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2. Statt.

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*:* Zuldaer Leitung. -

£ofales.

Fulda. 18. Februar 1913.

# Verliehen wurde dem EiscnbahnbetnebsHkre- KlasseIct^er jU Kassel der Rote Adlerorden vierter Vch'h' volverheld Müller ließ sich wahrsckein- ucy durch Die warmen Lonnenstrahlen der vergangenen Lage verleiten, mit der Natur engere Fühlung zu nehmen. Er zertrümmerle sämtliche Fcusterjcheiben »n seiner Zelle, sowie auch die kleine runde Beobach»

Stadtverordneten-Versammlung.

Fulda, 18. Fe>r. 1913.

An der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenver­sammlung nahmen 23 Mitglieder des Kollegiums teil. Ter Magistrat war durch den Oberbürgermeister Dr. Antoni vertreten. Ten Vorsitz führte ber stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Rechtsanwalt und Notar Mang.

Vor Eintritt in die Tagesordnung stellte Stv. Fritz fest, daß die in der letzten Sitzung gefallene Aeutzerung, die Anstellung eines Schulbauarchitekten sei von ihm in der Baukommission beantragt worden, nicht richtig set. Der Antrag sei von einem anderen Mitgliede gestellt worden.

1. Ausstattung des Turnsaales für Mädchenschulen mit Turngeräten. Für den von den Mädchen zum Turnen benutzten Saal des kath. Gesellenvereinshauses fehlen die entsprechenden Turngeräte, zu deren Beschaf­fung 520 Mk. gefordert und bewilligt werden.

2. Zwei Freigabe-Urkunden werden genehmigt.

3. Verdingungsordnung. Stv. Breitenborn: Wenn man die fast täglich in den Zeitungen veröffent­lichten Submissionsblüten liest, muß man sich oft wun­dern, daß Arbeiten und Lieferungen zu den Schleuder­preisen erfolgen können. Tas kann nur möglich sein durch Herabdrücken der Arbeitslöhne und durch Verwen­dung minderwertigen Materials. Geschädigt werden in solchen Fällen an erster Stelle die Arbeiter, dann der Bauherr, die Stadt und letzten Endes der Lieferant selbst. Viele Städte sind deshalb dazu Lbergegangen, durch Erlaß einer Verdingungsordnung auf diesem Ge­biete Besserung herbeizuführen. Diesen Weg hat jetzt auch die Stadt Fulda beschritten. Namens der Hand- werter der Stadt spreche ich dem Magistrat und beson­ders dem Herrn Oberbürgermeister Dr. Antoni für das bewiesene Interesse an der Handwerkersache den wärm­sten Dank aus, und wenn draußen Stimmen laut ge­worden sind, daß die Sache verschleppt worden sei, so muß demgegenüber betont werden, daß bei der städtischen Verwaltung stets das wärmste Interesse für die Hand­werkersache geherrscht hat. Was in unserer neuen Ver- dingungsordnung aufgebaut tourde, sind durchweg neue Bestimmungen. Dank der Anregungen des Herrn Ar- chstekten Adam sind sie neuzeitlich ausgestattet und ent­sprechen ganz den Verfügungen des Arbeitsministers. Vor allem ist die Einsetzung der ortsüblichen Preise bei Verdingungen von größter Bedeutung. Stv. Dux: Im allgemeinen erkläre auch ich mit mit den Bestimmungen der neuen Ordnung einverstanden. Die Interessen des soliden Handwerks, wie auch diejenigen der Stadt, sind in jeder Hinsicht gewahrt. Darauf erfolgte die Durch. Beratung der sehr umfangreichen Ordnung, deren In­halt wir bereits in Nr. 27 derFuldaer Zeitung" mit. teilten. Nach einigen unwesentlichen Änderungen meist redaktioneller Natur wurde die Ordnung angenommen.

4. Einrichtung einer Entlüftungsanlagc int Klär, anlagengcbäude. Stv. Wehner: Die durch Pumpen und andere Vorrichtungen im Kläranlagengebäude ver­anlaßten üblen Gerüche treten so stark auf, daß sie für die Bewohner und Arbeiter der Anstalt gesundheits­schädlich -sind, sodaß die Gesundheitspolizei leicht eines Tages die Benutzung des Gebäudes als Wohnung ver­bieten kann. Das Auftreten der Gase ist besonders stark bei der Entleerung des Beckens und beim Witte­rungswechsel. Vom Bauamt ist deshalb ein Plan zur Entlüftung des unteren Teiles des Hauses ausgearbei­tet worden. Es soll ein Exhaustor mit elektrischem An­trieb eingebaut werden. Die Kosten hierfür im Betrage von 1600 Mk. sollen aus dem Fonds zur Erweiterung des Kanalrohrnetzes gedeckt werden. Der Antrag wird, nachdem sich auch Stv. Neidert noch für ihn aus­gesprochen hatte, angenommen.

