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üdaer^euung
Zahrg. 59
Mittwoch. 1. Dezember 1932
Jtr. 282
[ Alterspräsident ist der nationalsozialistische
Streikenden auf-
Ultimatum gerichtet. in dem die
General a. D. von Lihmann.
(?r wird die erste Sitzung des Reichstages, eröffnen, provisorische Schriftführer berufen, durch diese den Namensaufruf vornehmen lassen und im Anschluß daran die Beschlußfähigkeit feststellpn. Mit diesem Akt gilt dann der Reichstag als konstituiert.
in einem internationalen Regime aus geübt werde, das allen interessierten Staaten eine gleiche Sicherheit gewähre. Herriot wies ab- chließend darauf hin, daß nach seiner Meinung das praktische Mittel zur Erreichung des angestrebten Zieles ei, die Abrüstungskonferenz ihre Arbeit fortsetzen zu lassen, insbesondere durch Erörterung des französischen Planes zur Organisierung des Friedens.
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Wie lange die Fünfer-B-Prechung bauern wird, ist noch nicht abzusehen. Der deutsche Außenminister hat seine Abreise für Samstag nach Abschluß der Ratstagung festgesetzt.
Der Vorschlag, der in der Sitzung vorgelegt wurde, bietet
teinerlei Möglichkeiten einer Annahme durch Deutschland.
Cr enthält noch weniger als man bisher angenommen hat. Es bedarf keiner besonderen Erwägung, daß irgendwelche Scheinlösung, die den anderen Staaten für die nächsten Jahre die Vorteile eines hock "erlisteten Zustandes erhalt und Deutschland nach wie vor einer diskriminierenden Behandlung unterwirft, für uns unannehmbar ist.
Beginn der außerordentlichen Völkerbundsversammlung.
wtb. Genf, 6. Dez. (Gig. Meld.) Die außerordentliche Völkerbundsversammlung nahm heute vormittag 11 Uhr unter dem Vorsitz des belgischen Außenministers Hyman ihre Arbeiten wieder auf. Auf der Tagesordnung steht außer dem chinesisch- fapanischen Konflikt auch die Wahl des bisherigen stellvertretenden Generalsekretärs Avenol zmn Generalsekretär des Völkerbundes. Der chinesische Delegierte Dr. Ben wiederholte in einer längeren Rede den Antrag auf Feststellung, daß die Völkerbundssatzung durch Japan gebrochen fei.
Der Konflikt zwilchen Bolivien und Paraguay. Enksendung einer völkerbundskommisfior».
wtb. Genf. 6. Dez. (Gig. Meldg.) Zum zweiten Male in seiner gegenwärtigen Tagung per- handelte der Völkerbundsrat heute vormittag über den Konflikt zwischen Bolivien und Paraguay. Auf Vorschlag des Ratspräsidenten wurde beschlossen, möglichst bald e i n e u n p a r t e i i s che Kommis s i o n mit ausgedehnten Vollmachten zur Begutachtung des Konfliktes an Ort und Stelle zu entsenden. In einer längeren Aussprache ergab sich, daß die beiden streitenden Staaten grundsätzlich mit der Entsendung einer solchen Kommission einverstanden sind.
Der Vertreter Boliviens erklärte sich mit einer sofortigen vorbehaltlosen Waffenruhe einverstanden, während der Vertreter Paraguays geltend machte, daß sein Land widerrechtlich überfallen worden sei und infolgedessen keinen bloßen Waffenstillstand annehmen tönneA sondern Sicherheit gegen eine spätere Wiederaufnahme der Feindseligkeiten verlangen müßte.
Bom Kampfplatz in der Mandschurei.
wtb. Moskau, 6. Dez. (Gig. Meld.) Etwa 1000 chinesische Soldaten sind auf s o w s e t r u s s i s ch e s Gebiet übergetreten. Unter ihnen befindet sich General Supingwen.
