auch unterlasien, und es ist nichts bekannt geworden, was einen Rückschluß auf eine spezielle Politische Bedeutung der Anwesenheit des Zaren und des Königs von England am deut­schen Kaiserhofe gestattete. Gleichwohl aber wird man dem Besuche ganz entschieden Bedeutung zumessen muffen. Sind doch die Familienbeziehungen der Herrscherhäuser stets ein starkes Element des inter­nationalen Friedens gewesen. Sie sind es auch noch in unfern _ heutigen Zeit. England und Rußland sind die mächtigsten Staaten des Dreiverbandes, der bisher eine gegen den Dreibund gerichtete Politik führte. Wenn jetzt die Häupter dieser Staaten durch ihre Anwesenheit einem Feste der Familie des deut­schen Kaisers erhöhten Glanz verliehen haben, so darf man hoffen, daß frühere Gegensätze zwischen den bei­den mächtigen Staatenverbäuden ausgeglichen sind, daß die europäische Politik eine fortschreitende Klä­rung im friedlichen Sinne erfahren hat, daß die krieg­drohende Zeit hinter uns liegt.

Am Dienstag ist der Reichstag wieder znscim- mengetreten. Die bedeutende Aufgabe, die Wehr- Vorlage, deretwegcn diese Sommertagung statifin- det, bildet jedoch fürs erste noch nicht den Gegenstand seiner Beratungen. Nach einem Beschluffe des Senio­renkonvents wird ihre zweite Lesung erst in der zwei­ten Juniwochr beginnen. In dieser Woche gelangten lediglich kleinere Vorlagen, Interpellationen und Pe- titionen zr:r Verhandlung. Die Budgetkommis- «siou hat inzwischen die erste Lefmrg der Wehrvor-

5. Blatt.

vr«<r 6tr Sxlbatt Aktien- tnettei in Znlda.

1. Präsident: Pros. Kintzinger, Oberlehrer, Mitglied d. Gemeinderats. 2. Präsident: Dr. Ernst, prakt. Arzt, Mitglied d. Gemeinderals. Präsident: Alfons Federspil, Regierungsrat. 1. Schriftführer: Dr. Cuny, Oberlehrer 2. Schriftsühler: Dr. Schumann, Rechtsanwalt. Schristführer: Dr. Folz, Oberlehrer. 4. Schriftführer: Eduard Guenser, Kaufmann. 1. Schatzmeister: Viktor Prevel, Bankdirektor. 2. Schatz­meister: Rechnungsrat Tutt, Rentmeister.

Metz, die alte Feste am Moselstrande, hat in diesem Jahre zum ersten Male die hohe Ehre, die General-Versammlung der Katholiken Deutsch­lands in ihren Mauern zu bergen.

Der großartige Verlauf des Internationalen Eucharistischen Kongreffes im Jahre 1907 hat den Beweis erbracht, daß die Hauptstadt Lothringens ein zugkräftiger Versammlungsort ist, und daß die Metzer Bevölkerung große Tagungen glanzvoll einzurichten versieht. Es wurden daher in unserer Mitte die Stimmen immer zahlreicher, welche wünschten, daß die Katholiken Deutschlands einmal ihre General-Versammlung in unterer ehrwürdigen Bischofsstadt abhielten. Und als am 15. August v. I. aus Aachen die Nachricht eintraf, Metz sei als nächster Tagungsort gewählt, da bemächtigte sich eine große Freude und Begeisterung unserer katholischen Bevölkerung. Seit Monaten schon sind Hunderte fleißig und opferfreudig an der Arbeit, die Versammlung vorzubereiten und all' den lieben Glaubensgenoffen, die im nächsten August aus des Deutschen Reiches Gauen und seinen Nachbarländern in Metz zusam­menströmen werden, einen schönen und würdigen Empfang zu bereiten.