5. KcnntniSgabr des mit dem Kaliwerk Neuhof ab­geschlossenen Vertrages und Beschlußfassung über Ver­wendung der Aucrkcnnungsgebühr. Nach einem von den Stadwerordneten in geheimer Sitzung genehmigten und dann mit dem Kaliwerk Neuhof abgeschlossenen Ver­trag hat dieses für die Rohrleitung der Abwässer durch städtische Grundstücke eine jährliche Vergütung von 1000 Mk. an die Stadt zu entrichten, so lange die Tages- verarbeitung die Höhe von 8000 Doppelzentner nicht übersteigt. Der Magistrat beantragt, dieses Geld dem Fonds zur Errichtung des Kaiser-Wilhelmbades zuzuführen und nach dessen Errichtung als Betriebs­kapital zu verwenden. Der Oberbürgermeister befürwortet den Antrag. Auf diese Weise würde vor allem ein dauernder wesentlicher Beitrag zu den Be- triebskosten geschaffen; es sei doch von Wert, daß die Bäder möglichst billig abgegeben werden könnten, um sie allen zugänglich zu machen. Der Antrag wird ge­nehmigt.

6. Vergrößerung und Herrichtung der Abortanlage neben dem gelben Saal im Orangeriegebäude. Die Abortanlage soll gänzlich- umgearbeitet werden. Die Kosten belaufen sich auf 1100 Mk. und sollen Deckung finden aus dem Fonds für Abschreibungen beim Stadt- saal. Die Vorlage wird genehmigt.

7. Anstellung eines Leiters der Fortbildungsschulen im Hauptamt. Nachdem Herr Vogel sein Amt als Leh­rer an der kaufmännischen Fortbildungsschule aus Ge- sundheitsrücksicbten nied^rleate. hat das Kuratorium der kaufmännischen Fortbildungsschule die Anstellung eines Leiters für die kaufmännische und gewerbliche Fortbildungsschule im Hauptamte ins Auge gefaßt und beantragt, die Stelle mit einer entsprechenden Persön­lichkeit zu besetzen. Das Anfangsgchalt würde 3500 Mark betragen mit 500 Mark Wohnungsgeldzuschuß, das Höchstgehalt einschließlich Wohnungsgeld 6000 Mk. Der Staat würde voraussichtlich einen höheren Zuschuß leisten. Die Stelle würde einstweilen jährlich eine Mehraufwendung von 2000 Mk. erfordern. Der Ma- gistrat hat den Antrag des Kuratoriums unterstützt. Auch der Oberbürgermeister tritt für ihn ein. Er hofft, daß durch die Schaffung dieser Stelle mit mehr Energie gearbeitet und mehr geleistet werden könne als bisher. Stv. Trabert ist der Meinung, daß die Lei­tung zweier ganz verschiedener Systeme sich nicht in einer Hand vere ntgen lasse. Mit der bisherigen Leitung seien keine schlechten Erfahrungen gemacht worden. Man solle die 2000 Mk. nicht so leicht hingeben. Der Oberbürgermeister: Im Prinzip bin ich da­für, daß Fachleute an Fortbildungsschulen wirken, in der Praxis sieht bte Sache jedoch anders aus, da die Erfolge der Fachleute meist an dem Mangel einer- dagogtschen Schulung scheitern. Stv. Breitenborn beantragt, die Angelegenheit zu vertagen und an das Kuratorium zurückzuverweisen. Stv. Trabert spricht sich dahin aus, daß die Frage nicht so brennend sei Man könne ruhig abwarten. Stv. Dr. Schulte stellt den Antrag, der Magistrat möge sich zwecks Regelung der Angelegenheit zunächst auch mit dem Kuratorium der gewerblichen Fortbildungsschule ins Einvernehmen setzen. Dieser Antrag wird angenommen.

Nach Erledigung der Tagesordnung für die öffent­liche Sitzung stellt Stv. Plappert fest, daß oft eine Anzahl Fortb dungsschülcr während der Unterrichts- stungen im Kasernengäßchen sich mit Fußballspielen ver. Bnügten. Er fragt an, ob deren Fehlen beim Unterricht ntcht bestraft würde. Stv. Singer erwidert, daß ge­gen die Säumioen polizeilich vorgegangen würde.

