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Fuldaer Leitung
Dienstag 22. AprU 1915.
F2. Blatt.
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Druck der Sulbatr Aciiendniüerei in 5»Ida.
Märkte.
(«erste: hie». 18.00
18.50 M., fränkische
Reklamen, und Anzeigenteil.
Im Genuß liegt der Wert!
Georg A. Jasmatzi A.-G., Dresden
Größte deutsche Cigarettenfabrik.
dann fort und verschwand. Man öffnete den zurück- gelassenen Koffer, der einen schweren Hammer und Watte enthielt, die mit Betäubungsmitteln getränkt war.
schnittlich 15,5 Liter Milch. Der Produktions-Preis« betrug pro Liter 5,5 Pfg., dem Verkauf aus der Milcb von 847 Mark stehen die Futterkasten von 311 Mk. gegenüber, sodaß ein Reinertrag von 536 Mark nachgewiesen ist. Die schlechteste schwarzbunte Niederungs- Kuh dagegen brachte 1156 Liter bei 3,47 Proz. Fett, pro Tag also 3,2 Liter. Bei dieser Kuh stellten sich die Produktions-Kosten pro Liter auf 18,4 Pfg. Der Ertrag der Milch betrug 186 Mark, die Fütterungs- Kosten dagegen 213 Mark. Es wurden also 40 Mk. zugesetzt. Die beste Leistung der Simmentaler Rasse betrug 4078 Liter bei einem Fettgehalt von 3,50 Proz., also 13,1 Liter pro Tag bei 5,9 Futter- Einheiten. Die Produktions - Kosten sind pro Liter 6,1 Pfg., der Milchertrag 689 Mark, die Futterkasten 279 Mark. Somit brachte die Kuh einen Gewinn von 410 Mark. Die schlechteste Simmentaler Kuh gab im Jahre 991 Liter mit 3,70 Proz. Fett, im Durchschnitt pro Tag 2,7 Liter bei 4,7 Futter - Ein Heiken, Die Produktions-Kosten pro Liter betrugen 22,3 Pfg. Der Ertrag aus der Milch war 149 Mark bei einem Kostenaufwand von 222 Mark; sie brachte also dem Besitzer einen Verlust von 70 Mark. Die eben herauSgegriffenen Tiere sind normal milchende Tiere, welche über 3 Kälber gehabt haben und bei welchen keinerlel Störung in der Milchleistung statt- gefunden hat.
(*) Schaufliegen. Herr Mürau bittet uns, nutz«, teilen, daß er am nächsten Sonntag sein Schaufliegen abhalten werde und daß die für den letzten Sonntag gelösten Karten für diesen Tag Geltung haben. Die Maschine kann von Donnerstag an wieder besichtigt werden.
Aus Gberheffen u. den Hess. Aemtern.
* Marburg, 21. April 1913. Der Provinzialverein Hessen-Nassau des Bundes kommunaler Polizeibeamten Preußens hielt gestern hier, unter Anwesenheit von etwa 45 auswärtigen Teilnehmern, seine 2. Hauptversammlung ab.
* Jesberg, 21. April 1913. Das mit vier Schülern der Kasseler Kriegsschule besetzte Automobil, das sich auf der Fahrt nach Kassel befand, kam in der vergangenen Nacht bei Repttch auf dem durchweichten Boden ins Rutschen und stürzte um. Die Insassen erlitten Verletzungen, einer von ihnen einen schweren Armbruch.
* Kappel, 21. April 1913. Heute scheuten hier die Pferde einer Chaise, in der sich die Gattin des Fabrikanten Seidel aus Marburg befand. Der Wagen stürzte um und die Insassin wurde herausgeschleudert. Mt ziemlich erheblichen Verletzungen wurde sie in ein nahes Haus gebracht.
Konsolr 0,10 Prozent niedriger. Privatdiskont unverändert.
Handel und Industrie.