So kommt denn zu unS, teure Glauben-brüder! Im Kampfe des Lebens, in den Sorgen um das tägliche Brot, um das irdische Fortkommen, da verblüffen oft die Ideale. Die materialistische Lebensauffassung und die Vergnügungssucht der heutigen Welt lassen die Liebe zur Religion, die Be­geisterung für unsere heilige Kirche ost erkalten. Angesichts der großen stets wachsenden Aufgaben, die die Gegenwart an uns stellt, verliert der einzelne ost die richtige Einsicht, übersieht er schlimme Gegner und große Gefahren, irrt er sich in der Wahl der Verteidigungsmittel. Die Menge der Gegner, die Vielseitigkeit ihrer Angriffe raubt ihm oft den Mut. Wo aber die Glaubensgenossen zu Tausenden zulammenströmen, um die großen religiösen und sozialen Fragen der Zeit zu studieren und zu besprechen, da schöpfen wir Mut und Kraft, da entbrennt in uns die Begeisterung für unsere Religion und unsere Kirche.

Das Jahr 1913, das Jahr der konstantinischen Erinnerungsfeier, ist besonders dazu angetan, die Liebe zu unserer Kirche und ihrer Freiheit ne« zu beleben und zu kräftigen. Unser Hl. Vater Pius X. lädt mit dringenden Worten alle seine Kmder ein zur Betrachtung jener großen Zeiten, in denen der jungen, lebenskräftigen Christenheit die Religion, der Glaube an den Auferstandenen alles war, wo die schönsten Tugenden sich in makelloser Reinheit entfalteten, wo die todesmutigen Christusjünger in froher Begeisterung ihr Leben und ihre Güter Hingaben für den Glauben. Das Jahr 1913 lenkt unseren Blick auf den stets wachsenden Einfluß, den das Christentum auf die Menschheit ausübte, auf den Sieg und die Freiheit der Kirche, die durch unerschütterlichen Glaubensmut und zähe Ausdauer in einem dreihundertjährigen Kampfe erstritten werden mußten.

Dieser großen Zeit, dieser Kämpfe, dieses Sieges, dieser mühsam errungenen Freiheit wollen wir auf der diesjährigen Versammlung der Katholiken Deutschlands gedenken. An den Idealen der damaligen Christenheit wollen wir uns stärken und begeistern und diese Begeisterung mitnehmen in unser trautes Heim sowohl wie ins öffentliche Leben.

Auf denn zur 60. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Metz!

läge und nach einem gegen Konservative und Zen­trum durchgesetzten Beschluffe, vorläufig die Wehr- und Deckungsstagen zu trennen, auch die 2. Lesung erledigt. Am Donnerstag begann die Beratung über den Wehrbeitrag.

Viel böses Blut hat in den R e i ch s l a n d e n die Absicht der dortigen Regierung erzeugt, die mit Aus­nahmegesetzen im Vereins- und Pressewesen der Trei­bereien Herr zu werden suchen will, die in Elsaß- Lothringen die Ruhe und nationale Zuverläffigkeit gefährden. Es steht außer allem Zweifel, daß die elsaß-lothringische Regierung sich mit den geplanten Diktaturgesetzen auf eine schiefe Ebene begibt. Mit Ansnahmegefetzen wird nirgends Ruhe und Frieden gestiftet, am wenigsten in den Reichslanden, wo die gesamte Bevölkern«a, von einer verschwindend kleinen Zahl abgesehen, Ruhe und Frieden über alles wünscht. Gegen ein paar Quertreiber und Schreier sollen jetzt über das ganze Land Ausnahmegesetze ver­hängt werden, ein Beginnen, dessen Tragweite gar nicht zu überschauen ist. Was heute den Elsaß-Loth- ringern zustößt, das könnte morgen auch den Dänen und Polen begegnen und das könnte vielleicht auch die einmal treffen, die im übrigen Deutschland für Elsaß-Lothringer, Polen und Dänen eintreten, damit könnte man einen neuen tollen Kulturkampf entfes­seln und neue Ketten schmieden für das Zentrum und die „lUtramontanen". Es darf als völlig aus­geschlossen oeltcn, daß die reicbslöndischen Diktaturge- feüe im Reichstag eine Mehrheit finden werden: es gilt hier den Anfängen entfchieden Widerftand zu lei­sten, damit nicht zu spät nach Medizin gerufen wird, wenn das Nebel bereits zu weit um sich gefreffeu bat.

