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NILS

29. Dezember

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Alr. 300

Für Küche und yaus

um

dedeukung der Haut und ihre Behandlung

Von Dr. meb. Thilbe Schneiber.

sich klar barüber zu werben, baß von ber ber äußeren Haut oftmals bie Gesunbheit Menschen abhängt. Eine ausgebehnte Ver- Haut hat sogar nicht selten ben Tob zur

naten, bis zum Schluß bes Schuljahres, läßt sich manche Lücke auffüllen, Eltern, bie ber Meinung es werbe noch alles gut, wenn sie am 1. Februar

noch sinb, ober

Gesunbheit des ganzen letzung ber Folge.

Unterstützung bes Elternhauses bebarf, wenn er nicht Schiffbruch erleiben soll. Wenn ein Kinb sitzen bleibt, gibt man ihm oft bie Schulb, zu Unrecht natürlich, roo- bet bas bebauerlichste an ber Sache bie immer roteber gemachte Beobachtung ist, baß bie wirklich Schulbigen ihre Mittäterschaft burchaus nicht erkennen wollen.

Dies warb ben Hirten schier oerfunbt, Darum so liefen sie zur Stund Gen Bethlehem unb funben so Das eble Kinb unb würben froh.

Jesus ber Herre mein. Der war ba- Kinbelein.

Do jungen ihm ber Engel Chor Mit süßer Stimm gar hoch empor: Gloria, Lob unb Mürbigkeit Sei Gott in hohem Reich gefeit!* Jesus ber Herre mein, Der war bas Kinbelein.

acht Be> ber

.sich bie Eltern früher um fein Wohl unb Wehe unb feine Leistungen in ber Schule gekümmert hätten.

Eines bars man babei aber auch nicht außer lassen. Der Lehrer ist ein Mensch, ber bei allem rufsibealismus, ben er mitbringen muß, trotzbem

kurz vor ber Versetzung beim Lehrer vorsprechen, täu­schen sich grünblich.

Jeber Tag Verzögerung verschlirnert bas liebet, beim je früher man mit bem Lehrer spricht, um so eher kann bie Hilfsaktion einsetzen. Fast jebes Jahr macht man als Lehrer in ben Schulen bie Beobachtung, bah manches Kinb noch hätte versetzt werben können, wenn

sinb. Das pflegt bann mit ber Zeit auch hartnäckige Faul- pelze zur Raison zu bringen.

Ganz anbers liegt jeboch ber Fall, wenn bie schlechten Schulleistungen burch körperliche Mängel, durch Schwä- chezustänbe, Nervosität, Bleichsucht. Unterernährung usw. hervorgerufen sinb. Ein solches Kinb mit befonberer Härte antreiben zu wollen, wäre grausam unb direkt ge- sunbheitsschäblich. Eine verstänbige Mutter unb ein klu­ger Vater wirb in biefetn Falle vor allem einmal ben Klassenlehrer aufsuchen unb sich von ihm darüber orien­tieren lassen, in welchen Fächern die hauptsächlichen Lücken im Wissen des Kindes aufgetreten sind. Der Leh­re, ber sich mit besonderem Eifer mit ben ihm zur Er­ziehung übergebenen Kinbern beschäftigt unb ber bae Kinb aus bem täglichen Umgang sehr genau zu beurteilen weiß, wirb mit Leichtigkeit bie nötigen Auskünfte geben können, er wirb auch ben Eltern Wege weisen, wo am besten bie Nachhilfe für bas schwache Kinb einzusetzen hat.

Aber nicht nur ber Lehrer werde um Rat gefragt, auch ber Arzt muß ein Wort mitreben. Sein SBefunb sei letztlich entfdjeibenb, ob man ein Kinb mit Nachhilsestun- ben unb elterlicher Unterstützung in bie nächste Klasse hin­überrettet ober ob man es nicht besser bie gleiche Klasse noch einmal wiederholen läßt. Das bedeutet an sich ben Verlust eines Lebensjahres, jeboch kann eben biefes ver­lorene Lebensjahr für bie körperliche unb geistige Ent­wicklung bes Kinbes von ungeheurer Bebeutung fein. Wie mancher Mensch verbankt seine Gesundheit einem Lebensjahr, in dem der Körper Gelegenheit hatte, sich von ben Strapazen bes Lernens zu erholen. Arzt, Leh­rer unb Eltern werben in sorgsamer Erwägung gemein­sam ben rechten Mittelweg finden, ber in solchen Fällen zu gehen ist.

