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Zuldaer Zeitung.

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ihm tut Parke, und eine Hosjaqd wurde abgesagt, seiner Gruft, der im Leben so ausgesehcn hatte wie

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weil der Gast aus dem Märchsnlande plötzlich un-

päßlich geworden war und infolgedessen nicht teil- schwarzgelockt und bleich, dreier a nehmen konnte. Als er Paris verlieh, da trug er ein halbes Menschenalter alter.

,WaS ist Ihnen, lieber Meneville?" fragte der

aus seiner Brust das Grohmeisterkrcuz des Ludwigs- ,

vorgesehen, daß bei den Eiscnbahnfahrten nur Wagen erster und zweiter Klasse benutzt werden, dah die Pil­ger in den besten Hotels uirtergebracht werden und daß die Besichtigungen zumeist in Wagen erfolgen. An etnzelnen berühmteren Stätten ist ein angemessener Aufenthalt mit zweimaligem Uebernachten festgesetzt. Zur Erholung dienen Seefahrten aus dem Luganer- und Gardasee. Nachtfahrten sowie besondere körper­liche Anstrengungen sind ganz ausgeschlossen. Das Progran!m "steht Interessenten unentgeltlich durch da? "Sekretariat des CaritaSverbandes in Freiburg i. Br. zur Verfügung. Dasselbe nimmt auch An­meldungen bis zum 15. März entgegen.

dieser, und doch, doch — jener war jung, anmutig, •" irzgelockt und bleich, dieser aber war ergraut und

Aus Oberheffen u. den Heu- Aemtern.

* AuS dem Kreise Marburg, 29. .«an. 1913. Die seit Jahren eingestellte zweite P o st Vestel tun g tn den Orlen Distchhausen, Nesselbrunn und Wetters. Hausen ist dank den Bemühungen unseres Reichstags« adgeordneten Rupp wieder eingesührt worden. .

• Kirchhain, 28. Jan. 1913. Aus der Hauptvev sammlung des Geflügel, und $o0el»“41‘ Vereins für den Kreis Kirchhain ergab Die Prüfung der Kaffenbücher einen Kassenbestand von "1,'dMr. Das Programm für die vom 24. bis 26. Oktober d. Js. in Kirchhain stattfindende 10. W a n d er- ausstellung des Verbandes der Geflügelzucht«

M 24

Donnerstag 30. Januar 1913.

Amt Geisa und Umgebung.

♦ Vacha, 29. Jan. 1913. In den Plärr« und Kuratiebeurken Eisenach und Vacha waren bwher die kalholffchen schulpflichtigen Kinder am Tage Mariä Lichtmeß vom Schulbesuch zu besreten. Nachdem jetzt Mariä Lichtmeß nur noch alS Andacht?« feiertag gilt, ist vom Staatsministerium angeordn t worden, daß an diesem Tage bte katholischen Schub linder dem regelmäßigen Schulunterricht beizuwohne» Haden. Es kann ihnen jedoch bis früh 9 Uhr srnge, geben werden, wenn die Kinder der ktrchltchen Früh, messe an diesem Tage beiwohnen trollen.

♦ Buttlar, 29. Jan. 1913. Aus der hiesigen Gewerkschast stürzte der 25 jährige Steiger -Lallm vom Fördcrkübel aus 30 Meter lies in den Schacht hmem und war sofort tot. m . «.....«„„.j

* Gehau», 29. Jan. 1913. Auf der Säuglings« beratungsstelle sowie auf der Lungenhulsrsürsorgestclle soll eine monatliche einmalige ärztliche Beratung em« geführt werden. Dr. Meyfarth in Stadtlengsfeld hat dieselbe übernommen. _, ,.

* Oechsen, 29. Jan. 1913. Im Schacht.Marum« gart" der Gewerkschaft Heiligenmühle wurde gestern bei 575 Meter der Plattendolomit ang -fahr em Der Plattendolomit ist wasseriührend. Dli den bereitstehenden Pumpen wurde der Schacht alsbald gesümpft. Eine Anzahl Schachtatbeiter wird ander« weitig beschästigt, bezw. muß für kurze Zett feiern.

