4- Blatt.
6er telbaer Zettentracerei in Selbe.
**• Fuldaer Teilung. *:*
M 50.
Samstag L März |91o.
112754,80
Ltteines Feuilleton
nicht dich das nicht
1825,-
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Nus Be-ragen, ob er t-ne Bescheiniguna des Meisters habe, gab er au-we ck>->nde Antworten. Der in Betracht kommende christlich Oraanisierte suchte den W'derstanv leistenden Arbeiter zu entfernen, wobei eS zum Handgemenge kam. Letzterer stolperte, kam zu Fall und will eine kleine Verletzung davon getragen haben. Darauf wurde der christlich oraanisierte Schleifer entlasten. Eine Anzahl Arbeiter sand die Strafe dec Entlastung für ungerecht und ersuchten die Firma, den-elben weiter zu beschätliaen reipeltiv wieder einzustellen. Der christliche Metallarbeiter- verband hat niemals verlangt, daß der Mann wieder eingestellt werden sollte. Gerade daS Entgegengesetz e ist wahr. Um dielen Vorfall nicht zum Konflikts,tust werden zu lasten, wurde dem Arbeiter seitens des Verbandes eine andere Stellung vers afft, in weicher er sich noch beute befindet und verlangt der Arbeiter nicht mehr nach der Firma Schmöle zurück.
1,49 Proz. Die Zahl der S ch a f e ist von 4 372 489 auf 4 107 377 oder um 6,06 Proz. zurückgegangen. Sogar die Zahl der Z i e g e n ist von 1907, dem letzten Zählungsjabr, bis 1912 von 2 235 529 auf 2 085 446, also uni 6,71 Proz., zurückgegangen. Die Ziege gilt als die Kuh des kleinen Mannes und weniger noch ihr Fleisch als ihr Milchertrag ist in sozialer Hinsicht nicht hoch genug anzuschlagen. Wenn trotz- dem in fünf Jahren aufstcigender Bevölkerung bte Ziegenzahl sich nicht nur nicht vermehrte, sondern recht erheblich zurückging, so seit das überaus bedauerlich. Am allerschwersten fällt der Rückgang der Schweinezucht ins Gewicht. Während wir am
Der Bonifatirrsvereirr und die
, Diaspora der Diözese Fulda
Damit die Leser des «Fuldaer Zeitung' sich einen gegriff machen können, von welkster Bedeutunq der Bonifatiusvcrein für unsere Diözese ist, lasten wir hier ein dem .Bonikatiusblattt entnommene Zusammenstellung der für die Diaspora unserer Diözese im Jahre 1911 gemachten Aufwendungen folgen. S e belaufen sich ans 1 12754 Mk., während die Einnahmen nur 38381 Mk. betrugen, worauf auf Einigungen und K.lletten ungefähr 15 600 Mk. entfallen. Die Mehraufwendungen für untere Diözese belaufen sich also auf zirka 75000 Mk. Wenn auch die kleine, arme Diözese Fulda niemals in der Lage sein wird, allein alle Bedürfnisse ihrer verhältnismäßig großen Diaspora befrich gen zu können und immer auf die Unterstützung des GesamlvereinS angewiesen fein wird, fo ist, wie wir trüber schon borge- legt hoben, eine Steigerung der Einnahmen doch möglich. Alle Bistumsangebörige sollten <§ deshalb alsemeEhrensache betrachten, denBonisatiusverein zu firomi und zu unterstützen.
Diözese Fulda.
