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Dienstag, 6. Dezember 1932
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Erscheint sechsmal wöchentlich Wochenbeilagen: „Die Well tm Bild' und „Buchenvlätter". iRotationsbrutf uni) Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 3153. Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152. ::
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luldaer Zeitung
Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
Die Eröffnungs-Sitzung.
CNB. Berlin, 5. Dez. (Eig. Meld.) Die Unterredung zwischen Reichskanzler von Sch l e i - ch e r und dem Reichstagspräsidenten G 0 ering hat jetzt stattgefunden. Wie von zuständiger Seite erklärt wird, ist auf Grund dieser Besprechung der reibungslose Ablauf der morgigen R e ich s t ag s f itz u n g gesichert. Der Reichstag wird sich morgen lediglich konstituieren. Weiteres kann über die Verhandlung des Kanzlers mit dem Reichstagspräsidenten noch nicht gesagt werden, da die Besprechungen noch weiter fortgeführt werden. Es wäre denkbar, daß Goering auch mit den Parteiführern Fühlung nehmen wird. Reichskanzler von Schleicher ist übrigens jederzeit bereit, die Er k l är u n g d e r neuen Regierung im Reichstag abzugeben.
Run hak der Reichstag das wort.
Das neue Kabinett Schleicher erwartet Vertagung des Reichs Parlaments mindestens bis zum 10. Januar.
findet und bei der Hitler sich, wie üblich, die neue Fraktion vorstellen lassen wird. In nationalsozia- Mschen Kreisen verlautet, daß eine evtl, kürzere Vertagung des Reichstags bis zum lO. Januar durchaus denkbar erscheine unter der Voraussetzung, daß etwa auf dem Gebiet der politischen Amnestie die neue Reichsregie- rintfi Entgegenkommen zeige, vor allem gegenüber den durch die Sondergerichte auf Grund der Terror-Notverordnung Verurteilten. Eine längere Vertagung hält man nicht für wahrscheinlich.
Me das Nachrichtenbüro des VDZ. meldet, herrschte im Reichstag bereits in den frühen Vormittagsstunden des Montags ein bewegtes Getriebe. Von den verschiedenen Fraktionen, die zu- f sammenkommen, begann die A e n t r u m s f r a k - tion ihre Sitzung am Vormittag, während zu gleicher Seit die Gruppe des christlich-sozialen Volksdienstes zusammenkam. Bei den Sozialdemokraten, deren Frakttonssitzung auf den frühen Nachmittag angesetzt ist, fand eine Vorstandsbesprechung statt, an der auch Ministerpräsident Dr. Braun wieder teilnehmen konnte, nachdem der Ministerpräsident von seiner Erkrankung '■ soweit wieder hergestellt ist. In der kommunistischen Fraktion wird bekannt gegeben, daß die KPD. sofort ein Antragsprogramm einbringen werde das außer Mißtrauensanträgen gegen das Kabinett von Schleicher vor allem Forderungen für die Erwerbslosen und für die Erzielung einer politischen Amnestie enthalten solle.
In bezug aus die bedeutendste Frage des Reichstags und sein Verhältnis zu Schleicher konzentriere sich ein besonderes Interesse auf die Haltung der Nationalsozialisten. Im Nach- richtenbür des VDZ. wird erklärt, daß die am Samstag begonnenen Besprechungen zwischen Reichskanzler von Schleicher und dem Reichstagspräsidenten Goering am Montag fortgesetzt rmd für streng vertraulich erklärt worden seien. Es heißt, daß die Nationalsozialisten die Parole vertreten, nichts zu unternehmen, was die Gegner fördern oder unterstützen könnte. Die Haltung der NSDAP, dürfte näher skizziert werden, yachdemMontag nachmittags die neue nationalsozia- listiscke Reichstagsfraktion ihre erste Sitzung beendet hat, die in Anwesenheit Adolf Hitlers im hause des Reichstagspräsidenten Goering statt-
Eine bayerische Stimme.
