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schuldenbolschafk an den Kongreß

Handel und Wirtschaft

Berliner Effekten-Börse.

Die Riesen-Aeberschwemmung in Südfrankreich

17. 12.

67,0

88,6

17. Dezember

Privat- Gründen

Neichs- 15. Mai

19. 12

76,6

68,7

85,0

79,6

81,2

45.7»

12,b

40,0

17,12

17,65

Hnel 4,217 68,34 169,b2 13,fi8 16,465 61,08 84,41 21,68 72,07 71,67 75,88 12,485 62,05

30,62

46,5

115,4

19,1

84,0

149,7

4,6

46,12

80,0

79,6

69,6

83,37

82,0

Prozent an der unteren Grenze sehr leicht, diskonten waren aus den gestern erwähnten weiter angeboten, die Nachfrage nur gering, wechsel per 15. März und Reich^schätze per blieben fast umsatzlos.

40,0

18,0

80,0

80,0

69,6

82,37

82,0

53,6

75,0 69,0

61,7. 54,t

67,5 7u,l

180,5

53,5

75,0

69,0 61,7t 63,5 67,2.

68,0 U1,U

Brie.

4,209 18/22 169,18

13,93 16,41'6

80,95 84,85 21,64 72,13 71,73 75.87.

12,465 51,95

45,2-

51,74

85,0

110,0

i Geld

4,209 68,22

169,28 13,89

16,425 Si,92 84,86 21,'4 71,93 71,58 75,67

12,465 51,95

93,2.' 95,62

37,5 28.0

57,5

16,0

112,5

55,0

Der Välkerbundsrat hat die VehanbluNg der Kroßen Aqrarbeschwerde des Deutschtums in Po­len auf Januar vertäut.

Man ist in Washington allgemein der Ansicht, daß maßgebende republikanische und demokratische B a n k k r e i s e ihren ganzen Einfluß geltend machen, um eine baldige Eröffnung der Schuldendiskussion herbeizuführen, da sie ebenso wie Hoover die Auffassung vertreten, die Krise, zu der die Zahlungsweigerung von Ländern wie Fr a n k r e i ch und Belgien führen müsse, werde so schwer sein, daß es unbedingt notwendig sei, Einrichtungen zu schaffen, die es ermöglichte, den Zeitraum bis zur Amtsübernahme des neuen Präsidenten zu überprüfen.

Staatspapiere 6°/o Reichsanleihe 27 Aul. Ahl. Schuld do. ohne Ausl 4°'o Oestr. Goldr. ♦% Ungarn Goldr.

Gold. Pfdbr. u. Anl.

6°/o Pr. Ldspfbr. R. 19 6% Pr. Ldspfbr. R. 21 6% Pr. Goldkom Obi

R. 20 6% Frkft. Hyp.-B. Gold.-Pfdb. R. 13 Wo Frkft. Pfdb. B., Gold.-Pfdb. E. 15 6<>/oL K Kass.G.K.Ob! 6O/o L Kr. Kass.

Gold-Pfdn. 26 R. 1 6°/o L. Kr. Kass.

Gold-Pfdb. 26 R. r- 6°/o L. Kr. Kass Gold-Pfdb. 27 R. 4

3n Belgrad haben am Sonntag wieder große italienfeindliche Kundgebungen stattgefun­den. Der italienische Gesandve wird eine Protest­note überreichen.

*

Der ungarische Ministerpräsident Gömbös forderte m einer Rede offiziell die Reoffion des Friedensvertrages. Es sei ein Erfolg der Fünf- Nwchtekonferenz, daß sie die Gleichberechtigung ge-

Wie aus Albany berichtet wird, lehnte Roose­velt jede Stellungnahme zu der Schuldenbotschaft Hoovers an den Kongreß ab. Es verlautet aber, daß Hoover bereits versucht hat, Roosevelt zur Mitarbeit zu veranlassen, daß Roosevelt dagegen ablehnte und auf frühere Erklärungen hinwies. Danach besteht geringe Aussicht dafür, daß die Kriegsschuldenfrage vor Anfang März ausgerollt wird.