Gewarnt sei aüerbings' davor, bie Unterredung mit dem Lehrer und bem Arzt auf bie lange Bank zu schie­ben. Nicht umsonst verschicken bie Schulen bie Mahn­zettel gleich nach ben Weihnachtsserien. In brei Mo-

Schuhbänder, bie an ihren Enden bie Metallhül­sen verloren haben, erschweren bas Zuschnüren ber Schuhe. Man umnäht bie Enben, so baß sie eine harte, scharfe Spitze erhalten ober gebe einige Tropfen Siegel­lack barauf unb brücke diesen mit ben Fingern zu einer Spitze zurecht.

licherweise nimmt bas SBerftänbnis für bie Gymnastik unb bie Pflege bes Körpers immer mehr zu. Mit ber Körperpflege geht Hanb in Hanb bie Pflege ber Haut. Sonnen-, Luft- und Wasserbäber unterstützen bie Ertüch­tigung ber Haut in wirkungsvoller Weise. Schlafen in ungeheizten Räumen, bei offenem Fenster, Abreibungen mit Franzbranntwein unb Alkohol, Uebergießen mit zimmerwarmem Wasser, tägliches kaltes Baben, mor- genbliche Freiübungen bei offenem Fenster tragen zur Kräftigung der Haut wesentlich bei unb sinb überall burchzuführen. Dicke, wollene Unterwäsche verweichlicht bie Haut, so bah sie auf jeben Reiz reagiert unb sofort eine Erkältung herbeiführt. Man trage statt ber wolle­nen Untertleibung luftige, weitmaschige Gewebe, bas eine gute Ventilation zwischen Haut unb Kleidung ermöglicht. Massieren ber Haut burch Reiben, Schlagen, Frottieren machen bie Haut wiberstanbssähig unb kräftig.

Besonberes Interesse beansprucht bie Behandlung ber Gesichtshaut, ba bie moberne Frau einen schönenTeint" haben will. Unb sie versucht mit allen Mitteln ihn zu erhalten unb zu erreichen. Unter biefen Mitteln sinb jeboch so viele schäbliche, baß bie Haut im Gegenteil darunter leidet unb immer schlechter wirb. Wie erhalte ich also eine glatte, gut burdjblutete, frische Haut? Die oben erwähnten Maßnahmen für bie Pflege ber gefaul­ten Haut treffen natürlich auch für bie Gesichtspflege zu. Damit ist bie Hauptarbeit geleistet unb Frauen, bie bei biefer Allgemeinbehanblung ihren schönen Teint erhal­ten, sollten nie zu einer anbern Hautpflege greifen. Frauen aber, bie einen schlechten Teint haben unb ihn zu verbessern wünschen, sollten vor allen Dingen wis­sen, baß nur eine stetige Behanblung von dauerndem Nutzen sein kan nunb daß die Anwendung von immer neuen Mitteln zum Schaden der Gesichtshaut ist. Wa- schen mit guter Seife dreimal am Tage ist immer rich­tig. Nach dem Waschen reibe man bas Gesicht mit Al­kohol ober Kölnisch Wasser ein, um eventuelle Jnfek- tionsteime abzutöten. Frauen mit trockener Gestchis- haut mögen gute, aber nur gute Gesichtscreme per* roenben, um bie mangelnbe Fettabsonberung ber Talg- brüfen zu unterstützen. Die Creme soll bann aufgetra­gen unb kräftig verrieben werben, um gleichzeitig eine stärkere Durchblutung ber Haut zu erreichen. Das Pu- bern ist eine Unsitte ber modernen Frau, das sicher nicht zur Ertüchtigung der Haut beiträgt. Nur Frauen mit ausgesprochen fetter Haut können bann unb wann etwas Puber auflegen, um das unschöne Glänzen ber Gesichts­haut zu beseitigen. Der Puber muß aber absolut keim­frei sein, bamit keine Infektionen heroorgerufen werben. Die Schminkmobe unserer Tage ist nicht nur tm höch­sten Grabe unschön, sie gefährbet ben Teint auch auf bas äußerste. Die natürliche Durchblutung ber Gesichtshaut muß burch anbere Mittel, eben bie oben angeführten, er­reicht werben. Die Schminke verstopft bie Poren, trägt Entzündungskeime hinein unb verursacht halb bie gro­ßen, halb bie weniger großen sogenanntenPickel", bie auch bas hübscheste Gesicht so sehr ver­unstalten. Sauberkeit, frische Luft gute Seife, Massie­ren ber Gesichtshaut sinb bie heilsamsten Mittel für einen guten Teint. Sie kosten nicht viel unb sinb für jeben erreichbar.

