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s 2irhungsliflen der preußisch-süddeutschen KfefTen-Ietttrie. — tzaldjLhrlich Loschenfahrxlan. s

Nr. 52

Erstes Blatt.

Dienstag Sen 4. IHärz 1913

40. Zahrgang

nTonftte-Bettdge:

Zuldaer Sefchichtsblatter

n ~s— Vochm-Veilage: 2

Illustrierte Sonnfogszeifung

''"lx°UIgkN Coloneljeilr, 47 «nm breit, tollet 15 Pfg.

Reklomen. Der Raum einer Colonel;eile, 74 mm breit, Stoff et 40 Pfa. Bei hSÜ1riI10F'?’vUn# fiuskunftcniricen 20 Pf. uka. 3i» Rabatt blnlälllc. CrfEllunwort für bas €u- ?. °e.‘n C01' S°r ß5xe9‘n S SbIba* finsetgen-finnchme bis 10 Uhr bormUtagfu - - vraßere flnjeigen «bitten mir uns tags vorher. ;; ,

Erscheint tSgNch mU ttusnahme der Sonn* und Zelertoge. Dterfel- phrNcher Bezugspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Zulda sowie auswärts 1-50 Mark. •••• Rotationsörudi und Vertag der

8 5 Sulöaer fldienbrudterel in Zulda. Fernsprecher Nr. S. - - >----------------------------------------------------------

L

Deutsches Reich

sichtigt. Abends 91/» Ubt traf er an Bord des Linien«,

nicht vor dem 31. Dezember ds. Js. beseitigt werden. An eine Beseitigung der Fahrkartensteuer ist in abseh­barer Zeit nicht zu beiden. Der Tarif der IV. Wagen­klassen ist zu gering, wie in keinem anderen Lande, ihre Einschaltung in Eilzüge liegt nicht im Interesse der Ar- beiterschaft.

-----------«EmSkanal bisher be- zogen, für den Handel, für die Importeure dort geradezu Schaden gebracht und für die Stonfuntentert zum Min­desten keinen Nutzen. Vor allem ist eine wesentliche Schä­digung des gesamten Verkehrs auf dem Dortmund-Ems- kanal eingetreten. Deshalb ist möglichst schnell das Ge­biet, welches vom Dorlmund-Emskanal bedient wird, von, den Ausnahmetarifen auszunehmen. Für kleine Ortschaften, Städte und Gemeinden mochte ich mehr Eiseubahnhaltestcllen und Güterverladestellen, ohne den Gemeinden hierbei zu hohe Kosten au^uerlegen.

Minister v. Breitenbach: Der Notstandstarif kann

amten und Arbeiter staatlicher Verkehrsart stalten* (Sitz Elberfeld) an. Die Petition besagt über die Grundsätze, nach denen dies geschehen soll, folgendes:: 1. Die Unterstützungsbeihilfen sind so zu bemessen, daß sie für die Beamten eine wir kliche Hilfe in ihren jetzigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten bedeuten. 2. Die Urtterstützungsbeihilsen werden allen Beamten gewährt. Für Beamte mit kinderreichen Familien tritt eine fortschreitende Steigerung ein. 3. Die Unterstützungs­beihilfen werden nach einer den unter 1 und 2 genannten Grundsätzen entsprechenden Stufenleiter von der König­lichen Staatsregierung und dem Abgeordnetenhause den Unterbeamten regelmäßig mit ihrem Gehalt ohne

Minister v. Breitenbach, glaubt, daß die Eisenbahn Verwaltung bei ihren Einrichtungen die gesamten deut­schen Interessen vertritt/ ' ■ ■

Dienstag: Fortsetzung.

X' Das Opfer Mm Vermögen.

Der Gedanke, sagten wir gestern, sei be­stechend, aber die Ausführung nicht so leicht und einfach. Das wird durch die Erörterungen in der Presse bestätigt. Ein erfreulicher Opfergeist bekun­det sich in den bürgerlichen Parteien; doch wenn mit Sachkunde die Vorbedingungen und die Wirkungen der Maßregel im einzelnen betrachtet werden, so gibt es Wenn und Aber genug.

