$fn der flinferoonb be# Gchranckes sahen sie eine große, runde Scheibe, die Linie des Apparates . . „Die Kamera ist in der Mauer eingebaut", erklärte Lonsdale, „und der Abschluß steht in Verbindung mit der Tür. Es versteht sich von selbst, daß ich den Apparat augenblicklich außer Betrieb gesetzt hab». Dieser befindet sich in einem Schrank der angrenzenden Zimmers, so daß die Platte bequem eingesetzt und herausgenommen werden kann. Die Linse ist sehr lichtstark — wie Sie wissen, ist es heute möglich, bei Nacht zu photographieren ohne Magnesiumlicht — und außerdem kann natürlich dar Negativ, wenn es etwas schwach ausfällt verstärkt werden. Ich hielt eine Erklärung für notwendig, um dem eventuellen Dieb zu beweisen, daß leine Entdeckung feststeht. Die Kasette mit der noch nicht entwickelten Platte ist in meinem Besitz. Wie ich jedoch schon sagte, wollen wir vor allem Skandal vermeiden. Darum hat der Vorstand den folgenden Beschluß gefaßt: Der Dieb muß bis heute abend sieben Uhr den gestohlenen Betrag an mich abliefern und darauf das Land verlassen! Wenn er das tut, werden wir die Polizei aus dem Spiel lasten und das Negativ wird nicht entwickelt. Hat sich um sieben Uhr niemand bei mir gemeldet, bann stelle ich das Beweismaterial der Polizei zur Verfügung. Ich brauche Sie alle gewiß nicht mehr ausdrücklich zu ersuchen, hierüber kein Wort mit anderen zu sprechen. Diese peinliche Sache muß in jedem Falle geheim gehalten werden *
Ein kurzes Kopfnicken bedeutete den Mitgliedern, daß Lord Lonsdale seine Aufgabe als beendet ansah.
Sofort bildeten sich Gruppen, bte mit ernsten Gesichtern den Fall besprachen.
*
Um halb sieben abends meldete sich Baronet Reginald Hurlborough im Hause von Lord Lonsdale. Reggy Hurlborough war ein Spieler und Trinker, ein Mann von schwachem Charakter. Schweigend, mit ge- senktem Kopf legte er den gestohlenen Betrog vor den Präsidenten hin Ruhig, als ob er ein Handelsge'chäit sei, zählte Lord Lonsdale die Summe nach. Dann nickte er
„Sie verlosten England?"
„Morgen reise ich nach Australien ab.“ Seine Stimme klang dumpf. „Und das Negativ?"
„Das behalte ich", erwiderte der Lord. „Als Ga- rantie, daß Sie Ihr Wort halten."
Schweigend standen die Männer einander gegenüber, dann wandte Baronet Hurlborough sich um und verließ das Zimmer.
*
Freundlich lächelnd drückte ßorb Lonsdale dem Mann die Hand, der aus einem Nebengemach ins Zimmer trat. „Ihr Eingreifen war nicht nötig, Jack OMeill“, sprach der alte Monn. „Hurlborough war wie ein Lamm. Uebrigens sage ich Ihnen herzlichen Dank für Ihre wertvolle Hilfe. Sie sind ein außergewöhnlicher Detektiv. Wenn Sie heute morgen nicht die glänzende Idee mit dem photographischen Apparat ausgeheckt hätten, den wir in aller Eile haben anbringen lasten, dann fürchte ich, daß uns das Geld und der Täter durch die Lappen gegangen wären , . ,"
Der Pantoffelheld.
Don E. van Lidth de Jeude.
„Konrad, steh auf, der Milchmann hat geklingelt!“ Herr Konrad Brinkmann fuhr erschreckt aus fchwe- rem Schlaf auf. Es war halb acht Uhr morgens. Schlaftrunken schlüpfte er in seine Pantoffel und stieg die Treppe hinunter, nahm dem Boten an der Haus- tür die Milch ab, bezahlte sie, stellte die beiden Flaschen in die Küche und ging wieder hinauf in sein Schlafzimmer.