Der Kongreß hörte die Botchafter Hoovers mit eisigem Schweigen. Die Ansichten der Kongreß­mitglieder über die Botschaft sind sehr geteilt. Von den Abgeordneten wurde festgestellt, daß in der Botschaft zahlreiche Widersprüche vorhanden seien.

nen Zusammenhang Mischen den K r i e g s s ch u l- den und Reparationen ab.

tterg werks-Aktien

Bruderus Eisenw.

Gel senk. Bergw.

Harpener Bergbau Ilse Bergbau

Kali Aschersleben Mannesmann Kiebek

Blutiger Aamilienftreit.

Zwei Toke. Drei Schwerverlehke.

In Mas de Buffet bei Toulouse kam es zwischen einer spanischen und einer portugiesischen Familie zu einer wahren Schlacht, die zwei Tote und drei Schwerverletzte forderte. Im Anschluß an Strei­tigkeiten der Kinder der beiden Familien gerieten die Eltern zunächst in einen heftigen Wortwechsel und gin­gen dann mit Messern aufeinander los. Auf portugiesi­scher Seite wurden der Vater und die Mutter durch Mes­serstiche getötet, während auf spanischer Seite der Vater, der Sohn und eine 16jährige Tochter schwere Verletzun­gen davontrugen und in ein Krankenhaus übersührt wer­den mußten.

Unsicher und etwas schwächer.

Im Gegensatz zum vormittags- und vorbörslichen Verkehr war die Stimmung nicht mehr so freundlich und ziemlich unsicher. An der Vorbörse konnte man noch für Montanpapiere und eine Reihe anderer Spezialwerte Kaufneigung feststellen. Der Ordereingang bei den Ban- ken war aber im Zusammenhang mit den bevorstehenden Feiertagen sehr gering, und die Spekulation zeigte dann eher Neigung, Glattstellungen vorzunehmen, nachdem sie in der letzten Zeit stärkere Anschaffungen vorgenommen hatte. Dor allem verstimmte, daß am Farben­markt, sowie in A. E. ®., Kunstseidewerten - und einigen anderen Papieren Material wieder herauskam, das, wie die Börse glaubt, I aus dem Auslande stammte. Man diskutierte in die- | sein Zusammenhang lebhaft die in der heutigen Presse er- } schienenen Artikel, die sich mit dem Thema „Effekten- I sperrmarkt" beschäftigen. Die Hausse in deutschen Bonds I an den verschiedenen Auslandsplätzen, besonders aber I in Newyork, blieb dagegen ziemlich eindruckslos, eben- I falls die andauernde Erholung des englischen Bfundes. I Auch die vorliegenden Berichte über die Produktianser- I Höhung des deutschen Kohlenbergbaus, über die steigende I Stromerzeugung ufw. konnten auf die betreffenden Märkte keinen Einfluß ausüben. Dagegen zeigte sich I etwas stärkeres Interesse für den Renten­markt, an dem vor dem Anlagetermin bereits Käufe getätigt wurden. Am Montanmarkt kannten sich nur Laurahütte weiter befestigen, während alle anderen Werte bis zu iy4 Proz. rück­gängig waren. Farben gaben bis auf 93% noch. I Erwähnenswert schwach lagen noch Deutsch Linoleum und Chade, die über ihren Abschlag von 3,25 hinaus noch 2% RM. verloren. Von Clektrowerten waren I R. W. E., H. E. W., Lahmeyer, Elektrisch Lieferungen gefragt und fester. Auch für Reichsbank zeigte sich In­teresse. Engelhards Brauerei lagen mit einem Verlust von 3 Prozent und Süddeutsche Zucker mit einem sol- I chen von 4% Prozent ausgesprochen schwach. Im V e r- I laufe war das Geschäft außerordentlich ruhig und I die Kurse gaben überwiegend ein viertel bis ein halbes Prozent, vereinzelt bis 1 Prozent nach. Farben und Deutsch Linoleum konnten sich daher leicht erholen. Am I Berliner Geldmarkt ergab sich gegen gestern keine Ver- I änderung. Tagesgeld war mit 4% bezw. 4% mist 4

Danzig und der Völkerbund.