Das zeigt sich besonders in den Betrachtungen der „K reu z z e i t u n g", die als konservatives Haupt­organ wohl nicht wegen Mangel an nationalem Mut verdächtigt werden kann. Sie bemerkt nebenbei, daß die konservative Reichstagsfraktion über die Ange­legenheit noch nicht habe beraten können,. sodaß sie (die „Kreuzztg.") nur ihre eigene Ansicht ausspreche. Tas gilt natürlich ebenso von der Zentrumsfraktion und der Zentrumsprcssc. Zur Sach: macht die „Kreuzztg." im wesentlichen folgendes geltend:

1- Eine Abgab- von etwa % Proz. des Vermögens könne meistens nicht aus dem Einkommen bestritten werden, also müßten Vermögensteile veräu- s; e r t werden. Das ergebe Schwierigkeiten für die Ein­zelwirtschaft und für die Volkswirtschaft. Also sie genau M prüfen, ob nicht doch der Wg einer ratenweisen Auf­bringung oder einer schnell zu tilgenden Anleihe vorzu­ziehen wäre.

,2. Die Nüstungsausgaben seien eine Versicherungs­prämie nicht nur für die großen Vermögen, sondern auch für alle Erwerbstätigkeit. Sollten die Leute, die zwar kein großes Vermögen, aber doch ein sehr hohes Gin» Io nun en haben, ganz frei bleiben?

3. Wie ist es zu verhüten, daß sich das mobile Ka­pital auf die eine oder andere Weise der Abgabe entzieht? Also ergänzende Maßnahmen, die das mobile Kapital an der Quelle, bei den Emissionen und im Börsenverkehr fassen!

4. Die Veranlagung und die Durchführung des Steuergesehes erfordern einen riesigen Apparat. Sei es wirtschaftlich, ihn nur für eine einmalige Abgabe in Bewegung zu setzen? Wie würden die Einzelstaaten fortan noch ihren Widerstand gegen eine dauernde Reichsvermögenssteuer aufrecht erhalten können? lieber« Haupt seien die Konsequenzen für die Zukunft zu bedenken.

Wir b c r i ch & n über diese Ausführungen der „Kreuzztg.", ohne dazu Stellung zu nehmen. Es kommt darauf an, daß alle Schwierigkeiten und Be­denken rechtzeitig und gründlich klar gestellt werden, damit das bevorstehend: Gesetz die bestmögliche Fas­sung erhalte.

vorherige Antragstellung ausgezahlt. 4. Do nach der übereinstimmenden Ansicht aller Volkswirte inj kommenden Herbst sich di» Teuerungsoerhältnisie noch verschärfen werden, wolle das Abgeordnetenhaus jetzt schon für eine Erhöhung des Unterstützungs< fonds im vorliegenden Etat eintreten.

0 Nochmals die Wahl Dr. Bccker-Hcssen. Fast die gesamte sozialdemokratische und' liberale Presse fährt fort, die Haltung des Zentrums bei derBeratung über die Gültigkeit der Wahl des nationalliberalen Abg Dr. Becker im Wahlkreise Binaen-Alr-y als.

Preußischer Lanvta§

Abgeordnetenhau?.

Sitzung vom 3. März 1913.

Die zweite Beratung des Etats wird beim Etat der Eisenbahnverwaltung fortgesetzt. Zugleich findet eine allgemeine Besprechung über die finanztechnische und die wirtschaftliche Seite des Eisenbahnetats statt.

Abg. v. d. Gröben (kons.) spricht sich aus über die gesunde Entwicklung, günstige Beeinflussung des gesam­ten Wirtschaftslebens und die große Sicherheit des Be­triebes. Mit Tarifermäßigungen in besonderen Fallen, z. B. bei den Transporten vom Saargebiet nach dem Ruhrgebiet ist seine Partei einverstanden.

hygienischen Einrichtungen unserer Werkstätten sind von Herrn Noske für tadellos erklärt worden.