* Kiestlbach, 29. Jan. 1918. Hier wird tu diesen Tagen mit der Separation begonnen. ’

» Tönge», 28. Jan. 1918. Der Plan einer selb­ständigen W a s s e r l e i t u n g hier ist im Relsen. Es soll eine Hochdruckwasserlenung geschaffen werden, die von dem sehr wasserreichen Kieditzboin tn unserer Ortsflur gespeist wird. Die Kraftwelle soll eine. Slahlwindturbine bilden, die auf der sehr geeigneten Höhe westlich deS Bornes ihren Standort erhalh Wir erhalten mit dieser Anlage zugleich elektrisches L.cht wie elektrische Kraft zum Antriebe landwirt« schaftlicher Ataschinen. Das Projekt ist auf zirka 60000 Mark veranschlagt.

schalen, ein große- Wagenrad, Mühlsteine, eigen, artige Ledergeflechte, Schlöffet, Tongeiaße und unge­zählte Kleinfunde. Die Zahl der 1912 sreigelegten Keller betrug 30, die der Brunnen 4. Insgesamt tft jetzt die Lage von 300 Kellern bekannt, die jetzt all­mählich den Grundplan der Ansiedelung ei.cnnen lasten. Gleichfalls konnte die Ausdehnung des großen Kastell-Friedhofes und der neuen 500 Meier oitlich vom Kastell beleoenen Begräbnisstätte bestimmt wer­den. Die hier vorgenommenen Arbeiten dürsten vor­läufig als beendet anzusehen sein. Auffallend war eS, daß diese Gräber an Beigaben weit reicher find als die der Saalburg. Auf der Saatburg wurden in der Südostecke die umfangreichen Mauetteste und #yun. bamente des ältesten Kastells freigelegt. Für die sich immer mehr anhäufenden Fundstücke rombe tn der Südostecke ein Magazin gebaut. Die auf der Kapers­burg bei Friedberg gemachten Funde wurden vom Großherzog von Hessen dem Reichs-Limes-Museum überwiesen. Auch sämtliche Funde von den Kapellen «ugmantel, Feldberg und Alteburg - Heftrich fielen dem Re-chs-Limes-Museum zu.

* Aus dem Grobherzogtum Heffen, 29. satt. 1913. Nach der amtlichen Statistik über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau wurden im Großherzoglum int ganzen Jahre 1912 (bezw 19 ^ geschlachtet: 195 (1919) Pferde, 16,769 (17,629) Och en, 1521 (1391) Bullen, 39,382 (41,940) Kühe, 31,661 (35,036) Jung« rinder über 3 Monate, 73,246 (78,756) Kälber bis 2 Monate, 379,412 (380,238) Schweine, 11,106 (12 782) Schafe und 28,840 ( 31,074 Ziegen.

* Wiesbaden, 28. Jan. 1^13. Die Firma Suß- mamt u. Bodenheimer m Mannheim stiftete an- läßlich ihres 50jährigen Geschältslubrlaums 5000 Mr. für die Deutsche Gesellschaft Mr KaufmannS-Er« bolungsheime. Der Gesellschaft wurde dieser Tage auch ein größeres Legat aus Cannstatt zuteil.,

. Der Gras von Tarent.

29] Roman in 3 Bänden von F. Steinkirchner.

■ f „Die beiden Herren, welche eben durch die Türe eintrttten, sind der französische Gesandte Marquis de Lussignan, der junge Herr, mit dem er gekommen, ist Fürst Guastala, zur Zeit die begehrteste Heirats­partie im Lande. Dutzend andere sind da, mit be- kannten Namen, aber ich würde Sie ermüden mit der Aufführung derselben, lieber Baron. — Ich be­merke aber eben, die Hauptperson fehlt--"

Suchend blickte Torloni in den glänzenden Räu­men umher.

; „Wer ist diese Hauptperson?" fragte Meneville in gleichgültigem Tone.

. Ter adelige Geldhändler blieb stehen und schaute seinem Begleiter ins Gesicht.

„Haben Sie schon vom Prinzen von Indien gehört?"