Danziger Berufung gegen die lehken Enkscheidun- dungen des Völkerbundskommissars.

wtb. Danzig. 20. Dez. (Eig. Meld.) Gegen oic letzten Entscheidungen des Völkerbundskom­missars über den Antrag der polnischen Regierung wegen angeblicher Verfehlungen der Danziger Zollverwaltung und über den polnischen Antrag auf Beseitigung der Danziger Kontingentsrechte hat die Danziger Regierung in einigen Teilen beim Völkerbundsrat Berufung eingelegt. In der Hauptsache handelt es sich hierbei darum, daß die zum Schutz gegen polnische Sperrmaßnahmen in den Entscheidungen vorgesehenen Garantien nicht in allen Testen ausreichend erscheinen. Der Senat hat dahe-r Berufung eingelegt, um auf je­den Fall die Behandlung und die endgültige Ent­scheidung auf der nächsten Ratstagung herbeizufüh­ren.

Industrie-Aktien

Adt Gebr.

Allg. Elektr. Ges Bad Salzschlirf Cem. Heidelberg Contin. Ges.

Daimler

D. Erdöl Berlin

D. Scheideanstall Dürrkoppwerke Eisenw. Kaisers!. Elektr. Lief.

Elektr. Lichtu Krall Farbenindustrie Frankl. Hol Goldschmidt Hammersen Holzmann Ph.

Konsv Braun Lahmeyer & Co. Lingel. Schuh!

Mainkraitw.

M. S. U. (Neckarfz.„. Siem. & Halske Südd. Zucker A-G. V. habt. Cassel Wayü & Ereytag Zellst. Aschaffenb Zellst. Waldhof

I «i T"— Spessarkbahn $«g. jn Gelnhausen-Wäch'erback. NochMitteilung der Spruchstelle beim OberlandesaeriÄ Kassel wird der Gesellschaft für die am 1. Januar IW fciutg gewordenen a u f g e w e r t e t e n Kapita lbe - trage ihrer 414prozentiqen Anleihe ron 1895 im Um- laufbetrage von 53 280 RM. eine Zr» lungsfriü derart bewilligt, daß 6000 RM. auf Grund einer Ausloluna die bis zum 10. Februar 1934 vorzunehmen ist, big 3“ml. aprit 1934 gezahlt sind. Der Restbetrag van 47 280 RM. ist am 31. Dezember 1934 zu zahlen. Die gestundeten Beträge sind vom 1. Januar 1932 ab mit .„Prozent zu verzinsen. Die Zinsen werden jeweils am 30. Juni und 31. Dezember fällig.

«•= Dividende bei der Leipziger Wollkämmerei. Die GV., die den Abschluß für 1931=32 mit 6 gegen 5 Prozent Div. genehmigte, erhielt über die Geschas von der VerwalMng dahingehend Auskunft, daß Verhältnisse sich wesentlich gebessert hätten, jedoch* einer Konjunktur nach nicht zu sprechen sei. DieM ttgung sei so befriedigend, daß man bis zum F- jahr in zwei Schichten arbeiten könne, aber wieder erhebliche Preisnachlässeg _ werden mußten, werde diese verbesserte Beschäftigung im Iahresgewinn kaum in Erscheinung treten können.

= Arbeikerentlassungen bei Zeitz, Jena. Die Geschäft^ leitung der Optischen und Mechanischen Werke Carl Ze in Jena hatte zur Vermeidung weiterer Entlassung eine abermalige Kürzung der Arbeitszeit, nämlich von auf 38 Stunden in der Woche, vorgeschlagen. Die $ leaschaft hat sich jedoch mit % Mehrheit gegen den ÄM. schlag der Verwaltung ausgesprochen, so daß nunmehr d>e angekündigte Entlassung von 250 Arbel- fern verwirklicht werden wird. Die Verminderung,^ der Belegschaft ist im wesentlichen darauf zurückzuführe^W daß das Exportgeschäft infolge der verschiedenen Handelshemmnisse st a r k z u r ü ck g e g a n g e n ist.

Frankfurter Vroduktenbörse.

— Frankfurter Getreidebörse vom 19. Dezember.