Alles krippentied

In einem Krippleln lag ein Kind. Da stund ein Esel und ein Rind Dabei war auch die Mägde klar, Maria, die das Kind gebar. Jesus der Herre mein, Der war das Kindelein.

Das ist auch feilens des Reichsgesundheitsamts mehrfach geschehen, aber die Verhältnisse sind heute oft stärker als der gute Wille. Je billiger die Ware hergestellt werden kann, desto mehr Aussicht auf Absatz hat sie, unb selbst bie geringsten Preisunterschiebe machen sich babei be­merkbar. Nun sinb bie Stiftaugen billiger herzustellen als bie Defenaugen. unb baher wirb man bie ersteren auf gütlichem Wege nicht ganz vom Markte oerbrängen kön­nen.

Zur Beruhigung kann aüerbings gesagt werben, daß bie ärztliche Erfahrung lehrt, baß ber größte Teil ber verschluckten Frembkorper auf natürlichem Wege wieder abgeht, aber bas gilt vorwiegend von den kurzen Gegen­ständen, während die langen Gegenstände zu diesen gehören manche Stiftaugen nur schwer ben gesamten Magen-Darmkanal passieren, ohne Verletzungen zu er­zeugen. Werben sie nicht auf natürlichem Wege roieber ausgeschieben, was gemeinhin innerhalb von zwei bis brei Tagen zu erfolgen pflegt, so können etwa burch sie hervorgerufene Verletzungen ber Magen ober Darm- roünbe üble Komplikationen (Abszesse und dgl.) im Be­folge haben, unter Umständen sogar ben Tod. Ein fei» teuer Weg, auf welchem sich ber Körper solcher Fremb- körper entlebigt, ist das Erbrechen. Auch beim Brech­akt sind aber Verletzungen des Magens und der Speise­röhre möglich. Werden kleinere Fremdkörper mit der Atmung in die Luftwege eingesaugt, so ist dies meist ein besonders schwer wiegendes Ereignis mit ost ernsten Folgen. In allen Fällen, in welchen auch nur der Ver­dacht besteht, daß Fremdkörper von einem Kinde ver­schluckt ober eingeatmet worben sinb, ist unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Vorbeugen ist aber immer besser als heilen unb baher ergeht an alle mit ber Pflege von Kindern unb mit beren Beaufsichti­gung betraute Personen bie Mahnung: seht Euch bas Spielzeug, bas Ihr ben Kinbern in bie Hände gebt, zu­nächst einmal barauf an, ob es gefährlich werden kann, prüft insbesondere bas Festsitzen ber Augen an Spieltie­ren und Puppen unb überwacht bas Spielen ber Kinder.

________ R. H. V.

Schlechte Gerüche im Zimmer.

