Einzelbild herunterladen
 

Zuldaer Leitung

in

«i

en

r,

r

n

n

1

n der

Reklame», nnb Anzeigentell.

KO

W

"9

17

S

>,

a & r> & V

_ . . - K,I d,n Koiberrrer Anstalten für Exterikuttor.

Origmafbriefkann b 2,7» »da» Kräuter - Haarpflegemittel

°;5tS^hanErnten.' JA V OL fet haltig für normales und elageaeben werten, «J fettreiches Haar Preis der Original- Ä?” Ma“ l^pelfiasehe 3.50 Mark. Ueberall zu haben

Eröffnungsfeier der Krankenhans- abteilung des Hospitals zu Geisa.

]![ Geisa, 11. Febr. 1913.

Am verflossenen Sonntag konnte die neu einge­richtete Krankenhausabteilung des Hospitals ihrer Bestimmung übergeben werden. Zur Feier hatten sich im großen Konferenzsaal des Hospitals mit dem Hospitalvorstand und dem Gemeinderat eine Anzahl geladener Gäste versammelt, von denen neben dem Herrn Bezirksdirektor Baron v. Groß noch Herr Superior Prof. Dr. Thielemann, Herr Land­krankenhausdirektor Dr. Gunkel und Herr Dr. Kännel aus Fulda, die beiden Herren Berawerks- direktoren P s o r d t e und Busch von der Gewerk­schaft Buttlar sowie Aerzte von Geisa und Umgegend

Handel und Industrie.

(*) Bad Wildungen, 11. Febr. 1913. In der dies­jährigen ordentlichen Generalversamm lung der Bad Wildunger Heilquellen-A.-G. Königs« quelle wurde die Bilanz einstimmig genehmigt und dem Vorstand und Aufstchtsrat Entlastung erteilt. Das Unternehmen nahm im vergangenen Jahre einen ganz außergewöhnlichen Aufschwung. Der Versand erhöhte sich von 290000 Flaschen in 1911 auf 720000 Flaschen in 1912, also um 430000 Flaschen. — Der Absatz im Januar dieses JahreS ging über den Ver­sand des gleichen Monates des Vorjahres wiederum um weit über das Doppelte hinaus.

Beilin, 11. Febr. 1913. Geldknappheit und mangelnde Unternehmungslust gaben dem Markt ein unfreundliches Aussehen. Auf dem Montanmarkt gaben die Kurse durchweg Ma bis 8I* Prozent nach. Auch Banken lagen schwach. Eisenbahnaktien schwach, aber ruhig. Schiffahrlsaktim ruhig und im ganzen behauptet. Elektrizitätswerte nur wenig umgesetzt. Der Kassamarkt war überwiegend niedriger. Der Privatdiskont blieb mit 51/» Prozent unverändert.

JV& 55.