Schluß der öffentlichen Sitzung 10.15 Uhr.

kungsicheibe. Seine Uebetfübtung nach Hanau, wo er sich wegen versuchlen Totschlag» vor dem Schwur­gericht zu verantworten hat, eriolgt voraussichtlich Ende März

u. Ein Unfall ereignete sich vergangene Woche in einem hiesigen Brauereibetrieb. Einem Angestellten fiel ein schweres Bierfaß auf den Fuß, sodaß ihm mehrere Zehen zerquetscht wurden. Eine Zehe mußte sogar obaennmmen merben.

-L Der Kohleneiukaufsverein hielt am Samstag und Sonntag an den einzelnen Zahlstellen der drei Bezirke Badegarten, Harmonie und Hinterburg die stotttt entnähmen Generalversammlungen ab. In | allen drei Versammlungen wurden die seitherigen Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. Es sei hervorgehoben, daß der Verein einen Reservefonds von 1751,24 Mark besitzt. Das Kohlensyndikat hat für dieses Jahr (vom 1. April ab) wieder eine all­gemeine kleine Erhöhung der Kohlenpreise angekün- digt. Dagegen werden die Brikettpreise auf der seit­herigen Höhe bleiben.

X Tas diesjährige Musterungsgeschäst beginnt im Kreise Fulda am Samslag, den 21. Februar im Mufterungsbezirk Neuhof und am Dienstag, den 25. Februar im Musterungsbezirk Fulda. Die näheren Angabe" finden sich im Anzeigenteil diese? Blattes.

Friihlinashoffen ade! Der Februar-Frühling mit seinen sonnig warmen Tagen hat sich nun ins Gegenteil gewandelt. Rauhe Winde peitschten gestern durch das kahle Geäst der Bäume und die Nachttemperatur ist so weit unter den Gefrierpunkt gesunken daß wohl manches junge Knöspchen, das voreilig sein Köpfchen dem schmeichelnden Sonnen­strahl entgegenstreckte, jetzt ungeschützt unter dem un­wirtlichen Lufthauch zu Grunde geht, wo es nicht durch eine Schneedecke geschützt wird. In manchen Gegenden ist nämlich gestern starker Schneefall cin- getreten. Auch heute weht noch ein starker schneidend kalter Wind trotz der herrlichsten Sonnenstrahlen. Hoffentlich machts der scheidende Winter nicht zu arg, damit er nicht zerstört, was draußen in der Matur zum Leben ringt.

Die Fleischbeschau in Heffeu-Naffan. Nachdem das Ergebnis der Schlachtvieh- und Fleischbeschau für das 4. Vierteljahr 1912 vorliegt, dürfte eine Zusam­menstellung der Schlachttiere, die in den einzelnen Quartalen des vergangenen Jahres in Hessen-Nasiaa der Fleischbeschau unterzogen würben, von Interesse fein. Die Reihenfolge der einzelnen Zahlen entspricht derjenigen der Vierteljahre, die eingeklammerte Zahl gibi die Gesamtsumme an. Pferde und andere Einhufer: 757, 606, 678. 1079 (3120); Ochsen: 7580, 8305, 8259, 6929 (31,073); Bullen: 1365, 1857, 2014. 1468 (6704); Kühe: 18,760, 15,014, 15,344,17,883 (67,001); ^ungrinber: 9342,10,289, 12,967, 12,751 (45,349): Kälber: 48,058, 53,175, 44,895, 37,973 (183,601); Schweine: 269,78], 143,230, 140,417, 283,216 (836,644); Schafe: 12,577, 9747, 15,071, 18,158 (55,553); Ziegen: 3033, 4523, 1339, 3553 (12,453). Dtese Statistik er­gibt, daß bei einzelnen Tiergattungen die Zahl der Schlachtungen bedeutende Schwankungen verzeichnet, sich im allgemeinen jedoch auf der Höhe des 1. Viertel­jahres gehalten hat ober sogar noch erheblich gestiegen ist, so bei bett Plerben unb Schafen, vor allem aber bei bett Schweinen, was in erster Linie auf bie Haus­schlachtungen zurackzuführen wäre, wenn anberS nicht ein Irrtum in ber Staiistik vorliegt.

* Die Schweineseuche im Aeg.-Bez. ff affet Nach ben neuesten statistischen Feststellungen herrscht zur Zeit bie Schweineseuche unb Schw inepest im Regie­rungsbezirk Kaffel in fünf Kreisen unb zwar im Kreis Kafiel-Stadt, Kreis Eschwege, Kreis Fritzlar, Kreis Homberg unb Kreis Rotenburg. In biefen Kreisen stnb 12 Stabte dezw. Gemeinben von bet Seuche befallen.