Berlin, 21. April 1913. Die Börse zeigte eine so feste Haltung, daß bedenkliche Vorgänge, wie der Arbeiterstreik in Oberschlesien, ohne nachhaltigen Einfluß blieben. Die feste Tendenz äußerte sich besonders auf dem Montangebiete und dem Kassaindustriemarkte. Von deutschen Anleihen notierten 3proz.
gtontfttrter Getreidemar.tberichi vom 21. April 1913. Am heutigen Markt war Landweizen in guter Beschaffenheit sehr knavp und fest. Die Mühlen bleiben schlanke Abnehmer. Fremde Weizen sind gleichfalls fest, während Roggen unverändert war. @erfte still. Hafer je nach Qualität bezahlt. Mai« ruhig. Mehl fest. Futterartikel stetig. — Es notierten je nach Qualität: Weizen: hiesiger und Wetterauer 21.25—21.35 Mark, aas dem Lande abgeholt 20.50—20.60 Mk., kurhess. 21.25—2135 Mk., norddeutscher 21.35—21.50 Mk., Manitoba 24.00 bis 24.25 M., Kansas 24.00—24.25 Mk., russischer N-colaieff 23.90—24.15 Mark, Saxonska 23.80—24 25 Mark, Ulfa 24.00-24.50 Mark, Azima 24.00—24.25 M., La Plata 23.75—24.25 Mark, tumän. 24.00—24.25 Mark, Walia Walla 24.50—25.00 M. — Roggen: hiesiger, 17.60 bis 17.75 M., aus dem Lande abgeholt 16.60—16.75 Mk., Pfälzer 00.00—00.00 M. russischer 19.50—19.75 M., Amerikaner 00.00—00.00 M°
„Unsere Marine“
2 Pf.-Cigarette.
vermischter.
** Geburtenrückgang. Im Jahre 1909 kamen auf 1000 Einwohner in Preußen 32,6 Geburten. Hebet dem Landesdurchschnitte standen die Regierungsbezirke Münster, Oppeln, Bromberg, Arnsberg, Marienwerder, Posen, Danzig, Trier, Düsseldorf, Osnabrück und Allenstein. Am tiefsten unter dem Landesdurchschnitt standen die Regierungsbezirke Frankfurt,. Wiesbaden, Potsdam, Hannover, Berlin-Stadt und Land.
* Berlin—Leipzig in 1 Stunde 56 Minuten. Der Berliner Reiseverkehr nach Leipzig erfährt neuerdings eine wesentliche Verbesserung, indem durch Einlegung zweier weiterer v-Zugpaare die Fahrzeit erheblich verkürzt wird. Während bisher die Schnellzüge durchschnittlich zwei Stunden 10 Minuten die Fahrt zurücklegen konnten, werden die neuen v-Zug- paare die Strecke Berlin—Leipzig in einer Stunde 56 Minuten bewältigen. Sie durchfahren die im ganzen 164,4 Kiliometer lange Linie ohne Aufenthalt und entwickeln dabei eine Geschwindigkeit bis zu 90 Kilometer in der Stunde.
* Erkrankung nach Genuß von Käse. In Wands- b e ck bei Hamburg erkrankten heute 50 Personen nach dem Genuß von Käse. Mehrere Fälle sind ernster Art. Unter den Erkrankten befindet sich die Familie eines hohen Hamburger Gerichtsbeamten.
* Ein ungetreuer Bürgermeister. Anfang März verschwand aus Bad Bramstedt in Schleswig- Holstein Bürgermeister Rothe. Jetzt ist in der von ihm verwalteten Kasse des Mergelverbandes ein Fehlbetrag von 4 2 000 Mark festgestellt worden.
* Der Metzger als Heldentenor. In aller StiHe ist am Bamberger Stadttheater von Parfie zu Partie ein Künstler gewachsen, der, wenn ihm Glück und Kraft treu bleiben, noch von sich reden machen wird: es ist der junge Heldentenor Fritz Kießel. Kießel, der in Nürnberg lebt und von dort aus zu den Proben und Vorstellungen nach Bamberg sährt, ist heute noch in dem Metzgereiaeschäft seines Vaters tätig. Es war in der letzt zu Ende gegangenen Spielzeit für ihn nichts ungewöhnliches, Wagners „Siegfried", den „Joss" in „Carmen", den Pedro im „Tiefland" usw. zu singen, dann nachts nach Nürn- berg zu fahren und um 5 Uhr früh bereits — auf dem Viehhof tätig zu fein.