* Blutige Streikkrawaile in Athen. Zwischen den Streikenden und der Athener Polizei kam es am Montag an verschiedenen Stellen der Stadt zu blutigen Zusammenstößen. Die Zusammenstöße forderten einenToten und vieleVerletzte. Die Regierung hat an die Streikenden ein scharfes
den vergifteten Eßwarcn gegessen und sei gleichfalls wie seine Frau und sein Kind erkrankt. An dem genossenen Gift starben nacheinander Christian Groba, sein Söhnchen, sein Schwiegervater Türke und schließlich die Ehefrau Grobas Das Gift müsse Groba selbst in das Essen getan haben. Seine Angabe in der Voruntersuchung, daß e r das Gift in das Essen gemischt habe, erklärte Just jetzt für unri ch t > g, fand jedoch keine bestimmte Erklärung für seine Aussage bei der ersten Vernehmung. Mit dem Arsen, das er gekauft habe, hätte er sich selbst das Leben nehmen wollen. Das habe er aber nicht mehr gebraucht, weil sein Schwager Groba, wegen dem er aus dem Leben scheiden wollte, inzwischen an Vergiftung gestorben sei.
* Die deutsch-österreichische Rechtsangleichung. Unter Leitung des Reichsministers a. D. Dr. Schiffer und des früheren österreichischen Justiz- Ministers Dr. Roller hat in Wien die Rechtsan- vleichungstaaung der d-utir''^sterristi'chen und österreichisch-deutschen Arbeitsgemeinschaften begonnen.
* vier Jahre Zuchthaus wegen Totschlagsver- such. Das Schwurgericht in Schwerin verurteilte den der KPD. angehördenden Arbeiter Mayer wegen Totschlagsoerjuchs an einem Polizeibeamten und uunbefugten Waffenbesitzes zu vier Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte hatte am 7. Juli bei einem Straßentumult auf dem Schlachtermarkt in Schwerin einen Polizeibeamten durch einen Revolverschuß schwer verletzt. _
schon T nete der Zentrumspartei und der Bayerischen Volksparteiteilnahmen. Unter ihnen bemerkte man u a. den ehemaligen Reichskanzler Dr. $5 r u = ning, die früheren Minister S t e g e r w a l d und Wirth und Prälat Kaas sowie den langjährigen Vizepräsidenten des Reichstag, E f f e r.
gefordert werden, bis Dienstag die Arbeit wieder aufzunehmen, widrigenfalls sie fristlos entlassen werden. ________
Dec Görtttzer Giftrnordprozetz.
In der Montagnachmittag-Verhandlung des Görlitzer Prozesses gegen den Schuhmacher E. I ust aus Kl e i n- Pa r t w i tz, der bekanntlich beschuldigt wird, seine Ehefrau, seinen Schwiegervater, seinen Schwa - g er, sowie dessen Frau und Kind mit Arsen vergiftet zu haben, begann die Vernehmung des Angeklagten Just. Er gab an, in der Wirtschaft seines Schwagers Groba in Klein-Partwitz habe Groba ihm vergiftete Leberwurst gegeben, die er jedoch nicht gegessen habe. Einige Tage später habe seine strau auf dem Felde plötzlich Brechreiz bekommen. Dieser soll sich nach dem Genuß von Kaffee eingestellt haben Am nächsten Tage wurden auch er, seine Tochter und fein Schwiegervater nach dem Frühstück krank. Auf dem Schinkenbrot, das Groba auf das Feld gebracht habe, habe sich ein weihgraues Pulver befunden, das er jedoch nicht als Gift betrachtet habe. Selbst Groba habe von
Reichsaußenminister von Neurath, der am Montagnachmittag in Genf eintraf, hatte sofort eine Unterredung mit Macdonald, der eine -ö-= sprechung der Franzosen, Engländer, Italiener und Amerikaner vorausgegangen war. Am -idrnd jano sodann ein gemeinsames Essen bei Macdonald statt, bei dem sich die entscheidenden Verhandlungen am Dienstag schon spiegelten.
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wtb. Genf. 6 .Dez. (Gig. Meld.) Die Vertreter Deutschlands, Großbritanniens, Amerikas, Frankreichs und Italiens traten heute vormittg 10 Uhr zu
der ersten gemeinsamen Besprechung über den Stand der Abrüungsfrage
zusammen.