Nun konnte er sich schnell rasieren und anziehen und dann um acht Uhr wieder hinuntergehen, um das Tagmädchen einzulassen. Dann frühstückte er, meistens allein, und um halb neun ging er ins Büro. Marie, seine Frau, kam gewöhnlich erst um neun Uhr herunter, gefolgt von ihren beiden Töchtern. Herr Brinkmann war daher verwundert, als seine Frau an diesem morgen eintrat, während er noch beim Frühstück saß und seine Tasse Tee schlürfte.
Frau Marie sagte sofort in dem Befehlston, den sie sich ihrem Gatten gegenüber angewöhnt hatte:
„Hör' mal, Konrad, du mußt während deiner Mittagspause ein paar Besorgungen machen.“
Herr Brinkmann nickte ergeben; Er war daran gewöhnt. Er schrieb sich pflichtgetreu auf, wo er ein gereinigtes Kleid und einen reparierten Schirm abholen sollte, ferner noch einige andere Aufträge, und ging dann fort.
Um zwölf Uhr verzehrte er im Kontor seine Butter- brate und machte sich dann auf den Weg, um die Wün- sche seiner Frau auszuführen. Aber als er gegen zwei Uhr an seine Arbeit zurückkehrte, war sein Gemüt in Aufruhr. Warum? Wer konnte es sagen? War es, weil ihn das Fräulein in der chemischen Reinigungsanstalt so mitleidig gefragt hatte: „Nehmen Sie die Schachtel selbst mit, mein Herr?" Oder war er, weil
Lebensweisheit.
Alle Menschen, groß und klein, Spinnen sich ein Gewebe fein, Wo sie mit ihrer Scheren Spitzen Gar zierlich in der Mitten sitzen. Wenn nun darein ein Besen fährt, Sagen sie, es sei unerhört. Man habe den größten Palast zerstört.
Goethe.
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Der körperliche Zustand hängt sehr viel von der Seele ab. Man suche sich vor allem zu erheitern und von allen Seiten zu beruhigen. W. v. Humboldt.
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Der Rang ist das Gepräge nur, Der Mann das Gold — trotz alledem
Freiligrath.
*
Wer die Wahrheit wollt' begraben, Müßte viele Schaufeln haben.
Alter Spruch.
*
Verlasse dich auf dich allein Und niemals auf die andern, Denn du wirst immer bei dir fein, Indes die Freunde wandern.
Charlotte von Klipstein.
einer seiner Kollegen, als er mit Paketen beladen ins Büro zurückkam, spöttisch gerufen hatte: „Da kommt der Weihnachtsmann!“
Konrad Brinkmann wußte sich keine Rechenschaft darüber zu geben, aber den ganzen Nachmittag blieb sein Geist erfüllt von bösen und aufrührerischen Gedanken. Es war eine Schande, wie ihn seine Familie behandelte. Auch die Töchter sahen in ihrem Vater nichts andere» al» einen Dienstmann ober Üastelel. Aber er hatte genug davon und war entschlolsen, sich nicht mehr länger erniedrigen zu lassen. Heute wollte er einmal zeigen, daß er auch noch jemand sei, und daß er, wenn es darauf ankäme, täte, was er für richtig hielt. Herr Brinkmann wußte zunächst noch nicht genau, aus welche Weife er seine Empörung demonstrieren sollte, aber als er um 5 Uhr das Büro verlassen hatte, beschloß er, damit anzufangen, einmal nicht nach Hause zu gehen. Er wollte die drei da bei ihm zu Hause einmal ein bißchen in Angst sitzen lassen.