£ Die Ergebnisse der Viehzählung in Preusien.
der Nieren. Dori aber, wo man Milch trinkt, nach Raubtierart Beefsteak verzehrt, dort laß ruhig »nieder. Dort blüht die Gesundheit und Glück — sollte man meinen! Müßte man da
glauben, die Herren schweiften als Bombenkulis, als Athleten — Menschen, vor Lebenslust und Vergnügen strotzend, durch die Felder und Auen deS Landes? DaS Himmelreich auf Erden! Aber nein! Diese Menschen, exemplare reizen wenig zur Nachahmung. Lang und dürr wie das Heidegras schwanken sie gelblich durch das morose Dasein als Sklaven ihres eigenen Stuhlganges. Sie beäugen, kritisieren alles und denken an nichts, wie an die Funk innen ihres Darmes. Sie haben wenig oder gar keine Kinder und sind die Peiniger ihrer Frauen, welchen über jenen furchtbaren Men. scheu längst jeder Appetit vergangen ist, denen ein Beefsteak ä la tartar der Inbegriff aller Schlechtigkeit Reis, gekocht in mitleidsvoller Denkungsart vegetarischer Prinzipen, das Symbol jeglicher Tugend ist. Die Herren Antialkoholiker haben wenigstens noch ein Mo
ll 176,62 1225- 235,— s9,-
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tiv für sich. DaS ist freilich nicht viel, sogar sehr wenig, aber es ist wenigsten? etwas. Dieses Motiv ist etwas fadenscheinig: Es ist der Alkoholmißbrauch. Kann man aber nicht alles, auch das Beste, mißbrau. chen? Und beweisen nicht bestehende Tatsachen, daß gerade in den Abstinenzler-Staaten Nordamerikas Opium und indischer Hanf mehr Unglück anrichten, als der Alkohol in Deutschland je angerichtet hat, Allah hat seinen Kindern mit dem Weinverbot nichts Gutes getan. Siebten die Osmanli mehr den Wein als die Weiber, wäre es für sie bester gewesen. Dann rauch, ten sie auch kein Opium. Da ist mir eine Maß Hof. bräu doch lieber! .Haben die Antialkoholiker wenigstens einen Schetngrund für ihre Lehre, en behren die Her. ren mit den Wirsing, und Koblrabiköpfen selbst eines solchen. Die Wucht der Tatsachen setzt sie einfach ins Unrecht: Der Vegetarianismus ist nur ein Aberglaube, die Vegetarianer selbst sind nichts anderes als Originale. Und noch dazu gar nicht unschädliche. Ihre Dehauvtung, die körperliche und geistige Wiedergeburt der Menschen könne erst dann eintreten, wenn die Menschen auf Fleischkost verzichten, ist geradezu ein Frevel. Wer verlangt nach einer Wiedergeburt? Wer hat da? Bedürfnis nach einer zweiten verbefferten Auflage feiner selbst als eui dekadenter Menscb? Wir zieben vor, zu bleiben, wie wir sind, und fühlen uns recht wohl in. unserer Haut.
— Tamen-Toileiten-Perleih-Anstalten. Man braucht nicht gerade deutscher Student zu fein, um ru wissen, daß es in asten größeren Sädten Frack- V"rieih-Jnstitute gibt, die es jedem, der nicht gerade gut bei Kaste ist, ermöglichen, zu gelegener Zeit feierlich oder festlich im Frack zu erscheinen. Solche Institute inserieren ganz.offen in den Zeitungen. Das Stichwort und die einfache Adreste genügt ja. lind die Herren^ Direktoren solcher Institut' machen sehr gute Geschäfte. Darum auch nicht! Ein Frack ist ein immerhin teures Möbel, das obendrein oft viele Monate, vielleicht Iabre lang Verlagen im Schranke bängt, weil man seiner nicht bedarf. Denig öffentlich bekannt ist aber, daß es in den Großstädten auch Berl'ih-Anstalten für hochelegante moderne Da- men-Toiletten gibt Man weiß, daß eine Dame von Welt in jeder Saison eine Menge Festlichkeiten aller
zu kaufen, und Kaninchengerichte findet man ständig auf der Speisekarte seiner Hotels. In Frankreich berechnet man die Jahresproduktion an Kaninchenfleisch auf über 400 Millionen Mk.! Wie weit sind wir Deutschen da noch zurück! Wir jammern lieber über Fleischnot und Fleischteuerung, anstatt kräftig überall den Hebel anzusetzen. Denn auch die Kaninchenausstellungen machen eher den Eindruck des Sportlichen als den der Bemühung, dem National- Wohlstand int großen Maßstabe förderlich zu sein. hf.