Abg. Giesberts (Zentr.) befürwortet die Wünsche der Heimarbeiterinnen in den Bekleidungsämtern.

Vizeadmiral v. Capelle: Die Stickereien werden an Heimarbeiter vergeben. Ausreichende Löhne werden ihnen bezahlt.

Abg. Albrecht (Soz.) beklagt, daß in den Werftbekric- ben zu viele Frauen in der Hausarbeit beschäftigt mür­ben und hebt die große Zahl von Lungenkranken in den Werftbetrieben hervor.

Geh. Admiralitätsrat Capelle erwidert, daß es sich bei den Lungenkranken saft jedes Jahr um dieselben Personen handele. Aus sozialem Pflichtgefühl würden Leute eingestellt, die von der Industrie nicht mehr be­schäftigt würden.

Nach weiterer unerheblicher Debatte wird das Ka­pitel bewilligt.

Bei dem Kapitel „über Instandhaltung der Flotten und Werften" führt

Abg. Brandes (Soz.) Klage darüber, daß die sozial- demokratisch-organisierten Arbeiter von den Werften schi­kaniert oder entlassen würden und fordert für eine Reihe von Arbeiterkategorien Aufbesserung und Aufhebung der Ueberarbeit.

Staatssekretär v. Tirpiy: Auf das Recht, Agitatoren und Friedensstörer zu entfernen, können wir nicht ver- I Sichten und müssen dies gleich in der Arbeitsordnung zum Ausdruck bringen. Wenn die Arbeitsverhältnisse auf den Werften so schlecht wären, würde der Andrang nicht so groß sein.

Abg. Weiiihausen (58p.) verlangt die Einrichtung von Arbeiter- und Angestelltenausschüssen in den Wr- ' .-trie­ben.

Dienstag: Fortsetzung und Anfragen.

Deutscher Reichstag.

> Sitzung vom 3. März 1913.

Die zweite Lesung des Marineetats wird fortgesetzt.

Abg. Noske (Soz.): Ich erkenne an, daß Organi- /rtionstalent und Technik ein gewaltiges Instrument des Krieges geschaffen haben. Die Rechte und die besitzenden «lassen haben stets die Kosten bewilligt, zum Zahlen jtnb sie aber nicht besonbers bereit. Wenn es sich um ulturelle Zwecke hanbelt, z. B. um bie Herabsetzung ber Altersgrenze bei ber Altersversicherung, dann wird uns ‘immer entgegengehalten, es sei kein Geld vorhanden. Zch erkenne an, daß der Marineetat so übersichtlich ist, Pie kein anderer. Daß die Kaiseryacht Flottenzwecken )u dienen hat, können wir nicht zugeben. Der Bau wäre ftrekt verfassungswidrig. Den Rüstungstreibereien muß •in Riegel vorgeschoben werden. Wir lehnen den Flot- jenetat ab.

Staatssekretär v. Tirpitz: Solange wir eine Marine »oben, haben wir auch eine Kaiserhacht gehabt. Eine Verfassungswidrigkeit ist in dieser Beziehung nicht zu­treffend. Der Vorredner kritisierte auch die Konferenz, die vor zwei Jahren angesichts des großen Seemanns­streiks, der damals drohte, zwischen Reichsamt des Jn- hern und Marineamt stattgefunden hatte. Allerdings werden bei einem allgemeinen nationalen oder bei einem internationalen Seemannsstreik, soweit unsere deutschen Interessen direkt berührt sind, unsere Marinernaiuischaf- ten eintreten. (Hört, hört! bei den Soz. — Sehr rich­tig!) , Das ist ber Fall beim Postverkehr unb bei den Kolonien. Der Staatssekretär äußert sich zu den be­dauerlichen Verlusten bei den Uebungen der Marine. Damit muß gerechnet werden, der Beruf des Seefahrers ist eben nicht ganz ungefährlich, und würden wir solche Verluste nicht int Frieden riskieren, so ist eine kriegs­mäßige Ausbildung Überhaupt nicht möglich. Unsere Gesamtausgaben für die Marine steigen bis 1917 nach dem Voranschage nicht. Dank unserer Rüstungen haben wir seit 42 Jahren Frieden; diese Tatsache schlägt alle I Einwendungen gegen unsere Rüstungen aus dem Felde. (Beifall.) Wenn Herr Noske darüber klagt, daß durch die Rüstungen kein Geld übrig bleibe für soziale Zwecke, so hat er dabei vergessen anzugeben, welcher Staat ver­hältnismäßig mehr ausgibt für soziale Zwecke als Deuffchland und darauf kommt es an. (Beifall.)