Beherzt nahm er eine Elektrische, die ihn nach einem ganzen anderen Teil der Stadt brachte, als wo er wohnte. Dort ging er spazieren, betrachtete mit dem Interesse eines Fremden den neuen Stadtteil und ging schließlich, vom Laufen durstig geworden, in ein Kaffeehaus und trank ein Glas Bier. Der ungewöhnliche Trank gab ihm neuen Mut. Jetzt war es ein Viertel nach sechs, feine Frau und Töchter würden bei Tisch sitzen und mit Verwunderung bemerken, daß er nicht da war. In den fast fünfundzwanzig Jahren seiner Ehe war es noch niemals vorgekommen, daß er, ohne eine Nachricht zu geben, nicht pünktlich zum Essen erschienen war. Nun sollten sie nur ruhig einmal in Angst und Sorge sitzen und sich fragen, ob dem guten Mann und Vater vielleicht etwa» zugestohen fei. Er bekam fast Tränen in die Augen vor Mitleid mit sich selbst. Dann fuhr er wieder in die Stadt zurück. Wie merkwürdig still war es dort, nun die Büros geschlossen waren und die meisten Menschen zu Hause bei Tisch saßen. Er ging wieder in ein Cafe und stellte fest, daß er Hunger hatte. Es ging auch bereits auf acht Uhr. Er wollte irgendwo etwas Herzhaftes essen, aber er wußte nicht recht, wo. Während er ziellos umherirrte. Überfiel ihn plötzlich eine große Angst, daß er einem Bekannten begegnen könnte, der ihn fragen würde, was er setzt noch in der Stadt täte. Und der kalte Schweiß brach ihm bei dem Gedanken aus, daß seine Frau ihn tuchen und finden könnte. Was sollte er dann tun ober sagen? Marie verstand keinen Spaß, mit Redensarten oder Lügen mußte man ihr nicht kommen.
Da er durchaus keinen anderen Ausweg mehr sah, entschloß er sich, ruhig nach Hause zu gehen. Er wollte erzählen ... er hoffte zum mindesten, daß er noch den Mut haben würde, zu erklären, daß er es satt habe, sich noch länger wie einen Lausburschen behandeln zu lassen. Er würde dann schon sehen, wie der Hase lief ... Es war fast neun Uhr, als er vor seiner Haustür ankam. Bleich und mit zitternden Händen öffnete er die Tür und schlich in? Speisezimmer. Nirgend» brannte Licht im Hause, bas war merkwürdig. Vielleicht waren sie alle fortgegangen, um ihn zu suchen. Da» würbe schön werben, wenn sie nach Hause kämen, dachte er mit einem neuen Schreck.
Er drehte bas Licht im Eßzimmer an. Sein Blick H<4 auf her tr»ie ein we ßer Fleck auf der
Ihre Freunbschaft verlieren. Lilith, sagen Sie, würden Sie mir mehr als Freundschaft schenken können? Ganz aus freiem Herzen, möchten Sie dann Ihr ganzes Sein mir anvertrauen, fürs Leben anvertrauen?“
„Ich — möchte wohl.“
Er beugte sich nahe zu ihr:
„Lilith, hast du mich ein wenig lieb? Reicht es, daß du mein werden möchtest?"
Ihre Wangen glühten. Sie rang nach Worten.
„Ich — möchte nichts, als dein fein."
Und gleich danach erblaßte sie und zog ihre Hände angstvoll zurück. In ihren Augen stand wieder die Not.
Jörgen Bollander stand neben ihr und juchte wieder ihre Hände.
„Sorge dich nicht, Lilith!“
„Und das Mädchen von „Tushiniang"? Suchst du es nicht, liebst du es nicht? Willst du nicht diesem Mädchen Helfer sein, wenn du es findest? Hast du mir nicht gesagt, daß das Tagebuch dir seine Seele offenbarte, daß du diese Seele liebst?“
Er erlebte alle Qual und Not mit ihr.
„Ich sprach so, ja. Aber die Seele Jngedorgs fand ich in dir. In Lilith lebt Jngeborg. Ich will dich, Lilith! Um dich will ich kämpfen, du sollst frei werden, um mir anzugehören."