Nach einer etwa einstündigen Besprechung, die um 11 Uhr wegen der außerordentlichen Völker- bundsoersammlung unterbrochen werden mußte, wurden die Besprechungen auf nachmittags drei Uhr vertagt. Den Besprechungen lag einsckrift- kicher Vorschlag zu Grunde, der sich im wesentlichen auf die in ihren Grundzügen bereits bekannt gewordenen Gedanken des amerikanischen Delegierten Norman Davis aufbauen soll. Dieser Vorschlag soll in der vergangenen Nacht von den Sachverständigen der Delegationen Großbritanniens, Amerikas, Frankreichs und Italiens ausgearbeitet worden fein.
Wie verlautet, soll in der heutigen Vormittagssitzung Norman Davis Grläuterungen zu dem Plane gegeben haben. Gs verlautet ferner, daß im weiteren Verlauf der Sitzung Freiherr von Neurath und ch e r r i o t das Wort ergriffen. Der Vorschlag Norman Davis*.
Ser erste Tag des neuen Reichstages
Verständigung oder Auflösung?
Die Iünser-Vesprechung in Gens.
Ein amerikanischer Kompromiß-plan bildet die Grundlage der Verhandlungen. — Schlechte Verständigungs-Aussichten.
Oberst von Bredow.
Chef des Ministeramtes im Reichswehrministerium übernimmt als Stellvertreter des Reichskanzlers von Schleicher die Leitung des Reichs- wehrministeriums.
Die Wahl des Präsidiums.
In der Fraktionsführerbesprechung, die mittags im Reichstage als Grfatz für den noch nicht bestehenden Aeltestenrat stattfand, einigte man sich zunächst darüber, daß in der ersten Sitzung des Reichstages außer der Konstituierung auch schon die Wahl des neuen Präsidiums und die Besetzung der wichtigsten Ausschüsse vorgenommen werden soll. Daran schloß sich eine lebhafte Aussprache über die weiteren Dispositionen des Reichstages, die jedoch nicht zu einer Gini= gung führte. Don nationalsozialistischer Seite wurde angeregt, heute noch das St etloertretee- gesetz in allen drei Lesungen zu verabschieden. Dagegen wurde jedoch von den meisten Fraktionen Ginspruch erhoben. Staatssekretär Plank erklärte, das neue Kabinett bedürfe zur Vorbereitung seiner sachlichen Arbeiten noch einige Zeit. Die Sozialdemokraten verlangten daraufhin, die Regierungserklärung solle wenigstens in den
Erscheint sechsmal wöchentlich Wochenbeilagen: „Die Wei! im Bild" and Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda Fernrufe: Schrift- .. (eihjna 3153 Fuldaer Aetiendruckerel 3151 und 31i2. :
nächsten Tagen abgegeben werden. Daran solle sich zugleich die Beratung der Jnitiativgesetze knüpfen. Von Zentrumsseite wurde angeregt, vor der Vertagung des Reichstages wenigstens diese Entwürfe noch zu beraten. Zu einer Einigung darüber kam es jedoch nicht. Die Entscheidung über die Tagesordnung der nächsten Sitzung wird also heute abend vom Plenum des Reichstages selbst gefällt werden müssen.
Der Reichstag an der Rippe.
cnb. Berlin, 6. 12. (Gig. Meld.) Nach dem, was in den Mittaigsstunden übet die letzten Be- iprechungen wegen der Vertagung des Reichstages in der Wilhellmstraße verlautet, ist es wieder völlig ungewiß, ob sich die Vertagung erreichen läßt, oder ob es doch zur Aus- löiung kommt. Da laut Beschluß des Ael- testenrales schon heute die Wahl des Präsidiums vorgenommen werden soll, wird auch heute schon Die Entscheidung über die weiteren Dispositionen des Reichstages" fallen müssen. Das wäre gleichbedeutend mit der Entscheidung über die Vertagung. Gleichzeitig mit diesen Informationen wird bekannt, daß die Haltung der Rational- >ozralisten wieder völlig unklar ist. Dem „Angriff" glaubte man entnehmen zu können, daß sie bereit seien, sich mit einer Vertagung Über Weihnachten hinaus einverstanden zu erklären. Die letzten Be'prechungen haben diesen Eindruck zum mindestens nicht lOOprozentig bestätigt. (Die Nazi wissen überhaupt nicht, was sie wollen. Diese iß artet der großen Kri - tlker ist zu positiver Leistung sehr mangel» i haft begabt.)