Der „Regensburger Anzeiger", der bekanntlich dem bayerischen Ministerpräsidenten nahesteht, schreibt zur Betrauung Schleichers, diese dürfe wohl als ein Zeichen dafür gewertet werden, daß die bisherige unheilvolle Konflikts- Politik, die leit dem Sturz Brünings das ganze innenpolitische Leben in 1 o tragt'cher Weise verwirrt habe, endlich fallen gelassen wurde. Schleicher habe das große Positivum für sich, daß ihm in weiten bisher vom Regime Papen abgestoßenen Kreisen ein zages Vertrauen entgegengebracht werde. Die Angriffe auf dasParlament und a uif das Volk leien nun glücklich ab geweh rt. Es dürfe aber in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, daß auch der Reichstag an den Zuständen, wie sie geworden seien, ein gerüttelt Maß von Schuld trage. Der Volksvertretung fei eine letzte brauchbare Chance gegeben, zur politisch en Vernunft zurückzukehren. Wie der Konflikt mit dem Reichstag Bereinigt werden solle, so solle auch, wie man höre, die Derfassungsreform zurück- gestellt werden. In dieser Hinsicht sei uns allerdings noch nicht gedient, wenn nur alles beim Alten bleibe, keine neuen Hebelgriffe gegen den föderalistischen Gedanken begangen werden, die d er zei - tige Personal- und Machtunion zwilchen Preußen und dem Reich ab er be- ft eben bleib e. Aber auch hier werde man die Taten des Kabinetts abwarten müssen.
Nach der „Newyork Times" habe ein hoher amerkkani'cher Regierungsbeamter einen neuen Schuldenplan auisgearßeitet, der die einmalige Zahlung einer Milliarde Dollar, und als Gegenleistung für die amerikanischen Zugeständnisse Erleichterungen für den amerikanischen Handel sowie Abrüstung m Europa vor sehe.
Der Stadtkämmerer von Newyork hat erklärt, die Stadt müsse am 15. Dezember den Bankerott erklären, wenn die ihr gewährte Anleihe nicht erneuert oder verlängert werde.
totii. Senf, 5. Dezember. (Eigene Meldung.) Aiacdonald, Herr rot und Norman Tapis sind heute vormittag zu einer gemein- Wen Beratung zusammengetreten. Dieser Mei- nungzaustausch gilt zweifellos der Vorbereitung der entscheidenden Phase, m die die Abrüstungsbesprechungen mit der heu- “9«n Ankunft des deutschen Außenministers ein-
Deut ch-englische Kohlende prechungeu.
wtb. London. 5. Dez. (Eig. Meld.) Reuter: Vertreter des Handelsamtes sind gestern abend nach Berlin abgereist, um dort den britischen Bot- ichaster zu unterstützen, der mit der deutschen Regierung über verschiedene, sich aus dem englisch- deutschen Handelsvertrag vom Jahre 1924 ergebende Fragen zu behandeln beabsichtigt. Bei diesen Verhandlungen sollen besonders die deutschen Einfuhrbeschränkungen britischer Kohle erörtert werden. •
Die chinesische Regierung hat der Regierung in Tokio mitgeteilt, daß China das bestehende Zollabkommen mit Japan außer Kraft gesetzt habe.
Mr die Gleichberechtigung aller Staaten.