Mittwoch |2. Februar M3

tätet noch heute in Geisa und in der ganzen Um­gegend lebendig ist, obschon er bereits mehr als 42 Jahre das Zeitliche gesegnet hat und die Familie von hier verzogen ist. Das mögen auch seine Söhne, die Herren Louis und Robert Koch bei ihrem vorüber­gehenden Aufenthalt in der Vaterstadt angenehm em­pfunden haben. Um diese Erinnerung an ihren Va­ter am Orte seiner Wirksantke.it für immer festzu­halten beschlossen die in Frankfurt a. M. zu hohem Ansehen und Vermögen gelangten Söhne, eine Stif­tung zum Zwecke der Einrichtung eines Operations­saales und einer Krankenhausabteilung zu machen. Man habe gehofft, Herrn Louis Koch heute in Geisa begrüßen zu können. Ein Unwohlsein aber habe ihn auf dringendes Anraten seines Arztes davon abgchal» ten, heute hierher zu kommen. Man werde den edlen Gebern darum in einem Telegramm nochmals den Tank der Einwohner Geisas übermitteln. — Zum Schluffe dankte der Redner Herrn Landtagsvizepräsi­dent Dr. Kiel, welcher sich die größten,Verdienste um das Zustandekommen der nötigen Veränderungen und Reuanschaffungen im Hospital behufs Einrich­tung der Krankenhausabteilung erworben habe. Kein Weg sei ihm zu weit und keine Mühe zu groß gewe­sen, um die Sache zu fördern u. zum Ziele zu führen. Ferner gedachte er dankend der großen Bereitwillig­keit, mit welcher Herr Landkrankenhausdirektor Dr. Gunkel seinen Rat und sein reiches praktisches Wissen bei der Festlegung der Einrichtungen und An. schasfungen jederzeit in der liebenswürdigsten Weise zur Verfügung gestellt hätte. — Hierauf erfolgte ein Rundgang durch die Räumlichkeiten der Krankenhausabteilung. Alle Teilnehmer waren über­rascht und höchst befriedigt von dem, was ge­schaffen war. Zunächst wurde der Operationssaal besichtigt, in welchem Herr Direktor Gunkel und die übrigen Herren Aerzte die Teilnehmer mit dem Zwecke einiger der zahlreichen und dem neuesten Stande der chirurgischen Technik entsprechenden In- strumente bekannt machten. Es wurde das Röntgen­zimmer mit seinen Einrichtungen besichtigt, die Bade­räume mit ihren Apparaten für Licht-, Kohlensäure- und andere Bäder. Großen Beifall fand vor allem auch die gefällige und zweckentsprechende Herrichtung und Ausstattung der fünf Krankenzimmer.

Hierauf begab sich die Versammlung zum Saal der Linde, woselbst ein Vortrag des Herrn Landkran­kenhausdirektors Dr. Gunkel über die Verwendung der Röntgenstrahlen zur Erkennung und Behandlung von Krankheiten folgen sollte. Lange vor Beginn

ch «• w

t tn g t.

Aus Gderheffen u- den heff. Aemtern,

* Frankenberg, 11. Febr. 1913. Vermißt wird seit Mittwoch abend die inmitten der sechziger Jahre stehende Ehefrau des Landwirts B-, welche abends um 9 Uhr noch eine benachbarte Familie besucht hatte, dann aber nicht nach Hause,zurückgekehrt war. Man nimmt an, daß die Vermißte in einem Anfall von Gemütsstörung sich ein Leid angetan hat

* Kirchhain, 11. Febr. 1913. In der vergangenen Woche fand hier eine Revision der s ch l a ch t b äuser durch den Kreisarzt und einen Regierungsvertreter bei den Metzaermeisiern statt. Da der größte Teil der Schlachthäuser nicht den vorschiifllicheu Anforde­rungen entspricht, ist diese Revision wohl ein Vor­bote zu einem städtischen S ck la chtba u sbau.

* Schrecksbach Kcs. Ziegenhain, 11. Febr. 1913. Am Samstag abend brannten auf dem früher Dickbautschen Hofe, welcher käufliich in den Besitz eines Marburger Herrn übergegangen ist, Schaf-, Kuh- und Pferdeställe nieder.

* Battenberg, 11. Febr. 1913. In dem Haufe des Kaufmanns Jhlefeld brach am Sonntag nach- mittag Feuer aus. Bei der Menge der auf dem Boden und im Laden angehäuften leicht brennbaren Stoffe nahm der Braud m kurzer Zeit eine große Ausdehnung an, sodaß an Löschen nicht zu denken war. Haus und Lager waren versichert. Wie das Feuer entstanden ist, ist gegenwärtig noch nicht ge- klärt. Der Besitzer wurde am Abend verhaftet, jedoch am nächsten Morgen wieder auf freien Fuß gesetzt.

* Wehrda, 11. Febr. 1913. Der Jagdpächter B. Schäfer-Marburg erlegte bei einem Einschlag in einem hiesigen Walde befindlichen Fuchs- und Dachsbau einen Fuchs und zwei Dachse,