„Zum Teufel auch, ich habe von ihm sprechen hören, seit ich in Rom bin", entgegnete Meneville. „Auf der Straße, im Cafe, im Salon, im Theater, überall höre ich von dieser merkwürdigen Zauberper- son. Wer ist er denn eigentlich, was ist sein wahrer Name? Alles, was ich bisher gehört, ist der pure llnsinn, einer widersprach dem anderen, keiner wußte etwas Gewißes." .

„Wer er ist und was er ist, weiß wohl ntemand genau", sagte der Bankier bebädjttig. „Sicher tft nur, daß er einen Ruf besitzt, wie der verwunschene Prinz int Märchen. Ein Sagenkreis umgibt ihn, wie keinen anderen Sterblichen. Er nennt stch Prtnz bon Indien und vielleicht mit Recht, denn seine Sckätze kommen sicherlich den Schätzen von Gol- konda gleich. Er tauchte vor ungefähr sechs Monaten am Hofe des Königs von Spanien auf und erregte durch ungeheuere Prachtenfaltung ein Aufsehen ohnegleichen. Der -König verlieh ihm das goldene Vließ.

. -In Paris wiederholte sich dasselbe. Der Mär- chenprinz gewann die Gunst des Hofes im Sturme, -ye Königin und die Prinzessinnen spazierten Mit

Aus Mrche und Schule.

* Berlin, 29. Jan. 1913. Der,Reichsanzeiger^ veröffentlicht die Zulassung bc8 Dombekans Hil- pisch in Limburg zur Ausübung der bischöflichen Rechte ans Verrichtungen als Kapttulcir durch Be

Hartmann, Fritz Marnretschke und Jos. Ebert. Der JubiläumSfonds ist in diesem Jahre auf 25 Mk. an- gewachsen. Diesem Fonds sollen von allen Leber- schlissen des Vereins 10 Proz. zerfließen. Der Dirigent regte an, einem größeren Sängerverband beizutreten und empfahl den Anschluß an den Mitteldeutschen Sängerbund. Der Vorstand soll dieser Anregung näher treten. Zum Schluffe teilte der Vorsitzende noch mit, daß der Verein den gesanglichen Teil des nächsten Volksbildungsabends am 16. Februar übernommen habe. Das Jahresprogramm soll vom Vorstand von Fall zu Fall vorgebracht werden.

-X- Durchgegangcnes Gewann. Gestern nachmittag hielt in der Ohm dos mit zwei jungen Pferden be« spannte Lastfuhrwerk der Firma A. In nächster Nähe spielte ein Sckiüler mit einer Windbüchse, durch deren Schüsse die Pferde plötzlich fckeu wurd n. Sie rasten davon, nahmen den Weg die Ohm entlang hinter der , Germania" vorbei und sausten gegen vas Scheunen- jor des Gastwi ls O.terbein. Dieses wie auch die Wagenveichsel wurden beschäoigt, beide Pferde kamen zu Fall. Eines Der Tiere lahmte, als es heimgeführt wurde. Glücklicherweise kamen Menschen nicht zu Schaden.

0 Von der Eisenbahn. Bezüglich des Uebergan« ges eines Reisenden in eine Höhere Wagen- klasse der Eifenbahn ist kürzlich bestimmt worden, daß Der Preis einer Uebergangs-Karte dem Unterschied zwischen dem Preise euer Fahrkarte der Klasse, in Die Der Reisende übergeht, und Dem Preise einer Fah - karte der Klaffe, aus Der er übergeht, entspricht. Bis­her mußten für Zujatzkarten Reisende mit ganzen Fahrkarten eine halbe Fahrkarte der Klasse, in die sie übergingen, und SteifenDe mit halben Fahrkarten eine halbe Fahrkarte der Klasse, aus der sie übergingen, lösen.

(!) Zur Angestelltenversicherung. Zur Vermeidung von Weiterungen wird darauf aufmerksam gemacht, daß gleichzeitig mit der Emzahlung der Beiträge für Die Ängestelltenversi herung von den Arbeitgebern Beitragsüber sichten an das Direktorium der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte einzusenden sind.