Im Winter, wo es mitunter an genügender Gelegen­heit zum Lüften fehlt, bilden sich im Zimmer leicht schlechte Gerüchte, die man von vorneherein vertreiben soll, denn haben sie sich einmal festgesetzt, so fällt es außerorentlich schwer, eine Besserung herbeizusühren. Je- denfalls darf man auch im Winter eine regelmäßige Lüf­tung der Zimmer nicht übersehen, die mindestens dreimal am Tage, morgens, nach dem Mittagessen, und vor dem Schlafengehen, bezw. in Wohnzimmern nach dem Abend­essen erfolgen foll. Ausreichende Stiftung ist sparsames Heizen, das wissen viele Hausfrauen noch nicht, denn ein richtig gelüftetes Zimmer erwärmt sich viel rascher und andauernder, als ein anderes, in bem man sich ängstlich hütet, bie Fenster zu öffnen. Setzen sich nun unter Tage schlechte Gerüche im Zimmer fest, so hat man in ber Der- bampfenben Wasserschale im Ofen einen guten Helfer, bie bei genügenber Breite zur Luftoerbesserung wesent­lich beiträgt. Wenn man bem Wasser einige Tropfen Köl­nisches Wasser hinzufügt, auch Lavenbelwasfer ober Fich­tennabelextrakt, zur Not nimmt man auch einige Tropfen Salmiakgeist, bann hat man einen Luftverbesserer, der ganz ausgezeichnet funktioniert. Ebenso tuen einige Schüsseln mit kaltem Wasser, über Nacht in bie Zimmer gestellt, außerordentlich gute Dienste, ba sie nicht nur bie Gerüche, fonbern auch ziemlich bitfen Zigarrenrauch auf­nehmen. Ebenso hat man im Durchzug ben Helfer, ber sich in alle Winkel und Ecken eines vermufften Zimmers drängt, besonders bann, wenn man längere Zeit ben Frischluftburchzug ermöglicht. Frischluft hat noch nie et­was geschadet, aber in schlecht gelüfteten Zimmern findet man die Infektionsherde für alle möglichen winterlichen Erkältungskrankheiten.

Vorsicht mit Teddy-Büren.

Das Weihnachtsfest hat trotz der Ungunst der Zeit vielen Tausenden von Kindern das ersehnte Spielzeug beschert, aber es wird bei der Auswahl solchen Spiel­zeugs meist die billige Ware bevorzugt, nicht nur, weil dem Spielzeug in Kinderhänden erfahrungsgemäß doch keine lange Lebensdauer beschicken zu sein pflegt, son­dern auch weil man bei diesen Ausgaben sparen muß. Billiges Spielzeug wird sich aber naturgemäß von dem teueren oft durch eine Herstellungsweise unterscheiden, bei welcher mehr auf das Aussehen, als auf die Dauer­haftigkeit Wert gelegt wird. Das Kind wird daher eher und leichter in der Sage fein, das Spielzeug in feine Be­standteile aufzulofen. Was macht es mit diesen Bestand­teilen? Das größere Kind wird sie bei Seite werfen, das kleine Kind wird sie, soweit sie sich der Größe nach dazu eignen, gelegentlich in den Mund stecken, und es bedarf bann nur eines unglücklichen Umftanbes, bamit ein sol­cher Teil verschluckt wirb ober in die Suftröhre gerät. Damit ist natürlich stets eine große Gefahr für das Kind uerbunben, namentlich Lann, wenn bas betreffenbe Bruchstück scharfe Ränder hat ober gar mit einem Stift ober einer Nabel bewehrt ist. Das ist ber Fall bei ben Augen vieler Puppen unb namentlich vieler zur Gruppe berTebbydäre n" gehörenben Woll- unb Pltifchticre. Die Augen sinb hier nämlich nicht immer sogenannteOesen-Augen", b. h. knopfförmige Augen, bie festgenäht werben, fonbern Stift- ober Stech- Augen, b. h. Augen, bie mit einem Stift ober einer fpitzen Nabel versehen sinb unb bie in bas Spielzeug einfach hineingesteckt sinb. Manchmal sinb sie außerbem auch noch mehr ober weniger fest eingeleimt. Es bedarf aber keiner großen Ueberlegung um zu verstehen, bah solche Stiftaugen trotzbem nicht befonbers fest haften kön­nen, fonbern von bem Kinbe beim Spielen leicht heraus» gezogen werben. Ein Verschlucken biefer Teile kann böse Folgen haben unb alle Eltern unb mit ber Beaufsichti­gung von Kindern sonst befaßte Personen sollten dar­über wachen, daß derartige Ungltickssälle nach Möglichkeit vermieden werden. Man wird sagen, warum verbietet die Gesundheitsbehörde nicht die Herstellung solcher ge- fährlichen Stiftaugen? Darauf ist zu entgegnen, daß es leider zur Zeit an einer gesetzlichen Handhabe dazu fehlt, unb bah man sich damit behelfen muß, auf die Spiel» roareninbuftne auf gütlichem Wege einzuwirken, baß sie solch gefährliches Spielzeug nicht auf ben Markt bringt.

