Einzelbild herunterladen
 

Handel und Wirtschaft

Preissturz am Vuttermarkt

sein.

154 Proz. höher. Erwähnenswert waren ferner Thü-

27.12

28 12.

«8 12. 27. 12

128,70

48,26

AenkpN Vater und Sohn

VVV'Wvw'W Roman von Alfred Manns.

Copyright t>y gart «SHI-r & Co , D«rNn.Z-hlend°r!.

20]

nach wie vor auf die festverzinslichen Märkte. Am Montanmarkt büßten Gelsenkirchen % Proz. ein. charpener waren sogar 2 P>-dz. schwächer und Rheinische Braunkohlen gingen um V/t Proz. zurück. Demgegen­über konnten sich As« u>nd Niederlausitzer Kohle erholen. In Farben kam anfangs wieder stärker Material heraus, das aber schlank ausgenommen wurde. Mit Ausnahme von Akkumulator--n, di« in Reaktion auf ihre gestrige Steigerung 2H Proz. verloren und von Felten, Schu- ckert und Rhexrg, lagen alle anderen Elektrowerte auf Pubs.ikumskäufe lebhafter und bis

44,76

80,0

111,0

62,6

2,5° C

6,5‘ C

1,5° C

höchste Temperatur im Schatten am höchste Temperatur in her Sonne am

27. 12.

27. 12.

27 12.

6.26

48,0

48,76

88,0

1'2,0

61,0

78,76 94,76 98,9 89,6 28.0

67,5

118,26

61,66

126,5 144,5

fungzprogramms. Tonst lagen eigentlich kaum Anre- ne[d)äft für Butter außeroruenuiaj tnuuuiun™ »>!■.....

mge« vor, die einen Einflust hätten ausüben können, hat und vor allem trotz der Kontingentierung zumal Rewyork eher in schwächerer Haltung geschlossen *>••'* hno Annobot von Aus­

hatte. Das chauptintereff« konzentrierte sich aber

ringer Bas, Orenstein, Schubert u. Salzer, Bemberg, Schulcheis und Holzmann, die bis IM prozentige Ge­winne erhielten. Im Verlaufe war die Kursgestal-

tung zunächst weiter uneinheitlich, doch konnten sich später überwiegend Gewinne bis M Proz. durchsetzen. Recht fest lagen Dollarbonds unter Führung von Rentenbank. Gegen 12,45 wurde es an den Aktienmärkten allgemein etwas schwächer, die im Ver­laufe erzielten Besierungen gingen meist wieder verloren und es ergaben sich darüber hinaus Rückgänge bis zu ¥> Proz. Am Berliner Geldmarkt war Tagesgeld kurz vor dem Ultimo natürlich weiter steifer und zog bis auf 4%, bezw 4M Proz. an der unteren Grenze an. Pri- vatdiskonten blieben weiter im Angebot, Reichswechsel per 25. März und Reichsschatzanweisngen per 15. Mai 'gen aber so gut wie umsatzlos.

-- Wintershall-AG. staffel. Wie uns mitgeteilt wird, soll der F ö r d e r b e t r i e b und die Verladung auf der Gewerkschaft Bergmannssegen, Lehrte bei Han-

Wie wird das Wetter?

Die vom Ozean heranströmenden Luftmassen gestal­ten zur Zeit die Witterung bei uns noch verhältnismäßig milde. Ein Störungsgebiet, das am Dienstagabend an der französischen Küste lag, zieht langsam nordostwärts und wird auch bei uns zu Niederschlägen Anlast geben. Da aber eine stärkere Wirbeltötigk-it sich vorläufig noch über Nordeuropa zeigt, ist eine stärkere Verschlechterung der Wetterlage zur Zeit noch nicht zu erwarten.

Aussichten für Donnerstag: Fortdauer des be. wölkten und milden Wetters mit vereinzelten Niederschlä­gen.

Temperatur- und Varomelerstand in Fulda.

Mitgeteilt von Diplom-Optiker Sauerdorn.

9,6 8v,8

46,2t

116,7.'

18,76 84,0 161,0

3n ceeignißeeithet Jett

Ist Ne leiitmti uBCrtbetettrii!

Berliner Effekten-Börse.