[:] Neustadt, 11. Febr. 1913. Der Voranschlag der Stadt Reustadt für 1913 weist die Summe von 117500 Mk. auf gegen 81000 Mk. im Vorjahre. Dieser Unterschied ist aus die geplanten S bul- und Straßenbauten zurückzusühren. Die Einnahme zeigt folgende Posten: Aus Grundvermögen und Kapital- zinsen 27216 Mk., aus Gemeindeanstaltcn 13 180 Mk., hieran ist das Gaswerk beteiligt mit 8040 Mk., dem allerdings eine Ausgabe von 8600 Mk. gegenüber- steht, die Wasserleitung mit 4600 Mk. und einer Ausgabe von 2900 Mk. Ferner zeigt der Etat an Einnahme 326 Mk. aus dem Armenfond, verlangt jedoch dafür eine Ausgabe von 2300 Mk. Des Weiteren werden vereinnahmt aus durchlaufenden Posten 12265 Mk. und aus außerordentlichen Posten 40500 Mk., darunter eine Anleihe von 36700 Mk. für Neubauten. An Ausgaben werden weiterhin gefordert 6400 Mk. für Instandhaltung des Grunv< vermögens, 14509 Mk. für Schuldenzinsen und Ab­träge, 2600 Mk. für Unterhaltung des Zuchtviehes, 6000 Mk. für Gehälter der städtischen Beamten, 1700 Mk. für allgemeine Verwaltungsausgaben, 2265 Mk. für Polizei uud Straßenbeleuchtung, und für Schule und Lehrer 15900 Mk. Die austu- bringenden Kreissteuern betragen zur Zeit 5800 Mk

* Rauschenberg, 10. Febr. 1913. Die Arbeiten am Bau der Wohratalbahn, die durch das Hoch­wasser gestört wurden, werden jetzt wieder eifrig gefördert. In den nächsten Tagen soll auch mit dem Bau des hiesigen Bahnhofs, der in die Nähe der Schmaleicher Mühle kommt, begonnen werden.

* Cappel, 11. Febr. 1913. Das 4jährige Söhnchen der Familie Dilfec stieß sich mit dem Kopfe an einer Tischkante. Es entstand eine kleine Verletzung, der man anfänglich keine große Beachtung schenkte. Bald darauf klagte der Kleine jedoch über Schmerzen, und da auch eine zunehmende Schwellung sich einstellte, brachten die Eltern das Kind in die Klinik, wo Blut­vergiftung festg-stellt wurde, an der das Kind ver­schied.

2. Blatt.

Dracr ett Sxlbott Setientnititrtt in Snlbo.

genannt sein mögen.

Der Vorsitzende des Hospitalvorstandes, Herr Lan­desdechant M edler, wies in seiner Eröffnungsrede auf die Notwendigkeit der Charitas, der praktischen Nächstenliebe bin, da bei den gewaltigen Umwälzun­gen wirtschastlichcr und sozialer Art, welche die Ent­wicklung der Neuzeit auf allen Gebieten mit sich ge­bracht hatte, die soziale Gesetzgebung bei all ihren Vorzügen doch nicht ausreichend sei, um allem Elend, der Armut und 9iot zu begegnen, welche als düsterer Schatten den glanzvollen Emporschwung auf allen Gebieten des Lebens doch begleite. Wie zu alten Zeiten die Stiftung des Hospitals, in dessen Räumen die Versammlung sich befinde, dieser Charitas ihre Entstehung verdankt habe, so sei auch in neuester Zeit die praktische Nächstenliebe einer edeldenkenden Fa­milie es gewesen, welche die Angliederung einer Krankenhausabteilung an die Hospitalstiftung, die stiftungsgemäß nur für Zwecke der Alters- und Ar­menpflege bestimmt war,'ermöglicht hatte. „In der Mitte des vorigen Jahrhunderts" so fuhr der Redner fort, wirkte mehr als ein Menschenalter in Geisa ein Arzt, Herr Dr. Herniann Koch. Derselbe besaß ein außergewöhnliches Geschick in der Behandlung der Kranken, und seine Tätigkeit wurde von seltenen Er­folgen gekrönt. Dabei besaß er eine Selbstlosigkeit und Uneigennützigkeit, die ihn Reichtümer nicht an* häufen ließen. Daher kommt es auch, daß das An­denken an diesen erfahrenen Arzt und großen Wohl-

Di« Säugling« stehcn j«tzt im Mittelpunkt« des allgemeinen Interesses. Wenn man über ihre tünitltaje Änährung spricht, so wird man tn den meisten Fallen auch den Namen „Knfeke" hören, denn vieles Präpa­rat hat während der langen Zeti seines Bestehens seine Vor,üglichkett erprobt. Es ift nahrhaft und leicht ver­daulich, enthält die nötigen Nährstoffe für den kindlichen Orgar ismus in der richtigen Zusammensetzung, wird von den Kindern gern genommen und ift durch seine Ergiebigkeit billig im Gebrauch.

totales.