Getreidebörse hatte stilles Geschäft, die Preise waren knapp gehalten. Es wurden bezahlt für eine Tonne Wei» .je Zen 202.5—203.5, Roggen 162.5—164, Gerste 180-185, < Hofer 132—137, für je 100 Kilo Weizenmehl südd. Spez. 28.25—29.9, niederrh. 28.25—28.5, Roggenmehl 22.5 bi- M 23.5, Weizenkleie 7.6, Roggenkleie 8.25, Sojaschrot 10.5 bis 10.8, Palmkuchen 8.75—9, Erdnußkuchen 12.5, MM 4.6—4.8, Weizen- und Roggenstroh drghtgepreßt und ge­bündelt 2.25—2.5, Treber 10.6. Tendenz:'Still. — Star» toffeln Wegen des Frostwetters fanden keine Net:e> rungen statt.

In der Kongreßbotschaft Hoovers zur Kriegsschuldenfrage befürwortet der Präsident die Schaffung eines amerikanischen Ausschusses zur „individuellen Regelung der Kriegsschuldenfrage in Verbindung mit der Weltwirtschaftskonferenz und der Abrüstung".

Die dem Ausschuß anqehörcnden Persönlichkei­ten sollen später auch als Mitglieder der ameri­kanischen Abordnung für die Weltwirtschastskonst- renz nach London gehen. Hoover schlägt vor, die Mitarbeit Roosevelts für diese Zwecke nachzu- snchen. Er erinnert daran, daß der Kongreß im letzten Jahr seinen. Hoovers. Vorschlag zur Wie- dereinfetnmg des Krieasschuldenausschusses abge­lehnt haste. Die Entwicklung der Lage mache jedoch ein eigenes Handeln des Präsidenten vorbehaltlich der Nachträglichen Zustimmung des Kongresses er­forderlich Präsident Hoover lehnt dann erneut die Schuldenstreichung ab und empfiehlt eine Herabsef- Ning der Schuldenzablung gegen Zugeständnisse auf dem Handelsgebiet. In langen Ausführungen über die Wirftchaf slage erklärte Hoover, daß die Wich­tigkeit der Kriegsschuldenfrage, gemessen an dem wirtschaftlichen Problem überschätzt werde. Die Stabilisierung der fremden Währungen, die He­bung des Preisstandes und des Verbrauches seien Vorbedingungen für die Wirtschoitsbelebung.

In der Kongreßbotschaft berichtet Hoover wei­ter über die Vorgänge der letzten Zeit auf dem Gebiete der Kriegsschulden und entkräftigt dabei die angeblichen Begründungen der Schuldnerlän­der für ihre Zahlungsunfähigkeit mit dem Hin­weis auf die großen Rüstungsausgaben dieser Staaten. Hoover lehnt schließlich erneut ei-

94,25 8H,74

28, U

(6,12

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114,9

M,o ä

122,6 146,«

42,7»

Berliner Devisenkurs,

iNewyork Brüssel

Holland uondon

Paris

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Spanien

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Prag Wien

4 217

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169,. 2 I

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16,466 - ■

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76,63

12,436 .

62,9»

UrnHAinlh cebensversicherungsanslalken In

Deukschland. Im R o v e m b e r wurden bei den im ®er. 4 bände öffentlicher Lebensversicherungsanstalten j» Deutschland zusammengeschlossenen öffentlichen Lebens ?=rl,te"95anftaIten 11973 neue Versicherungen mit K6,5^.Sl^tD"cn Versicherungssumme beantragt. Die durchschnittliche Versicherungssumme betrug in der Gwk, I lebensversicherung 3590 RM. gegenüber 3505 im Roveiw ber 193!. und in der Sterbegeldversicherung 460 RM a»,

genuber 480 im gleichen Monat des Vorjahres. 'M

19.12

9,76

29,62

M

4(i,0

18,5

86,0

14/,5

19 Dezember ueld

6°/o Mein. Hyp.-B.