Nicht einheitlich.

wtb. Berlin. 28. Dez. (Eig. Meld.) Während man an der Dorbörse überwiegend feste Notierung^ zeigte, zeigte die Kursentwicklung kein einheitliche» Pild. Für Dersorgungswerte und auch ander« Spegialpapiere la­gen Kauforders des Publikum» vor. Die Börse schritt aber verschiedentlich auf dem erhöhten Kursniveau zu Glattstellungen und nahm auch Tauschoperationen vor. Dessen ungeachtet war die Grundstimmung wei- ter durchaus freundlich, vor dient wohl in der Er- Wartung der Auswirkungen des Gereke-Arbeitsbeschaf-

9,5 81,0

46,0

182,0

86,0 1'2,6

Schriftleiter: Dr. ohil. S°danne» Kramer.

Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer 9frftenbrn(ferei I Parr-Ner ___________

94,2-*

96,12 38,0

26,6

65,70 17,6

Staattpkpiere 6°x> Reichsanleihe 27 Anl Ahl. Schuld do. ohne Ans! Wo Oeetr. Goldr.

*°A> 12 nga.ro Goldr

Md. Ptdbr.«. Anl

6®’ePr- Ldspfbr. R. 19 6"A> Pr. Ldspfbr. R. 21 6»/o Pr. Goldkom. Obi

R. 20 6°* FrlctL Hyp.-B.

Göld^PIdb. R. 13 5% FrlcR. Pfdb. B,

Gold.-Pfdb. E. 16 6%L.K.Kass.G.K.Ob! 6°*> L Kr. Kass.

Gold-Pfdb. 26 R. 1 6% L. Kr. Kass.

Gold-Pfdb. 26 R. 1 6°M L. Kr. Kass

Gold-Pfdb. 87 R 4 OSio M#in. Hyp.-B.

GoM-Pfdbr E. 18

Bankaktien

Commerzbank Danatbank D.-U-Bank 0 Eft. u. W. Bk Dresdner Bank Frankfurter Bank Franks. Hyp.-Bank Meininger Hyp -Bk r—Reiehsbank

Aktien dtscti. Tramp.- Anstalten

Dass. Straßenbahn Hapag Nordd. Lloyd

Wegen des dringlichen in- und ausländischen Butter­angebots muhte die B utt e r n o ti e ru n g am Sams­tag in Berlin um 1 0 M a r k pro 50 Klg. h e r u n t e r - gesetzt werden. Nachdem sich aber das Feiertags- Geschäft für Butter auherordentlich enttäuschend gestaltet

Märkte.

= Der nächste Wächtersbacher Ruhviehmarkl findet am Mittwoch, 4. Januar, statt. __________

Aus der Thüringischen Rhön

Aus Geisa und Umgebung.

Kleine Nachrichten.

In Schleiz scheuten zwei vor einen Kutsch­wagen gespannte Pferd«. Von den Insassen, die aus dem Wagen geschleudert wurden, muhten zwei mit schweren Verletzungen dem Krankenhaus zuge- führt werden. Die übrigen Insassen kamen mit leichteren Verletzungen davon.

Bei dem Brand im Schlosse zu W«iftenfet« wurde «'n Sachschaden von mindestens 60 000 Ml. anaerichtet.

In der Kreisrechnungsführuna des Landkrei­ses R u d o l st a d t sind groß« Unstimmigkeiten fett, gestellt worden. Seit 1927 waren die Rechnungen nicht mehr geprüft worden. Der Kreisrat hat be­schlossen, die für die Unstimmigkeiten Schuldigen ermitteln zu lassen. Weiter will man die Auf­sichtsbehörde verantwortlich machen, weil die Auf­sicht zu nachlässig geführt worden sei.

In Melchendorf bei Erfurt wurde einer Bauersfrau der linke Arm beim Schroten ausge- riffen.

nover, vorübergehend vom 16. Januar bis 25. Februar 1933 für die Frühjahr-Rohsalz-Kampagne wieder auf- ge n o m m e n werden. Zu diesem Zwecke kommen ca. 100 Arbeiter zur Einstellung, die aus der früheren Be­legschaft entnommen werden. Die Betriebsweise und der genaue Zeitpunkt der Beendigung dieses Saison- betriebes richten sich nach den durch die Witterungsver- hältniffe bedingten Abrufen der Landwirtschaft.