Fulda, 12. Februar 1913.

(♦) Eine außerordentliche Stadtverordurten-Bersamm- I Mfl findet am Donnerstag, den 13. Februar, abends I A,Uhr,mit folgender Tagesordnung statt: 1. Haupt- I tat: ». Schuldenverwallung (tu;); b) Grundstücks- I Verwaltung (Kapp); c. Fond'Verwaltung (Dux);

i Ordentliche Verwaltung (Dux): e. Außerordentliche -erivallung (Sauer). 2. Erwerb des in die Straße I gm Siditroeg' fallenden Geländes (Sauer).

I --- Die Frühjahrs-Vollverfammlung der Handwerks- flniiner wird am 3. März im großen Sitzungsfaale vei Landesverstcherungsanstalt abgehalten. Auf der I Tagesordnung steht u. a. Beschlußfassung über eine I gnitung zugunsten der Handwerkserholungsheime aus I Anlaß des Regierungsjubiläums des Kaisers.

I -X- Kaiserzug. Diese N icht geaen 12 Uhr passierte 0« kaiserliche Hofzug nur mit dem K.user auf der

I Aiückahrt von Karlsruhe die hiesige Station.

I [] Der Herzog-Regent von Braunschweig passierte I ^ese Nacht 3,48 Uhr nebst Gemahlin auf der Reise I nach Colmar den hiesigen Bahnhof.

[ j*i Schöffengericht. Der Arbeiter H. G , früher hier in Stellung, jetzt beim Jnf.-Reg. 9fr. 82, wurde ^gen Diebstahls von sieben bis neun Säcken zu drei Tagt" Gelängnis verurteilt. S u damaliger Arbeit« ! gebet von hier, welcher wegen Hehlerei mitangeftagt njar, mußte aus Mangel an Beweisen freigesprvchen werden. — Der 22 Jahre alte Arbeiter P. D. von hier hatte in einer Wirtschaft den 26jährigen Arbeiter

I P. H. von hier mit einem Bierglaje geschlagen. Die I Beweisaufnahme ergab, daß D. in Notwehr gehandelt | hatte; er wurde infolgedessen freigesprochen. — Der 32jährige Landwirt W. von Tra sbach und der 24- jäbrige Metzgermeister V. von hier waren angeflagL beschlagnahmtes Wild entfernt zu haben, ferner fo8 ein Kaufmann und Wildprethändler von hier un- zerlegbares Wild ohne Ursprungszeugnis von W. ge­tauft haben. Im November 1912 wurde der Land­wirt W., als er Wild in Rucksäcke verpackt in die Stadt rinführte, von einem Schutzmann angehalten.

! Dieser stellte fest, daß an den Rehen und Hasen die Ursprungszeugnisse fehlten. Der Landwirt legitimierte l sich durch Vorzeigung seines Jagdscheins und ertlärie, ! die Ursprungszeugnisse in der Eile vcrgeffen zu haben.

Der Schutzmann konfiszierte das Wild und ließ eS durch den Landwirt W. vorläufig bei dem Metzger- meister V. hier niederlegen. In der Verhandlung I stellte sich heraus, daß sowohl W. rote V. von dem

Schutzmann nicht einzeln eingehend von der Beschlag­nahme unterrichtet wurden. Später gab W. das Wiw ohne Ursprungszeugnis an den Wildhändler ab. W. und V. wurden von der eigen« mächtigenAufhebungemeiBeschlagnahme freigesprochen, W. dagegen wegen Einführung von nicht zerlegtem Wild ohne Uriprungsschein zu fünf Mark Geldstrafe verurteilt. Die gleiche Strafe traf den Wildprethändler hier, weil ec das Wild kaufte. — Wegen Beleidigung wurde ein Malermeister zu 15 Mark Geldstrafe ver­urteilt. — Eine Beleidigungsklage, die seitens eines hiesigen Gastwirts und Mctzgermeist.rs gegen zwei Kaufleute und einen Fabrikanten angestrengt war, weil letztere unwahre, ihn schädigende Gerüchte über - ihn ausgefprengt hatten, endete mit einem Vergleich, nachdem die Angelegenheit früher schon zweimal das Gericht beichästigt hatte.

