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Steinen bombardierten und bei seiner Flucht auf dem Fahrrad die Straße abzusperren suchten. Es war em wohlvorbereiteter Ueberfall. Das Gericht verurteilte we­gen gefährlicher Körperverletzung We. und Wo. zu je 4 Monaten Gefängnis. 21. zu 2 Monaten 2 Wochen und I., der noch als „Jugendlicher" zu bewerten war, zu 2 Monaten Gefängnis. Bei A. und T. soll Zubilligung einer Bewährungsfrist erwogen werden.

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Neues aus Frankfurt.

- Vas Verfahren gegen den evangelischen Pfarrer Probst eingestellt. Der Staatsanwalt hatte ein Ermitt­lungsverfahren gegen den evangelischen Pfarrer Georg Probst in Oberrad wegen eines Artikels in dem von dem Geistlichen herauegegcbenen kirchlichen SonNtags- blatt..„Sonntagsgruß", betitelt „Gustav Adolf und die Politik" eingeleitet, weil darin die Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten au'aewiegelt worden ist. Der Staatsanwalt hat nunmehr aber das Verfahren einge­stellt.

— Schwere Gasexplosion In Sachsenhausen. Mitt- woch abend gegen 9 Uhr ertönte im Hause Brückenltraße 78" im Stadtteil Sachsenhaufen ein furchtbarer Knall, während gleichzeitig aus dem zweiten Stock die Fenster­scheiben herausflogen. Die sofort erschienene Feuerwehr drang in die Wohnung ein. die einen wüsten Trümmer­haufen bildete und in der die Wand zwischen Schlafzim­mer und Küche vollständig herausgerissen war. Im Badezimmer lag anaekleidet in der Badewanne bewußt» los die 38jährige Charlotte Teetzmann, die noch lebend ins Krankenhaus gebracht wurde. Sie hatte in der Ab­sicht, sich das Leben zu nehmen, die Badezim­mertür abaedichtet und hierauf den Gashahn des Bade­ofens geöffnet. Da man im Haufe schon seit längerer Keit den Gasgeruch bemerkte, hatte der Bewohner das darüberliegenden Stockwerkes — trotz aller Warnungen — mit dem brennenden Streichholz abgeleuchtet und so wider Willen die Explosion verursacht. An dem Auf­kommen der Frau wird gezweifelt.

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Die „Hofe Mühle" als Likörbrennerei.

= Königstein (Taunus). In der Nähe von Schneid­hain liegt die gut besuchte Ausslugsstätte „Rote Mühle", verwaltet von dem als Schwarzbrenner bekannten und seit Monaten gesuchten Kaufmann löermann Fischer aus Hattersheim. Man wurde schließlich in der Umge­bung neugierig, als man dem Restaurant fortgesetzt Rog­gen und Weizen zuführte und ließ das Anwesen beobach­ten. Dienstag abend griff man zu. Landjäger und zahl- reiche Zollbeamte aus Frankfurt drangen Überraschend in das Gehöft ein und fanden in den Kellerräu­men eine glänzend eingerichtete Brenne- r e i, in der man nicht nur Alkohol brennen, sondern auch gewisse Edelliköre herstellen konnte. In einem Entlüf-

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Lebergabe des Vad Order Iruppenübungsplahes an die Preußische Iorstverwaltung.

■ — Pad Orb. Am 22. Dezember 1932 findet die lieber. abc des ehemaligen Bad Order Truppenübungsplatzes dem Besitze des Reiches an den preußischen Forst-

kus statt. Die Austeilung des großen Waldkomplexes »riolat an folgende Oberförstereien: Burgjoß, -r l ö r s b a ch, Dorf Kassel und Bieber. Bom 23. Dezember ab verfügen die betreffenden Oberförstereien über die sämtlichen Ämtsgeschäste des Waldgebietes, wäh­rend das seitherige Reichssorstamt in Bad Orb nur mehr für Abwicklungszwecke besteht.

5je zogen zur Kirmes, um eine Schlägerei zu inszenieren.