„Fraktion der technischen Arbeitsgemeinschaft".
Die Reichstagsgruppen der Deutschen Volkspartei und des GH r i st l i ch - S o zi a- l e n Bolksdienstes, denen sich der eine Deutsch-Hannoveraner angeschlojsen hat, haben sich zu einer „Fraktion der technischen Arbeitsgemeinschaft" zusammengschlossen. Die politische Selbständigkeit der beiden Gruppen bleibt durch die Bildung dieser technischen Fraktion völlig unberührt. Diese neue siebente Fraktion des Reichstages zählt 17 Mitglieder. Sie fetzt sich zusammen aus 11 Volksparteilern, 5 Christlich-Sozialen und 1 Deutsch-Hannoveraner.
Auch wieder Reichsrak.
VDZ. Berlin. 6. Dez. XGig. Meldg.) Der Reichsrat hält am Donnerstag abend wiederum eine Vollsitzung ab, um sich mit einer Reihe von Vorlagen zu befassen, die ihm schon seit längerer Zeit vorliegen, aber bisher nicht verabschiedet werden konnten, weil in der Konfliktszeit Preußen im Reichstag nicht vertreten war und in dieser Zeit nur die allernotwendigsten Entwürfe behandelt werden sollten. .... —
Um 11 Uhr begannen Fraktionssitzungen der Kommunisten und der Bayerischen Volkspartei. Um 12 Uhr traten auch die Sozialdemokraten zusammen, um noch Eventualanträge zu den sozialpolitischen Notverordnungen zu formulieren. Die Nationalsozialisten, die am Montag abend von Adolf Hitler die Richtlinien für ihr Verhalten im Reichstage bekommen hatten, traten um 1 Uhr zu ihrer ersten Frak- nonssitzung zusammen in der auch endgült'g über I
Einzelheiten des taktischen Vorgehens im neuen Veichglaq entschieden werden dürfte. Zur gleichen Zeit findet auch noch eine deutschnationale tfraj3 uonssitzung statt. ___
Die Gottesdienste,
Ij’e jedesmal vor dem Ziisammentritt eines neuen ^-ichstages abgehalten werden, fanden um 12 Uhr Uast. Der evangelische Gottesdienst wurde im | ~er[mer Dom abgehalten, die Predigt hatte Ober- oomprediger Dr. Burghart übernommen. Für E”le Katholiken hielt der Reichstagsabgeord- des Zentrums. Prälat Ulitzka, eine hl. Messe £ - °ec Hedwigskathedrale, an dem viele Abgeotd-
ginnt.
SBte sonst bei ähnlichen Gelegenheiten hatten kiw auf den Straßen und im Tiergarten rings um das Reichstagsgebäude zahlreiche Neugierige eingefunden, namentlich junge Leute, die durch ihr Verhalten die Polizei manchmal zum Em- Leiten zwangen. Vor dem Schalter, an dem die Eintrittskarten für das Publikum ausgegeben werden, bildete sich bereits um 7 Uhr eine schlänge, doch wurde den Interessenten sofort gesagt, daß nur 25 Karten zur Verteilung gelangen können da die übrigen bereits seit Tagen von den verschiedenen Behörden vergeben sind Sie 25 zuerst Gekommenen harrten jedoch trotz der kühlen Witterung tapfer aus, um wenigstens um 3 Uhr tatsächlich eine Eintrittskarte zu erlangen. Die polv- leitidien Sicherungsmaßnahmen im und vor dem Reichstaasgebäude waren dieselben wie sonst an großen Tagen.