= Ein Kampf um Hab und Gut veranlaßte am Montag in der Äoalbertstraße einen großen Menschen­auflauf. Das Abholen von Möbeln aus einem Nach­lasse wurde von verschiedenen Erben mit aller Gewalt zu verhindern gejucht, wobei es sogar zu Tätlichkeiten und Bedrohungen einiger Beteiligter kam. Der das Abholcu der Gegenstände leitende Geschäftsmann erhielt in der Hitze des Gefechtes auch einen heftigen Schlag auf den Kopf. Daraufhin sah sich der Ab­holer genötigt, zwei Schutzleute um ihren Beistand zu bitten. Trotzdem entstand abermals eine große Fehde. Sie Angelegenheit findet noch ein Nachspiel.

* Tie Ebender - Hetze. In der Näde von Gießen wurde dieser Tage ein Landwirt aus dem Ebsdorfer Grunde vorübergehend von zwei Gendarmen feftge» nornmcn, roetl sie glaubten, den leibhaftigen Ebender vor sich zu haben. Bedauerlicherweise war es aber einmal wieder nichts mit der Hoffnung auf die Be­lohnung. Wenn jemand jetzt eine Reise unternimmt, wird er gut daran tun, sich mit den nötigen Aus­weispapieren zu versehen.

Fensterlniefumjchliige sind im Postverkehr nur für gewöhnliche ibttefienDungen zugelaffen; zur Ver- jenoung von Einschreibbriefen dürfen sie daher nicht benutzt werden.

— Militärische Hebungen und Erntezeit. Auf die Beschwerde emes Abgeordneten über die oft die Land­wirte höchst störende Zeit der Einberufung zu militärischen Hebungen und deren Ableistung sogar zur Erntezeit hat das Kriegsministerium erwidert, daß für die Zukunft eine Ergänzung der Uebunqs- destimmungen dahin beabsichtigt sei, daß aus die Bestellungs-, sowie die Saat- und Erntearbeiten möglichste Rücksicht genommen weiden soll. Eine grundiätzliche Befreiung der landwirtschaftlichen Be­völkerung von Hebungen während der Manöver könne fedoch im Interesse der Schlagfertigkeit des HeereS nicht eintieien. Die alljährlich Hera sgegebenen Be- fümmungen für die Hebungen des Beurlaubienstandes Khen schon bisher die Berücksichtigung der Jtnereffen der bürgerlichen Berufskretfc, namentlich der Ernte- Verhältnisse, bei der Wahl des Zeitpunktes der Hebungen vor. Im Einzelnen bleibt diese Wahl den Lruppenvorgefetzten überlassen.

.-X-Vtey-Sondklzüge. Anläßlich des morgigen <te';martte§ wird bei Aufgabe von je 10 Waggons un Viey-Sonderzug nach Bedra, Gießen und Sachfen- hausen gefahren werden.