In Frankreich steht man wieder einmal unter dem bedenklichen Zeichen der Meuterei m der Armee. In Toul, Belfort, Renilly, Nanzh und an mehreren anderen Orten kam es zu Soldatenun­ruhen und Gehorsamsverweigerungen, die man in dem klassischen Lande der Revolutionen zartfühlend als Demonstrationen bezeichnet, denen man »per bei

uns eine andere Bezeichnung beizulegen gewohnt ist. Wenn auch die Art der Disziplin in der „glorreichen" Armee dem Temperament, der Tradition und dem Volkscharakter entsprechend eine andere ist, als bei uns „deutschen Barbaren", so sind diese Vorgänge doch nicht leicht zu nehmen und beweisen, wie wenig gefestigt bic festen Bande des militärischen Gehorsams in der französischen Armee sind. Das Merkwürdige ist, daß die Rädelsführer meist vortreffliche Soldaten fein sollen, die ihren Dienst bisher in tadelloser Weise versahen. Die militärischen Behörden haben natürlich rasch gegen die Urheber der Aufreizungen eingegriffen. Ob aber die Bewegung in der Armee leicht aus der Welt zu schaffen sein wird, ist recht fraglich. Wenn es auch verfehlt wäre, diese Erschei­nungen in der französischen Armee als Shmtome einer Erkrankung des ganzen Organismus dieses Heeres zu erklären und allzu optimistische Folgerung daran zu knüpfen, so sind diese Ereignisse doch jeden­falls ein Kennzeichen für die schwierige politische und militärische Sage der Republik, in der chauvi­nistische und antimilitaristische Strömungen um die Herrschaft ringen.

In London find die Delegierten zur Friedens­konferenz fchon feit einer Woche beisammen, ohne über die Unterzeichnung des Vorfriedensvertrags einig geworden zu sein. Der Vorsitzende der Kon­ferenz Grey teilte nun den Vertretern der Balkan­mächte in höflicher, aber sehr deutlicher Sprache mit, daß der Wille Europas von den Besiegern der Türkei unter allen Umständen anerkannt werden müsse und daß die Delegierten, welche nicht gesonnen seien, den Vorfriedensvertrag zu unterzeichnen, aus keine an­dere Entscheidung rechnen könnten. Bis jetzt hat sich nur Bulgarien bereit erklärt, die von den Mäch­ten gefaßten Beschlüße anzuerkennen, während Ser­bien und Griechenland eine Revision des Bündnis­vertrags anniftrcben versuchen. So ist zwar der Krieg beendet, aber der Friede will nicht zustande kommen. Die Streitigkeiten unter den feindlichen Brüdern nehmen unierbeSen einen immer drohende-

Einladung

zur

Samstag 5). Mai 1913.

ren Charakter ein. Die Spannung ist bereits so groß, daß mit dem Ausbruch eines Krieges unter den Verbündeten selbst gerechnet werden muß.

Der Bürgerkrieg in Mexiko ist noch immer nicht zu Ende. Man hat die Präsidentenwahl von neuem verschoben. General Huerta, der von Eng­land und Frankreich bereits formell anerkannt wor­den ist, scheint die meiste Aussicht auf Erfolg zu haben und wird auch wohl von den Vereinigten Staa­ten, wenn er eine genügend schlagbereite Armee zu­sammengebracht hat, die bis jetzt noch verweigerte Anerkennung erhalten.

In Japan fft man mit der Antwortnote der Vereinigten Staaten in Bezug auf das Kalifornische Gesetz mit dem ominösen Paragraphen, welcher den Angehörigen der gelben Raffe den Erwerb von Grundbesitz verbietet, sehr unzufrieden. Die Ge- famtlage droht sich kritisch zuzuspitzen, wenn auch die Hoffnung auf einen gütlichen Ausgleich schon aus dem Grunde nicht unberechtigt erscheint, weil sich beide Staaten noch voreinander zu sehr fürchten und ihrer Sache nicht so gewiß sind, daß sie das gewagte Spiel auf die Karte des Kriegserfolges setzen möchten.