Lokales.
Fulda-, 22. April 1913.
# Militärpersonalien. Oberstleutnant Graf v. M o l t k e wurde unter Ernennung zum Kommandeur des Jnf.-Rcgts. Nr. 83 zum Obersten befördert. Oberstleutnant v. F ö r st e r wurde zum Obersten befördert und zum Kommandeur des Jnf.-Regts. Nr. 82 ernannt. Major z. D. v. R e c, Kommandeur des Landwehrbezirks zu Hersfeld und Major z, D. Hardt, Kommandeur des Landwehrbezirks Hanau, wurde der Charakter als Oberstleutnant verliehen. Krag, Hauptmann und Komp.-Chef im Jnf.-Regt. Nr. 83 wurde zum überzähligen Major befördert und tritt zum Stabe des Regts. über. Major und Abt.- Kommandeur v. P e t e r y im Feld-Art.-Rgt. Nr. 11, wurde zum Stabe des FeldArt.-Regts. 61 versetzt. Oberleutnant Pieper im Jnf.-Regt. Nr. 83 wurde unter Beförderung zum Hauptmann zum Kompagniechef ernannt. Oberst C h a l o n s, Kommandeur des Jnf.-Regts. Nr. 82, wurde mit der gesetzl. Pension zur Dispositton gestellt. Hauptmann z. D. Schulz--Welchhausen, Bezirksoffizi 'r beim Landwehrbezirk Hersfeld, wurde der Abschied mit Pension bewilligt. Oberleutnant Schilling im Feld-Art.-Regt. Nr. 47 wurde als Assistent zur Art.- PrüfiKom. kommandiert. Oberleutnant Frhr. M a r- schall v. Bieber st ein im Feld-Art.-Regt. Nr. 17. wurde in das Feld-Art. Regt. Nr. 47 versetzt. Der Oberst, d. Res. B a u m a n u-Hersfeld wurde zum Rittmeister befördert.
Oh£ An das Fernsprechnetz wurde die Königliche Eisenbahnbauabteilung zu Fulda unter Nr. 130 angeschloffen.
4- Schlosserinnung. Zu der gestern abend 5 Uhr auf Veranlassung des Magistrats abgehaltenen Vorstandswahl der Schlofferiunung waren 10 Mitglieder erschienen. Als Obermeister wurde mit 9 Stimmen Herr Schloffermeister Joseph Ritzel gewählt. Als Beisitzer wählte man die Herren A. Fleischmann, A. Kalb, I. Ney und Jos. Ruppel.
* Fuldaer Biehmärkte. Nach einer Meldung der .Eisenacher Zeitung' aus Geisa haben sich die dortigen Viehhändler dem Abkommen, den Fuldaer Viehmarkt bis auf weiteres nicht mehr zn beschicken, angeschloffen. Gleichzeitig wird berichtet, daß die hiesigen Gastwirte und sonstige Geschäftsinteressenten Schritte unternehmen wollen, damit den auswärtigen Viehhändlern der Besuch des Marktes wieder erleichtert werde.
rt Schöffengericht. Der Fuhrknecht K. hier batte in einer Wirtschaft im angetrunkenem Zustande das Kleid der Kellnerin vorsätzlich mit Bier beschüttet. Er erhält 6 Mark Strafe wegen Sachbeschädigung. Der 18jährige Fabrikarbeiter I. O. hatte einem Kohlenhändler eine kleine Summe einkassiertes Geld unterschlagen. Der Angeklagte leugnete ganz hartnäckig, trotzdem er von 3 Zeugen überführt wurde. Der Amtsanwalt hatte eine Geldstrafe von 25 Mark beantragt. Das Gericht erkannte gegen den Ange- klagten mit Rücksicht auf seine Jugend und unter Bewilligung mildernder Umstände zu einer Geldstrafe von 15 Mark. — Der 19 jährige Arbeiter H. und der 26 jährige Arbeiter K. hier hatten sich Kohlen in geringem Werte rechtswidrig an- geeignet. Das Gerickt zog Notlage der Arbeiter in Betracht und verurteilte H. mit 2 Tagen und K. mit 1 Tag Gefängnis.