— Gegen die Vegetarianer wendet sich das „Baye- rische Vaterland' in humorvoller Weife: „Die Hypo- chonder kämpfen gegen den Alkohol — NB. der Alkohol ist ein „Gif." —. schwärmen für naturgemäße Lebensweise und agitieren für den Vegetarianismus. Ueberall wittern sie frühen Tod! Besonders dem Alkohol und der gemischten Ernährung haben sie ewige Fehde ge- schworen und bekämpfen alles, was nicht gerade in ihren Kram paßt, mit einem wahren Fanatismus. Wer Wein und Bier trinkt, ist ein Verlorener. Wer eine heitere Tafelrunde den langweiligen Hypochondern der Vegetarianer-Restauration vorzieht, ist ein Minder, wertiger. Er wird ganz sicher sterben. Elendiglich zugrunde gehen an einer Degeneration des Herzens und
)( Die Entwickelung der katholischen Schulen in Frankreich.
_§Iu§ gegnerischem Munde liegen heute vielt- prächtige Zeugnisse für die großartige Entwicklung vor, die die katholische Privatschule in Frankreich genommen hat. Der Kongreß der Unterrichtsliga, einer Institution zum Schutze der religionslosen Staatsschule in Frankreich, der in Gertrdmer, einem kleinen Städtchen in den Vogesen, getagt hat, brachte nämlich bittere Klagen der Verteidigt r der Schule ohne Gott und ohne Religion über die „unheimliche Konkurrenz", die von den katholischen Schulen gemacht werde. Schon die ersten Worte des Referenten, Generalsekretärs Robelin, waren auf diesen klagenden Ton gestimmt, indem er sagte. „Niemals ist die Laienschule mehr angegriffen, mehr bedroht gewesen."
Im Westen, fuhr er fort, haben einige Departements, wie die Deudse, fast 50 Prozent der Besucher der Schüler an die Laienschulen verloren. Tie Staatsschulen stehen fast ganz teer. (Sine große Zi hl von Lehrerposteu konnte dem Einzug unterstellt werden. Im Departement Maine-et-Loire haben 46 öffentliche Schulen nur 5 Schüler, 23 nur 3 Schüler und 24 haben überhaupt keine Besucher mehr. Im Te- partement Jlle-et-Villaine stehen den 50 000 Scuü-
I stellung über eine in allen Aufnahmeklassen richtig durchzuführende Festlegung des vorhandenen Schatzes von einfachen, grundlegenden Vorstellungen der Farbe, des Raumes, Gehörs, Geruchs, Geschmacks, des Tast- und Temperatursinnes, der Zahl, der Zeit, der persönlichen Umgebung des Kindes und seiner Naturbeobachtung einfacher, religiöser und pro- faner Abstraktiönen.
Weiterhin wurde eine Prüfungsform zusammengestellt für Festlegung der Schulbegabung in den verschiedenen Altersstufen, wobei die Arbeiten hervorragender Forscher direkt für die Bedürfnisse von Schule und Haus eingerichtet wurden. Eine größere statistische Aufnahme wurde über die Ideale bet Kinder vorgenommen mit ca. 1800 Schülern nud Schülerinnen, die sodann noch ergänzt wurde in mehreren Klaffen, bereit Kinder von der Schule ab* gingen, durch Befragen über das Verhältnis der Schüler zum Religionsunterricht. Die mit peinlicher Sorgfalt beobachteten „Jnstruk- tionen" für die Aufnahmen sind zum guten Teil das Ergebnis von Beratungen in den Hebungen, sowie von gemeinsamer Arbeit des Kursleiters mit dem Convent der „Armen Schulschwestern" in München, die sich an den Arbeiten beteiligten. Tas Material, das sich ergab, ist zum teil in kleineren Arbeiten verwertet, die im „Pharum", in der Zeitschrift für christliche Erziehungswissenschaft" und in der katholischen Lehrerpresse erschienen sind. Die umfassende Veröffentlichung steht noch bevor. Nutzbar wurde es auch gemacht in den „fliegenden Kursen", von denen der Verein für christl. Erziehungswissenschaft im Jahre 1912 33 veranstaltet hat, außer weiteren 13. größeren Dentonstrationsvorträgen. Auf 7 dieser Kurse wurde die experimentell-pädagog. Forschung 4stündig behandelt.