Postscheckverkehr. Der zwischen den Postscheck­ämtern in Berlin, Breslau, Köln, Frankfurt (Alain), Hamburg, Hannover und Leipzig und den Abrech­nungsstellen' Der Reitsbank bestehende bargelDlofe Zahlungsausgleich weist für das Jahr 1912 recht erfreuliche Ergebmffe auf. Die Einlieferungen um« faßten über 400000 Schecks im Betrage von mehr als 4 Milliarben Mk. Einschließlich der sonstigen im Postscheckverkehr rein buchmäßig, also namentlich durch Ueberroei'ung von Konto zu Konto, verrechneten Zahlungen sind im Jahre 1912 insgesamt 15,6 Milliarden Alk. bargeldlos beglichen worden, d. j. über 51 Prozent des Gesamtumsatzes.

angenommen. Für den eine Wiederwahl ablehnenden Kassierer Lang wurde Herr Kreisassistent Heim in den Vorstand gewählt, sodaß sich jetzt der Vorstand wie » zusammensetzt: 1. Vorsitzender Jos. Latsch, 2.

Eduard Kaufmann, Schriftführer Ferd. Heil, Kaffierer Frz. Heim, Archivar Otto Jacob. Die Bei­sitzer sind folgende: Wilh. Aha, Aug. Altstadt, Ad.

Aus dem Nachbargebiete.

(*) Oberufhausen (Rr. Hünfeldh 29. Jan. 1918. Der katholuche Geiellenverein von Ober- und Unterufhausen feiert am kommenden Sonntag, Den 2. Februar, fein 23iät)rtge5 Stiftungsfest mit Theaterabend. Es gelangen folgende Stücke zur Aufführung: „Wenn du noch eine Mutier bah", Lebensbild Der Gegenwart in vier Auf­zügen; „Der Wachtposten am Pulverhäuschen", Schwank in einem Akte; „Kaiernenluft", mrlitärifches Lustspiel.

♦ Offenbach, 28. Jan. 1913. An Alkoholver­giftung verstorben ist der 50jährige Armenhausin- faste Schwarzkopf. Er hatte an seinem Ausgehtag zahlreiche Wirtschaften besucht und so reichliche Alko­holmengen zu sich genommen, daß alle ärztlichen Be­mühungen vergeblich waren und seinen baldigen Tod herdeiiührten. Ein ähnliches Geschick widerfuhr dem Tagelöhner Musel. Er hatte ebenfalls so viel Bier und Schnaps zu sich genommen, daß er ins Kranken­haus gebracht werden mußte. — Der 17 Jahre alte Freund kam mit Der linken Hand in eine Kreissäge, wobei ihm drei Finger abgerissen wurden.

* Frankfurt, 29. Jan. 1913. Durch Explosion einer Benzin ampe v unglüdtert in Den Euler-Flug- Maschinenwerken zu DiieDerraD Die Mechaniker Mumm und Schmidt. Beide trugen Brandwunden am Kops und im Gesicht davon und wurden dem Städtischen Krankenhaus zugeführt, Schmidt als Bewußtloser.

h. Kassel, 29. Jan. 1913. Zu einer festlich-frohen Feier hatten sich gestern abend Die katholischen Lehrer Kassels mit ihren Familienangehörigen und Gästen im ,Wittelsbacher-Hof" versammelt. Am 1. Oft. v. IS. war es Herrn Lehrer Bömeke vergönnt, fein fibernes Dienstjubtläum zu feiern. Am gestrigen Abend nahm der kath. Lehrerverein Kastel Gelegenheit, dem Jubilar durch Den Mund seines Vorsitzenden, Herrn Rektors Jacobi, die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen. Als Angebinde wurde ein großes Bild, die hl. Familie, überreicht. Gleich­zeitig feierte auch der hiesige Bezirksverein kath. Lehrer das Fest seines 25jährigen Bestehens. Am 16. Roo. 1887 beschloß eine kleine, aber wackere Schar kath. L hrer und zwei Geistliche Kaffels, durch die Not Der Zett geDrängt, den Zusammenschluß in einem kath. Lehreroerem. Vorsitzender wurde Herr Pfarrer Hausmann in Horas, Der in jener Zeit Pfarrer an der Strafanstalt in Wehlheiden war, Der andere Geistliche war Herr Kaplan Martin, und bald schloß sich auch Der hochsei. Dechant Müller Dem jmtgen Verein an, Der heule 34 Mitglieder aufweist. Sämtliche kath. Lehrer Kassels' wwie einige Geistliche gehören ihm an. Getreu Dem Wahlspruche: »Treu Dem Glauben, treu Dem Vaterlande" hat der hiesige Bezirksverein, Der dem Diözesan-Lehrerverein Fulda angehört, stets die Vereins Prinzipien hochgehalten, edle Kollegialität gefördert, Weiterbildung erstrebt zum Nutzen der Kirche und des Staates. EingeDenk Der besonders hohen Pflichten, die den Katholiken der Diaspora obliegen, haben die einzelnen Mitglieder des hiesigen kath. Leurervereins stets wacker mit e« arbeitet auf dem Gebiete des religiös - kirchlichen Lebens, was durch Herrn Dechant Delmhorst besonders betont wurde. Seine Ausführungen gipfelten in dem Wunsch, daß auch fernerhin ein gutes Verhältnis zwilchen Lehrerschaft und Geistlich­keit und ein segensreiches Handmhandarbeiten weiter bestehen möchte. Der Abend verlief in fehr anregen« Der Weise. Möge der gute Geist, der den Verein 25 Jahre leitete, auch in Zukunft bei ihm verweilen.