Niedrigste Temperotm leit

Niederschi. v. 27.12. morg. 81L - 28.12 morg. 8 U. 0.0 mm

Relative Feuchtigkeit der Lust am 28.12. mitt. 12 Uhr 64,0%

Da ging der Gemeindevorsteher. Er war kein schlech­ter Mensch, und des geächteten Egbert Worte hatten laut an die Tür geklopft, hinter der bei ihm Gewissen und Rechtschaffenheit lebten. .

Er richtete auch tatsächlich Renkens Auftrag bet der nächsten Gemeinderatssitzung aus. „Hm", meinte der Bäcker Christoffer, „zwingen können wir ihn nicht: dann wollen wir man die Leute zufrieden lassen."

Der alte Bauer Sengstake, mit dem knochigen, haar- losen Schädel und gewaltigem Unterkinn, schüttelte den Kopf. „Ist doch merkwürdig, dah Leute, die so was ge­tan haben wie Renken, so gute Worte finden können. Ueberhaupt, der arbeitet ja setzt auf seinen Feldern herum wie zwei Knechte. Es soll mich gar nid)t wun­dern, wenn der uns noch mehr zu denken aufgibt."

Nur der dicke Müller Behmann drehte die Daumen auf dem Leib umeinander. „Tja. ich kann's nun mal nicht helfen: Mir wird immer anders zumute, wenn etn Mensch nach Gefängnis riecht."

*

Acht Wochen nach Arnos Fortgang hatten sich auf dem Eytinghose die Dinge wesentlich geändert. Hilbert Eyting war der Gang zum Renkenhose und dte damit verbundenen Auftegungen nicht bekommen. Er hatte sich gleich darauf ins Bett legen müssen. Die Kräfte nahmen schnell ab, und das Ende schien nahe bevorzustehen.

Mit Hilke hate Hilbert eine ernste Aussprache gehabt. „Hilke", hatte er gesagt, „wir brauchen uns ja nichts vorzumachen. Ich gehe nun von dir. Doch vorher möchte ich dir noch mit meinem Rat zur Seite stehen für dem künfttaes Leben in der nächsten Zukunft. Diese starr­köpfigen Renkenleute haben mit ihrem Trotz und Eigen- sinn auch tief m unser Leben eingegrisfen. Du muht nun sehen, wie du zurechtkommst, wenn ich nicht mehr bin. Sieh, mein Deern, es ist nicht Neugier, das weih: du: aber ich muh dich zuerst noch einmal fragen: _ Wie stehst du nach diesen acht Wochen, seit er fort ist, zu Arno?" .,

„Glaubst du, Vater, daß acht Wochen ausreichen, oder daß es überhaupt irgendeine Zeit gibt, die mich in dem was ich für Arno empfinde, wankend machen kann? Es ist doch nicht verliebte Leidenschaft, die mich zu ihm hinzieht, sondern der Glaube an ihn und die Achtung vor seiner Rechtschaffenheit. Du schli-fit, als vorhin der Briefträger kam. Ich habe einen Bries von Arno; ich lese ihn dir vor:

den durch den einsetzenden Frost zur saft völligen 2h> beitseinstellung gezwungen und nahmen umfangreiche Entlassungen vor. Auch die teilweise Beendigung der Maßnahmen der Reichsbahn im Rahmen des Arbeits- beschafsungsprogramms sowie der Frachtenmangel wr die Binnenschiffahrt haben zur Steigerung der Arbeit- suchendenzahl beigetragen. Nach Erledigung der Weih» nachtsaufträge nahmen die Süßwaren- und Scho - ladenindustrie sowie die Metallwarenfabriken und Dte Porzellanindustrie größere Entlassungen vor. Gut ve- schäftigt blieben die chemische Industrie, das Dermelfal. tigunäsqewerbe, die Papierindustrie und die Webereien und Färbereien der Bezirks Gera. Hier wurden z. L. foar erhebliche Einstellungen vorgenommen.

Liebe Hilke!