Gemeinsame Besprechung Macdonald-Herriot-Itorman Davis Konserenz Reuralh-Macdonald am Montag abend.
cnb. Senf, 5. Dez. (S'tg. Meld.) Der Arbeitsausschuß der an der Abrüstung interessierten internationalen Verbände Hat den Teilnehmern der gegenwärtigen Abrüstungsbesprechungen eine Erklärung überreicht, in der gefordert Pird, daß die nächstbeteiligten Staaten Schritte snn, um alle ursprüngliche Konserenz- reilnehmer zur vollen Teilnahme an ber gesamten Arbeit wieder zu vereinigen. Die Konferenz müsse unverzüglich die Meichberechtigung aller Staaten anerkennen, und Mr durch eine unzweideutige Erklärung, daß sämtliche bestehenden Abrüstungsverträge in dem ’fcuen allgemeinen Abrüstungsvertrag ausgehen g» durch ihn ersetzt werden sollen, und daß bient neue Vertrag in ausnahmslos allen Der- Mchtungen von den Beteiligten freiwillig ange- toimnen werden muß.
smb. Senf, 5. Dezember. (Eig. Meld.) Der ingii'che Premierminister Macdonald hat die beut- W Delegation wissen lassen, baß er für heute «oenb 6 Uhr eine Untertebung mit "^deutschen Außenminister wünsche.
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®tb. Conbon, 5. Dez. (Eig. Meld.) Laut ißer« re'^ Herriot bereits am Mittwoch nach Pa- Mi«’ ^rück. Den Vorschlag einer vorläu- 21 bt ü ft un g s oe r e in b a ru n g lehne ^rriot ab.
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£°nbon, 5. Dez. (Eig. Meld.) Leon Blum, ithnrf U^ter der französischen Sozialisten, hat sich fceusn r9e9en den französischen Konstruktivplan I »ur o-, 01t)en, da er keine effektive Herabsetzung 1- öolge (jabe.
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Persische Parlament hat die Kändi- W^rbin englischen Qelkonzession genehmigt. Rück- k n der Kündigung machen sich bereits im M.»?enierkbar. Die dortige Presse erklärt, der muffe ebenfalls daraus bedacht sein, die |un9 des Volkes zu heben, dessen Rechte durch
gewisse Abmachungen mit England beeinträchtigt worden seren.
Die kriegsschutdev.
wt. Conbon, 5. Dez. Der amerikanische Kongreß ist ganz allgemein der Meinung, es bleibe den Schuldner st aaten nur die Wahl zwischen Zahlung oder Erklärung ihrer Zahlungsunfähigkeit. Der Präsident Hoover ist aber nach Ansicht höchst zuständiger Kreise entschlossen, dem Kongreß dennoch eine neue letzte Note zukommen zu lassen, um wenigstens für England eine Erleichterung der Zahlungsverpslichtung zu erlangen. Andererseits verlautet, daß Hoover durch Vermittlung Mellons die Ansichten der englischen Regierung darüber kennen zu lernen wünscht, welcher Zäh- f u n g s m o d uss vorgeschlagen werde, durch den eine allzu heftige Störung auf dem Devisenmarkt vermieden werden könnte.
Schleicher-Lösung und die Wirtschaft.
Von einem wirtschaftspolitischen Mitarbeiter wird uns geschrieben:
Buchstäblich bis zur letzten Minute ging der Kamps um die Alternative: Papen-Lösung oder Schleicher-Lösung. Ein Kabinett Papen wäre ein Kampfkabinett geworden, dessen Maßnahmen zwangsläufig zum Staats st re ich hätten führen müssen. Es ist Tatsache, daß in jener dramatischen Nacht vom Donnerstag zum Freitag dieses Kampfkabinett Papen auch schon beschlossen wurde. Und erst im letzten Augenblick ist es gelungen, die Umgebung des Herrn Reichspräsidenten von der Notwendigkeit der Schleicher-Lösung zu überzeugen, nachdem mittlerweile eine ganze Reihe von Ministern, die die wirtschaftlich bedeutsamsten Ämter verwalten, selber eine Papen-Lösung abgelehnt, bzw. erklärt haben, für ein solches Kabinett nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Schon aus dieser Einstellung der für Arbeit und Wirtschaft verantwortlichen Minister ergibt sich, daß in wirtschaftlich maßgebenden Kreisen der Schleicher-Lösung der Vorzug gegeben wird. Ein Kampfkabinett Papen hätte, darüber kann heute kein Zweifel mehr bestehen, unmittelbar die Proklamierung des Generalstreiks zur Folge gehabt. Für diesen Fall, mit dem man ja auch in amtlichen Kreisen rechnete, waren schon die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, also Verhängung des Belagerungszustandes, damit Ueber- gang dek Gewalt auf das Militär, Besetzung all-r lebenswichtiger Betriebe durch Reichswehr und Aufrechterhaltung dieser Betriebe durch die Technische Nothilfe. Die auf eiligstem Wege erfolgte Zusammenberufung der Leiter der Technischen Nothilfe nach Berlin kennzeichnete deutlich die Situation.