Lk. Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz. Auf Anregung des Landwirtlchaftsministers ist vor Jahren eine Organisation für den Pflanzenschutz geschaffen worben, mit bem Zweck, bie Ursachen ber auitretenben Pflanzenkrankheiten ausfindig zu machen, Ratschläge für ihre Bekämpfung zu erteilen unb bie Lanbwirte in jeder Weise im Kampfe gegen die Krankheiten zu unterstützen. AlsHauptsammelstelle für Pflanzen­schutz* kommt für ben Bezirk ber Landwirlschastskammer Kassel bie lanbwirtschaltlicheBersuchsstation inHarles- hausen in Betract t. Dieser können sämtliche Ad« normitäten mitaeleilt werden; bie Untersuchung unb Auskuntlserteilung gelchieht in allen Fällen kostenlos. Um ben Zweck bietet Organisation in weitgehenbstem Maße tu ermöglichen, stnb in unserem Bezirk 16 Untersammelstellen e>ngerichlet,bie ben beflebenben landwirtschaftlich n Winlerichuleu ungegliedert sink». Inhaber dieser Sammelstelle für bie Kreise Fulba und Gers?elb ist Herr Winterschulbirektoc Schopp, mann in Fulda. Aufgabe der Sammelstelle ist, Pflanzenkranrheilen.besonbetsplötzlichundüberraschenb aultretende, an Ort und Stelle zu beobachten unb Krankheitsmaterial ber Hauplsammelstelle zu unter­breiten, sowie bie Lanbwirte durch persönlichen Ber« kehr über Schäden unb Bekämp'ung ber Pflanzen­krankheiten aufzuklären. Auf Beobachtungen über ben vermutlichen ursächlichen Zusammenhang ber Krank­heit mit äußerlichen Verhältnissen, wie Witterung, Boden, Bearbeitung, Vorfrucht, Lage, Sorte rc. wirb naturgemäß befonberer Wert gelegt, ba sich hierauf oft bie zu etgreifenben Vorbeugungs« unb Bekampfungs- ma6rpgrln aufbauen.

* Versicherungspflicht der Lehrer und Lehrerin, neu. Durch mehrfache Erlasse des Ministers ist die bisher strittige Frage der Versicherungspflicht der Lehrer und Lehrerinnen kürzlich dahin geklärt, daß sowohl einstweilig angeftellte, wie auftragsweise be­schäftigte Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Schulen, Volks-, Diittel- und höheren Schulen, die für ihren Beruf ausgebildet werden, der Retchsver- sicherungspflicht nicht unterliegen, sofern sie nach den bestehenden Anstellungsgrundsätzen bei sich bie­tender Gelegenheit in eine mit dem Anspruch auf Ruhegeld und Hiwterbliebenenrenten ausgestattete Stelle einrücken. Es ist nicht notwendig, daß die An­sprüche auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenversor- gung bereits gesichert sind; vielmehr kann eine Ge- währleistung der Antwartfchaft schon dann angenom­men werden, wenn die an öffentlichen Schulen ober Anstalten, zunächst auch nur vertretungsweise, be- . schäftlgten Lehrpersonen nach der bisherigen Berwal- tungspraxis bei befriedigender Dienstführung auf etne Pensionsberechtigte Anstellung rechnen können.

Bon ehemaligen Kurheflischen Jägern u Schützen unb 11. Jägern aus Fulda unb Umgegend haben sich ms ieht 36 Kameraden gemeldet, hie sich am lOOjä eigen Et-siungsfeft des Kurhefs. Jäger-BataillonS Nr. 11 am J., 10 und 11. August be. ZS. in Marburg beteiligen roouen Eine roeUere Versammlung findet vorläufig nicht statt. Alle noch fernstehenden Kameraden, die an der Feier teilnehmen wollen, werden gebeten, sich dis »um 26. d. Mts. schriftlich oder mündlich bei Förster Gombert in Fulba, Leipzigerftr. 15, unter Angabe ber Kompagnie, bet ber sie bienten, sowie be3 Eintrittsjahres

zu melben, ba am 1. Mär» bie Zahl ber Teilnehmer bem Bataillon angegeben rottbnt muß.

Aus dem Nachdargediete.

I* Pilgerzell, 17. Febr. 1913. Der 9Iu?xfiner Philipp Stiftber, ber 32 Jahre bas Amt eines Ge- meinberedmerS hier verwaltete, tritt w gen semcs Hoden Alters mit rem 1. April b. Js. zurück. Die Gemeinde wählte an dessen Stelle bm Maurer Magnus Schultheis einstimmig zum Eimemde- rechner.