Gegenwärtig werden von der Münchener Arbeitsgemeinschaft eine Reihe von größeren Untersuchungen fortgeführt und möglichst zum Abschluß gebracht.
So ist die Festlegung der Schulbegabung für 15 Klassen mit ca. 800 Kindern vorgesehen... Die für die Schul- und Erziehungsarbeit wichtigen Typen werden in etwa 24 Klaffen geprüft und dabei eine für den ersten Religionsunterricht außerordentlich wichtige Frage mit erledigt, nämlich die Aufnahme dessen, was das Durchschnittskind in einer kath. Schule von religiösen Begriffen mit zur Schule bringt. Wertvolle Ergänzungen dazu und zu der Frage nach den Idealen der Kinder überhaupt wird die Beantwortung eines an 2000 erwachsene Personen hinaus- gegebenen Fragebogens bringen. Die experimentell- pädagogische Literatur wird künftig auch eingehend berücksichtigt werden im Jahrbuch des Vereins für christl. Erziehungswissenschaft, bei dessen letzter Generalversammlung eine Kommission für die Bearbei- tung des Materials gewählt wurde, der u. a. bei Leiter ber Münchener Arbeitsgemeinschaft, F. Weigl in München-Harlaching unb Seminaroberlehrer H a- brich, Professor K a'm m e l angehören. So sind viele Hänbe tätig, bamit bie Katholiken auch auf die, sein bebeutfamen Gebiet nicht zurücktreten hinter ber mrbernen Arbeit.
Art mitzumachen hat, besonbers, wenn sie hoffähig ist. Allein alle biese Damen können unmöglich öfter als zwei- bis breimal in ber gleichen Toilette erscheinen. Die hochfeinen Toiletten kosten aber ungeheures Gelb, unb so verkauft man sie an bie Verleih- Anstalten. Ta läßt sich wenigstens bie Hälfte ber Kosten retten und wieder herausschlagen, manchmal auch nur ein Drittel. Außer den „erstklassigen" Hos-Menschen gibt's aber bekanntlich noch andere, die ebenfalls Feste feiern, zu großen Gesellschaften gehen ober selbst geben. Diese Damen ber seinen Gesellschaft, bie gewöhnlich noch mehr rechnen müssen, lassen sich vielfach gar nicht erst eigene Gesellschaftskostüme anfertigen, fonbern sie leihen sie einfach! Berliner Toiletten werben natürlich nie in Berlin verliehen, bas könnte sonst leicht einmal einen peinlichen Gesprächsstoff geben; man schafft sie in andere Großstädte; bie Berliner Leihkostüme bezieht. man toicber von Lonbon, Paris, Wien usw. hf.
— Warum singt unser Kanarienvogel nicht mehr? Zu einem wirklich traulichen Heim gehört der Kanarienvogel. oder einer, der nach Herzenslust singen Ic#5. Man geht und kaust sich, oft für teuren Preis eines „Edelroller", aber siehe, schon nach wenigen Monaten wird der Musikant immer stiller. Man sucht nach Gründen und glaubt wohl, der Vogel sei schon zu alt, man sei betrogen, oder man glaubt, der Vogel singt nicht mehr, weil er keine Gesellschaft mehr bat. Die wahren Gründe sind indes ganz andere: Ein Kanarienvogel, der singen soll, darf nie zu fett gefüttert werden, darf niemals in Zualust kommen, darf kein Ungeziefer haben und darf auch nie an einer zu hellen oder gar zu sonnigen Stelle Sieben! In diesen vier Punk en werden allenthalben Fehler gemacht, weniger aus Unkenntnis, als vielmehr, weil man ein men-ch- liches Rühren hat und des Glaubens in, daß der Vogel dieselbe Sehnsucht nach Licht und Sonne hegt, wie wir Menschen. Stelle oder hänge man den Vogel von Anfang an an einen halbdnuklen Ort wo nie Zugluft hinkommt. Hier wird der Vogel durch nichts abgelenkt, er wird auch durch nichts m Furcht gesetzt, kein Luftzug mach- ihn heiser, die heiße Sonne brennt und blendet ihn nicht, und so singt er im vollsten Gefühl des Wohl- befindens weiter, sozusagen aus Langeweile unb ju?