Vanillehörnchen.

200 Gramm Mehl, 200 Gramm Butter, 200 Gr. ge­riebene Manbeln, 100 Gr. Zucker, 125 Gramm Vanille­zucker werden mit 2 Eigelb zu einem Teig verarbeitet, aus dem man kleine Hörnchen formt, die auf bem Blech gebacken unb sofort, wenn sie aus bem Ofen kommen, in Vanillezucker geroenbet werben.

gekocht unb vor bem Anrichten mit % Liter Rum ober Arrak vermischt. Der Teepunsch ist außerordentlich schmackhaft und wegen (eines verhältnismäßig geringen Alkoholgehaltes zu empfehlen.

Upfelfinenpunfd).

3 Apfelsinen werden an Zuckerstückchen abgerieben und mit dem burdjgefiebten Saft von 6 Orangen unb 1 Zitrone übergossen. Aus bie Masse schüttet man 2 Pfund Zucker, eine Flasche Weißwein, 1 Flasche Rotwein, 1 Liter Wasser, % Liter Arrak unb läßt bas ganze yeitz werben, jedoch möglichst nicht kochen. Vor dem Servie­ren kann man noch einige Gläschen Rum zusetzen.

Oesterreichischer Punsch.

Pfund Zucker wird mit der abgeriebenen Schale von 4 Orangen und einer Zitrone vermischt und leicht gelb angebräunt. Dann gießt man auf die Zuckermasse Yi Liter Wasser, ebensoviel Tee, % Liter Rotwein unb eine Tasse Rum. Einige Nelken unb etwas Zimt er­höben den Wohlgeschmack.

Gefüllte Neujahrswecken.

Etwa 10 Eierwecken werden längs aufgeschnitten unb bie Krumen entfernt. Inzwischen vermengt man Sul­taninen, feingeschnittenes Zitronat, Zucker unb Zimt sowie geriebene Zitronenschale miteinanber, gibt noch etliche geriebene Manbeln, 23 ganze Eier daran, füllt diese Masse in die Wecken unb läßt sie auf dem Backblech trocknen, bis sie gar sind ober schmort sie nochmals in Kochbutter in ber Kasserolle. Die Sauce bereitet man von ben Krumen, etwas Weißwein unb Zucker, gibt sie in eine tiefe Schüssel unb setzt bie Eierwecken fertig gebacken hinein.

Zunächst wirken bie Epidermis und bie Hornhaut als Schutzvorrichtung gegen äußere Einwirkungen, wie Kälte, Wärme, Stoß, Druck, chemische unb infektiöse Schäbigungen. Befonbers wichtig ist ferner bie Haut- atmung, fo genannt, weil bie Haut Sauerstoff annimmt unb Kohlensäure und Wasser abgibt. Die Absonderung bes Hautfetts die dritte Funktion der Haut ge­schieht in den Talgdrüsen als Talg, der die Hautober­fläche geschmeidig erhält und sie vor zu starker Eintrock­nung schützt. Endlich wird der Schweiß ständig auf der sjaut abgesondert, verdunstet aber sofort, solange die Ab­sonderung gering ist. Wird sie stärker, so tritt der schweiß perlend aus den Mündungen der Schweißdrü­sen hervor.