Abg. Struve (Vp.): Die Deckoffiziere sind das Rück» tzrad der Marine. Sie müssen ihr möglichst lange er­halten bleiben. Hinsichtlich der Tafel- und Messegelber sind wir dem Staatssekretär wegen seiner Haltung dank­bar. I

lieber die Einzelheiten der Vorlage werden bereits nähere Angaben gemacht; so glauben die । einen, die Abgabe werde 0,66 Proz. des Vermögens*) betragen, andere meinen i/2 Proz., andere wieder Vs Prozent. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß wahrscheinlich eine Staffelung der Sätze vorgenommen werden wird in der Weise, daß die

*) Also Vs Prozent des Vermögens und nicht */* des Vermögens, rote in unserem gestrigen Leitartikel Seite 2, Zeile 8 zu lesen war. Die Leser, die sich durch diese Meldung einen Augenblick haben ins Bockshorn jagen lassen, werden wohl schon aus der nächsten Zeile, roo von '/»"/« die Rede ist, erkannt haben, daß eine I solche horrende Steuer einzuführen, lediglich der Druck« I ,*M--‘wfeI im Sinn hatte. 1

Abg. Erzberger (Ztr.) verteidigt nochmals seine Hal­tung bei den Messe- und Tafelgeldern in "ber Bubgetkommission. Die Lösung, bie bie Frage schließlich gefunben hat, entspricht vollkommen ber SBegrünbung, bie wir vom Anfänge an unfernt Antrag gegeben hatten. Daß feine erste Fassung nicht ben Wünschen ber Marineder- waltung entsprach, gebe ich ohne weiteres zu. Aber ist es denn etwas Seltenes, daß ein in einer Kommission ein« erachter Antrag im Lause der Verhandlung anders amtiert wird? Und haben die Sozialdemokraten — soweit sie überhaupt praktische Anregungen geben (Sehr gut! im Zentrum) — das nicht schon mit ihren eigenen Anträgen erlebt ? In der Kommission stellten die So-

Abgabe mit 0,03 Prozent beginnt und bis zu 5 Pro- Sent steigt. Es handelt sich hierbei offenbar nur um Mutmaßungen, denn die betreffende Vorlage ist im Reichsscha' amt n^ch gar nicht ausgearbeitet, die An­regung dazu soll vielmehr erst kürzlich vom Kai­ser s e l b st ausgegangen sein.

lieber die Form der Erhebung der Abgabe hören wir, daß sie voraussichtlich in der Weise erfolgen wird, daß sich bie,Gesamtausgabe auf mehrere Jahre erstreckt, wie ja auch die einmaligen Ausgaben sich auf mehrere Jahre erstrecken werden.