An der Börse selber hat die Kunde, daß trotz allem ein Kabinett Papen berufen würde, zu einem schweren Kursfall geführt, der sofort ausgeglichen wurde, als die Schleicher-Lösung als endgültige Tatsache bekanntgegeben wurde. Während vorher in größtem Umfange Baissc- Engagements unternommen wurden, erfolgten nun stürmische Gegenorders, und die Kauftätigkeit erreichte mit einem Male eine über das normale Ausmaß weit hinausgehende Lebhaftigkeit. Zu den Käufen von interessierter finanzieller Seite kamen auch sofort Publikumskäuse. In der Hauptsache wurden Montanpapiere, wie überhaupt Ak- tienroerte des rheinisch-westfälischen Industriegebietes abgenommen, üyd die Hauptkäufer waren in diesem Falle die Finanz- und Wirtschaftswelt des Rheinlandes und des Ruhrgebietes selber.
Von dem Schleicher-Kabinett wird in diesen Kreisen vor allem eine verständige Lösung der Arbeitsbeschafsungsfrage erwartet, die ergänzt werden muß durch eine ausgleichende Politik in sozialen und lohnpolitischen Dingen. Die Grundlagen des Papen'schen Wirtschaftsprogramms freilich werden auch weiterhin aufrechterhalten werden müssen. Es dreht sich lediglich darum, sie wirklich auf breiter Basis zu verankern und durch Ausschaltung aller Konflikte die Voraussetzungen für ein Wirksamwerden der guten Seiten dieses Programms zu schaffen. So kann man wohl sagen, daß die Wirtschaft aus der Schleicher-Lösung neue Hoffnungen zieht.
Der Krieg im Osten.
wtb. Paris, 5. Dez. (Eig. Meld ) Nach einer Shanghaier Meldung des „Petit Parifien" setzten die Japaner ihren Vormarsch in der Nord-West- Mandschurei fort. Der Fall Hailars soll un- mittelbar bevor stehen.
Der irländische Flieger Ellife, der einen Ozeanflug in Richttmg nach Europa versuchen wollte, ist bei Rosario tödlich abgestürzt.
So siehk die „deutsche Einigkeit- aus.
Bedauerlicher Zwischenfall auf dem Kreistag der Deuk- schen Studentenschaft Oesterreichs. — Nationalsozialisten und Dasfenstudenten lassen sich zu Tätlichkeiten gegenüber Angehörigen katholischer verbände Hinreitzen. —t Die katholisch-deutsche Hochschülerschaft Oesterreichs betrachtet infolge dieses Vorfalles die „Deutsche Studentenschaft" als ausgelöst.
Auf dem Kreistag der deutschen Studentenschaft Oesterreichs in Wien kam es nach der feierlichen Kundgebung in Wien am Samstag, in der der Rektor der Universität in einer Ansprache die Einigkeit-der Deutschen Studentenschaft betonte und auf deren hohe gemeinsame Ausgaben für Volk und Staat hinwies und Universitäts- prosessor Eibl einen mit großem Beifall ausgenommenen Festvortrag über den Sinn des deutschen Schicksals hielt, zu einem peinlichen Zwischenfall. Beim Ausmyrsch der Chargierten wurden Angehörige katholischer Studentenkorporationen von nationalsozialistischen Studenten und Angehörigen des Waffenrings überfallen und mit Stahlruten, Schlagringen und Stöcken blutig geschlagen, so daß einige die Rettungsstationen aussuchen mußten. Der Rektor der Universität, Professor Abel, der am Tatort erschienen war, konnte sich nur mit Mühe Gehör verschaffen.