8 Unfug von Nachtschwärmern. Junge Burschen demolierten auf ihrem Heimwege von Horas nach Fulda in vergangener Nacht mehrere Ruhebänke an der Bellevue und rissen am Lichtweg verschiedene Zaunpfähle und einen Wegweiser aus.
* Die Maul- und Klauenseuche ist nach der letzten Statistik in Heffen-Nassau völlig erloschen. Dagegen herrscht die Schweineseuche insgesamt in 57 Gehöften, die sich aus 46 Gemeinden in 19 Kreisen verteilen.
-- Kultusminister und Jugendvereiue. Der Kultusminister hat in einer Verfügung an die Regierungen und Provinzialschulkollegien angeordnet, daß es im Interesse der Jugendpflege geboten erscheint, alle Schüler und Schülerinnen während des letzten Schuljahres in geeigneter Weise auf die Jugendvereine hinzuweisen und möglichst wirksam anzuregen, nach der Schulentlassung solchen Jugendvereinen beizutreten.
* Eisenbahner « Jubiläumsgabe. Der Allgemeine Verband der preußisch < hessischen Eisenbahnvereine wird dem Kaiser aus Anlaß seines Regierungsjubiläums eine Summe von 25 000 Mark als Grundstock einer Stiftung für männliche Waisen von Eisenbahnbeamten und Arbeitern zur Verfügung stellen. Diese Summe wird sich voraussichtlich noch bedeutend erhöhen, da auch die einzelnen Elsen- bahnervereine aus ihren mehr oder weniger großen Kassenbeständen Beträge zu dem zu erbauenden Knabenhort spenden und dem Kaiser zur Verfügung stellen werden.
k. Dem Milchkontroll - Verein Fulda gehörten im zweiten Berichtsjahre (1. Oktober 1911 bis 30. September 1912) 15 Mitglieder mit 517 Kontroll-Tieren an. Der kleinste Bestand weist 4, der größte 81 Kontroll-Tiere auf, die alle 20 Tage kontrolliert wurden. Im Berichtsjahre haben bei jedem Bestände 18 Kontrollen stattgefunden. Gleich nach Anfang dieses Kon- trolljahres wurde bemerkt, daß die Kühe nach dem Kalben in der neuen Laktations-Periode nicht so einschlugen, wie im ersten Kontroll-Jahre, wo es keine Seltenheit war, daß frischmelkende Kühe 22—27 Liter Milch pro Tag gaben und diese Milchleistung längere Zeit auch behielten. Infolgedessen brachten es mehrere Rüoe auf die sehr hohe Milchleistung von 6000 bis 8000 Liter im Jahre. Daran, daß diese Kühe, sowie auch viele andere gute Ttere dieses Jahr nicht so einschlugen, wie int vorhergehenden Jahre, sind wohl die schlechten Futterverhältnisse in erster Linie der Grund. Oft wurde auch an den Probemelketagen festgestellt, daß inzwischen sehr einschneidende Futter- wechsel ohne Wissen des Kontroll - Assistenten vorgenommen wurden, was pro Kuh mitunter 1 Liter und mehr Verlust nach sich führte und durch die Umrechnung dieser Ergebnisse auf etwa 20 Tage bei dem Ge> samt-Resultat lehr deutlich zum Ausdruck kam. Bei gleicher Gesamtzahl der Kühe (517) betrug der Milchertrag im ersten Jahre 1,603,734 littet, im zweiten Jahre 1,488,433 Utter. Es tst demnach ein Milch- rücfgnng von 115,191 Liter gegen das Vorjahr fest- ruftellen; also tm Durchschnitt pro Kuh uno Jahr 223 littet, p- o Tag 6 Utter. Trotzdem die Futterkosten pro Kuh um 7 Mark gefallen sind, haben sich die Produktions-Kosten pro Liter infolge des Milchrückganges um 5 Pfg. gesteigert. Dementsprechend ist der Reinertrag pro Kuh in diesem Jahre ebenfalls um 11 Mark gesunken; obwohl die Milch einen halben Pfennig höher bewertet wurde als im Vorjahre >141/2:15). Die beste schwarzbunte Niederungs- Kuh des Veretns lieferte 5645 Liter Mtlch mit einem Fettgehalt von 2,83 Proz.; dies ergibt pro Tag dmch-
Amt Geisa und Umgebung.