Was die Deckung der dauernden Ausga­ben anlangt, so steht fest, daß außer der BesitzstM'r- vorlage noch weitere Deckungsvorlagen zu- erwar­ten sind. Man rechnet für die Vermögens; u- w a ch s st e u e r mit einem Ertrag von etwa 75 Millionen; bei der gleichfalls im Bereich der Mög­lichkeit liegenden Erbschaftssteuervorlage rechnet man mit etwa 60 Millionen, doch dürfte die­ser Betrag zu hoch gegriffen sein; vielleicht wird diese Steuer nur 40 bis 45 Millionen bringen. Außer einer dieser beiden Steuern sind noch weitere Vor­lagen zu erwarten. Die Ermäßigung der Zucker- st e it e r soll weiter hinausgeschoben werden, woraus man einen Gewinn von 40 Millionen erwartet. Außerdem soll, wie wir hören, der Grundwert- stempel mit 12 Millionen Mark zunächst beibehal­ten werden. Diese Einnahmen würden günstigsten­falls 130 Millionen, ungünstigstenfalls 100 Millio­nen bringen, sodaß also immerhin ein Betrag von rund 80 Millionen zu decken bliebe. Dagegen trägt sich, wie wir erfahren, die Reichsregierung'mit dem Gedanken, neben den geplanten Steuern mehrere. Monopole einzuführen. Man spricht von einem Spiritusmonopol, doch möchten wir diese Meldung vorerst mit Vorsicht aufnehmen, auch dann, wenn an die Erhöhung der K a l i a b g a b e n gedacht werde. Sicheres läßt sich naturgemäß bei der heutigen Sach­lage über die Art der Deckung nicht sagen. Ein-' schließlich der Verzinsung müssen jährlich rund 250 Millionen, das macht aus fünf Jahre mit den ein» maligm Ausgaben 2jJ Milliarde, gedeckt werden.

** l'crlin, 3. März 1913. Der Kaiser ist am, Montag in Helgoland eingetroffen und hat die dortigen Hafenanlagen und die Befestigungen be«

Abg. Dr. Friedberg (natl.) fordert Abschaffung der Steuerzuschläge, Tarifermäßigung unb eine Betriebs- unb Finanzgemeinschaft.

Finanzminister Dr/ Lentze tritt den Ausführungen des Abg. Friedberg entgegen. Der Finanzverwattung müsse daran liegen, mit festen Einnahmen rechnen zu können.

Abg. Dr. Pachnicke (Vp.): Bei 300 Mill, im Aus­gleichsfonds sollte man die Steuerzuschläge enb- lich.fallen lassen. Bei ber Reform ber Fahrkartenstener dürfe bie 4. Klasse nicht berührt weben und auch die 3. Klasse müsse geschont werden.

Abg. Ströbel (Soz.) fordert bessere Gehälter i.nb Löhne für Beamte und Arbeiter. Die kommende Wehr­vorlage müsse unter allen Umständen von den besitzen­den Klassen gedeckt werden.

Abg. Hammer (kons.) führt aus, daß gegen die B c» amtenkons umvereine und Beamtenwirischafts- - 'Abg. Noske (Soz.): Da§"Zentrum sollte sich rück- I greine in Berlin mit Recht schwere Anklagen von ben sichtSlos mit uns für eine Friedenspolitik ins Zeug legen, Gewerbetreibenden erhoben worden sind. (Lebh. Zust.) aber es macht zuviel Scheinmanöver. Eine Regierung, I Abg. Herold (Zentr.): Die Notstandstarife haben für die die Sozialdemokratie verfolgt, die fortwährend gegen I Futtergerste und Mais ^ebenfalls für alle Orte, die Mais die Grundsätze der Sozialdemokratie auf das schärfste I und Gerste durch ben Dortmunb-Emskanal bisher be- Herstoßt ... .

Die Fortsetzung dieses Satzes und damit die ganze Aussprache erstickt in dem minutenlangen Gelächter. Als es sich gelegt hat, wird a b g e ft i m m t.

Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt. Der sechste Departementsdirektor wird gestrichen, die Reso­lution der Fortschrittlichen Volkspartei auf Vereinheit­lichung der Laufbahn der Marineverwaltungsoffiziere und -Beamten tvirb angenommen. Angenommen wird ferner eine Kompromißresolution auf Berücksichtigung der Heimarbeiter bei Vergebung von Marinelieferungen. Beim Titel Rechtspflege tvirb ein Kriegsgerichtsrat ge­strichen. Eine Resolution der Kommission auf Verbesse­rung der Gesamtstellung ber Deckoffiziere, sowie eine Re- solution auf Einführung der zweijährigen Dienstzeit werben angenommen.