Im Büro des Reichstages ist bereits eine ganze Reihe von Vorlagen und Anträgen niedergelegt worden. Die Reichsregierung hat einige Abkommen mit fremden Staaten vorgelegt, ferner haben die N a t i o n a l! o z i al i st e n d a s v e r- fasfungs ändernde Gesetz über die Stellvertretung des Reichspräsidenten durch den Reichsgerichtspräsidenten und Haftentlassungsanträge für einige nationalsozialistische Abgeordnete eingebracht, die in den Bombenlegerprozessen zu Freiheitsstrafen verurteilt worden sind. Vom Zentrum liegen Anträge zur Aufhebung der sozialpolitischen Abbaumaßnahmen der Notverordnungen vor, von den Sozialdemokraten ein Mißtrauensantrag gegen die neue Reichsregierung und' ein A m n e st i eg e f e tz für Straftaten aus politischen Beweggründen oder aus Gründen wirtschaftlicher Not. Ausgeschlossen sollen Landes- . perrat militärischer Geheimnisse und Verbrechen gegen das Leben sein. Ferner beantragen die Sozialdemokraten die Aufhebung einer großen Anzahl Notverordnungen und die Aufhebung der Sondergerichte. Von den Kommunisten sind Mißtrauensanträge und Anträge auf Aufhebung von Notverordnungen angekündigt. Uebrigens gelten alle Vorlagen und Anträge erst von dem Augenblick an als eingegangen, in dem die Konstituierung des Reichstages erfolgt ist.
Jin Reichstage herrschte am Dienstag . com frühen Morgen an lebhafte Tätigkeit. D,e meisten neugewählten Abgeordneten waren be- ttits zeitig eingetroffen, um^an den Sorberettun- nen für die konstituierende Sitzung des Parlaments teilzunehmen, die um 3 Uhr nachmittags be=
CNB Genf, 6. Dez. (Eig. Meld.) Heber den bisherigen Verlauf der Fünf-Mächte-Besprechungen wird von französischer Seite folgendes bekannt:
Norman Davis erläuterte zunächst seinen Vor- schlag eines vorläufigen Abkommens, worin die ersten A b r ü st u n g s m a ß n a h m e n enthalten wären, über die man sich bis zum E n d e d l es es Jahres einigen könnte. Eine ständige Kommission würde den Auftrag erhalten, die Arbeiten der Konferenz zu verfolgen und insbesondere die Lösung der politischen Forderungen in der Gleich- berechtigungs- und Sicherheitsfrage zu suchen. Als Unterlage für feine Darlegungen hat der Vertreter der Vereinigten Staaten dem deutschen Außenminister eine Aufzeichnung überreicht, in der, zunächst offiziös, die verschiedenen Herabsetzungen im einzelnen aufgeführt werden, die in den Land-, Flotten- und Luftrüstungen vargenommen werden könnten. Frhr. von Neurath hat, ohne den amerikanischen Vorschlag von vornherein abzulehnen, eine kurze Frist verlangt, um ihn zu prüfen und seine Regierung zu befragen. Er hat andererseits auf die Notwendigkeit hingewiesen, den französischen Standpunkt zu diesem Vorschlag zu kennen. Ministerpräsident sterriot hat die Einstellung Frankreichs noch einmal dargelegt. Er erklärte, daß die französische Regierung der deutschen Forderung nach Gleichberechtigung nicht feindselig gegenuberstehe, unter der Voraussetzung, daß diese Gleichberechtigung
Das unruhige Spanien.
wtb. Madrid, 6. Dez. (Eig. Meld.) Die Polizei befindet sich im Alarmzustand. Es sind Gerüchte im Umlauf, die von einer neuen Bewegung gegen die Regierung wissen wollen.
Wolfplage in Polen.
Ein Bauer von einem Rubel Wölfe zerrissen.
wtb. Warschau, 6. Dez. (Eig. Meld.) Ein Bauer wurde bei Kowel in Wolhynien von einem Rudel Wölfe überfallen und zerrissen. Zwei in der Nähe weidende Pferde wurden ebenfalls von den Wölfen angegriffen. Die Bevölkerung, die vor der überhandnehmenden Wolfplage in ständiger Angst lebt, bereitet umfassende Maßnahmen vor.
keine Schonung!
wtb. Washington, 6. 12. (Eig. Meld.) Von hoher Regierungsseite verlautete, daß die alliierten Regierungen keinerlei Aussichten auf wohlwollende Behandlung ihrer zweiten Serie von Schuldenlosen haben würden. *
wh. Rom, 6. 12. (Eig. Meld.) Der Faizisti- sche Große Rat ha>t die Regierung in einer Entschließung auj'gefordert, die Dezember- rate an Amerika zu begleichen.
Anzeiger für die Stadl Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches kreisdlatt
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