Das sind die Hauptfunktionen der äußeren Haut. Das Fehlen ober schlechte Arbeit ber Hauttätigkeit ist, sie wieder zu stärken und zu kräftigen. Heute leidet die Haut auch beim Gesunden unter den ungünstigen Le- bensbebingungen: Unsauberkeit, unzweckmäßige filei- öung, Berufsfchablichkeiten, Mangiel an frischer Lust unb «onne wirken nachteilig auf bie Haut. Die Hautatmung, ote Durchblutung unb Schweißabsonderung liegen bar- nieber. Die Haut verliert ihre Widerstandskraft sie er- Wafft und verweichlicht. Die Folgen davon sind Er- kaltungskrankheiten. Ausschlag, Wundfein, überhaupt er- höhte Perritschufr für alle Kränkelten.

Cs ist also von großer Bedeutung, die Haut zu träf. Sen und vor Verweichlichung zu schützen Erfreu-

Silvesiergetränke.

Von Klara N e u h a u s-Wtirzburg.

In der Silvesternacht kommen vor allem bie Punsch­getränke zu Ehren. Einen richtigen Punsch zu brauen will verstauben fein unb nicht jebc Hausfrau ist Meisterin barin. In manchen Gegenben Deutschlanbs, vor allem in Norbbeutschlanb ist bas Punschbrauen Sache bes Man­nes, eine Tätigkeit, ber er sich mit befonberer Liebe und Sorgfalt widmet. Aber auch die wackere Hausfrau sollte den einen ober anberen Punsch Herstellen können und zu diesem Zweck seien nachstehend einige Rezepte mitgeteilt, bie teils mit mehr, teils aber auch mit geringen Gelb­mitteln hergestellt werben können. Sehr sein unb schmack­haft ist ber norbbeutsche

tet ®,n gewisser, natürlicher, gesunder Verstaub Mut- , eine gewisse Sicherheit bes Blickes läßt bie | Klange sie unparteiisch sinb, gerabe ben richtigen e9 finben. (Necker-Saussüre.)

Blätter und Blüten.

Je mehr bu von deinem Selbst aufgibst, desto größer Un° wahrer ist deine Liebe.

Ein Vierteljahr vor Ostern.

Don Dr. Agnes Z a d l e r-Bremen.

Weihnachten ist nun vorüber und nach einem mini­steriellen Erlaß werden in Preußen nach dem Wiederbe­ginn der Schule im neuen Jahre jene bei Eltern und Schülern so wenig beliebten Briefe verschickt, in denen es meist sehr kurz und bündig heißt, daß eine Versetzung an Ostern in bie nächste Klasse sehr zroeiselhaft erscheint, wenn sich nicht bie Leistungen bes Sohnes ober ber Toch­ter noch ganz wesentlich bessern.Sitzeubleiberzettel" hat man. als wir noch jung waren unb zur Schule gin­gen, btefe Briefe genannt, bie bei uns noch vor bem Weihnachtssest als besondere Ueberraschuug für Eltern unb Kinder verschickt wurden. Wenn man sie heute für die Zeit nach ben Feiertagen zurückstellt, fo bebeutet bas ein Entgegenkommen ber Schule für bie bavon betroffe­nen kleinen Sünber, benen man bie Feiertage nicht ver­derben will. Damit ist bie,em Brief aber keineswegs etwas von bem Ernst genommen, mit bem er von bem Elternhaus ausgenommen werben sollte. Denn zum Ver­gnügen schickt ber Lehrer nicht ein Schreiben kn bas Haus und alle Eltern, denen ein solcher Zettel Jutommt, sollten sich einmal ernstlich darüber Rechenschaft abzulegen su­chen, welche Ursachen wohl die schlechten Leistungen des Kindes in der Schule bedingten. Kann man einwand­frei feffftellen, aber das ist sehr schwer, daß nur Faulheit an ben schlechten Unterrichtsergebnisfen ber Kin­der schuld ist, bann nutzt wohl am heften eine gehörige Strafprebigt, ber eine sorgfältige unb intensive Kontrolle her häuslichen Arbeiten folgen muß, bie aber tagaus unb tagein mit absoluter Regelmäßigkeit vorgenommen werden soll Das Kind darf das Gefühl, daß es kon­trolliert wird, nicht einen Augenblick verlieren, ehe nicht hie Schularbeiten restlos und mit aller Sorgfalt erledigt

Heber ben anatomischen Bau ber Haut viel zu schrei­ben, würbe zu weit führen. Ich erwähne nur kurz, baß bie äußere Haut 2,3 bis 2,7 Millimeter bick ist unb sich aus ber Hornhaut (Corium) unb der sie bebecken- den Epibermis zusammensetzt. Dagegen ist es für jeben wissenswert, bie Funktionen biefes Organs kennen zu lernen unb -----

Backwerke für die Ileuj ahrsnachk

Von Julia S o m m e r f e l b-Dresden.