Beim Kapitel Jndiensthaltung beantragt bie Kommis­sion, blinbe Tafelgelber nicht zu bewilli­gen Das Haus beschließt bementsprechenb. Beim Ti­tel Bekleibung klagt Abg. Albrecht (Soz.) über Beschäf- hgung von Frauen für die Marinewerkstätten aus Spar­samkeitsrücksichten. Die hygienischen Verhältnisse in den Werkstätten lassen zu wünschen übrig.

Vizeadmiral v. Capelle: Auf die Heimarbeit ber tfrauen, die lediglich eine Wohlfahrtseinrichtung barstellt, können toir nicht verzichten. Meist hanbelt es sich um Untereffizierssrauen Unb Witwen, bie wir beschäftigen. Die Stäbte Kiel unb Wilhelmshaven sparen dadurch er­hebliche Summen bei ber Armenpflege. Die Löhne für wmtliche Arbeiterkategorien finb erhöht worden. Die

Abg, Schmedding (Zentr.): Die für Erweiterung ber Entrichtungen erforderlichen Mittel werden wir gerne be» wtllrgen. Den Ausgleichsfonds müssen wir pfleglich be­handeln, damit wir in ungünstigen Zeiten über die bann entstehenden Fehlbeträge Hinwegkommen. Das Mehr über 500 Mtll. werden wir für Meliorationen und De- soldungserhöhungen verwenden können. Unbedingt ist schon jetzt eine Ermäßigung der Kohlenausfuhrtarife für das Saar- unb Ruhrkohlengebiet. Die Vermehrung ber Arbeitskräfte von 28 000 Köpfen, bie u. a. zur Gctväh- . r. - , , , ö, , n — — । rung von Ruhetagen unb Erleichterung des Kircheu-

m?.^?".5kraren ben Antrag: Jeder Mann, der an einer I besuches bestimmt finb, ist zu begrüßen. Was bie all-

nnlitarffchen Uebung teilnimmt, erhält seinen halben I gemeine Deutsche Eisenbahngesellschaft anbelangt, bin

SxtgeSöerbwnft als Entschädigung. Da wies man Ihnen ich ber Ansicht, daß preußische Instanzen besser Rücksicht Nach, daß bann etn Bankbirektor, ber täglich 1000 Mk. I nehmen können auf bie wirtschaftlichen Verhältnisse als

terbtent, Pom Fiskus täglich 500 Mk. erhalten müßte. I das schwerfällige Reich. Anbererseits würbe ich eine

Heiterkeit.)^ Das haben Sie emgefehen unb weitere Teilgemeinschaft auf sachlicher Grundlage bil- Jhren Antrag abgeanbert. Wer also im Glaskasten sitzt, I ligen. u

sehe sich vor! Unser Antrag über die Messe- und I Abg. Dr. Mocco (natl.) hält den Plan einer deutschen Tafelgewer ist em gwher etatsrechtlicher Er- I Eisenbahngeiiieinschaft für wenig aussichtsvoll. Unter 1°1 9l .Darüber sollte sich zeder freuen, der bas Ansehen I keinen Umstänben dürfe man Preußen bie Eisenbahn-

Reistages fordern will. (Beifall.) Ueber bie I einnahmen schmälern. Er wünscht auch Wiebereinfuh- zstoeizahrige Dienstzeit bei ber Marine-Jw- I rung der Ausnahmetarife.

fanterie wird eine Verständigung zu erzielen sein. Auch Abg. Frhr. v. Zedlitz (ff.): Infolge einer künftigen fön bie Matrosenarttllerie halten wir daran fest. Wir | Erhöhung ber Personalausgaben unb der Steigerung berlangen tüchtiges Material unb tüchtiges Personal. I der technischen Ausgaben sei es notwendig, bas Extra- Dw Haltung der Sozialdemokratie berührt eigenartig. I orbinarium in Zukunft reicher auszustatten. Ermäßigte Da stellt sich Herr Noskehin, halt eine lange Rebe, bringt I Tarife seien auch für baS Niederschlesische Revier not- etnen Wagen von Wünschen vor, und zum Schluß krönt I wendig.