Was ich mir vorgenommen habe, ist bis auf soweit geglückt. Ich befinde mich in der amerikanischen Prä­rie. Der deutsch« Diehfarmer, bei dem ich in Stel­lung bin, hat vor, einen Teil seiner 500vköpfigen Fleischrmberherde für die Zwecke einer Trockenmifth- unk» Käsefabrik umzuzüchten: wobei er auf meine Erfahrun­gen besonderen Wert legt. Ich bin hier so etwas roie Aufseher und verdiene ziemlich viel Geld. Wenn ich 'o viel erspart habe, daß es zum Ankauf eines Hofes, wie der Renkenhof ist, langt, und mein Farmer — hier itt alles halb Spanisch und sie nennen ihn Estanziero —• mich entbehren kann, komme ich wieder nach Deutsch­land: doch es ist nicht gesagt, ob ich dann bleiben kann.

Ich bin in einer schlimmen Soge: ich habe Sehnsucht nach der Heimat und kann dort doch nicht leben; denn die Sache mit Vater frißt an mir. Ich habe Dich lieb, Hilke, und weiß genau, daß das immer so bleiben wird. Doch ich darf Dich nicht in mein Leben hineinziehen, das jetzt so unruhig geworden ist. Meine Gedanken sind stets bei Dir und bei Euch. Mtt Schaudern denke ich daran, ob Vater wohl das Sündengeld wieder ins Wirtshaus bringt. .

Liebe Hilke, ein solches Beben, wie Du mit mir hat­test, ist nichts für einen aufrechten Menschen, wie Du es bist. Ich risse Dich in Kämpfe hinein, für bie ich mir nicht zutraue. Dir einen Ersatz schaffen zu können; denn ich habe selbst nicht die innere Ruhe, die ich haben müßte, um Dich glücklich zu machen. Deshalb bitte ich Dich: kümmere Dich nicht um mich. Wenn einmal ein rechtschaffener Mann kommt — ein wirklich rechtschasse- n«r muß es fein — der Dich begehrt, so überlege es Dir genau, bevor Du ihm absagst. — Es wird mir bittet schwer, Dir dieses zu schreiben; denn Dein Bild wir» während meines ganzen Lebens um mich fein. So ist es aber wohl das beste, daß wir uns trennen.

Um eins bitte ich Dich: Schreib« mir bald einmal, wie es um meinen Vater steht. Ich würde den Deinen bitten, sich feiner anzunehmen: doch das ist nutzlos, denn Egbert Renken ist nicht zu beeinflussen. Der ist gut oder bös« aus sich selbst heraus.

Es grüßt Dich und Deinen Vater innigft Arno Renken."

(Fortsetzung folgt.)

„Nichts für ungut, Herr Direktor; das verstehen Sie nicht — sind kein Renkenhofbauer. Und außerdem, ich denke nicht daran, mich der üblen Nachrede zu beu­gen. Ich wollte Sie fragen, ob bei Ihnen in der näch­sten Zeit Sträflinge entlaffen werden, denen Sie wohl zuftauen, daß sie Lust haben, ehrlich zu werden und zu bleiben. Die nehme ich dann."

Der Direktor, ein edler Mensch, legte Egbert die Hand auf die Schulter. „Mann, Dauer, wer so an- ständig an das Gute in seinem Nebenmenschen glaubt, 6er ist selbst ein guter Mensch. — Ja, ich glaube, ich habe solche Leute, und Sie verdienen sich einen Gotteslohn an ihnen."

*

Als die Bauern hörten, woher Egbert feine Leute bezogen hatte, die kurz nacheinander bei ihm eintraten, gab es eine große Unruhe. Fünf geme'ene Häftlinge tm Dorf — so etwas war unerhört, noch nie dagewesen, und wohl auch unerträglich! Da hagelte es Sprichwörter und andere Redensarten: „Gleich und gleich gesellt sich gern" und dergleichen mehr.

Egbert kümmerte sich nicht darum. Er sah den An- kommenden in die Augen, reichte ihnen die Hand und sagte: „Ihr habt euer Vergehen gebüßt und seid nun ehrlich. Ich wenigstens halt« euch dafür, bis ihr mir die Beweise vom Gegenteil gebt; aber daran denke ich nicht."