-L- Großenlüder, 17. Febr. 1913. Der Volks- Verein hielt am 16. Februar einen Familienabend in der Gastwirtschaft Brähler ab. Unter den mehr als 200 Besuchern waren zum erstenmale auch 20 Frauen erschienen. Der Abend verlies überaus be­lehrend. Der erste Redner, Herr Kuratus F i e g e- Müs, behandelte überzeugend die Notwendig- kett der Religion für das geistige Leben des Menschen. Der zweite Redner, Herr Volksvereins­sekretär Fran k-Fulda, sprach über die Bedeutung und Notwendigkeit der k a t h o l. Presse, nicht um neue Leser in Großenlüder zu gewinnen, da ja kein Haus hier ohne kathol. Zeitung und Sonntagsblatt ist, sondern um die kathol. Prinzipien aufs neue zu vertiefen für die, welche des Vrrdienstes wegen monatelang in die Fremde ziehen müssen und dort mit der gegnerischen Presie und deren Vertreter ost in scharfen Gegensatz kommen. Herr Pfarrer Hil­le n b r a n d kennzeichnete die Bedeutung der Reli­gion für das öffentliche Leben und Herr Kaplan Hahn Tätigkeit und Erfolge des Volksvereins. Die Gesaiigsabteilung des kath. Arbeitervereins ver­schönerte durch mehrstimmigen Gesang den genuß­reichen Abend.

bg. Friedberg, 17. Febr. 1913 Die heute eröffnete Zeichnung auf bie merprozentige Anleihe ber Provinz Ober dessen mußte sofort nach Öffnung roiebet geschlossen werben, ba sie bebeutenb über- zeichnet rouroe.

Amt Geisa und Umgebung.

* Vacha, 17. Febr. 1913. Ta sich seit einiger Zeit ein Mangel an frischer Milch b'merkbar machte, hat der Besitzer der Kemnate eine Sanitäts- Ni v l k e r e i errichtet und von seinem Gute in Ost­preußen 20 Stück ostpreußisch-holländische Milchkühe kommen lassen.

* Dermbach, 17. Febr. 1913. Hier wurde eine von ca. 100 Bürgern unterschriebene Beschwerde der Bezirksdirektion eingereicht, daß wichtige Ge­meindeangelegenheiten, an denen die gesamte Bür­gerschaft ein weitgehendes Interesse hat. vom Ge- meindcrat schon seit längerer Zeit in geheimer Sitzung behandelt werden.

Föhlntz, 17. Febr. 1913. Hier hat sich im Januar eine Eberhallungsoenossenschaft gebildet, welcher sich bis jetzt bie Orts ' asten Föhlntz, Brunnhartshausen, Anbenhausen, Zella unb Stein­berg angeschloffen haben.

Sünna, 17. Febr. 1913. Zur Errichtung einer Kockschule würben bem hies. Frauenverein von bet Großherzogin 200 Mk. bewilligt.

Aus Gberhessen u. den Hess. Aemtern.

/V Marburg, 17. Febr. 1913. In der heutigen Stadtverorvnelensttzung wurde u. a. die Einsetzung einer gemischten Kommission be'chlossen, welche Vor­schläge zur anderweitigen Regelung des städlijchen BerdingungswesenS machen soll. In ganz Oberhessen herrschte heute bei scharfer Kälte reich­licher Schneefall. In den Gebirgslagen sind die Gewäffer mit einer starken Eisdecke überzogen.

Fianktuberg, 17. Februar 1913. Die von der hiesigen Stadl zum Zwecke der Verbreiterung ber Bremerstraße erworbene sogenannte Pfeffermühle ging butd) Kauf in ben Besitz eines Herrn Schäfer auS Rebbighausen über. Das alte Mühlengebäube soll niebergetiffen unb mit größerem Abstanb von ber Straße roteber neu errichtet werben.

ffirchhai», 17. Febr. 1913. Dieser Tage hielt ber im Herbst 1909 hier gegrünbete Verein .Ge­meinnützige Baugenossenschaft Daheim* in SchweinSberg feine letzte Generalversammlung ab. Der Verein fanb bei ben Arbeitern kein tem Zweck enisprechenbes Entgegenkommen unb mußte sich Des­halb auflösen. Das nach Rückzahlung ber Erspar« Nisse der Mitglieder unb Auszahlung ber Anteil­scheine betreiben nebst Zinsen verbleibende Verems« vermögen soll zu wohltätigen unb gemeinnützigen Zwecken verwenbet werben.