d. Aus dem Taunus, 29.Jan. 1913. De Reichs« LimeS-Kommisston hat auch im Jahre 1912 im TaunuS eine Reihe von Ausgrabungen vornehmen lassen, die für Die Förderung Der Vorgeschichte des Nassauer Landes von erdeblichem Werte gewe>en sind. Im VorDergrunDe aller Arbeiten standen Die Aus- grabungen im Römer-Kastell Zugmantel bei JDstein. Die Dort gemachten Funde Dürfen zn den hervorragendsten gerechnet werden. So wurde ein aus 140 ausgezeichnet erhaltenen Sttdermünzen be- stehender Münzenschatz freigelegt; Die Münzen ent­stammen alle Der Zeil von 193—251 nach Christus. Ferner sand man eine kostbare Wage mit Bronze­

gabe, bi

Jahren ... „ „ .

sammelt werden bis zu einer Höhe von 400 Mk. Vom Oahre 1915 ab soll bann für jebes Mitglieb, das der erein durch den Tod verliert, der eingezahlte Beitrag ganz ober zum größten Teil zurückgezahlt werben und zwar nach folgenber Staffel: Bis zu 5 Mitgliedjahren wird nichts gezahlt, von 5—10 Mitgliebjahren 20 Mark, von 10—20 Jahren 40 Mk., über 20 Jahre 50 Mk unb zwar als Sterbegeld an die nächsten An­verwandten. Der diesbezügliche Vorstandsantrag wird

Lokales.

Fulda, 30. Januar 1913.

» Verliehen wurde Dem Eisenbahn-Betriebssekretär «Aünemann in Frankfurt a. M. Der Krmis""rden l Klaffe, Den Ober - Bahnafsistenten a. D. Friedrich I ,ind Selm in Frankfurt a. M. das Verdienilkreuz tn ßt-ip Dem Eüendahn-Lotomoüvjührer Neugebauer tn amnffurt “• M. das Kreuz des Allgem. Ehrenzeichens, o s Besitzwcchfkl. Das Herrn Bierdrauerelbeiiyer rroseph Schultheis gehörende Baugrundstuck Ec» Buttlar« und Leipzigerstraße ist an Herrn Heinrich sicher hier käuflich übtrgegangen. Der Kaufpreis

ö auf 15000 Mark angegeben. Es sollen Dort ffioiAäfK' und em Wohnhaus erbaut werden, womit bet (£m.rttt besserer Witterung alsbald begonnen

Mitteln Der hessischen Brandversicherung-- «nftait find Den Gemeinden Hauswurz 2800 'Bit., Milteitalbach 3400’1«., Niedertatdach 2800 mit und Rückers 2600 Alk. als Beihilfen zu Den aelegenU.ch ihres neuen Wasserleuungsvaues getroffenen ^tuerlö|d)einrid)tungen bewilligt rooroen. Außerdem erhalten Die Gememoen noch zu Der nach Abzug Der Hohlste veibleibenoen Bautosteniumme einen Zirpen« o^chuß von jährlich 1 Prozent aus Die Dauer von 5 fahren. D>e>e Jahre-zchchüffe belaufen sich bei Hauswurz auf 252 Mt., bei Mitteltalbach aui 331 UHt., bei Rieoerkalvach auf 168 Al. und bei RückerS am 288 Mark.