„Und wirst du Jngeborg nicht mehr suchen?“
„Ich will es! Lilith, noch darf ich dir nichts facen, ich darf dich nicht in neue Unruhe bringen. Aber viel- 'eichk . . .! Es ist möglich. . . Lilith, vielleicht gibt es nirgends in der Welt die Seele Jngeborg» als in dir!“
„Du liebst eine andere in mir?"
„Nein! Ich lernte eine Seele kennen, und diese Seele suchte ich. In dir habe ich sie gefunden. Lilith, sagtest du nicht selbst, daß alle», was in dem Tagebuch geschrieben steht, dir fo vertraut erscheint, baß es dir ist, als hättest bu das alles selbst geschrieben? Siehst du, und all das, was ich bei Jngeborg wesenlos liebte, ist mir in dir als Mensch von Fleisch und Blut begegnet."
„Unb wenn bu Jngeborg findest, gehört deine Liebe dann nicht ihr?"
„Meine Liebe bleibt bei dir, sie wird nie von dir lassen können. Fühlst du denn nicht, daß wir uns (ud)> ♦•n, daß wir uns finden muhten, ich und bu!"
Als sie ihn ansah, stand in ihren Augen wieder Glauben und Hoffen.
„Ja, ich fühle bas."
15.
Die nächsten vierzehn Tage brachten Jürgen Lollan- ber viele geschäftliche Arbeit. Fünf volle Tage war er aus Manbalay fort, unb bies Fernsein war Qual für ihn. Er sorgte sich mehr benn je um Lilith unb atmete auf, als er roieber zurückgekehrt war unb hörte, es habe sich nichts Besonberes ereignet.
Nur zweimal war er im Hause Shelton gewesen. Er hatte Lilith allein angetroffen, ihr Mut zugesprochen unb sie gebeten, auszuharren, bis bie Entscheibung gefallen war. Er beobachtete Shelton, unb es war ihm gewiß, baß ber ihm mit großem Mißtrauen begegnete, baß er feine Besuche bei Lilith nicht mehr gerne sah.
Lilith hatte ihm erzählt, baß Shelton große Unruhe anzumerken sei, daß er allersei geheime Besprechungen mit Sato-Khin habe, dessen Wunde gut verheilt war.
Jörgen Bollander war manchmal im Zweifel darüber, ob er recht gehandelt hatte, baß er Lilith seine Liebe gestand. Er hatte damit etwas Neues in ihr Leben getragen. Erregung war in ihr und drang nach irgendeiner Tat, die sie frei machen sollte. Aber doch las er in ihren Augen neben allem Zweifel und Bangen nun ein Hoffen, ein ganz heimliches Hoffen auf Glück, und das war ihre Freude.
Eines Morgens, als er sich zum Büro von Mr. Kras- huaos begeben wollte, ward ihm unerwartet der Besuch Goomar Parubrams gemeldet. Er war erstaunt.
Was wollte dieser Mann von ihm? Tauchte er nun wieder in Mandalay auf, wollte er erneut Liliths Nähe suchen?
Der Inder stand gleich darauf vor ihm unb begrüßte ihn liebenswürbig.
„Wir haben uns lange nicht gesehen, Mr. Bollander! Es geht Ihnen gut? Ich bin nicht recht mit mir zufrieden, ich habe Schmerzen, ja, und deshalb kam ich nach Mandalay. Ich will Dr. Barker aufsuchen. Er soll mich behandeln. Prinz Omar Rubri muß meine Geschäfte einem andern übertragen. Ich habe mich krank gemeldet."
Jörgen Bollander beobachtete heimlich seinen Gast, und er begriff. Das war ein schlauer Zug des Inders;
auf diese Weise sollte Omar Rubri überlistet werden. Er meldete sich krank und behauptete, sich von Dr. Barker behandeln lassen zu wollen. Grund genug, daß er nun oft in Mandalay weilte, und damit fand er Gelegenheit, Lilith aufzusuchen! Der Kampf begann also von neuem, und wohl zäher als vordem "
Goomar Parubram fuhr fort: „Zufällig traf ich einen Eilboten des Prinzen, der zu Ihnen wollte. Ich nahm ihm das Schreiben ab Hier ist es. Prinz Omar Rubri bereitet einen neuen Angriff gegen die Tiger vor. Vielleicht ladet er Sie dazu ein."