Egbert hatte seinen Entschluß keine Stunde zu be­reuen. Sein Vertrauen hob das sittliche Selbstbewußt­sein der ehemaligen Häftlinge; vor sich selbst wurden sie dadurch wieder zu vollwertigen Menschen. Die nor­malen Hemmungen erschienen wieder, und sie hielten stand. Sie hielten stand, trotzdem die Leute sahen, wie außerhalb des Renkenhofes die Bauern ihnen den Gruß versagten und sie mit scheelen Blicken ansahen. Da schlossen sie sich um so fester aneinander an und waren bei der Arbeit wie auch am Feierabend harmlos ftoh- lich und guter Dinge.

rote körperlich« Anregung. Der Ausflug wurde durch die Mitwirkung der 14 Mann starken Musikkapelle des freiwilligen Arbeitsdienstes verschönert. Dah man bet diesem Ausflug auch der im Altersheim Eckartroth un- tergebradyten alten Steinauer Pfleglinge durch ein kl«i» nes Ständchen gedachte, zeigt, daß das Zugehörigkeitsge. fühl zu diesen Lebens-Veteranen noch nicht erstorben ist. Die alten Leute haben sich über den Besuch der Steinauer Jugend sehr gefreut. Zur körperlichen Er. tüchtigung findet weiterhin wöchentlich ein Sport- nachmittag statt, der entweder auf dem Sportplatz ober bet nassem Wetter in der Turnhalle abgehalten wird. Kameradschaftsgeist und Verantwortung für die Allg«. meinbeit, Arbeitslust und Freude an einer fertig geftell. ten Arbeit sollen durch diese Maßnahmen wieder ge. weckt werden. Daß sich der Bürgermeister mit seiner ganzen Persönlichkeit tatfräfdq in den Dienst der Sach« ■ stellt, persönliche Fühlungnahme mit den freiwilligen Arbeitsdienstlern hält und so die Verbindung zwischen Arbeit und Verwaltung herstellt ist als Förderung der Arbeit besonders hervorzuheben und verdient Nachah­mung. .'H

- Verkaufsgemeinschaft für baumwollene Sftick-und handarbeitsgarne. Der überwiegende Teil der Hersteller baumwollener Strick- und Handarbeitsgarne hat lt. „Konfektionär" einen gemeinschaftlichen Verkauf ihrer - । Erzeugnisse in Häkel-, Stick- und Stopfgarnen ab 1. Ja- , nuar 1933 eingerichtet. Die in Frage kommenden Flr- men waren bereits früher in der Strihaga-Veremigung zusammengeschlossen. Die Vertretung; wird den Nieder­lassungen der Seiden- und Garn-GmbH, in Berlin, Frankfurt a. M. und Hamburg übertragen und die Kundschaft erhält durch die Seiden- und Garn-GmbH, die Aufmachungen und Sortimente ihres bisherigen Lie­feranten zu den gleichen Derkaufsbedingungen. Die Ver­kaufsgemeinschaft soll im wesentlichen dazu dienen, den Bezug der Erzeugnisse zu erleichtern.

Während der Renkenhof unter der umsichtigen Leitung des Architekten wieder neu erstand, bewohnten die Leute das von Arno erbaute Häuschen, und der Bauer selbst blieb weiter in seiner Knechtekammer.

Nach einigen Wochen erschien der Gemeindevorsteher bei Renken. Er sprach zuerst einige gleichgültige Worte, und bann raffte er sich zusammen. „Hör mal, Renken- oater. Wir haben gestern Gemeinderatssitzung gehabt, und da hat man mich beauftragt, zu dir zu gehen und dich zu fragen, warum du das dem Dorf antust, daß du all das fremde Gesindel hierherholst."

Egbert steckt« beide Hände in die Hosentaschen. „So, bas fragt der Gemeinderat? Das wundert mich; denn ich nehme an, du haft dem um das Wohl des Dorfes so besorgten Rat gesagt, wie du mir deine Hilfe $ur Er­langung von Dienstleuten hier aus der Gegend versagt hast."

Der Vorsteher sah zu Boden. Die Sache fing an. ihm peinlich zu werden. „Tja, ich habe doch auch keine Schuld an. War es denn aber wohl nötig, daß du dir die Leute direkt aus dem Gefängnis holtest?"