ft fein Werk mit dem Ausspruch: Trotzdem werfen wir Minister v. Breitenbach erklärt, daß man dem Aus- ba8 ganäe ®tat§toerf tn die Wolfsschlucht! Das ist eine I gleichsfond etwa 160 bis 170 Mill, zuführen könne so» merkwürdige Art des parlamentarischen Mmpfes. (Zu- daß dieser End. März rund 300 Mill, betragen würde

stimmung.) Unser Vaterland muß so stark gerüstet sein. Wegen ber vermehrten Ausgaben sei bei Tariserrnäßi-

bafe es jedem Angriff jeher Macht und auch jeder Korn- I gungen größte Vorsicht am Platze und im Landeseismi-

Umtti°n 60n Machten gewachsen ist. (Lebh. Beifall.) I bahnrat halte man solche z Zt nicht empfehlenswert.

Wir können ferne volkstümlichere Politik treiben, als I Für bas Saargebiet unb Nieberschlesien feien sie roeaen Ipenn totr durch ein stark es Deutschland ben ber größeren Absatzschwierigkeiten erwägenswert. Frieden erhalten. (Beifall.) Es wäre schreck- I nch, wenn ber Frieden unterbrochen würde, toenn der I Frieden erst mit den entsetzlichen Opfern eines modernen I Krieges wiederhergestellt werden müßte. (Beifall.) Wir I -stellen keine Reuforderungen. Das ist Sache des Marine- I amtß, dessen Leiter alle Verantwortung zu tragen hat. I Er hat allein den vollen Ueberblick über alle Dinge. Es I ist bedauerlich, daß diese Rüstungen einen solchen Um- I fang angenommen haben. Aber wir in Deutschland fön» I nen sie nicht vermindern. Denn jede Verminderung I her Lasten müßten wir letzten Endes furchtbar teuer I bezahlen. (Lebh. Beifall im Zentr.)

I Die „Bayerische S taatszeifung" tritt

(im Gegensatz zu den verdrossenen Stimmen aus I schiffes „Kaiser" bei Regen und Sturm wieder in Dresden) nut großer Begeisterung für den Plan Wilhelmshaven ein. — Das Befinden des Präsidenten I cm und meint, . I ^eg Abgeordnetenhauses, Grafen v. Schwerin»

I die Parteien würden bei der gebotenen grundsätzlichen 1 Löwitz, der Ort einer Mittelohrentzündung erkrankt ®ini™h6feit sich unschwer über bie Einzelheiten ber ist, gestattete ihm nickt, die Amtsgeschäfte, wie beab. I ’c n,b 10 e ?•'. ~a$ der bayeri- sichtigt war, am Montag wieder zu übernehmen. Auf

ÄerernftimmungUL biefe große Aag/sich l°e i ch tglichen Wunsch fi-ird er sich nach dem Süden be< gemeinsame Wege für bie Beschaffung ber lauf enben 9eben' ,,m R* bott von fernem Leiden zu erholen.

I Ausgaben finden lassen würden. Dabei hält das Blatt I + Der Reichstag wird, tote wir hören, bereits I daran fest, baß „bie Anwenbung bieses Prinzips nur I am Samstag den 8. d. M. in die öfternfeiiert I eine e i n m al ig c unb ausnahmsweise, durch bie I gehen, die bis zum 2. April dauern werden. In I "vfierordentIichen Umstände bedingt fein kann". I einigen parlamentarischen Kreisen glaubt man die