a. S.l alurausschank in Wirtschaften. Zn unserer gestrigen WlDung, daß nach einer Entfcheiou-g des Overoerwaltungs - Gerichtes Der Schalter verkauf oon Bier, Branntwein rc. nur Dann zulässig fei, wenn dem Wirte m Der Genehmigungs- Urkunde dies ausdrücklich gestattet worden ist, geht uns von amtlicher Seite Die ergänzende Mit­teilung zu, daß der Minister Des Innern sämtliche Polizeibehörden angewiesen hat, bte sofortige Ein­stellung der unerlaubten Schalterausschankstellen zu fordern und im Weigerungsfälle den ganzen Wirlschaftsbetrieb zwangsweise einzu­stellen. Hier in Fulda haben über 40 Wirte dieser Tage eine entsprechende Aufforderung erhalten.,

a. Milttärbriestauben. Die Mitglieder des hiesigen Briestaubentlebhaoel-Verems stellen ihre Tauben sür feen Kriegsfall der Militärverwaltung zur Bet ügung.

□ Ter Mannergesangverein Winfridia hielt ge- stern abenb im kath. Gesellenhause seine biesjährrge erste Hauptversammlung ab. Aus bem vom Vorsitzenben, Herrn Jos. Latsch, erstatteten Jahres- bericht sei hervorgehobcn, baß bet Verein auch im vet- ftossenrn Jahre wieber einen Schritt vorwärts getan hat. Sechsmal ist bet Verein öffentlich aufgetreten, barunter zweimal bei einem Volksbilbungsabenb. Das letzte Konzert, bas ber Verein zum Besten ber Errich­tung eines Sturmiusbenkmals veranstaltete, sei als ein großer Erfolg zu bezeichnen. Auch bas materielle Ergebnis von biesem Konzert sei ein recht günstiges, sodaß ein nennenswerter Betrag bem Denkmalfonds überwiesen werben kann. 50 Mrtglieber würben neu ausgenommen. Ein Mitglieb konnte im Laufe bes Jahres auf eine 25j. Aktivität zurückblicken. Demselben würbe eine Ehrenurkunbe überreicht. Eine vom Ver­

gingen bte Fürsten Colonna unb Orsini, anerkannt als bie Häupter ber römischen Aristokratie.

Der Bankier unb ber Baron waren ber sich nähernden Gruppe etwas entgegen gegangen, unb ber Prinz, welcher geradeaus vor sich hinblickte, sah bie beiben Männer sich ihm nähern.

Eine seltsame Veränberung schien mit bem ge­heimnisvollen Manne vorzugehen, als sein Blick auf Meneville fiel. Seine schlanke Gestalt schien zu wach, en ber Kopf richtete sich empor, ber sonst so der- chleierte Blick mit bem träumerischen Ausdrucke inberte sich unb würbe starr. Ein unheimliches Feuer schien barin zu brennen; Die Pupillen erwei- terten sich; unter bem tiefen Braun bes Gesichtes schien es, als wechsele bie Farbe; ber Atem kam kür­zet unb schneller, bie Lippen preßten sich fest aufeni- anbci, bie Haare schienen sich zu sträuben, es zuckte in seinen schmalen Hänben.

Die Begleiter schauten fragenb unb’ bestürzt auf ihn, alle Umstehenben erkannten bie seltsame Ver- änbcrung unb traten näher.

Der Herr von Meneville verbeugte sich tiefer, als er beabsichtigt hatte; bieser Mann begann eine seltsame magnetische Kraft auf ihn auszuuben, gegen bie e: vergebens ankämpfte.

Nun löste sich bie Erstarrung, bie über beit Prin­zen gekommen schien, seine Augen nahmen ben ge­wöhnlichen unb traumhaften Ausdruck wieder an, bie Gesichtsfarbe kehrte wieber, um ben Mund spielte wieder das gewinnende Lächeln wie sonst. Er streckte dem Vorgestellten die Rechte zum Gruße entgegen.