* Lohra, 17. Febr. 1913. In ben Wiesen deS Salzböveiälchens ist roiebet ein Salzsprubel her« vorgetreten, bet bereit« früher aus kurze Zeit in Tätigkeit war. Schon vor Jahren waren bort ein­mal Bohrungen nach salzhaltigem Wasfet im Gange.

Jesberg, 17. Febr. 1913. Kaum sind zwei Jahre seit der Eröffnung der Bahn ZimmerSrodeGemünden verflossen, unb schon erweist sich unser G ü t e r s ch u p p e n als zu klein, so baß er burch einen ent,prechenben Anbau erweitert werben muß.

kb Biedenkopf, 17. Febr. 1913. Der Kaiser hat der Gemeinde Berghofen zum Bau einer Kirche eine Beihilfe von 11500 Mark gewährt.

Handel und Industrie.

4 Berlin, 17. Febr. 1913. Die Börse wird durch Zwangsoerkäufe erschüttert. Die Käufer fehlen, die Ware findet zu weichenden Preisen schwer Unterfumt. Die führenden Montanwerke büß.en mein zwischen 2 unb 3/i Proz n ein. Banken unb Elfenbahnaktien matt. In Elektrowerten unb Schiffahrtsaktien starkes Angebot unb Kursrückgang. Der Kassamarkt war tast durchweg niedriger. Privaldlskorit unverändert 6*/8 Prozent.

Märkte.

* Staffel, 17. Febr. 1913. Auf bet hier abgehaktenen Auktion Der Genosse,fchaft für Häute- unk» Fell- nerroertung kamen »um AuSgedot 579 Ockfen-, 318 Bullen-, 2742 Kuh» unb Rmderhäule, 4221 Kalb- unb 1264 Schaf» unb Hammeltelle. Bei sehr zahlreichem Besuch unb lebhafter Kauiftimmung wurden erlöst für rote Ochsenhäme (67V» - 72'/, am 14. Januar 68 74 Psg., Ichwar,e unD bunte Ochlenhäule 66-70 (66 - 70) 'Big., Bullenaäut« 58'/,68 (57*/, 66'/,) Pfg., rote Stui) äuie 7176'/, (71'/, - 76'/,) Psg., tchwarze unb bunte Kuh­häute 71-74 (71*/,-75) Psg, rote Rinberhäule 75*/, bis 79*/, (74 -77 Psg., schwarze unD bunte Rtnderhäute 7477 173 V,76) Psg., alles für baS Pfund bei Schlachtung mit Horn und ohne Schweifbein. Rote

M 40.

Dienstag 18. Sebtuar Mo-

Kalbfelle mit Stopf er'öften 7,6510,55 (' .60 12,5 ) Mk., rote Kalblklle ohne Kovi 8 05 12Z> >8.t 012,.5 Mk., schwarze unc> bunte Kalbelle MN Stipt 7/5-12,25 (7,25- 12,25) Ml.*, ichmaize und bunte SinlbteUe oine Koos 7,65-f,40 (7,60- 9,bO) Mk, olles für dos Glück.

unD H immelielle ei lösten : Blöken 2536 2 i btS 38*, Bfa., tohlf Fell. 40- 42 (42*/, > Pia.. Woll elle 45*/, 49*/« (4749 Psg. alles für DaS P)unD. Es wurde alles Want verkauft.

Frankfurter (Hctreibemar erichi vom 17 Febr. 1913. Am heutigen Markt war nur rvenia Geickäik. Der Mehl- abiatz ist momentan icklechk. sodaß die Mühlen nut Käufen zurvckb Ij°n. Fremde Weiten laoen unv.rändert. [ Ringen tu Iitzlwöckigen Prer en gehandelt. Genie flau. Hafer je nach Qualität bezablt, gute Sorten knapp. Mais stetig, Die l und Futterarttkel unretänoeit. Es notierten je nach Qualität unb Herlunft: Weizen dies, und *!* elterauet 21.0021 lu Mk., atu dem Lande abgelwlt 2^.5020.60 Mk., kurvest. 21.«>021,15 B k., norddeuticker 2! OSVI 25 Mk., Manitoba 23 Ou bis 23 50 M, Kanias 24.0»-24.50 Mk., nti jitck er - i ola eff 2 .25 24 5 i Mark, Saronsia 24 * 024 >5 Uiatt U.fa 2.3.75-23.90 Mar', Ä,,ma 24 00-24 >0 M., La Plata 23.0023.75 Mark, tumän 60/ 0- 00 00 4* art, Walla Walia 00 00-0.00 M. eggen: hienaer, 18 10 bis 18.20 M., oui dem Lande abgelwlt 17.50 - 17.6Q Mk., Ma »er 00 00-00.00 M. rusfiicher < 0.9'1-00.0 M., Amerikaner 00 00Oi: 00 Mk. Werft«: htel. 19.50 bis -20.00 Mark, Mäkler 1 5020.25 M., tranhlche 10.5020.25 DL, Riedgerne 19 5020.« 0 M., ungartjche 00.< 00'.00 Mark, Futter erfte 00 00.« 0 '«(.