Neujahrsroaffeln.

1 Psunb Butter wirb zu Schaum geschlagen unb 12 Eier nach unb nach hineingertihrt. Dazu gibt man 1 Pfunb Mehl, 1 Liter Milch unb zwei Eßlöffel Hefe, sowie eine Prise Salz . Vorm Backen kann man nach Belieben einen Löffel Zucker zuftigen. Das Waffeleisen wirb mit Wachs ober Speckschwarte eingefettet, beileibe nicht mit Butter.

Hauspunfch.

Um ihn herzustellen, benötigt man 800 Gramm Zuk- ker, ben man mit 2 Liter Wasser übergießt. Die Schalen einer Zitrone unb einer Orange werden abgerieben unb mit bem Saft von 2 Drangen unb 2 Zitronen vermengt. Die Saftmischung gießt man bann zu ber Zuckerlösung unb bringt bas Ganze zum Kochen. Wenn es anfängt zu schäumen, gießt man bie Flüssigkeit burch ein Sieb unb fügt eine Flasche Rhein- ober Moselwein dazu, 2 Flaschen Burgunder, einige Gläser Cognak Die Mischung wird bann in einer sestschließenben Kasserolle etwa V» Stunbe auf bem Herb sehr roarm gestellt, jedoch muß die Hausfrau aufmerken, daß der Punsch nicht kocht. Man serviert das Getränk heiß unb gießt es möglichst schnell in bie Gläser.

Billiger Teepunsch.

Man kocht einen starken Tee mit 2 Liter Wasser unb gießt diesen, nachdem er kräftig gezogen hat, in eine Suppenschüssel. Dann werben 750 Gramm Zucker unb ber Saft von 3 Drangen unb 3 Zitronen hinzugefügt. Wer will, kann auch noch eine Drange ober Zitrone in ben Punsch abreiben. Die Mischung wirb bann kräftig

Hufarenkrapfen.

140 Gramm Butter werben mit 2 Eibottern gut ver­rührt, 70 Gramm Zucker unb 200 Gramm Mehl hinzuge­fügt, ber Teig gut verarbeitet unb kleine Kugeln baraus geformt. Die Kugeln setzt man auf ein gefettetes unb be- mehlies Backblech, brückt mit bem Stiel bes Kochlöffels eine kleine Vertiefung hinein, bestreicht sie mit Ei unb bäckt sie bei mäßiger Hitze. Nach bem Backen wirb bie Vertiefung mit Johannisbeer-, Aepfelgelee ober Erbbeer- marmelabe gefüllt.

Hobelfpäne.

In festem Eisschnee von zwei Eiern werben 100 Gramm Zucker ca. 3 Minuten gut geschlagen, alsbann fügt man 100 Gramm Mehl zu unb gibt tropfenweise so­viel Wasser mit Vanillegeschmack bazu, baß man den Teig auf ein gut mit Wachs gerettetes Blech streichen kann. Ist bie Masse golbgelb gebacken, schneibet man sie sofort in fingerbreite Streifen, bie man über einen Kochloffel- ftiel roinbet unb, bevor sie völlig erkaltet sinb, herunter- schiebt.

Das Mutterherz ist ber schönste unb unverlierbarste ?Q3 des Sohnes, selbst wenn er schon graue Haare 2°^ unb jeber hat im Weltall nur ein einziges solches ^et5- (21. Stifter.)

*

I ni*?in 9r°6er Mensch ist berjenige, ber fein Kinberherz verliert. (Mencius.)

»

kc,t^ 8*"9 uns Allen besser, wenn man bie Empfinblich-

öer Frau nicht zu hoch, dafür aber ihren Geist, ihre I le und Ehre hoher einschätzte. (Th. Roth.)