SIHenborf, Seelsorge, Schule
Apolda, Seestorge, Schule, Schuldentilgung. . Bebra, Seelwrge. Religionsunterricht, Reilelosten Bergen-Enkheim, Kirchenbau, Gottesdienst. . . vruenhausen, Seelsorge, MebsUft., Schuldentilg.
Diasvoratinder, Reiiekosten.........
Btrftem, Seelsorge, Kirchenbau, Schule, Schuldentilgung, ReUekosten............
Badenheim, Grunderwerb
Buchenau, kircht. Bedürfnisse ....
Gaffel, Diaiporaklnder...........
Eiienach, Schule, Schuldentilgung Elm, Seeltor ge Eschersheim, Kirchenbau Fechenheim, Seelsorge • ...
Frankenberg, Seelsorge, Schulbau Getnbausen.Seelsorg-,Kirchentau, Diasporakind. Gersfeld, Schuldentilgung
Ginnheim, Seelwrge, Schuldentilgung .... Gudensberg, Gottesdienst, Schuldenstlgung . . Gaschwitz, Religionsunterricht........
Hanau Kirchenbau.............
HerSteld, Kommurnkanten-Anstalt .
Homberg, Seelsorge, Schuldentilgung
Hünteld, Kommunilanlen-Anftalt... .... Jhnngshauien, Schuldentilgung • .
Jena, Seelsorge, Relig.-Unterricht, Diasporakind. Ilmenau, Seelsorge, Relig.-Unterricht, Mebstift. Karlshasen-Hoigelsmar, Seelsorge, Gottesdienst, Tiaipo-almder..............
K.sselbach, Schuldentilgung
Keffelstadi, See.sorge, Miele, Reisekost., MtssionS- Hausbau .................
K'rchham, Seelsorge, Miete ...
Langenselbold, Seelsorge
Langenschwarz, desgl., Miete, Schule ....
Lengsseld, Gottesdienst.......*. . . .
Marborn, Seelsorge (in Steinau) .....
Mariob, Schule.............
Melsungen, Seelsorge,Schuldenttlgung,Diaspora- ktnder.................
Nenndorf, Seelwrge, Kultus!., Schuldentilgung, Meb'iistunq, Religions-Unlerriwt, Duuporak.
Neu-iadl a. O, Seelsorge, ttuchenbau, Schuldentilgung, Meßilisiung, Diatvorakmder....
Overntirchen, Seelsorge, Schuloentilgung, Dia- sporalinber.............
Praunheim, Seelsorge, Gottesdienst, Miete,Reisekosten ....
Rmleln, Meßstijlung, Schuldentilgung, Diasporakinder . ...............
Rothenditmold» Seelsorge, Schuldentilgung, Dia- sporalmder ....
Salzungen, Schuldentilgung
Schlüchtern, Gottesdienst
Salmünster, Schuldentilgung (für Diaspora) . Schmalkalden, Seelsorge, Schule, Retjelosten, Schuldentilgung...........
Seckbach, Seelsorge, Meßftiftung Spannenderg, Miete, Gottesdienst
Steinau, Reisekosten ....
Vacha, Seelsorge, Reisekosten, Diasporakiiider .
Wamried, Seelsorge, Schule, Schuldentilgung, Mebstiitung, Miete, Kommunionkmder . . .
Wehlheiden, Reisekosten, Diasporakmder . . .
Werda, Seelsorge, Schule, Schuldentilgung, Grunderw rb, Diasporakrnder.......i
Weimar, Seelw'ge, Schule, Schuldentilgung, Reis, kosten-Ausluge, Fahrlarten......■
Wrtzenhauien, Panorutwn, Schuldentilgung. .