Die Früchte des französischen Kulturkampfs

zeigen sich heute den Machthabern der Republik in einer ganz ungeahnten Weise: Die M i l i t ä r re- volten sind die erste Frucht, General Pau hat es offen dem Staatsrate gesagt, daß keine militärffchen Gründe für diese vom deutschen Standpunkte nicht unerfreuliche Erscheinung sich ins Feld führen las­sen: das Ucbel sitze tiefer; das Militär könne hier nicht helfen; denn es fei der Geist der Sozial­demokratie, der diese Erscheinungen gezeitigt habe. Der Mann hat recht, vollkommen recht; denn er hat soeben ein Dekret unterzeichnet, durch das die Armee wieder Feldgeistliche erhalten soll; diese hat bekanntlich der Kulturkämpfer Combes abge­schafft. So ist es gekommen und mußte es kommen. Wer in der ganzen Erziehung das „ni Dien ni maitre" (kein Gott, kein Herr) in den Vordergrund stellt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm die Masse an die Gurgel fährt. Wer unseren Gott als Gesetzgeber abfetzt, der kann nicht erwarten, daß das Volk den Gesetzen der Abgeordneten Achtung erweist.

Alle die französischen Soldaten, die jetzt unter der Fahne stehen, sind vor 10—13 Jahren im heftigsten Kulturkampf in die Schule gekommen; man hat die Schulen der Ordensgefellfchasten von 1900 ab unter­drückt und nur die religionslosen Staatsschulen noch geduldet. Bis dahin war es anders; mehr als die Hälfte des französischen Volkes ging bis 1900 durch Ordensschulen und sie wurden tüchtige Soldaten. Seit 1900 gibt es keine Ordensschulen mehr, die gottlose Staatsschule ist durchgeführt; die Trennung von Kirche und Staat hat die erste Frucht in den jetzigen Militärrevolten gezeitigt. Das wird so weiter gehen und in den nächsten Jahren nicht besser werden; es wird noch viel schlimmer kommen für Frankreich. Seine Kulturkampfspolitik wird das ganze Land ruinieren, denn sie bereitet den Boden für die Sozialdemokratie in der günstigsten Weise. Inte­ressant ist da ein Geheimbericht des früheren Chefs der Staatspolizei und jetzigen Polizeipräfekten von Paris, Hennion, über die Wühlarbeit der Sozialdemo­kratie in der Armee. Aus diesem Berichte, den der „Matin" veröffentlichte, läßt sich klar ersehen, wie da die Sozialdemokratie arbeitet, und auf weiche Weise auch revolutionäre Druckschriften in die Kasernen eingeschmuggelt werden. Im Schoße der bürgerlichen Parteien befürwortet man bereits ganz offen ein euer, gifches Einschreiten gegen die Sozialdemokratie und die anderen umstürzlerischen Parteien, die Auflösung aller revolutionären Organisationen und die Schaf­fung von Ausnahmegesetzen gegen die Umstürzler. Aber damst ist nichts erreicht; die heutigen Zustände sind nur die Früchte der Politik der leisten 13 Jahre! Man tut unrecht, die Opfer dieser Politik zu stra­fen, aber die Urheber dieser Politik straffrei zu lassen.

Wenn es einer ernsten Mahnung an unser deut­sches Volk noch bedurft hätte, sedeit Kulturkampf zu unterlaßen und der Kirche volle Freiheit zu geben: die Vorgänge in Frankreich find eine Lehre in Fkain- menschrift, eine ernste Mahnung, dem religiösen Ein­fluß im Volksleben freie Bahn zu geben. Frankreich geht, wie wir stets sagten, an den Folgen seines Kulturkampfes zugrunde. Lernen ton in Deutsch­land daraus und ziehen wir daraus die gebotenen Folgerungen.

I.d. Königs

Ur. <5olö)

, bekörnttiL’cl), vt)er CixbaK.

«cij t

v