* Vacha, 21. April 1913. Die Gewerkschaft Heiligenmühle hielt am Samstag eine Gewerkenvcr- sammlung ab. Nach Erledigung der Regularien wurde dem Antrag des Grubenvorstandes entsprechend eine Zubuße von 1000 Mark pro Kux beschlossen. Schließlich faßte die Versammlung noch den wichtigen Beschluß, den bereits begonnenen Schachtbau im Grubenfeld der Gewerkschaft Kaliwerk „Großherzogin Sophie" bei Stadtlengsfeld fortzusetzen, bezw. Schacht I auszubauen.
* Oechseu, 21. April 1913. Dem Schulvorstand waren zwei Projekte für die neue Schule zugegangen, das eine vom Landbaumeister in Dermbach, das andere vom Bauführer Bill hier. Der Schulvorstand beschloß, das von Herrn Bill entworfene Projekt dem Großherz. Staatsministerium zur Besttäigung vorzulegen.
* Kaltensundheim, 21. April 1913. Heute feierte der Weber Tobias Rauch von hier mit feiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit.
* Dorndorf, 21. April 1913. Infolge Kurzschlusses in der elektrischen Zentrale auf den Schächten Heiligenroda II und III bei Springen brannten die Leitungen durch, sodaß die elektrische Stromquelle versagte. Dadurch hörte die Wirksamkeit der beiden Pumpen auf Schacht III auf und das Wasser stieg schnell. In dem ca. 75 Meter tiefen Schacht stehen gegen 50 Bieter Wasser. Die Abteufungsarbeiten sind bis auf weiteres unterbrochen.
* Frankfurter amtliche Notierungen bet Biehmarkt- preise vom 21. April 1913. Austrieb: 139 > Stück einschließlich 00 Rinder auS Holland, sowie 00 Rinder au8 Schwedens, darunter 520 Ochsen, 51 Bullen 824 Färsen und Kühe, 00 Fresser 365 Kälber, 135 Schafe, 2365 Schweine. Preise für 1 Zentner, Rinder: A. Ochsen: a. vollfleischige, ausgemäflete höchsten Schlachtwertes 1. tm Alter von 4—7 Jahren [Lebendgewicht) 50—54 Mark, [Schlachtgewicht) 93 bis 96 Mark, 2. die noch nicht gezogen haben (ungejocht) Lebendgewicht) 00 — 00 M., [Schlachtgewicht) 00-00 Mark, b. junge fleischige nicht ausgemäflete und ältere ausgemästete sLebendgew.j 47—50 M., [Schlachtg.) 85—91 M., c. mäßig genährte junge, gut genährte ättere sLebendgew.j 44-46 M., [Schlachlgew.j 81—87 Mark, d. gering genährte jeden Alters sLebendgew.j 00—00 M., [Schlachtgew.j 00—00 M. B. Bullen: ». vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes fLebendgewst 48—50 M., fSchlachtgewicht) 80-83 M., b. vollfleischige jüngere (Lebendgewicht) 43—47 Mark, sSchlachtgew.j 74—81 M., c. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere sLebendgewtchis 00 00 Mark. sSchlachtgew.j 00—00 M., d. gering genährte sLebdgew.) 00—00 M., [Schlachtgew.j 00—00 Mark. C. Färsen und Kühe: a. vollfleischige, ausgemästete Färser höchsten Schlachtwertes [Lebendaewichrj 47—52 Mark, [Schlachgew.j 84—93 M» b. vollfleischige, ausgemästete, Mhe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren [Sbgern. 