Ziegenhain, Seelsorge, Schuldentilgung, Meß- ftlstung............... .
Für verschiedene Missionen !
Für Paramente
Endlich erfährt bie Oefsentlichkeit auch bie vor- läufigen Ergebnisse bei Viehzählung vom 2. Dezent- ber 1912, soweit Vrkstißen in Betracht kommt. Aus beit kleineren Bundesstaaten sind die Zählungsresultate schon längst bekannt.
Wie steht es nur. mit der Viehhaltung in Preußen? Es hat einzig und allein eine Zunahme des Rindviehbestandes stattgefunden. Abge- nommen dagegen haben bie Bestäube bei ben Schwei nen, Schafen unb Zi e g e n. Im Ver- gleich zu ber Zahlung von 1911 stieg bie Zahl ber Rinder von 11682234 auf 11856 106 oder um
Küchenbericht. Immer näher kommt die ge- müsearme Zeit, die jeder Hausfrau in Hinsicht deS Speisezettels gar mancherlei Schwierigkeiten verursacht. Fleischgerichte bleiben teuer tote zuvor. Darum möchte man in ber gemüsearmen Zeit nicht in vermehrten Fleischgerichten sein Heil suchen. Vorläufig gibt's für bie Hausfrau noch eine ziemlich befriebigenbe Auswahl in etlichen in- unb auslän- bischen Gemüsen, unb schließlich bieten bie Konserven bie jetzt in so großer Mannigfaltigkeit unb zu wohlfeilen Preisen hergestellt werben, einen guten Ersatz für bas Fehlende. Zudem kann man ja auch mehr als bisher an Hülsenfrüchte benten, an Mehl- speisen, an Eierspeisen usw. Mit bem Winter und ben Wintergerichten ist es freilich nun halb zu Ende. Man bentt schon an bie Frühjahrskuren! Das sollte eigentlich jeber tun! Eubivien unb Brunncnkresse finb bie ersten Salate. Brunnenkresse schmeckt vorzüglich zu allerlei Braten, auch Geflügel, nur bars man ihn nicht mit Effig, fonbern mit Zitronensaft anfäuern, um ihm den balsamischen Geschmack unb bie Frische zu erhalten. Man kann bie Kreffe, bie als blutreinigenb schon :m sechzehnten Jahrhundert bekannt und bei Kaiser Ferdinand I. besonders beliebt war, auch wie Schnittlauch zerkleinern und auf Butterbrot streuen. Auch Rhabarber rinnet sich su Friih- jahrskuren. Man bekommt „englischen" Rhabarber schon jetzt zu kaufen, nur ist fraglich, ob er England lemals gesehen hat. Der erste' Rhabarber stammt nämlich maffentocife ans der Hamburger Gegend, bett sogen. Vierlanben. Man stülpt hier Tonnen über bie noch unentwickelten Freilanbstauben unb erzeugt durch aufgehäuften Dünger einen so hohen Wärmegrad, baß die bekannten langen bicken Stengel sich sehr rasch entwickeln. — Wie int zeitigen Frühjahr Üblich, gibt's jetzt nllerorten Kaninchenausstellungen, da und dort mit einer Gelegenheit verbunden, sich an Kaninchenspeisen zu delektieren. Wir Deutschen hegen vielfach ein großes Vorurteil gegen ben Stallhasen; in England, Belgien, Frankreich bekommt man Kaninchenfleisch aber tagtäglich in jeber Markthalle
In ben Forderungen der Arbeiter, bie ben Ans- J gangsputtkt des ganzen Kampfes bilden, ist denn 1 auch mit keinem Wort von der Wiebereinstellung bes christlichen Berbanbsmitgliebes bie Rebe. Tie Arbeiter sagen: es hanbelte sich ursprünglich um bescheibene Lohnforderungen bei der Firma Schmöle u. Co., bie schroff zurückgewiesen wurden unb bie SlrbettSnieberlegung im Gefolge hatten. Es wurden gefordert für erwachsene männliche Arbeiter I mit einem bisherigen Lohn unter 3,80 Mark eine Zulage von 25. Psg., für bie unter 5 Mark 20 Pfg. und bie übrigen 10 Pfg. Zulage. Die Löhne ber Arbeiter waren in ben letzten fünf Jahren ziemlich I I 1. Dezember 1911 17 244 855 Schweine zählten, toa- I die gleichen geblieben, während in ber gleichen Zeit I ren berer am 2. Dezember 1912 nur noch 15 452 951 I etne nicht geringe Steigerung ber Lebenshaltung ein» I vorhanben. Das ist ein Rückgang von nicht weniger I trat.