Jörgen Bollander öffnete das Schreiben. Es enthielt in der Tat eine Einladung des Prinzen, Ende der kommenden Woche an der Jagd teilzunehmen.
„Sie haben recht vermutet. Ich bin zur Jagd eilige» laben."
„Nun, biesmal werden Sie hoffentlich dem Rufe des Prinzen Folge leisten können und nicht wieder erkranken. Der Prinz könnte es sonst schließlich Übelnehmen und am Ende denken, Sie wollen nicht kommen.“
Es klang versteckter Spott durch seine Worte. Bollander entgegnete kühl:
„Ich werde diesmal bestimmt an ber Jagb teilneh- men."
„Es ist Ihnen also Gewißheit, daß man Sie von keiner Seite baran behindern wird?"
„Ich werde kommen!“
Goomar Parubram erhob sich.
„Ich will Sie nicht länger stören, Mr. Bollander. Wir sehen uns ja wohl bald wieder, bei Mrs. Shelton ober bei ben Tigern!“
Als er gegangen war, sah Jörgen Bollander immer noch sinnend auf den Platz, wo der Inder zuletzt stand.
Wung trat ins Zimmer.
„Die Post, Mr. Bollander!“
Er überreichte ihm vier Briefe. Jörgen Bollander griff interessiert danach und sah nach den Absendern. Das eine Schreiben kam aus Hamburg, von A. W. Sterner; es enthielt also geschäftliche Korrespondenz. Die drei übrigen Briese trugen chinesische Marken, zwei waren in Schanghai, einer in Wenschou zur Post gegeben.
Wenschou? Kam dieser Brief von Liü-Fu-Tang?
Er riß ihn hastig auf und las:
Ihr habt ihn gern ben alten Mann, Der mit Geschenken kommt fiel» an.
„Sehr werter Mr. Bollanber! Aus Ihrem Schreiben ersehe ich, baß Sie voller Unruhe finb, baß Sie vor erneuten Rätseln stehen, und daß Sie auch Li-Den miß» trauen. Es ist begreiflich, daß Sie auch an mir zweifeln; aber seien Sie versichert: Ich stehe auf Ihrer Seite, unb Ihre Feinde sind meine Feinde. Vielleicht haben Eie inzwischen erkannt, daß Sie nach Birma kommen muß« ten, um das verschollene Mädchen zu finden, nach dem Sie suchen."
Jörgen Bollander starrte nachdenklich auf dies» Zeilen.
,,E» ist wohl möglich, daß Sie inzwischen dort oer» schiedene Entdeckungen gemacht haben. Seien Sie dabei aber vorsichtig und haben Sie Geduld; warten Sie auf eine Botschaft. Diese kann Ihnen direkt von mir zukommen, vielleicht auch durch Li-Den oder dem andern, ben bei Ihnen im Hause ist. Vertrauen Sie beiden! Und nun das Mädchen, das Sie suchen. Halten Sie sich an die gefundene Spur. Sie stehen näher Ihrem Ziele, als Sie annehmen. Dies mag Ihnen für heute genügen. Gru» ßen Sie Mr. und Mrs. Shelton von mir, wenn Sie sie besuchen, und fragen Sie Mr. Shelton, ob er eigentlich eine Erklärung für ben Inhalt der Ebenholzdose gefun*1 den hat."
Damit schloß der Brief.
Die Ebenholzdose? Der Inhalt? Sie war leer, er sie Shelton überreichte. Sollte sich tn dieser Dose; jetzt auch irgend etwa» befinden, ebenso rätselhaft hi"' eingenommen, wie die grüne Seide in Lilith» goldene» Kästchen? Noch heute wollte er Shelton auffudjen unb ihn beobachten, darauf achten, daß er auch nichts unter» schlug, was sich in der Dose befand. Gab der 3nt>o" I jener Dose auch darüber Auskunft, wie Liü-Fu-Tang l6! Shelton stand?