Aendcrung von Fernsprechgebühren. Auf Grund °er §§ 6 und iO der Fernsprechgebü irenordnilng vom -p. Dezember 1899 werden vom 1. jfpnl 1913 ab die Miferniingen von 5 Kilometern und von 10 Kilometern 'n Netzen mit mehreren Bermit.ellingsftellen von der yermiUetungSfteUe gerechnet, an die der Fernsprech- ayichluß geröhrt 'wird. Die Bestimmung, daß ny Baulo itenzuj chuß für oie innerhalb der Grenze von ö Kilometern mehr herzusteUende Leitungsstrecke, zu »Heden ist, wenn Fernfprechanschlüsse auf Antrag an euie andere als die nächste PermUtelungsanslalt geröhrt werden, wird auigehoben. Bei Fernsprechanschtüsfen, die 'n der Lu-uüüe 'weiter als 5 Kilometer von dec Ver- muielungSansialt entfernt sind, wird eine jährliche «usch tag gebühr erhoben, welche bei eimachen Lei­tungen 3 Mark, bet Doppelleitungen 5 Mark tür jede w gefangenen IGo Meter der üdelichießenden Leuungs- •otifle beträgt Diese ist nach dem nächsten ohne Auf­wendung beionderer Kosten für die Herstellung Cer Lei- ,8 benutzbaren Wege zu tncffen, auch wenn die Lei« ung tatsächlich auf einem Umwege geführt wird. Bei vermvrechanfchlüffen, die in der Luftlinie weiter als J Kilometer von öer Bermiuelungsamtatt entfernt sind, trö lür dte üderschießende Leitungsläna« außerdem ein «autoftenzuschuß erhoben welcher bei einfachen Leitungen 10 iVlart, bei Doppelleitungen 15 Mark für

der angefetzten Zeit war der Saal schon bis zum letz­ten Plätzchen besetzt, sodaß eine große Anzahl spater an den verschlossenen Türen wieder umtehr.cn mutzte. Etwa sechshundert Personen dürften anwesend ge­wesen sein. Landlagsvizepräsident Dr. Kiel eröff­nete die Versammlung, indem er die Erschienenen begrüßte und im Namen des Geisaer Bezirks beson­ders auch dem Herrn Bezirksdirektor Baron v. Groß sowie dem Herrn Landkrankcnhaudireklor Dr. Gunkel sür das große Interesse taufte, das beide speziell Geisa und seinem Bezirke auch heute durch ihre Teilnahme an diesem Feste bewiesen hätten. Sodann wies er hin aus die Bedeutung des heutigen Tages für Geisa. Schon vor wenigen Tagen habe er von der Tribüne des Landtages aus den heutigen Tag als einen Se­genstag für die Stadt sowohl als den ganzen Bezirk begrüßen können. Soeben sei der Gemeinderat mit den geladenen Gästen von der Besichtigung und Er- öffnungsseier der Kranke: ausabteiluug des Ho­spitals gekommen. Daß iw Krankenhausabteilung eingerichtet werden konnte, verdanke Geisa dem Edel­mut und der Heimatliebe der Familie des hier im Jahre 1870 verstorbenen Arztes Dr. Koch. Bei wel­chem Geisaer löse nicht der Name Dr. Koch spontan die Gefühle der Hochachtttng und Verehrung aus'? Wenn auch nur die älteren aus der Versammlung den Arzt Dr. Koch persönlich gekannt hätten so sei dieser Name doch auch den Jüngeren kein fremder, da alle diesen Mann von ihren Eltern und Ange­hörigen so oft als das Vorbild eines Arztes und als einen edlen Wohltäter und Freund der Armen hät­ten rühmen hören. Nur zwei Daten aus dem Le­ben dieses Mannes wolle er anführen, die bewiesen, wie berechtigt die Empfindungen der Verehrung feien, die sich an den Namen Dr. Koch knüpften. Wenn die heutige chirurgische Technik auch schwierigere Auf­gaben zu lösen imstande sei, so sei doch die glückliche Durchführung eines operativen Eingriffes, des Kai­serschnittes, welcheni die kräftige Männergestalt eines allen bekannten Bürgers Geisas sein Leben vcr- danke, noch bis in die neunziger Jahre selbst in den chirurgischen Anstalten eine beachtenswerte Leistung gewesen und miisse auch heute noch in der Praxis eines Landarztes, der über weit beffere Hülfsmittel wie Dr. Koch vor mehr als 40 Jahren Verfügt, als eine ärztliche Tat angesehen werden. Wenn ein Gro­ßer unseres Volkes es als das schönste Los eines edlen Menschen, „ein Sterben in den Sielen" ge­nannt habe, so sei Dr. Koch dieses Los beschieden ge­wesen. Mitten in der Ausübung seines ärztlichen Berufes wurde er aus diesem Leben abberufen. Als er einer armen Frau in ihrer schweren Stunde bei­stand, sank er im selben Augenblicke tot zusammen, wo er einem neuen Lebewefen den Weg zum Lichte gezeigt.