als 134 Millionen Stück obe “10,39 Prozent. I Dte Firma Schmöle u. Co. glaubte aber jedes
Zu diesen Zahlen wird noch verschiedenes zu sagen I Entgegenkommen ablehnen zu müssen; dem Ge- I sein, vorläufig sei festgestellt, daß sie 'wieder lehren, I danken, mit ber Arbeiterorganisation zu verhandeln, I baß im Interesse einer ausreichenden Viehproduk- I ü>ar die Firma überhaupt nicht zugänglich. Als I tion namentlich die Vermehrung der kleineren Land- I dann ettoa 70 Arbeiter in den Streik traten, ver- I Wirtschaftsbetriebe in umfassendem Maße erfolgen I Wngte der Arbeitgeberverband, besten Vorsitzenber I muß. Die Zahl ber viehhaltenden Haushaltungen die bestreifte Firma ist, bie Aussperrung, auch hat sich zwar seit 1907 um eine Kleinigkeit vermehrt, I ^r mchtstreikenben Arbeiter, ohne einen Versuch zur nämlich von-3 796 380 auf 3827 384: aber bas Mehr I «erftanbtgung mit ber Arbeiterorganisation gemacht fällt absolut unb relativ fast nur auf bie Stabte. Es I 3“ Haven.. Den ausgesperrien Arbeitern würbe dann hanbelt sich dabei alsc nur um eine verhältnismäßig I e,r*f Erklärung mit dem Verzicht auf das Koalitions- I unbedeutende Viehzucht, die für die Gesamtheit nicht I recht zum Unterschreiben vorgelegt, was nur auf | wesentlich in Frage kommt. Vergleicht man jedoch eme Schädigung und Zurückdämmung ber Arbeiter- bie Viehzucht ber Sanbgemeinben unb ber Gutsbe- I orgonifahon berechnet fetn konnte. So würbe die zirke miteinander, also ber Bauernwirtschaften unb anfänglich einfache Bewegung mit onberen Fragen ber Latifundienwirtschasten, so ergibt sich bei allen belastet und badurch eine Verstanbnmng erschwert Viehgattungen, baß bie L a n b g e m e i n d e n ber ^uch ber völlig Unparteiische sozial Gerechtbenkenbe eigentliche Hon unserer Vtehprobuktion finb. Die I E umhin können, bas unnachgiebige Ber- Schweine nahmen in ben Gutsbezirken um 14,93, in, galten ber maßgebenden Ihrternebmer für dre Schärfe ben Sanbgemeinben nur um 9,72, bie Ziegen in ben «nb lange Dauer dieses Arbeitskamvfes verantwort- Gutsbezirken um 10,97, in ben Sanbgemeinben um I .wachen. Eme Harte war es, wegen so ge- I 6,15 % ab. Ebenso war bei dem Vieh, wo eine Zu- nngfugtger Lohnforderungen einiger 70 Arbeiter
nähme zu konstatieren ist, bei ben Rindern diese Zu- mehrere Tausend ganz Unbeteiligter auszusperren;
nähme in den Gutsbezirken nur 0,9 % gegen 1,56 % und Sweffellos unrecht war es. ,ede Verhanbftmg mit in den Landgemeinden ob. in absoluten Zahlen: in ben I tertoerbonb abzulehnen: besgleichen die I
Gutsbezirken würben nur 16 923 Rinder mehr ge- ^«metnenben $Bermtttehtna8beriurf)e unparteiischer zählt, in ben Sanbgemeinben dagegen 144 392. AuS "^"^ ^erbnraermeister, Klerus beider .Kon. alledem ergibt sich, daß bie Viehzucht bei ben Groß- - z«ruckzutoe,sen. Die-