Jörgen Bollander griff nach dem nächsten Schreibe" Dies brachte ihm auch interessante Nachrichten. Es ®ot die Antwort auf seine Erkundigungen über Sheltons M"' torboot. Man schrieb ihm: „Es stimmt, daß Mr. Sb»' s ton mit einem beschädigten Motorboot in Schanghai kam. Er trat sogleich in Unterhandlung mit der hiesige" Firma Dunlight u. Co. und verkaufte an diese das Die Beschädigung vorn am Bug des Fahrzeugs soll i bedingt von einem harten Zusammenstoß herrühren.“ |
(Fortsetzung folgt.)
die
btmffen Tischdecke sag. Gs war eht Srlef von seiner Frau. Zitternd nahm er ihn in die Hand und las:
„Das HausmKdchen wurde heute meggerufen, da ihre Mutter krank geworden ist. Wir hatten keine Lust zu kochen, und darum bin ich. mit Elly und Maria in die Stadt essen gegangen. Dann gehen wir ins Kino. Für dich stehen in ber Speisekammer noch kalte» Fleisch unb Kartoffeln. Auf Wiebersehen!“
Der gute Herr Brinkmann fühlte sich kernen Augenblick lang beleibigt durch den liebelosen Ton dieses un- gsbührlichen Schreibens. Im Gegenteil, es stieg ein Dankgebet in ihm auf, weil alles so gut abgelaufen war. Und erleichterten Herzens und frohen Gemütes holte er sich das Stück Fleisch und die kalten Kartoffeln aus der Speisekammer.
Glaube nicht alles, was du hörst; Liebe nicht alles, was du siehst, ' > Rede nicht alles, was du weiße.
Tagessprüche.
Sei zum Geben stets bereit, miß nicht kärglich Gaben, denk, in deinem letzten Kleid wirst du» Taschen haben. 1
Witz ist noch fange nicht Genie, bas Genie ms- der Witz findet bloß. M1
Kleine Fehler rechnen wir nur dem an, der kein ßen befitzt. Nur sauber gekleideten Menschen liest '
Stäubchen vom Rocke. (Ernst Lind 1
Fünf Minuten Denksport
Lösung de» Sreuzworlräksel».
Auflösung bei Silbenfenster»,
gat, 15 Erbse, 16 Neuenahr, 17 Humboldt, 18 Opfy Frikandeau, 20 Hyäne, 21 Ahab.
Die Wetterregel lautet: Wen der Mond einen hat, so wird bas Wetter trüb.
Auflösungen ms der letzten Sonntagsnummer.
Lösung des Silbenrätsels.
1 Wallot, 2 Erlös, 3 Notturno, 4 Narew, 5 Dingi, 6 Engländer, 7 Raimund, 8 Mangold, 9 Odessa, 10 Novalis, 11 Dieoenow, 12 Etüde, 13 Institut, 14 No-
Vuchstaben-RStsel.
Mit den Buchstaben e e h i l r » sind 10 Wörter zu bilden unb so in obige Figur einzusetzen, daß jedes punktierte Feld einen Buchstaben erhält. Bei jeder Wortbildung dürfen die obigen Buchstaben beliebig oft verwendet werden. Die Wörter bedeuten: 1 Stammes- oberhaupt ber Araber, 2 Schneidwerkzeug, 3 berühmter deutscher Dichter, 4 Fisch, 5 Gerät zum Grasschneiden, 6 netzartiges Gewebe, 7 bekannter Chirurg und Schriftsteller, 8 Schwarzbornftrauch, 9 früherer Reichsernährungsminister, 10 Lauter Ausruf.
Die Buchstaben in ben mit einem Kreis versehenen Feldern ergeben cmeinandergereiht den Namen des Reichswehrministers.
LA
VA
TER
KAN
TI
NE
PE
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DE