" Daß der Edelmut des Vaters als Erbteil auch auf seine Kinder übergegangen sei, beweise die Dr. Kochstiftung, aus bereit Mitteln die heute eröffnete Krankenhausabteilung hätte eingerichtet werden kön­nen. — Geisa hätte gerne heute persönlich den Stistern seinen Dank abgestattet. Herr Louis Koch habe ihn beauftragt, der Versammlung sein tiefes Bedauern auszudrücken, daß er nicht habe kommen können. Aber im Geiste werde er an diesem Tag in feinem lieben Geisa weilen. Wie sehr dies Gedenken am heutigen Tage kein leeres Gerede gewesen sei, beweise das Telegramm, das er soeben erhalten habe. Unter großem Jubel der Versammlung verlas der Redner sodann ein Telegramm von Frau Robert Koch und Herrn Louis Koch, in welchem dieselben wünschen, die Krankenhausabteilung möge Geisa zum Segen gereichen. Gleichzeitig übernehmen die Genannten laut ihrem Telegramm die Verpflichtung, auf die nächsten zehn Jahre pro Jahr 1000 Mark zur Ver­waltung und Sicherung des Fortbestandes beizu­steuern. Redner schlug ein Danktelegramm vor, des­sen Wortlaut großen Beifall fand; sodann schloß er mit einem Hoch auf die Stifter und die ganze Fami­lie Koch, in welches die vielhundertköpfige Versamm­lung begeistert einstimmte.

Als Glanzpunkt der ganzen Feier folgte fodann der Vortrag, in welchem Herr Direktor Dr. Gun­kel ca. iy2 Stunde lang die Versammlung mit sei­nem durch die Lichtbilder illustrierten Ausführungen über das Hilfsmittel der Röntgenphotographie bis zum letzten Augenblick fesselte. Herr Bezirksdirektor Baron v. Groß dankte sodann dem Redner für die Unsumme von Belehrung, die jeder von diesem Vor­trage mit nach Hause nehme, aber auch für das warme Interesse, das Herr Direktor Dr. Gunkel diesem Teile des Weimarschen Landes besonders in seiner Eigenschaft als Direktor des Landkrankenhau­ses von Fulda entgegengebracht habe. Bürgermeister B r e h l e r kam sodann auf die Geschichte der Dr. Kochstiftung zurück. Er gedachte der Verdienste des Herrn Landdechanten Mcdler sowie Dr. Kiels um das Zustandekommen der Krankenhausabteilung und schloß mit einem Hoch auf den Redner des Abends, Herrn Landkrankenhausdireftor Dr. Gunkel.

jede angefanqenen 100 Meter der nach der wirklichen Länge gemeßenen Leitungsstrecke beträgt. Wenn eine Vermittelungsanftalt im dienstlichen Interesse aufgehoben und mit einer anderen vereinigt wird, ist für die Be­rechnung der jährlichen Zuschlaagebühren für di« vor­handenen, von der aufgehobenen ans di« vereinigte Vermittelungsanstalt übertragenen Anschlüsse auch nach der Bereinigung die Entfernung von der bisherig en Bermittelungsanstalt maßgebend, es sei denn, daß die Berechnung nach der Entfernung von der vereinigten Vermittelungsanstalt für die Teilnehmer günstiger ist. Ein Baukostenzuschuß wird aus Anlaß einer solchen Uebertragung vorhandener Anschlüsse nicht erhoben.

-p- Ter Kneipp-Verein hielt am Montag im Gast- Hause zum Ritter seine diesjährige Generalversamm­lung ab. Die Gießstunden in der Kneipp-Anstalt am Viehmarktplatze sind vorerst noch: Montag, Mittwoch, Freitag 5—7 Ubr nach nittags, Dienstag, Donnerstag, Samstag 11—1 Ubr mittags.