„Ich sreue mich ungemein, Herr von Meneville, Ihre Bekanntschaft zu machen", sagte er in heiterem, rauhem Tone. „Ich hoffe, Ihnen noch »fter zu be­gegnen, und erwarte, baß wir gute Freunbe werbi... Ich kenne Sie aus einem anberen Leben, einet an- beten Zeit."

Er sprach bie Worte in einem gepreßten Tone, wie einer, der an schwerer Erkältung leibet, bann grüßte er 'zum Abschiebe unb ging weiter im Krcffe (Fortsetzuna folgt.)

2. vmrr.

vrn« ber $xlbat: Sctientmaerd i*

Begleiter. . .

Der Baton suht sich über bte Stirne mit bet Hanb, als wolle er unangenehme Erinnerungen be» seittgen. ,

„Nichts, gar nichts — einen Moment lang glaubte ich, biesen Mann zu kennen, ober bie Erinne­rung war ein Trugbilb. Der, an ben ich dachte, tst tot, und dieser Märchenprinz mit den grauen Haaren und bem gramvollen Blicke hat eine entfernte Aehn- lichkeit mit bem Verstorbenen, bas ist alles. Er steht aus. als könnte er ber Vater bes Verstorbenen sein, aber bas alles ist ja Unsinn, eine Sinnestäuschung. Mau verliert infolge Ihrer phantastischen Erzäh­lung bie gesunbe Denkkraft unb neigt sich zu Traum- bildcrn hin." .,

„Merkwürbig, Ihnen passiert basselbe, was tch bereits von anberen gehört", tagte bei Bankier. „Hier in Rom leben ©bedeute, welche mir allen Ernstes versicherten, sie hätte» beim ersten Anblick bie Ernpfinbung gehabt, als seien sie bem Prinzen in früheren Zeiten schon begegnet, boch mußte er ba- mals lung gewesen sein unb unter anbeeem Namen aelebt haben. Keiner konnte besttmmte Grünbe an- aeben c5 waren allgemeine Redensarten, nichts wei­ter aber interessant ist mir, baß Sie berselben Illu­sion wenn auch nur sür einen Augenblick, versallen sinb' Gestehen Sie, Herr von Meneville, ein eigener Reiz umgibt diesen Dlann, sehen Sie nur, wie alles ■:m ibn brängt unb sich ihm arischließt, es ist, cAS rb Der König ©erde abhielte. Er kommt naher -n uns, M ich Sie ihm vorstellen?"

„Ich bitte barum."

Der Prinz schüttelte Hänbe nut jede:::, lym vrrgcstellt würbe. Mit allen sprach er leise, vcr- binbliche Worte, keine banalen Phrasen, immer war seine Rebe von Herzen kommend, und wenn er weiter schritt, da suhlte sich bye Zurückgebliebene geehrt und Ivar ihm Freund. An beiden Seiten des Prinzen

schliiß des Siaaisminl'teriuni^.