' Haier: bieftafr und Weilerauer 19 OS1 .50 M., : turbeff. 1900'1950 M. harter 19 25 19 75 Mnk, La Mala 70>-1850 Mk., rufüidiet 2000-2109 Mark. Mai^ sMixedj 00 *0 OO.oO P ari. Donau­mais 15.25- 18 ?0 M , La 'Plata 15 2515.10 Mark, Cinqantin 00 (X) 00.00 M., ruffücbcr O i.OOO0.«K) Mark. Alles ver 100 Ktlo netto, effektiv loko hier Mehl: rubra Es notieren je nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges, Wr. 0 32. 032 23 Mark, lüdd. Nr 0 32.00- 32.75 M.. biesiaes '.Ur. 1 80.00 30 25 Dl., süddeutickes Nr. 1 30.00 30.25 Mk., hiesiges Nr. 3 27.00 27 25 M., süddeuttche« Nr 3 27 00- 7 25 M., hiesiges 9lt 4 24.00 - 24 25 Mark, füddeuNckes Nr. 4 24 00 24.25 M. R o g a e n m e b!. hiesiges, 9fr. 0 27 00 bis 27.25 do Vir. 01 26.00- 2.25 Do. Nr 1 24 7525.00 M. Alles per 100 Kilo inklusive Saa loko hier Futlerarlikel stelia. Weizen chalen 10.5019.75 M , Wetzenklete 10 5010.75 Ui., Roggen- kleie 10 7511.00 M., Weizen - Jutlermebl 00 bis 16.50 M.. Biertreber, aeirorfnet, 14.251 *.35 M., Malz- keime 14 00-14.25 9U Rapskuchen 13.7514.00 Mk., Polmkuchen 15 < 015.50 Niark, Futtergerfte 16 25 b s 16.50 M , Melassepiodukle 00 00-' 0.00 M., Kartoffeln 0.000.00 Mark. A' es ver 10t) Kilo neue effektiv loko hier bei Abnahme von l«>!>06 Kilo