<8 Vom Obersulda- uud Werratuntqa«. Am »er­gangenen Sonntag roar der Ganvorstand und der Turnausschuß in Vacha zusammengekommen, um_bie Vorarbeiten für das (Sauturnfeft zu erledigen. Ter Turnausschuß setzte die volkstümlichen Wettübungeu zum ^Sechskampf fest, die in 100>Metcrlaufen, Kugel­stoßen und Weithochspringen bestehen. Diese drei Hebungen sind auch maßgebend für die Austragung des vom Bildhauer Rechbero - Hersseld gestifteten Ehrenpokals. Der int vorigen Jahre von der Turn­gemeinde Fulda erstrittene Wanderpreis des preußi­schen Kultusministers muß auch in diesem Jahre durch einen Stafettenlauf, und zwar diesmal um einen Pfahl, erkämpft werden.

/X Im Verein für Naturkunde wird heute abend 6'/, Uhr Herr Ingenieur Ferdinand Schneider im Vorstandszimmer des Bürgervereins einen Vortrag über die elektrischen Wellen im Dienste der Telegraphie sowie der Zeitüderlragung mit Demonstrationen abhalten, nach­dem er vor einiger Zeit in Paris und Frankfurt a. M über dasselbe Thema gesprochen hat. Bei dem groben Interesse, das besonders in Fulda der zu behandelnde Gegenstand beansprucht, ist ein zahlreicher Besuch zu er­warten. Auch Nichtmitglieder des Vereins sind herzlich willkommen.

Amt Geisa und Umgebung.

* Kalicmwrdheim, 11. Febr. 1913. Am Sonntag fand hier eine Versammlung des Landwirtschaftlichen Vereins „An der Rhön" statt, in der Landwirt Wag­ner aus Unterweid einen Vortrag über „Pflanzen, impfung mit Nilragin", einem Bakterien-Jmpfstoff für Klee und Hülsenfrüchte, hielt. Der Antrag, die Vereinsversammlungen auch noch in anderen Orten als in den bisherigen abhalten zu wollen, wurde mit dem Bescheid abgelehnt, den Vorstand darüber be» stimmen zu lassen. — Auf einer Generalverfamm- lung des 31 h ö n t u r n b e z i r k s wurde das Em- trittsgeD der Mitglieder bei Bezirksfesten auf 30 Pfg. festgesetzt. Mitglieder, die sich an den Bezirksfesten nicht beteiligen, haben 10 Pfg. Strafe zu zahlen. Bei Bezirksfesten ist auf einheitliche Kleidung der Mit- glichet (weiße Hose, schwarze Strümpfe) zu achten.

• Stadtlengsfeld, 11. Febr. 1913. Am Sonntag veranlaßte hier ein Fortbildungsschüler einen 1 Häu­tigen Schulknaben Schießpulver zur Entzündung zu bringen. Die Wirkung war schrecklich. Das ganz« Gesicht roar dem Knaben verbrannt, das Haar ver­sengt, und man weiß noch nicht, ob ihm das Augen­licht zu retten ist.

* Dorndorf, 11. Febr. 1913. Von Ostern d. I. ab wird hier eine 4. Schul stelle eingerichtet werden.

* Frauensee, 11. Febr. 1913. Die AbteufungS- arbeiien im ,Schacht Dönges" im Möllersgrunde nehmen wieder einen energischen Fortgang. Man hat den sehr roafferhaltigen Dolomit durchteuft. Dies« Arbeit hielt sehr auf, da man Waffer in dieser Menge nicht erwartet hatte. Gegenwärtig durchschlägt man leichteres Gebirge. Das Salz dürfte bald er­reicht sein. Sodann dürfte die Arbeit, die jetzt bei zirka 200 Meter Tiefe steht, bis zur enbgtUiaen Tiefe von 450 Meiern rasch vorwärts schreiten.

Gebrauche Jawl «eit ungefähr einem Jahre. Vordem W hatte ich starken Haarausfall und sehr viele Schup- « pen. Seitdem ich Brr Javol gebrauche, sind die Schuppen ganz verschwunden, und auch mein volles I Haar ist wieder so Ung. Kann darum Ihr Javol $ bestens empfehlen. Chemnitz, 13. 7. 1911. P. Z- X