Gold-Pfdbr E. 18

Bankaktien

Commerzbank Oanatbank Ü.-D-Bank O Eft. u. W. Bk Dresdner Bank Frankfurter Bank Frank f. Hyp.-Bank Meininger Kyp -Bk Reichsbank

Aktien dtsch. Transp.- Anstalten

Gass, Straßenbahn Hapag

Mordd. Lloyd

Aus Zentrumskreisen wird das Gerücht, daß die Zentrumspardei an der Auflösung des Preu­ßischen Landtages inderessiert sei, in Abrede ge­stellt. Ministerpräsident Braun und Staatspräsi- deni Adenauer könnten bekanntlich, wenn sie es für richtig hielten, auch gegen den Widerspruch des Landtagspräsidenten Kerrl den Landtag auf = lösen. a 1

’ *

Neichstagsabgeordneler Gregor Strasser bittet, mrtzutetlen, daß er allen' in der Presse er­schienenen Veröffentlichungen und Kombinationen über die Beweggründe, die ihn zum Rücktritt von seinem Parteiamt veranlaßt haben, v o l l st ä n d i g f e r n st e h t.

Der Reichspräsident empfing am Montag nach­mittag den Reichskanzler. Die Besprechung bezog sich auf die Rowerorünunq.

*

Der Ältestenrat des Reichstags hat am Montag beschlossen, die Frage des Zusammentritts des Reichstags ert nach der Vollsitzung des Reichsrats am Dienstag nachmittags zu entscheiden.

Am Montag wurde in Berlin der kommuni­stische Reichstagsabaeordnete John Schehr, der auch Mitglied des Zentralkomitees der KPD ist, verhaftet.

* Raububerfall auf eine Kirchenkasse. Ein drei­ster Raubüberfall wurde am Montag auf die Ge­meindekasse der Luisen-Städtilchen Kirchengemeinde in Berlin ausgeführt. Zwei noch unbekannte Männer drangen dort ein und forderten die allein anwesende Mroangestellte zur Herausgabe der Kasse auf. Gleichzeitig gaben sie sechs Schüsse aus einer Gaspistole ab und rissen eine Geld­kasse m i t 800 M a r k a n s i ch. Auf die Schüsse eilte der Küster herbei, dem die Räuber in die Arme liefen. Ehe er noch die Lage erkannt hatte, warfen ihm die Räuber Pfeffer in die Augen, so daß er kampfunfähig war. Die Täter entkamen ungehindert.

* Plünderung von Lebensmittelgeschäften in Koblenz. Am Montagabend kam es in verschie­denen Stadtteilen in Koblenz zu schweren Ausi- schreitungen von Erwerbslosen, die offenbar von Kommunisten in Szene gesetzt worden waren. In drei Lebensmittelgeschäften schlingen oie Demon­stranten die Schaufensterscheiben rin und raubten die Auslagen. Die Puünderer hatten es in der Hauptsache auf - solche Geschäfte abgesehen, in denen Gänse und Wildpret für die Weih­nachtstage ausgestellt waren. Dem schnellen Ein­greifen der Polizei ist es zu verdanken, daß es nicht zu weiteren Ausschreitungen kam. Sechs Personen, die unter dem Verdacht stehen, an dan Plünderungen beteiligt gewesen zu sein, wurden verhaftet.

* Verfehlungen eines Königsberger Hochschulprofef. sors? Die „Preußische Zeitung" erfährt aus zuver­lässiger Quelle, daß der Prof. Dr. Schack, der im vo­rigen Jahre Rektor der Handelshochschule war, Gel­der der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Handelshochschule, die u. a. für notleidende Studenten bestimmt gewesen seien, für sich verwandt habe. Der Betrag soll sich auf m e h r e r e T a u s e n d Mark belaufen. Im Zusammenhang damit werden auch Vor­würfe gegen den Amtsvorstand der Handelshochschule und den früheren Regierungspräsidenten von Bahrfeldt erhoben. Prof. Dr. Schack habe sich krank gemeldet, doch stehe diese Krankmeldung nach Auffassung der „Preußischen Zeitung" in ursächlich-m Zusammenhang mit den ihm zur Last gelegten Verfehlungen. Wie die „T. U. von zuständiger Stelle erfährt, ist bas von dem Oberpräsidenten geführte Ermittlungsverfahren in dieser Angelegenheit abgeschlossen. Die Vorgänge sind zur Ent­scheidung an die zuständige Stelle weitergeleitet worden. Der Königsberger Bericht ist bereits beim Kultusmini­sterium eingegangen und wird zurzeit geprüft.