46—49 M., [Schlachtgew.j 86—88 M., c. 1) wenig gut entwickelte Färsen [Ledendgew.j 40 —45 M., [Schlachtg.j 77—87 M., do. 2) ältere ausgemästete Kühe uuo wenig gut entwickelte jüngere Kühe [Lebendgew.« 89-44 M. , sEchlachtgew.) 72—82 M., d. mäßig genährte Kühe und Färsen [Sebenbg.J 33—38 M., sSchlachtgew.j 66-76 M., I e. gering genährte Kühe und Färjen sLebendgew.j 26—30 ; Mark» sSchlachtgew.j 59—67 M. D. Gering genährtes [ Jungvieh lFresser) sLebendgew.j 00—00 M., sSchlachtg.j [00—00 M. Kälber: a. Doppelender feinste Masi [Lebendgew^l 00—00 M., [Schlachtgewichtj 00—00 M.- b. feinste Mast- [Bollmilchmastj und beste Saugkälber! [Lebens ew.) 00—00 M., sSchlachtgew.j 000 -000 M., c. mittlere Mast- und gute Saugkälber sLebendgew.j 61—65 M., sSchlachtg.j 103—110 SH., d. geringere Mast- u. gute Saugkälber sLebendgew.j 54—60 M., sEchlachtgew.) 92—102 M., e) geringe Saugkälber [Lw.j 0—00, sEchlacht- gero.J00—00M. Schafe: A.Weidemastschafe: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel sLebendgew.j 47—00 Mk., sSchlachtgew.j 98—00 M-, b. geringere Masthämmel und gut genährte Schafe [Lebendgewicht) 00—00 Mark, sSchlachtgew.j 00— 00 M., c. mäßig genährte Hammel und Schafe ^Merz-Schafe» sLebendgewlchtj 00-00 M., [Schlachtgewichtj 00—00 Mark, d. Mar sch Schafe oder Mederungsfchaje sLebendgewichtj 00—00 M., sSchlachl- gew.) 00—00 M. ö. Slallmastschafe: 00. Schweine: a. vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht sLebendgew.j 57—60 M., [Schlachtgewichtj 74—76 M. b. vollfleischige Schweine bis 80 kg Lebendgewicht [Lebendgewichlj 56-59 M., [Schlachtgew.s 73-75 M., c. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht, sLebendgew.j 57—60 M., sSchlachtgew.j 74—76 M., d. vollfleischige Schweine von 120 — 150 kg Lebend- gew. sLebendgew.j 57—60 M„ sSchlachtgew.j 74 bis' 75 Mark, e. Fetlschweine über 150 kg Lebendgewicht sLebdgew.) 00—00 M., sEchlachtgwichrj 00 —00 Mark, f. unreine Sauen und geschnittene Eber [Lebendgew.j 00—00 M., [Schlachtgewicht) 00—00 M. — Von den! Schweinen wurden am 21. April verkauft: a. Lbdqew. zum Preise von 63 M. 3 Stück, von 61 M. 3 Stück, von 63'/» M. 0 Stück, von 63 M. 00 Stück, von 62'/» Mk. 0 Stück, von 62 M. 6 Stück, von 61*/» M. 00 Stück, von 60 M. 116 Stück, von 59*/» M. 66 Stück, von 60 M. 116 Stück, von 59*/» M. 66 Stück, von 59 M. 95 Stück, von 58*/» M. 18 Stück, von 58 M. 65 Stück, von 57 M. 7 Stück, von 56 M. 00 Stück, von 55 M. 2 Stück. - b. Schlachtgewicht zum Preise von 80 M. 1 Stück, voi 79 M. 1 Stuck, von 78 M. 10 Stück, von 77V, M. 266 Slck, von 76 M. 132 Stück, von 75*/, M. 00 Stück, von 75 M 116 Stück, von 74*/, M. 6 Stück, von 74 M. 225 Sick, von 73 M. 321 Stück, von 72*/, M. 6 Stück, von 72 M 107 Stück, von 71 M. 130 Stück, von 70 M. 85 Stück von 69 M. 74 Stück, von 68 M. 3 Stück, von 64 SDt 0 Stück, von 63 M. 0 Stück, von 62 Mk. 0 Stück.
Aus dem Nachbarqebiete.