Da packte Egbert dem Gemeindevorsteher vorn in die Weste und schüttelte ein klein wenig. „Jawohl war das nötig Vorsteher. Es ist Christen- und Menschenpiftcht, Leuten zu helfen, die durch Schuld und Unglück in Sünde fielen. Diesen fünf Leuten konnte ich helfen in ihrem ehrlichen Willen, wieder brauchbare Menschen zu wer- den. Jawohl, ich freue mich, daß ich keine Leute hier aus der Gegend bekommen habe; und ich werde dafür sor­gen, daß kein ungutes Wort meine Knechte und Mägde kränkt, denn alle fünf Leute sind gute Leute. — Und nun bestelle dem Gemeinderat nur ruhig, ich bäte darum, baxb einmal über den Bibel'pruch nachgubenken, in dem der Pharisäer sagt: ,Zch danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber. Ungerechte, Sünder oder gar wie dieser Zöllner", das ist nützlich. Vielleicht hat das der Gemeinderat noch nicht getan, trotzdem er gleichzeitig Kirchenvorstand ist. Er kann auch mal die Bibel durchblättern und nachsehen, ob irgendwo ge­schrieben steht, daß man den Nächsten, der einmal ge- ra(Ien ist, ächten und wieder in Schuld und Unglück zu­rückzwingen soll. Wenn der Gemeinderat mir eine solche Stelle nachweisen kann, dann will ich ihm gerne den Ge­fallen tun und zur Ehre des Dorfes meine fünf braven

| Beute entlassen."

Induatrto-Aktlan

Adt tiebr.

Alle. Eloktr. Gea Bad Salzaehlir! Cem. Heidelberg Contin. Ges. Daimler D. Erdöl Berlin D. Seheideanstalt Dürrkoppwerke Eisenw. Kaiserei. Elektr. Lief.

Elektr.Liehtu. Uralt Farbenindustrie Frankf. Hof Goldschmidt Hammersen Holzmann Pb. Konsv Braun Lahmeyer 4 Co. Lingel. Schuh! Mainkraftw.

N. S. U. (Neckar!»., Siem. & Halske Südd. Zucker A.-G. V. Faßt Cassel Wayü 4 Frevtag Zellst Aschaffenb Zellst. Waldhof

Bergwerks-Aktien

Bruderns Eisen». Gelsenk. Bergw Harpener Bergbau Ilse Bergbau Kali Aschersleben Mannesmann Riebek

Die Gewerbekredit-ilktien der Sparkassen.

Die Mitteldeutsche Bandesbank teilt mit:

Die Reichsbank hat sich im Interesse der mittelständi- schen Wirtschaft entschlossen, ihren den mittleren und kleineren Banken und Bankiers für produktwns- sördernde Zwecke auf dem Wege über die Akzept-Bank zur Verfügung gestellte Wechselkredithilfe auch aus dte private gewerbetreibende Kundschaft der Sparkassen auszudehnen. Als zentrale Der- mittlunqsftette für die Provinz Sachsen und dte Bänder Thüringen und Anhalt fungiert dte Mittel- deutsche Bandesbank in Magdeburg mit ihren Filialen in Erfurt, Halle, Nordhausen und Weimar. We- sentliche Voraussetzung bei der Bewilligung der Kredite, die ausschließlich in Wechselform gewährt werden, ist ihr produktionsfördernder Zweck und. dann aber auch ihr kurzfristiger Charakter. Die Kredite müssen seitens des Kreditnehmers durch ausreichende Sicherheiten gedeckt sein, da dem Wechsel ein Produktionsvorgang, aber durchweg kein Handelsvorgang zugrunde hegt. Die Kre­ditanträge sind bei der örtlichen, zuständigen Sparkasse einzureichen, die sie mit den notwendigen Unterlagen beschleunigt an die Mitteldeutsche Landesbank weiter- leitet Die Mitteldeutsche Landesbank hat der Akzept- Bank, A.-G., gegenüber die Verpflichtung, zur sorgfälti­gen Prüfung jedes einzelnen Antrages übernommen. Nach erfolgter Prüfung geht der Antrag unverzüglich an die Akzept-Bank, die sich die letzte Entscheidung Vorbehal­ten hat.

Verschlechterung am mitteldeutschen Arbeitsmarkt.