@ Pad Orb. Bier junge Burschen aus Bad Orb, fi We., Wo., A. und T. mit Namen, standen angeklagt der gefährlichen Körperverletzung vor den Schranken des Schöffengerichts Hanau. Die Vorgeschichte besitzt, wie Oberstaatsanwalt Dr. Haedenkamp bei der Darlegung des Sachverhalts ausführte, einen etwas komischen Beige- schmack. Die Angeklagten seien, als in dem benachbarten Dorfe Kassel bas Kirchweihfest gefeiert wurde, ausgezogen, um die bei solchen Anlässen ost übliche Schlä­gerei anzufangen. Ein derartiges Ueberschäumen fügend- sicher Kraft brauche nun der Staatsanwaltschaft nicht An­laß zu bieten, sich damit zu beschäftigen, wenn man nicht, rote in diesem Falle, nahe an die Grenze des Landfriedensbruches komme. Bald nach ihrer Ankunft in Kassel feien die Order Burschen in hohem Bogen aus einer Wirtschaft in Kassel h in« ausgeflogen und in ihrem Bewußtsein habe sich schließlich die Meinung festgesetzt, daß der 22jährige Kr. aus Kassel ihr Hauptwidersacher gewesen sei. Als nun Kr. später zum „Stempeln" zum Order Arbeitsamt gehen muhte, wurde ihm ein heißer Empfang zuteil. We. schlug ihm ins Gesicht; aus allen Ecken kamen Order Burschen heran, die gegen Kr. vorgingen, ihn blutig schlugen, mit

Unterschlagungen bei der Melsnuger Krankenkasse.

= Saffet. Die Ortskrankenkasse in Melsungen war im September porigen Jahres nach einer Revision durch durch den Krankenkassenverband geschlossen worden. Sofort waren Gerüchte im Umlauf, als ob ungeheuerliche Unterschlagungen und eine bedeutende Ueb-rschuldung der Kasse vorliege. Die Sache fand nunmehr die gerichtliche Klärung, da der Kassenrendant Konrad Weinreich, der Kassengehilfe Adam Riemann und der Lehrling Heinrich Gute, sämtlich aus Melsungen, sich vor dem Kasseler Schöffengericht zu verantworten hatten. Aus der langen Beweisaufnahme ging hervor, daß eine ?roße Schlamperei tn der Führung der Kasse errschte. Rendant und Gehilfe hatten oft stundenlang die Geschäftsräume verlassen, wobei bann der Lehrling die Geschäfte wahrnehmen maßte. Insgesamt hatten sich Weinreich wegen eines Fehlberrages von 465 Mk. und Riemann wegen eines solchen von 243 Mk. zu verantwor­ten. Dem Lehrling Gute wurde die Entwendung von 41 Mk. zur Last gelegt. Das Schöffengericht erkannte bei dem Angeklagten Weltreich aui Freisprechung, da sich der Fehlbetrag von 465 Mk bis aus einen ganz geringen Betrag aufklären ließ. Riemann wurde zu drei, Gute zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Beiden soll Be­währungsfrist gegeben werden, wenn die Auskünfte ent- sprechend ausfallen. Mit diesen Feststellungen des Schöf­fengerichts ist von den angeblich großen Unterschlagungen bei der Ortskrankenkasse in Melsungen nur verschwindend wenig übrig geblieben. Die ganze oberflächliche Geschäfts- führung 'und die Ueberschuldung hatten es jedoch bedingt, daß die Ortskrankenkasse der Melsunger Kreiskranken- faffe angegliedert wurde

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tmrgsrohr wurde auch der Besitzer, Hermann Fischer, bei der Durchsuchung der Räume aufgefunben. Das gesamte Anwesen wurde zunächst versiegelt- Fischer kam in Hast.

Freistaat Hessen.

AM herdseuer verbrannt.

=•• Gießen. In Nidda kam die 61jährige Frau des Reichsbahnassistenten Jcndroszek am Küchenherd dem Feuer zu nahe, so bah ihre Kleibex Feuer fingen. Ehe Hilfe zur Stelle war, hatte die Frau am ganzen Körper so schwere Branbwunben erlitten, baß sie nach ihrer Einlieferung in die Chirurgische Klinik in Gießen starb.

Der Wäscheschrank ist kein Ausbewahrungsort für Geld.

— Mainz. In Zaylbach wurde in einem Hause nachts eingebrochen. Den Tätern fielen 500 RM. in Drei« und Fünfmarkstücken, Weißzeug, Strümpfe. Stosse und Schuhe in die Hände. Das Bargeld befand sich nach einer törichten Gewohnheit in verschiedenen kleinen Be­hältnissen zwischen der Wäsche.

Petrügerischer Bankrott eine» fiteiberfabrifanten.

— Aschaffenburg. Unter dem Verdacht des betrüge­rischen Bankrotts wurde vor einigen Tagen der Kleiber­fabrikant Josef Strauß in Aschaffenburg in Unter­suchungshaft genommen Strauß betrieb eine Herren- kleiberfabrik die die Zahlungen einstellen mußte. Es er« naben sich 42ä 000 Mk. Passiven u. nur 700 M k. Aktiven. Auch her Buchhalter der Firma wurde ver­haftet. Er ist des Meineids verdächtig.

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Norwegen

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Schweden

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Prag

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