Die katholische Studentenschaft veranstaltete noch am selben Tage in der Universität eine Protestkund- gebung und teilte dem Kreistag mit, daß sie an ihm nicht mehr teilnehmen könne. Zugleich'veröffentlichte der Vorstand der Katholisch-Deutschen Hochschülerschaft Oesterreichs einen Protest gegen die Vorfälle, in dem er u. a. erklärt, daß er die Deutsche Studentenschaft als aufgelöst betrachte.
Die Leitung des österreichischen Heimatschutzbundes protestiert ebenfalls gegen die gestrigen Vorfälle, wobei sie sich zu einer gesamtdeutschen und über den Parteien stehenden Hochschulgemeinschaft bekennt.
Das Reichsoericht korrigiert...
Zu Bullerjahns Freispruch.
Aus Leipzig wird uns geschrieben:
Der „Fall", den der vierte Stra'senat des Reichsgerichts am 3. Dezember 1932 unter Aufhebung des Urteils des gleichen Strafsenats vom 11. Dezember 1925 mit einem Freispruch des Angeklagten Bullerjahn aus der Welt gefchaft hat, war — das kann nicht nachdrücklich genüg betont werden — kein Fall Bullerjahn, sondern ein Fall Reichsgericht. Er war das wenigstens in erster Linie, den auch nach der unermüdlichen und bewunderungswürdigen Arbeit, die in den letzten Wochen unter der Leitung des Se- natspräfibenten Dr. Bänger geleistet worden ist, konnte der 2lnaeklate nur wegen Mangels an Be. weifen freigesprochen worden.
Die Einzelheiten der Führung des Revisionsverfahrens haben erkennen lassen, daß dem ersten Spruch des Reichsgerichtssenates vom 11. Dezember 1925 bedenkliche Fehler zugrundelagen. Der Senatspräsident Dr Bänger ist selbst auf einzelne dieser Fehler eingegangen und hat darauf hingewiesen, daß z. B. die Bedeutung des Lokaltermins in diesem Falle ganz besonders deutlich geworden ist. ... Eine Chance der Rechtfindung, die man von 7 Jahren verhängnisvvllerweise ausgelassen hatte. Selbstverständlich kann die Urteilsbegründung auch nicht vorübergehen an der höchst merkwürdigen Rolle, die der „Zeuge von Hören- s a g e n" Gontard beim Zustandekommen des ersten Urteils gespielt hat . . . und der Rolle, die damals die beteiligten Reichsrichter gespielt haben, indem sie diesem „Zeugnis vom Hörensagen" überhaupt Wert beilegten.
Wenn Recht — Recht bleiben soll, so muß der alte Grundsatz respektiert werden: Jndubiopro reo, d. h. in Zweifelsfällen hat der Richter zu- g u n ft e n des Angeklagten zu entscheiden. Verläßt man die Basis dieses Grundsatzes, so hört die Rechtssicherheit auf; das Gefühl wird maßgebend und wird — naturgemäß — verhängnisvoll, wenn es nach der negativen Seite hin tendiert. Das war
Amerika weihk deutschen Matrosen ein Ehrenmal.
Der deutsche Botschafter in USA, von Prittwitz, legt einen Kranz an dem neuen Ehrenmal in Asheville nieder.
In Asheville (Staat Nvrd-Carolina, USA) wurde für 18 deutsche Seeleute, die dort im Weltkriege während ihrer Internierungszeit starben, ein Ehrenmal feierlich eingeweiht. 1 i :