* Frankfurter amtliche Notierungen ber Biebmarkt» preise vom 17. Februar 1913. ilulltteb 1260 Glück einichließltch 00 Rmder aus Rolland, ivwie 00 Rinder aus Schweden', harunier 363 Ochlen, 52 Bullen 840 Färsen und Kühe, 00 Freis er 268 Kalber, 177 Schake, 2180 Schweine. 'Preife für 1 Zentner, Rinder^ A. Ockien: a. vollfleiichige, auSgemäftele höchsten Schlachlwerkes 1. ira Alter von 47 fahren sLebenhgewtchlj 50 56 Mark, (Schlachtgewicht) 99 bis 96 Mark, 2. die noch nicht gezogen haben (nngejoebt) Lebendgewicht) 09 00 M., sSchlachtaewichl) 0000 Mark, b. junge fleischige nicht ausgemäiete und ältere ausgemästete (Lebendgew.) 4749 M., [Sdjladjtg.] 8589 M., c. mäßig genährte junge, out genährte ältere [üebenögero. | 51-54 'M., (Schlachlgew ) 7178 Mark, d. gering genährte jeden Alters (Lebendgew.) 00-00 M., lSchlachkgew.) 00- 00 M. 8. Bullen: a. vollfleischige, ausgewachiene höchsten Schlachtwerles [8eben»gero.| 46- 49 Ak., [®djlacbtgerotd)t] 76 81 M., h. nollsieischige jüngere sLebendgewicht) 41 --45 Mark, sSchlachlgew.) 7178 M., c. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere (Lebendgewicht) 00 00 Mark. (Schlachtgew.) 00 00 M., d. aertng genährte ILebdgew.) 0000 Dl., sSchlachlgew.) 00-00 Mark. C. Färsen und Stöbe: a. vollfleischige, ausgemästete Fcirjen höchsten Schlacktwertes fLebendgewtchi) 4750 flUart, sSchlachgew.) 8490 M, b. vollfleifchige, ausgemästete, (Kühe höchsten Schiachtwertes bis zu 7 Jahren (Ldgew. 4448 M., [Sdjladjtgero.] 82-86 M., c. 1) wenig gut entwtckeite Färjen sLebendgew.) 4044 M (Schlachtg.) 7785 M., do. 2) ältere ausgemästete Kühe imv wenig gut entwickelte jüngere Kühe sLebendgew. 38 -43 M., sScklachigew.) 7078 'Di., d. mäßig genährte Kühe und Färsen (Lebendg.) 31-36 M., sSchlachlgew.) 62-72 DL, e. gering genährte Kühe und Färien sLebendgew.) 2430 Mark, sSchlachlgew.) 5567 M. D. tSering genährles Jungvieh Fresser) sLebendgew.) 0000 M., sSchlachlg.' [00 - 00 M. Kälber: a. Doppelender jetnste Masi sLebendgew.) 0000 M., [Schlachtgewicht) 0000 Mk. b. feitu'te Mast- ) Bollmilchmall) und beite Saugkälber sLebendgew.) 00 00 M., sSchlachlgew.) 000 - 000 M., c. mittlere Ma und gute Gauglcilber sLebendgew.) 6166 'Di., [Schlackig.) 103112 M., ci. geringere Mast-u. gme Saugkälber [Lebendgew.) 55 60 DL, [Schlachtgew.) 9>102, e) geunge Saugkälber )Lw.) 00 - 00, [Schlachl- gew.) 000M. Schal e: A. Weidemastichafe: a. Mast- lämmer und jüngere Masthämmel sLebendgew.) 47 00 $IL, sSchlachlgew.) 98 'Di., b. geringere 'Dia lhämmel unb gut genährte Schafe )Lebendgewicht) 00 Mark, sSchlachtgew.) 00 M., c. mäßig genährte Hammel und S«t>afe Merz-Schafe) sLebendgewicht) 00 00 M., ISchlachtgewicht) 0000 Mark, d. Marjchjchafe oder Niederungsjchaje [Lebendgewicht) 0000 M. [Schlacht- gew.) 0000 M. 8. Stallmasijchafe: 00. Schweine: a. vollfleifchige Schweine von 80100 kg Lebendgewicht sLebendgew.) 62-64 M., sSchlachtgewicht) 8082 AL b. vollfleiichige Schweine bis 80 kg Lebendgewicht sLebendgewichl) 62 64 M., sSchlachtgew.) 80 82 M., c. vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht sLebendgew) 62'/»65 M., sSchlachlgew.) 8082 M.» d. vollfleifchige Schweine von 120150 kg Lebend­gew. sLebendgew.) 62'/,65 'UL, sSchlachtgew.) 80 bis 82 Mark, e. Fettfchweine über 150 kg Lebendgewicht sLebdgew.) 00-00 M., sEchlachigwichi) 00-00 Mark, f. unreine Sauen und geschnittene Eber sLebendgew.) 00- 00 M., sSchlachtgewichr) 00-00 M. Bon den Schweinen wurden am 17. Februar verkauft: a. Lbdgew. zum Preise von 68 M. 0 Stück, von 67 M 0 Stück, von 66V, M. 0 Stück, von 66 M. 00 Stück, von 65'/, M. 000 Stück, von 65 M. 81 Stück, von 64»/, DL 23 Stück, von 61 M 223 Stück, von 63*/, M. 63 Stück, von 63 M. 61 Stück; von 62*/, M. 44 Stück, von 62 M. 58 Stück, von 61*/, M. 00 Stück, von 61 Mk 00 Glück, b. Schlachlgewichl zum 'Steife von 84 M. 1 Stück, von 83 M 67 Stück, von 82*/ M. 8 Sluck, von 82 M. 44* Stück, von 81V, DL 9 Stück, von 81 M. 300 Stück, von 80*/, M. 6 Stück, von 80 'UL 225 Stück, von 79*/, M. 4 Stück, van 79 'Ul. 25 Stück, von 75 M, 76 Glück. Marllvetlauf: Der Rindermarkt verlies ruhig unD hinlerläßt etwa» UebetuanD. Schweine- und Klernviehmarkt werden bei lebhajtem Handel ausverkaust.

KeNameu« und Anzeigenteil.

i

war wieder ausserordentlich ge­mütlich, wir haben einen guten Durst entwickelt und die Luft war zum Schneiden Dass ich trotzdem keinen rauhen Hals habe,

danke ich den Wybert-Tabletten, die ich

gleich beim Heimkommen und heute früh genommen habe. Sie machen den Hals frei und benehmen auch

den üblen Geschmack im Mund. Die Schachtel kostet in allen Apotheken 1 Mark und hält lange vor.