Die Zahl der Arbeitsuchenden im Bezirk des Landes- orbeitsamts Mitteldeutschland stieg von 457 489 am 30. November um 25 655 oder 5,6 Prozent auf 483 144 Personen am 15. Dezember. Zur gleichen Zett des Vor- jahres waren bei den Arbeitsämtern 477188 Arbeit­suchende vorgemerkt. Infolge der in der ersten Dezem- I berhälfte einsetzenden Frostperiode wurden in den Außen- I berufen wiederum zahlreiche Arbeitskräfte freigesetzt. Auch in den übrigen Industrien und Gewerben war ein z. T. erheblicher Zugang von entlassenen Arbeitskräften zu verzeichnen. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ent­sprach der Jahreszeit. Mit n e n n e n s w e r t« n E n t - la Hungen wird nach Ansicht des ßanbesarbeitsamtes jedoch nun nicht mehr zu rechnen fern. Die Jn- I buftrie der Steine und Erden und das Baugewerbe wur-

ein sehr starker Preisdruck durch das Angebot von Aus­landsbutter ausgeübt wird, war die Preissenkung Nicht mehr zu vermeiden. Neben dem Versagen der inländi­schen Kaufkraft soll die durch die Auslandskonkurrenz bedingte Unrentabilitat ber Ka^Produk­tion __bie Preise von verschiebenen zur Einfuhr kom­

menden Käsesorten entsprechen einem Milchner«er- tungspreis von 4 Pfg. pro Liter (Holland!) — Jur bas inländische Ueberangebot von Butter verantwortlich

Südafrikas Vährungskampf.

Uebergang zur Goldbarrenwährung. — Goldausfuhr­verbot.

Dem Vernehmen nach hat die südaftikanische Regte- runa beschlossen, sich besondere Vollmachten zum Erlaß eine8s Ausnahmegesetzes geben »u -assen d°- sie er- mächtigt, die Währung aus Goldbarren zu gründen und die G o l d st ü ck e a u s d e m V - kedr zurückzuziehen, damit das Goldgeld weder ervortiert noch gehortet werden kann An eine Aufgabe der Goldwährung denkt die südafrikanische Regierung nicht.

Die Reserve Bank ist der Verpflichtung zur Einlösung der Noten in Gold enthoben worden In der B e g r ü n b u ng dieses Schrittes helA ™ infolge ber politischen Unsicherheit feien ungewöhnlich große Ankäufe von Devisen unb bie Zurückziehung von Goldmünzen zu Hamsterzwecken vorgenommen worben. Eine Fortbauer bieses Zustandes wurde eine außer ordentliche Gefahr für bie an unb für sich gefunbe Lage d-s Krebit- unb Bankgeschäfts bedeuten.

Das südafrikanische Kabinett beschloß wahrend einer Sondersitzung in Pretoria, die Go 1 baussuhr zu ver­biet e n. *

wtb.

Bankkreisen vertritt man bie Ansicht, daß das subafr konische Golbausfuhrverbot roemg direkte Wirkung auf bie Vereinigten Staaten haben wirb, ba hier südafrika­nische Anleihen nur im Betrage von ungefähr 50 Mil­lionen Dollar vorhanden seien Dagegen glaub man, daß ber Schritt für Großbritann« recht unan genehme Folgen haben werbe, so daß die Ber­einigten Staaten dadurch doch noch indirekt m Mitleiden­schaft gezogen werden könnten.

*

In der Zeit von 1928 bis 1931 ist die Ausfuhr land­wirtschaftlicher Erzeugnisse der Südafrikanischen Umon von 31,8 Millionen Pfund auf 12,9 Millionen gefallen, während sich der Wert der Goldproduktton von 44 Mil­lionen auf 46,2 Millionen erhöht hat. Da ftdoch bet dem gegenwärtigen Stand der Produktionskosten mtt einem erheblichen Rückgang der Golderzeugung schon >n absehbarer Zeit zu rechnen ist, besteht die dringende Notwendigkeit, die Wirtschaft durch Entwicklung ariberer Industrie- und Landwirtschaftszweige von dem G o t s- bergbau weniger abhängig zu machen, von dem sich heute direkt und indirekt bie Halste ber Be­völkerung ernährt.

Vor eitlem interessanten vrozetz

Der „Angriff" kündigt eine Klage Fricks gegen

Otto Strasser an.

cnb. Berlin, 28. 12. (Eig. Meld.) An der Spitze seiner heutigen Ausgabe meldet der An­griff, daß Dr. Frick den Herausgeber der Schwarzen Front", Otto Stra ser, und d7nverLortlichen Schriftleiter dieses Blattes, Hildebrandt, verklagt, bezw. Str a f a n zeige gegen sie erstattet hat. Die Schwarze Front hatte vor einigen Tagen über d:e letz.e Fraktions. sitzung der Reichstagsabgeordnete der RsDAP., be: der auch Adolf Hitler anwesend war Ent- hüllungen gebracht. Danach soll Hitler tu : 1>er Sitzung u. a. bittere Tränen vergossen haben. Otto Strassers Blatt hatte erklärt, für die Wahr- heit ihrer Berichterstattung Zeugen beibringen zu können und sich geweigert, eine ihr von Dr. Frick gesandte Berichtigung zu bringen.