• Hünfeld, 21. April 1913. Das Interesse der Bevölkerung an der neuen Markteinrichtung war an den bisherigen 3 Markttagen recht leb^ hast. Jedoch stand das Angebot nicht im richtigen Verhältnis zu der großen Nachfrage.
X Rimmels, 20. April 1913. Dem ehemaligen Jäger Valentin Abel von hier wurde bei der letzten Kontrollversammlung die Landwehrdienstauszeichnung überricht.
* Hersfeld, 21. April 1913. Am Samstag begannen im Saale des Hotels zum Stern die vom Kreislehrerverein HerSfeld eingerichteten wissenschaftlichen Vorlesungen. Der Besuch war schwach.
ü. Soden-Stolzenberg, 21. April 1913. Am Sonntag abend hielt der Arbeiterverein im Gasthaus zur Hoffnung eine Versammlung ab. Auf Einladung deS Herrn Pfarrers Schulz hielt Herr Pastor Schumacher von Salmünster einen Vortrag über „Religion und Arbeiter* und zeigte in demselben, rote nur die Religion dem Arbeiter Schaffensfreudigkeit und gewissenhafte Erfüllung feiner Pflichten nach allen Richtungen gewähre, während die Irrtümer und landläufigen Reden der Anhänger der Sozialdemo kratie gründlich widerlegt wurden. Mit Dank für den Redner und der Aufforderung, die gefaßten Vorsätze auch gründlich auszuführen und der Aufforderung am Sonntag vor dem Aloysiusjeste zur Generalkommunion sich einzufinden, schloß die Versammlung.
H. Frankfurt a. M., 20. April 1913. Die Direktion des Schlacht- und Viehhofs hat die Abhaltung des Viehmarkts am israelitischen Passahfest beschloflen. Der „Verein der vereinigten Viehhändler und Kommissionäre* und der „Mitteldeutsche Viehhändlerverein* erklären dazu in öffentlichen Bekanntmachungen ihre schärfste Mißbilligung und lehnen eine Beteiligung an diesem Markttage ob.
* Frankfurt, 21. April 1913. Bei der Güterabfertigungsstelle des Bahnhofs Frankfurt-Bockenheim sind Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Es handelt sich um Unterschlagungen' von 500—600 Mark. Gegen einen Beamten der Abfertigungsstelle ist Anzeige erstattet worden. — Hier starb im Alter von 70 Jahren Moritz v. Bernus. Er entstammt einer alten Frankfurter Familie und tat sich besonders auf kirchlichem Gebiet durch Mildtätigkeit hervor. Aus seinen Mitteln ließ er in Frankfurt zwei evangelische Kirchen erbauen. Vor einem Jahr wurde ihm und seinem Bruder der erbliche Adel verliehen. — Der 55jähr. Kaufmann Salomon Fabian, der hier zahlreiche in Not geratene Geschäftsleute schröpfte, indem er ihnen Darlehen verschaffte, dabei aber Beträge bis zu 900 Mk. für sich herauszuschlagen wußte unter dem Vorgeben, sie ausschließlich für verschämte Arme verwenden zu wollen, wurde von der Strafkammer wegen feiner zweifelhaften Menschen- fteundlichkeit zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. — Die Delag muß eine Neuregelung ihres Aktienkapitals vornehmen. Es werden auf das Aktienkapital von 3 000 000 Mark 300 Prozent Zuzahlung gefordert, d. h. auf jede 1000 Mark-Aktie 3000 Mark. Die Bilanzverhältnisse haben sich zwar verbessert, aber die Betriebskosten und Betriebsverluste, letztere besonders durch den Untergang der „Schwaben" herbeigeführt, haben sich so gesteigert, daß einem Verlust von 1245 000 Mk. einschließlich Abschreibungen nur eine Einnahme von 493 000 Mk. gegenübersteht.
♦ Breitenbach (Kr. Kassel), 20. April 1913. Die politische Gemeinde hat ein größeres Acker stück an ein Konsortium verkauft, das dortselbst eine Fabrik erbauen läßt. Welcher Zweig der Jndustrte seinen Einzug halten wird» ist noch nicht bekannt.