— Um die verlängerns des westdeutschen Zemenl- verbandes. In der Sitzung der Werksbesitzcr des West­deutschen Zewentverbandes wurde hinsichtlich der Frei­gabe des Verkaufs für die Zeit nach dem 31. Dez. be­schlossen, die Entscheidung bis zum 24. d M. hinauszu­schieben, da die Verhandlungen wegen einer Verlänge­rung des Verbandsvertrages noch im Gange sind. Da­mit darf also der freie Verkauf für die Zeit nach dem 31. Dezember erst mit dem 25. d M. aufgenommen werden.

= Saisonrückgang im Zernenkabsah. Aus saison­mäßigen Gründen ist der Zementabsatz weiter zurück­gegangen. Er stellte sich auf 178 000 im November ge­gen 246 000 im Oktober. Das bedeutet eine Abnahme um nicht ganz 29 Prozent, während der Rück­gang im gleichen Zeitraum des Vorjahres 32 Proz. aus­machte.

Weniger Wechselproteste im Moder.

Soweit die Wechselproteste von der Statistik erfaßt werden, betrug im Okt. 1932 die Anzahl der zu Protest gegangenen Wechsel rund 83 000. Das bedeutet eine Verminderung gegenüber dem Monat September um mehr als 4 Prozent. Pro Arbeitstag gingen im Oktober 1932 3184 Wechsel mit täglich rund 463 000 Mk. zu Protest. Der Durchschnittsbetrag pro Protestwechsel betrug 145 Mk. Aus diesem leichten Rückgang der An­zahl der Proteste — auch.die Protestsumme ist um rund 4/4 Prozent gesunken — kann keineswegs auf eine Bef- ferung der Kreditsicherheit ohne weiteres geschlossen wer­den. Bei der Beurteilung dieses Rückganges ist beson­ders zu beachten, daß die Wechselgläubiger durch die lange Dauer der gegenwärtigen Krise schon mit Rück- sicht auf ihren eigenen Kredit gezwungen sind, Pro - longations an sprächen entgegenzukommen. Die Anzahl der im Oktober 1932 zu Protest gegangenen Wechsel betrug im ostelbischen Deutschland einschließlich Berlin über 14 000, in Rheinland und Westfalen ins­gesamt rund 28 500. Es folgt Mitteldeutschland mit 15 600 und Süddeutschland mit 13 000.

Die vollständig unter Wasser gesetzte Hauptstraße der südfranzösischen Stadt Veziers.

in den.letzenWochen von starken Regenfällen heimgesucht, die schließ-

“ Hatten, daß die Flusse über lyre Ufer traten und wette Strecken des Landes unter Wasser setz.en. Die Ueberschwemmupg war auch die Ursache des furchtbaren Zugunglücks bei Per- pdgnan, wo die Gleise durch die Fluten unterspült worden waren.

17. 12

■ 76,0 08,0

6,4-'

6,6

ein besseres Ergebnis zu erzielen als im N ^b-.terzähl erfuhr im laufenden eine Vermehrung um etwa 200

Kurhessische Bauernbank in

Dank für Landwirtschafk, handel und e. G. m. b. h. 0

3n einer ao. @93. wurde ani’MTo s krankheitshalber ausscheidenden Vorstand Singer-Fulda Zivil-Jng. S? ö b Utuih« r s liches Vorstandsmitglied einstimmig gewählt ausgeschiedenen AR.-Mitglieder W enhi ® Köhl-Fulda wählte man die Herren- In.?' mann Trabe r t und Generalstkretch beÄ? Bauernvereins Fuser, beide in Fulda Äurt,p

, = Frankfurt wird den Vorschlag der fungsglaubtger annehmen. Zur Reaelch^ ^af3' Schatzanweisungen der Stadt Frankfurt » TO f ber Fwd., daß die Stadt Frankfurt a M 1 ber mit den zuständigen Behörden und?en vei Banken geführten Verhandlungen ooransfi* rl sein wird, den wahlweise von dem $

Spachten Vorschlag anzunehmen, nach dem^aui Schatzanweisungen demnächst eine Zflaiin» 1 Prozent erfolgt und die Fälligkeit des Rellk-^ ° «um 30. September 1934 verlängert wirü.^ ^8

Brandschäden im Aovembe

Die Vrandkurve sinkk.