grundbesitzern immer mehr eine nebensächliche Rolle A^nEbener Arbeitgeber hat in Wei- spielt, unb daß auf ber einen Seite bie Zunahme I crbefremdend ge- I
von Rindvieh nicht sv groß, auf ber anderen der Ver- I r J?; I1*.ihristlnh ge- I
lüft an Schweinen und Ziegen noch größer fein I ,m ^.n’'.fen I
würde, wenn wir nicht die Bauern hätten. 5^fe -wen eme ebnfth^eJrberieroraanriahon
' I '""en., An ber ab'-bnenben Haltung ber einen Par- I
— I tri febrilem alle Ve^mittelunasversuckie. da wird ge- I
MttÄihprrititn itt Wenhett I bis zum Weißbluten ober aar bis zum Ruin I «Uöipcrrunfl in «weituetu | Ptnfr ^Qn^en Industrie. Man wirb Haber alle Be- I Schon vier Monate bauert jetzt ber Arbeitskampf | strebunaen nachdrücklich unterstützen müsten, die auf I in ber Menbener Metallindustrie. Dieser von beiden I die Sckiasfung em-s ReickiseinimmaKamtes hinzielen. I Seiten mit zäber Energie geführte Kampf droht ber I Sollten in-wischen nicht höhere RegienrngSoraane I ausblühenden Industrie des Sauerlandes zum Ver- I bie Angelegenbeit für wichtig aenua halten, ihren I hängnis zu werden und beansprucht daher allgernei- I Einfluß zur Beendigung des Kampfes geltend zu I nes Jntereffe.. I machen? Wir denk-n an dos Rei-bsamt des Innern I
Wenn man bie Entstehungsursache unb weitere I ober den Oberpräsidenten ber Provinz Westfalen. I Entwickelung ber Differenzen objektiv betrachtet unb I Ein Vermittelunasversuch von biesen Stellen hätte I sich fragt: War ein solcher folgenschwerer Kampf I um so eher Aussiistt auf Erfolg, als bie Firma I notwendig? so wird man vom unparteiischen Stand- I Sckunöle u. Co. Sieferant der preußischen Heeres- I punkt aus mit einem entschiedenen Nein antworten | Verwaltung ist.
müssen. Warum hat es sich eigentlich gehandelt? 1 t
Die Arbeitgeber sagen: Um einen von der christlichen I
Arbeiterorganisation angezettelten M a ch t k a m p f; Exft-r»mentels-Väl'aak»^Nche der Verband habe bte Wteberemstellung eines ent« I
lassenen Vertrauensmannes erzwingen wollen. Dem I ”1’ vCtf <IttT rlltNollfnk^k I
Dirik^LLT^larb-iter- altf bem Münchener Katholischen Lehrerverein.
verbaubes entgegen. Dieser schtlberi den Fall tote bem bortigen Verein ber katbolischen Sifjrerinnen, I 1 %er christlich Organisierte arbeitete als Schleifer bei
ber Firma Schwüle u. Go. in einem besonderen Raume. J Lr ""s"^^ruehtmaStotffenschaft hat sich etne Nach emer Anordnung ber WerkSleitung durtten andere I ArbettSgemeinschast für Psleae ber expertmetnell.- I Arbeiter an den dort befindltchen Ewleismaichinen nur I Pobagoaischen Forschung gebildet. Schon int Win- I dann arbeiten, wenn sie hierzu eine schriftliche Erlaubnis I terfemefter 1911/12 waren 27 Teilnehmer tu ber I deS Werkmeisters hatten. Am 19. August 1912 wollte I Sache tätig. Sie erstrebten, noch einem vom Setter I rin Nnoiaan sierler an dielen Tckleiimntchinen arbeiten. I ber Uebttnaen entworfenen Schema eine Zusammen- I