* Corbach, 21. April 1913. Im Sommer vergangenen Jahres wurde ein beim Landwirt O. in Goddelsheim bedienstetes Mädchen beim Dreschen von einer ungeschützten Triebwelle der Dampfdreschma- schine ersaßt, herumgeschleudert und getötet. Die Untersuchung ergab, daß O. die Triebwelle weder abge- sperrt noch überdeckt hatte, sodaß er das Unglück verschuldete. Die Strafkammer in Kassel verurteilte ihn heute mit Rücksicht auf seine bisherige Unbescholten- I heft zu 1 Monat Gefängnis.
* Meimbressen, 21. April 1913. Wieder soll Ebender hier in der Nähe aufgetaucht sein. Am Freitag wurde der Maschinenbesitzer Jungk auf seiner Wiese von dem Burschen angesprochen und auch er- kanut als der, „der immer auf dem Gute in Meim- breffen drischt." Ebender hat vor einigen Jahren auf dem Gute hier einige Wochen gearbeitet. Jungk erkannte Ebender auch sofort wieder. Heute morgen wurde Jungk von dem Gendarmen in Grebenstein verhört und erkannte auch nach der Photographie den Flüchtling wieder, mit dem er das Renkontre batte.
* Mainz, 21. April 1913. Unter dem Namen Köhler mietete sich hier ein junger Mann ein, der einen Uebersall auf einen Geldbriefträger geplant hatte. Als dieser erschien mit einer Postanweisung über 2 Mark, ließ die Vermieterin K. in den Laden rufen. Er kam, versuchte aber, den Geldbriesträger zu veranlassen, mit ihm hinaufzukommen, da er ihm etwas mitzugeben hätte. Der Beamte, jetzt auch mißtrauisch geworden, forderte Köh-> I ler auf, ihm die Sachen herunterzuholen. Köhler I versprach das, ließ sich die 2 Mark auszahlen, ging j
bis 18.25 Mark, Pfälzer J __, ,_____
18.40—18.60 M., Riedgerste . 18.35 9JL, ungarische
00.00—00.00 Mack, Futtergerne 00.00—00.00 M. — Hafer: hiesiger und Wetterauer 17 00—18.00 M., kurhess. 17.25-18.00 M., bayer. 17.25—18.25 Mark, La Plata 17.25-18.25 Mk., russischer lb.50-19.50 Mark. — Mais [Mixed) 00.00-00.00 Mark, Donau- mais 15.25—15.50 M., La Plata 15.00—15.25 Mark, Cinqantin 21.00-21.25 M., russischer 00.00—00.00 Mark. — Alles per 100 Kilo netto, effektiv loko hier. — Mehl: fest. — ES notieren je nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 0 32.75—33.00 Mark, ,üdd. Nr. 0 32.75-33.00 M., hiesiges Nr. 1 30.75 -31.00 M., süddeutsches Nr. 1 30.75 -31.00 Mk., hiesiges Nr. 3 27.75 - 28.00 M., süddeutsches Nr. 3 27.75—28.00 M., hiesiges Nr. 4 23.75—24.00 Mark, süddeutsches Nr. 4 23.75—24.00 M. — Roggen mehl,hiesiges, Nr. 026.00 dis 26.25 M., do. Nr. 01 25.00-25 25 M., do. Nr. 1 24.00—24.25 M. Alles per 100 Kilo inklusive Saa koko hier. — Futterartikel: unverändert. Weizenichalen 11.00-11.15 M., Weizenkleie 10.60-10.89 M., Roggen- kleie 11.25—11.50 M., Weizen - Futtermehl 16.00 bis 16.50 M„ Biertreber, getrocknet, 14.25—14.50 M.» Malz, keime 13.00—13.25 M., Rapskuchen 14.25—14.50 Mk., Palmkuchen 15.00—15.50 Mark, Futtergerste 16.35 bis 16.60 M., Melasseprodukte 00.00—00.00 M., Kartoffeln 0.00—0.00 Mark. Alles per 100 Kilo netto effektiv loko hier bei Abnahme von 10000 Kilo.