FreiwMiger Arbeitsdienst.

- Steinau a. d. Str. (Krs. Schlüchtern). Seit An- fang Oktober b. Is. herrscht in Steinau ein reger Be­trieb im freiwilligen Arbeitsdienst. Etwa 100 junge Menschen sind damit beschäftigt, den Mitteltrifftwe) in der Försterei Nord unb die Fichienschlagstrifft >n b«r Försterei Süd in Stand zu setzen. Die Arbeiten schrei- ten rasch vorwärts und man kann sagen, daß die i gen Leute mit Eifer unb gutem Humor an die Arbeit geben. Wenngleich bie Bezahlung 'M Freiwilligen Ar- beitsdienst von vielen Seiten bemängelt wirb, so ist bod) hervorzuheben, baß es nicht Zweck des fre'w'fftg-n Ar- beitsdüenstes ist, mit niedriger Bezahlung Leistungen au ber Jugend herauszuholen, fonbern M für die frei­willig geleistete Arbeit biefer irn Rahmen ber zur Ver­fügung ftetjenben Staatsmittel ein gewisses Entgelt ge­zahlt wirb, baß in der Hauptsache aber bie Freude an ber Arbeit unb bie gemeinsame Schaffung eines Wert­stückes für bie Allgemeinheit bie geistigen Ziele dieser Arbeit sein sollen. Zur geistigen Schulung werden le­ben Montag abenb in ber Turnhalle Lichtbilbervorttag«, beren Unterlagen von der Reichszentrale für Heimat- dienst kostenlos zur Verfügung gestellt werben, gehalten. Um den Freiwilligen aber nicht nur tote Bilder zu zei­gen, fonbern sie auch mit der Praxis technischer Be­triebe vertraut zu machen, wurden z. B. die Setfenfa- frrit der Firma Victor Wolf, Steinau und am Freitag, den 16 b. Mts. die Schlierbacher Stemgutfabnt be- lichttgt Die Besichttqung ber Steingutfabrik, die mit einer zirka 30 Kilometer langen Fußwanderung von Steinau über Marborn, Romstal, Eckartrotb, Kathol. Willenroth, Udenhain und Hellstein nach Schierbach verbunden war, gab den Freiwilligen zugleich geistige

Barometerstand (auf TOetreehölx rebufterli

Thermo» meterftanb

27. 12. 6 Uhr abends

28. 12. 8 Ubr morgens

28. 12. 12 Uhr mittags

773,0 mm

771,5 mm

771.0 mm

+ l,0l C - 0,5° C + 1.0' c

75,75

76,4

29,1

59.4

6,^2

6,47

9,71

*-

6.6'

80,5

81,6

80,6

81,6

70,0

72,5

88,6

—

83,6

—

—

86,0

—

86,0

88,5

81,5

•44,5

58,6

68,6

75,0

76,0

69,0

69,0

61,75

61,7:

5h,V

66,0

7u,0

71,0

141,5

14 ,<»

40,0

40,0

16.8

18,•

18,U

18 75

Berliner 23 Dezember

Devisenkurse Geld Uriel

Newyork 4,2119 4,217

Brüssel 68,26 68,88

Holland 169,18 169,67

London 13,98

Paris 16,42 16.46

Schwei» 81,08 81,18

Spanien 34,37 34,43

Italien 21,66 21,69

Dänemark 72,48 72,67

Norwegen 72/ 3 78,17

Schweden <6,27 76,43

Prag 12,465 12,485

Wien 61,9- 62,0.

27. Dezember Briei Geld

4,209 4,217

68,27 68,39

169,13 169,47

13,99 14,<3

16,42 >6,46

8u,99 8t,lo

34,87 34,43

21,66 21,69

72,68 72,72

72,18 72,27

76,87 76,53

12,465 12,485

>1.95 52.06