Die bei ber Arbeitsgemeinschaft privater sicheruns-Gesellschaften in Deutschland im Rove^mbe Deutschen Reich angefallenen Schäden belaßen auf 6009303 RM. Der für die beiden lettt n nate zu beobachtende Rückgang entspricht der X T-nd°nz der Schadenskurve" die sich regelmäßig Jahresmertel feststellen läßt. 0 9 im Wen

2)ie eebäben des laufenden Jahres gen bei der Arbeitsgemeinschaft bisher insoek> . 78 7643 2 9 RM liegen alfa unter bem ^«1“™‘ Ergebnis, wöbe, aber darauf hingewiesen wird, öaft S öie Pramieneinnahmen des laufenden Jahres in Feuerversicherung in einem bisher nicht gekannten maß zuruckgegangen und die allgemeinen Unkosten her s enden Bearbeitung des Geschäftes prozentual gam erheblich gestiegen seien.

Aus der Fuldaer Industrie.

wieder verlustabschluß bei Val. Alehler, Segelluchweberei A.G. Fulda.

Nach dem Geschäftsbericht über bas Jahr 1931/32 war ber Geschäftsgang in ben ersten Monaten des Be­richtsjahres unbefriedigend, während sich der Absatz von Januar bis Juni wesentlich steigerte. Trotzdem konnte aber das schlechte Ergebnis des ersten halben Jahres in ber zweiten Hälfte nicht ausgeglichen werben, zumal auch die Ünkostensenkungen sich erst allmählich bis gegen Ende 'des Geschäftsjahres (31. Juli 1932) auswirkten. Unter Berücksichtigung des Verluswortrages aus dem Vorjahre in Höhe von 247 846 RM. ergibt sich bei einem ausge­wiesenen Bruttogewinn von 952 938 (i. V. 1045 455) RM. nach Abzug der Unkosten und Abschreibungen für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Verlust von 348186 RM. Durch Verwendung des Reservefonds von 200 000 RM. und Einziehung von 100 000 RM. eigener Aktien, die der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wurden, ermäßigt sich der Verlust auf 48186 RM. Er wird auf neue Rechnung vorgetragen.

In der Bilanz erscheinen: Grundstücke und Go- bäude mit 601 000 RM. (i. V. 614 000), Maschinen und Inventar mit 341000 (379 000) RM., Debitoren mit 648 737 (842 835) RM., Warenvorräte mit 383 713 (534 051) RM. Das Avalkonto hat sich von 66 000 RM. auf 131 000 RM. erhöht. Dem in der vorigen Bilanz bereits ausgewiesenen Konto „Rückstände für Debitoren" von 60 000 RM. ist ein weiterer Betrag von 10 000 RM. zugewiesen. Hypotheken werden mit 9846 RM. angege­ben. Die gesamten Kreditoren belaufen sich auf 861 844 (i. V. 1171 313) RM, darunter sind offene Verbindlich­keiten an Lieferanten in Höhe von 159 684 RM., Ver­bindlichkeiten aus der Ausstellung eigener Wechsel in Hohe von 204 809 RM., Bankschulden 488112 RM., transitorische Passiva in Höhe von 9239 RM.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Löhne und Gehälter mit 513801 RM., Zinsen mit 78 517 RM., Steuern außer Umsatzsteuer mit 27 200 RM., son­stige Aufwendungen mit 346 338 RM. Die generellen Unkosten belaufen sich also insgesamt auf 1 004 940 RM. i (i. V. 1185 969 RM.). Bei Grundstücken und Gebäuden wurde eine Abschreibung von 13 000 RM. (12 956) vor­genommen, so daß der Bilanzwert derselben 601 000 RM. (614 000) beträgt. Bei Maschinen und Inventar sind Abschreibungen in Höhe von 46 758 RM. ausgewie­sen, so daß sich deren Bilanzwert bei Berücksichtigung eines Zugangs von 8758 RM. auf 341 000 RM (379 000) stellt.

Die o. G. 23., die am 17. Dezember ftattfanb, geneh­migte den Abschluß und erteilte Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung. Die Verwaltung hofft im laufenden Jahre ।

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