♦ Die Rompilgerfahrt des CaritasverbandeS findet in den weitesten Kreisen des katholischen Deutsch­lands lebhaften Anklang. Schon jetzt laufen zahlreiche Nachfragen von Interessenten ein, sodaß die Pilger­fahrt etter Voraussicht nach sichergestellt ist. Die Pil- Serfahrt ist zugleich eine Jubiläums-Romfahrt, da en Teilnehmern Gelegenheit gegeben ist, an den großen Feierlichkeiten in Rom anläßlich des IkOOjäh- rigen Gedenktages bes Toleranzebittes bes Kaisers Konstantin teilzunehmen. Außerbem wirb in ber Taufkirche Frsbsric Ozanams, bes Grünbers bet übet bie ganze Welt verbreiteten Vincenz-Vereine, zu Mailanb anläßlich ber hundertsten Wiederkehr seines Geburtstages eine besondere Gedächtnisfeier stattftn- den. — Als Abfahrtstag bes Pilgerzuges von Frei- bürg bezw. Luzern ist Dienstag, ber 15. April, festgesetzt worben. Der Pilgerzug wirb folgenbe Route nehmen: Freiburg-Luzern-Gottharb-Lugauo- Porto Ceresio-Varese-Sacro Monte bi Varese-Monte belle tre Cröci-Tttailanb-Certosa bei Pavia-Genua- Sestri Ponente-Santa Margherita-Pisa-Florenz- Siena-Rom (10 Tage Aufenthalt)-Perugia-Assisi- Ravenna-Denebig-Pabua-Garbone Riviera-Triewt- Jnnsbruck. In Innsbruck finbet ber Pilgerzug am Mittwoch, ben 7. M a t, nach einem feierlichen Schlußgottesbienst seinen Abschluß. Während bes Aufenthaltes in Rom werben fakultative Ausflüge in bie Campagna unb Umgebung Roms (Tivoli, Castelli Romani unb Subiaco) sowie nach Neapel (3y2 Tage mit Besuch von Capri, Pompeji unb Vesuv) veran­staltet. — Die Reise soll ben Pilgern recht erbaulich, lehrreich unb angenehm gemacht werben. Darum ist

eine gestiftete silb. Ehrennabcl für eifrigen Probcnbe- such ionnte 46 Sängern zugesprochen werben. Zum Schluffe bes Jahresberichtes überreichte ber Präsibent bem Dirigenten, Herrn Kgl. Musikbirektor Leber, einen kunstvoll gearbeiteten Ehren-Ditigen- t e n st a b, wofür ber Dirigent seinen Dank aussprach. Eine lebhafte Debatte entspann sich um ben Gesaugs- wcttstreit, dessen Vorzüge und Nachteile ber Dirigent kritisch beleuchtete. Es würbe beschlossen, von einem Wettstreit in biesem Jahre Abstanb zu nehmen, ba- für eine größere Sängerfahrt, womöglich mit einem Konzert in ber betreffenben Stabt, zu un­ternehmen. Der Verein zählt 110 Sänger. Der Bei­trag würbe von 25 auf 33 Pfg. erhöht, mit ber Maß- gäbe, baß bie 8 Pfg. Mehrbeitrag in ben nächsten 2 Jahren zu einem Beitragsrückvergütungsfonbs ange-

otbens."

„Ist seine Haut schwarz ober weiß?" fragte Me- ncville in spötttschem Tone.

„Machen Sie keine Späffe, Baron", sagte ber Bankier sehr ernst. „Was seine Haut anbeitifft, so können Sie vielleicht heute abenb noch erkennen, daß er kein Mohr ist, denn wie ich bestimmt weiß, hat er sein Kommen zugesagt, und bas ist auch ber Grunb, warum so viele ittustre Namen heute hier 1 vertreten sinb."

„Ich bin kein Skeptiker, Herr von Torloni", sagte j ber Baron lachend, „nehmen Sie sich in Acht mit Ihren Angaben, denn ich glaube nun einmal nicht an übernatürliche Dinge, unb möglicherweise ist bie­ser Prinz von Jnbien nichts als ein sehr erfolgrei­cher Abenteurer."

„Urteilen Sie selbst, Baron, benn wenn mich nicht alles täuscht, so kommt er’.*

Am Tore war eine hastige Bewegung bet Um- stehcnben; Diener öffneten bis betben Türflügel von außen weit, bas Gespräch in bem Raume ver­stummte, aller Blicke richteten sich nach bem einen Punkte, viele verließen bie Sitze unb näherten sich ber Türe.--

Ter Prinz von Jnbien trat ein.

Herr von Meneville schaute auf ben rätselhaften, von brr Sage umwobenen Mann, besten Züge unb Gestalt er nun zum erstenmal? in vollster Beleuch- tong vor sich sah unb er prallte zurück wie von einem elektrischen Schlage getroffen. Ihm war, als sei er biesem Mcmnc schon einmal im Lehen begegnet, aber wann?

Er war bleich geworben, ihm war, als hatte ihn eine Geisterhand berührt und gemahnt, ein Gefühl des Schaudern; unb Grauens war über ihn gekom­men.

Seine Gedanken wanderten zurück nach bem . Friedhof in der Felsengrotte, wo ein Toter lag in