Wie soeben erwähnt ist, sieht bie „Kreuzztg." I Wehr- und Deckungsvorlage bis Pfingsten noch em I andere Konsequenzen voraus und es läßt sich nicht I ledigen zu können. Diese Ansicht wird von den meb ■ verkennen, daß die Verhältnisse immer stärker dahin I sten Parlamentariern jedoch nicht geteilt, sodaß cinj Ege», die Vermögenssteuer dauernd für So mmertagung des Reichstags wohl nötig seist das R e r ch nutzbar zu machen. Ein Berliner Blatt wird

läßt sich schon aus nationalliberalen Reichstagskrei- + Für die Landtagswahlen. In der Zentrums J5n nreldm, daß man dort allgemein in dem Plane i fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses v cer Kriegskoiwribution den Weg zu einer künf- I vom Vorstand der Wunsch ausgesprochen roorb^. itgett Reichsvermogenssteuer sehe. Tie I daß nach Wiederaufnahme der parlamentarisE einzelstaatlichen Regierungen werden sich also wohl Arbeit am 1. April, wo die Verhandlungen deS klar machen muffen daß auch sie an dem natio- Kultusetats im Plenum beginne», die Äbgeordi ^™et^en ,:uufle,n- i neten von $ erlitt nicht abwesend fein sollen,

B-elfach wird die Ansicht laut, daß der Gedanke I Die ganze Fraktion hat dem ihre Zustimmung gegeben, des Opfers vom Vermögen, nachdem er einmal in Die Wahlkreise sind deshalb gebeten, ihre Abgeord. die Oeffentlichkeit geworfen ist, auch unbedingt I neten in dieser Zeit zu Wahlreden nicht aufzufordern, zur Durchführung gelangen muffe. In der I hierzu vielmehr die parlamentarische Pause vom 14. ~at. wurde em , Sch eitern des Planes sowohl März bis 1. April und die Zeit gegen Schluß unst-r Ansehen nn Auslande als auch den innern des Landtags, anfangs Mai, in Aussicht zu Frieden bedenklich gefährden. Ein tüchtiges Opfer I nehmen i ■

ber wirtschaftlich besser gestellten Volksklassen ist )( Reichsgesetz über den Handel mit Futtermittel», wirklich notwendig. Aber dabei hat der Reichstag I Düngemitteln und Sämereien. Das Zentrum hat immer noch die Freiheit bte Ausführung des Ge- I im Reichstag folgenden Antrag eingemacht, A bankens jo zu gestalten, daß weder der Einzelne I „den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, im Hinblick noch der gc | amte Handel und Wandel wirt- I auf die großen, immer mehr um sich greifenden Miß- schaftlich gefährdet wird. I stände, welche in dem Handel mit Futtermitteln, Dünge-

Die goldenen Eier brauchen wir, aber das Huhn I Mitteln, Sämereien herrschen, sowie im Hinblick darauf, muß lebendig und gesund bleiben. Die einmaligen I daß der Betrugsparagraph des Reichsstrafgesetzbuches Ausgaben verteilen sich auf wenigstens vier Jahre berufener Juristen zur Bekämpfung dieser

und liefern zum aroßen T-il dau erb af t e Ein- I Mißstände nicht ausreichend ist, ein besonderes Gesetz rirhh.nnln Jü6n den Handel mit Düngemitteln, Futtermitteln,/

? sich also auch die Abgabe in I Sämereien, entsprechend den Grundgedanken, die im: mehrere Jahresraten teilen, ohne daß der Zweck I Nahrungsmittelgesetz zum Ausdruck gekommen sind, zum- leidet oder bte Fmanzpolittk unsolid wird. I Schutze der Landwirtschaft und des reellen Handels

* i baldigst in die Wege leiten zu wollen."

, Die D-ckunaskraae ' I ** Teuernngspetitiou der Eisenbahnbeamten. Eine

_ .7 ^ °ungsfrage. Neuregelung der Teuerungsbeihilfen für Eisenbahn»

Man schreibt uns aus Berlin: Die stimmführen- I beamte strebt eine an das Abgeordnetenhaus gerichtete den Mitglieder der Einzelstaaten im Bundesrat | Petition des .Reichskartells der Verbände der Be- haben in der am Samstag abgehaltenen Sitzung dem Vorschläge der Reichsregierung, eine einmalige Abgabe vom Vermögen zu erheben, zugestimmt.

Da sich im Reichstag für diese einmalige Abgabe zwei­fellos auch eine große Mehrheit finden wird, darf diese einmalige Abgabe schon so gut wie beschlossen angesehen werden.